1825 / 135 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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fügung von Seiten der Regierung ansgeschifft werden. Eines dec zu dem Convoy gehdrigen Fahrzeuge ilt | auf der Höhe des Cap Éspartrel von. einem columbischen Corsaren versenfc und die Equipage an Bord genommen word:n.

Auf die, unserer Stadt gehörigen Handelsfregatten Veloz, Whaarren und Mariana ist Beschlag gelegt wor: den um sie zum Truppen-Transport nah Havannah zu

gebrauchen. Ein Privatschreiben aus Madrid vom 26. Mai

(iu demelben Blatte) enthält folgendes: Bei. dem Ma- rine: Minister ist ein außero: dentlicher Courier aus Cadix eingetroffen und bald darauf hat sih das bereits früher umgelaufene Gerúcht verstärkt, daß die Mexicaner und Columbier die Absicht hegten, mit 5000 Mann von Yucatau aus eine Landung ia Havaunah zu versuchen z heute wird no<h hinzugefügt, daß dieje Truppenmacht durch weit beträchtlichere Streitfräite, die sich zu Guaya- quil versammeln, verstärkt werden solle. Was auch an alle den Gerüchten seyn möge, so ist do< unverkennbar, daß selbst die Mirglieder der Regierung ernste Besorg- nisse hegen. i i

Die Unterhandlungen des spanischen Geschäftsträ- gers, Hrn. Navia, in Holland, wegen Contrahirung einer Aulcihe, sind gänzlich abgebrochen.

Die hiesige Zeitung bringt heute folgende Verord- nung des intermistischen General - Polizei Jutendanten, Herrn Recacho, zur allgemeinen Kenntniß: „Die öôssent- liche Ruhe des Staats verlangt, daß man alle rèvolu- ticnairen Excesse jeder Art mittels gerechter und energi- fcher Maßregeln unterdrücke, durch welche die Regierung des Königs, unseres Heirn, auf feste und väterliche Grundlagen gest-llt werden, Und selbst die mindeste Hoffnung der Feinde der Ordnung verschwindet. Die Polizei wird deshalb ihr Verfahren dergestalt einrichten, daß sie den Uebelwollenden die Möglichkeit einer Std- rung der dentlichen Ruhe benehmen. Die Revolutio- nairs haben zu allen Zeiten ihre ersten Streiche gegen die mit der dffentlichen Gewalt betleideten Personen ge- richtet, weil dur< Discreditirung derselben ihre Thâtig feit gelähmt wird und die Machinatoreñ freies Feld er- halten. Die Regierung mitder Gewißheit der Erreichung ihrer verderbten Absichten anzugreifen, Briefe und Neu- ágfeiten, die dfters mît einander im Widerspruch sstte- hen , zu verbreiten , dur< Verleumdungen und Fniwvecti. ven gegen die höchsten Staatsbeamten y ja selbst gegén die erhabenen Personen von denen jeder Spanier nur mit der größten Hochachtung und tiefsten Verehrung | reden darf, das Mißtrauen des Volks zu erregen; das sind unglülicherweise nur allzu gewbhnliche Dinge in Spanien. Durch diese schlechten Mittel wurde die eut- j seßliche Revolution vorbereitet, Unter welcher die ge- treuen Vasallen Sr. Maj. drei Aahre lang geshmachtet | habenz durch sie wurde dieses {dne Reich das Opfer einer ruchlosen und zerftörenden Partei, die durch die

Verwegenheit der ‘Einen und die Schwäche der Ande- |*

ren, die schre>lichste Anarchie erzeugte. Diese abscheu- liche Tacrifk har uicht aufgchórr. Das Murren gegen die Regierung dauert fort , und man if erstaunt , daß diejenigen, welce den edlen Kampf gegen das zerstörende System, Constitution genannt, bestanden haben, jeßt, ohne es selb| gewahr zu wetden, revolntionaire Maxi: men annehmen und sh in blinde Werkzeuge der Demos- | fratie umgestalten , indem fie das Prmcip der Volfs- Souverainicát in Thârigkeit seben. Es ist Zeit, der- | gleichen Unwesen zu verbannen; es würde \{<impfli<h * sein, wenn man, befannt mit den Umtrieben der Anar- ; chisten, dieser Feinde des Königs, der Ordnung, der“ Ruhe und Wohlfahrt der Völker , dergleichen Unheil ; nicht Einhalt thäte. Nach eingehelter allerhdchster Ge- nehmigung Sr. Maj. befehle ih deshalb folgende Punfte

genau zu befolgen: 1) Es ist Jedermann verboten, }-

irgend eine Regierungs - Maaßregel zu bespotten o mithin "beträgt die tägl. Durchs tadelnd- zu beurtheilenz wer solhes sich zu Schulz/huittszabl der in der Anstalt ge? bringt, wird verhaftet werden. 2) Eben so wird ¿¡Wesenen Persouen männl, Gefangene 213 Jeder verhaftet werden, der mündUuch “oder Cchriftli weibl. E 69

