1825 / 94 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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wand ohne Glasbedachungz 5) von H Hecking zu Ottenstein, über Kopf- Sallac ; 5) von Hru. Handels-Gärtner-Schelhaß zu Cassel, über Endivien und dêren- Benußung als Winter - Gemüjez 7) von Herrn &ammer- Rath Dr. Jochims zu Schleswig, über ôfono- misch - ásthetische Aufshmüc>ung ganzer Feldmarfen ; 8) von Herrn Ober-Hof-Gärtner Bosch in Stuttgardt, úber Rosa Muscosa ; 9) von demselben, über Crataegus aria; 10) von demselben, Über Strelitzia Regzinae ; 11) von Herrn Schul- Jnspektor Masseli, Erfahrungen bei Legung von Pfirsih‘Körnern ; 12): von Herrn Odver- förster von Pfuhl zu Habichtswald in Westphalen, über Kulcur des Weinstocks in Tôpfenz 13) von -demselb:n, Nachricht über ein Baum-Veredlungs-Jnstrument, Geiß: fuß benannt; 14) von dem Gräff, Harraschen Garten- Direktor Herrn Lübeck zu Bruck a. d. Leitha , über Kultur der -Seero!e (Nelumbium speciosum. WVW'111d.) 15) von Herrn Hofgärtner Weinmann zu Pawlowsk, Áusicht über das Dekoriren großer Gärten dur< Blu- men: Partien. '

Jn der Sißbung vom 6. Februar d. J. beschäftigte ein sehr interessanter Gegenstand die Versammlung. Das- Königliche «Ministerium des Innern hat nämlich, die Errichtung der Landes - Baumshule und die in dem Neumärk\chen TNeliorations-Fonds dargebotenen Meittel, zur Beförderung erheblicher Kultur : Verbesserungen be: nußt, um zu bedeutenden Obst - Pflanzungen aufzumun- tern. Die Summen von re\p. 1500 und 800 Thlr., zum Theil durch Anweisungen aufdie von der Landes Baumschule sür Rechnung jenes Fonds zu liefernden Bäume, zum Theil baar zu gèwähren, sollten denjenigen beiden Gutsbesißern, a!s-zinsfreie, in 25jährigen Theil beträgen zurück zu zahlende Vorschüsse, bewilligt werden, welche sowohl bezüglich auf Erheblichkeit als sonstige zfonomische Zweckmäßigkeit und“ ästhetishe Anordnung die besten Anerbietungen zur Ausführung solcher Obst- Pflänzungen machen würden-

Es haben si< drei Konkurrenten dazu gefunden, deren Bewerbungen, nach der Anordnung des Königl Meinisterii des Junern ‘einem Ausschusse des Vereins zur Prüfung ‘vorgelegt sind, Jeder der beiden Guts? besißer, deren Unternehmungen preiswüdig- befundéen sind, wird im Laufe von \e<s Jahren 8000 Obst-Bäume pflanzen und die Wohunstelles für die zur Beaufsichti- gung und Pflege der Anlageu erforderlichen Arbeiter erbaun. Beide Unte: nehmer wetteiserten auch bei allen andern Bedingungen der Preis - Aufgabe dergestalt in der Zweckmäßigkeit- daß. der schiedsrichterliche Ausschuk sich veraulapt gesehn hat, die gleiche Vertheilung dei der ausgeseßten Summen én Autrag ; zU bringen, was von dem genauuten Königlichen Ministerio genehmigt worden-is.

Nachdem in cen Berichte befinden sich Gâärtner-Lehr-Anstalt und die : ben, deren Unterweijung in Potsdam statt findet, ist nunmehr planmáßig erèffnet,

Bemerkenswerth siud ferner die. neueren bei dem Vereine eingegangeuen Mittheilungen über »den in West: phalen sehr häufig und auch in dem Ruppiner Kretse angebauten,/ zu den Strauch» Aepfeln gehörigen Stect- Apfel, welcher sich dur< Stecklinge leicht vermehren läßt und wegen seines großen Reprodufktions-Vermögens, auch wegen der, von ihm gerühmten Regelmäßigkeit und Sicherheic ‘des Ertrages, zu Feld-Einfassungeu sehr geeignet zu sein scheint.

Die neuesteu . von . dem

‘der Sißung vom 6. März c. ‘erstatte- jer 19 Zöglinge. in der zweite Lehr- Stufe dersel-

Vorstande. uud den Aus- s{<üssen vorgelegten. Fragen, deren Beantwortung ge- wünscht wird, betreffen die-im Baumschattena gedeihen- den Gewêèchse und sind gestellt, wie folgt :

errn Vifarius Þ } hôrigen Gewächle Früchte, Futterkräuter ut

Zwischen-Benußung von sicht auf das Gedeihen, Baues und der Holzzuch trag der Unterfrüchte ?

a) wel<he zum Gartenbau oder zur Feldkultur ge (Handels- und Kücheugewächse, Ha; 1d Gras- Arten) eignen sich zut Benubung des Untergrundes von Obst: Feldern oder zur,

Waldhölzern,- sowohl. in Rüt; und die Beförderung des Obs t, als in Rúcksicht auf den Ey Und welche Modisifation muß, Vereinigung: der Nußungen, die Anzuj

bei einer solchen

s in 3 Abtheil. , j Sounab. 23. Abtheilungen, von E a | | Potsdam :,„Die Brandschaßung““, Lustspiel Gloy vom Stadttheal

der Obstbäume und Waldhölzer- der Unterfrüchte, geringere Unterfrüchte, in Be der Holz Nubung, b) welche zur Holz ' fassungen taugliche, Sc{muc>-Sträuchern ge

senden SGcräuchern j dichten Beständen: fort ?

