1825 / 113 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

d Abstufung statt, so. daß Verbrecher nheit einer gleich strengen und gefahr n Bestrafung unterworfen würden.

zub V Saniand bleiben dergleichen öffentlich aufge: stellte Meinungen und Behauptungen nie unbeachtet und unverfolgt. Am wenigsten konnten sie es in diejem Falle, wo sie einen G genstand betrafen, der sich auf die gefallene, unglücktiche Menschheit bezog. Der Staats- sefretär Peet war sogleich bemüht, die Sache gründlich zu untersuchen. Er erließ unterm 24. December 1823, ein Cirfutar an die zur Aufsichr über bie verichnedenen mit Trittmühken verfehenen Gefängnisse und Zuchthäu- sern beftallten Obrigkeiten - mit der Aufforderung - fich, mis Zuziehung der Wundärzte in den Gefängnissen - ge' nau davon zu unterrichten , ob die Arbeit an den Tritt- múhlen ixgend nachtheilige Wirkungen auf die Gefand- heit und den étôrperlihen Zust

and der Gefangenen ge habt habe. Hi-rauf gingen von 21 Behörden umständ- liche Berichte ein welche dem Parlamente vorgelegt wurden. Sie stimmten sámmetlih dartin überein, daß die Arbeit auf den Trittmühlen durchaus mit feinem Nachtheil für die Gefang

enen verbunden sei. Jn 17 Berichten wird defundet, daß sit ihrer Einführung sib gar fein Unglück, noch irgend ein unangenehmcr Zufall ereignet habe. Sie enthalten in der Mehrzahl die Aeu/- serung der Wundärzte, daß die Arbeit an den Tritt- mühlen den Gefangenen sehr zuträgtich sei, und daß ihre Anwendung die wohtrhätigsten Folgen für deren Gesundheit habe, da sie denselben eine angemessene Bewegung vershafffe. Jn den Berichten aus der Graf: schaft Sussolk wird gejagt daß selbst die Gefangenen die Meinung der Vorsteher Über die Zuträglichfeit- der Arbeit an den Trittmühten theilten; denn, bei ihrem Besuch der Anstalt zu JFpswich fanden sie. drei Gefan- gene, welche freiwillig daran arbeiteten, und der Auf- seher bemerfte , daß mehrere noch nicht verurtheilte Ge- fangene froh sein würden,

so beschäftigt zu werden. Die Vorsteher in der Grafschaft Sussey bemerken: sie hâtten sich von der Zuträglichk

eit dieser Arbeit für die Gesundheit der Gejangenen durch die Erfahrung so überzeugt, daß

sie neuerdings die Einrichtung einer zweiten Trittmühle empfohlen hatten, um noch mehr Gefangene anstellen zu fônnen, welches auch angenoms men worden sey, Der Wundarzt des Gefängnisses zu Lancaster erklärt, daß seit der Hinzufügung eines regu- lirenden Schwungrades die Arbeit jo sehr erleichtert, und deren Maaß so genau bestimmt worden sei, daß er es nicht einmal nôthig gefunden habe, selbst solche Personen von der Trittmühlenarbeit auszuschließen, die leichte Bruchschäden hätten, und Bruchbänder trügen. Auch Frauenzimmer

nur Eine Art uu

von jeder Beschasfe wissensfälle, in lateinisher Sprache :

Kirchenre<ht: Prof. - Katerfkamo.

Philosophie.

Prof. Esser. sophie: Ders.

Mathematif. Elementar -

Naturwissenschasten. Prof. Raoling.

rium über dieselbe Wissenschaft : nah Bode: Prof. Roling. Atmosphäârologie ,

Pr B S U S D 26A M 1 Er A N E at E Eta R h C Mes i dr - U ddes. E ART iers u D p,

schiedenen Luftarten: Ders.

Dr. Roedig. Ders: Der rd seine

schen Excur sionen : nach seinem Handbuche: Dr. von Bönninghaujen wi

ranif, noch bejonders anzeigen. Philologie. Schlüter. Fortseßung der griechische Grämmatif: Prof. Esser, Juvenals ren ; Prof. Schlüter. Sophofles, und Oedipus auf K Nadermann. H selben: Prof. Esser. Disputirübungen im p Nadermann und Esser. Morgenländische Grammatif, nah Gesenius:

Spr

Redefkfünste. Ueber mündliche

gentliche Declamat

Tonkunst. è Anfangsgründe des Choral Praftische Uebungen

Geschihte der Ki gesanges:

Das Lesezimmer Dienstags und Donner ßerdem fönnen

sind an die Trittmúhlen ges|tellt Stunden, unter den de

m Sommerhalbjahr 1829.

