1825 / 140 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Wissenschaftliche Nachrichten. Ueber den Verkehr der Preußischen Manu fatturen.

Schluß des gestern abgebrochenen Artikels.)

Wenn die Erzeugung ein-s Fabrifkmaterials in el nem Lande größer 1 , als der Bedarf der Laudes - Ma- nufafiuren an demselben, ungeachtet etese in einem leb- haften und lohnenden Betri b h befinden, so ijt ein Abzug des Ueberflusses in das Ausland wohl yöchji wünichenswerth, und die grôßte Wohlthar, due einem Produftionszweige widerfahren fann,. Nichts ermun- tert mehr zur Erhöhung der Erzeugung, als der Eintritt solcher vorthecilbringenden Veryàäicnusse- Niche blop der Producent gewinnt dabei, hondernu auch dem vaterlán- dijchen Fabrikanten entjp:ingt daraus etn wesentliche? Vortheil , denn bei der Zunahme der Produktion jètues Arbeitsstc ffs erweitert sich die Gelegenheit zux Anjchas- fung und Auswahl desselben. Wirkt auch die Conucur- renz des sremdcn Käujers auf die Preije, |0 stellen sich dieje doch auf die Dauer immer so, daß der iuläàndi]<he Fabrikant damic zufrieden sein, und dabet bejtehen faun. Die Erfahrung in den lehten Jahren hat dies bewiejen. Tritt einmal, durch eine bejonoere Conjzunctur, ein un gewöhnliches Steigen der Preije ein, jo ilt dies jeder; zeit nur vorübergehend, und" cs seen sich: due Nachjrage und das Aubieten des Produfts bald in ein gehöriges Verhältniß.

Zur ganz besondern Begründung der von uns vor her aufgestellten Behauptung, dienen aber haupryächlich die steigenden Ausfuyren der Fabrifate, und zwar insbesondere die aus Naturprodufkten - des Landes. ver-

igten. S Werth der im Jahre 1823 ins Ausland ver-

n Leinen-Waaren. herehnet sich auf R : 13,984,526 Thlr.

der in 1822 aber nur auf 12,677,944 - E EUE Eri S C T R E R

mithin betrug er 1823 melr 1,306,532 Thlr: Noch größer zeigt sih aber die Zunahme -der Aus- fuhr bei den Wollenwaaren, wo die Tücher den Hauptartikel ausmachen, deren Werth im Jahre 1823 betragen hat É: Cd s 4 R E Bf, in 1822 nur gewejen ist B Á 2 01, : folglich in kes sih um « ú 3,322,703 Thlr. estellt hat. | / P a diéses ist der Fall bei der Lederfabrifa- tion, wobei der Waaren-Ausgang im Jahre 1822 nur 42 957 Centner, im Jahre 1823 aber 15,750 Centuer gewesen ist. Desgleichen bei den Glaswaaren, deren

Fabrikation im Jahre 1822 13,338 Ctr., und im Jahre

41823 17,422 Ctr. betragen hat, und. wovon die Ausfuhr von 3839 Ctr. auf 4010 Ctr. gestiegen ist.

Auch in der Fabrikation aus fremden Urstofsen hat sich nicht allein eine Erweiterung des Betriebs für den Bedarf des JInlandes, sondern ebenfalls ein stärfkerer Absas ins Ausland gezeigt. Im Jahre 1822 is nur für 3,962,052 Thlr. rohe Seide, im Jahre 1823 aber für 4,375,242 Thlr. eingeführt] worden. Daß durch deren Verarbeitung dem Lande ein bedeutender Gewinn, durch den Verfauf eines beträchtlichen Theils der daraus verfertigt-n Waaren ins Ausland entstanden ist, ergiebt der Umstand, daß 4823 2068 Centner halbjeiden und 3586 Centner Ganzseiden - Waaren auegeführt worden sind. Die Einfuhr hat dagegen nur in 334 Centnern Halbseiden- und in 559 Centnern Seiden - Zeugen aller Art bestauden. Diesen vortheilbringetden Absalz ver- danfen wir hauprsächlih den gewerbfleißigen westlichen Provinzen - Westphalen und am Niederrhein, Man fann Elberfeld das deutsche Lyon uennen, mit dem es

in der Produktion vieler Artikel rivalisirt, ja wel es in manchen, hinsichts derQualität und Wohlfeilheit übercrifst. y

