1825 / 162 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Bi E S T A R E M ie Ea Bad nd j

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einen Mehrzoll von 5 pCt. im Verhältniß zu allen an dern auf alle ihre Einfuhren in England zu legen, Am 2. passirten im Oberhause unter andern die

Abgaben - Bill, die Zôlle - Regulations- Bill u. }. w.

| Höhlung is bereits 52 Fuß tief,

Zoll | als das niedrigste Bert des Flusses. wird man- bereits mit der Wölbung anfangen fkönng Den Erdboden an dieser Seite des Flusses fand m

gen die, welche dieses nicht thâten, sei es die Absicht, )ster die in Rotherhite unternommenen Arbeiten, uy unter der Themse einen Weg anzulegen.

Die gro d. h. 13 Fuß tiefe In drei Woch

Gestern legte Graf Harrowby den Ausschuß - Bericht | 2 so harr und tro>en , daß der Jngenieur, Herr Brún

über den Zustaud Jrlands vor. Auf einige Bemerkun gen des Grasen v. Daruley behauptete Graf Liverpoo!: er habe in dieser Se]sion feine stärkere Meinung über

es wagrt,. in der Mauer eine Oeffnung von 40 F Länge und 17 Fuß Breite zu lassen. ist dieïer bewundernswürdige Bau von dem Vicekanjz|

Einen Tag zuy

die Katholische Frage ausgesprochen als in den vorigen. und mehreren sehr vornehmen Personen in Auge

& Nach einigen Debatten passirte die Combinations- ill, om Unterhause antwortete gestern Herx Canning dem Herrn Baring auf dessen Frage, warum der Ge- sandte der Plata Staaten, Hr. Lemprière, noch immer nicht dem Könige vorgestellt worden: Die Ur1ache liege nicht an irgend einem Einflusse fremder Regierungen, denn diese hätten sih nicht darin gemischt, fondern darin, daß dieser Gesandte ernaunt sei, denselben Po. sien zugleich beim Französi} Hofe zu bekleiden. England fônne einen Anjpruch auf einen Gesandten an sich allein machen und wenn es die neuen Republiken mit dersel ben Aufmertsamkeit wie die ältestcn und abjolutesten Staaten Europa?s behandle, hätten die ersteren sich ge wiß nicht zu bej<hweren. England stúße sich in jeinen Bezichutigen zu den neuen Staaten gänzlich auf fich selbst. Sonnabend. wurde der Herzog v. Wellington uner- wartet nah Carlton house bejhieden, wo er um 6 lhr zu Pferde antkarn und sofort- Audienz bei Sr. Maj. erhielt. Die Hofzeiiung enthält das Ceremonial der Beklei- dung des Gen.-Majors Campbell mit den Jusignien als Commandeur und des Rear-Adm. Hardy , der General Majore Blateney, Maclean/, Jackson, Bouveri und Lord F. J. H. Sömerset mit denen als Ritter des Bath, Ordens; auch daß der Statthalter zu Madras, Gen.f Maj. Munro, zum Baronet e:naunt sei. Graf Chatham is in Portsmuth angekommen, Ein Sonntags Blatt will wissen, daß bie verwittwete darchioneß v. Londonderry den Unter - Staats}ecretair Hrn. Planta ehelichen werde. Nach Briefen aus Paris hätten die Columbischen Kaper (welche Markbriefe von Columbischen Agenten aus Gibraltar führen sollen) an den Nordtústen Spa- niens selbst einige, von Santander ausgelaufene bewaff- nete Schiffe, ja ein Niederländisches Schiff unter der Vorausseßung, daß es Span. Eigenthum am Bord habe, geplündert. Nach der Corivall-Gazette wird um den 5. Au- gust aus ein- schónes Dampfschi} von 500 Tons, Enter- prize, von Falmouth nach Indien abgehen. Man rech- net, daß es in zwei Monaten- da seyn werde. Es‘ sind Briefe aus Mexico bis zum 26. April hier, alles war ruhig. Aus Pañama, Anfangs Mai, wird gemeldet, es sey Nachricht in Lima eingegangen, daß Gen. Sucre den Olaneta in Ober: Peru völlig geschlagen habe, und dessen Truppen sich gänzlich aufgelöst. Er selbst soll nur

no<h mit einer Handvoll Begleiter umherirren. } Sonnabend fam eine neue „„Bergbau - Gesellschaft

von Guanajuato‘‘ an der Börse zur Sprache, und ob- gleich niemand von ihrer Solidität, oder auch nur den Naimnen der Díirectoren und Bevollmächtigten etwas er- fuhr, wurde doch mirabile dictu! der Scrip mit ansehn- lichem Pm., gestern sogar zu 71 pCe. verfausft!

Den 1sten d. M. deponirte der preuß. Gesandte, Barou von Malzahn, 19,350 Pf. Sterl. bei der engli- schen Bank, in Spezialbons der Anleihe vom Jahre 1822, wodurch die fünfte Einlösung der Obligationen

bewerkstelligt ist.

schein genommen worden.

Cons. auf Abrechnung schlossen gestern zu 91.

St. Petersburg-, 5. Juli. Se. Majestät der K ser haben durch ein allerhöchstes Manifest aus Zarsfy Selo vom 26. v. M. die Niederkunft Fhro Kaihi Hoheit der Großfürjtin Alexandra Feodorowna' offi bekannt gemacht und befohlen, die neugeborne Grof stin, die- den Namen Alexandra erhalten hat, ina Sachen, wo es sih gezieme, Jhro Kaiserl. Hohi zu schreiben und zu nennen.

Der beim Reichs-Kollegio der auswärtigen Ang genheiten angestellte Etatsrath Severin ist zur Bel nung seines eifrigen-Dienstes zum wirklichen Etatst befördert worden. Vor einigen Tagen is der K. Hannöversche ( sandte an unserm Hofe, General-Lieutenant Dôörnbe hier eingetroffen. Der bisherige Großbrittanische V schafter, Hr. Warden, verläßt uns nächstens, Um n

London zurúckzugehen. i Vorige Woche fehrte der Minister des ôffent!id

Reise nah Dorpat zurück. iy Hr. Ribas ist als Spanischer Vice-Consul in Od

anerfannt worden. : Zufolge eines Beschlusses der Minister -Commi

vom 3. Mai dieses Jahrs ist, zur Belebung des H

dels in den Neurulsi\hen Provinzew, der Zoll von reren Einfuhr-Artikeln bedeutend vermindert worden ist von einem Berkowiz Pottaschez statt ein Rube Cop., 75 Cop. Silb. ; von - einem Pud roher statt $0, nur 40 Cop. zu erheben.

Beim hiesigen Zoll-Amte sind mehrere Beamte gestellt worden, um den Zolldienst in allen seinen len fennen zu lernen und später, bei Vacanzen, St an den Reichs-Zoll-Aemtern zu erhalten.

Dér Befeylshaber der 33sten Flotten-Eguipage Commandeur unsrer Donau-Flöttille, Capitain-Com deur Michailow.sky, ist mit Tode abgegangen.

Seit dem Beginn der diesjährigen Navigation zum 12, d. sind in Riga 358 fremde Kauffahrer eil laufen und 211 abgesegelt.

Stockholm, 5. Jul. Jhre Königl. Hoheit Prinzessin Sophia Albertine ist dieser Tage nach Jh Landsibe, dem Schlosse Tullgarn, abgegangen. Die Landwirthschafts Akademie hat Erlaubniß j Ankauf und zur Einfuhr einiger Kaschemir s Ziegen Frankreich erhalten.

Hamburg, 11. Juli. Mit voriger Woche eine neue Epoche für die Verbindung zwischen Hamb und London begonnen. Vorigen Dienstag früh a wir das Dampfpacket Hylton Jollisse, Capit. How!

Fahrt von - einigen 50 Stunden, am Abeud vo in Cuxhaven eingetroffen war. Das Schif, ung) 130 Fuß lang, ist eines der größten: und schönsten 2 lischen Dampfschiffe und wit allen Bequemlichkeiten Reisende aus's Beste und Vollständigste versehen.

Den 30sten v. M- besuchte der Herzog von Gloce-

v

Unterrichts, Admiral Schischkow, von einer Jn]pekties

Mrtige Schmiede: Jninung zu erwitken. Da ‘inzwischen

zum ersten Mal hier eintrefsen, nachdem es, nach - d

Martier - Montur - und Gage - Gelder von den jeßigen

Maschine, elche dasselbe in Bewegung seßt, hat

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ferde Kraft. Mit dieser durchschneidet es die Wogen

ind bietet jeder Gefahr Troß, da alle Vorrichtungen ur Vermeidung derselven, welche die Fortschritte in jer Verfertigunz der Dampfmaschinen irgend gelehrt aben, dabei angebracht sind. Welche große Vortheile je Dampfpacketfahrt auszeichnen, is hier der Ort nicht, eitláustiger auseinander zu seben; [chon die Bestimmt, eit der Dauer der Fahrt, der Anfunfc und Rückkunft eben ihr den Preis vor jeder andern. Jn 60 Seun- en ist von hier aus die Fahrt nah Loudon zurückge- gt. Man fkann hier abgehen, 4 Tage dorr verweilen nd am 10ten Tage schon wieder hier sein. in Anreiz, die reichste, größte, bevölfertste gewühlvollste Zradt der Welt zu besuchen! Noch mehr! Fügt man ¡nige Tage hinzu, so ist der Genuß noch um Vieles zu hdyen. Von London gehen tägli<h Dampfböte oder ndere Fahrzeuge nah Calais ab und von da ist be- ándig billige Gelegenheit nach Paris. Auf diese Weise un man sih die Freude verschassen, die betden Köni- innen der Städte, London und Paris, schnell dem dli vorúber zu führen und einen interessanten Ver- eih zwischen ihren Eigenthümlichkeiten und deu Eigen- umlihkeiteu ihrer Bewohner anzustellen, Selbst, enn man geraden Wegs nach Paris will, fann man n Schweden, Dänemark und dem ndrdlichen Deutsch- nd aus, mit dem Dampfschiff auf die schnellste und ohlfeilste Weise zum Ziel gelangen.

Frankfurt a. M., 6. Juli. Das öffentlicl foll der 14ten Sißung der Bundesv L m 23, Juny theilt die Verhandlungen und Beschlüsse er folgende Privatreflamarionen mit:

1) Der Schmiedemeister Christoph Stute zu Bre- en, welcher während der Französischen Regierung Pa- itmeister geworden, nah Wiederherstellung der Zünfte J- 1814 aber jein Meisterrechc wieder einbüßte, hat h mit der Bitte an die Bundesversammiung gewen- t, bei dem Senat zu Bremen seine Aufnahme in die

der erhellt, daß dem Beschwerdenführer der Rechts- ÿ verweigert worden ist , noch sonst ein Grund zur sassungsmäßigen Einschreitung der Bundesversam1m- g vorliegt, so wurde die Abweijung des Reclaman- 1 einstimmig beschlossen.

2) Der Pfarrer Schmidt zu Keinlingen im Groß- jogthum Baden, hat um Unterstüßung jeines ÞPens n s - Anspruchs gegen die Königl. Baierische Negie- g gebeten, den er èarauf gründet, daß er, weil er

von der Regierung beabsichtigten Vereinigung der ingelishen Kirchen - Gemeinden nicht habe beitreten llen, auf eine minder einträgliche Pfarrstelle habe sekt werden sollen und bei der Fruchtlosigkeit seiner Jegen gemachten Vorstellungen sih veranlaßt gefunden de, mit der Bitte um eine seinen Dienstjahren und [gen Verhältnissen ‘angemessene Pension seine Dienst- assung nachzusuchen , spáterhin aber die Pfarrei ulingen im Großherzogthum Baden anzunehmen.

Versammlung wieß dieses Gesuch ebenfalls ab, in-

eine Verwendung, um den Reclamanten eine Pen-

¡aus Gnaden“‘/ auszuwirken, nicht in den Gren- ihrer Zuständigkeit liege, und sofern sie „von <tswegen““ gefordert werde, der Nachweis fehle,

man dem Pfarrer Schmidt das rechtlihe Gehör veigert habe.

3) Die ehemaligen Kurtrierischen Leibgardi- , Peter und Reinhard Klippel von Camberg,

die Wittwe des Leibgardisten Georg Groß von ofen, im Herzogthum Nassau, fordern rückständige

lern der Kurtrierischen Lande, d zil l Kurt der Preußischen und auishen Rezierung. Sie behaupten , daß die von

Welch? |

zur Regulierung der Kurtrierishen Schulden ihren An- spruh als richtig anerfannt habe, si<h aber über die auf eiue jede vou beiden falleude Rate uicht vereinigen tônne und daß darum ihre Befriedigung unterblieben sei. Da diese Angabe nicht bescheinigr ist, uñd nur in diejem Falle die Reklamauten auf Art. 30. der Wiener Schlupakte sich berufen dürsten, um eine Verwendung der Bundesversammlung herb-izuführen , so sind sie mit ihrem diesfälligen Gesuche abgewieseu worden.

4) Die Erben des zu Heiligenstadt verstorbenen Regierungsraths Schraut haben den Rückstand der ihrem Erblasser reihsdeputations|<lußmäßig gebüzrenden, unter der vormaligen Westphälishen Regierung aber herabgeseßten Pension, bei der Königl Preußischen | Regierung nachträglich gesordert, sind aber abschlägig beschieden worden, und glauben deshalb. auf den Grund des Art. 29, der Schlupakte Beschwerde führen zu kfôn- nen, Die Bundesversammlung hat jedoch die Rekla- mauiten abgewiesen, da eine gerichtliche Verfoigung von Privatausprúchea nach der Verfassung und den be- stehenden Geseßen eines jeden einzelnen Staates beur- theilt werdeu müsse, und da, nachdem die Reklamanuten von den Competenten Preußischen Behörden auf den in den geordneten Jnstanzen ergrissenen Recurs ihre Reso- cia Laa hätten, A L INLA über verwei: ge chôr oder verjagte Erörterun j gauz grundlos sei. N SRSAIE E O

Madrid, 28. Juni. Der König hat d ar- quis von Zambrano zum L N a a zum General Commandanten der Königl. Garde-Kaval lerie ernannt. Den General - Capitains des Reichs ist ein Königl. Befehl vom 21. zugefertigt worden, daß die Officiere, namentlich diejentgen, die aus Amerika fommen sih nicht ohne Erlaubniß des Königs nach Madrid begeben dürfen. Der König hat zu gleicher Zeit befohlen, daß alle Militair- und Civoilbeamte, wie auch die Geistlichen, die si< ohne Erlaubniß in Madrid aufhalten, sofort nah dem Orte ihrer Bestimmung ab- gehen sollen. Die Minister haben den Austrag erhal- ten, darauf zu sehen, daß dieser Befehl innerhalb_von drei Tagen ausgeführt werde. Bei Gelegenheit des Namensfestes des Königs von Portugal hat, wegen des Unmwohlseins des Botschafters, Grafen v. Subferra, der Sekretair der portugiesischen Botschaft Str. Königl. Hoheit dem Jufanten Don Carlos am 24. d. M. seine ehrerbietige Auswartung gemacht.

Lissabon, 18. Juni. Der König beabsichtigt ei Reise durch verschiedene Provinzen "dés Reiche ta Oporto werden {hon Vorbereitungei zum Empfang S. M. gemacht.- Der Hauptzweck dieser Reise soll sein, über den Zustand der Landstraßen, mit denen es wirke lich elend beschaffen ist, sichere Nachrichten zu erlaugen, und Maaßregeln zu nehmen, um sie so schuell wie mög- zu verbessern. Es bestehn zwar Gesellschaften, welche es Übernommen haben, die nôthigen Ausbesserungen der - Meer saß zu besorgen ; es ist aber unstreitig vortheil- hafter für den Staat und für den Handel,. daß der- gleichen Ausgaben unmittelbar aus Staatskassen bes stritten werden.

__ Neu -Orleans, 10. Mai. Ein Corps Mexica- nischer farbiger Truppen auf Sacrificios empôrte sich am 30. April und brachte alle seine Offiziere um. Der, in der Nähe von Veracruz stehende, Mexicanische Ges neral verlor feine Zeit, wider die Meuterer, welche die Spanische Flagge aufgezogen hatten, auszufahren und zwang sie zur Uebergabe. Zwanzig der Rädelsführer wurden den ersten Tag hingerithtet , und mehr sollten folgen. Auch die Jndianer-Truppen in Yucatan hatten sich wieder unruhig betragen.

en Regierungen iu Koblenz niedergesehte Commission