Liegniß,

bezirk eingekommenen

aufbau ver im

ten Bergstadt Kupferberg - 12,000 Thir., und fr die, Bewohner des

beschädigten Bezirks, sind

ner Sinne, zwei Ehen, 31

Vor Kurzem. trat ein- in detev Mensch bei dem Dominia Waldau (Bunzlaufchen Kreises). ein

geben: er sei

um dort eine Erbschaft zu erheben ; geld ausgegangen sei, júr 50 Thlr. bis zu seiner rend der Schubert, den der das Geschäft mit: ihm zu machen -

ben angebotene

Stube, richteten und thaten darauf ohne zu 150 -Thlrn, so daß der Schubert |

ein Gebot von

dadurch verleiten ließ, und dem Fremden «die dafür zuzahlen. Hierauf entfernten si der Unbekannte.

ter auch

der Kêtte durch

L6G sich,

Be]\chattung uud wie

annehmen ?

16. April.

J. starb zu Schábiken,

6 Monaten.

Enfelu- und 8 Ureufkeln.

ein Franzose und reise nach

Kette besah, traten zwei fragen was sie fosten

die Kette an - sih zu behal verlangten 50 Thlr. al

Als der

Bis jeßt hat man vergeblich“ dée Betrüger verfolgt.

Schäfer hatte einige Tage

zuvor jene 50 Thlr, von |

Herrschaft ansgezahlt erhalten.

Königliche Schauspiele.

27209 1 Aufzug - zu Hamburg:

„Der Jurist und der Bauer“,

r. Gloy: den Fettig). Und: a , Posse in 1 Aufz,, von Koßébue (Hr. Gl

barschasr““ Meister Fips ),

Gedruckt bei Feister.

Freit.. 22. April. Jm- Opernhause:

von Koßebue (Hr.

mit Ballets. Musik von Glu „„Die Sthuld‘/, Trauerspiel i Müllner.

den Marder, als Gastrolle). Hiera

Lustipiel. in

Redacteur Jo)

in Berücksichtigung besonders bezüglich auf stärkere ody derum die Kultur d rücfsichtigung des Obst - Baues un)

Nukbung oder zu He>en - Ein und welche zu den Frucht - unh hórige Holz- und Straucharten, kommen unter Hoch-Stämmen oder anderen hôher wah und deren Schatten, insbesondere j

Die im hiesigen Regierunzu freiwilligen. Gaben zum Wiedw Monat Oftober vor. Jahres abgebrani betragen zur Zeit beinah durch U?berschwemmungi Düsseldorfer Regierungs bis jeßt än 800 Thlr. aus dem gedacht Regierungs - Departement eingegangen.

Am’ 27. Februar d. gauschen Kreises, der einem Alter von 99 Jahren gesunde Greis verlebte seine Tage;

Glu Auszúgler- George Hvossmann || Der sstst> bei vôlligem Gebrauch aller su umgeben von 8 Kindern

Hu'aren- Uniform gelb l Schäfer. Schubert il unter dem W War {al da ihm das Reis wünsche er eine goldene Kei icéfunft zu verseßen. Wi Fremde aufgefordert hatt die ihm von dems Juden ind sogleich: ihr Augenmerk auf die S4 ol

< die Juden, und st} Schubert dèn Wel Sachverständige untersuchen ließ, fal daß: dieselbe uur-auf 10 Sgr. gewürdiget wu

„¿Alceste,// gd 11 e ; : ¿ « è ¿Won der einen Seite ein Ersaß für erlittene Verluste

2 _Abtht „„Die gefährliche

ind, heweiht, in der Verbannung habe leben mússen, würde

A [1 à Meine

yreußis<he Staats - Zeitung,

N

94.

Berlin, Sonnabend, den 25sten April 1825.

1, Amtlihe Nachrichten. LEPit E ACTt f

j Das 5te Stück’ der Geseßsammlung, welches heute jusgegeben wird, enthält : j die Allerhd{hsten Kabinetsor der unter

Nr. 924. vom 15. v. M., wegen Verlcihung einer Vi- rilstimme im ersten Stande der rheinischen Provinzialstände an den Fürsten v. Habfeldt;

925, vom 21, dess. M., wegen der allgemein mit

. dem Kalender - Jahr zu berehnenden Dienst- pflichtigfeit und über die Reihefolge der aus- gehobenen Militairpflichtigen;

4 926. vom 2bsten v. M. daß die innerhalb Landes belegenen Immobilien auch dur< auswärtige Lottezien niht ausgespielt werden sollen ;

; 927, vom 9ten d. M., daß für die Gültigkeit der neuen Kassen - Anweisungen der außere Rand derselben.nicht abgeschuitten sein darf und unter

7 928, von demselben Tage die Erleichterung des Beitritts zum landschaftlichen Kreditsystem im Großherzogthum Po!en betreffend.

