1825 / 154 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Verhältnisse, d. h. der Jubegriff der die Welt regieren- den Gesebe irgend cine Krisis hervor bringen, um die Gesellschafr zu retten, oder brauchte uur, - jollte diejelbe untergehen, sie unseren Systemen Preis zu geden. d

Fünfproc. Rente 102 Fr. 90 C. Dreiproc. 73

Fr. 90—95 C, x Lon don, 28. Juni. Freitag gaben Se. Maj. dem

Herzoge v. Wellington uud Sir C. Long Audienzen und fubren mit leßterem hin, um das ausgebesserte und vershônerte Haus des Herzoges von Northumberland zu sehen, wozu Sie längst von diejem eingeladen waren, allein jest, um ihm Umstände zu }paren, die Zett [ei- ner Abwesenheit wählten. Sie fuhren Sonnabend nacl) Kew aus und sind gestern von Carlton - houje nach

Windsor abgegangen. : Vorgestern ertheilten Se. Maj. den Lords Eldon,

Anglesea und Melville Audienzen. il Se. Maj. haben dem Herzoge v. Wellington einige Tage vor dem Jahrestage von Waterloo dieselbe: Ver- zierung in Diamanten vom Ho]jenband - Orden (den George) verehrt, womit Königin Anna den großen Mariborough bekleidet hatte. |

Die Hofzeitung meldet, daß Se. Maj. am 29stten ein Lever in Carlton - house halten werden.

Die Equitable - Darlehns - Bill , welche das Parla- ment durch die ganze Session so lebhaft beschäftigt hat, wurde am 2U4sten im Oberhause auf Lord Dacre's An- trag auf die dritte Lesung, mit 27 gegen 14 Stimmen verworfen. Gestern paisirte die Universicäts - Polizei- Bill , obgleich Graf Lauderdale Einwürfe machte - weil sie sich auf Oxford allein bezieht. Der Lord - Kanzler erwiederte, daß Cambridge durch seinen, Freibrief {hon größere Macht über die jungen Leute besie. —. Auch die Bill wegen der richterlichen Gehalte passirte. :

m Unterhause ward Freitag der Bericht über die Colonial - Handels - Bill erstatter. Die Schleichhandels- Verhútungs-Bill passirte und die Zölle ; Consolidations- Bill ging dur< den Ausschuß. Lebteres geschah gestern au< nach langen Debatten mit der Bill wegen der Combinations - Geseßze. , : 4 “Die Jrischen Katholiken haben nun einen Auss{<uß von 21 Herren zur Betreibung ihrer Angelegenheiten gewählt.

Die Abgabe durch eines der Se) O h

indernisse aus dem Wege geräumt.

f Der "Vesandre der Vereinigt. Staaten Hr. Rufus King ist mit dem Pacific in Liverpool angefommen.

Die Nachrichten aus Mexico mitder Juliana ge-

hen bis zum 23. April. Die Nachricht vom Abschluß

der leßteren Anleihe war Ag non. Der Cours war

no< besser gegangen, auf 46—4/. i

Tb p sich, sagt man, eine Gesellschaft mit einem Capital von 100,000 Pfd. Sterl. zu dem fonder- baren Zwecke gebildet, alle in Súd - Amerika erscheinen- den Schriften anzukaufen und mit Ueberseßungen in Frankreich zu verbreiten (ohne Zweifel auch, um Fran- zösische und andere Werke hinüberzuschi>en ; gewiß eine gute Speculation, zumal wenn der thätige Hr. Firmin

von Schiefer wird. aufgehoben und dä- VBâuen im Wege stehenden,

Die großen Anstrengungen, um die Franz. 3 pC Sécrips in Umlauf zu bringen, welche im Anfange jz 75 Fr. 50 C. ausgeboten waren, haben Sonuabend d Erfolg gehabt, daß mehrere große Ankäufe geschah und der Preis auf 767, $ fam.

Der Fall der Span. Reute auf 23 am Freitag e eignete sich auf die Kunde, daß es mit der Span. A; leihe fehlgeschlagen, und hat seitdem zugenommen. Wj vernehmen jeßt, daß ein Courier fertig war, um nmj der Nachricht vom Abschlusse nah Madrid abzugehzy als die Contrahenten die Ratifikation verweigerte weil sie sich an ihr vor einigen Monaten gegeben Wort, jelzt, wo man es aunnchmen will, nicht mehr g bunden giauben, Dieses hat zu heftigem Streit nj den Span. Commissarien Aalaß gegeben.

