1825 / 120 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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sâle eines nicht unbeträchtlichen Theiles der Eiffelgegend, wo derselbe frúher als Grundherr der Unterherr\chaft

Eis und Churpfälzischer Beamter, später unter der

französichen Verwaltung wirkte und noch gegenwärtig als Landrath fortwirfkt, eine höhere Bedeuturig erhielt.

Jn ‘der Frühe des zur Feier auserschenen Tages hatte der Jubelgreis, von geliebten Söhnen und Schwie- gersöhnen begleitet, seinen Landsiß Eicks verlassen:

Eine Deputation. des Gemeinderaths zu Gemünd, den dasigen Bürgermeister an der Spiße, eilte dem Kommenden entgegen. Feierlih bewegte si< der Zug von der Höhe des jeßt, durch eine eben so fühne als gèlungene Wegeanlage zugänglichen Gemündenbergs eines Denfkmahls, welches die neueste Verwaltungspe- riode des Landraths von Syberg und den Gemeinsinn seiner Administrirten auszeichnet herab der Ehren- pforte zu , wo dem Jubelgreis neue Huldigungen ex- warteten. :

Jn dem Gemeindehause- wohin der Zug jeßt seine Richtung nahm, trat der Chef-Präsident der Königl: Regierung Herr von Reiman, an der Spike einer zahlreichen Versammlung, / dem schon bewegten- Greise

mit den herzlichsten Glückwünschen entgegen, führte den:-

selben in einer würde - und gehaltvollen Anrede noch- mals auf. die wichtigsten Momente seines össentlichen Lebens zurúck und überreichte ihm sodanu, als ‘neuen Béêweis der Königlichen Huld, das über seine Ernen- nung zum Geheimen Regierungsrath Allerhöchsten Orts vollzogene Patent, nicht minder auch die amtlihé Be- nachrihtigung, daß das Hohe Ministerium der Geistli: chen, Unterrichts - und Medicinal - Angelegenheiten die heutige Feier dur verschiedene Bewilligungen Behufs des Kirgzenbaues zu Udenbrett, des Pastoratbaues zu Reschéid und des Schulhausbaues zu Eicks auszuzeich- hen geruhet habe: Endlich: versicherte ein in sehr ehren- vollen Ausdrücken abgefaßtes Giückwünschungschreiben der Königl. Regierung den Jubelgreis der innigen Theilnahme dieser Behörde.

Auch bei dem Mitragsmahl,, zu welchem - sich. hier- auf ‘an 100 Personen versammelten, ward dem Jubis- lariús cine neue Freude bereitet. Es wurde demjelben zur Erinnerung an den Ehrentag von mehreren Bür- germeistern, im Namen der Gemeinden, ein, von einem Berliner Künstler eben so sinureih als geshmacvoll gearbeiteter silberner Pofal, nebst einem die Empfindun- gen der Versammlung treu darstellenden Gedicht über- reiht. Hier war es, wo der Jubelgreis unter rauschen: der Beistimmung sämmtlicher Anwezjenden ein Lebehoch! dem Allverehrten Monarchen darbrachte. À

Heiterkeit und Fröhlichfeit würzten das Mahl. Ein Ball ‘beschloß die Festlichkeiten des. Tages und die Beleuchtung der kleinen Stadt, so wie die frohe Be- ivegung ihrer Einwohner bothen den Anblick eines Volks: festes dar, das der Veranlassung , ‘welche solches hervor- gerufen hät’, würdig entspracly und noch lange von den- jenigen in treuem Andenken bewahrt werden wird die von nahe und fern herbeieilten, daran Theil zu nehmen.

Côóslin. Jn den Tagen vom 13. bis 17, April hat sih bei starkem Sturm in dem # Meile von” Leba entlegenen Sarbsfer See eine 30 Schritte lange, 10 Schritte breite -und 24 Fuß Über der Wasserfläche er habeue Jnsel gebildet. Nach der Versicherung der Leute, welche dies Ereigniß zuerst gewahr wurden, ist an ‘dem Ufer ‘des Sees die Erde landeiniwärts eine Strecke lang geplaßt gewesen, Diese Behauptung hat sich bei“ einer angestellten vorläufigen Besichtigung nicht bestäcigt ; in- des faun derselben um deshalb ni<t geradezu wider: sprochen -werden, weil die Besichtigung erst 4 Tage nachher - erfolgte und ‘also mittlerweile die Spalte mit Sande zugeweht sein konnte. T EN

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Koblenz. Im verwichenen Monate ist der Ah, saß von Weinen etwas stärker und von den rothen So ten besserer Art sogar ‘der Jahrgang 1823 gefoörd worden. An dér Ober: Ahr haben die Weinbauern Vorräthe von diesem Jahrgange gänzlih ausverkausft,

Was die Schifffahrt anbelangt, #o pafsirten: q dem Rheine, zu Thal’: an größeren Schiffen 48, mitt reu 99, Nachen 190, überhaupt 337; zu Berg: an gh ßeren Schiffen 33, mittleren 127, Nachen 115, überhauy 275, zusammen also. 612 Fahrzeuge aller Art- und auß dem 13 Flöße, wel<e- 21,508 Kubik, Metres an Eichen und N führten.