Theologie: Prof. ere Wahrheit der und christkatholis

Arr tudirenden Theologie. Encyclopáädie der S Laymann, Ueber die áußere und inn

Erkenntniß Prinzipien der christlichen

außerdem den lih, mit Ausna nach mit dem Direktor desselben, mener Rücksprache offen.

Uebungen in der

christliche Ethik: Prof. Laymann,

Gedruckt bei Feister.

Anwendung der Léhren der <ristlihen Ethik auf Gy,

Sp zielle cheologie: Prof. Brockmann. Biblische Homiletif ve; bunden mit praftischen Uebungen : Ders.

Allgemeine Einleitung in die Phi losophie, verbunden mit Encyclopädie und Methodologie Moralphilojophie : Derf. Religronsphily tathematif : Pr Rath. Ueber die höheren Gleichungen, Funkcionen uy Aufangsgrúnde der Differential - und Jutegral - ReÓ nung: Ders. Die Lehre von den Kegelschnitten: Du Experimental - Physi Einleitung in die Coemie : Prof. Bod) Experimental-Chemie, verbunden mit einem Examinats Ders. Populáre Astronomie: Det nach vorausaeshi>ter Lehre Über || chemischen Bestandtheile der Naturkörper und der wm Allgemeine Verbindung mit praftishen Uebungen im Bestimm und Beschreiben der Pflanzen, so wie auch mit botani Spezielle Zoolog

traturwissenschaftliche Gegenstände, insbesondere über Y

Römische Litteraturgeschichte :

oder auch des Horatius Episteln und Satirt Fortseßung des Königs Oedipus l! nah Beendigung desselben Sopholl olonos im philologischen Seminar: Ps orazens Brief an die Pitonen in a Philologishe Ausarbeitungen U hilologischem Seminar: Die Pi

Rep. Pilgrim. Arabis Grammatif, nah Oberleitner: Ders.

ion: Prof. Schlüter.

mit besonderer Rücksicht 4 den Gesang der Münsterschen Didzese: der Paulinischen stags von 2 bis 5 ge Dienstags und Freitags in fannten geseßlichen Bedingun)

der Zutritt zu diesem F hme der Sonn - und Feiertage, zu 0 Dr. Roedig, gel

Ders. Privat

Pastorali

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n und lateinis auserlesene Sál

achen. Hebräis

n Vortrag und

r<henmusif und Prof. Antony.

Derl. Bibliothek

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i ortseßkung folgt.) e P worden z L L Bücher nach Hause mitgenommen werden. ¿N e V E M M Das naturhistorishe Museum und der botani bei der theologischen und philosophischen Fakultät zu } arten werden bei den Vorlesungen benußt, und |

logisch-päádagogiss

hen Theologie : Prof. Neuhaus. Fortseßung der Er Die in diesem Semester im philo flárung des Evangeliums des heiligen Matthäus: Rep. | Seminar anzustellenden dein s. oben unter Pilgrim. Erflárung der katholischen Briefe: Prof. Namen Nadermann und Esser. Kistemaker. Erklärung des Briefes des Apostels Pau- i —— sus an -die Galater: Rep. Pilgrim. Erklärung der Jm gestrigen Bl. der St. Z. in der Befannt! Bücher: Tobias, Judith und Esther in lateinischer ! <ung der Gewinne der 69sen Königl. Kleinen Lott Sprache: Prof. Kistemakfer. Erklärung ausgewählter | haben sich folgende Drucksehler eingeschlihen : Unter Psalmen: Rep. Pilgrim. Patrologie: Prof. Katerkamp. Gewinnen zu 100 Thlr. ist die Nummer 19,909 z Die Kirchengeschichte der neuern Zeit: Ders. Fort)ez/ mal angegeben, dagegen ist die Nummer 37,144, weis zung der Dogmatik: Prof. Neuhaus. Gemeinjame cheda da No. 36,711 und 37,153 zu- stehen kommf- gelassen.

Redacteur J0

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Allg meine

Preußishe Staats-Zeitung.

Ne 113.

Berlin, Mittwoch, den 18ten Mai 1825.

1, Amtliche Nachrichten. Kron des Táges

Seine Majestät der König haben dem General- ieutenant und ersten Commandanten zu Breslau, S<houler von Senden, den rothen Adler - Orden: {ster Klasse zu verleihen geruhet. : :

Seine Majestät der König haben dem Schmiede-; vtister Schulze das Prádicat als Hof - Schmiedemei- ter und dem Rietnermeister Grosch u f} das Prädicat als Hof - Riemermeister beizulegen geruhet,

Ga Publifandum. :