Berlin, den 23. April 18235. Debits-Komtoir.

_I7, Zeitungs-Nachrichten. Ausl an d.

Paris, 16. April. Die Vérhandlungen über das Fntschádigungs : Geseb dauerten in der Pairs-Kam- er am 13. fort. Der Graf Marcellus sprach- da- ir, Es scheine ihm dasselbe um so zwe>-mäßiger, als

jereil:t, und von der andern doch feine neuen Auflagen em Volfe aufgewälzt werden sollen. Freilich, sagte er, ird die Entschädigung selten die Hälfte des Verlustes ibersteigen; die andere Hälfte ist aber reichlich erseßt \ur< den Ruhm der dargebrachten Opfer. Der Her- 0g von Choiseul. Nachdem ih, durch die Uebermacht

ezwungen , mein Vaterland in der Schre>enszeit habe erlassen müssen ,

nachdem mein Vater und meine heuersten Verwandten auf dem Schaffotte gestdrben und ich selbst durch lange Jahre der Todesstrafe

s mix an Argumenten nicht fehlen, um die Geldsucht

mit dem Mantel der Gerechtigkeit zu bedeen ,

oder

wenigstens würde ih vielleiht mein Gewissen beshwich- tigen föônnen und für ein Geseß stimmen, "welches mir

ein Vermögen von mehreren Millionen

wiedergiebt z

ih fann aber von meinen frühern Ansichten nicht ab- gehn. Als Mitglied der Commission, die im F. 1814 den Entschädigungs: Vorschlag einès ehrenwerthen Mar- schalls (Macdonald) zu prüfen beauftragt war, habe.ih meine Ueberzeugung ausgesprochen, daß Alles unter den

Franzosen , die gelitten haben, gleich sein sollte ; Ueberzeugung hege ih" noch jeßt.

hierna< vor,

diese Der edle Pairs schlägt

daß nur 15 Millionen den Emigrirten

zugewendet, und aus dieser Summe auch die Juhaber

von

confiscirten Renteu entschädigt werden mögen.

Kann aber, fügt er hinzu, Frankreich eine neue Last von 30 Miíl. Renten tragen, so môdôgen 15 Mill. den Opfern der innern Verwüstungen zu gut kommen, damit es auch eine Entschädigung für Lyon, Nantes, Toulon und die Vendee gebe, und endlich damit den Generalen, die den Ruhm Fraykreichs begründeten, das Gehalt unverkürze

beibehalten werde,

angeboten hatte.

hierauf die gegen das Geseß gemachten Einwürfe,

r

das ihnen das dankbare Vaterland Hr. v. Martignac wiederlegte und

Hr. v. Barante hielt einen Vortrag gegen das Gese worauf der Schluß der allgemeinen Discussion Ca

aber von der Kammer nicht beliebt wurde.

Der

Marquis von Malleville hielt no< eine Rede fúr

das Geseß.

Vorgestern sind sämmtliche noch einges-

shriebene Redner gehört und die Debatten über da

Allgemeine geschlossen worden. i Zit Jn der Deputirten-Kammer wurden die Ver-

handlungen über das Geseß wegen des Sacrilegiums

am 14. fortgeseßt.

B. Constant dagegen.

Hr. Delacaje sprach dafür, Hr.

Da wir, sagte er, einmal so

weit in theologishe Discussionen eingegangen sind, daß wir vielmehr das Amt der Kirchenväter am Nicäischen

Concilio erfúslen,

_als die Pflichten

der Deputirten

Frankreichs (Schallendes Gelächter), so sei es mir auch

vergönnt, die Sache näher zu beleuchtea. suchte nun zu beweisoa, se als ‘eine verderbliche Waffe brauchen werde. {loß mit dem M auf Verwerfung desselben, ie Wunden, welche die Wohlhabenhei der Völker verleben , h O

dem er sagte:

Der Redner daß. der Fanatismus dies Ges Er ins

sind heilbar, die Wunden aber,

welche der Vernunft und der Religion geschlagen wers den, sind ewige Quellen von Unglück und von bürgerlis

chen einzelnen nonimen.

Bei

Unordnungen. Artikeln dem Zweiten

erme

Man ging hierauf zu den über.

Der Erste wurde -ange- verlangte Herr D üs

plessi s-Gren edan die Weglassung der Worte, wodurch fesigesebt wird, daß die That, um ein Sacri-

legium zu sein,

Ps E e

aus Haß oder Verachtung der Religion vollbracht worden sein müsse. i

Diese Bes

ca La E ien fes ic A cie A N G E r AEDAE a E N M T IAUDDA: D