1825 / 78 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Royalist der Urheber davon gewesen sein fann, ist sehr fiar, da diesen die Engländer hôchst verhaßt sind, wetl sie feinen Theil an der Restauration genommen, und da die Anerkennung der Unabhängigkeit der amerifani- schen Länder diejen Haß noch vermehrt hat.

: V nta n d.

Potsdam, 31. März. Mit der evangelischen Hof - und Garnison-Gemeine, und zur Erbauung der: selben, wohnten heute des Königs Majestät mit Jhrem Hause und Gefolge der Feier des heiligen Abend- mahls bei, und empfingen ‘dasselbe aus der Hand des Bischofs Dr. Eylert und des Feldprob|es Offels- meyer.

Landwirthschaftlihe Berichte aus dem In - nern des Reichs vom Ende Februar.

1. Brandenburg. Potsdam. Die Saaten habén, den eingegangenen Nachrichten zufolge, in fkei- ner Art, weder dur<h die Witterung, noch dur< Unge- ziefer gelitten, welches leßtere úverhaupt weder in no über der Erde bemerft worden ist. Frankfurt. Die Saaten stehen überall gut, und haben nur anu we- nigen Orten von der Nässe -gelitten; zur Einsaat der Sommerung sind die meijteu Felder schon bestellt worden.

IL. Pommern. Stralsund. Ueber die Be- | \chaffenheit der Saaten fann nur das wiederholt wer: j den, was im vorigen Monar (S. Nr. 54, d, St. Z.) davon gesagt werden ist. -

IIL. Schlesien. Breslau. Die Saaten schei- nen durch die unstäte, für die Jahreszeit ungewöhnliche Witterung im Ganzen nicht gelitten zu haben ; doch i wird sih dieses erst im Frähjahr entscheiden. In

den meisten Kreisen des hiesigen Verwaltungsbezirks i stehen. sie no< sehr gut. Jm Strehlenschen- hat sich P hie und da Mäusefraß gezeigt. Liegniß. Die Saaten stehen im Ganzen gut. LIV. Posen. Posen. _ Es läßt st{< zwar noch nicht bestimmen, welchen Einfluß die Witterung auf die Saaten haben wird, doch haben sie in den mehrsten Gegenden noch ein gutes Ansehen und nur auf tieflie- genden Aeckern ist ihr Zustand bedenklih. Die Gukts- besißer láugs des Obraflusses werden durch den gelinden || Winter gehindert, Streu und Rohr aus den Brüchen T zu holen. | E V. Sachsen. Magdeburg. Auf die Feld- und Gartenfrüchte scheint diese unerwartete kalte Wir- terung nichr nachcherlig eingewirft zu haben. Nur bei dem Landwirth hat sie eine Unterbrehung in den Vor-

- haben solche theilweise gelitten. Erfurt. Die Win

auf feinen großen Ertrag hoffen.

VI. Westphalen. Münster. genen Ac>ern, 1 bezwéifelr man hin fünftigen Erndte aus dem Grunde, Nässe die Fertigkeit des Bodens ausgesogen habe. den Zustand der Wiesen und

Ueber|<hwemmungen unvortheilhaft eingewirkr.

saaten, reiche Erudte ver)prechen

dec>e- belegt waren. VII. Jülid,

Feldmäuse und Schnecken haben ch

verloren, die Felder haben aber tein erfreuliches

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| Winz Tage eine Stockung erzeugten,

etwas erholt zu haben. Düss eldorf. Die erfa rensten Oekonomen sprehen si<h über den Einfluß d

claderigen nossen uno in R P r U ßis<e Staats-Zeitung.

rur.gstheile der Aècker entwedér aufgezehrt, oder weg shwemmt ; *das Unkraut ist nicht ersti>t, es hat vi mehr in den mit Winterfrucht bestellten Feldern dy maßen überhand genommen, daß es dem Auffomny dor Frucht sehr hinderlih werden fann. VIIL. Niederrhein. Coblenz. Ueber h Einfluß der Witterung auf die Vegetation oder | Saatfrüchte im Felde kann noch nichts gejagt werde Fm Allgemeinen stehen dieselben zwar gut, doch wol, viele Landleute bemerken , daß theils die vielen Rez im Anfange der Winterjahröszeit, theils die Feldmü und Schnecken in manchen Gegenden vielen Schad verursacht haben. Aachen. Der Landmann besor Anfangs, daß der plôöblich eingetretene starke Frost | Wintersaat in dem, durch das Regen - und Schneenh ser sehr aufgelo>ert.n Boden bedeutend geschadet bal môchte, diese Besorgniß scheint jedoch zu voreilig gi sen zu sein , indem man jeßt durchgängig iu den m sten Kreisen der Meinung ift daß diese Witterung | Ganzen eben nicht bedeutend nachtheilig auf die F früchte eingewirkt habe. Einen größern Schaden urjachen no< immer in den nördlichen und nord! lichen Gegenden des Regierungsbezirks die Feldmäl deren gänzliche Vertilgung troß aller angewank| Mitteln no< immer niche hat gelingen wollen, Trier. Den Wintersaaten soll die Nósse im feu Thonbodeu geschadet haben; im Sandboden hing stehen die Saaten gut. Während der heiteru Tage | zweiten Hälfte des Monats hatten die Gartenarbiil in den Thâlern begonnen; in den Weinbergeu war | Sast schou in den Weinsto> getreten, als die weni! so daß m0 Winzer Nachtheil besürchten: eine Besorgniß, welcht|

