1825 / 161 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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<a, Santa: Marta, rro.Velo, zu Ein- und Aus- fuhrhäfen im Atlantischen Meere, und Guayaquil , Cs: meraldes, Buenaventura und Panama zu Ein - und Ausfuhrhäfen in der Súdsee bestimmt. Die Gesebze, welche fremde Kaufleute verpflichteten, ihre Waare an Columbische Kaufleute zu conjigniren, sind aufgehoben ; Auslánder können daher Magazine in Columbien erd} nèn, ihre Waaren en 70s und en detail verfausen, und jeden beliebigen Jndustriezweig betreiben , sind aber natúrlih den nämlichen directen nnd indirecten Abga- ben unterworfen, welche die Columbier bezahlen. Fremde, ' welche Handels. Etablissements auf Columbischem Gebier | errichten, genießen diejelben Vortheile und Zahlungsfri- sten als die Columbier ; die, bei welchen dies aber nicht der Fall ist, müssen die Zölle baar bezahlen oder Cau-

tion stellen. 9. April. Viele

Salisbury (Nord sind der Meinung, day das Getraide nächstes Jahr in der Nähe der Goldgruben fuapp werden wird. So | iesem glänzenden Uebel, dap

groß ist der Durst nach d Viele vermuthlich ihre Pflúge vernachlässigen werden, um den goldhaltigen Sand zu waschen. Die Entdeckung von Barringer’s Grube hat die Leute gereizt, nach Gold zu suchen, an Stellen, wo vorhin nie daran gedacht worden. Binnen den, lebten wenigen Wochen haben wir von funfzig Stellen gehört, wo Gold gefunden worden. .- Thatsache ist „. daß eine Landstre>e zwi\chen hier und Fayettcville ist, die man die Gold - Region ncunen fann, indem dort faum eine Quacorat-Meile ist/ wo sich nicht Goldtheilchen vorfinden. Jun der Nähe hicsigen Ortes hat sich binnen wenig Tagen das Metall an mehreren Stellen vorgefunden. Wir haben Proben von Peter Brown's, an sieben Miles östlich von hier, geschen, wo an 40 bis 50 Piaster Werth in Klúmpchen von 1 bis 10 Grän aufgelesen worden. Seit Januar sind hier für 9 oder 6000 Piaster aus Bartinger's Grube verfauft worden, wo doch, wie wir hören, die leßte Zeit nur wenig gefunden worden. Bei Parker 6 und nicht weit vom Gerichtshanse in Montgomely v:l? dienen sich die Goldgräber fortwährend 50 bis 100 Cents Piaster (23 bis 46 Sgr.) Lehn im ‘Tage- E Karlsruhe, 7. Juli. Die Königl. Baierischen allerhöchsten und hôchsten Herrschaften haben vorgestern bei Sr. Königl. Hoheit dem Großh-r;og im Schlosse, und gestern bei Sr. Hoheit dem Herrn Marfkgrasen Leopsld im Markgräflichen Palais, mit der Großherzog- liczen Familie zu Mittag gespeist. Die Herren und Frauen des diplomati¡chen Korps / die Minister und ver- schiedenen Hoschargen haiten die Ehre zu dresen Tafeln eingeladen zu werden. Vorgestern beehrten JI- KK- Majestáteu und die Prinzessinuen das Theater mit Ih- rer Gegenwart, wo Sie mit den lebhaftesten Freudens- bezeiguugen empfangen wurden. Gestern Abend um 8 Uhr siud der Kronprinz und die Kronprinzessin vou Preußen KK. HH. eingetroffen. Jm Gefolge befindet sich die Oberhofmeisterin Frau Gräfin von Nede, die Hofdamen Fräulein von B: ockhausen und von Borstell, der Adjutant Obrist Graf von der Gröôben, und der wirkliche Kammerherr, Geh. Rath von Rochow. Se. Königl. Hoheit der Großherzog hatten den Herrn Oberstallmei- ster, General vou Geu'au, nah Heidelberg entgegenge: sendet, um Höôchstdieselben zu bewrilfommnen. Abends war Souper en famille bei Jhrer Königl. Hoheit der Frau Marfgräfin Amalie. Heute ist große Familienta- fel bei Sr. Köuigl. Hoheit dem Großherz0g- Stuttgart, 7. Juli. Se. Majestät der Kdnig von Würtemberg haben folgenden Befehl erlassen: Wilhelm von Gottes Guaden 2c. Da Wir Uns“ be' wogen gefunden haben in der Titulatur der Prnzen und Prinzessinnen von den Nebenlinien Unseres Herrn