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| Diese 244" oder, durchshnittsmäßig 194 Arbeiter (nämlich zum vollen Pensum gerehnec) haben verdient: a) wirklich baar, bis auf das

in den noch mr abgeseßz-

E t 9) :Di militairische e geistlihe Behörde h eidigt. ie Jnhaber von Kaffeehäusern Oder any, 3 » ren dergleichen Wirth1chaften rät durchaus feine e E raSeran E litischen Discussioneun bei sich dulden; sie müssen diz E 7 ;

i j d. 0A ieh mánnl, Gefangene 159 ugen anzeigen , welche bei ihnen sich einen Tadel d weibl 56 Verfahrens der Regierung erlauben , oder in ihren !h : terhaltungen den der Religion, den Behdroen und hy guten Sitten {huldigen Re pect außer Augen se, Am lebten Dc. 1824 befinden Wer dem nicht nahkommt, verfällt in eine Geldstr(Mh in der Anstalt männl. Gefangene 209 von 100 Ducaten im ersten Falle und von 200 im Vj weibl, 66 derholungsfalle; beim Drittenmale wird die Wirths ge|<hlossen. 4) Wer beunruhigende ‘oder solche Nachri ten verdreitet, die zum Umsturz des Throns Sr. N} Von den aus dér Anstalt entlassenen Personen sind: und der Regierung gereichen , soll verhaftet und n gestorben männl. - Gefangene 5 den Geseßen gerichtet werden. 5) Wer, auf was imny weibl. fúr einem Wege , anonyme Schrtjten erhält , welche s) entwichen máuns..-.— litishe Gegenstände abhandeln , soll dieselben unverzi weibl. E lih der Behörde überreichen, bei 100 Ducaten Scrass@ als Ausländer über die Grenze ge- in gleihe Strafe verfallen diejenigen , die derglei bracht mánn!, und weibl. Schriften lesen , ohne davon Anzeige zu machen. | ) nah ihrem Bestimmunagsorte zus- Briefe oder andere mit Unterschrift versehene Schrift rúc‘gesandten -männl. Gefangene 142 sind unter- der Bestimmung des vorhergehenden Artik weibl, i S 49 mit begriffen. 7) Personen, die deutliche oder gehein in andern Anstalten abgeliefert Zusammeutunfte halten, iu denen man etwa , dir. männl. eie 9 oder. indirect , die Maßregeln der Regierung zu dis weibl. ee ditiren trachtete, sollen verhaftet und gerichtlich verfelj auf Verwendung der Vorgeseßten werden und neben den geseßmäßigen Strafen eine Gill vermiethet männl. es bie von 100 Ducaten erleiden. 8) Die Polizei Con weibl. r da 7 missarien und Agenten in der Hauptstadt, die Jute : Summa 215 Gefangene.

danten und anderen Polizei - Behörden in den Provin 2 A i Poli) P on den 190 eingelieferten Gefangenen sind verurtheilt :

en siud mit Ausführung dieser Vorschriften beauftragt, i ¿en fi führung die] [rif [A t lebenswierigen Zuchthausstrafe feiner .

E Ae o. o. 9 & è T0 Dis 20 Jayren . + + S 10 Jaßre . «

. . . .

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js C& E Strehlen, b. Juni. Bei dem am 3. d. hi 62 Witten : c abgehaltenenen Wollmarkt wurden auf hiesiger Sta\ Ä... 1 rel Fr B s 10gags abgewogen: 16ù Ctr. extrafeine, 203 Ccr. fei 6 Dies pa e o. fe a8 ;

9 Ctr. Mittel: und 134 Ctr. geringe Wolle. Dav R E T A2

wurden 128 Ctr. feine, 360 Ctr. M:ittel- und 115 Ci Abfassung des Erkenntnisses sind eingeliefert 6 a rEioe “eris A T wggegen ac d extrafei zusammen 190 Köpfe. olle, desgl. Ctr. feine, 119: Ctr. Mittel- uud M Die mei N Cer. geringe Wolle unverkauft blieben und weiter vi U (li Sicoelu Us der E via fahren wurden. Die Verkaufspreise waren 78 Thlr. Were. Die Königliche E e Les b Ves A aa Mitrel- und 47 Tylr, die geriFralsund und Spandau lieferten 7 aus dem Solda Wolle à Ctr. stande ansgestoßene Verbrecher, und die übrigen wur- s 70 verschiedenen Gerichten aus der Provinz

geliefert.

