1825 / 119 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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B. in Hinsicht der aus den Gefängnissen ausgebroche- nen Verbrecher, der Mörder , der Anjührer bewassneter Banden u. s. w. În Palermo und Chiusa (in Si- zilien) war aus mehreren Kirchen das Silverge)chirr ge- stohlen worden. Die Diebe wurden jedoch entdecft und vVerhastek. (erz Saa den Räubern, welche (wie seiner Zeit gemeldet worden) im Walde von Cosaßo bei Evoli am 2. Dez einen Énuläuder und seine Gemahlin beraubt und ge- tôdter hatten, sind 3 von der Miiitàr - Kommission [zum Tode verurtheilt, und am 23, April in Evolíi er- schossen worden, ? j Túrktei. Nachrichten aus Constantinopel zufolge, welche die Etoile mittheilt, besteht die bereits in Bewe- gung geleßte túrfkishe Seemacht dermalen in 2 Fregat- ten, 3 Corvetten, 4 Gebarren und 21 Briggs und Mistiks; der Reata Bey, oder Viceadmiral befehligt diese Abtheilung, und es scheint, als jolle der Capu- dan: Pascha in diesem Jahre gar nicht mit auslaujen, indem man dem Jbrahim Pascha ällein den Feldzug in Morea überlassen. Die allgemeine Zeitung enthält folgendes : Konstantinopel, 23. April. (Durch außeror- dentlihe Gelegenheir über Bucharest.) Aus Morea jol- len beunruhigende Berichte hier eingetrossen jeyn. Jdra- him Pascha befindet sich nach denjelben 11 etner verzweis felten Lage, und von den, von allen Seiten herbel- strômenden Griechen hart bedrängt. Es heißt, day seine Landung eine allgemeine Bewassnung zur Folge hatte, die wie ein elektri)cher Schlag auf die Griechen wirkte. Fränki!che Schissskapitaine, die ‘aus den Ge- wässern Morea's kommen, ‘äupern die größten Besjorg- nisse für Jbrahim Pascha, allein die Türken hosen von seiner Geschicklichkeit noch immer, daß er sich aus jeder Verlegenherr zu ziehen wissen werde, Von den zu Land gegen Motea vorrückenden Truppen, unter des Se- raskicrs Reschid Paschas Oberbefehl, ve.lautet nichts. Konstantinopel, 23. April. Die Pforte vernchertr zwar, daß sich bis zum 12. April nichts Ungüustiges auf Morea zugctragen habe, allein die beunrugzigeudtten Gerüchte dauern fort. Großes Aufjehen" erregte die Ankunft von vier Köpfen mächtiger Häuptiinge der Al- bancsen , des Selichtar Peda, des Sahir Abassi, des Chota Bey von Argiro Castro, und des Aga Bejsiari, welche mittelst Tataren hier eingebracht wurden. Es sind die einflußreichsten und ge|chicktesten Chess der Al- bauejen, und da sih der Seraskier Rejchid Pajcha der- selben enrtledigte, jo nimmt man an, day er Miptrauen in ihre Treue seßte, und demnach aus die Albanejen wenig rechnen faun, Ein Umjiand , der das Schickjal des dieejährigen Feldzugs allein entscheiden wúcde. Alle Berechnungen der Pforte waren auf die Albanesen ge- ]stüßt , und diese werden- den Tod ihrer Chefs schwe lich mit gleihgültigen Augen ansehen. Man glaubt hier, Omer Vrione dürfte nächstens ein ähnliches Schicksal haben. , Odessa, 3. Mai. Nachrichten aus Konstantinopel bis zum 27. April zufolge ist der Tyhroueibe , Abdul Hamid (geboren 6. März 1311), wie es heißt, an den Blattern gestorben. Sein einziger Bruder, Abdul Me- schid, war ebenfalls frank. Die Janitscharen, die ihre Blicke hon längst auf den Thronerben. richteten , stud darüber bestúrze. Bekanntlich hatten sie in der leßten Zeit mehrere Versuche gemacht, sich seiner zu bemächti- gen, um ihn, wie man vermuthet, auf den Thron zu seben. Aus dem Lager des Seraskiers Reschid Pa- \cha in Thessalien, und aus Morea waren ungünstige Berichte an die Pforte gelangt, die sie zu verheimlichen bemüht war, welche aber dennoh in der Hauptjiadt

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verlautéten. Der Serasfier war unthätig , und scheint

von den Albanesen verlassen worden zu sein. Semlin, 8. Mai. Nach mehreren Briefen gay

Bitoglia und der Gegend von Äanina vom 26. Apri

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vindlia and ‘der Geg-n von Amn n M f E U Pi} e „Staats - Zeitung.

f-ste eine harte Niederlage erlitten haben, Er ist aus seinem Rückzuge bereits wieder in Janina eingetroffen, Aus Seres und Salonichi wird gemeldet, daß er voy den Aldanesern verlassen wordetr sei , und hierauf au Rache gegen 800 Christen hade niedermeßbeln oder hiy richten lassen.

