1825 / 124 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Witterung ab.

can C R L alis, L G A i, U Wi R s

Eid 6:

hiesigen Bezirks weit vorgerückt, in den höher gelegenen

noch zurück. Erfurt. Die Wittérung. war im Gan- | Stocen gerathen.

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den Frost gelitten.

A i S B M:

das Auffkeimen der jungen Saat, durch das Wetter unge- mein begünstigt, Arusberg. Die Witterung ist dem-Ge- deihen der Winterfrüchte so förderlich gewesen, daß sich mit größter|Wahrscheinlichkeit auf einereich.ihe Erndte rechnen läßt. Die Besúrchtungen, welche die lange anhaltende regnerische Witterung" und die spât cingetretene Kälte j in dem verflossenen Monate erregte, sind nirgend“ in

durch in der Gegend,

zen dem Wachsthum sehr günstig. zit Ausnahme der f in vollflommener Schönheit da. niedern Gegenden, wo die Nässe des verflossenen Winz | blüht sehr kräftig und verspricht eine bessere Erndt ters dem Getreide geschadet hat, stehen die Feldep vor- fals von ihr zu erwarten war. j trefsiih , die Sommerbestellung is fast überall beendet, } nicht im Allgemeinen gut; | | die Obstbáume stehen in {dner Blüthe und ‘der Wein- Anfange des Winters scheint an viclen Orten nachtht| | sto> treibt stark, nur die Aprifosenbäume haben durch f lig darauf gewirkt zu haben.

Schnitte sehr gesund und fängt“ jeßt an, récht kräftig

Die Kornsaat sststr> die nasse Witterung if

Der Weinstock steht i

j VIL Westphalen. Münster. Die Land. | treiben. Es ist jedoch in der Jahreszeit schon spät dafür. f wirthschaftlichen Nachrichten lauten aus allen Gegenden Aachen. Auf die Landwirthschaft hat die Witt des Regierungsbezirks sehr erwünscht. Die Wintersaat, f rung im Allgemeinen gúnstig eingewirkt. War da welche hin und wieder durch die Kälte im März und dreiwöchentliche tro>ene und rauhe Wetter dem Lande im Anfange Aprils chon ein übles Anschen betommen f manne zwar an der Bestellung der Sommersaat hindet N: hatte, hat sich meist wieder erholt. Namentlih wird | li<h, so trug es doch andererseits viel zur Austro>nur| der Stand des Waizens überall, insbesondere in den f der von dem frühern anhaltenden. Regen tief durchnij Klei-Gegenden, dem eigentlichen Waißerilande, als vor- f ten Aecer bei, und die nachherige gute Witterung trefflich angegeben. Auch auf das Gedeihen der“ Oel- f ihu jenes Versáumniß leiht vergessen , da er nun ung saaten hat die jüungste äußerst fruchtbare Witterung so f stôrt die Feldarbeiten verrihten fonnte, und um vortheilhaft eingewirkt daß von den nachtheiligen Ein- | mehr auf eine ergiebige Sommerkorn - Erndte hofft wirkungen der Kälte fast feine Spur übrig geblieben | darf, da jenes rauhe Wetter viel zur Vertilgung : ist, - Mit der lezt-n Bestellung der Sommersaaten und f durch den Regen und den gelinden Winter erzeugt j der Gärten war man am Schlusse des Mönats überall f Unkrauts beigetragen hat. eifrig beschäftigt, und es wurden diese Arbeiten, so wie |wird dagegen allem Anschein tach“ nur sehr mittelmäß! ausfallen, weil von der“ Aussaat wenig unter der E iches ‘mit Winterkdrn besäete Stil Land jeßt“ noch zur ‘Sommersaat umgearbeitet/ werds muß Dem. Obste scheinen die fich wieder“ iu groß Menge zeigenden Raupen“ Gefahr-zu drohen, die daß gen angewandten Mittel! haben dieses, durch* den gelindd “Winter sehr begünstigte, Ungeziefer nichtvertilgen könnt

“Die Winterkorn- - Ern?

geblieben ist, und manche

Gegenden , bei dem eingetretenen Futtermangel s{hwer. , Winterfrüchte haben si< zwar bei der warmen und tre Diesem Uebelstande dúrfte indessen bereits abg holfen } fenen Witterung in einigen Gegenden etwas erholt uny sein , da die seit mehreren Tagen statthabende warme f |chlagen an vielen Stellen, wo Mäusefraß gewesen is und fruchtbare Wittérung den Wachsthum des Grase6 f wieder aus, im Ganzen aber stehen sie unter mitteh außerordentlich befördert hat. Zur Bestellung der Som- f mäßig, und ein großer Theil der damit bestellten Ae mersaat hat bis jeßt nichts gethan werden fönnen, weil f mußte umgepflügt und mir Sommerfrucht besäet werdey ) das Wetter zu ungünstig war, Und wird daher no< Die Witterung war der Aussaat der Sommerfrücht j blos der Aer dazu vorbereitet. Einige Landbewohner ebenfalls. günstig, und man ist damit schon weit vorg I haben zwar schon Erbsen gesäet, doch hált man dafür, | rüúcke. Der Rübsaamen hat sih zwar zum Theil wiede ; daß dies mir Rúcksiht auf die rauhe Witterung zu erholt , die Erndte wird aber nicht bedeutend seyn , we| i frúhzeitig gescheyen, und daher mehr nachtheilig als die Knospen von Ungeziefern beuagt werden. Dey i vortheilhaft sei. Ueber den Heueinschnirt läßt sich ‘bis | Weinstock war die Witterung gedeihli<h Der Klee if j jeßt noch nicht urtheilen, und hängt dieser von dem } großen Theils von. den Feldmäu!en abgefressen , Theil Bestandhaben der eingetretenen \chônen und fruchtbaren } wegen der frähern anhaltenden Nässe ausgegangen , wy wo feine Wiesen sind, große