Handel sind die Ergebnisse diejes Gewerbzweiges für di Jahr 1823 bereits ausführlich. dargestellr worden. (| ergiebt sich daraus welchen Authyeil dasselde an dey Verkebr des Landes mit dem Auslande mmmt, u

Att GMei&e

erien fribee in vin Bien e Mr U P she Staats - Zeitung.

was es demjelben für Vortheile sat. Wir föônng aljo hisichrs dessen auf jenen Aufjaß verweisen, u}

unterlasscu eine Wiederholung. Als einen |<lagend( - 74 Beweis der Zunahme der Baummwollen-Weberei im Lan müssen wir hier aber no< eine That'ache anführy

140,

Ste betrifft den Eingañg der fremden Baumwollen: G webe, der auf eine fast unglaubliche Weile ab genom yat. Er betrug námtich im Jahre : 1820 295,400 Centner. 1821 -16,814 ( 1822 11,323 ' 1823 ‘nur 9,100 / und es erklärt sich diese Abnahme daraus, daß uns Druckereien, welche früheryin eine große Menge frem) Gewebe bedruckten, sich jeßt anstatt derer inländisd Gewebe bedieneu, welche ihnen die Webereien im Lai von vorzüglicher Brauchbarkeit liefern, so daß die fri den entbehrlich geworden sind. Der ‘aus der obigen Zahlen - Zusammenstellung | i E fann h, anders als günjtig A ziehen geruher jebigen Zustand der Preußijchen Manufakturen ausfaul i Ta y Zyr Emportkommen und Aufblühen, unter Umständs E L Se F L O ' trat ais

die mchc für die vortheilyaftesten anerfannt werden fia; ; ; nen, da die shwierige Lage: der Landwirthe doch füjl E e WMolgie, habén idi tag Anuciammschen Kreises,

bar fár fie sein muß, ist höchst erfreulich. Erblühett

ie in diesen Bedrängnissen zu hôherem Flor, so is mit die cu v Medpw, '

Zuversicht zu erwarten, daß dieses no< unendli< meht IiHerzo ä R, Herde den ihm von des der Fall sein wird, wenn die. Verháltni sse der A&uW bb cien T ccel ( e ZA urg- Streliß Königl. Hoheit treibendèn sih verbessern sollten, wozu die Aussicht V eines Domänen Raths anzunehmen. handen ist. Die Angemesscnheit und das Núkliche | in Preußen angeiromnienen freien Handelssystems 1 j durch die gémachten Erfahrungen immer mehr bestäti Ihre Königl. Hoheiten der Kronprinz und die Es ist unbezweifelt das passendste sür die VerháltMoaprinzessin vou Preußen sind von Stettin des Manufaktturwesens -des Laudes, welches von r augefommen.

Natur mir auf den äußern Verkehr angewie})en |

Da sich die Bande immer n sens po L ;

gelähmt und beschränkt“ war, so wird ie mehr bez ngefommen: Der Könial. ;

tigte sreie Regsamkeit der gewerbfleißigen Klasse eneral, außerordentliche mee rae M E Nation auch immer vortheilbringender werden ; und Ministé> am hiesigen Hofe, de Mon del Sv le uts túnftig von uns beibringenden Resultate des Verfu Madrid. /

der vaterländischen Manufakturen werden ausge Abgereist. Se. Excellenz der Genseral-Li noch weit erfreulicher ausfallen, als die hier angezeiMn Holbendor ff, nach Dagrts eral-Lieutenant

Königlihe Schauspiele. F Er

Sonnabend 18, B e Qoctahanta, 2 Räuber.‘/ Trauersp. in 5 Abtheilungen, von Z jilla ; : s

Sonntag, 19. Juni. J Scauspiclhau]e: n IL Zeitung d - Na <ri<hten. Laune des Verliebten „‘/ Schäferspiel in 1 Aufzug, ! ' : Göthe. Hierauf: /-Die schône Mállerin „‘/ fomi Oper in 2 Abtheilungen. Musik von Paesiello,

Jn Charlottenburg. Zum Erstenmale: ¿Der : nensièlz in der Küche, Lustipiel in 1 Aufzug, na | Paris, 13. Juni. Den 10. d. M. haben der Frei

E S tebeitet von Tube. Vorher: f von Werther, außerordentlihen Gesandter Sr. Ma- Muni Lis Dorothea ,‘ Familiengemälde in 4 Abt 9 e Königs: von-Preußen, und der“ General Ba: R e Md eS 4 age „außerordentlicher Gesandter S. M. des Kdö-

: E Lt jeder in einec Privat - Audienz, i dnige ein die Nachricht der Vermählung der Prin- Am gestrigen Bl. der Staats:Zeitung S. 2 S\[Msin Luise von Preußen, K. H., mit S. K. H. -dem

l, Amtlihe Nachrichten. Kron l :dæ&-s Tages.

