1825 / 178 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

tend warm, und wegen j Wachsthum der Pflanzen sehr gedeihlic<. ersten Tagén des Monats wurde es etwas falt; des Morgens hatte es sogar gereift; nach einem am 9. statt aefundenen Gewitter aber erfolgte warme frucht- dare Witterung, die auch bis jeßt aushälc.

ITTI. Brandenburg. Potsdam. terung hat im Monat Juni wieder zwischen bedeuten- der Hike und beträchtiicher Kälte gewechse!r. Von den Getreidearten hat besonders der Weißen durch Kälte gelitten. Derselbe hat an manchen Orten nicht durch die Kappen kommen fönnen, und daher halb entwielt nur geblüht. Der Roggen steht zwar im Ganzen gut, doch sieht man auch häufig sehr furzen Roggen, der fast gar feine Aehren hat. Auf Gerste und Hafer hat die ungünstige Witterung zum Theil einen nachtheiligen Einfluß gehabt; die Erbsen stehen durchweg gänz vor- trefflich. Der Obstgewinn läßt sh überaus verschieden L an, obgleich die Bäume stets geblühet haben, und es E O dürfte auf feine reihlihe Obsterndte zu rechnen sein.

Die Heuerndte verspricht im Allgemeinen große Ergie- bigfeir. Frankfurt. Die zum größten Theil be: endete Heuerndte hat eiaen ausgezeihneten Ertrag ge- währt; auch steht die Sommerung gut und die Witte» rung berechtigt zu den: schönsten Erwartungen.;

IV. Pommern. Côslin. Die fast durchge- hends statt gefundene, mit kalten Nächten verbundene, tro>éene Witterung während des abgewichenen Juni- Monats, an dessen Schluß jedo<h mehrere Gewitter, mit starkem Regen begleitet , eintraten , ist der Vegeta- tion bisher noch ni<ht shädli< gewesen. Das Winter-

getreide steht im Allgemeinen gut und verspricht eine Mittelerndte. Die Sommersaat , zum ‘Theil erst im Aufgehen begriffen , läßt eine vorzügliche Erndte erwar ten. Die erste Heuwekrbung läßt sih ergiebig an, da- gegen hat die Obstaúsezuung gleich dem Roggen in 'eihtem Boden in vielen Gegenden durch die Nacht frôste gelitten. Stralsund, Die Witterung im Kuni war im Ganzen [{<hôn und warm, besonders für das Sommerkorn sehr fruhtbar, welches zur reten Zeir warmen Regen bekam. Auch hat selbiger sehr ge- deihlih auf den Weißen und auf den Graswuchs ge- wirft. Jun den leßten Tagen des Monats kamen, be- sonders am 27sten, sehr s<hwere, von Plaßregen und Hagel begleitete Gewitter auf, die au< hin und wieder Schaden anrichteten. Vorherrschend war der Südwest- wind. Durch die fruchtbare Witterung begünstigt ist im Anfang des Juni die noch in den Niederungen

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des dftern Regens fär das| auch nicht die ergiedigste, Nur in den | Graswuchs aufgehalt:n habén. am 2. h Klee eine ergiebige Ausbeute, auf welchen die leh

Die Wit- f steht jedo<h der Flachs dennoch gut.

| hin, vorüber, welche man anfäng!ih mit großer Besor

da die falten Nächte | Dagegen verspricht | warmen Regen vortheilhaft gewirkt haben, und son dürfte es an Viehfutter niht fehlen. Der Flachs | hin und wieder dur< Nachtkälte zwar gelitten , dass gilt au<h von Kohlpflanzungen; in vielen Gegen] Die Aussicht

eine reichliche Obsterndte haben die Ringelraupén g tentheils vernichtet, Auch die Kartofse'erndte wird sonders in niederen Gegenden, wegen des häusigen | gens, nicht befriedigend ausfall.n. Liegniß. Yu Gegend um Grünberg hegt man die Hoffnung auf gute Weinlese. Am 20. Juni d. J. richtete ein sea Gewitter, durch Hagel auf einigen Feldmarfen im B lauschen Kreise, vielen Schaden an. An demselben $3 og bei einem aus Often heraufstcigenden Gewitter-in y ßen dichten Schwärmen eine Menge {sogenannter Wa nymphen oder Libellen , bei der Stadt Neusalz nach Wi

