1825 / 166 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

E e E G E G I

Königsberg. Die Ostpreußische Land - Feuer- Societät hat va< den Rechnungen der drci Depa-ke- ments Direktionen ¿u Augerbura, Königsberg und Moh rungen im Jahre 1824 verausgabt.

I, Fúr 284 bei d r Soci-tät vorgekommene Feuers b'únite ist 585 associirten Grundbesißern, welche Brand]chaden erlitten haben, an Vergücung ge zahlt | 215,834 Thlr. 24 Sgr.

IT. Für verbrannte und beschädigte Lôschge-

0 geräthe ¿ ; ITL. An Prämien:

A. Für cotd:>te Brand-

stiftunaen .

B. Fúr Aus:eihnung beim Löschen des Feuers durch thä- tige Hülfe è

C. Für ange'<afffte große

Feuer"\prüßen 30 pCt.

Vergütung ¿

IV, An Administrations- Kosten incl, Aus-

tis. idi, Wide Ua h x ube M4

564 Thlr. 11 Sgr. 8 Pfe.

335 Thlr.

63 Thlr.

135 Thlr. 6 Sgr.

fälle c. 8650 Thlr. 29 Sgr. 7 Pfe, Summa 225,583 Thlr. 11 Sgr. 3 Pfe. zu deren Deckung unterm 10. Januar d. J. der Bei

trag mit rundea 2 pCe, von der Assecurations - Summe

à 27,586,764 Thlr. ausgeschrieben ist.

Durch vorgedachte 284 Feuersbrünste sind einge- äshert: 534 Wohnhäuser, darunter 11 Krüge; 367 Scbeunen, 467 Stallungen und Schoppen ; 28 Speicher, 29 Brau- und 9 Brandhäuler; 3 Wassermahlmühlen, Z Wasserschneidemühlen, 9 Windmahlmühlen, 1 Walk- múble, 1 Roßmahlmühle und 3 Schmieden, Summa

1427 Gebäude. Die Brände sind entstanden: 15 durch Gewitter, 16 durch Unvorsich-

990. dur< nicht entde>te Zufälle, j tigkeit, 1 durch Fahrläßigfkeit, 11 durch muthmaßliche und 3 durch erwiesene vorsäßlihe Brandstistung, 15 dur< schle<hte Bauart der Feuerungen, 1, durch Flug feuer und 2 durch Selbstentzündung der Presse eiuer - Windmühle und angeblich eines Heuhaufens..

Die Unvorsichtigen sind nach dem Grade der Schuld- barfeit, theils mit förperliher Züchtigung und Gelde 2 strafe; die vorsäplihen Brandstifter aber mit 4 bis "E bjähriger Zuchthaus- und ein Knecht aus dem Amte L Preuß. Mark, Mohrungschen Departements, mit lebens- À wieriger Festungsarbeit bestraft worden.

Nachricht jüber den Ausfall der diesjährigen Sommermesse zu Naumburg an der Saale,

Die guten Aussichten auf erfreulihe Resultate des Verkehrs dieser Messe, welche sich gleih“ zu Anfang. derselben- zeigten, und wovon diese Zeitung in No. 149 eine Anzeige enthielt, sind nicht täuschend gewesen. Die Messe is in aller Hinsicht so gut ausgefallen, wie es die jeßigen, dem Handel überhaupt nicht besonders günstigen, Zeitumstände nur immer erwarcen ließen , und man fánn sie unbedingt eine gute nennea. Es ist nicht allein eine bedeutende Masse Waaren, englischer , sächsi- scher und preußischer Fabrikation, auf den Plab ge-

worden. englishen Manufaäkten waren besonders ansehnlich, be- shränft aber die von französischen Seidenwaaren. Von den gewdhnlihen Hauptartifeln des hiesigen Meßyver: fehrs, Tuch und Leder, war die Zufuhr diesmal gerin-

35G ¿M Lu “E s t 24 F = e D 18 R

“eRA Ei *MÆŒ s "Lt 24A

M

da

660

ger, als in den- früheren Messen, wovon der. Grun dârin liegt, daß die rohen Materialien zu teren Y fertiqung im der leßteren Zeit sebr im Pretse gestiegen daß sie úberhaupt ni<ht im Ueb-rfluß vorhanden ‘sin

die Fabrik nten, w-lche 1-6t im Vorthei! des Preiest( tors sih befinden, mit ihren: Vorrächen zurückhal!t n, Das,

bracht, - sondern davon auch beträchtlich viel abgeseßt. Die Läger der Hawrnburger Handlungen in.

ieses mit den Fabrifkiten eben lo de! Fall ist ; und di

was von diejen Ar'ifeln auf den Plaß gewes

AlfgEmMmeine

Preußishe Staats-Zeitung.

ist daher auch Fs hr sc{nell und su guren Preisen abz eßt worden, und mehrere Einkäufer, die nicht zu q böriger Zeit einget-offfen waren, haben damit nicht befriediat werden können.

