1825 / 120 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

. sicherte,

ning bei seiner neuerlihen Sendung abgeschlosseue Uebereinkunft mit Rußland wegen der N. W. Küste von Amerika; 3) den Freundschafts-, Handels - und Schifffahrts - Tractat mit den Vereinigten Plata - Pro- vinzen. , Die Aufkündigung dieses Tractats wurde mit rauschendem Jubel aufgenommen und zog Hrn. Can- ning für seine Verdienste dabei eine enthusiastishe Dank- bezengung von Seite des Sir R. Wilson zu.

e A A Hi K i R: P

Lande, wie Canada, w9o die Wege nicht sehr begünsti- gend und die Communicationspuncte hunderte von Mi- les auseinander seien. Weun die Hercen die geographi

sche ‘Lage beider Länder studiren wollten, würden sie

finden „daß sie feinen Grund hätten, sih zu beunruhi

gen. Nachdem noch einige Mitglieder theils dafür, theils dawider gesprochen , ward die dritte Lesung der | dem Pferde, doch ohne Schaden zu nehmen.

Bill gejitattet.

Hr. Huskisson schlug jebt noch den Zusaß vor, daß

die, welche Canadi <hes Korn einführten, ein Ursprungs

Certificat betbringen sollten, wie es jeßt bei Gútern aus | Bloomfield von Oafhampton und Redwood in der Gr einige» unsrer Colonien gehalten werde. Er ward

nach einigen Bemerkungen angenommen, Jm Ausschuß úber die Quarantaine- Geseße redete

Hr. John Smith, wie- gewöhnlich, der Aufhebung der-

selben lebhaft das Wort, erlangte aber nur die Resolu- tion auf Ernennung eines Special, Auss<husses zur Un- tersuchung, wiefern sie gemildert werden fönuten. Hr. Husfisson sagte, -er wünsche ganz ungemein, daß das - Publikum über die Sache beruhigt werde. Es wi: de chne Frage von großem Vortheil jeyn, wenn die Quara itaue abgeschafft werden fköunte, allein ander- seitig würden so s<hwere That)achen angeführt, daß die Sacle no:hwendig mit der größten Vorsicht zu behan- deln sey, Es würde höchst nachtheilig für unsern Han- del n erden, wenn sih eine Nachricht auswärts verbrei- ten ollte, daß wir geneigt seyen, die Aufmerksamkeit auf Anor nungen fahren zu lassen, die andre Nationen in dieser Hinsicht angemessen gefunden. Die bloße Kunde davon, daß wir so etwas beabsichtigten, habe schon die Behörden in allen Mitt. lländischen Häfen vermocht, Bri:ti\ce Schiffe, woher sie au< fommen möchten, unter Quarantaine zu legen. Er habe den Sardini|chen und den Französischen Gesandten benachrichtigt, daß seine Absicht bloß scy, einige Hindernisse des. freien Verkehrs mit ihren Häfen bei uns aus dem Wege zu dâaumen, und in Folge seiner Versicherung wären dann auch di- erwähnten, wider uns in Genua und Mar- s:ille bereits getrofsen gewesenen neuen Anordnungen wieder suspendirt worden. Hr. Wilmot Horton ver- daß die Thatsache des Vorhaundenscins von Contagion am Mittelmeer unwidersprehli< bewie]en sei, Hr. Hume war ganz entgegengeseßter Meinung.

Vom 17. Mai. Hr. Canning legte gestern dem- Unterhause drei abgeschlossene Tractaten vor: 1) den mit Schweden- und Norwegen zur Verhütung des unerlaubten Afrifanishen Sclavenhandels, Schweden, fügte er hinzu, stehe ni<ht im geringsten in dem Ver- dacht, in diesem ungere<hten Handel begriffen zu sein, leider aber glaube man, daß seine Flagge dazu von Anderen gemißbraucht werde. Der Zweck der K. Re- gierung sei nartürlih , die Befugniß, Stlaven in ver- dâchtigen Schissen nächzuforschen , jo weit als möglich auszudehnen, und dièses habe Schweden uns zugestan- den. Er beîlage, daß ein anderer Tractat zu demselben Zwe>k, auf welchen in der K. Rede angespielt worden, der mit den Vereinigten Staaten, noch nit zur Voll, endung gelaugt sei; 2) die dur< Hrn. Stratfort Can-

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begonnen.

NenfaEs erst nah einer lebhaften Debatte statt findy onnte.

Die Bill wegen der „„Westindishén Compagniu wurde nach einer. warmen, den Sklavenhandel betreff den Debatte, mit 105 gegen 25 Stimmen angenomm

Die Hofzeitung vom 1áten meldet nun die Erng nung des Sir R. Bloomfield und seiner mänulitg Nachkommen zur Würde eines Jrländischen Barg

schaft Tipperary. Am Mittwoch erhielt der Handels-Tractat mit dy Plata - Provinzen die Unterschrift Sr. Maj. und q folgenden Tage wech!elre der Gesandte jeuer Nepublik Hr. Rivadavia, die Ratificationen in Combewood nj Hrn. Canning aus. i Gestern war bedeutende Bewegung am Geldmarkt,

rüchten vom Westende der Stadt über Uneinigkeit jy Cabinet zugeschrieben wurden ; Cons. wurden zu 90 ai Abrechnung verfauft, und schlo1sen zu 90.

Dér Courier sagt: „Was auch die Ursache dy fortwährenden Börsenshrecks sein möge, sie ist einzi in den Operationen der Jobber selbst aufzusuchen. Dey scharfsichtigsten Politiker wird es shwer fallen, auch’ n einen Schatten für Beunruhigung von einem Enk Europa’s bis zum andern aufzufinden, Was die uw laufenden Gerüchte betrifft , so würde es ganz lächerlid sein, sih mit einem ernstlichen Widerspruche wider dis selben zu bemühen.“

Hr. Rothschild fam Sonnabend von Frankreich n Dover zurück. Lloyd's Agent meldet aus Zante vom 14. April; ¿Um 27sten v. M. kam eine Türkische Flotte von vier Fregatten oder Corvetteú und sieben Briggs, nach Yu tras segelnd, hier vorbei und am 31sten zurä, wie mau glaubt nach Modon gehend, Es heißt, daß eine Griv chi <e von 25 bis 30 Segeln bei Cerigo sei, was abt Bestätigung bedarf. Die K. Schiffe Medina, Hin) und Weazle sind vorgestern von hier, wie man glaudt, nach Patras abgeslegelt.//

Vom 1838ten. (Ueber Holland.) Gestern tru Graf v. Donoughmor® im Oberhause auf die zweit Lesung der Emanucipations - Bill an. Der Zudrang de Neugierigen war übermäßig groß und der ledige Plah beim K. Throne mit einer Anzahl von Gliedern de Unterhauses und wohlgekleideten Frauen angefüllt. Dit Redner für die Bill waren, außer dem Antragsteller: Lord Daruley, der Bischof von Norwich , Marq. v. Landsdown und Andere; wider dieselbe Lord Colchestet, Marq. v. Anglesea, der Bischof von Chester und Graf Liverpool. Am Schluß wurde die zweite Lejung , mit hin die Bill für diesesmal, mit 178 gegen 130 Stim men verworfen. Consols 897. : Str. Petersburg, 11, Maï. Der Englisch Botschafter. am hiesigen Hofe, Hr. Ward, liegt au ei ner Lungert?Entzündung so gefährlih frank darnieder, daß man an seinem Wiederauffommen zweifelt.

_Der Attaché bei der hiesigen K. K. Oesterreichischen Gesandtschafc, Fúrst v. Schwarzenberg, hat eine Reise in die südlichen Provinzen unsers Reiches angetreten, Am 5. d. hat zu Cronstadt die Schifffahrt wieder

Die Regierung beabsichtigt, die wilden Gebirgs

völfer des Caucasus, vornämlich die räuberischen Tschet?

Die Bill wegen Erhöhung der richterlihen Ge- | [henzen, durch Griechische Missionairs zum Christen-

halte ging na< einer laugen Debatte dur< den Aus- | thum zu bekehren. {uß. Hr. Hobhouse trug auf die zweite Lesung der Bill zur Regulirung der Baumwoll - Mühlen (der | ment Orenburg steinartige - Körner, die von brauner Anwendung von Kindern zu dieser Arbeit) an, welche | Farbe waren.