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Generale-Uebersfsicht

der Verwaltung der Pommerschen Provinztal - Str} T Die in der Anstalt vorhanden gewesenen ar.

und Bessexungs-Anstalt zu Naugardt füt das Jal! sfähigen- Personen haben verdieut: 1824. erhaupt befanden si< in der Anftalt 282 Persoueu,

L. Anzahl der in der Anstalt unterhaltenen Personen ena E Tannen 8

. Am 31. Dec. 1823 blieben Bestand hwäche zur Arbeit unfähig Z B Gefangene 2 ils Hausdomestiquen und Oe- amme egeben e » o: 49 300 GefaugeuMals Lehrer , Schreiber und Phüler besháscige .. . 12 zusammen 38 38 s —— Bblichen sona< zur Arbeit - . . 244 s 190 Gesange!P von denen jedo< nur 162 zum vollen Pensum, 46 | E und E sle L E l | erden müssen, zum halben Pensum und als der Anstalt gewesen männl. Gefangene 78,010 hrliche Gefangene der 1sten Klasse, welche im ein-

e S ugnisse arbeit L ; 103,138 Gefangene [can gnisse en, nux zu 4 Pensum beschäf

Sm Jahre 1824 sind eingeliefert mánnl. Gefangene 140 weibl. 90

Es find im Jahre 1824, na<h vol- len Tagen gerechuet, Überhaupt iu

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275 Gefangene.

282 Gefangene. ten Fabrikaten ste>ende

“Material 3577 Rthlr, 16 Sgr. 8 Pf. b) dur< Arbeiten fúr die y N Anstalt, incl. der zur ODe-

conomie nôthig gewordenen Airbeitén 1109/0 s

215 Gefangene. | c) dur< die in noch vorrá-

thigen Fabrifaten und aus- gearbeiteten Mate talien ste>endenu Arbcitslohne 363

mithin in Summa 7915 Es beträgt sonach das Ver- dient vei vollem Pensum aus den Kopf jährlich 38 Rthlr. 22 Sgr. 3 Pf. Die Detiurcen werden, wenn es irgend möglich, entweder mit dem Gewerbe, welches sie in der Freiheit erlerut, fort bes<hästige, oder zu einem ihrer Jndividuas litác und der abzubügenden Strafzeit angemessenen Ges werbe augelernt. Hiernach wurden die Gefangenen als Tijchler, Drechsler, Böttcher, Stellmacher, Vogel- bauerv-rfertiger und Glasfkünstler, Seiler und Reifichlä- ger, Leine, und Gebildweber, Tuch: , Rasch - und Zeug macher, Wollkämmer und Spinner, Strampsfstri>er, Pojaweutier, Schuh- und Parisermacher - Schneider, Papparbeiter, Bürstenbinder, Klempner, Glaser, Korb- macher, Zimmerleute, Maurer, Brettschueider und Steins dammer, jo wie mit mehrern kleinen Handarbeiten bes schäftigr. Der un der- 1sten und ôten Kolonne ausge worfene Verdienst ist durch dieje Arveiten erzielt worden, Nächstdem sino alle erforderliche Utensilien und Handwertszeuge mit Ausschluß der Eisenaeräthe und alle Bekleidungs: und Lag:r - Gegenstände sür die Anstalt dur< Gefangene gefertigt, so wie Garten , Aeker und Wiesen mit denselben bestellt worden. Es glseiteten T zum Spätherbst des abgelaufenen Jahres täglich Ae Manu an dem UmfangFégraven und der jebt über den: selben führenden majsiven Brücke. Diese Arbeiten haben den in die 2te Koloune ausgeworfenen Verdienst ge-

währt.

G der Verdienst der Arbeiter für die Austalt, incl der Bau- und Graben - Arbeiter, uur mit Tsr G Tag und Kopf gerechnet, und für. bedeutende Arbeiten an dem Walle um die Anstalt wegen mangeluden Fonds feine Einnahme hat, bere<hner werden tdunen, jo hat sich für das Jahr 1824 der Verdienst dennoch auf das volle Pensum pro Kopf auf 38 thlr. 22 sgr. 3 pf.

gestellt. Fúr das Jahr 1823 is derselbe auf 35 th(r. 7 sar. 6 pf.

bere<net. Mithin steht der Verdienstum 3 chir. 14 sgr.9 pf- im leßt abgelaufenen Jahre pro Kopf höher. | 1IIL. Nachweisung der allgemeinen Unterha{ltungs- Kosten der Anstalt. A, Es find überhaupt 282 Persouen 11 der Anstalt ge- wesen, uud zwar: 8 Kranke, 274 gesunde Per- sonen: Die Speisung der {leßtern 271 Personen hat gefostet 3880 Thir. 13 Sgr. 9 Pf. ,, und des trägt sonach auf den Kopf: jährlih 14 Thir. 4 Sgr. 10 Pf. B. Befl E An Vat G tel b s: B D. eidungs- Koften haben uderha tragen. e 828 Thlr. 26 Sgr. 5 Pf. Davon sind zu rechnen: für 213 E AAA Gefangene 744 Thlr. 11 Sgr. 5 Pfe fár 69 weibliche Gefangene 84 Thlr. 15 Sgr. j Es beträgt hiernach die Bekleidung jährlich: für ‘1 männlichen Gefangenen 3 Thlr. 14 S für 1 weibliche Gefangene 4 Thlr. 6 S

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