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Aachen, 16. Mai. Der gestrige Tag war de Weiße und Erdffnuug unsers treffli< entworfenen [<hnell erstandenen und in seiner Ausführung hs glücklih gelungenen neuen Schauspielhauses gewidmet] welches als ein Bauwerk hoher Vollendung zur wahrt Zierde unserer Stadt gereichr. i

Ein Prolog, gedichtet von Hrn. J. B. Nousseal in Aachen, eröffnete die Darstellung. Der Schluß des selben, in Beziehungen auf das Haus Hohenzollern u} den Königl. Landesvater, den Beschüßer und Beförd rer von Kunst und Wissenschast, sprach das Publifun besonders an. Diesem Prolog folgte Spohr's berühm Oper Jessonda.

Jin Laufe dieser Woche dürfen wir die Ankun vi:ler Fremden erwarten, welche sich hier zur Begehun des grozen Rheinischen Musiksestes einfinden, das an 92. und 23. d. M. in unserm neuen Theater gehalten

wird.

Halle, 19. Mai. Die jeßt no< hier befindlichen} beiden Chinesen, Asseng und Aho, welche auf ihre bei Sr. Königl. Majestät angebrachte Bitte, und in Folge einer Allerhôchsten Kabinèts-Ordre, 10 Monate lang you dem Superintendenten- Tiemann im Christenthum sink unterrichtet worden, haben am h. Himmelfahrtsfeste i einer feierlichen Versammlung geistlicher und weltliche Behörden die heilige Taufe, und am Sonntage darnad in der St. Georgen - Kirche das heilige Abendmahl en pfangen. i

Se. Königl. Majestät haben bei dem Aeltere Asseng, und Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm, Bruder Sr. Majestät, bei dem Jüngeren Aho, die Pa thenstelle anzunehmen allergnädigst geruhet.

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Könéiglihe Schauspiele.

Mittwoch, 25, May. Im Schauspielhause: „Di beiden Sergeanten,“ Schaujpiel in 3 Abtheilunge! von Th. Hell. '

Wegen Heiserkeit des Herrn Devrient ,. kann dl Trauerspiel: ¿„Jsidor und Olga,‘/ heute nicht gegeb werden.

In Charlottenburg: „Der Barbier von Sevilla, fomijche Oper in 2 Abtheilungen, von Kollmann, Ml si von Rojsini. Hierauf: ¿„Russisches Divertissemenkt,

Billets zu dieser Vorstellung sind im Billets-Ve faufs-Búreau, Dorotheenstr. No. 11., so wie auch Aben! und in Charlottenburg an der Kasse zu habeu.

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Berichtigung, Jm gestrigen Bl, der Staats - Z0 tung, in der Bekanntmachung der Gewinne Fter g 51ster Lotterie bei den Gewinnen von 200 Rrhlr. i anstatt 84026 zu lesen 82026. :

Gedruckt bei Feister.

heinrih der 72ste, om

9759, 57398, 39027, 39638, 45679, A4478, 56112, 62149, 66344, 07178, ó6811, 71767, 72862, 74180, 75449, 77215 und 76552 în Berlin zmal bei Alevin, bei Bal ler, bei Burg, bei Jsrael, ber Mabdorff und bei Rich- ter, nah Arusberg bei Nordwald, “Breslau bei Leubu-

kerg , ‘bei Jsrael, bei Michaelis, ‘und bei: Sußmann, ‘nach T2 Nordwald, Bees- fow bei Thieme, .

Prinz, i Schreiber , bei Stern und bei Walbach, Bromberg dei Shmäl, Bunzlau bei Appun, Kölln bei Reimbold; Danzig bei Reinhardt. und bei Roßoll, Frank- furt a. O. bei Bassewib,

A 119.

Berlin, Donuaerstag, den 26sten Mai 1825.

l Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages. Ur Se. Durchlaucht der Fürst Reuß von Plauen,

ist von Wittéuberg hier ange» men.

