1825 / 105 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Tage nach der Krônung vor

firen soll, O de y . Vorgestern ist Hr-.Denon in einem Alter von bei.

nähe 80 Jahren und ohne ‘vorher ‘die Jüfirmiräten dés Alters empfunden zu : haben eines s{hnellen Todes ver. orben. Beim Weggehen von eiuer Gemälde, Auction dhlte er Magenichmerzen , welche die ärztlichen Mittel nicht zu heben vermochten und 15 Stunden darauf war er todt. Wie das. Echo du midi meldet, werden Se. K. H. ‘der Prinz Maximilian von Sachsen uud die Prinzessin Amalia auf der Rückreise nah Sachsen am 1. Mai zu Toulouse eintrefsen. : Rente 102. 30. 102. 5. : London, 26. April. Die - (géstern- vorläufig er wähnte) gewichtige Aeußerung, womit Sr. K. H. der Herzog von York gestern im Oberhause“ die Ueberrei: «hung einer Petition gegen fernere Concessionen an die Katholiken begleitete, lautet wörtlich folgendermaßen : ;J<6 ‘halte, eine Bittschrift von dem De- chant und Capictel der Collegialkirche von St. Georg zu ‘Windfor ‘in der Hand, worin sie bitten, den .Katho- Ufen keine weitern Rechte zu bewilligen. Ueberzeugt, ‘daß die Vorstellung einer so gelehrten und achtungswer- then Corporation die verdieute Aufmerksamkeit finden muß, ‘würde ih Ew. Herrlichkeiten nicht mit Bemer; kungen zur Unterstußung derselben behelligen, wenn ich icht! fühlre, daß. in einem Falle der Art jedermanu Féine- Meitiung aussprehen muß. Jch thue es jeßt um so mehr, weil i< gewdhnlih feinen Theil au ihren Discussioven nehme, und Sie im Laufe der Debatten über die bewußte Bill nicht unterbre<hen will. Es sind úun 25 Jahr her, daß diese Maaßregel (die Emancçipa- fion) zur Sprache. fam, und i< eriunere mi lebhaft aller der Umstände , die mit der Verhandlung derselben verbunden waren. Sie traf mit der ernstlichen Krank. heit eines Mannes, der nun dahingegangen ist, sie traf mit der Entfernung eines der geschitesten , weisesten und redlihsten Minister zusammen , welche djes Land je hatte. Seit der Zeit , wo ich zuerst meine. Stimme in dieser Angelegenheir abgab, bis diesen Augenblick, habe ih féine Ursache gehabt, den Weg, den i< damals ein- {lug , zu beklagen „. im Gegentheil mit jedem Jahre mehx Grund gefunden, mit“ meinem Eutschlusse zufrie- deu zu sein. Wenn der Gegeustaud regelmäßig zur Sprache fômmt, wird er umstäudlicher und: ges<hi>ter verhandelt werden, -als ih es zu thun vermag. Zwei oder’ drei Puncte nuß ih jedo berühren erstens daß Sie dadurch die Englische Kirche in eine Lage verseßen, in welcher feine Kirche in der ganzen Welt sich befindet. Dié Katholiken wollen der Kirche von England oder dem Parlämeut nicht gestatten, sich. in die Angelegen- hèitén ihrer Kirche zu mischen und do verlangen sie, daß Sie ihnen gestatten sollen, sich in Ihre Kirchen: Angelegen: heiten zu mischen und Gesebe für dieselben zu erlassen. Danebeu is“ ein zweiter, no< zarterer Punkte zu er: wähnen, über den ih einige Worte sagen muß. Jch spreche das bitte i< wohl zu bemerfen— bloß für mi. Erwägen

Sr. Maj. die Révüûe pas-

Sie wohl, Mylords, in welche Lage Sie deu Souv rain

verseben! Laut des Krönungseides ist der Souverain verbunden, die Laudes- Kirche in ihrer Lehre, Zucht und Reéthtén uuvexlest aufrecht zu erhalten. Kúüunsftige Sou- veraine, wie andere Personen mögen, mittelst einer Parläámentsafte, von diesem oder jedem anderu Eide, den sie geleistet, entbnuden werden - aber faun das. hin- sichtlich eines Eides, geschehn, den Jemand. bereits ge- leistet hat? ‘Noch einmal, i< spreche. bloß als Jndivi- duum, bitre 'abér das Haus, wohl zu erwägen, in welche Läge. der Souverain auf diese. Weise verseßt wird! Der Gegeustand geht mir tief ans Herz, und ich erinnere mich lebháft, welchen Eindruck es einst auf Den machte,