für Heuschre>en hielt. Eine gleiche Erscheinung n man am 11ten im Laubanschen Kreise zu Langendls derselben Richtung wahr ; man will dort in diejen | seften die wandernde Zugheuschre>ke , na< Linne C lus migratorius, erfannt haben. Auch über Lären| und näher am Gebirge zogen so!che Schwärme Sie haben zwar feinen Schaden angerichtet, aber hat an ihnen bedeutend \<arfe Freßwerfkzeuge bem Bei Kosma, Görlikschen Kreises, daucrte der Zug t solchen Libellen-Schwarms beinahe eine Stunde. Bi rer Besichtigung ergab sich , daß diese Jnseften mit durhsichtigen braungefle>ten Flügeln, 6 Füßen und ei langen spibigen Leibe von |<wärbliher Farbe versehen! ren, der obere Theil und der Kopf waren gelb und beh

fruchtbaren Witterung vortrefflih und geben Hoff zu einer reihlihen Erndte. Die Heuwerbung, wi ebenfalls der Erwartung entspricht, hat bereits begon wurde jede< häufig dur< Gewitterregen erschy

sehr \<hle<r ausfallen, weil die Nachtfrôste auf die then zu nachtheilig gewirfe und die Ringelrani] großen bei allen Beinühungen nicht abwendbawW Schaden angerichtet haben. Am 10, Juni zog ein Ÿ sogenannter Libellen in dichten dunkeln Wolke én Gegend von Ziegenhals, Neisser Kreises, vorüber,

darauf entstand ‘ein starkes Gew:tter, von einem Hagel vermischten Wolfkenergusse begleitet. Der Bi fluß schwoll plößlich an. Die Fluthen führten aus| Kaiserlich österreichischen Antheile Schlesiens Mensd

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niger Feldmarken zuräckgebkiebene Bestellung der Som- mersaat völlig beendigt. Auf den warmen und tro>e- nen Feldern giebt sie, besonders die früheste Aussaat,

F gute Aussichten zum Gedeihen. Dagegen steht auf den

p O falten Feldern , hauptsächli<h wegen der verspäteten

N Saatzeit , kein großer Ertrag zu erwarten. Die Erb-

n sen haben im Ganzen durch "den nassen Frühling sehr

H i gelitten. Der Graswuchs is so weit vorgerücêt , daß

worden. V, Schlesien. Breslau.

À Erndte, besonders an Gebund. a d. J. hin und wieder nachtheilig gewirkt haben.

nächstens allgemein das erste Mähen vor sich gehen wird. ? hemmkt. Hin und wieder ist schon der Anfang damit gemacht

Die Feldfrüchte, namentli<h Roggen und -Sommerung stchen im Ganzen

gut und berechtigen zu der Hoffnung einer reichlihen Auf den Körner Ertrag durfte die Kälte in der Nacht vom 15. zum 16. I0 EA e _ Heuerndte ist dur< Regen unterbrochen worden; ist } Dupaty,

leichen, -thierische Körper, Fragmente von weggeschive! ten Häusern, Baumstämme, Wirthschaftsgeräthe Art 2c. vorüber. Fast alle Brücken und Steige wil durchgerissen; das Wasser drang durch die Voi von Ziegenhals, und stand mehrere Fuß hoch auf Markt. Dámme und Straßen wurden zerstört, 2 lenwehre dur<hbrohen, und der Verkehr von

úber Polnisch Wette nah Ziegenhals wurde gánzlid

(Schluß folgt.)

Königliche Schauspiele.

Dienstag, 2. August. Jm Scaushielhause: 1 drei Gefangenen,“ Lustspiel ‘in 5 Abtheil, frei vom Königl. Schauspieler P. A. Wolff.

ï G á 2

Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

. Redacteur Jo

Oppeln. Die Getreidefeldec gedeihen bei der äuß

Dagegen wird die Obsterndte der Wahrscheinlichkeit (F

s Forderungen.

Allgemeine

yreußishe Staats - Zeitung.

S

E

178.

l Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages:

he Akademie der Wissenschaften zur Feier des Aller- hsten Geburtstages eine dôffentlihe Sißung- halten.

Il, Zeitungs - Nachrichten.

A usland.

_ Paris, 27, «Juli. Die Liquidation der Entschä- gungs - Forderungen wird thätig betrieben. Am 15. (tjes Monats waren schon 4456 Entschädigungs - An- lge. bei den Präfekten eingegangen und 1532 Bor-

fertigt und den Reclamanten mitgetheilt worden. Die lch ‘diese Bordereaux liquidirte-Stmme beläuft sich f 121,167,605 Fr. ' Aftiv- und 46,098,724 Fr. Pas- For Die meistcn bei dem Finanz - Mini- rio eingegangenen Bordereaux sînd mit der Zustim- ung der Jnteressenten zu den darin enthaltenen An- reu verfehen. n vor folhen Leuten, die ihrem Belorgnisse wegen

bei der Liquidation obwaltenden Schwierigkeiten Idßen und sie bewegen möchten, ihre Ansprüche um en Spottpreiß wegzug:ben; er versichert sle wieder: lt , daß sie w-der nah Paris zu kommen noch einen ¿vollmächtizten zu ernennen brauchen, indem die- taaßregeln 0 getroffen wären , daß sie Alles von ih-

Wohnorte aus betreiben könnten.

