1825 / 147 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Berlin. Seine Majestät der König haben, wie das Militair - Wochenblatt meldet, am 18. Juni:

Den General der Jnfanterie Grafen Gneisenau, zum General-Feldmarfchall;

Zu Generalen der Jnfantérie und Kaval lerie: die General - Lieutenants Prinz vou Hessen- Homburg, v. d. Knesebe>, v. Borstell, Graf Zieten, Herzog Carl v. Meclenburg, v. Hate;

Zu General-Lieutenants: die General-Majors Krausene>, von Tippelskirh, von Schöler, Braun, v. Nabmer, v. Luc, Prinz Friedri von Preußen , Prinz Friedrich der Niederlande, Prinz Wilhelm von Preußen;

Zu General-Majors: die Obersten v. Czettrik, Com. der 15. Kav. -Brig., v. Brause, voni Cadetten: Corps, Graf No stiß, Com. der 2. Garde-Kav.:Brig., zu befördern geruht.

Se. Majestät haben folgende Allerhöchste Kabinets- Ordres erlassen:

Fch übergebe dem Krieges - Ministerium hierneben Meine Bestimmungen wegen Stistung 1) des Dienst- Auszeichnungs- Kreuzes für Offiziere, und 2) der Dienst- Auszeichnung für Unteroffiziere und Gemeine, um sie der Armee bekannt zu machen. Zur Erhöhung der-Feier des heutigen Tages, nehme Jh Veranlassung, den aus der verhángnipvollen, glorreichen Zeit der Kriegesjahre von 1813, 1814 und 1815, im stehenden Heere noch foi t dienenden Combattanten, vom Feldwebel abwärts, als ein Anerkenntniß treuer Pflichterfüllung und - zwar: 1) denen, welche alle drei Feldzúge mitgemacht haben, die 1ste Klasse; 2) denen, welche zweien oder einem der- selben beigewohnt haben, die 2te Klasse; und 3) denen im Jahre 1815 Eingestellten, welche den Feldzug nicht mitgemacht haben, die 3te Klasse der Dienst - Auszeich- nung unter den, im bten Abschnitt der Anlage enthal- tenen Bedingungen zu verleihen, /

Berlin, den 18. Juni 1825. t (gez) Friedrich Wilhelm. An das Krieges-Ministerinm.:

Jch habe beschlossen, die heutige zehnjährige Fah- resfeier des Sieges von Belle: Alliance, welcher den leß- ten Feldzug so ruhmvoll entschied und die Befreiung des Vaterlandes vollendete, dur< Stiftung einer Aus- zeichnung I. für Offiziere bei 25jährigen treuen Dien- sten in der Armee ; Il. für Unterojsfiziere und Gemeine, welche sich über die Zeit der gescblichen Berpflichtung hinaus den Beschwerden des Militairdienstes widmen zu bezeichhen und das Andenfen an jene glorreiche Zeit für die Armee dadurch unvergänglih zu erhalten I... 1) Die Auszeichnung für Offiziere soll in einem gol- denen Kreuze bestehen, aus dessen einer Seite F. W. 1IL. mit der Krone, auf der audern die Zahl XXV. befindlich ist, und welches auf der Brust, an einem fornblumblauen Bande getragen und „„Dieust-Aus- zèihnungs-Kreuz“/ benannt wird. 2) Den Ati- pruch darauf erhált na< 25jähriger Dienstzeit jeder Offizier des stehenden Heeres und der dahin zu rech- nenden Abtheilungen. 3) Bei Berechnung der Dienst- zeit gelten die, deshalb bestehenden Grundsäße und die

jahre doppelt gerehnet werden.

des Kurfürstl. Hoftheaters zu Cassel, Doctor 8 Hierauf: „Das Mädchen von Marienburg,“ Sl

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Kriegesjahre werden doppelt gerehnet. 4) Di träge auf Verleihung des S e Obo t D e werden, durch die vorgeseßten Militair-Behörden das Krieges-Mintisterium gerichtet, von diesem gej und Mir zur Bestätigung vorgelegt. 5) Die ( rale der Armee, obgleich sie die námlihen und yôhere Ansprüche an dasselbe [haben, erhalten es doch nur, wenn sie es wünschen und bei Mir d,

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aats - Zeitungs.

