1825 / 180 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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lig auf Feld - und Gartenfrúchte eingewirft, daß man nur no< eine mittelmäßige Erndte zu hofsen wagte. Außerdem, daß die Wintersaat in Weizen und Noggen nur auf niedrig gelegenen an sich feuchten Aeckern noch einiges Ansehen hatte, war der Somm-rroggen auf vle- len Stellen [hon fast ganz ausgedörrt, dünn und ma- ger , die Gerste im Ganzen genommen schlecht aufge- gangen ; der Hafer durch die Wärme und Dürre braun und gelb geworden, und auch der Buchweizen hatte da- durch ein schle<tes Ansehen befommen, / Der früh ge- sáete: Flachs war leider von der Dúrre schou so mitge- nommen, daß dem Anscheine nach auch eintretende nasse Witterung ihm nicht mehr helfen fonate; der spát gesácte war dem Verderben schon nahe. Der Hanf hatte sih etwas besser gehalten, Auf den Wiesen und Weiden war das Gras im Wachsthum aufgehalten , an manchen Orten dürre und roth geworden ; daher der erste Heuschnitr im Allgemeinen wenig ergiebig ausge: fallen ist. Die Witterung war dagegen für die Heus- erndte sehr günstig. Dem Gedeihen der Gartenfrüchte hatte die Trockenheit nicht minder geschadet. Das Obst ist durch ungewöhnlich starken Raupensraþ sehr mitge- nommen. Ausnahmsweise stand der Raps sehr gut ; er hatte beim Beginnen der Dürre seinen Wachsthum schon fast vollendet. Minden. Die Winterfrucht steht im Ganzen gut, doch dünner als im vorigen Jahre. Was da ist, |heint, mit Ausnahme des Weizens in et- nigen Paderbornschen Distrikten, stark geladen zu haben. Den Sommerfrüchten und Gartengewäch]ey drohete die Dürre gefährlich zu werden, doch haben sie sich bei spä eerem Regen wieder erholt. Hingegen ijt jene Dürre auf den Flachs und Hanf wirklich nicht ohne nachthei- ligen Einfluß geblieben. Beide versprehen, was bei den -jebkt günstigen Konjunkturen der Garufabrifation um so mehr zu bedauern ist nur etne sehr mittel- máßige Ausbeute, obgleich in einigen Gegenden der Ausfall in der Quanrität durch feinere Qualität in et- was erseßt werden dürfte. Der Winter. Rübsaamen ist,

mit Ausnahme einiger Paderborn chen Distrikte, sehr gut gerathen, Der Stand des Buchweizens berechtigt Der erste Kleeschnitt

war gut; den Nachwuchs hat die Dürre zurückgehalten. Auch das Vorhau und die Weiden haben unter ihrem Die A. E erdezuht s{hreitet fort, besonders im Kanton Deldruk, m dge n Be dem Neustädter. Gestüt vor 4“ Jahren angefaufte Beschäler die nüßlichsten Dienste leistet. Für den Kreis Wiedenbrück hossen wir von drei daselbst

angefausten Beschälern Hoyascher Gestútrace künftig ein

zu den schönsten Hoffnungen.

nachtheiligen Einflusse gelitten.

Gleiches.

IX. Jülich, Kleve, Berg. Düsseldorf. Die Aussicht auf eine ergiebige Ausbeute der Winter- frúchte, jedo<h mit theilweiser Ausnahme des Roggens, ist noch immer erfreulich, vorzüglich verspricht der Raps eine reiche Erndte. Dem Emporfkommen der Sommer- früchte, der Futterfräuter und der Gartengewächse ist indessen die seit einiger Zeit bei abwechselndem Nord- und Oftwinde eingetretene gvoße Hiße und Dürre sehr hinderlich gewesen, und der Landmann war wirklich für diesen Theil der Erndte sehr besorgt ; indessen hat sich jeßt schon seit mehreren Wochen ein wohlthätiger war- mer Regen eingestellt, und Feld- und Gartenfrüchte wieder erqui>t, Köln, Die Witterung war in der lebten Hälfte des Monats Mai, mit Ausnahme einiger heitern und warmen Tage, regnicht, und bei fortdauern: dem Nordostwinde auffallend kalt, in der Hälfte des Junius hingegen anfangs abwechselnd, vom 7. an aber trocéen und sehr warm. Unter den Winterfrüchten steht die Gerste am besten, der Weißen ziemli<h gut, der

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toggen aber, welcher früher viel gelitten hat, größte theils schlewt. Ju einigen Gegenden hat die Ern

Sommerftüchten nachtheilig und erzeugte fast über Futtermangel. Für den Weinstok war die Wittery gúnstigz er ist fast durchgehends bis zur Blüthe vor rücfc und läßt, ohnerachiet der im Mai statt gehakt Nachtfrôste, noch befriedigenden Ertrag hoffen.

