1825 / 92 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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das Gese. Er betrachtete daselbe als eine nothwen- also auf das S

dige Ergänzi es ng | brechen der auf die Befilzer -von -Natioialgütern für-Höchst wichtig, utedèrgeschrieben. Werth wiedergegeben wetden fkönne. Er - vertheidigte ferner die Emigrirten gegen alle früherhin gegen sie

Verlusten an Grundbesiß gegeben wird, entschuldigte er dur<h die Unmöglichkeit, eine Entschädigung für alle | Staat hâbe das R Verluste zu geben. Der Vicomte von Chateau- briant. Jch kann wede hôrten Redner, das Gesel ganz verwerfen, dém zweiten es unbedingt loben. der Entschädigung billige ist zu bekannt, als daß es nôthig wäre, mich in dieser Hinsicht weitlälifig auszu- lassen. Ueber die Grundsäße, unterftüßen, bin ‘ih mit dem Berichterstatterder Com- mission vollkommen einverstanden. Das heilige Recht des Eigenthums soll geehrt werden ; hierauf beruht das ganze Gese. Man vertheidige es al'o nicht, indem 4s ¿é man eine ganze Classe von Franzosen angreift, welche, Zwischen Diocle weit entfernt die U‘heber der Gräuel in der Revolu- tionszeit zu sein, sich als güte Bürger zeigen, und das Feld, das sie gékauft, “fruchtbar gemacht haben durch ihren Fleiß. Abèr ebeu so wenig wie es erlaubt ist, bei

beim Tadel desselben, seine Angtisse auf die Emigrirten rihten. Hüten wir uns davor, die Franzosen in- zwei Classen scheiden zu wollen, die Einen Getreue, die Au-

“Franzosen. fliud 30. Jahr unterdräckt worden z, die unter ihnen, die ‘dem Könige getreu waren, sind auch treú | gen aus demjelbey

Frankreih auch Treuê gegen den König war. i ging der Redner zum Tadel des Gesekßes überz er suchte ilt, auszuführen, -daß dessen einzelne Bestimmungen auf 4 Fiktionen beruheu, und" zwar: Fifcion hinsichts der

feln, um die einzelnen Summen der Entschädigung: fest-

werden jolle; endli<h Fifcion rücfsihtlih der für die Liquidation bestimmten Zeit. {legiu Weise das Einzelne des Geseßbes tadelnd durhgegaugen Heresie sind eben war, s<loß er, indêm er sich vorbehtelt, dic Aniende- ments zu utiterstüßen, die zur Verbesserung dessekbén beitragen fömiten. : :

Hr. Royer-Collard eíueu wichcigen Vortrag gegen däs Geseß wegen der Heiligthums]chändungen. Welches Verbrechen, \sagtè er, fen? das Sazrilegium. Wie wird dies Verbrechen im Geseße definirt? Als eine Entweihung der heiligen Ho0o- stien , als eine Thätlichkeit (voile de fait) gegeu die geweihten Hostien. Wir Catholifen wissen durch ún- fern Glaubeu, daß die geweihten Hostien nit mehr das find, was sle uis scheinen, \ondetni Jesus Christus, der Heilige der Heiligen, Gott und Men\{, unsichtbar und ‘gegenwärtig in unserm erhabenste&i Myfterio. Das Sacrileginm besteht also, wah dem Gesebe, in eiuer an Jésus felbst anëgeübtén Thätlichfeit. Das Geseß seßt

vels an der Majestät Gottes, Und zum andern, daß dies Verbrecheh ausdrüiih an! dás Dogma der -leib- lihen Gegenwart Christi gef ein Frevel gegen Gott in manchen Fällen auch eiù Fre- vel gegen die Menschen ist. nit, den das gegétiwärtige Gese6 bestrafen will, son- dern re<ht eigeuttih der Erstere.

cin Sacrilegium gegen dieselbe - eine ganz uirverständ- }mnorgen. liche Sache, ein undenkbares Dinz, Besteht man Rente 102, 15,

acrislegium , so hat man au< das Ver ]tát in unsern Geseßbüchen ta hät. dem Geseb- einen religids> da das Geseß unbegränzt ij fann ‘es diesen Glauben auch b Todeestrafen unterstüßen. der Staat habe eine Religion, wie jeder einzelne Mensh ? Oder behauptet man, dy echt zu entscheiden , welche Religid Was nq

ing der Charte, und hált es in Beziehung brehen déèr beleidigten Ma

indêém allein dadurth. dieset Gütèrn Ähr* eigentlicher Glaúbehñ-/beigemessen,* un ortl N Staake herrsche, #0 fehlen und ihn durch