VLI. Sachsen. Magdeburg. Auf die Pflan: | Mangel an grünem Futter für das Rindvieh in de

f ‘zenwelt wirkte die so fruchtbare Witterung des letzten f ersten Sommermonaten zu erwarten steht. ; - Viertheils des Aprilmonats höchst vortheihafe. Felder, Dúül\seldorf. Die falte und tro>ene Witterun j Wiesen und Anger gewährten bald uberall ein gederh- f welche ic im Monat April einstellte, war zur Bea liches Ansehen, und die Bäume iu den Gâárten standen } beitung der Ae>er zur Sommersaat sehr günstig; allei schon mit dem Ende des Monats in voller Blüthe. f hin und wieder war sie der Wintersaat, haupr\ächli Jn den Feldarbeiten zur Sommerbestellung ist bereits | dem Raps und dem Roggen nachtheilig. Vorzüglich“ ha stark vorgeschritten und man sicht einer baldigen Beeu- | sie das Auftommen des Gemüúses gehindert. Von den digung derselben entgegen. Merseburg. Im Ganz f Talavere ; Weißen, mit welchem jeßt Versuche gema zen stehen die Saaten gut, doch in manchen Gegenden f werden, verjpriht man sih großen Nußen. Es ‘sir hat das Feld umgeackert werden müssen, wovon die häufige | bereits viele Ae>er, auf welchen die Winterfrüchte dur Nássse des verflossenen Winters und die zu schnelle Abwech- | die Ucbershwemmungen im vorigen - Jahre verdorbt seluug. in der Temperatur vorzüglich Schuld sind. Jm | waren, und die mit andern Sommerfrüchten nicht wol Mansfelder Gebirgskreise, desgleichen im Weißenfelser | bestellt werden konnten, ohne Zuthuung neuer Düngunji Kreise ist dur< Mäusefraß an den Feldfrüchten viel Scha- | damit besäet worden, und die früher in der Provin den geschehen und der Landmann ist bei der großen | schon gemachten Versuche berechtigen zu der Hoffnun, Fruchtbarkeit diejer Thiere b-sorgr,- sie möchten ihm | daß die von diesem Weißen zu erwartende Ausbeut noch größern Nachtheil in diesem Jahre zufügen, Die} einen reichlichen Ersaß fúr die Sommersaat liefern wird, Frühjahrs-Bestellung ist in den, mehresten Gegenden des IX. Niederrhein. Koblenz. fenen und fühlen Witterung war die Vegetation in den

und deshalb fältern Gegenden isk man indeß damit f ersten drei Wochen des Monats April fast wieder ins : Die Blüthe des Steinobstes (h Auch die Kohlsal

Erfúllung gegangen. Der Körnerertrag wird, wenn f nicht ungewöhnliche Einflüsse entgegen wirken, sehr ati f sezulih jcyn, uur der Gewinn an “Stroh scheint unbe- | trächtlicher, ‘als in den vergangenen Jahren zu werden. VIIL, Süúlti<h, Cleve, Berg. Köln. Die

a

von Spontini.

; Gedruckt bei Feister und Eisersdorff:

Königliche Schauspiele. Dienst: 3. Mai. Jm Opernhause: :¿„Alcidor/

Zauber - Oper in 3 Abtheilungen, mit- Ballets... Musff

Nedacteur Joh!

Allgemeine

Vrcußishe Staats - Zeitung.

M 124.

Berlin, Mittwoch, den 1sten Juni 1825.

- io 1116 Fuß hoh, die Façade 140 Fuß breit und die 1, Amtlich c Nachri h ten. Thürme haben ‘eine Höhe von 253 Fus, : Kronik des Tages. det: „Bekanntlich zerbra<h im Ottober 1793 das Con- M

Seine Majestät der König haben dem Königl. Groß- | sige i ,

i L gen Königsplaß, aber der Pfarrer von St. Rem

titannischen Stallmeister von der Decfen den St.| p ‘ani fe ¿ I, channiter - Orden zu verleihen geruher. N Sotants up. Vers KERE, Pr. DOaeess, met ms Se. Majestät der König haben «allergnädigst geru- gehabt hatten, hatten ‘einen Theil des Jnhalts heraus-

t, den bieherigen Hof - Rath Paasche zum Gehei: | genommen , auch wurden von etli etlichen Hof- Rath zu ernennen. 9 L FRO en anderen Bürgern,