Scarke Getreidezusuhren, s<dône Witterung un der nunmehrige Frei. Verkauf des unter Schloß gelegen fremden Waizens, waren Ursache, daß ein großer Thi dieses Korns, selbst bei reihlih 1 Sch. eruiedrigti Preisen, gestern unverkauft blieb. Von dem un Schloß gelegenen Waizan ist so wenig verkauft worde daß es s<hwer hâlt, von diesem genaue Preise anzuz benz für eine Ladung -vorzüglih s<duen weißen Dan ger hat man 84 Sch. bewilligt, doch ist von sol Waare wenig hier und man kaun für die nächstbe| Gartung feinen höheren Preis als 75 Sch. aunehme und selbst hiezu 1 die Frage gering.

In der Rede, in welcher Hr. Wallace gestern ( Unterhause darauf antrug, daß das Haus sich zu ci Committee biide, um über die Vill „zur Verhúctu det Verbindungen zwischen Arbeiter ,// (Combination Bill) zu berathshlazen , stellte er lebhaft die Nothwe digfeir vor, daß in dieser Beziehung vom ‘Parlamel nachdrúckliche Maaßregeln ergrifsen würden. Diese V bindungen haben, jagte er, ihre Präsidenten, ihre S fretaire und ihre Comitteen. Sie bestimmen wann u wie: lange gearbeitet werden, welche Arbeiter ein M ‘ster beschäftigen, was er bezahlen solle; wie viel Lel buarschen er haben dürfe u. sw. Diese Committeen iges Befehle und die Schnelligkeit, mit der sie ausgefüß werden , beweist genugsam den Einfluß dieser Gesellsch ten. Nicht selten sind Personen bezeichnet worden, well ermordet werden sollzcen, und die Gesell]hafren hall Maaßregeln getroffen, um dies in Ausführung zu {{ gen. Jn England sind solhe Handlungen selten ge jen, in Jrland und Schottland desto häufiger. U dieje Verbindung zu charakterisizen , genügt es, den L anzuführen, den in Glaspon die Mitglieder derselbi leisten. Er lgutet wie folgt: „J<h N. N., schwöre fr willig in der erhabenen . Gegenwart des allmächtig Gottes und vor diesen Zeugen, daß ih nach mein besten. Kräften mit Eifer und Aemsigkeit jeden Bef und Auftrag ausführen werde, welchen die Mehrht meiner Brüder mir zur Förderung unseres gemeinscha lichen Wohlseins geben wird: Als da sind, die Züch gung der Widerspenstigen, der Mord von harten tyxrannischen Meistern, das :Niederreissen der Werkst

i für}unverbesserlih erachten wit

ten derjenigen, die man | wie auch, daß ih mit Freuden zum Uuterhalt derje! die in Folge ih

gen meiner Brüder beitragen werde,

leshalb zu rechtfertigen.