bereitungen zur Sommerxbestellung zur Folge gehabt. Merseburg. Die Wintersaaten haben im Ganzen ein gutes Ansehen und nur auf den tiefliegenden Aecern

tersaat steht nicht überall gut, und láßr vor der Hand

Mit dem Stande der Wintersaat, vorzüglich auf den tro>en gele- man fortwähreud jhehr zufrieden, indeß und wieder die Ergiébigkeit der weil die anhaltende Auf Weiden haben die häufigen Arnsberg. Der stattgehabte Frost hat auf die Winter- welche úberall sehr üppig stehen und eine jeegens; feinen nachtheiligen Einfluß äußern können, indem dtefelben mit einer starken Schnee-

zwar größtentheils Anse-

hen; nur hin und wieder scheinen sich die Wintersrüchte

Gedrucft bei Feister.

Reife erlangt hat, ungegründet sein dürfte.

Königliche Schauspiele.

Sonnab. 2. April. Jm Opernhause: Romeo u Julia, Trauersp. in 5 Abtheil., von Shakespear.

Sonnt. 3. Jm Opernhause: Titus, Oper i Abtheil., mit Tanz. Musik von Mozart.

Im Schauspielhause: Sreckenpferde, Lustsp 5 Abiheil., von P. A. Wotff. Hierauf: Der W marft, Lustsp. in 4 Abtheil, von H. Clauren.

dont. 4. Jm Opernhause: Richard Lôw herz, Oper in 3 Abtheilungen, mit Taùz- Musik Gretry. /

Im Schauspielhause: Der gerade Weg ist beste, Lustspiel in 1 Aufz. , von Koßebue. Hier Herrmann und Dorothea, idyllishes Familidl málde in 4 Abtheil, , vom Dr.- C. Töpfer. i

* Jn Potsdam: Rdschens Aussteuer, Lustsp 3 Abiheil., vou F. Elmenreich. Hierauf Tanz, Humoristische Studien, Schwank in 2 Abth nach dem Französis. des Andrieux frei bearb.

Meteorologische Beobachtungen. Barometer | Therm. | Hygr.] Wind] Witterun

30. März |A. 28° 29/4329] 819 SW:. |feernhell. 31. Márz |F. 28° 1°“|+#+15°“| 82? SW. |trüb, Nachtfro! M. 28° 25° |#6°“ 41° | N. [A. 28° 33°[4-1°“ | 43° | N. fteruhell.

Sounenblicke.

Ucbermorgen, am zweiten Oster-Festtage wir? Staats-Zeitung nicht erscheinen,

Redacteur J!

doch , da das Holz im Spätherbste seine vollkomnu gst geruhet.

Ministerium der Geistlihen-,

vou C. Leb

abe. )rdriungen nah Vitruv nebst ihren Kon

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TS,

Berlin, Dienstag, den 5ten April 1825.

I. Amtliche Nachrichten.

Se on de C Tages.

Des Königs Majestät haben bei dem hierselbst für Provinz Braudenburg errichteten Medicinal-Collegio Räthen “den Charité - Arzt und Professor Dr. Kluge,

den praftischen Arzt Dr, Klaarsch und

den praftischen Arzt und Professor Dr, Casper t dem Charáfkter als Medizinal - Räthe zu ernennen d die desfallsigen Patente Allerhöchst - Eigenhändig zu ziehen geruhet. Gleichzeitig haben Seine Majestät m bei dem Polizei: Práäsidio- angestellten Medicinal- sessor Staberoh die Function als Assess0r pharma- ae bei dem gedachten Medicinal - Collegio zu übertra: n und dén praftifhen- Arzt und Operateur Dr. Co0- enb als Medicinal/-Assessor dabei anzustellen allergnä-