Vaters, des verewigten

la de Coro, Maracaibo, Rio ; Ha

Carthagena, Chagre, Po

Carolina),

b

' ziehung dieser

6) der allgemei

derung eintreten zu lassen; so verordnen und verfügen Wir, wie folgt:

Prinzessinnen von den Neb linien der von Unseres Herrn Vaters, ewigten Königs Majestät, gebildeten Hauptli führen den Titel: „Herzoge und Herzoginnen Wúrtember g, heit. V Unser M

Königlichen H

Die Prinzen und

inister der Familien - Angelegenheiten auses ist mit demjenigen, was die V Unserer Entschließung erfordert - tragt. Tübingen. demishhen Sommerhalb} versitär Tübingen Studirende: Theologie 202, 2) - der fatholijchen 3): der Rechtswissenschaft 1 arznei-Kunde 147, 9) der nen Vorbere Hierunter sind Auslände Der gestern erwähnte, er mitgetheilte Bericht des. Ma danten der K. K. Goelette Areth d. 28. Mai) enthält Festung Navarino \0 r nachstehende vollstän

1) der Theologie 1 Staatswirth\haft 67, itungswissenschaften 208: sammen 827. r G8; Túrkei. reichischen Beobacht Bandiera, Comman (aus den Gewässern von Zea Beziehung auf den Fall der interessante: Details , daß de Au zug desselden gewiß nicht un ¡„Uls ih mich am 12. der Rhede von erblickte ih 30 túrfische Kriegs\chiffe, welche westlich Modon lavirten. Auf der R Fregatte, eine große Gabarre, mehrere Korvette und Traneportschifse vor Anker; ich fand dort auch niederländische Kriegöbrigg, le Courrier. Von dem fen Capitain, der zu nir an Bord fam, erfuhr ich, Jbrahim Pascha's Armee große chen errungen hatre. Alt - Navarin Jusel (Sphagia) vor Navarin waren mit Sturm Tommen und über 1500 Gefange von dénen 750, námlich die ganze Besakung von Navarin von Jbrahim entlassen wurden. Die Festung (atiousvorschläge gethan. - Jh shi>te einen Offizier Land, um den Agenten ba. [ mir ein Pferd zu verschassen , Morgen zu seinem Herrn, der unter den Mauer! Navarin gelagert war, zu begeben.

Um 6 Uhr Abends zeigte sich in dem Kanal zwischen den Iusel brera. Die algierische Fregatte und e fahrzeuge, anstatt an den Wind zu steuern Feinde entgegen zu gehen, suchten sogleich und machten es dadurch den Griechen leicht, ihre B der gegen die übrigen Schiffe, «die nicht so [nell fommen fonnten, loszulassen-

Um 62 Uhr drang die ganze griechische Esc von einem sehr frischen Súdost-Winde be den obgedachten Canal gegen die Rhede von Bei der geringen Entfernung dieser Rhede von der sel Sapienza , uud der Stárfe des Windes, die griechi|che Escadre , schicten Brander , bald in túrfis<hen Schisse und Batteri erten, so befanden wir uns in e Einer von den Brandern, nur eine Kabeltau - von uns entfernt, nahm seine Richtung gegen die 9 Gabarre, l’Asia, die nicht weit von unserm Hinter lag. Um diejer drohenden Gefahr zu entgegen/ ih die Anfertaue fappen/ und steuerte mit vollen geln nach der roestlichen Spiße von Sapienza, um über den Wind beider Escadren zu sehen. D lándishe Brigg fappte zu gleicher Zeit ihre Taue verließ ebenfalls die Rhede. Beim Wegfahren sah

n Sapienza und

und

unserer Nähe und da en auf die Griechen

Königs Majestät - eine Verän-

des Vet;

1 und erhalten das Prádifat: 19

beauf Am Anfang des gegenwärtigen afa ahrs befanden si<h auf der Uni evangeli) <e 03, 4) der Heil, und Wun Ul

von dem Oest

willfommen sein wird Modon näher!

hede lagen eine alaieriss n, Bri

Vortheile über die Gr und die befcsii

ne gemacht worde

Pascha frei na< ihrer Heim Navarin hatte Cap

brahim Pascha’s zu erqud um mich am folge!

eine griechische B! inige andere Kri!

das V

günstiget, d

und besonders die voral

iner gefahrvollen L cWiffe verloren hatre.

ie nie ägyptische Armee. besteht

Ä

en: tten angehangt wurden. Die griechishen Fahrzeu

nie cúrfishen Schisse , zu 0!

dei

olen und der Türken.

