1825 / 94 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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stimmung würde die Wirksamkeit des ganzen Gesebes ;

lähmen und die meisten Verbrechen unbestrafe lassen. Der Siegelbewahrox. Es ist mir shmedzlih, mich in die Nothwendigkeit verseßt zu sehn, “diesen Vorschlag zy befämpfen ; denn er ist mir ein Beweis, daß man mich gestern nicht so verstanden hat, wie ih es ge- hoffe. Worin besteht dieser Vorschlag? Er besteht darin , aus der Definition des Verbrechens gerade die Worte zu entfernen, welche bestimmt sind, die bewe- genden Gründe der That zu bezeichnen. Gejheßt nun es sei, selbjt mit Willen, aber ohne Haß und Verach- tung der Religion, eine Thätlichkeit an den heiligen Sachen verúbt worden, Wo würde man den Richter, beinahe hätte ih gesagt, den Henukek finden, welcher es wagen würde, die Veurrtheitung -auszusprehen, Der Vorschlag wurde verworfen. Die fünf ersten Artikel sind unverändert angenommen worden.

Gestern früh hat der König sich na< dem Pavil- lon Marsan begeben .und. wird bis heute Abend dort bleiben, damit inzwishen aus seinen Zimmern die Trauerbehänge weggenommen werden fönnen, indem mit dem heutigen Tage die Trauer um den hochjel. König aufhört.

Der König hat am 12. d. eine bedeutende Anzahl Pensionen und Unterstüßungsgelder bewillige, unter anderen der Gemeine von Domremy, dem Geburtsorte der Johanna d’Arc, eine Beihü!fe von 1000 Fr. zur Vollendung ihrer Kirche, und der Wittwe des rujsischen Contre - Admiral Bodisco, auf dessen Schiffe Se. Maj. als Graf von Artois sich na< England begab, ein Jahrgeld von 2000 Fr.

An die Stelle des, wie bereits gemeldet worden, vor furzem verstorbenen Marquis von Bounay is der Graf Melchior von Polignac zum Gouvexneur des Schlosses von Fontainebleau ernannt worden.

Auf Veräánlassung der vou dem Deputirten Royer- Collard in der Sißung vom 12. gehaltenen Rede gegen das Sacrilegiengeseß erinnert die Etoile an einen Vor- trag, welchen derselbe im Rathe der Fünfhundert, “im Jahre 5 gehalten und worin er, wie sich aus dez von der Etoile mitgetheilten Srellen ergiebt, cine mit sei- nen dermaligen Ansichten im ‘grelleu Wider\pruche ste- hende Meinung ausgesproche¿n,

Rente 101. 90, 101. 80.

London, 13, April (über Paris), Eine Neihe brasilianijcher Zeitungén bis zum 1. Februar ist hier eingegangen. Sie melden unter anderem, daß das Kapitel von Montevideo derm Regenten in einer Adresse seine Ergebenheit und den Wuasch. dargelegt habe, de1- selben als unumshränften Behercscher zu sehen, Er hat jedo< zur Antwoxt ertheilt, daß erx mittels einer Constitution zu regieren wünsche. :

Briefe aus Mexico und die dasige Zeitung el Sol E zum 29. Januar enthalten nihts Neues von Wich- tigkeit. } j Nebst mehreren gnderen nordgmericanis<hea Bläxt- tern ist au< die Neu , Yorker Zeitung bis zum 13. März eingelaufen; sie giebt uuständliche Nachricht über - die Justallation des euen Präsidenten, Hr, Adams, der bei diefer Gelegenheit eine sehr gemäßigte Rede gehal- tén hat, welche erwarten läßt, daß seine Verwgltung sich dur< weile Vorsicht auszeihnen werde.

Die vou Ferrol mit 2014 Manu abgegangencn spa- nischen Fregatten siud in Havannah angefommen.

Porto; Cabello war nah den leßten Nachrichten fortdauernd vou einem frauzösishen Geshwader- blokirt.

Unsere Papiere sind, ohne daß man einen Grund anzugeben wüßte, gesunken, die Consols staiden zu 92> bis 924.

Rußlaud, Oeffentliche Blätter enthalten folgende statistische Notizen úber das Gouvernement ‘Perm, und Rügslands teichhaltigste Metollader : Der Flächeninhalt

baren Bodens unbedeutend. 2) Die Viehzucht hinge

Iich selbst eine na< der Lancastershen Methode befun.