Die Schiffsladungen bestanden hauptsähli Wein, Kolonial : und Glaswaaren. Auf R Ma passirten zu Thal: 83 Schiffe, 26 Nachen,- zu Berg 66 Schiffe, also zusammen 175 Fahrzeuge, mit Wein Dachschiefern, gehaueuen Steinen, Kalk, Gyps un) S L n Ms _ Königsberg. Die Nachfrage nah Getreide sich auch ivährend ‘des Mónats' April nicht gehoben, . Begehr nach Holz ist aber fortdauernd re<t bedeuten] geblieden, und so ‘gering! der Schiffsverkehr in- Pill wär, so lebhaft ist er wieder Memel gewesen. J Pillau sind 52 Schiffe eingegangen, von deken 6 nmi Stückgütern, 17 wit Steinkohlen, Eisen 2c. ,- und 2 mit Ballast beladen warkèn ; -äusgelaufen sind: 15 m Getreide, 4 mit Stü>gütern, -3--mit Holz und 3 mi Ballast , überhaupt 25 Schiffe. Dagegen sind in M mel eingekommen: 250 mit Ballast ,'3 mit Steinköhle 1-mie Stückgut, 1 mit- Brennholz, 1 mit Salz un| 5 mit Dachpfannen ‘beladene Schiffe, zusammen 261) und ausgegangen von dort 191 Schiffe, - von ‘dent 179 mit Holz, 8 mit Saat, 2 mit Flachs, 1 mi Hanf und 1- mit Roggen -befrachtet waren. - -

Auf den hiesigen Handlungsspeichern - sind ausge messen: 298 Lasten 21 Scheffel Weizen , 607 Lasten 5 Scheffel Roggen, 175 Lasten 27 Scheffel Gers, 138 Lasten 46 Scheffel Hafer, 124 Lasten 32 -Schef( weiße und 70 Lasten 17- Scheffel graue Erbsen, inläi dishes Getreide, vom ‘ausländishen Getreide nichts. |

Abgemessen sind: ‘nah dem Auslande, 20! sten 4 Scheffel Weizen ; 239 Lasten 344 Scheffel Ro gen; 55 Lasten Gerste; -61 Lasten 234 Scheffel- weiß und 33 Lasten 2821 Scheffel- graue - Erbsen; nah de Jnlande: 9 Lájten 557 Scheffel Roggen, 25 Last Gerste und 2 Lasten graue Erbsen. |

_ Magdeburg. Am 18. April ‘d. J. wurde as} einem Ackerstücke des Vorwerks Glüsig, zum Gute Ut haldensleben gehdrig, von den Dienstboten Witte unl Claus beim Eggen ein tnetallener- Topf mit 143 Gold! stücken, - jedes 2 Thly.: 12 Ggr. an Werth; und mit l Stück Silbermünzen, “jéde 2 bis 4 Ggr. werth, gefundt Dieser Topf hatte’ schon: lange in der Erde gestand indem das ‘darin ‘befitidlihè Gold aus dem ‘sechzehntt Jahrhundert ist. / |

Königliche Schauspiele.

Donnerst., 26. ‘May. Jm: Opernhause. Zum L stenmale wiederholt: „„Alcidor,‘/ Zauber: Oper in 3 4 theilungen, mit Bállet. Musik von Spontini.

Zu ‘dieser Vorstéllung sind keine Billets. mebr haben, und findet ‘deshalb eine Tages; Kasse im Ope ‘yause nicht statt. i

_ Diejenigen. Meldungen: um Billets, welche j! zweiten Vorstellung der Oper „„Alcidor‘/ nicht berü sichtigt werden konnten, sollen ‘auf -Vérlangen zu Diel stag den ‘31, Mai notirt, und eben so wie die zur dri! ten Vorstrllung bestellten Logen- und Parquet -Bille in die Wohnungen gesendet werden. 3 |

Gedruckt bei Feister und -Eisersdorff.

Redacteur F oh!

von Somniß auf Charbrow bei Lauenburg, den St. Sohanniter-Orden zu verleihen geruhet.

troffen und auf dem Königl. Schlosse abgetreten,

Lieutenant und Kommandeur der 2ten Division, von Holßendorff, von Danzig.

aufzunehmen.

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Preußische Staats - Zeitungs.

„Mg 120.

Berlin, Freitag, den27sten Mai 1825.

I, Amtlihe Nachrichten.

Keroni C hres Tee; Seine Majestät der König haben dem Gutsbesißer

Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Mecke lenburg-Strelib, sind von Neu-Streliß hier einge-

Angefommen. Seine Excellenz der General-

f, Zeitungs-Nachrichten.