vorgebrachte Beschuldigungen. Den Vorzug, der den | man etwa behaupten ,

Vil

die wahre sci? dieses wäre eine Lästerung. ist nur die Religion, bevorreti Christus h

r mit dem ersten, der eben ge: | Religion des Staates neunt, noch - mit | welche am meisten ausgebreitet, am meisten Daß ich das Princip | ilt. Sonst ist hierunter ni<ts gemeint. nichts verändert in der bestehenden Ordnung der Gu sellschaft, er hat-den Regierungen dieser Erde nicht welche es hauptsächlich | genommen - nichts gegeben, weil sein Reich, wie y dieser Welc- ist. Jst aber jebt dj so ist es immer s den der Römische Senat y war also wirklich Gott. (Lärn)

tian ‘und den Christen befand fich h des Diocletiay

selbst sagt, nichr von Religion des Staates allei gewejen; und Claudius, den Göôttern zählte y

n wahr,

Wahrheit aljo unstreitig auf der Seite (der Lärm nimmt zu). Aber bleiben wir bei dem Gt seß, welches wir berathèn.

ist leider die christliche Religi

der Vertheidigung des Geseßes, die Besißer von Emi- tholiken und ‘Protestanten, z l N t Gegenwarr Christi ijt aljo nur diesseits der Meereagt

rirtengütern anzugreifen, „eben so wenig darf man, [S i YPU i

9 Wahrheit jeujeits ist er Frrthum , Wahrheit ist also: dur<h das Gemurre , Unterbrechung).

dern Uugetreue zu nennen. Sagen wir. vielmehr: die mich wohl nicht, oder sie würde] l ich betäámpfe, zurückichre>cn, wie sie vor den Folgerun

_zurüctshagudern.

Seit drei Jahrhundert ou zerrissen zwischen" Ku das Dogma der leiblis

Fdolatrie. (heftig

Meer begrämt. | Die Unterbrecher vexsteh úrden vor dem Prinzip, di

Hi:rin mus

n Frankceih gewesen, eben so wié die Trèue gegen und Sie aufinerfsam matt gegen RIARFLeN gee ete 2) j : Du daß wenn die Wahrheit in der Religion des Staate die Wahrheit bei jeder- politischen Ummwäizung al Fs m{ht ein Géseb, ( , gottéslästerlih ? D Folgea dieses Prinz

aber no< weiter gehn

umgewandelt werden wird. l E Grundsäßen beruht

l igéeit d t\châbigung ; Fiftion in den Mit- | vetrachten wir noch andere Vollständigkeit der Entschäbigung; F lo Wahrheit a und darf nicht E

e: Difti Fonds, mit welchen entschädigt | dald es also geseli< eine religiöse

zustellen s E aen , i giebt , so wird bald nicht blos das im Geselz defini denn Blasphemie ul so strafwürdige Frevel gegen : jt ist auch j¿ner Schrif Euer Gefth | Er hat Recht wenn Dogma der cathi

ah.rhei

Nachdem er auf diese Sacrilegium bestraft“ werden ,

Wahrheit. Jn dieser“ Beziehung steller ganz consjequent ¿ A P betrúgeëisch, gottlos.

: itten-Kamrmer “hielt vor estern | verlangt, daß sobald ein einziges E E Ee R h ges jchen Religion zum bürgerlichen Geselze wird , auch ganze Religion für wahr und jede andere [i daß sie einen Theil dil hen músh

e politischen un ) u Dieser Schrift stel un wie «es ihm beliebr, das Schiff entweder durch

der sagt :

soll das vorliegende . Geseß bestra- fals< erflárt’ werde, Constitution des Staates ausma

und von da sich ausbreiten in all búrgerlicheu Jnstitutionenu. ‘hat den Schleier zerrissen und unwillfkührlich uns “Folge jener Prinzipien gezeigt, ‘die religióse Wahrheit wird au? “Wahrheit sich des Geselzes bemäch schalten wird ; däun“ wetden wir ziwische tie und zwischen dem Atheismus ge «Charte bewahrt uns, Gott‘sei Danf, 5 : + einmal die Bestrafung des Fre- | native - denn sie beshúkt alle also. zwei, Sachen festz, Anm sicaiung s ‘hält die Priester aller <risllihen Confe\fionen. wir dié Charte fest und fliehen ‘dié: uns äangebote {e Ri

daß nachdem das Gil genommen haben, di tigen, und-úber all he dér: Theroctl dränet fein. noch vor dieser Alt Religionen , und unt

pft sei. _J< weiß, daß Theocrátie , die nicht einmal das Verdier

religiós zu sein, sondern nur eîne politi Dieser Lebtere is es aber | fung de>t. Hr: Miron v. L'Epinay und Hr. F Igarol habén noch fúr das Ge1eßs g*| Denn, wenn auch ein | zung würde dur<h eine Rede des

ptochei, die: Ministers d Frevel gegen die Gesellschaft Denfbar ist so ist’ geistlihen Angelegenheiten becndigt.

