1825 / 152 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Posen. Die Wollpreise erhalten si< und überall bestrebea sich die Gu'sbesizer ihre Schäfereien zu ver bessern, um aus dieser Branche der Landwirthschaft Einnahme zu erzielen, die ihnen aus den Produkten Abjas nur jpárlih zufließt. Auch wird der Vieh: befons- ders der Shwa!zvieyzucht immer mehr Aufmerksamkeit gewidmet, da sich der Handel vorzüglih mit Schwarz- vieh nah den westlichen Gegenden erhält, auch Leder

fortwährend Abaßz finder. - Jn dem Königlichen Domainen-Amte Moßyn

hat der ber ernem heftigen Gewitter gefallene Plaßregen von den Sandbergen eine solche Masse Sand im das Dorf Pu zcezykowo getrieben daß 5 Wohn. und Stall- gebäude bedeurend bes<hädigt worden find,

Stectin. Am 12. Zuli wird die General - Ver sammlung der Actionairs der Pommer}chen Ritterschaft- lichen Privatbank, in Gemäßheit der desfallsigen Be: stimmung des Gesellschafts-Vertrags, hier statt finden.

Wesentliche Verbesserung der Tuchwalkerei.

(Schluß des gestern abgebrochenen Artikels.)

Bis jebt wurden die Walkstöcke niht nah festse- henden Prinzipien construirt. Der Walfkmühlendauer gab ihnen eine beliebige Form nach dem, rwas- ihm die Erfahrung noch fúr das passendste gezeigt harte, oder derselbe für das Beste hielt. Eben so wenig war die Gestalt der Hámmer, hre Stáärfe und Schwere, ihre Stellung und ihr Fall auf bestimmte Regeln zurückge- bracht. Alles dieses wurde gewöhnlich nach den einmal angenommenen Einrichtungen ausgeführt; und wenn dabei Werke entstanden, welche einigermaßen keisteten, was sie sollten, und die Fabrikate nicht verdarben , so waren sie mehr Gebilde des Zufalls, als der rationellen Einsicht und wiss:n\chaftlichen Kenntniß.

Nach der Ankündigung, welche der in iede s e- hende Erfinder vou seiner neuen patentirten Walfk-Ein- richtung macht, beruhet diese ‘vôllig auf wissenschafrli-

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| cher gewalfkr, deren Vorzüglichfert von denen, die au

Diese Maschinen, welche abw?e<selud, leiht unt ohne Kosten, zu Walk: und Waschstöcken verändert wer; den tônnen, sind sehr flein, nehmen wenig Raum ein, ihre Aufstellung und. ihr Betrieb erfordert einen weit geringeren Kosten Aufwand als die der gewöhultcen Walken, Etn jeder Walker kann sie handhaben. Es ist dazu kein be: \ouderes Eriernen nôchig. Die Er olge der Arbeit blei ben sts unveränderlich. Alle Beschädigungen und Fey

Man gewinnt ansehulih an der Länge und Breite des gewalkten Tuchs, und die regelmäßigere Verfilzung des; elben erleichtert die nachherige Bereitung zur Darstel lung \<hdner Fabrifate.

Walke in Bezug auf den Ertrag der Arbeit bei gleiche!

ten angegeben.

Ein achtzehnmonatliher Gebrauch dieser Art vot Walk:n hat die angegebenen Resultate geliefer. De Erfinder hat in diefer Zeit mehr denn 6000 Stück

den alten Walken behandelt worden, cinleuchtend gews jen ist. Man hat hierbei die Entde>ung gemacht, daß de gewdhaliche unmerfkliche Druck der Atmospháre, die Vet

oder Vermihderung dieses Drucks das Dickwalken, mit telst leihter Bewegungen verstattet. von diesem Druck hat ein dichteres Zusammenhänge! der Wollfäserhen zu- Folge, welches deren Verfilzun erleichtert, und hierauf gehet die verbesserte Wald -; Ein richtung ünd die neue Art zu walfken aus.

Man durfte die bisher gebräuchlichen WalfkmüÜhlen

nur betra<ten und axbeiten sehen, um sogleich. auf del Gedanken zu fommen, daß diese Maschinerie zu unfôr mig sei für den beziclten Ziveck, und daß sie einer gr ßen Vereinfachung fähig wäre. Dies ist durch die neu Walk.Einrichtung- bewirkt. Bewähren sih die Angabe

chen Feststelungen. Die Form der Walkstöcke ist durch mathematishe Bere<hnungen so bestimmt, mie sie das Gewichr und die Mosse der zu bearbeitenden Waare jederzeit fordert. Sie kann fúr jedes abwechselnde Ver- hältniß, ohne bedeutende Kosten, abgeändert werden. Die shweren Waltkhämmer fallen weg, und ihr angrei- fendes Einwirfen auf die Waare. Es bedarf nicht fer: ner der unfôrmigen Rollen, Daumen, Räder und Ge- triebe zum Heben und Fallen der Walfhäwmer; eine leichtere, sinnreiche, mechanische Vorrichtung bewirkt die- ses mit geringem Kraftauswand, Rollen und endiose Fiemen seben die leihten Hämmer in Gang, die nicht dur<h mächtigen Fall und Stoß, sondern durch gemä ßigten Druck und regelmäßig fortgeseßte Bewegung des Tuchs im Walkstocke die Verfilzung hervorbringen, Eine große Beschleunigung der Andrü>kungen und Wendun- gen des Tuchs, mittelst der nicht fallenden, sondern in chräger Richtung sich bêwegenden Hämmer, vertritt den heftigen Fall derselben in den gewöhnlichen Walken, Die Hämmer in jedem Walkstoc vollführen / zwei hun- dert- Andrückungen in der Minute. Jhr Gang fann in jedem Augenblicke gehemmt werden, Die Wendun- gen des Tuchs im Walkstocke bleiben sich bei jedem Einwirken der Hämmer immer gleich. So wie das Tuch bei der Fortseßung der Arbeit -an Masse abnimmt, faun der Stanim, worin es geht, verändert werden,

und zwar bloß dur das Drehen einer einzigen Schraube,

dergestalt, daß rs sich fortwährend faltet, wie die Blät- ter eines Buchs, f |

des Erfiuders, selbst nur in einem beshränfteren Grad

der Verheißung, so wird die Erfindung immer eine sel!

wesentliche Verbesserung der Tuchfabrikation mit si führen, und für dieselbe von hoher Wichtigkeit bleibe! Herr William Cockerill macht sich dur< deren Einfüs rung aufs Neue um unsere National - Gewerbsamfd verdient. Er wird nicht bloß hier, sondern auch Guben und Cottbus Muster - Walken nach der nell Art aufstellen, und unsere Fabrikanten werden sich da von der Richtigkeit der versproehenen Leistungen sel) úberzeugen können. Zeigt sich diese, ss unterliegt ( feinem Zweifel, daß die neuen Werkzeuge bald allgemeil Verbreitung iu den Landesfabriken finden werden,

Königltche Schauspiele.

Sonnabend, 2 Juli. Im Schauspielhause: ¿i

Kammerdiener,‘ Lustipiel in 1 Aufzug 5 na< dem Fra zôsis., von Friederike Krickeberg. (Mad. Devrient - borne Böhler, vom Stadt-Theater zu Leipzig : Aunet als Gastrolle.) Hierauf: „Welcher ist der Bräutigam! Lustspiel in 4 Abtheilungen, von Frau v. Weißenthu! (Hr. Emil Devrient, vom Stadt - Theater zu Leipzi Langers. Mad. Devrient: Käthe.) E “Sonntag, 3. Juli. Jm Opernhause. Auf Hoß Begehren: ,, Tancred,‘“ heroische Oper in 2 Abtcht Musik von Rossini. A iu Charlottenburg: ¡„„JFohn Bull,‘/ Schauspiel 3 Abcheilungen. Hierauf: „Srteckenpferde -“ Lustsp

in 5 Abtheil., von P. A. Wolff,

Gedru>kt bei Feister und Eisersdorff.

l Redacteur Joh

ler der gewöhnlihen Walkarbeit werden uninôgli<,}

Die Leistung der Maschinen bei der Wäsche und,

Zeit wird mindestens auf das Doppelte der alten Wal?

filzung der Wolle verhindert, unterdessen eine Entziehunÿ

Die Besfretun/

1000 Thlr. auf Nr. 78,346, 287,361 uud 288,015; 16

A (l gGmeine

Preußishe Staats-Zeitung.

Berlin, Montag,

I Amtliche Nadbridteu.

S Tee

Se. Königl. Maj. haben dem : . h auptmann N Le A ie E Ae deé Krain Bucrin: e . . 8 L vater dv - Bezirk Aachen, allergnädigst zu verlei-

Lg Lr e Lys sind von Neu -Strreliß hier ange-

#

Bei der am 1. Juli d. J. angefangen 2, fortgeschten IX. Ziehung der P T A nern zu Staats\chuldscheinen, fiel die zweite Haupt- Prámie von 50,000. Thlr. auf Nr. 113,095; 1 Prämie jou 5000 Thlr. auf Nr. 69,233; 2 Prämien von 2000 Thlr. auf Nr. 119,009 und 179,189; 3 Prämien von

FPrámien von 590 Thle. auf Nr. 18,066

13,771, 76,870, 85,336, 90,079, 107/522, 107.740, fih,760, 148,954, 180,739, 218,517, 271,645, 286/549, 792,907 und 293,969; 18 Prämien von 200, Thlr. auf Nr. 22,989, 63,348, 66,303, 68,522, 76,445, 112,122 117,171, 153,386, 165,902, 197,894, 204,236, 206,811, 11,924, 219,651, 227,549, 228/571, 268,894 und 290,926, Die Ziehung wird fortgese. Z

y Abgere i st. Se Excellen ; e

H Wt. S z der wirkflihe Geheime Staats: und Kabinets-Mitni

tf n Ems. 7 inister , Graf von Berns-

“Durhgereiskt, Der Kaiserl. Russische Feldjäger,

Se. Königl. Hoheit der Großherzog 4 a Me >-

| nur 660,000 Tonnen hielten,

den 4ten Juli 1825.

Kaisers von Rußland, d I , vem erzo ' eee aid Bd E ares J ¿tan und dem j ¿r außerordentlichen Gesandten Data A M ELMe ddt Abschiedsaudienzen ertheilt. l 20 0M __ Vor einigen Tagen harte die Etoile eit | ticutionnel micgerheiltz Nachricht geläugnet. Leßtere “a O! 1000 Fr. zu einem wohlrhätigen Abe bo bezahlens aon die Nachricht falsch sei, wog gen v R ibe ia ie Etoile nimmt die Herausforderung A D “at sie auf alle Fálle auszudehnen Nachricht mittheilen Dürde, E E faische auf, elen Varleblag nicht E E SasaSiciatitalo! ist ¿neral Laserna ist den 19. j ¿érdf: « zu Bar i getroff-n und wollte Tags darauf Ven Aas et nen

nien abreisen,

London, 24. Juni. Es heißt, Se. Mas. würden

das Parlament nich : 7 if mt am 2t 1 in Person prorogiren, en, sonderu am Sten Juli

Unter vielen Bills i j :Dills, welche die i i liche Sanct1on erhielten, sind U e a

der Einkünfte der Herzogi

5 erzogin von Kent

A Cer S und. die wegen Bulasfang aue S Navizations/ Bill im Unrerbe een A crlgndluagea des achte Hr. Robertson

dem H. Huskisson den Vorwurf : : daß er di iffffat E BOIOE auf Kosten der "Ms iee 25 Fin f Englands. mie der Ostsee, der früher Hin n L cel es Schiffen getrieben worden sei ‘beschäfe E 9 y rtig fremde Schiffe von 680 000 Tonne - während dorthin fahrenden Englijchen Schiffe

und: das

den Handel zwischen England und Nordamerika toe,

so aNd0GRa Le Ee engt R ungüastiger z ét: j i ederei i

gen der Schisss- Registrirungs - Bill E E

/ / { Kourier ¡Von s s e gp Teplib. ais i St Petersburg

T, Zeitungs-Nachrichten. i A uslan.d. - i Paris, 26, Juni. Vorgestern haben Se. Maj.

Und die Prinzen und Prinzessi rinze | zessinnèn dem Fär ; ousfy, außerordentlichen Botschafter as e

vielmehr bemüht sein müßte

i: Ì ißte, dem schon so

f papa p Schifffahrt Es E Der Da zler der Schabfammer entgegnete: Es de | zer Anführungen bedúrfen, um das geehrte Mit

{glied zu überzeugen, daß-er, was den Zustand der eng-

lischen Schifffahrt betreffe,

1818, jagte er, betrug Les Jrrthume sei. Im Jahre.

e Anzahl der in Eugland er-

“bauten Schiffe 9593 von 1,502,000 T

11,071 Schiffe; 1820, 10212. onnengehalt ; 1819 1823, 9173; 1824, 9251 Ie, 9451; 1822, 9011;

Tonnengehalt; 1823 wurden neu E Saug

780 Schiffe, mit 67,144 Tonnengehalt, 1824 847 :

Schisse mit 86,123 Tonnengeha ]

y T t : j

ny E Tonnengehalt. - E E n m faie r ‘inister fort’, daß der Verfall der Brüttishen