1825 / 157 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

nun einzusehen béginnt , daß ihm alle Hülfsquellen dad. n A am folgenden Abend erneut sich der Wachtfeuerkreis rings um ihn, und Francia láßt ihm vermelden : „Du bist umgarnt, ich gestatte dir freien Abzug húüte dich aber wieder zu fommen.‘/ Belgráno trat auf der Stelle, von seiner unsichtbaren Escorte un: ablássig umgeben , seinen Rüfzug aus Paraguay anu.

Egypten. Die Zeitung von Maita schildert die unübderwindlichen Hindernisse, mit welchen der Handel mit Egypten, alles Scheins vom Gegentheile ungeadch- ter, zu kämpfen hat, und die hauprsächlih in dem Al- leinhandel ihren Grund haben, den sich der Pascha in allen Artikeln zugeeignet hat, indem er die Preise be- stimmt, den Atrbau sowohl mindern als mehren fann, und darin , daß der, welcher auf irgend einem Markte einen vortheilhaften Absaß der vom Pascha gekauften Maare erwartet, sicher sein kann, dort einen Agenten des Pascha als Konkurrenten zu finden , mit welchem er nicht Preis halten kann. Viel baares Geld, das zum Baumwollen - Einkauf nach Alexandrien gesandt worden, sci, wegen der übertriebenen Preise, die der Pascha gefordert, nah Malta und Gibraltar zurück ge; fommen. Die Einfuhr von brittischen Manufakten wird schon als Beeinträchtigung der eigenen Manufakten zu Cairo und NRolette angesehen, wo Liunen, Seiden - und Baumwollen - Zeuge selbst in Menge vermittelst brittis scher Maschinen und französijcher , deuticher und italie- nischer Arbeiter verfertigt werden. Ein rechtschafsener Versuch, es den brittischen Manufakturen gleih zu thun, fann feinem Lande verdacht werden, so lange der Han del niht dur< ungerechte Makßregelu gehemmt wird; doch ist es gewiß auf lange Zeit hinaus noch nicht devf-

die egyptischen Manufakte die britti¡chen dort E e veébräugen fônnen. Ein Grund aber, warum der Zug für brittische Waaren dorthin abnimmt, ist die sich stets vermehrende Armuth des Volks, als naturtiche Folge der Beibehaltung des jeßigen Systems nämlich 1) durch Monopolisirung aller Erzeugnisse des Bodens, die mit Anweisungen auf den egyptischen Schaß bezahlt werden; 2) inder der Bauer gezwungen wird, deim Umsäße eines Artitels gegen den andern Schaden zu leiden. Selbst Matten, die in so allgemeinem Gebrauche beim Volte find, kann dasselbe sich nur vom Pa)cha: ver- schaffen, der sich das Monopol vou allen, die im Lande

verfertiget werden, zugeeignet hat.

u M l a.n d.

urg, Zu Behnsdorf, im Kreise Garde- cid t A ok. März d. J. ein Veteran des siebens jährigen Krieges, Namens Johann Bourchard, in einem Alter von 1024 Jahren. Ju der französishen Stadt Chateauroix, seinem Geburtsorte, erlernte er bei seinem Vater die Bäckerprofession , hiernächst aber in dem Kô-

niglichen Lustgarten u Versailles die Gärtnerei, Jm

niáhrigen Kriege diente er anfänglih als franzôst-

lite Bofbar, desertirte aber im Jahre 1760 und nahm in dem Regimeat des Prinzen Friedrich, Kdnigl, Ho- heit, Dienste, in welchem er bis zu Ende des Krieges verblieb und dann auf sein Ansuchen entlassen wurde: - Fünf Jahre hindurch diente er nun zu Schöningen und in der dasigen Gegend: anfangs ‘als Drescher und Dienst»

fnecht, hiernächst als Salinenarbeiter, zog sodann. nach

Helmstädt und nährte“ sih viele Jahre. lang von der

Gártuerei, Nachdem er in zwei Chen 6 Kinder erzeugt

hatte, verheirarhete er sich, mehr als Siebenzig Jahr alt,

zum dritrenmale mit einem Mädchen von dreißig Jah

ren, aus welcher Ehe no< 3 Kinder erfolgeen. dieser Frau zog er im Jahre 1803 als 8l1jèh: iger Mam

nah Behnsdorf, erbauete sich dasclbst mit eigener Han ein aus 7 Piecen bestehendes, mit Rasen, Torf uy Schilf bedachtes Haus von rothem Lehm und |<uf di

ihm von - den Acrleuten Eveling und Müller auf Les

benszeit frei úberlassene Strecke ddes Sandland zu ei nem vortirefflihen Garten um, in welchem jeßr an 10 Scú> tragbare Obstbäume, úber 3000 Stü Pflan stamme in der Baumschule und viele edle Sorten voi Weinsiöd>ken sih befinden. Auf diese Weise nährte dit ser Mann auch in seinem hohen Alter, ohne alles Vet môgen und ohne Jemandem zur Last zu fallen, sich un die Seiaigeu, und die allgemeine Liebe der Ortsei wohner , die seine redlihe Denkungsart ihm erivorb

begleitete ihn ins Grab, nachdem ihm noch kurz: vis

seinem Ende die Freude zu Theil geworden war v des Königs Majestät mit einer monatlichen ‘Pensu beglückt zu werden. i 29 Min den, 16, Juni. Jm hiesigen Regierung Bezirk ist die von den Behörden schon seit länger Zeit gewünschte und vorbereitete Bepflanzung der Kuus Straßen: mit Obst Bäumen im gegenwärtigen Frühja| cheilweise zur Ausführung gekommen, und hart berei! bedeutenden Fortgang gehabt, ohne daß der Staa Casse daraus Kosten erwachsen. Es sind daselbst di die von der Regierung gegebene Anregung und in Fo persdulihen Cinwirkens des Departements - Raths dul Gemeinden und Privat: Personen etwa 5,000 Stück vi edelte Obst Stämme an verschiedenen Punkten ang pflanzr. Besonders haben sich dabei die Kreise Herfo!

und Bielefeld ausgezeichnet, sowohl durch die große ZaM der gepflanzrten Bäume 7 als dur<h Güte und Schönhf

der Stámme. Die von derseiben: bewirkte Bepflanzut der vortreffi<h unterhaltenen Kunst - Straße aich Bielefeld uud Herford, gereict der: ohnehin reizend Gegend zur wahren Zierde, und wird, wenn noch zu nicht beträchtliche Lückeu- ebeufalis: bepflanzt sind, w dem nächsten Frühjahr vorbehalten bleibt, eine ununt brochene Obst-Baum-: Allee von: 2-Meilen. darbieten. L Anlage hat beim Publikum allgemeinen Beifall gefu den, und: es läßt der dadur<h erwec>te Cifer für eil jo gemeinuüßigen Zwe® im künftigen Jahre und

nerhin um jo mehr einen gedeihlichen. Fortgäng: des, gonnenen Werks hoffen als hierzu bereits von: me ren Seiten Zusicherungen bei der Regierung. euge!

geh sind. ,

Wenn man erwägt, daß im Mindenschen Depe ment in Vergleich mit manchen andern Gegenden: b der nur wenig Neigung: für Obsts Cultur' geherescht ) so erscheinen die jeßt mit so vieler Bxreitwilligkeit j genommenen Aupflanzungen sowohl au und für sich, wegeiï der davon. zu ecwarteuden wohlthätigen Folg als ein besonders erfreuliches ‘Ereigniß.

Königliche Schau ipiele. Freitag, g. Juli. Jm: Opernhauie.: Die Zaub | flôte,‘“ große Oper in Abtheil, von S chikane? Musik von Mozart. (Hr. Beil s, vou Stadt- Thea zu Hamburg : Tamino, als Gastrolle.)

Sonnabend, 9, Juli, : Im Schauspielhause: i Schule’ der Alten,“ - Lustspiel in s Abtheilungen, dém Französis., von J. F- v. ofél. Hierauf: p18 Damenhüte im Theater ;‘“ Local - Posse - in 1 Aufi von J. v. Voß.

Gedruckt bei Feilter und Eisersdorff.

Redacteur Foh

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Ds.

zue Art des Gewerbfleißes danieder liege, fein Arbei-

S. 14M

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L Cine

Preußishe Staats - Zeitung.

N

157;

Berlin, Sönnaben

: Zeitungs-Nachrichten.

m: 61:8 8d,

Paris, 2. Juli, Jhre Königl. Hoheit die Her- gin von Berry wird nächstens nach Dieppe reijen, in die dortigen Seebäder zu gebrauchen.

Die hiesige Kirche der Sorbonne ist, nachdem sie inge Zeir ihrer Bestimmung entzogen gewesen war, m Gottesdi:nste kürzlich wieder gewidmet worden. Ein hônes Kreuz, welches eiu Geschenk des Königs ist, ert gegenwärtig die Kuppel dieser Kirche , welche auch n Junern ausgebessert und vershdônert worden is.

Es hat sich hier eine Gejell]haft zur S Lelüns s Gewerbfleißes gebildet. Sie bestehet aus den ange- hensten Banquiers und Privatileuten dieser Stadt. ämmtliche Aktien, im Betrage von 50 Millionen raufen, sind bereits vergrissén. Es ergiebt sich aus lgendem Auszuge der, in einem hiesigen Blatte ent- ¡iltenen, Ankündigung, von: welchem Gesichtspunkte die itglieder diejer Gesellschaft ausgegangen sind: Es ijî fannt daß oft die trefflichsten Erfindungen fruchtlos

‘iben, weil cs dem Erfinder nicht gelingt, diejenigen

überzeugen, welche die Kapitalien besißen, die nöthig

d, um eine Erfindung fruchtbar zu machen. Oft ge- V die núßlihst n Anstalten wegen Mangel an Geld ler, und noch ôfter werden nübliche Uaternehmungen <t gemacht, weil cin Einzelner nicht den Muth hat, 1 großes Kapital daran zu wagen. Der Gejell|chafts;- ill ijt in solhen Fällen durchaus nothwendigz viele ersonen, wenu sie ihre Kräfte und Kenntuisse zusam- n thun, werden den Muth haben, dasjenige zu un- ehmen, woran sich der. Einzelue nicht wagt. Einer t ausgedachten Unternehmung, die zu ihrer Förde; ng nôchigen Kapitalien zuzuwenden und hierdurch zu gemein nüßlichen Entdeckungen aufzumuntern, dies $, was die neue Gesellschaft beabsichtigt; indem sie t, hierdur< das Interesse des Ackerbaues, des indels und des Gewerbflcißes mic dem Interesse der pitalisten eug zu verbinden, auf daß fein Fuß breit des in ganz Frankreih unfruchtbarbringend bleibe,

ohne Arbeit und folglih ohne Brod jeí, j Nach Privatbriefen aus Havre, in dentlichen âttern, hat man daselbst neue Hossnuung zum bal- en Abschluß - einer Uebereinkunft mit Hayti, indem franz. Regierung. dem Präsidenten von Hayti auf ‘refte Weije zu erkennen gegeben haben soll, daß

d, den gten Juli 1825.

Agenten na< Frankreih gesendet F jagter Agent feinen offiziellen Tir O y iu nayp mit den obersten Negierungsbehörcen a um über die Grunolagen zu einer Uebereintunfe Va Einverständniß zu fommen. Es heißt jedo , daß E bald solche Grundlagen förmlich aufgestelle worden “ae well hin die haytische Regierung zu unterhandeln E mag, der Abgeorduete Vollmachten zum Abichluß E gen wird. És ist zu ervarten , daß man über di: fe Sache nächstens nähere Auskunft erhalten werde n legt zu Havre |owohl als in andern franz. See wren große Wichtigkeit auf diese Uebereinkunft, die T j i Beziehung für unsern Seehandel äußerst wichtig seit E Dieser Tage hat der Tresor einen L

E . e : K. Gerichtshofe verloren. Hr. Bonner ith Lr

walter für denselben behaupten daß ders

Ì au] erjelbe ni ter der Verpflichtung wie jéder Wriae A L Aufgebot auf Grundstücke Caution E e

t auf ell e und daß ein solches Verlangen fast M raffällig ai

sehen: sei, indem die Solveù

seher le E z des Staats si

selbst verstehen músse und eine ia e008 ois aus]eßung der Ehre des Tresors zu nahe tret i General - Advocat Hr. de Broe aber gab e

und der Sachwalter der Gegenpartei, Hr. 0 deo E Me der jungere) weidli< berde der, est noch zu jung sei, um iy zu kennen , sich auf Autoritäten berufen , ire Rams

fenbar zu alt seien, nämli auf Ulpian n E Es

kônne nichts helfe, wenn der Sragt auch den prâchti-

gen Finanz-Pallast zum Pfande ellt

L ; Cs 0 i man Auspfänder nicht einlassen F weil Ce Sa Domaine - Gut nicht pfandbar sei ; R

; ïÏ di s daher in baarem Gelde gestellt Refea N Ee

das die Ehre des Tresors gekränfc werde, 4 Vorwand

s e . z ¿ t das ähnliche Raisonnement eines Advocaten dor Sddie

gin Blanche, „„daß dic Verpflicl j uur für Leute gemeinen Schnees e e m Sofie As Dlléte S e M9 die notoris< solvent seien. ent aber habe die Sacb | ( R ate, es E die Ehre, a R a Ge e Konige un nigiunen , i e unter die Gesebße und dèr Achtung für bis GLeUuns Unterthanen mit ihrem Beispiel vorzuleuchten Due Trejor werde demnach geruhen, si<h dem gemeinen Recht zu unterwerfen, wo fein Special - Geseß ihn desselb enthoben habe. Die Gleichheic vor dem Geseß ie drige niemand, wer es auch sei, und die Ehre des Stiee sors bestehe darin, daß er zahle, wo er schuldig sei Tab feiner seiner Verpflichtungen ausweiche, wenn er plaí-

n nicht auf der Aufstellung des Grundsaßes der Ober- tlihfeit von graufreih auf jener Jusel beharren lde. Diese Erklärung hat, wie beigefügt: wird, zur

lge gehabt , daß der Präsident Boyer-.sinen neuen

diro, Das Gericht sprach in- diesem Sinn die Nich-

tigkeit des, sür den Tresor ohne Cautionsstellung ge-

schehenen, Aufgebots aus.

Fünfproc, Rente 103 Fr, 35 C.— Dreiproc, 76 Fr.30C.

R S 2 P Cs: 2ER D t E EOS: M E QE O A V BETY O R D s

F A T B B