Die Einkäufe der Jnländer, namentlich aus d

166.

umgränzenden Provinzen, desgl ichen aus Westphal aus den Rheinlántern, und aus Schlesien sind diesm weit bedeutender ausgefallen, als sie es in- den leßter Jahren in Naumburg aewes-n. “Eben so, wie g diesen Landeetheilen der preußischen Monarchie, hatt sich mehr und bedeutcndere Einkäufer aus Süddentll land eingefunden, welche ganz beträchtlihe Waaren! dungen abgeführt haben. Die Zahl der eingetroffen Einkäufer aus!' den entfernteren dstlihen Gegenden fu ¿war etwa derjenigen gleih, welche gewöhnlich in Sommermesse hier, ersbeint, aber sie waren nicht t so vieler Geldmitteln versehen, als sent, und da bedenklich geworden , ihnen viel Credit zu aeben, so f ihre Käufe und Verladungen nicht aanz so beträcht gewesen, als in der vorjährigen Messe.

Ueberhaupt ist auf die künftig? B ständigkeit 1 Sicherheit des Verkehrs mit diesen Händlern mw nicht schr zuzure<hnen, weil ihr Geschäft vielen Hind nissen und Schwierigkeiten unterliegt. Es hatte st zum erstenmale auch cin Käufer aus Bucharest ein furtden, der ziemlich eingefäust* und tie Messe sebr ‘frieden verlässen hat... Wäßhrscheinlich werden künf mchr Käufer von daher erscheinen; welches zu wi

A Rei welche der M

T. Anmtlihe Nachrichten. Kronik des. Tages,

Seine - Majestät der Ksönig haben dem Kammer-

irector Carl Ludwig Heinrich: Rabe den Adel: ind zu ertheilen geruhet. - ;

Der Oberlandesgerichts - Referendarius Laurenz kiedrih Lanzelle, ist zum Justizkxommisszrius ber m Land - und Stadtgericht zu Emmerich- bestellt orden. : :

———

Abgereist. Der wirkliche Geheime Ober : Justiz- L: R, J 3: Bei der erfreulichen Zunahme, ath vou Diederichs nah Pyrmont. Verkehr diesmal nach dem Jnlande gewonnen, was -

‘die preujischen Messen doch die Hauptsache ist, und eingetretenen Vermehrung des Waaren-Abzugs nach 4 Süden - Deutschlands, trug der deutsche Handel Ÿ mehr als sonst dazu bei, die Geschäfte zu belèben ;-| : wenn hierbei der A ras T Se Ps P

trächtlih oeblieben , so haben si<h im Herzen redit F : L ; wt Resultate ergeben. Es sind in allen Artik! ul, Zeitung 3: - Nachrich ten. ret vi:l Geschäfte gemacht worden ; und eine so al i |

weine Zufriedenheit mit den vollbrachten Geschäften, F Aal d diesmal, hat ih auf der Naumburger Messe seit F“ | n d.

reren Jahren nicht ausgesorochen. Die Zweckmäßig! g d s : W i der preußishen Meß Verfassung bewähre- sich souach i E R E Ph AMoraeN h der König zur mer mehr, und ihr Nuben für den innern Verf calänzentes Fes geben gen Heiurichs. in. St, Cloud

wird stets zunehmen, so wie. jene von dem Hani" de stande mehr eingesehen und anerfaunt wird. “Eine hiesige“ Zeitung hatte angezeigt , daß. ‘ein : obachtungslager bei “Perpignaa ertihtet wérden rede. “Diese Nachricht ist, wée die Etoile bemetkc, gegründet, / Dreè ‘oder vier Junfanterie : Regimenter, he in der Nähe jener Stadt ihre Garnisonen habén, en zu einer Jnspekcion zusammen - gezogen“ werden. ás ‘Nämliche wird in Bayonne gescheßen. Was- an een beiden Orten mit det Jufanterie vorgeriommen kd, hat vor kurzem in Läneville mit der Cavalletie ft gefunden, und doch “spricht jene Zeitung nicht von l Errichtung eines Observationslagers bei ‘Lünéville. eun ‘übrigens ‘die Anwesenheit utiserer Truppen in pañién nothwendig gewesen wäre, fo würde der Theil felbew; der’ das Land im Mohat Maé verlassen hat, t geblieben sein, "Auch is bemerkenswerth, daß die Folge dér Räumung Spániens statt gefundene Trüp- wvebegung ihre Richtung nicht nah dem südlichen

Königlihe Schauspiele. Dienstag, 19. Juli. Kein Schauspiel. | dittwoch, 20. Juli. Ju Opernhause. Begehrei: „Richard Lôwenherz,““ Oper ‘in 3 theilungen. Musik: von Gretry: : Donnerstag, - 24. Juli, Jm Schauspielhause : M Käthchen von Hetlbronn,‘/ großes Rirterschau spid 5 Abtheil, nebst einem Vorspiel in 1 Aufzug, gena „Das heimlich? Gericht,// von Heinrich von Kli für die Bühne bearbeitet von Holbein. (Mad. Devi! vom Stadttheater zu: Leipzig: Käthchen, als lebte!® rolle.) :

s

C C

P R d L E U cl H A U Br D:

Gedruckt bei Feister und’ Eisersdorff.

Redaéteur J! ankreich, soûdern nah der Mitte, na<. Osten und

orden genominén hat. i

Berlin, Mittwoch, den 20sten Juli 1825.

Ein englisches Blatt. sagt: Hr. Hyde de Neuville, der. bekanntlich seine Stelle als. Botschafter in. Portu- gal verloren hat, ist ein hefciger Partheimaun.. Sein Urlaubs-Gesuch, um nach Paris zu fommen und s< in den Pariser Salons und éa der Deputirten - Kammer seinen Patronen zu widerseßen , kounte leßtern nicht wohl gefall:n und er durfte, nihts anders erwarten, als daß: man ihn beseitigen .wúrde, sobald man si< stark genug dazu fühlte. Er soll, ob mic Recht oder mit - Unrecht, das sei: dahin gest-llc, an der Höllenmaschine Tseil: gehabt haben, mit der man Bonaparte in die Luft sprengen wollte. Hier zu Lande- ist er nux als ein heftig?r, obgleich ohnmächtiger Feind Englauds und der liberalen Jnstitutionen b :faunt, :

S Fônspuos. Reute 103 Fr. 20 C. Dreiproc. 76 Fr.

GBrässel, 13. Juli. Das gestern zur Feier der Vermählung JJZ. KK. HH. des Prinzen und der

Saal gewährte,

zum Souper,

Prinzessin Friedrich, zu- Laeken gegebeue Fest. war eines der glänzendsten.. Einer der Säle der Orangerie, wels cher mit dem Theater zusammenhängt, dessen Parterre mati mit dem Saal auf gleiche. Höhe gebracht hatte, war von neun und zwanzig Kromleuchtern. erleuchtet, welche das glänzendste Licht. verbreiteten; vier Orangeries- báume vón ungewöhnlicher Größe standen inden vier Winkeln und verbreiteten einen balsamischen Dufe, Zur rechten Seite befand si<h eine Estrade, von wo aus die Königl. Familie den Anbli des glänzenden Balls genoß. Jm Hintergrunde verbarg ein großer blauer Vorhang die Ansicht auf die. Verlängerung des Saalsz woselbst drei ungeheure große Tafeln zur Aufnahme der Gäste gede>t waren. Gegen 9 Uhr erschien J. M. die Königin in Begleitung J. K. H. des Prinzen Friedri, Seiner ‘erhabenen Gemahlin und der Prinze\sin Mas riane. S. M.. der König langten etwas später an. Die “Allerhöchsten Herrschaften verweilten si< einen Augenbli! am Eingang des Saales und redeten mic der huldvollsten Herablassung alle diejenigen an, welhe an Ihrem Wege. aufgestellt waren. S. K. H. der Prinz Friedrich erdffnete den Ball durch einen Walzer mit seiner jungen. .Gemählin ;" die Prinzessin Marianie folgte

und nah ihr die andern Anwesenden. Kaum wird.man: sich eine Vorstellung von dem prächtigen Anblick machen

fônnen, den’der mit’allem Glanze der Toilette gefüllte

aal in welchem über 600 ‘Personen gegen-: wärtig iwvären. Um 14 Uhr wurde der Vorhang im' Hintergrunde aufgezogen, und! die Gesellschaft ‘sebte s<

welches um “Mitternacht: endete: Der: Ball’ wurde noch" einmal angefangen und währte bis 2

Uhr. Außerhalb war zwischen Orangenbäumen - einé

prächtige Erleuchtung ‘angebracht, deren Mittelpunkc

ein Tempel war; in “dessen Fries die Buchstaben F. L. - auf buntem Glas ‘dem’ geblendeten Augé entgegenftrahl.