102, 5.

beide in Pall Mall, i

dem auswärtigen Amte nah Brüssel adgefertig d Tags vorher war einer nach Paris ‘abgeganaenu,

bischen dem atlantis<hen und dem stillen Meere it

en Kenntniß gebracht worden ist, hat man die Súd

0m 4 Guatiniala, welche sehr wohl erkennt, was für un

ide Schiffe zu entrichten haben. - Einer unserer ‘vor-

Lrt und Stelle zu entwerfen.

thun, Diejenigen, welche an Patentstühlen arbeiten,

winn durch’ die verbesserte Maschinerie.

Jn der leßten Sißbung der Southwark - Auxiliar- belgesellshaft wurde angezeigt, daß unter den Ver- benen, wel<he si<h die Verbreitung der Bibel beson- rs angelegen sein “liéßen, si< Lord Byron und der rstorbene König dex Sandwich-Jaseln befinden, erste: , als et ‘si< in’ sremden Ländern aufhielt und leßte- , als er’ in London résidirte, und mehrere tausend bén nach seinen Juseli sandte. Jn Blackwall wird gegenwärtig eine Kriegsscha- ausgerüstet, um gegen die Mahratten Piraten zu zen, welche an- den Küsten von Batavia s{hwärmen: è Sthaluppe, die erste ihrer Art, vereint die Kraft Segelns mit der des Dampfes, und der Capitain

oder durch Dampf, oder dur<h Segel und Dampf mmengenommen forttreiben. Die: Schaufeln der ider, welche das Schiff mittelst des Dampfes treiben, én mit der größten Leichtigkeit, gleich einem Das: Fächer, zusammen géfaitet werden.

Vom Mayn, 16: April. Ju der Nacht vom 12. fam die Leiche der Frau Fürstin von Metternieh; uach Böhmen gebracht wird , durh Frankfuxt

sich. Regierungsblatts enthält eine Bekanntmachung Ministeriums des Junern und der Justiz, nach her Se. Kdnigl. Hoh. der Großherzog beschlossen

Sin, neben dem an der Lahdes-: Universität zu Gießen

allemeine wissensthafrliche Zwecke bestehenden Lehr der Forstwissenschaft, zugleich noch eine besoudere, die Bilöung des künftigen Forst : Verwaltungs Per bestimmte dffenttiche Forst: Lehranstalt- zu errich:

367.

{Lon don, 12 April. Se. Maj. werden im Laufe [ten und, mit der Landes - Hohen Scule zu vereinigen. jeses Monats zwei Levers halten, nämlich am 20.,-und ‘Als Direktor steht - derselben der ordentlihe Professor

der Forstwissenshasc an der Landes - Universität vor.

C7 . . c Freitäag Nachts ward ein Königsbote mit Depeschen | Der Vortrag der theoretijchen Forstwissenschaft liegt

t | dem Direktor ob, welcher hierbei durch einen praftischen Hülfselehrer unterftäst ird. Dem lebteren ist zugleich

Es bestätigt sich, daß eine Compagnie englischer | die prattische Unterweisung der Forstafademiker in den gpitalisten die Ausführung des beabsichteten Känals

umliegenden Revieren des Forsts Gießen übertragen. 1 | Die Anstalt steht unter der obersten Leitung und “Dis-

lge eines, mit der Regierung von Guatimala abge: | ziplinuar - Gewalt der Universität. . Jeder Juländer, der (sosseien Vertrags, unternehmen wird. Nach dem- sich zu ciner demnächstigen Anstellung in der Staats? ¿s bereits hinsichtlih des Uúternehmens zur öffentli, | Forstverwaltung ausbilden will, soll das Forsifa<h in

| dem vorgeschriebenen Uinfange auf der Landes - Univer-

ité des Nicaragua-Sees und zwar gerade den Punfc, | sität studiren. Der für die Austalt festgeseßte Unter- (hen der berühmte Humboldt als den gúustigsten, zur | rihtsplau enthält einen Borbereitungsfursus, sodann ebjaung einex Verbindung zwischen beiden Meeren | einen theoretischen und eiuen praftis<hen Kursus 2c.