Obschou ih die große Flag

¡hea Schiffe, eingeschlagen hatte, feuerce mis dest

gen mich ab , von denen jedoch keiner traf - 00

rigg wurde von den Griechen ge]jeuert. nel nach Süden fortjegelte, kam ich

Ba | bald auß hupweite der beiden Cscadien. i

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i d ennen, nblide , d rings um sih herum die Kugeln fallen jah,

erschrockensten Muth bewiejen, uud mit jener Schue

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ancn im Seedienste erwarten darf. vis, eder gegen Modon, g jechishen Cscadre ; b He -

hes auf der Jusel Candia) fam zu mir anu Boro un p er am gestrigen Tage auf die Arethusa, die e

1 Schaden zu vergüten.

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sgehen wolle; daß er sih aber in der Folge vor ähu

tihusa feinen gelitten. Jch fand diejen Capita gs enthusia]ti)ch gestimmt, jonderu vielinehr nachden \d und niederge]<lagen ; che davon,

der Acgyptier, wenig Lust bezeigten, ins Feld zu rf. 1. Nach wiederholten Entschuloigungen über sein gestri

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uüd

Als ih am 14. gegen Mittag auf der Rhede von odon Anker geworfen hatte, erfuhr ih, daß die túrs <e Escadre am Abend des 12, durch den Angriff ter

e<t)<hen Brander die Gabarre Asia, drei Korvetteu,

ei Briggs, vier türkische und zwei jonische Traueporr-

Die Stadt und Festung Modon ben nicht den mindesten Schaden gelitten.

Am 15, Morgeus begab ich mich zu Jbrahim scha, von dem ih mit vieler Auszeichnung gufge- mmen wurde. Jch ritt mitten durch das ägypti)che

Mer und faud es ganz auf europäische Welse geordnet. i gegenwärtig aus 13,000 ann Jufanterie und 1200 Pferden. Jch sprach mit (n eunopäishen Offizieren im Dienste des Pascha’s,

ie der erste Brander an die Asia , und se<s andere 1 die im Hafen zurückgebliebenen Briggs und Kor- j

yerten unauföd:lih mit Kugeln und Karcät]chen. auf r n die gleih beim Erscheinen der jehi!<en Fahrzeuge davon gesegelc waren, um sih an e bei Navarin vor Anker liegende Flotte anzu|chlie- n. J< war einige Zeit lang, bis ih die Spibe der nsel Sapienza erreichte, zwischen dem Feuer der Grie-

fgezogen, und eine ganz andere Richtung als die tür-

eniger die Goelette des griechishen Capitains Tom- i mehrere Schüsse aus Kanonen und Kleiugewehr V 0h jo nahe auch am Bord der Arethuja fielen , und einige E r darúber hinwegflogeu ; auch auf die niederländi1che Da ich sehr

te der | ( Um 8 Uhr Abends rang die Asia in die Lust und wir sahen bis gegen Uyr noch zehn andere Fahrzeuge ausfliegen oder ver- Die Besaßung der Arethuja yar in dem Au- wo sie ih mitten im Kampfgewühl besand, den

feir und Präcisiou manôvrirt, die mau nur von Ve-

Am 13. gegen Morgen kehrte ih um, und steuerte Gegen 9 Uyr begegnere ich der ) | Tombasi’'s Goeleite mandòvrirte, u sich mir zu uähern, und der Capitain derjelben, cin fe des bekannten Tombasi (cines der Jujurgeuten-

ian den ehrjurchtsvollsten Ausdrücken um Verzeihung,

r ein túrtij<es Schif gehalten , gefeuert habe, wo- i er sich zugleih erbot , allen etwa dadurch veiur]ach- ) Jch machte ihm. die Bemer- ng, daß er an meiner gropen Flagge und an meinen audvers leicht hâtte erkennen solleu, daß mein Schi}

kerreichisches lei; daß ich für dießmal darüber hiu-

jeu Jrreungen in Acht nehmen môge, die gewiß nicht geahudet: bleiben würden; Schaden habe üorigens die

er die Successe des vorhergehenden Abends keines- ih fragte ihn um die Ur- he davon, woraus er mir ohue Umschweife gestand, ß die Griechen dur< Jbrahim Pajcha’s Fort]chritte gerade in Verlegenheit geriethen, daß enige ihrer sen Generale gefangen seicu, uud die Moreoten, aus ig\st vor den Bajonetten und der furchtbaren Kavalle.