Neulich regnete es zu Sterlitamasf im Gouverne-

999, gniéZs ‘l E E E E S Rz oT <0 A) C E R E R N R E L f A ERE N A E A Lr a

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as D L R S t T E E T e O

Am Sonnabend stúrzte der Herzog v. York mi

die der Ungewißheit wegen der Katholischen Bill und G

Spanien. Die Etoile meldet aus Madrid vom 0. Mai, daß der König und die Königl. Familie sich och in Aranjuez befinden, Ein König!. Dekret vom

drden Karls IIL.- und der Jiabella Catholica, welche iht, nah den desfallsigen früheren Bestimmungen, vor en competenten Behörden und in der festgeseßten Zeit re Reinigung bewirkt haben, außer Gültigkeit. Die Regierung hat von dem General-Capitaine er Philippiniichen Jnsein Depeschen vom 4. Septbr. , J, erhalten, worin derselbe den Eingang des Königl.

delsen sih beeilr habe, die Cortes Constitution bis ie ten Spuren zu vertilgen; die Wiederherstel- ug der unumschränften Macht des legitimen Königs i auf allen Philippinischen Juseln mic Jubel aufge- ommen worden.

E. L: «C T: D

Aachen, 21. Mai. Schon seit einigen Tagen achte sich die Ankunft vieler Fremden bei uns bemerk- ih; ganz vorzüglich fiel aber gestern der Zufluß derer is Auge, die herbeikamen, mit uns das große Nieder; heinishe Musik-Fest zu feiern, welches in diejem Jahre 1m ersten Male in uñ\erer Stadt begangen werden soll

Breslau. Die Einwohner des Gehrauschen Krei- es haben sih dur< dffentliche Baumpflanzungen aus- jezeihne. So ist. von. dem Dominio Conradswaldau nd der Gemeinde Jästersheim die Landstraße zwischen eiden Ortschaften äußerst sorgfältig und regelmäßig mit Rirs<hbäumen, von den Dominien Woidnig und Nar- hen die Straße nah Bojanowo und Schuttlau, mit uten Sorten vou Obstbäáumen , von dem Dominio leinwiersewiß der Weg nach Köben in gerader Linie ogen und in Ermangelung von Obstbäumen [mit appeln beseßt worden.

pril fabricirt: in der Stadt Czarnikau 36 Stück Tuche nd 10 Scúk Boye; in der Stadt Filehne 32 und 1 Schönlanke 1967 Stück Tuche, welche theils ah Berlin, theils na< Brandenburg abgejeßt wer- en. Für den Preis von 7 Rthlr. pro Stúck à 45 Pfd. nd im Monar April, zum Theil geköpert, nach Ber- in 500 und' nach Landsberg a. d. W. 200 Stúck Tuche bgeseßt, 3200 Stück nach Leipzig gegangen. / Dir Centner ordinairer Landwolle ist im Czarni- auer Kreise seit 6 Wochen von 28 auf 40 Rehlr. ge- iegen, Ein großer Theil der noch vorräthig gewe}enen Volle ist schon zu diesen Preisen dur< Spekulanten ufgefauft. j t | Von den in der Stadt Radolin fabricirten Tuchen nd 60 Stück nach Schönlanfe und 30 Stück nach Czar- ifau , zu den Preisen vou 5 Rthlr. 15 Sgr. bis 6 Rthlr. \geseßkt worden. Jun Chodziesen wurden im Nonat April gefertigt 443 Stúck Tuche und 36 Stück doye. Davon wurden verkauft zu 7 Rthlr. 10 Sgr. as Stúck, 100 Stúck, und gegen Wolle vertauïcht 0 Stück Tuche. Von den Boyen aber wurden zu dem reise ‘von 2 Sgr. 6 Pf. grd v verkaufte 20 Stück, i Wolle vertauscht 1 túck. A Jn der En Hälfte des Monats März jar die Schifffahrt weit lebhafter, “als in der ersten dálfte des Monats April , im Ganzen, aber mittel- äßig. - : E beladenen Fahrzeugen famen an: zu Berg 43, Thal 290, überhaupt 333 und fuhren ab: zu Berg 20, zu Thal 116, überhaupt 236. i Ín der Betriebsamfkeit der Baumwollen - und Sei- nwebereien ist dur<h das Steigen der Urstoffe bei dem Nangel an Absaßz der Fabrikate eine merkliche Stocfung

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Mai erklárt die Titel aller derjenigen Ritter der f

