1825 / 155 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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ner Einladung nach Pillniß - zur Königl. Mittagstafel und sebten na< aufgehobener Tafel die Reise nach Teplib fort.

Leipzig, 3. Juli. Heute Vormittags gegen 12 Uhr, nach der um halb 8 Uhr des Morgens erfolgten Abreise Jhrer Königl. Hoheiten des Kronprinzen und der Kronprinzessin von Preußen, haben au< Jhre Kd- nigl. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Johann von Sachsen unsere Stadt verlassen, und sind wieder, nach dem Königl. Sommer-Hoflager abgereist.

Augsburg, 27. Juni. Se. M. der König von Baiern sind diesen Morgen na< neun Uhr auf Jhrer Reise nach Baden hier angekommen, und sogleich wies der abgereist.

Schweiz. Die Gesellschaft der Künste in Genf, die von ihrer Stiftung an bis zu Saussure*s Tod die- sen berühmten Mann, nach ihm aber bis auf jeßt den jüngstverstorbenen Professor Pictet zum Prásidenten gehabt hatte, hat den Professor de Candolle nunmehr einmüthig zu ihrem neuen Vorstand gewählt.

Barcellona, 18. Juni. Privatberichte in fran- zösischen Blättern melden, daß die, durch zwei Korvet- ten und zwei Goeletten , verstärkte hier stationirende sran- zösische Seemacht, den Auftrag erhalten hat, uicht blos die französischen Handelschiffe zu bejchüßen , sondern auch jede Landung , die an dieser Küste versucht werden möchie, zu verhindern. Die durch einen außerordentlichen Kourier hier angelangte Nachricht, daß der Marquis von Campo-Sagrado zum General-Kapitain dieser Pro- vinz ernannt worden jei, hat allgemeine Freude erregt ; indem man hier no<h immer seiner lobenswerthen Hand- lungsweise, jowohl gegen die französischen Behörden, als hinsichilich der Bewohner dieser Provinz eingedenk ist.

R om , 18. Juni. Morgen wird in der Vatikan- firhe die Seligsprehung des frommen Diener Got- tes, Jppolito Galantini, eines Florentiners, Stisters der Kongregation des christlichen Unterrichts, feierlich begangen werden.

Genua, 15. Juni. Am 13. d. früh reisten Jhre Majestäten unsere Souveraine, mit. dem Jufanten Gra- fen von Aquila, und dem Fürsten und der Fürstin von Salerno von hier ab, um einen Ausflug nach den bor- romäischen Juseln zu machen. /

Türkei. Die Alg. Zeit. theilt über die Griechischs Türkischen Angelegenheiten folgendes Schreiben mit ;

O de s\a, 13. Juni. So eben eingehende Nachrichs ten aus Konstautinopel vom 7. d. melden, daß der Kas- pudan Pascha am 26. Mai in den Gewässern von Mi» tylene vom Admiral Sachtury angegrissen worden war, jedo<h mit einem unbedeutenden Verlust seine Fahrt bis in die Gewässer von Zea fortsezte. Sachtury gri} ihn am 28. Mai zwischen Zea und Capo d’Oro auss Neue an, zerstôrte seine Fregatten und 1 Brigg, nebst 20 fklei- nern Schiffen , die theils geuommen , .theils in Grund

gebohrt wurden. Der Kapudan Pascha flüchtete sich nach. diesem unglücklichen Ereignisse in die Gewässer von Andros zurü>, um wo mögli<h Mytilene wieder zu erreichen. Mehrere Briefe aus Konstantinopel ver- sichern, - daß der eben in der Hauptstadt eingetroffene neue fardinishe Botschafter ,.. Marquis Gropallo, der gerade durch dieje Gewässer segelte, - Augenzeuge dieser Vorfálle gewesen : i

Triest, 22.- Juni. Aus Calamatta auf Morea ist ein Schiff in 18 Tagen hier eingelaufen , nach welchem alle Ungewißheit in Hinsicht der Kapitulätion von Nava- rino, verschwindet. ach. der Einnahme von Alt - Nava- rino verlangte die Besaßung zu fapituliren, und Jbrahim Pascha bewilligte ihr freien Abzug, Allein nach den am 12, und 13. Mai statrgefundénen Uebdèetraschüngen,

wo Jbrahim Pascha so große Unfálle erlitt, hat diese Ereigniß seine Wichtigkeit verloren, und wird denselben shwerli< aus seiner großen Verlegenheit. ziehn, beson ders da seine Munition - uud Pulvervorräthe in Ma don zerstôrt wurden. Die Zah! der am 12. Mai ver brannten und zerstörten Schisse woird in griechischen Briefen auf 50 angegeben. Die nähern Umstände voz der Uebergabe Navarinos, die in der That nach det Heldenzuge Miauly?'s beinahe unbegreiflich wird, kenn man noch nicht.

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Düsseldorf, 23. Juni. Heute Abend gegen 7 Uh trafen Jhre Majestät die Königin der Niederlande un J. Königl. Hoheit die Prinzessin Marianne nebst Gt folge hier ein und stiegen im Breidenbacher Hofe ah woselbst Allerhöchstdieselbe von den Militair - und Ci vil - Behörden empfangen wurden. |

Kurz darauf wurden von den Musifkforps der bid garnisonnirenden Kavallerie - und Jnfanterie - Regime ter vor dem Hotel mehrere Musikfstücke aufgeführce.

Aachen; 30. Juni. J. Maj. die Königin de Niederlande traf gestern Abend 6 Uhr , von Düsseldor hier ein, und wartete im Hotel zur Kaiserlichen Kron den Wechsel der Pferde ab, um sogleich weiter na( Brüssel zu reisen. Bei der Abfahrt hatten sich vi Personen vor dem Ausfahrtsthore des Hotels eingefu den, ein Mädchen mit einéin Kinde auf dem Arm lit unvorsichtig in dem Augenblicke über die Straße als di Königin abfuhr, ward von den Pferden niedergeworfe indeß glücklicherweise nicht beschädigt, weil die Postillon die Pferde zu rechter Zeit anhielten. I. M. ließ at halten, um sich na<h dem Befinden des Kindes zu t! fundigen, und als Dieselbe erfahren, daß-dieses kein Schaden gelitten, langsam weiter fahren.

Königliche Schauspiele.

Mittwoch, 6. Jm Schauspielhause : „John Bul, Schauspiel in 3 Abtheil., aus dem Englischen des Gut Colmann überseßt von Carl Blum. Hierauf: // beiden Bricten,‘/ Lustspiel in 3 Abtheil,, aus dem Fra

úberseßt von C, Blum.

Donnerstag, 7. Juli. Jm Schauspielhause: A dor und Olga,‘ Trauerspiel in 5 Abtheilungen - V! E. Raupach. . (Hr. E. Devrient, vom Stadtthea! zu Leipzig: Isidor, als- Gastrolle.)

Freitag, 8. Juli. Jm Opernhause : ¡„Sarginet, oder : „Der Zögling der Liebe „‘' heroisch s fomis Oper in 2 Abiheil. Musik von Paer.

Den heutigen Zeitungs: Exemplaren, welche in. Bi lin selbst gehalten werden, oder ins Ausland gel is zugleich ene Bekanntmachung, betressend die ger! liche Niederlegung der von der Hauptverwaltung | Staatsschulden im Jahre 1823 für den Amortisatio! fonds eingelôsken Staatsschuldverschreibungen beigel worden. Für die inländischen Abonuenten außerh| Berlín aber wird diese Bekanntmachung mit erster Fa post -nachfolgen , bei deren Ankunft solche in den pv fenden Postäintern von den gedachten Abonnenten a | fordert werden fann,

_ Sedruckt bei Feister und Eisersdorff. ‘-

Redacteur Jo

féteran, Herr Bode, ist in Beziehung ‘auf seine Ver.

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Preußishe Staats - Zeitung.

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Berlin, Donnersta

L Amtliche Nachrichten.

Mir S Lugo,

Seine Majestät der König haben d i i est: j em Herzoglich R I et Em eee und D A eti L peaulieu- Marconnay den rothen Adle : ritter Classe zu ‘verleihen geruhet. ! E

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Des Königs Majestät haben den bisherigen Land- roy Rath Ero wu A Ober - Appellationsge- ts- Rath bei dem Ober-Appellations: Geri n zu ernennen geruhet, E Des Königs Moajestät haben aller i | gnádi eru n von der hiesigen Akademie der A tee jrem ordentlichen Mitgliede in der mathematischen lasse und Secretair dieser Klasse gewählten Professor n>e in Gotha, ferner die zu ordentlichen Mictglie- rn der Academie- in derselben Klasse gewählten Pro- ]soren Dirfksen an der hiesigen Universität und oselger an der allgemernen Ki iegsschule zu bestäti- zu, imzleihen den Professor En >e zum Director der eslgen ai tp Sternwarte in die St-lle des in n gewün}chten Ruhestand tretenden fc 4 à wrnentuen geruht. S P MUEE My De Des Königs Majestät haben die auf d s igs Maj: dabe en Professor tus ia Stockholm gefallene Wahl der Ten r Wissenscaften zu einem ihrer vier und zwanzig aus- ärtigen Mitalieder, und zwar in der physikalischen lasse, zu bestätigen geruht. :

Sonntag den 3. d., Nachmittags, hielt die Küni fademie der Wissenschaften e Wt, Sd bung zum Andenken ihres Stifters Leibniß, welche err Buttmann mit einer Mahnung an Leibnitzens Ver- enst? um die Sprachforshung eröffnete, und hierauf e hier unten folgende von der philosophis< en Klass: fgegebene Preisfrage befannt machte. Sodann sat: te derselbe Bericht ab von dem, was seit der lebten ler bei der Akademie vorgefallen. Der ehrwürdige

lichtungen bei der. Akademie und der S

S C ! er QSternwarte, au en von dem thätigen Manne so spät erst T AE een unsch ; eines ehrenvollen NRuhestandes theilhaftig ge-

g, den: 7tes. Juki 1825,

des Herrn Oltfmanns, zum Mitgliede der i in derjelben Klasse, welche Wahl iee durch É Ra jährigen Aufenthalt dieses Gelehrten im Auslande nicht in Wirklichkeit hatte treten fônnen, den Statuten ges mäß erneuert worden; und seitdem hat die Afademíie auch die hier wohnenden Professoren, Herren D irksen und Poselger zu Mitgliedern, ebenfalls in der mathe- matischen Klasse, ernannt. Für die physikalische Klasse ist Herr Berzelius in Stockholm zu einem der- vier und zwanzig auswärtiaen Mitglieder ernannt worden: de historisch - philologische Klasse hat aber die Herren Sd. Meier in Halle, Schômann in Greifswald Fr. Thiersch in München und Abel Remusat in Paris, zu ihren Korrespondenten gewähtt.

Nach diesen Vorträgen des vorsißenden Sefkretars begrüßten die drei anwesenden von den neu eintretenden Mitgitedern, die Herren Oltmanns, Dirksen und P os selger die Afademie mit furzen Anreden, welche von dem ltc sten Milgliede der mathematisch-n Klasse: Herrn Grüson, beantwortet wurden. Zuleßt las Herr W von Hu mboldt“ eine Abhandlung über das: ‘Bag a- vad»-Gita; worin er die in diesem alt- indishen Ges

di : E Ros i i r ha ne philosophische Lehre des Krisnas ents

Preisfrage der philosophischen Klasse, für’ das Jahr 1827,

F ¡„Cartesius, Leibniß und Locke, haben v i

Thatsachen des thierischen Auiivtece Gd N A T d bes insbesondere in Uebereinstimmung mit ihren allge- meinen Theorien zu erflären. Spätere Systeme dias gen ANes diesen Gegenstand Theils ganz übergangen, Theils sich nur sehr im Allgemeinen darauf eingelassen. Die Akademie wünscht, daß dieser Mangel ergänzt werde oder erflärt, und fordert daher, daß einerseits der Ver- such gemacht werde, Erklärungen jener Thatsachen zu geben , in dem Geiste. der verschiedenen neueren Systeme der Philosophie; nächstdem. aber soll auch dargestellt wer- den, mit welchen: Eigeithümlichkeiten der Schulen es - -

zusammenhängt , daß die einen" diesen. Gegeustand. be- van) die andern ihn übergehen.

s wird der Akademie nur angenehm seyn,

die Bearbeirer dex. Aufgabe bei Aufla us Begrif- fes alles berücksichtigen, was die Beobachtungen der Na- eur sorscher ‘hierüber bisher an ‘die Hand gegeben haben indem auf diese Weise am sichersten der Gegenstand in jeinem ganzen Umfange aufgefaßt werden wird. Auch

orden. Die hierdur< erledigte Stelle“ des Aufsehers P Agen Mrérnw arte ist dera Astronomen, Professor p in Sotha, ertheilt, und derselbe zugleich zum entlichen Mitaliede dex Akademie und zum Sekretar r wathcmatischen Klasse ernaiint wbrden: Schon! ther war die bereits im Jahre 1810 geschehene Wahl,

wird es ihr feinesweges zuwider seyn j

. zuwi , wenn jemand glaudt, das, was man thierishen Kunsttrieb und Jun- stinkt nennt, uicht fsoliren zu können," und daher als

Mittel zum Zwe> seine Untersuchung. auf “alle Erscheis

nungen des thierischen Leben richtet, 1 i 1gen zieri | <tet, welche eine Aña- \0gse mit menschlichen Seelenkräften därbieten,““