6 Versehen eutfernte er sich, unò feh:te auf jein Schiff

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und namentli<h mit Solîman-Bei (dem französischen Ex- Odersten la Seve) und alle versicherten mich , daß die Araber sih vortrefilih \<lagen, voll Ehrgeiz und ge- [.hrig sind, und die Strapaßen und Entbehrungen des Krieges mit Gleichmuth ertragen, Ein im Treffen bei Forgi „. von Jbrahim Pascha in Person geleiteter Ka: vallerie: Angriff lebte sämmtliche Europäer tin Staunen. Die Armee ijè mit Allem reichli<h veriehen, und es oergeht fast fein Tag, wo nicht mit Getreide beladene Schiffe aus Alexandrien in Modon ankommen.

L Die Gefangenen werden von Jbrahim Pascha mit Milde und Großmuth behandelt, die Meisten derselbe:1 schi>t er in ihre Heimath zurú>, wo sie sih mit dem, während der Jnsurrektion, so sehr vernachlässigten An- bau des Bodens beschäftigen sollen, Jch habe Hadschi- Christo, die beiden Zafiropulo’s, (Nicolo und Panajotti) und einen Neffen des Bei von Maina gesehen ; leßteren hat Ibrahim, nebst funfzehn seiner Mainotten, die er mit prächtigen Kleidern und fostbaren Waffen beschenfte, in seine Heimath entlassen. Selbst den. griechischen Bischof vou Modon, Gregorios, der in Alt -Navarin gefangen wurde, ist, ungeachtet der Grausamfeiten, die er vor drei Jahren bei der Einnahme Navarin's durch die Griechen, an türfis<hen Weibern und Kindern ver- úbt hatte, nicht das mindeste Leid zugesügt worden.

Ain Ende meiner Unterredung mit Jbrahim Pascha befahl derselbe dem gefangenen General Hadschi-Christo und dem Bischof von Modon, sich unter Escorte, an die Thore von Navarin zu verfügen, und den Griechen fund zu thun, daß er (Ibrahim) ihnen freien Abzug zur See, ‘aber ohne Wassen, nach Kalamata gestatte; sollten sie jedoch dieses Anerbieten vershmähen, so werde er die Festung stürmen und Alles über die Klinge sprin- E Ich kehrte hierauf an Bord der Arethusa Am 16. Morgens ging die franzdsishe Goelette Amaranthe, auv Alexandrien kommend, auf der Rhede von Modon vor Aufer, Nachmittags erhielt ih ein Schreiben, worin i<, im Namen Jbrahim Paschas ersucht wurde, mich ans Land zu begeben, um dem Ab- \{lusse der Capitulation, die, in dem Zelte seines ersten Agenten Ahmed Efendi unter den Mauern von Modon, mit den griehishen Deputirten von Navarin tns Reine gebracht werden sollte, beizuwohnen. Diese Deputirten weigerten sih anfangs, die Bedingung, daß die Besazs- zung das Gewehr stre>en solle, zu unterzeichnen, wil- ligten aber endlich ein, weun dieser Besaßung zu ihrer Sicherstellung vor jeder Unbild von Seite der túrfischen Marine, zugestanden wúrde, daß sle auf ôsterreichischen und englishen Kausfah:ern, unter Geleit der beiden Goeletten, Arethuja und Amaranthe, nach Kalamata eiuge|<i}t werde. Ibrahim Pascha zeigte sih geneigt, diesem Wunsche zu willfahreu, falls wir, der französische Commandant und ih, uns bereit hiezu finden lassen würden. Jch glaubte mich diesem Ansinuen nicht ent- ziehen zu dúrfen, verlangte j2edo<, daß Ibrahim Pascha mir diejen gemeinsamen Wunsch beider Parteien in ei- nem eigenhändigen Schreideu zu erfennen gebe. Der Befehlshaber der Amaranthe . gab gleichfalls seine Zu- stimmung zu Erfüllung dieses Wunsches.

Am 20. Morgens verließ ich bei starfem Nordwinde und ziemlich hoher See, in Begleitung der Amarauthe, die Rhede von Modon, und fuhr nah. Navarin, wo wir gegen Mittag Anker warfen. Die zum Transport der dortigen Besaßung bestimmten Kauffartheischifse fonnten, widriger Winde halber, niht vor dem 22. Abends vor Navarin eintreffen, wo an gedachtem Tage auch eine englische Kriegsbrigg einlief, um ein engli- sches Handels\hi} zu reclamiren , welhes von den Egyp- tiern, weil es Lebensmittel in den belagertèn Plaß fühs ren wollte, genommen worden war.

Am 23. in der Frühe wurde ih von Jbraßim Pa-

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