1825 / 122 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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am Königl. Niederländischen Hofe, Graf von Schladen, nach Brüssel. /

Der wirkliche Geheime Ober - Regierungs : Rath und Director im Miuistertums des Jnuern und der Polizei, Kammerherr Graf von Hardenberg, na<h Schlesien.

Der Ober und Adjutant Sr. Köuial. Hoheit des Prinze Friedrih der Niederlande, von Waldkirch, als Kourier nah Brüssel.

Durchgereist. Der Kaiserl. Russische Feldjäger Gregorjew, als Kourier von Paris nah Warjchau.

II, Zeitungs-Nachrichten.

A u'sland.

Paris, 23. Mai. Vorgestern ist in der Pairs: |

Kammer und in der Kammer der Deputirten die Kd- nigl. Proflumation verlesen worden, welche die Sißun- gen beider Kammern bis auf den 7. Juni vertagt. Die Kammern sind sofort- auseinander gegangen. L

Der in außpetordentliher Sendung Sr. Maj. des Königs von Preußen hier eingetroffene General der Jn- fanterie und Gouverneur von Neufchatel, Hr. v. Zastrow, hat gestern Sr. Maj. dem Könige in öffentlicher Audienz A E R E D AN seines Monarchen über: reicht. k An der Börse war gestern das Gerücht verbreitet daf cie Jusel Cuba sih für unabhängig erklärt habe ;

die Obligationen von der Guebharoschen Anleihe ficlen |

darauf um 2 pCt. _ Der erste Transport Thiere aus Tunis ist hier eiín- detroffei; er besteht aus zwei sehr großen Löwen, zwei Gaizell-n und 8 Widdern. i Fúnfproc. Rente. 101 Fr, 60 50 C. Dreiproc. 74 Fr. 95 85 C. |

London, 18. Mai. Sowohl durch die nie so er: lebte Fúlle von Zuhdyrern überhaupt, als dur<h die Ge- genwart festiih ge]/<müd>ter Frauen in einer glanzvollen Reihe um den K. Thron her, insbesondere war die gestrige Sibung des Oberhauses “sehr ausgezeich- net, Was die Diskussion selbst aulangtr, so trugen die Redner, wie man es erwarten fonnte, in der Haupt- sache nihts vor, was uicht durch die mehrfälligeu De- batten sett 27 Jahren schon erschöpft scheinen muß. Wir erwähnen aljo nur der Meinung des Bischofs von Chester, daß wenn die Bill dies Jahr durchginge, die dadurch ins Unterhaus fommenden (etwa zwatizig) Ka- tholishen Mitgliedèér gleih nächstes Jahr einèn Augriff auf das Eigenthum und die Rechte éer Anglicanischen Kirche machen würdèn, als wozu ste sih durch die Grundsäße der ihrigen unividerruflih verpflichtet ‘auä, hen. Marq. v. Landsdown bestritt aufs wärmste den Verdacht, welchen man- hiemit auf die Meh1h-it des Zri\chen Volks werfen wolle, als ‘ob es zweizüngig in der Haltung eines geshworien Eides vetfähren de. Da so viel von einer Siùinesäuderung * des Grafen v. Liverpool in dieser wichtigen Augelég-:nheit geredet wörden, so war man auf feine Außerung höchst ge- spannt. Diese lief in der Kürze darauf hinaus: er halte es für ungerathen,. in einer-auf den Protestantis- mus gegründeten Monarchie den Rômisch - Katholischen Gleichheit der Rechte zuzugestehen,- idem diese doch un- möglich eine andere als bedingte Trete gegen die Krone beschwören könnten ; daher er der Meinung sei, daß diese Bill, wie wohlmeinend dieselbe au<h vorgetragen sci, auf die Länge Folgen erzeugen würde, die fúr die befestigte Kirche höchst beunruhigend sein würden, : _ Gegen- die Bill stimmten in Person : 113 ,* durch |

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| richts der zur Visitation des Kanzlei Gerichts nieder sten Commission, auegeseßr. So viele hohe Rech

fuhr 41 Mill. 729485 Pfd. St. 17 Sh.