> Der Justiz - Commissarius Bernhard Schulze Nordhausen is zugleih zum Notarius im Departe: t des. Oberlandesgerichts zu Halberstadt bestellt orden,

Auf den Grund der Allerhöchsten Cabinets - Ordre 21. Mai v. J. ist festgeseßt, daß auf den Universi- ten in Berlin, Bonn, Halle, Breslau und Greifs- ald und bei der theologishen und philosophischen Fa- [ät in Münster von jebt an die Vorlesungen des Sommer: Semesters vom ersten Montage nach dem Sonn- géJubilare bis zum erstea Sonnabend nach dem funfzehu-

September und die Vorlesungen des Winter-Seme- ers vom ersten Montage nach dem achtzehnten Oftober s zum Sonnabende vor der Charwoche dauern sollen.

Berlin, den 30. März 1825. ; Unterrichts und Medicinal-Angelegenheiten.

(gez.) von Altenstein,

Verzeichniß e Unterrichts - Gegenstände und praktischen Uebungen

halben Jahre 1825. A. Baufächer..

ourfus- von Einem Jahre, 2) Die Preojektionen

Zeichnen und geometrischer Schattenkonstruction , vom Professor Hummel und Professor Ziel>ke. 3) Persveks- tive und Optik, von denselben. 4) Zeichnen des menschs lichen Körpers nach einem eigenen Kanon, vom Direks tor Schadow. 5) Zeichnen der Zierrath-n nah Vor- bildern und Gipsabgüssen, vom Professer Niedlich.

B. Fächer der bildenden Künste.

6) Freies Handzeichnen in drei Classen, gelehrt von den Professoren Dähling und Collmann, dem Mitgliede der Afademie Hampe, dem Inspektor Henne und dem Lehrer Berger. 7) Zeichnen nach Antifen Statuen vom Professor Niedlich. 8) Zeichnen, Malen und Modelli- ren nah dem lebenden Modell, von den Mitgliedern des afademischen Senats. 9 Modelliren nach Antifken Statuen, vom Direftor Schadow. 10) Zeichnen und Malen nah Gemáldèn in der hiesigen und Potsdam- mer Königlichen Bildèr - Gallerie, vom Professor Schus mann in Berlin und Reftor Puhlmann in Potsdam. 11) Bildhauerei, vom Direktor Schadow und Rauch. 12) Läudschaftmalerei, vom Professor Lútke. 13) Kupfer- stechen, vom Professor Buchhorn. 14) Form- und Holze [<hneiden, vom Professor Gubiß. 15) Sch’ ift|- und Karten -Stechen, vom Professor Mare. 16) Metall cijeliren vom afademishen Lehrer Couë. :

G. Musik.

17) General-Baß, musikalische Composition und dop- pelter Contra Punkt, vom Professor Zelter. 18) Praf- tischer Unterricht im Singen, von demselben.

D. Bei der mit der Akademie der Künste ver- bundenen Kunst- und Gewerkschule.

19) Freies Handzeichnen, gelehrt von den Professo- ren Collmanni und Dáhling, dem Mitgliede der Afade- inie Hampe- und dem Lehrer Berger. 20) Geometris- sches und architeftonishes Reißen, vom Professor Meinecke und Professor Zielke. 21) Modelliren nach Gypsmodellen, vom Professor Wichmann.

Der Unterricht fängt in der Mitte des April“ an.

ti der Königlichen Afademie der Künste im Sommer

1) Lehre von den Gebäuden alter und neuer Zeit, ut< Entwickelung und Darstellung ihrer Konstruction, vorgetragen vom Professor

die ‘Lehre der Säulen- : struftionen im | als Courier von St. Petersburg nach London.

Für die Unterrichts - Gegenstände No. 1. bis 16. hat man si<h zuvor zu melden beim Direktor Schadow je- den Mittwoch von 12 bis 3 Uhr im Akademie: Gebäude. Für die No. 17. und 18. bei dem Professor Zelter, hinter dem. neuen Pacfhofe No. 4. Für die No. 19, bis 21. bei dem Jnspektor Henne im Akademie - Ge-

báude, Sonntags von 7 bis 9 Uhr. : Schadow, Direkror.

D:r Ober - Präsident: der Provinz von Vincke, ah Münster.

Der Kaiserlih Russische Feldjä- als Courier von Paris

Abgereist. Westphalen , Freiherr Durchgere ist. ger, Lieutenant Wimmer, nach St. Petersburg, und : - der Kaiserlich Russische Feldjäger Gowelowsfky,