X. Niederrhein. Koblenz. Die Wi rung des Monats Juni hat uns mit einem schdy Sommer beschenkt. Heitere Tage mit steigender Se inerwärme entwickelten sih in stecer Reihefolge. Sonve hat in diesem Monat ihre ganze gedeihli Krafc über die Vegetation ve.breitet. Jun der hei und tro>enen Witterung hat vorzüglich die Traub blúthe ihre vollkommene Entwickelunz erhalten. Sie (hnell vorangegangen und hat sich ohne Unterbrechy ganz gleihmäßig entwickelt. Diecjer Umstand allein s ist für die kommende Weinlese von hohem Werthe, y nun eine gleichzeitige Neife der Traube zu erwar sehr. Jm Allgemeinen war am Ende des Monats Blüthe vorüber. Auch für die Wintersaaten war heiße Witterung sehr gut. Die Halmen beluden mit schweren Aehren, und obgleich es deren viel ger sind als im vorigen Jahre, fo werden sie doch her an Körnern und ergiebiger an Mehl werden. in einigen Gegenden hat der Roggen durch die D gelitten. Fúr die Sommerfrüchte und den Gemüsd war die heiße Witterung nachtheilig. Man fkann den meisten Gegenden die Hafeierndte für mißrall ansehen. Die kleinen, kaum einen halben Schuh hi Hälmchen sind aus Mangel an Regen verdorrt. Gerste hat weniger gelitten, Die Heuerndte liefert Ÿ

strohartig geworden. Von mehreren Gattungen S obst giedt es vieles, obgleich durch die anhaltende D ein großer Theil abgefallen ist. Die Aepfel, und Y olútge is tun Allgemeinen mißrathen. UA add

Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

Die Witterung war bei fast anhaltenden Ost- und Y ostwinden meistens trocéen, abwechselnd fühl und und mituater stellten sih auch no< unbedeutende 9 frôste ein. Der Einfluß dieser Wirterung auf die U wirch|chaft ist offenbar naci theiliz gewesen, indem d die Trockenheit der Wact sthum und das Aufkeimeu Somüerfrüchte gehemmt worden ist. Die leßtern hi viel dadurch gelitten, so. wie auch die Futtcrfrä voran schon merkfbarer Mangel vorhanden ist. Der fer scheint fast aflenthalben s{<le<t zu gerathen; dag hat die Wintrergerste ein ziemlih gutes Ansehen, Rappsaamen ist zur Reife gelangt und fast úÚberall ( gehauen und eingebracht, eben so wie auch die Heut! beinah beendigt worden ist. Der Mangel an wird immer fühlbarer und wenn derselbe nicht bal) treten sollte, so steht zu befürhten, daß der 9 Theil der Sommerfrüchte mißrathen werde.

ikt alCde Schausptel

Donnerstag, 4. August. Jm Schauspielh Zum Erstenmale wiederholt: „Die Soldaten,‘ S piel in 5 Abtheil. vou Aresto, neu bearbeitet v0

Dielikz.

Jn No. 175 der Staats-Zeitung, S. 712, C Sp. 2, Zeile 8 von unten: „Musik von Reinhar'|

| lies: „Rei chard‘‘.

Redacteur Jo

A tine

des Rübsamens bereits-begonnen und verspricht rei R Î hen Ertrag. Die anhaltende Trockenheit war d f l c U l C S Í d d f H / 2 ( í f U In Q | j

„Ag 180.

Berlin, Freitág, dew gten August 1825,

I Amtliche Nachrichten. Ker o-n:i T: des T ge b

ngefommen. Se. Excellenz der General-Lieutenant Jnspecteur der 1sten Artillerie-Juspection, Braun, Mäßhlberg an der Elbe.

II, Zeitungs - Nachrichten.

A usland.