Der Ober - Landesgerichts - Referendarius Ludwig Nachdem die Revolucions - Schre>nisse vorüber ge-

“Bei der tro ohl, af Zum Justiz Sam ssartus bei dem Land- und Stadtgerichte in Jjerlohn bestellt worden. Ls <

Der Justiz - Kommissarius- Friedri<h Wilhelm dalishen Wuth entrisscn hatte, zusammen. Es wurden A org Hagen, ist zugleich zum No- tus im Departement des Ober-Landes - Gerichts zu amm bestellt worden.

eorg Voswinkel in

Se. Excellenz der Königl. Han- Zeit Gerüchte, als ob man den Gebrauch des heiligen

Angekommen. Ss : außerordentliche Ge, | Ueberbleibsels zur Salbung Sr. Maj. für unnöthig er-

Ivershe General - Lieutenant , ndee und bevollmächtigte Minister am Kaiserlich » ussishen -Hofe, von Dörnberg, von Celle.

II, 2 eitung 8- Na <ri<ten. Bitte gefaßt worden ist, aber in diesem Augenblicé (um

Auslan d.

Paris, 25. Mai. Se. Maÿ: ertheilten vorgestern | Maj. géweihten heiligen Oel vermischen lassen.“ m pábstlichen Legaten feierlihe Audienz und “empfin- Die uns eben zugehenden Briefe aus Madrid vom n von demselben den für den Kardinal - Erzbischof | 17. d. (sagt die Etoile) erwähnen nicht das mindeste \tinzen von Croy- bestimmten Kardinalshut, welchen | von dem Aufstaud der Garnison von Sevilla, wovon d stdieselben alsbald diejem Prälaten übergaben. vor etlihen Tagen im Constitutionel die Rede war; aj. nebst dem Dauphin | mit der gestern von demselben Blatte mitgetheilten Nach- < Compiegne abgegángen. J. K. H. die Dauphine | richt über einen Aufstand der Garnison von Santander ‘na<h Chalons abgereist. i _ Die Metropoliran - Kirche von Rheims ist eine der Fúünfproc. Rente 101 Fr. 25 30 C. Dreiproc, esten und berühmtesten in Frankreich; ng dort im Jahre 496 die Taufe. ard sie neu aufgebaut und nachdem sie im Jahr 1210 f urier) ein augenbli>liches Gefühl gereizter Empfindlich- ließ Uberich v. Humbert sie | keit und getäuschter Erwartung durch" die Entscheidung : Wi Jahr 1210 neu aufführen. Jm Jahr 1481 verzehrte f der Lords in der katholischen Zugeständnißbill erregt sein

ne Feuersbrunst wiederum mehrere Theile derselben, | mag, so wird man denno<h im Allgemeinen durch ganz elhe jedo<h in den Jahren 1482 uud 1487 wieder her- | England sie preisen , weil nit blos eine träge Opposi- 21408 so wie sie jeßt steht, ist | tionsmasse sich dagegen auflehnte, sondern eine thätige

15 Fuß lang und 93 Fuß breit, das große Gewölbe ist | undswirkliche Feindseligkeit gegen die Maaßregel herrschte.

“Gestern früh sind Se.

Clodowig em- | 74 Fr. 65 75 E.

inzlih abgebrannt war,

stellt wurden. Die Kirche,

Aus Rheims wird unterm 22. d. folgendes gemel-

ventsmitglied Rhull die heilige Oelflashe auf dem hie-

jene fostbäre Reliquie einige Stunden lang in Händen

die ein frommer Eifer be)eelte, nicht ohne eigene Gefahr einige Srcüdle des Gefäßes und Theile des Jnhalts, | M im Moment, wo jene zerbrochen ward, aufgerafft.

gangen waren, bespra<h man sich über die Sache , | J u1d thac die fostbar:u Reste, die man der yvans | D

darüber Prococolle aufgenommen, welche die Thatsachen und die Aecchtheit feststellcen. Der Prinz von Talleyrand und nächst ihm Hr. v. Cancy genehmigten alles; und die heiligen Ueberbleibsel-wurden in einem fostbaren : Gefäß verwahrte. Judessen. verbreiteten sih seit einiger 2

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achten werde, Unter diesen Umständen wendeten die obgedachten und etliche andere Personen sich an den König mic der Bitte, daß die Reste der heiligen Oel- A flasche zur Salbung Sr. Maj. gebraucht werden möch- +4 cen. Wir wissen niht, was angeordnet und welcher | H Königl. Beschluß in Hinsicht des Gegenstandes jener | N

Mittag) hat der Herr Erzbischof die Erhalter der heilis gen Flasche in seinen Pallast zusammenbersfen lassen und man sagt, er werde in ihrer Gegenwart die vor- V] gedachten Reste mit dem von ihm für die Salbung Sr. : 4

wird es ‘sich wohl eben so verhalten. :

Jahr 822 London, 20. Mai. Wie sehr auch "(sagt der Co-

T att: