1825 / 133 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

. Frankreichs fonnten wohl geloben, die Keßerei zu ver-

É A R D A S: 2 S Thai ti da A R A O Bu A Ei Ai R:

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ni<ht, daß unsere Qs e schlagen sind, so müßten uns dieje bel Mae fonute man in der That eineu Augenblick Anstand

nehmen , zu glauben, daß der Kröônungs:Eid den Wün» schen Frankreichs entsprechen wür de! Cid;von heute? Hatte Carl X. nicht shon am 17. Sep: tember versprochen , die Charte aufrecht zu erhalten ? Und ist die Versprechung Carls X. nicht der Eid eines Königs? Von diesem Augenbli> an war jede nur im- mer zu wünschende Sicherheit vorhanden, und Frankf- reich \chbte in- diese Versprechungen sein volles Vertrauen.

In näâmlicher Art drúcéte sich das Drapeau - blanc aus und fúgt úber die Formel des Eides näch Nach ste- hendes hinzu: Jedes Jahrhundert bringt neue Noth- wendigkeiten mit sih, und modificirt die Formen der Institutionen, Der Eid Ludwigs des Heiligen fonnte nicht der Eid Clodwigs seyn, und der Eid Heinrichs IIL. mußte vom Eide Ludwigs KIL. abweichen. Die Könige

folgen und die Keber zu vernichten, als Leßtere die gesellige Ordnung störten, und si<h ihrer sowohl in politischer als ‘in religiöser Hinsicht zu bemeistern droh- tenz jeßt aber ist diese Zeit nicht mehr. Die Eide des Königs und die Gebete der Geistlichkeit, haben zu ver schiedenen. Zeiten Aenderungen in der Form erlitten,

Grundveränderungen haben aber nicht statt gefunden ; |.

indem der Monarch nur gelobt, die erworbenen Rechte und Privilegien aufrecht zu erhalten, gute Rechtspflege seinen Unterthanen angedeihn zu lassen, und die Reli- gion des Reichs zu \{<üßen. Wie aber haben der Con- stitutionel und der Courier einen einzigen Angenbli> glauben können, daß es möglich wäre, die Charte aus dem Eide wegzulassen. Sagt nicht der leßte Artikel dieses Grundgeseßes ausdrücklich : „„Der König und seine Nachfolger werden bei ihrer Salbung s<wödren, die gegenwärtige constitutionnelle Charte treulih zu beobs- achten?“ Dies is genau und bestimmt, und man be- greift niht, mit Hülfe welcher Winkelzüge es möglich gewesen seyn würde, eine so ausdrúcéliche Bestimmung vor den Augen der Nation und der ganzen Welt zu

umgehn. j CMpros: Rente 101 Fr. 60 C. Dreiproc. 74 Fr. 90 C.

London, 3. Juni. Jm Ausschusse des Unterhau- ses fam am 31» v. M. die Bill wegen Regulirung der Baumwollenspinnereien (Feststellung des Zeitmaßes für die Arbeit der Kinder in dergleichen Spinnereien) wie- ‘der zur Sprache. Herr Hobhouse fand sih durch die, bei Gelegenheit der- Verhandlungen úber die zweite Le- sung dieser Bill von Seiten des Herrn Peel geschehe- nen Aeußerungen bewogen, zur mehreren Sicherung des ‘Durchgehens derselben, als Amendement vorzuschlagen : ‘daß die Zahl ‘der Arbeitsstunden der Kinder auf 12 (statt , wie der ursprüngliche Antrag lauter, auf 11) ‘Stunden täglih, an den Sonnabenden aber auf 9 fest- geseßt werden, leßteres zu dem Ende, damit es den Kin- dern möglich würde, sih zur Sonntagsfeier etwas vorzu- bereiten , zu reinigen 2c. Man habe , äußerte er dabei, “mancherlei ungegründete Einwürfe gegen die legislative Einmischung in die Arbeitsskunden gemacht und na- mentli<h bemerkt, daß den Aeltern die Fürsorge für ihre Kinder Überlassen bleiben músse, Er entsinne sich jedoch sehr wohl, daß zu der Zeit, als er ein Schulfnabe gewe- sen, dieselben Behauptungen in Ansehung des Sflaven- handels aufgestellt worden seien , indem man geäußert habe, die Sklaven würden von ihren Aeltern verkauft.

er überhaupt mit Blindheit ge- handlungen im Zweifel beleidigen. f nannten Bubkble - Acte, j die vor einigen Monaten an der Tagesordnung gewis

nen eingebildeten Vorstellungen über vercinigte Sto

Ist denn dieser Gesellschaften jeßt habe fahren lassen. Anwalt (sagte derselbe) verhelte nicht daß er- eine Zj

lang -die Absicht geh Stelle der nah sein

zu seßen ; bei gehöriger Erwägung aber fand er soli nach seinen eignen Worten, für unweise.

That wúrde es höchst

den.

1810 oder 1812 war, fein Verfahren auf

se unnúß sei.

Canning im auswärt Am-21. v. M.

Falmouth begeben, w rifa einschifste.

siß zu nehmen. Die o

Mainz, 1. Ju 2 Uhr, ward hier, b

lig wieder verlohr ;

sih die schmalen W

wolfig ,

Das Thermometer + 18, und Abends aber am Abend auf

Seiner Ansicht nah sei es aber Pflicht der Geseßzge- bung, denjeuigen Schuß angedeihen zu lassen, die außer Stande scien, sich selbst zu schüßen.

Der Courier äußert hinsichtlich derx gestrigen Ver-"

Spanien, F der (bereits früher Sekretair der Depe

hátte fein Geseß aufzustellen vermocht, das nicht y dem interessirten Schatfsinn zu umgehen gewesen wi während dessen Bestimmungen blos die im guten Gl ben geshehenden Unternehmungen getroffen haben wi Aus den Angaben des General - Anwalts geht h vor, daß bis zum Jahr 1790 fein Gesel über den Geg stand bestanden hat, und vom Jahre 1720 bis zum J

wohl ein ziemlich überzeugender Beweis, daß das (

Der aus Petersburg zurückgekehrte Hr. Sttrats Canning arbeitete am 31sten v. M. sehr lange mit H

Dem Vernehmen nach ist er von! Direction des Potosi - Minen - Vereins beauftragt, |\ den vormals dem Marquis de Casa Palacio zugehöriy Minen, welche jener Verein an sich gebracht hat, Y

Agenten der Compagnie werden ihm bald nachfolgen.

Himmel, an welhem nur sehr einzelne, lichte, länglil doch furze Wolkenstreifen bemerfbar waren, die Ers nung eines Sonnenrings beobachtet. zwanzig Sonnendurchmesser zu seinem Durchmesser, u die Breite von einem halben Sonnendurchmesser.

Westen hin war die äußere Seite des Ringes von ner leiten violetgrünlihen Färbung , wovon sich grünliche nah Jnnen in der Hälfte der Breite alln

des Lichtes, wie man es an leichten, von der Sonne schienenen Wolfen bemerke, und die ganze -Erschein! selbst schien durch das Jneinanderlaufen oder Verslit der beschriebenen feinen Wolfenstreifen gebildet zu sd denn von diesen sah mah viele innerhalb und außer) des Lichtringes mit meistens umgebogenen Endspißen das Biaue des Himmels -sih verlaufen. schien, so weit der Gesichtskreis reichte, in ungetrúbl Glanze , der Ring bestand über eine Viertelstunde,

fen verwandeltenz wie lange er vorher zu sehen gewt| war nicht auszumitteln:

Der Tag war mäßig warm, Morgens trúb, d Nachmittags einige Stunden, Wölkchen abgere<hnet, ganz hell, Der Nordwestwind sprang um Mittag auf Nordost ü

hell und warm, der darauf. folgende 13te aber füh das Thermometer zeigte Mittags nur { 14; der N6 ostwind war stehend geworden.

seine Freude darüber, daß m

Der Genet

egt habe, etwas anderes an | em Vorschlage aufzuhebenden A

i eis Und in unweise gewesen sein, denn t

einen einzigen Fall ausgenomm Grund jener Acte erfolgt; d

igen Amte. hat sih Herr Garda von hier 1 o er sich unverzüglich na< Südan

Haupt-Commissionaire und andéi

ni. Am 12. v. Mts., Nachmitt ei einem beinahe ganz hellen blau

Er hatte unge

der Übrige Theil hatte die Halti

Die Sd

olfenstreifhen in ausgedehntere V

die erwáhl gegen Abend t

zeigte Morgens { 11, Nachmitt + 14; das Barometer 27, % 27, 81/2. Der Tag vorher |

olgendes ist, wie die Etoile mel! erwähnte) dur< den ersten Stal schen unterm 12. April an deu K

er der Garden und der Justiz ergangene Befehl we-

Unterhause wegen Aufhebung der soy ; G : N 5 M at verhindernder Einbringung und Circulation des

ournals el Popular:

„Excellenz, Sr. Maj. Consul zu Lissabon hat, wie mir meldet, Nachrichten erhalten, daß die in London 4 aufhaltenden Rebellen und die Exdeputirten der maligen Cortes eine in spanischer Sprache geschrie- ne Zeitschrift, welche den Titel: el Popular, führt, uen und dahin gelangen lassen, um solche in Spa- ¿n einzubringen. Se. Maj- beauftragen mi<h, Ew. rcellenz zur Ergreifung aller erforderlihen Maßregeln ehufs Verhinderung der Einführung und Verbreitung jer Zeitung zu autorisiren , weil dieselbe, unter der

7 aufcührerisher Natur sein und nur dahin streben nin, die öôsfeatliche Meinung und Sitten zu ver-

rben.‘

_— Der Aristarque meldet aus Madrid, daß der fer, mit welchem die Truppèn sih die Verfolgung der anden von Missethätern, haben angelegen sein lassen, e seit einiger Zeit die Umgegenden der Haupistadr m Schauplaß ihrer verbrecheri|chen Thätigkeit gewählt tten, mit dem besten Erfolge gefrônt worden ist, Man c 8 jener Verbrecher ergrissen und sie sind bereits zum de verurtheilt.

Nach einem Privatbriefe aus Madrid vom 23. Maí m Journal des Debats) hat der Königl. Gerichtshof n Sevilla, dem der Prozeß gegen die Exdeputirten zu n Cortes, welche für die Entseßung des Königs und e Verlegung der Regierung nach Cadix gestimmt hat- 1, úbertragen war, dieselben insgesammt, etwa 50 an 7 Zahl, zum Tode verurtheilt ; sie befinden si jedoch [e auswärts, theils in Portugall, theils in England. Aus den Provinzen laufen eine Menge Vorstellun: n ein, worin um Revision des lebten Verfahrens ge- n den Exminister Cruz gebeten wird; nicht minder langen Diejenigen, welche im ersten Prozeß Bericht: statter gewesen und denen hiernächst vom hohen Kriegs- (h die Verweisung aus der Hauptstadt zuerfannt wor- war, die Eröffnung eines neuen Verfahrens; alles ses verkündet das Ausbrechen eines neuen Sturms heu Hrn. Cruz. Man schreibt die Erbitterung gegen 1 der Unzufri-denheit zu, welche sein weises Regle- nt _ zur Verminderung der royalistishen Freiwilligen d zu deren angemessener Disciplinirung verursacht hat.

Ein Schreiben aus Cadix vom 17. Mai (in dem rgenannten Blatte) enthält folgendes: Seitdem die zösischen Kriegsfregatten Amazone und Amphytrite seren Hafen verlassen haben, hat sich das Gerücht breitet, daß neben der bezwe>ten Vertreibung der umbischen Corsaren aus den von ihnen heimgesuchten wässern von Cadix, jene beiden Schiffe noch einen deren Auftrag hätten; gewiß ist, daß die Amphitrite e zwei Tage regelmäßig in die Nähe des Hafens mt, einem eigens zu dem Ende auslaufenden Fahr- ige Depeschen zustellt, und sodann wieder in die hohe e sticht, so daß sie nur den zweiten Tag darauf wieder Vorschein fkômmt. Ein von Havannah fommen- , nah Corunna bestimmtes" Schi} hat einem Küsten- jrer, der aus leßtgenannten Hafen hierher fuhr, lese für den hiesigen Ort übergeben, durch deren Ju- t die Besorgnisse unseres Handelsstandes in Hin- \t der üblen Stimmung in Havannah no< vermehrt tden sind. Die Stimmung ist dort, wenn anders e- Briefe keine Uebertreibung enthalten, von der Art, ; die Truppen, deren Absendung Seiten der Regie- ng, zur Aufrechthaltung der Ordnung in jener Colo- è beabsichtet wird, leicht zu spât eintreffen föunten.