Es ist uns bekannt geworden, daß an der hiesigen Bdrse, beim Verkehre mit Kurmärkschen Obligationen ausgestellt de dato : Berlin vom 1. Mätz 1808) noch mmetr eîu Unt:rschied zwischen Obligationen, deken Va uta ursprünglich in baarem Gelde eingezahlet ward, ind solchen Obligationen gemacht wird, deren Valuta n einer áltern Papier:-Gattung,. z. B. Bank-Obligatio- en, Seechandlungs-Obligationen 2c. eingelegt worden ist. “Um Unkundige vox den Nachtheilen zu bewahren, velche ihnen hieraus erwachsen föônnen, benachrichten vir das PüL'ifum hierdur<h, daß bei den geseßlichen (nfäufen von Rurmärk\chen Obligationen, für den Til- üngsfonds dieser Schulden - Gattung, durchaus fein nterschied zwischen solhen (sogenannten) belegten nd unbelegten Obligationen Start findet, :

Berlin, den 7. Mai 1823.

Haupt-Verwaltung der Staats-Schulden. Rother. v. Schüße. Beeliß. Deeb. v. Rochow. Deputirte der Kurmark.

v. Kbpcken, v. Bredow.

Angekommen. Der Königl. Niederländische Veneral-Lieutenant, außerordentliche Gesandte und be- ollmächtigte Minister am hiesigen Hose, Baron von derponcher, von Magdeburg. -

II, Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

Ochweizer vom 10. August 1792 angenommen.

bs

pemal

J einzelnen Artifel des. Finanzgeseßes für 1826.

Paris, 411. Mai. Die Pairs-Kammer hat j Hr. orgestern das Gese, betreffend die Pensionirung der | der

Die Deputirten-Kammer deliberirte über die D erste Artikel betrifsc die Zinsen der N atianaleGult 201 Mill. , und die Dotation der Tilgungskasse , 40, M ll. Hr. C. Perier beichwerte sih darüber, daß, zuio!ge der. Königl. Ordonnanz wegen des NRentenges jeßes, die Rentiers erst am 5. August erfahren würden, wie viel 5procentige-Renten twn Z3procentige Papiere ums geshrieben worden seien; er verlangte, daß das Ergebso niß der Rentenumschreibungen öfters bekannt gemacht werden möchte. Gegenwärtig, sagte er, wird tägli an der Bôörie angeschlagen , daß die Tilgungskasse für 250,000 Fr. 3pctige Renten auffaufen wird; wir wissen aber nicht, ob für 25,000. Fr. Umichre:-bungen statt ges [unden haben. Der Finanz-Mèinister suchte zu bes weisen, daß dic regelmäßige Bekanntmachung der Ums schreibungen die Agiorage nur befördern würde. Uebri- gens wolle die Regierung kein eigentliches Geheimniß daraus machen z; bis jeßt seien 375,000 Fr. 5pctige Nens ten (Kapital 7# Mil.) umgeschr:eben worden. - Hr. Baztire wünschte, daß die Zahl der Mäkler vermehrt werden môge. Der Finanzminister entgegnete die Zahl derjelben sei dur<h das Geseß von 1816 festge- seßt worden , hiernach habe sich der Werth dieser Stel- len gerichtet , es würde also æine Ungerechtigkeit gegen diejenigen sein , welche solhe Stellen theuer gekauft haben, wenn man deren Zahl jeßt vermehren wollte. Die Kammer genehmigte hi. rauf das Budget der Nas- tionalschuld, wie auch die 32 Millionen der Civill:ste und ging zu den Ausgaben des Justiz - Ministeciums über. Hr. Bourdeau machte hierbei auf den" Miß- brauch aufmerksam, daß viele Justizbcamten mit ihrem Richteramte noch andere Stellen verbönden , so gebe es viele Richter, die zugleich Professoren bei Rechts]chulen seien, die Folge hiervon sei , daß beide Aemter nicht gut verwaltet würden. —- Der Groß. Siegelbewa h- rer erktlárte sih mit dieser Ansicht vollkommen einver- standen, und bemerkte, er habx schon seicr mehreren Mos naten die nöthigen Maaßregeln getróffen , um diesen Mißbrauch sobald wie möglich zu béseitigen. Die Kammer hörte no<h mehrere Rédner über das Budget des Justiz - Ministeriums und genehmigte es schließlich unverändert; :

Jn vielen Ortschaften des Departements Tarn und Garonne ist am 27. April durch Hagel¡chlag die Hoff- unng der Aerndte, so weit sie von dem früheren Frost verschont geblieben war, vollends vernichtet worden.

Fünfproç. Rente 101. $0. Dreiproc, 74. 80. 74, 85, | London, 6. Mai, Jwœ Unterhause trug gestern Hobhouse darauf an, zur geseßlichen Regulirung Arbeiten der Kinder in den Baumwollen - Spinne-

reien eine Bill einbringen zu dürfen, Dieser Antrag