Jahre die Expedition nach Tarifa unternahm und bald von Marocco ausgeliefert worden wäre, ist mit mehre- ren Spaniern von Gibraltar angéfommen. Von dem hiesigen Postamte gehen jeßt täglich 2 Postkutschen nah Edinburg, die ihren Weg 1n 45 Stun den zurücklegen; im' Jahre 1712 ging alle 14 Taae nur eine Postfutiche und gebrauchte 13 Tage zu ihrer Reise. Lord Cochrane befand sih am 3. April auf seiner Fregatte in der Nähe von Maranham. Eine große Dúrre hat der Baumwollen -Erndte dieser Provinz vie- len Nachtheil zugefügt. : * Das Zollamt von La Guaira nahm im Februar Monat 1 Mill. 632,492 Dollars ein. —- vom 21. Gestern war Kabinets-Rath im aus- wärtigen Amtez dem sämmtliche Kabinets-Minister bei wohnten. Consols 90. B "Leipzig, 26. Mai. Gestern Nachmittags geger 5 Uhr trafen Jhro Kaiserl. Hoheir ‘die Prinze}sin Ca- roline, Gemahlin Sr. Kömgl. Hoheit des Prinzen Friedrih August von Sachsen, aus Dresden fommend, und um 8 Uhr Abeuds Jhre Königl. Hoheiten der Prinz Maximilian, der Prinz Friedrich Augus\ und die rinzessin Amalie von Sachjen, aus dem Auslande zu- rúcéfehrend, zur innigen Freude der Bewohner hiesiger Stadt, allhier ein überna<hteten im Hóôtel de Saxe, und reisten am héutigen Morgen gegen 8 Uhc nach dem Königl. Hoflager ab. 26100 j Wien, 21. Mai. Die Municipalität von Mai- sand hat zur Feier des freudigen Einzuges und der An- wesenheit Jhrer Majesiäcen in gedachter Hauptstadt, beschlossen , dieses segensreiche Ereigniß auch durch Hand- sungen der Wohlthätigkeit zu bezeihnen, und auf dieje Weise am entsprechendsten im Sinne des milden und väterlichen Kaisers zu handeln. Ju Folge dessen ist zu \rderst, das dffentliche Leihhaus angewiejen worden, (all. im 9; Mai, dem Vorabend des Emzugs Jhrer Maje- stâten) daselbst versehten Pfänder von 2 bis- 5 Lire in- elusive une1.tgeldlich herauszugeben, und die Enrjchàdi gung dasúr von der Gemeindekasse entgegenzunehmen. Diesem wohlthätigen Acte sollen no< andere foigen. Aus Preßburg wird vom 17. gemeldet: ¡Dit {hônen, fast heißen Tage, die wir seit mehreren Wo hen genossen, haben sich seit dem 13. d. M. in un. reundlihe, mit empfindlicher Kälte verbundene, umg? vandelt. Am 14. früh regnete es, jedo<h nur weatg,;, aber in der darauf folgenden Nacht hat es gereift und am Morgen des 15., wurde auf stehenden Wässern etnc dinne Etisriude bemerkt. Ein Theil unjers Weingebirge fsoll durch diese Kälte etwas gelitten haben.// Auch in Pien leiden wir seit jenem Tage durch diese außeror- dentlich falte und unfreundliche Witterung, die uns um so mehr befremdet, als uns ein Wetterprophet aus inserèr Nähe, gerade vom 13. bis 18. Mai ein „„\<nel|- les Wachsen der Wárme‘‘ geweissagt hatte. : Rom, 11. Mai. Die Rômer Zeitung macht ein päbsilihes Breve vom 10. November 1824 bekannt, lvorin dem Mailänder Buchdrucker Giegker d ie eingejandte Ropie det Geschihte von Jtalien vom Grafen Luigi Bossi mit der Erinuerung zurückgeschi>kt wird, daß die Kongregation -des Jndex dieles Werk verboten, und der japsstt den Verbot destätiger habe. Am 7. d. besuchte er h. Vater das Spital von St. Johann in Lateran, nd sprach in den Kraufenzimmern mit mehreren Kran- e. Der Kardinal : Erzbischof von Neapel, Ruffo, id der Legat von Ravenna, Kardinal Rivarola, sind ier angelangt. : “St. Petersburg, 14. Mai. Einer neuen Vor- <rift des Ministeriums des Junern zufolge, sollen nun

Vollmacht 65; für dieselbe persönlih 84, durch Vol macht 46 Peers. -

Folgeudes ist ein furzer Junbegriff der Vorschläg des Kanzlers der Schabkammer in Hinsicht der rits lichen Gehalte. Die Richter, sollen künfcig keine E lumente oder Gehalte mehr durch Sporteln beztehen 'y der Veckauf von Aemtern bei ihren eigeneu Geri hôfen dur<h die beiden Lords - Oberrichter wird abge haft, für welhe Emolumente ihuen eine Compensatÿ wird. Der Lord - Oberrichter der Kings : Bench erh 10,000 Pf. im Jagdre anstatt aller Sporteln und Ey lumente irgend einer Art (die sih auf etwa -9000 Pi mit oder ohne Jyubegriff einiger tausend von der Civil liste belaufen). Der Lord - Oberrichter der Commgy Pleas eben jo 8000 Pf. Der Master of the Rol 7000 ; der Lord Chief - Baron der Exchequer (‘Präsid des Schaßkammer : Gerichts) 7000; der Vice - Kanz 6000, und jeder der Putsne - Judges (Gerichts - Bj siber) 6000, Die Sporteln sollen fort erhoben u nach Abzug der Gehaltsbeläufe für die sie erhebendy Beamten in die Schaßkammer abgeliofert werden, e nen Fonds zur Bestreitung eines Theils der vermeh ten Kosten zu bilden. Die Befugniß, Aemter unt dem Patrouat der beiden Oberrichrer zu verkaufen, hi auf und bleibe nur den ersten Clerfs in den beid Obergerichten auf ihre , übrige Amtszeit in Beziehut auf eimge fleinere Anstellungen , weil sie sich das Red dazu mir dem Amte erkauft haben. Mit dem Au des Lord. Kanzlers bleibt ès, bis zum Eingange des W

gelezrte man im Unteihause zöhlt, #0 viel verschiede Meinungen hôdôrte man über dicsen Plan, und darau wollten Hr. Hume und Sir F. Burdett schließen , daß die Sache noch keinesweges zum Spruch reif sei, sow dern erst einer Commission zur Unterjuchang Úbergeb werden sollte; dem aber der Kanzler der Schalzkammi widersprach.

Die New - Tim?-s enthalten Folgendes : „Mit Bi dauern erfahren wir, daß die Hdöffuungen des General Majors Campbell, wegen baldiger Friedens Vorschlg vou Seiten der Birmanen nah der Schlachte vol 15ten Dec. ,- sich nicht bestätigt haben. Die aus Ral goon zu Calcutta angekommenen Briefe vom 2st Dec. melden nichts davon. Der Feind hat fich - von dd Sylhet - Gränze gänzlich zurückgezogen] und Cachar un Assam geräumt , so daß die Feindseiigkciten nur nud auf der Seite von Pegu fortdauern. n _ Das an der Columbischen Küste freuzende Frank sische Geschwader hat, zufolge Nachrichten aus Y Guaira vom 28sten März, jene Gewässer gänzlich vi lassen und die wegen einiger Kapereien entstanden Mißverständnisse sind völlig beig-legt. | __—_— Vom 20. Mai. Se. Maj. der Kdnig, wels seit einiger Zeit an einem starken Gichtanfall {litt sind wieder ín voller Besserung.

_Gleih nachdem das Resultat der Abstimmung Hauses der Lords úb:r die Emancipations- Bill befant war, legte der Herzog von Sussex Protest gegen l Entscheidung ein und die Lords Jersey, Holland, Elle borough, Spencer, King, Soffield, Minto und Mll dys folgten ihm. : |

Durch das neue Zollgeseß werden nicht weniger & 465 Parlaments -Acte aufgehoben. : 4

Die Ausfuhr Großbrittanniens im ‘vorigen Zahk betrug 63 Mill. 225272 Pfd. St. 7 Sh. 6 P. Die Eil

Einem Briefe aus Corfu von 11ten April zufolg hat der Großherr dem Pascha von Aegypten auf 50 Jaht! die Einkünfte Morea?s bewilligt, im Fall ihm die Üntetssuch künftig alle aus dem Auslande kbommenden Alma- johung dieses Landes gelingen sollte. ahe der Durchsicht “der Ceusur - Committe bei der

Der Spanische Oberst Valdez, welcher im voriztVberpost ; Direction unterliegen. |

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Von Karamsin's Russischer Reichsgeschichte wird nächstens der 12e Baud erscheinen.

Am 12cen v. M. war das Azowsche Meer no< voll Treibeis. Juan der Krimm sind in Folge des sehr häufiz gefallenen Schnee’s berrächtlihe Schaafheerden umgekomiaen.

Privatbriefe aus Sibirien versichern, Capitain-Lieus tenant von Kobebue, der bekanntlich im Juli 1823 zu einer Reise um die Welt absegelte,'habe iu der Südsee drei neue Jujeln entde>t.

- Túrkey. Ein Schreiben aus Constantinopel vom 26. Aprii (in der Allgemeinen Zeitung) entyält fol- gendes: : 6 Der- Kapudan Pascha ist no<h nicht abgesegelt, und man versichert hier, daß ihn schon eine grieht]c<he Flotte von 20 Segeln bei Tenedos erwarte. .— Aus Morea verbreiten sich die nachtheiligsten Gerüchte, seit der, am 16. Abends erfolgten, Ankunft eines englischen Kapi- tains, der zah Odessa legelte, und aus den Gewässern von Modon kam - Er jaz.te in seiner Konsulats Kanz- lei als Augenzeuge aus, daß er vor seiner Abfahrt die gänzliche Niederlage der 10,000 M. starken ägyptiichen Truppen gesehen habe, die nächtlicherweile von den Griechen ber Navarino überfallen und aufgerieden wors den seien. Zu diesen Umstanden fügte er die Versiche- rung, daß er selbst vor seiner Absahrt von Modon auf dem Schlachtfeld über die Leichen der erjchlagenen Araber gegangen wäre, und von den Griechen als Aû- enken einen túrfijhen erbeuteten fostbaren Säbel ers h«lien hate. Die Pforte sci:n indessen keinen Werth auf dieje Aussage zu legen, da nah hren Versicheruns gen eine dritte Avcheiluug der ägyptischen Expedition auf Morea gelauder hat, ZJbrahim Pajcha Navarîno zu Wasser {und zu Lände b.lagerte, und es sicher zu eroberu hofsste. Andere fränki)he Schisse, welche obis „em engli,<hen Kapitain aus [en Gewässern von Mos- rea foigren, lasseu die Ausjage des englischen Kapi- cains sehr im Zweifel. Sie erflärten, daß Navarino und Calamaita zwar nichc in die Gewalt der Araber gefallen wären, allein, daß sicd ersteres nächstens aus Mangel än Lebeusmittelu ergeben müsse u. s w. Aeltere Über Smyrna eingegaugene unoerbürgte Prévat briefe wollen wissen, daß eolocotroni und seine Genossen auf freicu Fuß gejeßt, und an die Spiße eines Korps Moreotten ge|steller, daß Gou:a nah Negopronte aufsge- brochen hei, um Tzeben und Atyen zu deen, und Odysseus zu betámpsen. Von der Land Armee des Seraötiers Reschid Pascha weiy man so viel, daß er nach Enthauptung mehrerer verdächtigen Albane]er ges gen Missolunghi vorrückte. Der franzöli\he Bot: [hafter Gra Guilleminot erhielt am 20. einen Kouriet, und fertigte am 24. ben Marquis d’Esiragues nad) Paris zurück.

Ein Schreiben aus dem südlichen Franfreich, von 14. Mai, (ebeufalls in der Allgemeinen Zeitung) jagt: Wir erhalten jo edeu Briefe aus Marseille und Genua mit Nachrichten, die, weun @ sih bestätigen sollen, von der höchsten Wichtigkeit wären, und als entschels- dend fúr den gegenwärtigen Feldzug betrachtet werden tônuten.- Jedoch ist zu bemerken, daß diese Berichte von griechijchen Häusern herrühren, und demnach nur mit großer Vorsichc aufzunehmeu sind. Einer. diejer Briefe aus Geuua meldet nemli<h, „man habe sichere Nachrichten erhalten, daß der türkisch - ägypti/he Obers general Jbrahim Pascha, durh die Anstreugungen der Griechen in die Unmöglichkeit verseßt, in Morea Forte schritte zu: machen, oder auch nur daseibst zu blèecben, dem ihm entgegenstebenden griechischen Besehlshaber den Vorschlag zu einem Waffenstillstand und einer Konvens- tion gemacht habe, vermdge welcher er mit sämmtlichen Truppen Morea räumen, und nach Kandia zurückkehren würde, ohne vou den Griechen weder an der Einschi[-

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