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die beträbte Lage hinzuweisen, in welher Mein K. V rer sich dur< die wiederholten Bestrebungen ‘befand jene Anspruche, troß der Verpflihtungen, die sein F

nunigseid ihm auferlegte, mich überzeugt, daß diesem Umstande die vieljähtig Kranktheit zuzuschreiben ist, an der er litt. (Bei diese Stelle waren. Se. K. H. so ergriffen, daß Sie einig Augenblicke inne hielten.) Jch bitte EE. HH. nohmal niht zu vergessen, daß ih n<t in andrer Namen, sou! dern einzig und allein in dem meinigen spreche. | bin von früher Jugend an in dieseu Grundsäßen aus erzogen und seit der Zett, daß ich selbst zu denfen uu zu jhließen begonnen, habe- ih aus Ueberzeugung dara festgehalten und werde mi<h wel<hen Tädel, welch s<limmen: Nachrede ih au<h wegen dieser Erkläran ausgeseßt sein mag mich in jeder Lage, în die ih anes jenen Ansprüchen widerseßen, so wahr mir Got else!’ -

Im Unterhause wurden viele Birxtschriften zur Ak änderung. der Getreidegeseße, unter andern eine von de City von London, dur< Hrn. Thomas Wilson eing reiht, die. mit 5000 Unterschriften versehen war. Di

' ofr gemachten Einwendungen gegen die hohen Getreide

preise wurden wiederholt und bemerkt, daß die Bitt steller zu den angesehensten Kaufteuten der Hauptstail gehörten, keinesweges die Landeigenthumer benachtheilig jondern ‘einen bestimmten shüßenden Zoll auf die Ein fuhr gelegt zu sehen wünschten, der beide Theile bi friedige. Ju Folge der (gestern erwähnt. n) Erklärung d: Herrn Huskisson beklagte Hr. Baring, daß die Miuisty bei diesem Gegenstande einen Mangél an Selbstständig! fert beiviesen und diese Angelegenzeit auf die nächst! Parlamentssißung aufshdben, wodurch sie das Land eine schlimme Lage verseßten, da das Verhältniß zwi schen den Landeigenthümern und Pächtern 2c. so {eht voa dieser Bestimmung abhänge. i :

Bei den Gefechten mit deu Birmanen am 14. De gelang es denselben, die Stadt Rongoon au mehrere Punften in Brand zu ste>en, wodurch der vierte Thel der Stade in- Asche ‘verwandelt wurde. Die Englän der waren bei - der Einnahme der großen Verpfählun| sehr verwundert, anstatt Bundoola's einen anderen An fâzrer vorzufindénz- er selbs hatte sich tiefer in's Lan zurúckgezogen. Man schließt daraus, daß die Sah noch lange vi<t als beendigt anzusehen, und er nel Kráfte sammelte.

Das aus einem Linienschiffe, einem Schiffe von bl Kanonen und mehreren kleineren Fahrzeugen besteherl Geschwader der Vereinigten Staaten im mittelländischa Meere liegt jesr zu Malta vor Anker. ; |

Auf St. Domingo hat ein anhaltender heftige Regen beinahe den dritten Theil der Kaffee - Aerndt

zerstört. W i : St. Petersburg, 20. April. Am 16. d. Abent haben Se: Majestät der Kaiser von Zarskojeselo ih Reise nach Warschau angetreten. : Der Direkror der Reichs\chuldentilgungs - Commi sion, wirfliher Staatsrath Korschubey, hat auf seil Ausuchen seinen Abschied erhalten. | Am 17. d. brach das Eis der Newa, aber \eitden ist wieder pldôslich eine Kälte von 3 bis 4 Grad Reau

mur eingetreten. :

J n la n d.

Berichte über den Gesundheitszustand aut dem Jnuern des Reichs, vom Ende März.

L. Ostpreußen. Königsberg. Der Gesun! heitszustand hat si< ziemli< gut erhalten, Und dit Scerdlichkeic ist niht ungewöhnli<h gewesen. Gum?