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edaktion derjenigen Personen, denen man sie zuschreibt,

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Brieg, 2. Juni. Auf dem, am 26. v. M. hier abges haltenem Frühjahrs-Wollmarft wurden nur = 139 Cent. 90 Pfd. Wolle abgewogen. Diese wurden verkaust zu:

51 Rthlr. 10 Sgr. die beste,

44 Rihlr. : di :

ae gera 10 Sgr. + 1e mittlere,

38 Rchlr. 25 e i

36 R 90 G Z die geringere, der Centner, mirhin nach eiuem Durchschuittspreise pr. Centner zu 42 Rthir. 7 Sgr., wobei nux noch zu bes merken ist, daß dieje Wolle gewöhnliche Landwolle war.

Côslin. Jn den- Stolpmúnder Hafen sind im Monat Mai 3 Schisse und 10 Bôte eingelaufen und 3 Schiffe sind von da ausgelaufen. Ju dem Hafen von Coibergermünde langten während dieses Zeitraums 7 Schiffe an und eine gleiche Anzahl seegelte von da ab. Außerdem famen daselbst noch 16 Bôte an und 17 dergleichen verließen den Hafen. - Ju dem Rügen- waldermünder Hafen trafen, mit Ausschluß der Boots- fahrten, 7 Schiffe ein und 5 Schisse gingen von da

aus.

Eine nähere Untersuchung hat ergeben, daß die Fnsel, von deren plöbliher Entstehung im Sarbsfer See früher (Nr. 119 der Sc. Z.) Meldung geschehen, lediglich durch den losen Sand, welcher dur< den ehr heftigen Sturm in den Tagen vom 13. bis 17. April d. J. von den Ostseedúnen in Masse in den genannten See geschleudert worden, und sich hier mit Moder ver- mischt hatte, entstanden war, - und nun, aufgelößt in den locéeren Bestandtheilen, und abgespühlt vom Wasser des. See?s, bercits wieder verschwunden ist.

Minden. Die chausscemáßige Jnstandseßung der Landstraße von Minden über Lúbbecke nach Osnabrück wird lebhaft fortgeseßt und man hosst mit der Stein- bahn von Lüúbbecfe bis zur Osnabrúckshen Grenze, in einer Länge von beinahe 3000 Ruthen, noch in diesem Jahre fertig zu werden.

Die Anpflanzung von Obstbäumen an den Land- straßen gewinnt raschen Fortgang. Die Kommune Salz? fotten- hat auf dem Wege nach Gesecke 1600 veredelte und stämmige Obstbäume gesest, zwischen Paderborn und Salzkotten ist eine bedeutende Strecke der Chaussee mit Pappeln und Obstbäumen abwechselnd beser, im nächsten Jahre wird man damit fortfahren. Zwischen Herford und Bielefeld, gleichfalls an der Chaussee, sind 2392 junge Obstbäume gepflanzt. Auf der Poststraße von Minden nah Petershagen wird der Versuch mit Anlage eines sogenanuten lebendigen Weges gemacht. Von den Landgemeinden der Kantons Wiedenbrück und Neuenkirchen sind vier neue Feuersprüßen angeschafst worden. Schul - und Kirchenbauten werden von den Gemeinden nah Kräften gefördert. Die Kommunen Steinhausen. und Eicéhos, Kreis Büren, sind mit Bres chen der Steine zum Neubau einer Kirche beschäftigt ; die Stadt Büren bereitet das Nöthige zur Wiederher- stellung der Pfarrfirhe vorz und zu Lichtenau, gleichs falls Kreis Büren, werden die Arbeiten an dem neuen Pfarrhause fortgeseßt. Im Kreise Rahden ist die Er- rihtung neuer Schulhäuser zu Gehlenbe>, Lübbeckes Oldendorf und Twiehausen eingeleitet.

Verzeichniß : der im Winterhalbenjahre 13825 auf der Universität zu Berlin Promovirten.

A. Bei der juristischen Fakultät, 1) Andr. Ludw. Jacob Michelsen aus Schleswig. Die ÖDissertation desselben führt den Titel: De excep- tione rel venditae et traditae.

2) Ernst Adolph Theod. Laspeyres aus Berlin.