einfommen, da fast feiner unter ihnen befindliq der nicht bereits dur ausgezeichnete Dienste im K) und im Frieden zu den höhern und hôchsten fenntnisseu des Verdienstes gelangt wäre. II. 1) Auszeichnung für Unterojficire und Gemeine soll der Benennung: „Dienst-Au szeichnung‘/ an (

fornblumblauen Bande mit dem darauf befestigten menszuge, aus jder linken» Brust getragen werden drei Klassen erhalten, wovon die 1ste, den Nai zug in Golde ‘und ‘das Band mit gelbem Rande 2te den Namenzug in Silber und das Band mit pem Rande, die ôte den Namenszug in Cisen un| Band mit schwarzem Naude hat. 2) Auf di Klasse giebt die vollentere 21jährige, auf die 2te M - die ‘vollendete 15jährige, und auf die 3te Klas K roni E Des A U C D vollendete. 9ährige Dienstzeit An}pruch, wobei Ki

l : 3) Die Dicustzeit Ihre Königl. Hoheiten der Prinz und die Prinzes- vom Eintritt in das stehende Heer bis zum Aus (Wilhelm von Preußen, nebst Höchstdero Fami aus demselben und den zu den Feld, Truppen gehör} sind nah Schloß Fischbach in Schlesien, abgereist. Abtheilungen des Heeres ,- ber:<hnetz die als Versor( L zu Se A t also nicht in Anwendun} - : racht. er nach erlangter Dienst-Auszeichnun baereist. Der Kaiserl. Russische Feldjäger B e- Offizierstande das Dienst - Auszeichnungs - Kreuz erd e ontier nach St. Stakuts: e legt die erstere ab. Eben so hebt eine hdhere Klass} -- Dienst - Auszeichnung die früher erworbene wieder F 5) Den verabschiedeten Milicairpersonen ist gestattet, im activen Dienst erworbene Auszeichnung auch im | herigen Verhältniß fortzutragen. 6) So lange ein dat Festungs|strafe erleidet, odex in der 2ten Klasse kann die Diensk-Auszeihnung nicht geträgen, au Anjpruch darauf nicht geltend gemacht werden. entehrenden Vergehn geht sowohl der Anspruch, Besiß der Dienst-Auszeichnung verloren, und es i} auf in allen Fälleu zu- erkeunen, wo die Verseß die 2re Klasse des Soldatenstaudes und im Civil der Verlust der National: Kokarde eintritt. 7) Ÿ Wiedervérleihung der Dienst: Auszeihnuug fin del wegen Zurückvérsebung in die 1ste Klasse des Soll

L Amtliche Nachrichten.

IL, Zeitungs-Nachrichten.

A usl and.

Paris, 21. Juni. Am 18. war großes Spiel bei fez es waren deshalb in den Kökiglichen Zimmern ‘Spieltische aufge]<hlagen. Seine Majestät haben t dem Könige von Mete B Le 204080 tandes gegebeuen Bej 1 Rohan und mic dem Nuntius des Padjtes gepielt. i é R R AY eng gu, Die Oppositionsblätter, die disher aus dem niedern Berlin, den 18. Juni 1825. _ Wande des Curses- der neuen dreiprocentigen S ez. ri j : 1% (Mien das Gelingen - der Finanzmaaßregeln des Grasen

(ara) Er O 7 n Villele argumentirt hatten, behaupten jeßt, wo diese

¡piere steigen, daß die Cursvérbesserung tünstlich her: bracht sei ; wogegen die Vertheidiger des neuen Fi: n1z-Systems es ganz natürlich finden, daß die Um- eibungen anfänglich ‘eben so -wie die Ankäufe der uen Papiere - im geringen Maaße statt gefunden jen, weil ‘Jeder eine Zeit lang den Gang r Dinge beobachten -wollte, bevor er . einen Ent- luß faßte, - was denn eine geringe Entwerthung der uen Papiere zur Folge hatte, Eben so natürlich Czaar, als leßte Gastrolle.) mmit ihnen aber auch das Steigen der neuen Papiere | dem Augenbli vor, wo der Präclusiv - Termin zur

Königliche Schauspiele Montag, 27. Juni. Im Schauspielhause: Maun hilft dem andern „““ Lustspiel in 1 Aufzug; Frau- von Weissenthurn. (Herr Gaßmann, Rel

in 5 Abtheil. , von Kratter. (Herr Gapßmaun,

} gègen ‘in seinen schlägen“ bemerken. Es ihn in Stand, A

‘um so die intäándishen Fabrifen anzureizen ,

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Berlin, Dienstag, den 28 en Juni 1825.