zeichnet hat, zur Ausführung géwählt. Der zu gra» Aus der Schweiz, 12. April. Jun Beru snd ide Kanal is nicht mehr als 13 bis 14 engl. Meilen jeit aht Tagen die Kommissarien für die Unterhaud- ing und foll breit und tief genug werden, um Schisfe lungeu mit. dem Grafen von Liedekerfke, über cinige größten Tonnengehalt zu tragen. Die Regierung: | Verhältnisse der Rechtspflege bei den fapitutirten Re-

gimentern in föônigl. niederländishem Dieuste, versam-

¿heuere Vortheile ihr aus diesem Kanale, sowohl in-| melt. Li

olitisher als in fommercieller Hinsicht erwachsen müj: Der große Rath des Standes Appenzell der Jnnern , béwilligt den Unternehmern angemessene Privilegien ; Rhoden hat am 29. März, mit Stimmenmehrheit, die uter anderen werden dieselben vierzig Jahre lang das | Lieferung einer Kompagnie in die projeftirten Regi? ¿scließliche Recht haben, Dampfschisse aus dem St. [m:ncer für den föniglih neapolitanishen Dienst be: jan: Strome und dem Nicaragua - See 'zy halten. schiossen.

iäbhángig von den- ungeheueren Vortheilen diejes tivilegirtèn Verkehrs wird die Compagnie zwei Drit- ile der Abgabe beziehen, welche alle den Kanal passi-

Weg unter dem Bett der Themse. Die Bibliothèque universelle theilt über diesen

lichsten Fngenieurs steht im Begriff, si<h nah jenen interessauten Gegenstand folgendes Schreiben mit: jenden einzuschiffen, um den Plan zur Ausführuug Genf, den 3. December 1824. Das Uuteruebßuarten,

die beiden Ufer eines Flusses dür eiuen unterfroiscen

Die Weber von Conventry haben alle Hände voll Weg zu verbinden, hat an si< Etwas, so außerordents

liches, daß man gern die Gründe vernehmen mag, w9-

werben wöchentlich 3 bis 4 Pf; wogegen die, welche dur<h man bewogen worden ist, diesen Gedanken in den gewöhnlichen alten Stühlen arbeiten, nicht mehr | vollem Ernste zu hegen. Von denjenigen , die Londons 10 Schilling wöchentlich erhalten; “so groß ist der Lage fenuen, werden diese Gründe leichter begrifsen

werden. ; : Die Themse theilt Loudon in zwei sehr ungleiche Theile ; oder richtiger gesagt: die Stadt selbst liegt auf [dem nördlichen und linken Flußufer, während sich {Úd- wärts auf dem rechten Ufer uur Vorstädte erheben. Da indessen diese _Vorstádre seÿr volfreich find und viele Fabriken enthalten, übrigens auch ein sehr lebhafter Verkehr zwischen Loudon und dem platten Lande, süd- lich der Themse, statt findezt, so werden die vorhande-: nen- se<s Brücken, welche beide Ufer verbiuden, stark benubt.

Blicke man auf den Plan von London, so fällt es gleih auf, daß alle diese Brücken an einem Theile der Sradt angehäuft sind, während sie an andern Theilen ganz fehlen. Die London - Brücke liegt am mzeistea un- terwárts. Aber unterhalb ‘derselben dehueu sich an beis den Ufern-des Flusses, bis auf eine Stre>ke von 25 enge lischen Meiken, [ehr weitläufige Stadtviertel! aus, zwis schen denen : ein fortbestehendes Communicationsmicccl gar nicht vorhanden ist.- Die Ursache hiervon liegt in dem großen Nuben, den London aus der freien Schif- fahrt- der Themse zieht. Dieser Stroni kann von seiner Mánudung n die See herauf bis zur ersten Brücke (Loudon Bräcke) wie ein ungeheurer Hafen ange]ehu

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Die fo eben erschienene Nr. 18. des Großherzogl. f werden, in welhem die Kriegs|[chiffe jeder Größe B

vor den Arsenálen und vor den Wersrer aufstellen, während der Fluß höher hinauf, von unzähligen Kaufs fayrth:iichiffen wimmelt. Lebtere laufen entweder in die am linfen Ufer {liegenden prächtigen Docken einz oder sie fahren na< dem- Zoklhause, um ihre Ladungen dort besichtigeu zu lassen, und sie dann 11 die Werk- ätten des thätigen Southwark (des küdlichen “Theils der Stadt, am reren Ufer) niederzulegen ; oder endlich

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