der bèreits im Grabe ruht; i< fann niht umhin, auf

binnen. Die ziemlich strenge Witterung und der an'

durchzuseben, und ih hat(ders

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Öst-Nordost-Wind haben viele entzündliche Au-! ranfkheiten hervorgebracht. Sthlagflüsse uud die Sterdlichkeit ward beson» - und Friefel - Kranke vermehrt. im Ly>ecr Kreise

haltende gen- und Brustk : ereigneten sich häufig _dur< Scharlach Von Po>en wurden zwei Judividuen rgrifsfen. da pat j 1I, Westpreußen. Mariètwerder, Mit “des Scharlachfiebers , welches fortwährend ist, und. zur Vermehrung der sind im Verlaufe des März an- niht vorgekommen. Nur in mehreren anderen nahè Sc(lochäuschen Kreises ist inter der ärmsten Klasse der Einwohner ein Nervenfieber um Ausbruch gekommen, die Krankheit ist von mehr- dchentliher Dauer und nicht eben tödtlich. Bis jelzt istt von 20 Kranken jeden Alters und Geschlechrs nur in se<hzehnjähriges Mädchen gestorben; alle übrigen aren genesen und nah dem lebten Berichre waren unr 10< drei Kranke vorhanden. Die in det Städt Schweß um Ausbruch gekommenen nagturlichen Blättern sind mei- ens unterdrückt. IIL Brandenburg. Potsdam. Die Arten nd der Charakter der Krankheiten, wel<he im Monat März statt hatten , entsprachen der Jahreszeit und der Vitterung. Nerven b m Allgemeinen . von unbestimmter Dauer; èben so zeig en: sich auch hin und wieder shon intermittirende Fie er mit eintägigem un® dreitägigem Typus. Das Scharlachfieber wurde seltenêr wie früher und danù it utarriger G-stalt bemerkt; in Rühlsdorff scheint ‘diese dranfheit gegenwärtig nachgelassen zu haben. Unter en Kindern gab es besonders Röthelu und Stickhusten. du Perleberg erfraukté ein Knecht an den natürlichen Menschenblattern, au< in Meyenburg und in der Um ¿gend von Puttliß dbra<h diése Kranfheit aus. e óthiges Vorkehrungen, um die weitere Vektbreitung zu crhúüten, sind an gedachten Orten geirossen worden. rankfurt. Der Gesundheitszustand ünter den Men- hen war, außer den fast allgemein herrschenden rheu atisch : fatharrhalischen. Krankheiten, gut zu neunen. hrouishe Uebel haben itn Ganzen die größere Zah! usgewacht. Spuren des Schärlachfiebers zeigen sich och. hin und wieder bei Kinderu; in Soldin hat sich iches. mehrereu- erwachsenen Persouen mitgetheilt, vdi! enen zwei daran gestorben sind. IV. Pommera. -Côslíin. Die Sterbfkichfeit nter den Menschen hat feine ungewdhnlichen Erschei ungen geliefert. Jin Allgemeinen haben die Epidè ieen bei dem Eintritt der milderen, weniger stürrniichen Veränderung erfahrèn; zum heil haben se gänzlich aufgehört, zum Thèil ist ihr harafter milder und gutartiger geworden. Das Schár: hfieber herrscht noch. in einigen Orten dês Fürsteh- umschen , und Lauenburgschen Kreises Und ist ueu aus- brochen: in Ziegniß, Soldauer, in Gt. Tychow, Bel- rdschen, in Puggorschow, Lauenburgs<hen, in Masfow, rstenthumschen, uud in Kl. Bräskow , Stolpschen Kr - gegen diese Krankheit in Grünewald, Neustetcinichen ; uud in -Steglin und Nedlin, Fütst-nthumschen Kr. inzlih erloschen ist. Auch haben die Nervenfiebor in (7 und Neu. - Liepenfier, Neustettinschen Kr., #o wie s fatharrhalisch-typhose Fieber in Lübtow, Lauenburg- jen Kr. ihre Endschaft erreiht. Stralsund. das den. Gesundheitszustand anbetrifft, so haben Epi- mieen nicht statt gefunden, die vorgekommenen Krank

usnahme : hr allgemein verbreitet Sterblichkeit beiträgt,

verweite. Volkskrankheiten )z Dorfe Bogdanzig und gelegenen Ortschaften des

ahreszcit eine wohlthätige

fieber wurden mnehrfa<h beobachtet, j

Dôtfern gezeigt.

‘zeigt , auch zu Tôrstgen und

‘griffen.

iten bestanden vorzüglih in Brust - und Leber: Entzün- ingen. Ueberhaupt war der: entzündliche Charakter dei n Krankheiten vorherrshend; hin und wieder wurde Uebergang zum Nerveusen bemerkt, Die Sterb- hfeit war nicht besonders bedeutend. V. Schlesien. Breslau. . Die am häufigsten

'votgefommeneû Krankheiten waren fatharrhalisch - rheu tnätische Fieber mit gastrischen Beschwerden und rheus- matisch - entzuudlihén Fiebern ; desgleichen rheumati|<he

Brast - ind Häls - Entzündungen und eben jo oft ents zündöfiche Beschwerden. des Schlundes und der Luftröhre.

J Ein Mal fam hier in der Stadt eine Entzündung der

Hirnhäute vor. Während des hohen Barometerstandes ivaren Schlagflüsse aller Arc und Blutergiezungen häus fig. Wechselfieber zeigten sich bei Erwachsenen und Kihderù nicht felten in mancherlei Gestalten verlarvt ; auch erschien, doch mehr bei Kindern, ein Nesseläus- schlag mit und -‘ohue Fieber. Unter diesen war auch ein Husten verbreitet, der an Heftigkeit dem Keichhusten glih, jedoch ohne mit Krampfbeschwerden und dem kie- fen, schreienden Einathmen verbunden zn sein. Das Scharlachfieber zeigte sih hier in der Stadt- nur spora- dish, in gleicher Art zu Wünschetburg und Grafenorkt, Habel schwerdter Kreises. Die im vorigen Monate aus Rawicz nah Trôschen , Woylauschen Kr., gebrachten Menschenblattern, harten sih dort in drei Häu1ern per- breitét und waren au< im Guhrauschen Kreise bei ei am 19jáhrigeu Mädchen zu Heidchen und bei einem 15jährigen Ditinstjungen zu Bartschdorf, ferner zu" Here menau bei Trachenberg ausgebrochen. Vom Nervenfiez bêr waretii 3 Personen zu Moschwiß, Münsterberg schen Kt. , befallen worden; im Oelsschen Kreise war es inß einigen Dörfern und zu Laasau, Striegau}]chen Kr., bei etner Familie zum Vor'chein gekommen. An der Bräune wären zu Festendérz einige Kinder, an den Rötheln deren 8 zu Karzen, Nimp!schen Kr., gestorben. Dit Masern hatten fi< im Wohlauischen Kreise in einigen Stréènge Maaßregeln g:gen die Vers breitung diesex Krankheiten sind überall augewendet. —. Liegniß, Jm abgewichenen Monat waren fatharte rhalisch-: rheumatis<he Krankheiten , sowohl mit als chne: Fieber, die herrsheuden. Jn Kalkreuth, Altfic ppen und Niedèr : Gerpe, Sagauschen Kr., und zu Neugabel, Sprottauschen Kr , jo wie in Tiefenfurth und Mühlé bo>, Buñzlauschen Kr., ist das Schariachfieber unter? drückt und die verfügte Sperre wieder aufgehoden Auch hat sich diese Epidemie in ‘deù Freistädter Kreis-. Ortschaften Lippen ünd Aufhalt nicht weiter verbreitet, sie hat si< indessen in Neusalz unter den Kindern ge- Nieder - Seijersdorf Ros thenburgshen Kr. , sich eingefunden z geg?n die weitere Verbreitung derselben sind zweckmäßige Maaßregeln er- Im Glogauschen Kréise ist es noch nicht ganz Jn Neusalz Und mehreren Ortschaften des Jauerschen Kreises sind dié Maserri ausgebrocheu , ¿U Kolbnibß , desselben Kreises, zeigte sh in zwei Familien: das Nervenfieber ; cine davon erkrankte Pérson starb wegen zu spät nachgesuchter ärztlicher Hülfe, die úbrigen sind in deé Genesung und es haben ih feine Spuren einer weiteren Verbreitung gezeigt. Oppeln. Die tro>eire heitere Witterung wirkte sehr günstig auf den Gesundheitszustand und die Sterblichkeit erhielt sih in den naturgemäßgen Grenzen: Unter den Erwachsenen herrschten, der Jahreszeit gänz angemessen , Karharrhal- fieber, Lungen « ‘und Halsentzündungen - - Husten uud Diartheen und unter Kindern Keichhustek. Mehrere. Erwachsene und Kinder wurdén au<h vom Scharlächs fieber ergriffen, welches an si< selbs gutartig/ Uur dann tódtlich wurde, wenn die Erkrankten nicht die wôthige- Jn verschiedenen Orten zeigten si. oradish, bei eins

wtiterdrü>>rt.

Pflége erhielten. Faul - und Nervenfieber , jedo<h nut \p : zelnen Individuen und der weitérn Verbreitung wurde durch die sanitátspolizeilichen Mäaßregeln- gesteuert. Im Rosenberger Kr. starben einige Personen am Scharlachs

ber. | d VI. Posen. Pofen. Halsäübel, fatharthasische allgemein. - Hier

und rhéumatische Fieber sind ziemlih me in Posen haben das Scharlachfieber , so wie im Kr bes .