1825 / 71 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

úber den Gegenstand zu vernehmen, ‘Die Mehrheit spricht sich aus, der Entwurf wird, weil die Ansichten der Mehrheit die richtigen scheinen, darnach ausgearbeitet und der nä<hsten Ständeversammlung vorgelegt. Abek die Mehrheit dieser Kammer ist eine ganz andere, als die vorige , anderè Ansichten sind entstanden. Die: Ar- beit ist vergeblih, das Geseß wird verworfen. Bei der nämlichen Mehrheit würde es in beiden Fällen ein an- deres Schicésal gehabt haben. Unter diesen Verhältnis- sen fann es der Regierung und ihren Organen * nicht verdacht werden , wenn sie bei der Ungewißheit des Er- folgs, bei der Möulichkeit des Zufalls, daß die Früchte ihrer Arbeiten eben so gut vernichtet, als Segen und

Heil bringend werden fônnen, si< nur mit ei- ner Art von Widerstreben den Arbeitern der Geseßzge- bung widmen, und lieber ihre Zeit und Kräfte andern Gegenständen zuwenden, bei denen ein sicheres Resultat vorauszusehen ist. Aber auch in anderer Hinsicht“ kann sich die Gleichheit der Grundsäße wohlthätig zeigen. Was die eine Kammer aufgebaut hat, wird tie andere nicht zerstören, was aber zwei Kammern beschlossen ha- ben, darf wenigstens auf eine Dauer von sehs Jahren re<hnen. Schen großer Gewinu für die Erhaltung be- stehender Einrichtungen. Auf diese Gründe stüßt sich der Ihnen vorgelegte Gesekentwurf./

,¡Geseß-Entwurf. Ludwig von Gottes Gnaden, Großherzog von Baden 2c. Wir haben unter Zustim- mung Unserer getreuen Stände be\shto}sen und vertän- den, hiemit wie folgt: Art. 1. Die Abgeordnetcn der Grundherren, der Universitäten, der Städte und Aem- ter zur Ständeversammlung werden auf se<hs Jahre gewählt. Nach Ablauf dieser*Zeit und so immer von sechs zu: sehs Jahren treten die gewählten Mitglieder sämmtlich wieder aus, wenn nicht die Kammern früher aufgelôst worden sind, Diese geseßlichen Bestimmun: gen dehnen sih auch auf die gewähltèn Mitglieder de gegenwärtigen Ständeversammlung aus. Arr. 2. Alle drei Jahre muß eine Ständeversammlung Statt finden. Arr. 3. Das Auflage-Geseß wird in der Regel auf drei Jahre ‘gegeben. Beschlossen zu Karlsruhe in Unserm großherzoglichen Staatsministerium. “/ :

Vom 17. März. Jn der gestrigen Sibung der zweiten Kammér erfolgte, nach- einigen anderen Ver- handlungen, der Tages-Ordnung gemäß, die Diskusion über den Geseßentwurf, . die Ablösung der jährlichen Entschädigungen, welche die Srandes- und Grundher: ren und Korporationen für verlorene Gefälle beziehen, Ee Ausgabe von Rentenscheinen auf Juhaber be- trefscnd, :

__ Nach vielseitiger Erörterung der Sache ünd nach geschlossener Diskussion, an welcher hauptsächlih die Abgeordneten Engesser, Duttlinger , Föhrenbäch, Zacha- riá , Roßhirt, Wild u. st\. w. Theil nahmen , wurde der Geseßesentwurf beinahe einhellig angenommen, mit ‘ei: nigen unwesentlichen, und von der Regierungsfkommis- sion zugegebenen Zusäßen zum 1., 3. und 4. Artikel.

Der Geseßesvorschlag wurde von dem Chef des Fi- nanzministeriums und dem Regierungskommissair , Mi- nisterialräth Jolly, vercheidigt. i

Jn l-an d.

__ Coblenz. Zu Treis (Kr. Cochern) ist àm 1, Febr. die Frau -des Inf. Spies, eines armen Zimmergesellen, von 4 Kindern, 2 Knaben und 2 Mädchen, entbunden worden. Das zuleßt geborne Kind starb gleich auf die Geburt, -die übrigen nah und hach. F

280

sind im Hafen von Pillau drei Schiffe mit Ballast ¿F

232 Lasten 52 Scheffel Hafer, 36 ‘Lasten 2 Schef(

Königsberg. Jm verwichenen Monat Februy

einigelaufen und drei Schiffe, wovon 2 mit Ballast y 1 mit Holz beladen, find von da ausgelaufen