übrigen Entwürfen bestärkt sei. Wir Abweichungen von seinen früheren Vors

Der hohe Preis des rohen Bleis

die shübende Abgabe zu vermindern.

für einige Jahre eiuen

der jährlich kleiner werde, ] daß sie

nichts unversucht licßen, um den fremden gleihzufom-

zumal in Jrland, wo das Weben mehr durch

Hände- Arbeit als Maschinen geschehe und so die Cons

currenz am fremden Markt erihwere. Von Glas werde

er feine Abgabe vom Werth verlaugen, aber doch eine

viel geringere, ebenfalls von Jahr zu Jahr sih vermins dernde; fo au< von Papier. Bücher mit Verlagsre<ht in England, und hier seit zwanzig Jahren gedrut, bleiben zur Einfuhr verboten und die “Abgabe von aus

dern wird von 6 Fl. 16 s auf 1 Fl. vermindert. Die von Flachs und Heede noch stärker vermindert. Nach dem 5ten Januar soll auch die von Waidasche allmäh- lih- abnehmen, bis sie wiedar auf 5 Fl, fommt. Holz betreffend findet er nicht gerathen, das jeßige System im Allgemeinen zw'ändern. Vieler anderen Modifitas tionen erwähnte er noch; so wegen tro>ner Färbestoffe 3 Schiffe in den Colouien gebaut und hier zu Lande âhbs ‘genübt, wovon die Abgabe 50 pCt. jeßt ist, was vers hindert hat, daß das große Holzschiff Columbus. hier nicht verkauft werden fönuenz; Pfeffer, von 2s6d auf 1 s vom Pf. herabzuseßen. Schließlich äußerte er die Hoffnung -eines. guteu Erfolgs von den Maaßregeln, die wider die verderblichen Arbeiter - Verbindungen im Werke seien.

Herr. Littleton überreichte vorgestern eine Petis tion von Manufacturisten der Stadt und Grafschaft Nottingham, das Verbot der Máäschienen-Ausfubr nicht zurúcfzunehmen. Hr. Huskisson wollte aber. durchaus nichts davon wissen , da jene Verbote. durchaus unnüß iváren, weil die Künstler, welche die Maschienen bauten, ja das Land verlassen könnten. i

Im Oberhause wurde von. Lord Darnley angezeigt, daß er fommenden Dienstag auf .die zweite Lesung der Quarantaine: Bill antragen und bei dieser Gelegenheit über die vorgestern (durch Lord King) überreichte Petition des Doktor Maclean Bemerkungen machen, werde. Graf

wollen bloß die

f fremde Linnen“ wolle er Einfuhrzoll vom Werth legen,

Dienstag, 28. Juni. Im Opernhause: „All nischreibung heranrückr , nach welchem die ganze Kraft Zauber- Oper in 3 Abtheilungen, mit Ballet. 2 s Tilgungsfonds auf die- dreiprocentigen Renten wir- von Spontítni. n-und wie es -ni<ht unwahrscheinlich ist eine neue

Die Eiunahme der Vorstellung d Alciirserhöhung hervörbringen dürfte. i; Ses L C0 Vier ein halb-

Gedrut bei Feister und Eisersdorff.

i zum B des j bec Fünfproc. Rente 4102 Fr. 60. C. ist zum Besten des Bürgerrettungs- Justituts def "102 Fr. 60 C. Dreiproc. 75 Fr. 65 C. L r. daß er 'na< Einziehung

London, 4183. Juni Gesterh Abend zeigte ler môglichen Aufklärungen seine Gedaufken über die

Redacteur JMsfisson- im Unterhause an, iufuhrzölle auf einige Artikel geändert habe, allein da-

Bathurst legte Ab)chrift einèr Mittheilung des Sir Thos- mas Maitland vom April 1807, in Betreff der Pest. auf die Tafel. : 3

Der Zeitungs-Stempel- in Großbrittanien und Jrs land hat in den Jahren 1817 bis 1824 foloende Sums- men eingetragen: 1817 in Großbrittanien 363,284 Pfd. St.z; in Jrland 19,080 Pfd. St.; —- 1818 in Gr. 367,738 Pfd. St.; in Jrl. 20,417 Pfd. St.; 1819 in Gr. 384,140 Pfd. St.; in Jrl. 21,406 Pfd. St.;— 1820 in Gr... 440,228 Pfd. St.z; in Jrl. 22,878 Pfd.

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