Die Eroile enthält Nachrichten aus Konstantinopel m 28, Juni, nach welchen die Niederlage dér Trup- n Ibrahim Pascha's in Folge der Angriffe des Colo. roni außer allem Zweifel sein soll. Auch soll der von n Türken auf Missolunghi am 17. Juni versuchte turm gänjlih zurückge]chlagen worden, und der in rahim's Armee dienende General Boyer an den Fol- n der erhaltenen Wunden gestorben sein.

Se. Excellenz der Fürst v. Polignac is gestern früh < England zurückgereist.

Der Marschall Macdonald wird bitnen kurzem eder hier erwartet. |

Hr. Victor Dücange - der wegen Preßvergehen zu

“Heute, Nachmittags um 4 Uhr, wird die König:

Fr. 23 C,

aux über 75,000 Verfäufe von den Direktoren an-*

Der Moniteur warnt die Reclaman-

Berlin, Mittwoch, den zten August 1825.

2 Monat Gefängniß in ‘contumaciam verurtheilt wor- NIE war ues LE “erp A den Nieder- eote, hat fl< vor kurzem i 3 i Ee geftele ) zem in das Gefängniß zu on der Abtheilung dér rúhmlih bekann

des. Barons Charles Dúüpin über Sai t militairischen Macht diejes Landes- handelt , ist bereits eine zweite Auflage erschienen. Noch is das ganze Werk nicht herausgefommen und: es sind die ersten Bände beinahe ganz vergriffen. - i

Fünfproc. Rente 103 Fr. 35 C. Drêèiproc. 76

London, 23. Juli. Aus der Levante wird dffentlihen Blättern Folgendes gemeldet : Der Sbüébrie, und Oester. Handels Agent auf Rhodos, Hr. Masse, hatte sich über Raubanfälle von Tärkischen Truppen beschwert die er in seinem Landhause hatte erleiden müssen ; seine Reclamationen darüber blieben stets fruchtslos. Endlich segelte gegen Ende Mai's unsre K. Fregatte Seringa- patam ausdräli< hin, um Genugthuung zu fordern und der Befehlshaber derselben verlangte von dem Bei einen Ylam , d. h. ein Protokoll von dem, was vorges gangen war. Der Bei weigerte si{< dessen auf die zweimal wiederholte, Forderung. Je6bt erklärte der Be- fehlshaber : Wenn er den Yam nicht in drei Stunden bekomme, werde er den Pallast des Bei's zusammen schie- gen, Die drei Stunden verliefen und so ließ der Eng- länder zur Probe eine 24pfündige Kugel dur< das Haus fliegen. Sofort ershienen vom Lande Signale eine Barke fuhr ab, fam an Bord, man parlamentirte und L einer N war der Ylam da.

ine zu Cowes angefommene Bri at am 2

L I 47 R N. Br. einen u os Holz e ciden sehen, wie man L e / vermuthet, eine Trüm- A Ein shreiendes Beispiel von dem Mißbrauch in Folgerungen , welcher dur< die moderne unchristlihe Uebershäßung der heidnischen Alten entsteht , findet si< in der Berichtserstattung des Georgianischen Volks -Re- prásentanten Lumpkin. (Vergl. d. Art. New - York), wo er jagt: „Athen, Sparta, Rom haben Sklaven gehal- ten; wir wollen sie auch halten.“

Als -Gegenstück zu der in den hiesigen Blättern enthaltenen pomphaften Beschreibung des Faustkämpfes zwischen Cannon und Ward (S. das gestrige Blatc der Staats-Zeitung) liest man in der Morning -: Chro- nicle den Bericht über“ einen vor dem Assisen - Gericht von Essex verhandelteu Rechtsfall. Ein Seeoffizier, Namens Allison, fuhr mit seinem Vater, der ein Geist- licher ist, über Land. Sie famen an einem Orte vor- bei, wo zwei Menschen in einem Faustkampfe für 1 Pfd. St. begriffen waren, und stellten si< als Zuschauer hin. Noch während des Kampfes kömmt cin Hr. Byas}