Jn Memel kam während dieses Zeitraums 41 beh lastetes Schiff an und 8 Schiffe, wovon 2 mit Sat 5 mit Holz und 1 mit Hanf beladen waren, liefen yy da aus. Auf die hiesigen Handlungsspeicher wurda

Allgemeine

yreußishe Staats-Zeitung.

aufgemessen : 202 Lasten 53 Scheffel Waißen, 176 Last 31 Scheffel Roggen, 235 Lasten 4 Scheffel Gers

weiße Erbsen und 35 Lásten 22 Scheffel graue Erbsa| Abgemessen wurden überhaupt 102 kleine Lasten" na Danzig. An ausläudishem Getreide ist ni<ts aus messen, so wie au< na< dem Auslande nichts aby messen worden. i Liegniß, Jn Grünberg sind im abgewichen Monat 2210 Stück Tuche verschiedener Sorten , j : : T nin R Thlr. Be ritge worden. t s ür den Leinwandhandel erhalten si<h sehr qu ( i Aussichten. Die Bleichen sind stark lebe gewesen ú L, Amtliche Nachrichten es sind bedeutende Quantitáten böhmische Leinwand zy Vervollständigung des Sortiments eingegangen. i Ge Lal E sol<hem Preije, daß der Vy dienst der Weber im Gebirge den der anderen dortig ; G , / enf Professionisten- übersteigt. Die Ausfuhr von rohem l L e Dele R r nengarn dauert aber no< fort; das Stück Garn wi se in Brillanten zu verleihen geruhet.

init 27 29 Dis LL (Sl De Blas nit::3: bós:01A Des Königs Majestät haben dem Geheimen expe-

bezahlt. : E i GCR z de ; ; enden Secretair im Finanz - Ministerio Krieges- und Zur Verbesserung der Schifffahrt sind die Bi iainen - Rath G toth é; ben Character als Gehe i-

in der Oder ki ZJuhre, 1025 fortgeseht wordan::" M r Hofrath allergnädigst zu verleihen und das zu

zu diesem Zwecke früher geshehen, wirkt wohlrhätiy y und es bleiben die Oderfahrzeuge auf verschiedenen Sth O-S gie Patent Allerhôchstselbst zu voll-

K. :010n (ld! (8: Q: 08:8

len béi fleinem Wasserstande, der Untiefen wegen, nid mehr ‘wie sonst liegen.

Mänster. Jun allen Kreisen des Reg.-Bezirfs F seit furzem eine sehr vermehrte Nachfrage nah Hon Durchgereist. Der Königl. Französische Ka-

| vieh eingetreten , eine unbezweifelte Folge des in vielehets - Courier Teisset, von St. Petersbur nacl)

Gegenden der benachbarten Niederlande durch die Unis. shweminungen fast vernichteten Viehstandes. 5, Preise sind im Verhältniß dieser Nachfrage bedeuten an manchen Orten im Monate Febr. |hon um 25 pC gestiegen. Auch das R R N met! lih zugenommen. Jm Kreise Côsfeld wurden vil ita Ï Pferde von fremden Juden aufgekauft. Mit de TT, Z eitungs z N da <ridten. Absaß an Leinen und Leinengarn war man ziemlich i frieden. Jn der Stadt Warendorf hat die Baumseid Fabrikation in der neusten Zeit sehr zugenommen ; l Waaren sind gut und finden auch Absab, | j

Holz. und Eichenrinde sind ‘noch’: stets gesuchte A Paris, 18. März, Vorgestern ist der Kammer tifel. Lebtere zahlte man die 1000 Pfd. mit 40 (r Pairs das von der Deputirten-Kammer ange- 11 Thlr. WMmmene Entschädigungsgeseß vorgelegt worden. Herr Martignac, der die Gründe des Geseßes vortrug, d Herr v. Vaublanc find vom Könige zu Kommissa- n zur Vertheidigung des Geseßes ernannt worden. Jn der vorgestrigen Sißung. der Deputirten- immer fam ein am 12. d. von Herrn C. Perier f das Búreau niedergelegter Vorschlag folgenden Jn- (s zur Berathung: Der Bericht des Präsidenten der Oberaufsicht der Tilgungsfkasse bestehenden Kommis-. 1 solle einer Commission. von neun Mitgliedern über- (sen werden, um zu untersuchen, ob kein. Eingriff in è Dotation der Tilgungscasse und der Casse fúr die pots und Consignationen geschehen sei. (N. B. Lekbt- dachte Casse nimmt Deposita von streitigen Summen d andere Deposita an, z. B. die bei jeder dffentlichen treprise zu bestellende Sicherheit ; ingleichen asservirt die Cautionnemens 2c. Alle diese Summen werden < bestimmten Regeln zu Gunsten der Juteressenten

A usland.