Dekrets vom 25. Doc. 1823 meldet, und daß er in}

Bromberg. Es wurden im Laufe des Monats

eingetreten. Dagegen ist die Fabrikation der wollenen Tächer zu Mülheim, Altenberg und Ensfjirchen in blüs heudem Zustande. :

i T T 16. Mai. Zu dem, am 12. d. M. abgehaltenen ersten diesjährigen Wollmarkt hieselbst sind 737 Centuer etnshürige und 767 Centner zweishürige Schrofswolle eingegangen; davon wurden verkauft: 697 Centner einshürige und 687 Centn:r zweiscbürige Wolle. Der Preis der einshürigen war 51 Thlr. 20 Sgr. für den Centner, und der Bree der zweijhürigen 45 Thlr. 12 Sgr. 6 Pfe. für den Centner. a

Licán L Die Leinweber finden sichern Absaß ihrer Fabrikate und die Bleichen sind stark belegt,

Die Glas-Fabrikation geht lebhaft und besonders erfreuen sih die Gebirgs Glas- Hücten an der Böhmis- s<en Grenze, deren Waaren in den leßten Jahren auf- fallend besser geworden sind und in der Güte denen -der Böhmischea Hütten sih nähern, eines lebhaften Abjaßes.

Die Oder-Schifffahrt ijt in voller Thäcigkeir.

Oppein, Cijen- und Zink - Hütten werden leb- haft betrieben, auch die Preije des leßtern haben sich gehoben, und die Bestellungen darauf dauern fort.

Bei dem am 17. April zu Konty, Oppelner Krei- ses, in der Mittagsstunde ausgebrochenen Bratde, durch welchen fast binnen einer Stunde 25 ländliche Besibun- gen eingeäjhert wurden, zeichnete sich der Schullehrer Pogrzeubia aus Przywor, sehr verdienstlih aus indem er dret Kinder mit eigener Lebensgefayrx dem Flammens- rode entri,

Posen. Der im verflossenen Jahre begonnene Handel mit Blutigeln, welcher besonders den ärmeren Volksklassen Erwerb zuführt, fängt an, sich ungemein auszubreiten. Viele Hunderte vou Menschen sind mik dem Einfangen der Biutigel beschäftige, wovon das Tausend mit 2 Thlr. bis 2 Thlr. 15 Sgr. bezahlt wird.

Spremberg, 18. Mai. An dem jet abgehal- tenen Frühlings - Wollmarkt hies.lbst wurden überhaupt 445 Ctr. 451 Pfd. Wolle verwogen und zwar fam im Allgemeinen uur Mittel- und drdinaire Wolle zu Marfkts z ein]chúige war nicht vorhanden. Die erlangten Ver- fausspretje waren: 65 Thlr. sür die Mitteljorte und 35—95 Tylr. fúr die ordinaire. Die geforderten Preíje waren jedoch meist höher und mehrere Landwirthe zogen es vor, ihre Wollvorräthe wieder mit nah Hause zu nehmen, als jolche für die vorangegebenen Preije los/ zuschlagenz weshalb auch an diejem Markte weniger als sonjè verkaujc worden ist.

Vortheile der Bildung des Gewerbstandeë. Der verdiente Dupin sagc in der Rede zur Einlei- tung seiner vorjährigen Vorlesungen über Gewerbkunde, unter andern: | : Man hd:t die Producenten oft flagen, daß die ges seßliche Macht die Erzeuguisse des Auslandes mt vers - biete oder hoch genug besteuere, um ihren Eingang und Verbrauch zu verhiudera, Man tadelt deu Leichtsinn der Verbraucher, welche das fremde Manufafkt vorzie- hen. Haben die Regierungen, haben. die Conjumentén unrecht? Nein! Das einzige Mittel die Bemühungen der Ausländer zu vereitelu, die Contrebande abzuhal- ten, und die Concurrenz zu ertragen, bestehet darin: besser zu arbeiten als die Ausländer. : Geschieht dies, so hôren alle Ansprüche an die ges segebende Macht auf, welche fiscalische Ge]eße e Me wodurch man ein Uebergewicht im Handel über den &us- lánder zu erlangen meint, die aber immer unzulänglich bleiben. Wirksamer zu Erreichung dieses Ziels ist die wissen- schaftliche Ausbildung der Gewerbtreibenden. O Tage kônnen sich die Künste in ihren unzähligen Ver- zweigungen nichr vervollflommnen „- wenn die praftijchen