Der bisherige Privatdocent bei der biesigen Uni sität Dr. Stiedenroth ist zum außerordentlichen

Professor in der philosophischen Fakultät der Universi- tät zu Greisswald ernannt worden. : E

Bei der am 2x1. und 24. d. M. fortgeseßten Zie-

hung der 5 ten Klasse z1ster Königl. Klassen - Lot terie sel ein Hauptgewinn von 10000 Thlr. auf No. 49299,

Berlin bei Securius; 2 Gewinne zu 5000 Thlr. fie- aus -Nó. 19319 und 49572 in Berlin bei Maßdorff

und nach. Leugerich bei Teibesz 1 Gewinn zu 2000 Thlr.

f No. 20634 uach Posen bei Pape; 5 Gewinne zu

1500 Thlr. auf Ns. 3619, 15172 u. 712686 nah Danzig

Roboll, Düssebdorff bei ‘Wolff, und nah Paderborn Bachrach; 24 Gewinne zu 1000 Thlr. auf No. 4613, 10347; 14429, 17510, 21398, 35457, 55008,

er, bei Prinz und 2mal bei Schreiber, Bunzlau bei

Appun, Danzig 2mal bei Roßoll , Düsseldorf 2mal bei Spät, Liegniß bei Leitgebel , Lissa 2mal bei Hir\chfeld, Schönebeck bei Krüger, Schweidniß bei Gebhardt und Fuhntz 58 Gewinne zu 500 ‘Thlr. auf No. 2061, 5702, 094, j ans; 16899, 17392, 17418, 21040, 26676, 30730, 83354, 55529, 37571; 39080, 41052; 44880, ‘51344, 52067, 52744, 5265ó, 53005, 65665, 67680, 72683, 753885, 70420, 77193, 768245 und: g in Berlin 2mal bei Alevin, bei Burg, bei Fried:

|

5953, 10917, 12709, 14266, 14896, 16067,

56046, . 57715, 58192,

bei A. Simonssohn Breslau bei- J. Holschau jun., ‘bei

Glogau béi Fränkel, Halle

omal bei Lehmann, Königsberg in Pr. bei Falk und bei

6

Redacteux Joh!

eygster, -Königsberg i.- N. bei Jakobi, Krotoszyn bei

uttmann,- Liegniß omal bei Leitgebel, Lissa bei Hirsch-

feld, Magdeburg bei Brauns, Naumburg a. S. bei Käáiser, Neisse bei Jaekel, Oppeln 2mal bei Birkenfeld, Stectin bei Rolin, und Alt-Streliß bei Löwenberg; 57 Gewinne zu 200 Thlr. auf ‘No. 6861, 1769, 5527, 5528,

8391-

18429, 27664, 36453, 434097; 56152, 64263, 79755,

9235, 115115 13029, 17569, 20301, 20817, 23970, 24273, 28239, 286505, ' 50788, 32068, 37501, 586660, 59754, - 40405, 45412, 46855, 40938, 49945, 51850, 604832, 60594, 02552, 62544, 63222, 63504, 68526, 71997, 74186, 74057, 76294, 76854, 35, 62068, 82144 und 82467. Die Ziehung wird fortgeseßt. Berlin, den 25. Mai 1825. ; Königlich Preußische General-Lotterie-

“Direktion.

17959, 243309, 33217, 49456,

18217, 27155, 53224, 41837, 51948,

Angekommen. Se. Exc. der Genr. - Lieut. ünd Kommandant von Glogau, Freiherr von Valentini, von E “A8 :

bgereist. Der Regierungs - Chef : Präsid Freiherr von Manteufel, E Maa dete RoRG

Der Ober - Landesgerichts - Präfidene Alsleben,

nach Côslin.

IL Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

“Paris, 19, Mai. Die Kammer der Depu- tirten hat - vorgestern die Ausgaben für das Mas rie - Departement und für [das Finanz-Ministerium genehmigt. Bei Gelegenheit des leßten Punktes thae Hr. C. Perier noch einen Ausfall gegen den Finanz- Minister, indem er alle früher gemachten Beshuldigun- gen wegender Verschwenduug im Spanischen Kriege, wiederholte, und auf mehrere in der Verwaltung vors handenen Mängel ‘aufmerkjam. machte. Auch fragte er ob wenn ‘sich nur wenige Rentiers vor ‘dem 5. Augu zur Umschreibung melden sollten, der Termin der Um- schreibung prorogirt werden würde, wie es unter dem Ministerio des Herrn .Corvetto, ‘bei Gelégenheit einer Anleihe, statt gesunden habe? Der Finaänz-M in i: ster entgegnete hierauf: ‘der Termin sei dur< ein Ge- se festgestellt worden, er könne also- niht prorogirt werden. - Sollten übrigens, was nicht wahkèscheinlic< Hindernisse wegen - der Ausführung des Gesehes eintre- ten, so würde man ihneù auf verfassungs - und -gesehz- mäßigem Wege entgegen zu fommen wissen. Hr, v.