París, 29. Juli. Der König ist no< immer in Cloud und der Präsident des Minister - Raths hat táglih. Vortrag bei Seiner Majestät. : Aus Lyon wird gemeldet, daß manu dort einen Ko- i beobachtet hat, der jede Nacht von 1 bis 3 Uhr dar ist. Die Richtung des Schweifes ist von Osten ) Westen. Nahe bei Lyon , zu OQuillins, ist eine alt errichtet worden, welche einem, in den súdlichen vinzen der Monarchie längst gefühlten, Bedürfnisse priht, . Es ist ein orthopddishes Jnstitut, wo ptsächlich die Verrückungen des Rückgrades mit Hülfe Mechanik behandelt werden sollen,

Jm Departement der obern Garonne besteht ein stst interessantes Junstitut. Alljährli<h versammelt nämlich die Königl. Gesellschaft zur Beförderung Lamwirthschaft , um denjenigen Schäfern und auf Lande beschäftigten Knechten , die sich am besten geführt haben, Preise zuzuerfennen. Vor kurzer Zeit d eine solche Feierlichkeit statt , und drei Schäfer Großknechte wurden durch die Einwohner: ihrer lcinden des Preises wärdig erfgnnt. Tresslich isi das Unternchmen , welches das oft s{lummernde gefühl in den niedern Klassen zu erwe>en und sie _Frengen Befolgung ihrer Pflichten durch andere veggründe, als blos die, das Jnteresse aufzumuntern, dect ; und man möchte fragen , ob ihnen nicht ein wichtiger Dienst erwiesen wird, wenn man das dienst adelt , welches sie in ihrer Sphäre erlangen nen, als wenn man die Erfüllung des gar oft un- igen Strebens, sich über dieselbe zu erheben, zu sehr

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ihtert ? Das Journal Commerce hat si<h, sagt die

züglich |<ônes Fuvttèr, dageg-u ist der Klee hart (F

ile, zum Organ der niederländischen Blätter aufge-

worfen, in denen bei Gelegenheit der, die Douanen be- tresseuden Königl. Ordonnanz v. 13. d, M., von Re- pressaiien die Rede is, (Vergl. d. Art. Brüssel.) Wenn, fährt die Eloile fort, Franfrei<h Repressalien hätte ausüben wollen, so wäre es dazu geschritten, als in den Niederlanden das Verbot erging, französische Weine zu Lande einzuführen. Frankreich hätte ebenfalls verbieten fônnen, niederländisches Vieh anders als zur See ein- zubringen, Wir glauben aber nicht, daß die französische Regierung jemals daran gedacht habe, einen Douanen- Krieg zu machen. Die höhere Besteuerung fremder Leinen erscheint uns daher au< nit als ein Aft der Repressalien , sondern als Mittel, einen bisher nicht

hinreichend geshüßten Zweig der Nationalindustrie siches

rer zu stellen.

Von heute an geht cäglih dreimal das Paketboot: ¿der Pariser ,‘/ von hier nah St. Cloud und zurü, so daß man wohlfeil, ohne Staub und eben so schnell wie zu Wagen, St. Cloud wird besuchen können.

Hr. Lochon, Graf v. Lapparent, früherhin Depus- tirter bei der constituirenden Versammlung und bei der Convention, später Polizeiminister, Präfekt und Sena- A ist ¿u Poitiers in einem Alter von 75 Jahren gee

n. T

P aate: A 108 gr: 9 Dreiproc. 76 Fr. ondon, 29, Juli. Am 26. früh kamen Depe

aus Paris im auswärtigen Amte O R

Hr. Canning macht bereits wieder fleine Spaziers

ritte. Er betrieb Mittwoch bereits wieder Geschäfte

im auswärtigen Amt. Dort wurde gestern Cabinets-

rath gehalten.

Auf dem Viehmarkt zu Overton kamen Montag vor aht Tagen an 100 Schaafe durch die Hiße um.

Der Correo de Cadix enthält die Nachricht, näm- lih, daß die Garnison von Cochabamba si<h fúr die Jn- depenten in Peru erflárt und die von Callao bei einem Ausfall 150 Todte und 19 Verwundete, die Feinde aber nur 26 Todte und 23 Verwundete gehabt.

Die O. F. Comp. hat dén Genaral-Lieutenant Sir

Th. Bradford zum Befehlshaber der Truppen in Bom- bai ernannt. Unser Handels-Agent in Mokha (Arabien) soll sih sehr über das ansheinende Vorhaben des Paschas von Aegypten beschwert haben, Landstriche, die an unsre Jn- dischen Besißungen gränzen, in Besiß nehmen zu wol- len und über seine ausweihenden Antworten auf wich- tige Fragen unseres General-Consuls.

Außer anderer Mannschaft ist au<h die, der aus Alexandrien angekommene Schwedische Brigg Fortuna führende. Schiffer Backling an der Pest gestorben,

Herr Lyon in Bristol hat so eben siebzehn Zebras L T die 300- Miles N. vom Cap gefangea w9r-

en sind. :