-der na< Cassinis Angabe eine Hdhe von 6365 Fuß F columbische Corvette la Clara,

n Jahr 1472 eine Schlacht vor , deren Erfolg dies Gouvernement der russishen Herrschaft unterwarf. Sei- ém Bestande nach zerfällt das Uralgebirge in drei Klass 1) die hohen und felsigten Berge; sie sind reich.

uud der eigentliche Siß für

des genannten Gouvernements beträgt über 5800 Ly dratmeilen. Die Bevölkerung, (aus den Urbewohne, geboruen Permeru, Russen, Wogulen, -Wotjäken, Y ren, Baschkiren, Merschtscheräken, Teptären bestehen

belief sich auf 1,143,902 Jndividuen. Durch fortges s olz und Gewässern, Lol E A I Mt und Bergwerke jeder Art; 2) die Anhdyeu ;

Beobachtungen ergiebt es si<h, daß auf 18 Perso j h jährli<h Einer Lidéeiis wird, und von 30 Eine A j) die bebauten Thäler, deren Bewohner ihre Erzeug. Der Staat bezog an Einfünften aus demselben; Mise ihren Gebirgsnachbarn ablassen und von diesen, Jahr 1823 10,000,000, im Jahr 1824 11,117,000 Wie Mittel erhalten, ihre Abgaben der Regierung" zu bel. Seine Haupterwerbsquellen sind: 1) Das FeMutrichten. Der Uralische Bergrücken hat eine Menge wesen in Kronewaldungen, die sogar viel SchiffsbaupMen Höhlen, von denen manche merkwürdig sind. Eine

enthalten, Der Acerbau ist wegen des sehr unfru(Mar vier Gewölbe und Säulen von Eis ; in eiuer aii-

jen, die Jermakshöhle benannt , soll Jermak , vor der ist im besten Zustande, besonders in dea durch KirgisMéroberung Sibirtens, lange seine Zufluchtsstätte gehabt gestifteten Niederlässungenz die "Schaafzucht beginnen. Die reichhaltigsten Eisengruben “des Urals be- aufzublühen. Ein dortiger Gutsbesißer, Ws\ewologsMuden sich vorzüglich in dem Berge Blagodat, /0 Werste unterhält jest auf seinen Besikungen 2000 \<les(Mmn der Stadt Orenburg; auf dem Magnetberg, in- und- spanische Schaafe. 3) Der Bergbau ist indesMehalb der firgisischen Gränzen ; und endlich im Ta- der Hauptgegenstond der permshen Jndustrie. ilsfischen Gebirge aus dem das alte Zobeleijen , das Unterhaltung der Kronsbergwerke kostet der RegieruMite, gewonnen wird, Jm I- 1719 gab es im Ural jährli<h 3,000,000 Rubel. Man zählt deren neun (M Eisenwerke, jeßt zählt man 99 Eisen - und Gußrijen- Eisen, 51 Kupferbergwerke,- eine- Goldwäsche, einer. Nach den neuesten Berichten gewann mana in Münzhof. Von Privatbergwerken sind 81 in Giesen Werten 7 Millionen Pud Gußeisen und 5 Mil-

cisen und 18 in Kupfer vorhanden. 4) SalzwerkMionen Pud geschmiedetes Eijen, Bergkundige theilen Die Regierung besi6t ‘deren in den Distriften von Sas Eisen in drei Sorten, die erste und beste ist der (te Zobel , der viel auf den Privatwerfen der HH. v.

lifamsf und Deduchin, die jährlich 1,300,000 Pil | ( : Salz ausgeben. Die Privatsalzwerke liefern 6,136,00(Weuidow und Jakowlew gewonnen wird, weich und zu Pud Salz. Ueberhaupt werdeu im Gouvernement PensWtahlarbeiten jehr tauglich ist. Die ersten Spuren jährlih gegen 74 Millionen“ Pud Salz gewonnen, Ms Bergbaues am . uraliichen Bergrücken beginnen im Fabriken und Manufakturen. Es giebt eine Tuch, 1623 bei dem Flusse Nizza, Jum Jahre 1719 fan:

| nufafcur , 125 Ledergerbereien , 15 Seifensiedereien „(Fw sich daselbst nächst deu Eisenhütten nur ein Silber-

Talgschmelzereien, 5 Lichtziehcreien , eine Pottaschbreud fünf Kupferwerke. Jebt zählc man 35 Kupfex- nerci, 7 Brantweinbrennereien, 2 Glasfabriken, 1 Pesfitten, eine Schwefel - und eine Vitrioifabrik, Kupfer zellainfabrif. 6) Jahrmärkte und inländische Schiffsahrtird jährlich gegen 155,000 Pud gewonnen. Von Zinn Dér bedeutendste und gewühlvollste Jahrmarkt ist (edet man gar keine, von Blei und Silber geringe zu Frbit. Er findét jedes Jahr in der leßten Hälpuren auf dem Uralgebirge. Die Zahl der Arbeiter des Februar stat. Jm vorigen Jahr belief sich M den Bergwerken beläuft si<h auf mehr als 120,000. Werth der hingebrahten Waaren auf 7,000,000 Rie sind theils Leibeigene , theils von der Krone den bel, Abgeseßt wurden füúr- 4,600,060 Rubel. NäcsMWuken zugeichriebene ; sie erhalten Nahrung und Ge- dem zu Irbit giebt es no<h 40 Jahrmärtte im Gouvetalt nach festgeseßten Verordnungen. Die auf den uement. Der jährlihe Absabß der Produkte beläuft s(ergwerken gewonueuen Produkte fann man jährlich auf 12,000,000 Rubel. - Der Kamastrom und die vi Durchschnitt auf 45 Millionen Rubei schäßeu. . Die leu in denselben fallenden Flüsse begünstigen den inuenFeße Eutfernuug zwischen den Orten, wo die Metalle Handelsverkehr. Das Gouvernement zählt ein Gymuswonnen und wo sie abgeseßt werden, seßt ihrem gün-

sum, 8 Kreis: und 8 Gemeinideschulen, - unter deniigen und schnellen Verkauf große Hindernisse entge- Für den sehr bedeutenden Verbrauch derjelben im

mern dient als Hauptstapelplaß die Messe von Nisch- Now zorod, für den auswärtigen aber die Seehäfen 1 Archangel, Petersburg und Taganrog. Nach Maaß

det, Am 11. Sept. v. J., dem Namensfeste des Kd sers Alexaûder, wurde in der Stadt Perm eine nell

Töôchter\schule eingeweiht. Jm vorigen Jahre zählt ; : nan im Gouvernement der Lehrenden 44, der Lerue!Mhe der erhöhten Transportkosten , vermindert sich na-

den 871. «Bei den im Gouvernement belegeven Ber/Mlich der von dem Metallhandél zu erwartende Vor- werken, sind zur Bildung tüchtiger junger BergmännetFil. N 20 Kron - und 16 Privatschulen gestiste. Von geisff} Spanien. Nachrichten aus Madrid vom 9. April lichen Lelzranstalten“ éxistiren ein Seminarium, 2 KreisFolge (in der Etoile) hatte der König, in Begleitung und 2 Pfarr - Schulen. Seit 1811, der BegründuugsM beiden Jufauten, Brüder Sr. Maj., ingleichen des Epoche der Schukpocken - Impfung in. ganiz Rußland-Fitriarchen von Judien und des päbstlihen Nuntius wurden 290,000 Kindern die Schußpo>en eingeimpft. M grünen Donnerstage die Ceremonie des Fußwas|chens Nächst den Permery sind die ältesteu Bewohner dio 12 Armen verrichtet und denselben sodann ein rei- ser Gegenden die Wogulen, von denen noch einige Huwff Mahl geben lassen, woran J. M. die Königin dert Famlien im Werchoturskishen Bezirke, in der G/WMs ihrem erlauchten Vater und der Prinzessin Ama- gend der Kupf-:rwerke vou Bogoslow existiren. Sit von Sachsen Theil genommen. Durch den, im nähren sih pon der Jagd, sind faul, unreinlich, lichenFrigen sehr erwünschten Eintritt eines starken und leidenschaftlih hißige Getränke und den Taba>l. MWMaltenden Regens wurde Sr. Maj. verhindert, noch Das Uralgebirge zerfällt in den großen Bergrá>enF Abend desselben Tages den beabsichteten Umgang und die guberlinsfkishen Berge ¿ lebtere ziehn sich süd dea Kirchen zu halten. lih in einer beträchrlichen Länge in die Kirgisensteppt f Die Regierung hat die Nachricht befommen , daß hin. Sein hôchster Gipfel is der padwinkische Fel, F Fregätte des Handelstandes von Cadix , la Fama, sonst Flor del Mar úber der Oberfläche des Kaspi\chen Meeres hat. Meß unt , genommen Und nach Havannah aufgebracht rere schiff\are Flússe befördern den inuern Handelsve f Lebtere hatte am 15. Jan. 15 (franz.) Meiien tbr ungemein , wie die Kama, der Ural, die Belaja. Þ Cap Antonio ein englisches Fahrzeug von 230 Ton-

Bei dem aus dem Ural strômendeu Flusse Kolwa fil, Namens John und Anua, welches von London

ha< der Jusel Cuba bestimmt. war, genowmen und

nach Carthagena aufgebra<ht. An Bord der Corvette fand man no< drei englische Matrosen, die zur Mann- schaft jenes Fahrzeugs gehört hatten.

N n‘l:a n-d:

Breslau. Der Leinwandhandel na<h dem Aus- lande hat si<h in lebhaftem Gange erhalten. Auf Zink sind in Folge des in Enzland herabges-ten Verbrauchs- zolles Bestellungen auf mehr als 50,000 Ctr. eingegan- gen und zwar mit Steigerung des Preises, welcher sst< auf 7 Thlr. für den Ctr. festgestellt hat. Im vorigen Jahre betrug die Zink- Ausfuhr über den hiesigen Plab 267,400 Ctr. , an Geldwerth über 15 Millionen. Etu Theil dieses ausgeführten Quantums mag indeß wohl nicht inländisch gewesen sein.

Der hiesige Mirfasteu - Jahrmatft war den Zeit- umständen nach ziemli< gut und besonders in der ersten Woche belebt - Den meisten Absalz fanden Bielauer- und Wollen - Waaren, weiße und gestreiste Leinwand, Leder und Lederzeug.

Auf dem am 9. und 10. März hier abgehaltenen Viehmarfte waren 4000 Pferde (worunter 450 Hengste), 15 ausländische und 95 inländische Ochsen, 61 Kühe und 769 Schweine aufgetrieben. Die Pferde galieu 2 bis 93 Thlr. , die ausländischen Ochsen 27 bis 50 Thlr., die inländischen .14 bis 47 Thlr. , die Kühe 12 bis 18 und das Paar Schweine 11 bis 14 Thlr.

Bromberg. Ein Schneider aus Mogilno brach beîm Herübergehen über den zugefrorenen Wiecauswer See cia und wäre unfehlbar ertrunken, wenn ihn" nicht der herzugeeilte Johann Heretyfk aus Wiecanowo, wit Gefahr seines eigenen Lebens, errettret hätte.

Danzig. Jm Monat Márz sind im hiesigen Ha- fen 7 Schiffe, wovon 6 mit Ballast und 1 mit Dach- pfannen beladen waren, eingegangen, und zwar 1 aus preußischem, 4 aus englischen uüd 2 aus niederländischen Häfen fommend; ausgelaufeu sind dagegen 7 Schiffe, sámmtlih mit Holz beladen, nah englischen Háfeza. Jn Elbing sind während des genanuten Monats See- [hie weder cin: no< ausgelaufen. Die Besteliuuz« gen auf Holz aus England, welche thei's frúhet, theils seit Kurzem hier eingezangen sind, haben eine - große Anzahl von Händen auf den hiesigen sogenannten Holze feldern wieder in Thätigkeit gesest, und es ij zu er- warten, daß auch in diesem Zahre die Holzaussuÿr nach England eher zu-: als abnehmen wird.

Königsberg. Der während des verflossenen M9- nats anhaltende Frost machte die; dur< das srúhere-ab» wechselnde Wetter unfahrbar gewordenen Wege o fest, daß ein recht bedeutender Landverkehr start finden fonute und das Eis auf den Gewässern wurde }o stark, daß shwere Frachten von Königsberg und Braunsberg uach Pillau über das Haf} auf Schlitten transportirt w0ox- den sind. Die Häfen, sowohl von Pillau als von Memel, blieben aber frei von Eis und der Schisssverfehr hat da- her keine Unterbrechung erlitten; derselbe war indeß un- bedeutend. Jn Pillau ist 1 Schiff eingelaufen und 4 Schisse, wovon 1 mit Holz, 2 mic Ballast und 1 mic Garn, Flachs und Kleesaamen beladen waren, siad vou da ausgelaufen. Jn Memel sind 22 Schiffe eingelau- feu, wovon 1 mit Srúckgut, die übrigen aber mir Bals last beladen waren. Ausgelaufen sind von da 12 Schisse, ivovon 8 mit Holz, 2 mit Saat und 2 mit Flachs be- ladeu waren. Aller Anscheine nah dürften Brauns: berg und Memel sich in diesem Jahre eines ledhasten Haudels zu erfreuen haben, deuu die Nacbfrage nach Flachs, Garn, Holz und Leinsaamen is steigeud.,

Merseburg. Am 11. März früh ist an einigen Orten eine Nebensonne benierkt worden.

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