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unversucht, um selbst die friedli<hsten Arbeiter zum Bei- tritte zu zwingen; vor kurzem bät ein Arbeiter, der auch zur Theilnahme gezwungen worden war, ihm zu erlauben, wieder bei seinem Meister zu arbeiten. Der zaun glaubte irrehümli<h, dies sei ihm’ bewilligt wor- den, und fing wieder an zu arbeiten. Die Strafe für dieses Vergehen folgte jedo<h bald, - sie war gräßlich: Es wurden ihm die Ohren abgeschnitten. (Hört! Hört l) Der Redner führte ferner aus, daß diese Verbindungen nicht blos für die Minister, sondern auch für die Arbei- ter, ja für den Gewerbfleiß und für den Handel des Landes verderblich sei, und daß ihnen folglich nicht bald und nicht frästiz- genug entgegen gewirkt werden köunte. Hr. Hume entgegnete: Es sei allerdings wahr, daß jon Seiten der Arbeiter verderbliche Handlungen statt gefunden hätten, inzwischen habe man sie übertrieben, nd bei weitern nicht alle angeführten Thatsachen seien hinlänglich bewiesen worden, Jm Ganzen sei die For- derung der Arbeiter auf Erhöhung ihres Lohns gegrün- det, weil eine beträchtlihe Erhöhung des Preises der ebensinittel statt gefunden habe; auch kônne er der Redner es nicht gut heißen, daß man den Meistern die Freiheit lasse, dur< Verbindungen unter si die Arbeiter gleichsam zu zwingen, fúr ein niedriges Lohn u arbeiten und man Leßtern, wie durch gegenwärtige Dill beabsichtigt werde, alle Mittel nehme, sich vor den fen. Es zu schüßen. Die Bill ing: hierauf mit einer bedeutenden Majori i emeldet, durch den Ausschuß. Ros wie ion Cons. 912. Griech. Anl. 12 Verlust. Neuyock, 1. Juni. Nachrichten aus Campeche ufolge, war die vorgehabte Landung auf Cuba vom Sen. Sta Ana ohne Befehl der Regierung projectirc porden und er jest na< Mexico unterweges, um sich : : _Gen. Moro hatte ihn im Be- hl abgelôset. Auf Cuba ist alles ruhig. Aus Zeitungen von Bogota bis zum 17. Aptil ent: ehmen wir, daß die Regierung als Warnung bekaunt macht hat, jes sei ihr die jedo<h ni<t amtlihe Nach- <t zugekommen, daß in London eine Gesellschaft zu- mwen getreten sei, um für 300,000 Piastern spanische nzen und Doublonen von schle<)tem Gehalt zu prägen ¡d sie hernach in Columbien einzuschwärzen. Wir haben-Nachrichten aus Guayaquil bis zum 19, d Lima bis zum 16. März erhalten, worna<h Gen, laneta no< in Ober Peru Widerstand leistete. - Der eruanishe Congreß wurde am 10. Febr. erôffnet und stätigte den Gen. Bolivar noch auf ein Jahr als Dic: tor, beshloß au< zweinal nah einander, ihm ein Ge, enf von einer Million Piaster zu machen, das er aber harrlih auss<lug. Jebc drang- man in ihn, es anzu- hmen, um es zu. wohlthätigen Zwecken wieder auszu- ben, Er nahm unterm 12. die Dictatur an und tleb: Das Juteresse des Staats rufe ihn nah Ober- ku, weshalb er einen Theil der höchsten Gewalt an en Regierungsrath unter Vorsiß des Gen. la Mar égiren werde. Gen. Sanchez hatte 800 Mann Royag- én7 die auf dem Wege zu Olaneta waren, geschlagen. n, Rodil hatte einen Ausfall aus Callao gemacht, mit Verlust von 200 Mann abgeschlagen ward, Das Dampfschi} Mechanik aus Marietta, mit wel-

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pen ziehen wieder in i Ihre Halt großen Matöduvres, die sih bis zum Schloß Drottnings holm hin erstre>ren, wurden mic der größten Púnfts-

Se. Maj. dieselben be wiederholt ihre Zufriedenheit bezeugt.

einigten Staaten, Freiherr Kan6o

Baumwollen Waaren von den N weiter verboten worden. :

„_ Seite einiger Zeit herrs<ht in den Fabriken unsrer sÜdlichen Provinzen eine große Thätigkeit; zumal ge- brauchen die Tuchfabriken viele Arbeiter und erhalten fast rägli< neue Aafträge. Diese glückliche Lage der Dinge wird großentheils den Handelsverbindungen zugeschrieben, die unsre Regierung mit den unabhängigen Staaten von Súd- Amerika angefaúpft hat.

Eine Gesellshaft zu Antwerpeu hat dieser Tage 90 Tauben nach Paris geshi>t , welche vorgeste:n frúh das selbst losgela}sen wurden , und wovon 13 bereits 5 Stunuz den nachher wieder zu Antwerpen eintrafen.

Man erfährt, das Projeft zur Kanalisirung der

Sambre von der Grenze an bis nach Landrecies sei von der Commission ma1xte angenommen, und die Arbeiten werden unverzúglih zum Aufgebot gestellt werden; in Lille erwartet man seit mehreren Tagen schon die offi- zielle Bestätigung eines Beschlusses, der seiner wichti- gen Folgen wegen, in unserm Königreiche sehr günstig aufgenommen werden muß. Namentlich wird die Pros vinz Hennegau dadur<h ungemein gewinnen. : Eine Vichseuche hat in mebreren südlichen Pros- vinzen Franfreihs verheerend gewüthet, und sih jeßt auch dem Französischen Flandern oder dem jeßigen Nerd- departement mitgetheilt; sie hat jedoch hier den fontas gidsen Charakter verloren, der sie tiefer im Junern be- gleitete.