Königliche Schauspiele.

Donnerst., 24. März. Jm Opernhause. ‘Auf Beg! ren: Die Jungfrau v-on Orleans, romantisd Tragödie in 5 Abtheil. von Schiller, :

M è teorolo gische Beobachtung e-n, Barometer | Therm. | Hygr.|-Wind| Witterung,

22. Márz |A.: 28® /5//4-294 |/ 659 }-NW., þtrüb. 23. Márz|F. 28% 5/]—125%/] 752 } Q," [neblich; Fro. M. 282. 5/]—#-4%4 (55° |NO. beut, angenehm.

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Gedrucft bei Feister.

hffMsbar angelegt.) Hr. Perier entwickelte seine Pro- sition. Das Finanzgeseß vom J. 1817, sagte er, hat

Rédacteur ‘Jo

Tilgungsfasse mit 40 Millionen dotirt; außerdem

Me 71.

Berlin, Freitag, den 25ssten März 1825.

sollte dem Tilgungsfond der Ertrag des« Verkaufes von 150,000 Hektaren Staatswaldungen zuaewendet wers den. Die bis jeßt stattgefundénen Verkäufe belaufen sich auf 123,000 Heft. ; es bleiben demnach 27000 Heft.

zum Verkauf noch übrig; der Berichterstatter der Obere

aufsihts-Commission, hat uns aber nicht gesagt, warum man seit 6 Monaten mit dem Verfauf der Waldüngen inne gehalten hat. Jch wünsche, daß. die Gründe die- ser mir ungesezmäßig scheinenden Maaßregel untersucht werden. Was die Consignationscasse betrisst, so hat sie, wenn i<h der mir gegebenen Auskunft Glauben beis messen darf, - sich für 16 Mill. zinstragende einlösbare Papiere vom Tresor zu 37 pCt. discontiren lassen und hat dafúr, wie man sagt nicht ôöffentlih, von ‘einem Capitalisten, den ih nicht nennen will, einem gewissen Banquier, der die leßte Anleihe übernommen hat (Eine Stimme: warum nennen Sie nicht gleih Herrn Rothschild) kurz von einem sehr reihen Capitalisten un- gefähr 800,000 Fr. Renten gekauft. Es ist nothwen- dig, daß die Art und Weise, wie dies geshehn, an das Licht gezogen werde, Ueberdies soll jener reiche Capis talist auch. no<h von der Administration des Mont - de- piété auf ein Rentendepot 9 Millionen geborgt haben. Mit diesen beiden Summen hat éer mächtig an der Börse wirken fkônnen und hat in der That mächtig gewirkt und den Cours der Rente in die Höhe getrie- ben. Man rede also nicht stets von dem hohen Course der Papiere, da dieser Zustand offenbar nur künstlich ist. Jch verlange, daß mein hiernach begründeter An- trag in Erwägung gezogen wérde, Herr Leroy. Als Mitglied der Oberaufsichts - Commission fomme ih nicht, um mich den Anträgen des Herrn Perier zu wis- derseben, sondern nur um einige Auskunft über den vorliegenden Gegenstand zu geben. Das Geseß von 1817 hat die Administration zum Verkauf von 150,000 Hektaren Staatswaldungen authorisirt, hat aber diesen Verkauf nicht ausdrücklih befohlen; sobald also die Rente schon das Pari erreicht hatte, war es gerathen, da der Renten - Rückkauf ohnedies zu onerôs für den Staat wird, jenen Verkauf zu sistiren, bis dur< ein Geseß über die fernere Handlungsweise der Tilgungs- Casse entschieden sein würde. Die Consignations- Casse anlangend, so hat sie allerdings Renten gekauft, und dies zwar, weil sie fein anderes Mittel hatte, ihre Fonds gehörig unterzubringen, dies aber ein- vortheil- haftes Placement war, und wenn diese Einkäufe nicht an der Börse, sondern dur<h Verträge mit Privaten statt gefunden haben, so liegt darin nihts ungewöhn- liches, da solche Transaétionen täglich statt finden und gesebmäßig sind, sofern man sie nur, wie hier geschehen, durch Vermittelung eines Maklers bewirkt. Uebrigens haite man hierbei auch no< die besondere Absicht, nicht durch den plôglichen öffentlichen Ankauf einer so großen

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