A us land.

Paris, 20. Mai. Die Deputirten-Kammer hat vorgestern mehrere Amendements, - welche rücksiche lich der Einnahmen des Büdjets vorgeschlagen worden waren ; verworfen. Die Verhandlungen dauern fort.

Der gestrige Moniteur theilt eine Königl. Ordonnanz mit, dur<h welche die Commandanten der Militair: Divisionen, bei Gelegenheit des Krönungsfestes ermäch: tigt werden, diejenigen Unteroffiziere und Soldaten, welche desertirt sind, si<h aber innerhalb einer Frist von zwei Monaten nah der Krönung freiwillig stellen, nicht in Untersuchung zu ziehn, sondern wieder in Guaden

Nach Beendigung der Krönungs - Feierlichkeiten in Rheims werden Se. Maj. einige Tage in Compiegne zubringen; am 6. Juni wird der feierliche Einzug in Paris erfolgen. Die am selbigen Tage anfangenden Festlichkeiten werden 10 Tage lang dauern. Aus allcn dazu getroffenen Anstalten läßt sich schließen, daß diese Feste von höchster Pracht sein werden. Se. Maj. wer-

I hen man jeßr erlangen fônne,

London, 14. Maî. Jm Unterhause erklärte Hr Huskisson ge\tern auf die Bemerkung des Sir M. W

‘Ridley, „daß 10 s Zoll von dem Korn unter Schloß

zuviel seyn, und als Einfuhrverbot wúürfen möchten :‘/ er habe nichts dagegen, die Abgade niedriger als 10s zu Jeben, wenn das Haus einem Vorschlage desha!b ollte zustimmen wollen ; er glaube aber für seinen Theil nicht, daß 106 die Einbringung des Korns auf den Markt verhindern würden, im Gegentheil, daß die Eigner es unfehlbar vor nächster Erndte zu Markte brins gen würden, wenn sie Gelegenheit dazu hätten, weil, wenn das Korn aus fremden Häfen zur Einfuhr fom- men jollte, es den Preis weit unter denjenigen, wels herabbringen würde.

Jn Betreff dessen, was das geehrte Mitglied fur Nors-

] folf (Hr. Wodehouse) über die Einfuhr Americanischen

Korns gesagt, so ‘halte er dessen Besorgnisse für volls fominen unbegrúnder. Er habe mit Personen gespros

I hey, die úb-r die Sache vollkommen unterrichtet seien

und gefunden , daß], so lange tas Korn auf dem hôchs sten , hier zu Lande je befanuten Preise gestanden, nie

J mehr als $0,000 Qr. Canadisches Korn eingeführt wor- } den sey. l den Vereinigten Staaten nah Montreal gebracht wer- f den kónne, sey mit Frachtkosten, Risico und Abgaben

Der tiiedrigste Preis, zu welhem Korn aus

20 bis 255. Um jedoch die Befürchtungen derer zu stils

J len, welche die Einfuhr Americanischen Korns scheuten,

habe er nichts dagegen, zu erflären, daß, wenn in

| funf Jahren die Einfuhr im Durchschnitt von dem, was

man Canadisches Korn nenne, 100,000 Qrs. übersteigen sollre, er das als Beweis nehmen wolle, daß betrüges rishe Einfuhr von Amerikanishem Korn stattgefunden und daß es nôthig werde, Maaßregeln dagegen zu trefs- fen. (Hôrt !) : |

Der Kanzler der Schaßkammer bat, die Herren, welche vermutheten, daß große Quantitäten Americani- schen Korns durch Defraudation eingeführt werden môchs- ten, doch zu bedenken, daß die vorliegende Maaßregel zum Nußen der Canadier selbst vorgeschlagen werde, welche demnach ein Jutceresse haben würden, jene De- fraudation zu verhüten. (Hört!) Diese habe so große Schwierigkeicen , daß er die Sache fast für unthunlich halte. 1) Müsse das Korn uach irgend _ einem Hafen am Champlain-See und dort in ein Americanisches Schif gebracht werden, und zu Kingston , Montreal oder Quebec gelöscht; dann in ein Brirtishes Schiff geladen, denn nur in einem solchen föônne es aus Cas

den während dieser Zeit einer Vorstellung in einem je- den der hiesigen Theater beiwohnen. Gegen den 20. Juni werden Se. Maj., dem Vernehmen zufolge, sich wieder na<h St. Cloud begeben und dort bis zum Sep- tember verweilen. :

Fünfproc. Rente. 101 Fr, 15— 25 C. Dreiproc. 74 Fr. 55—65 C, j

nada nach England fommen; und ehe diefes alles ge- schehen , músse Meineid über Meineid geshworen und die Wachsamkeit der Zollbeamten hintergangen werden, womit es einige Schwierigkeiten habe, indem eine Las dung Korn ein Artikel sey, der Plak einnehme und. sich nicht leicht transportiren lasse, besonders in cinem