“Seine Majestät haben den Ober-Präsidenten von <dn berg, zum Direktor der zweiten Abtheilung des tinisterii der auswärtigen Angelegenheiten zu ernennen, 1d die Bestallung desselben Allerhöchsteigeuhändig. zu

Ausland.

l. München, 9.-Juni st, Mai, in Friedrih der Niederlande enthaltendes Schrei o d : hres Königs zu überreichen , die Ehre gehabt.

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Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

: e. Ex. der Graf v. Oriola , außerordentlicher Both- Redacteur JoMafter des Königs von Portugul , hat cÉbnfals S

Berlin, Montag, den 2oten Juni 1825.

Majestät ein Schreiben seln Souverai ich ajest j | ains überreicht weiches den Grafen Oriola ermáchcigt, die Geschäfte as D e Tas in der Eigenschaft eines Boths-

hafters an der Stelle des verstorbenen Ritt . Bri A DOI M AR : 2 N S ie Kammer der Pairs hat in ihren Sißungen vom 9. und 10, zwei von der Kammer der Vaiieren chou angenommenen Geseßentwürfe genehmigt; nämli, Dee [DRA bezeihnete Ge)eß, den Kornhandel bes

nd, und das. Finanzgeseß für 1826 E zgeseb f ; lebteres mit Die bei Gelegenheit der Krönung auf

: geführte Oper

Pharamund ist das Werk von 3 Dichtern Aa t B Componisten. Hr. Ancelot hat den ersten Aft gedichtet, und Baeldieu die Musik dazu gemacht; der Text des zweiten Afts ist von Hrn. Guiraud -und die Musik von Berton ; der Verfasser des dritten Afts endlich ist Hr. Soumet, und Kreußter hat die Musk hierzu componirt. Der Gegenstand is die Thronbesteigung Pharamunds

und die-Gründung des fränfischen Reichs... Das Stü enthält viel Anspielungen auf die in den leßten e

statt gehabten Ereignisse und insonders auf dasjenige,

welches die Veranlassung zu dieser Oper ist.

Man schreibt aus Bordeaux, daß die Generale Las serna und Valdez sich noch immer dort aufhalten. Man glaubt , daß sie erst darüber Sicherheit zu haben wünschen , ob nicht ihre Handlungsweise bei der Kapitus lation von Ayacucho der Gegenstand einer Untersuchung in Madrid werden fönnte. Die Ladung des Schiffes Ernestine , welches. beinahe ganz von Valdez und von seinen Waffengefährten. befrachtet roorden ist, soll einen Werth von 10 Millionen Fr. haben. Ein großer Theil der Reichthümer , welche jene Offiziere , ungefähr 40 an der Zahl, mitgebracht haben, besteht in Gold - und Sils G Ses bei dem Zollamte- in Bordeaux orgezeigter Goldbarren wog- 320 und, und 1 lih ungefähr 500,000 Fr. dn: Bn N

Auf Veranlassung der leßthin voi englischen Bläts- tern gegebenen Nachricht, daß eine Lady Marie Morgan sih in ihrem Zimmer erhängt habe, hatte der Courier francais, in der Meinung, daß dies die bekannte Schrifts stellerin Lady Morgan sei, sein lebhaftes Bedauern über dieses ihm sehr nahe gehende unglüclihe Ereigniß aus gedrückt. Die Etoile giebt ihm daher zum Troste zu vernehmen daß jene Selbstmörderin eine. andere Person und“ die Schriftstellèrin Morgan weder ‘so sehr überdrüss sig sei , sih lobpreisen zu lassen, no< so alr als die Dame, über deren Hinscheiden dex Courier. sein -Klages lied angestimmt habe.

Fünfproc. Rente 101 Fr, 60 50 C. Dreiproc. 74 Fr. 85—80. C. ;

London, 7. Juni, Jm Unterhause erklärte vors gestern Hr. C, Grant, als Mitglied der Committee zuy