Stockholm, 24, Juni. Heute, am Geburtstage Sr. Maj., giebt der Kronprinz n Lager auf Ludiigatdes gärde ein großes' Diner, das JJ. MM. und die Mits- glieder der Königl. Familie mit ihrer Gegenwart beehs ren werden, und wozu auch die hôchsten Staatsbeamten, das diplomatische Corps, die Generale 2c. eingeladen sind. Abends is große Parade, nach deren Beendigung die Truppen vor dem Könige vorbeidefiliren werden.

iederlanden aus bis auf

Ein großer Circle und Souper bei dem Kronprinzen wird die Feier des Tages. beschließen.

Morgen wird das Lager abgebrochen und die Trup- hre Cantonirungsquartiere zurü, ung hat allgemeine Bewunderung erregt. Die -

ichfeit, Schnelligkeir und Genauigkeit ausgeführt und haben ihrem Durchlauchtigsten -Sohne, der

fehligte, so wie den Offizieren und Truppen

In dem heutigen Ordenscapitel wurde der General-

major von Burenstam zum Commandeur des Schwerdts Ordens ernannt. jammelten Tru ter: Ordens.

Mehrere Offiziere der im Lager ver- ppen erhielten das Ritterkreuz jenes Rit-

Der Argus meldet, man syre<he hier von eine

ahe bevorstehenden Reichstage. E V Der vormalige Schwedische Gesandte bei den Ver- j j w, ‘ist dieser Tage jer mit Tode abgegangen. | 2 : 20 Aus der St-inkohlen Grube zu Högènäs in Scho- en sind im vorigen Jahr 138,214 Tonnen Steinkohlen

gewonnen worden.

Die Schwedische Brigg, Christoph Cofumbus, ist

Bekämpfung der Tyrannei arbeitslos werden, oder Arbeit eher aufgeben sollten , als sich eine Verminderun De ihres Lohnes gefallen zu lassen; und ich schwöre ivelti issisipi fommend, den Ohio herauffuhr, ist in diesem daß ih diesé meine Vereidigung nicht verrathen wer|Fk0m gesunfen, die Menschen sind gerettet worden |: ich sei denn gehörig ermächtigt und bestellt worden, Ap die Passagiere haben dem Capitain ein Zeugniß dere zu verpflichten, welche sich entweder melden, ! gestellt, daß er ohue Schuld sei... Mitglieder unserer Verbrüderung zu werden, oder hie Oberst Symmes, der bekánntlich steif und fest glaubt; gezwungen werden sollen.// (Hört! Hört!) Giebt die Erde im Innern bewohut sei und man beim fährt der Redner fort, etwas Schrecklicheres - und defftdpol hineinfahren könne, geht zu einer Expedition Frieden des Landes Gefährlicheres als eine solche V dem Nordpol ad. e L | -Jn den Französischen Häfen

bindung, deren zahlreiche Mitglieder si<h dur< den CY Brüssel, 28. Juni; sogar zum Mord verpflichten ?. Kein Mittel lassen F Atlantischen Ocean, ist die Einfuhr Aegyptischer

Didot dabri ist, ave; “2 E Di ‘rüb Morgens fam die Brasil. Fregatte Peranga von 46 Kanonen, mit Admiral Cochrane”s Flagge vom Topp wehend, in Spithead an. Nach einigen Verhandlungen mit unserm Flaggs<if} Victory salutirte um 3 Uhr Nachmittags die Fregatte, was auf die gebräuchlihe Weise erwiedert ward. Cochrane stieg um 10 Uhr in Portsmouth an Land und wurde vom Pöbel mit drei Cheers begrüßt, wogegen er sich _bôflih verneigte. Die Fregatte war -am 20. v.. M. von Marañhaeo abgesegelt, dur<h SO. Stürme nach den Azoren getrieben hatte dort durch Sturm gèlitten und

fommt nur um auszubessern nah England.

in Gen. la Fayette nebs großer Gesellschaft, aus dem | am Ostersoniitage zu Cartagena in Columbien glülich

R Sei

ranffurt a. M., 27. Juni. J. J. K. K. H. H. der Priñz Friedri der 'Nicdérlinis 7s dessen Gee ‘mahlin werden fommendeù Freitag hier dur< na< Wies- baden gehn, von wo.. aus sie durch das Rheingau die Reise nach den Niederlanden fortseßen werden. . Dresden, 30. Juni. * Verwichene Nacht sind Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm -von Preußen- allhier eingetroffen und im Hotel zum goldenen Eùgel abgestie- . gen, Höchstdieselben erhoben Sich“ nach“ vörher ge|chehe-