1825 / 180 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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20 s Lis 2

Die vier Canadischen Häuptlinge segeln morgen nach Quebec zurück. Sie bezeugen si<h über ihre Auf: nahme sehr zufrieden.

Americanisches Zirmnmerholz ist dur< die starken Anfuhren in Leith, unerachtet des jeßigen beispiellosen Verbrauchs, sehr bedeutend gefallen.

Von Canada ist schon eine Ladung Waizen hier. Die Qualität ist niht \{<ôn, aber do< dem rothen aus Lincolnshire gleih. Bei 63 65 Sch., wovon 10 bis 12 Sch. für Fracht und 5 Sch. Zoll abgehen, wird nichr viel Vortheil übrig bleiben, es dürften aber 70,000 Qrs. eingeführt werden, hernach aber viele Jahre ver- gehen, ehe Canada wieder 50,000 Qrs. im Jahre ent- behren fann,

* Fturbides Wittwe ist ‘in Baltimore angekommen, um sich dort einige Monate aufzuhalten.

Hr. Rigou, Mitglied des Haitischen Representan- tenhauses, is hier am Fieber, verursacht durch die außer- ordentliche Hiße, verftorben. Er hatte Aufträge von seiner Regierung in Beziehung auf eine Handels - und Bergbau-Gesellschaft.

Schon am 19. d. ist der Surat Casile von 56 Ka- nonen , eins von denen für die Mexicanische Regierung angekauften Schiffen, von Gravesend nach Neuyork ab- gesegelt, wo mehrere dergleichen, auch in der Folge cin größeres, aus Schweden fommendes Schis} und zwei Fregätten zu 46 K. sich mit, ihm vereinigen werden. Diese Macht is bestimmt , die Verbindung zwischen Cuba und S. Juan v. Ulloa abzuschneiden. Der SuU- rat Castle wird von Capt. Smith, Neffen des Sir Sidney Smith, befehligt und Officiere und Mannschaft sind alles Britten.

Aus Panama wird vom 22. April gemeldet, daß die Columbische Corvette Santandcr, deren sih auf dortiger Rhede am- 5. August die empôrte Maunschaft bemächtigte, Räubereien an der Küste von Guatimala im Großen Ocean ausübte.

Briefe aus Lima vom 18, März úber Jamaica sprechen vom Capitulations-Erbieten, das Gen. Rodil gemacht habe, wobei Captain Maling von unserm K. Schiffe Cambridge ersucht werden solle, sich dafür zu verbürgen, daß Rodil alle Verpflichtungen erfüllen werde. Die Lima - Zeitungen bis zum 25. hin erwähnen der Sache aber nicht. |

Unsre Zeitungen bemerken, Callao und S. Juan v: Ulloa seien jebt die beiden einzigen Punkte, welche Spanien no< auf dem festen Lande von America inne habe. Es muß aber Chiloe noch hinzugerechaet werben.

Die Allgemeine Dampf - Schifffahrts - Compagnie hat die, unter den neuern Actien - Compagnien bisher einzige, Erscheinung geliefert, daß sie bereits eine Divi- dende gezahlt hat. : U

Vom 1. Januar 1824 bis Ende Juni 1825 sind 8,550,000 Fl. in Golde und 3,223,379 Fl. in Silber von England ausgeführt worden und, wie ein Abend. blatt behauptet, no< 5,200,000 Fl. mehr heimlich.

Die Einwohner von Ramsgate (Grafschaft Kent) sind am 1áten d. Zeugen einer sehr merfwürdigen Na- turersheinung gewesen - wovon ein in den Star einge. rú>cèr Brief Folgendes meldet: „Um 6 Uhr Abends bemerkten wir eine Wolke, die sich aus dem Meere zu erheben und gegen den Himmel zu steigen schien und sich auf dem Horizont so weit exstre>te, wie das Auge reichen fonnte. Alle Schisse im Hafen spiegelten sich darauf doppelt ab. Das eine Bild war verfehrt und unmittelbar úber dem reflectirten Gegenstande ;" das aui- dere auf dem Gipfel der Wolke, die Schiffe schienen in der Luft zu segeln. Die Stadt und die Bucht von Sandwich spiegelten sich ebenfalls in der Wolke ab. Dies interessante Schauspiel dauerte 17 Stunde und vers<hwand allmählich beim Eintreten der Nacht.// Diese

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in den Gewässern von Neapel sehr häufige Erschein ist an den englischen Küsten sehr selten. Der von den Eigenthümern des Lond?ner Blatt „„the Times „‘/ gefaßte Beschluß , dessen ohnehin ungeheures Format durch eine se<hste Columne zu größern, har den Unwillen aller übrigen englischen tungen erregt. Sie ziehen jeßt in Prosa, in Vet ja sogar in Musik gegen die Times zu Felde. ziemlih langes Epigramm auf- die Melodie des S hors aus dem Freishüßen , ist unter andern bei di Gelegenheit erschienen. Ein Blatt dieser Zeitung hâle gegenwärtig ungefähr 5500 bis 6000 Zeilen —| Durchschuitt zu 16 Silben) und es sind, um sie zu zen, 250 bis 270tausend Lettern erforderlich. Confols 905. Brüssel, 28. Juli. Die zur Vertheilung der terstüßbungen in den durch ¡die leßte Ueberschwem benachtheiligten Provinzen angeordnete Kommission, cine vorläufige Liste ihrer Vertheilungen bekannt gem derzufolge erhielten: die Provinz Gueldern 42,000 Nordholland 230,519 Fl. ; Antwerpen 19,265 Fl. ; Utt 2,600 Fl. ; Friesland 121,716 Fl.; ‘Ober - Yssel 249 Fl. ; Grödningen 115,000 Fl.; Drenthe 13. 4/4 Ul. Ein an den Herausgeber des Journal des Bi les gerichteter Brief klagt bitter über die erhöhten j abgaben, welche Frankreich auf eingehende Leinen g und erinnert an einen Schritt, den der Kaiser der Fünfte that, als Frankreich unter dessen Regi den Spibenhandel der Niederlande - belästigen w! der Kaiser, überzeugt, daß halbe Maaßregeln nicht gen, und daß die Absendung eines Ministers an Französischen Hof nur Zeitverlust scyu würde, v sogleich die Einfuhr der Französishen Weine, [0 zu Wasser als zu Lande.

delstraftat abgeschlossen, der beiden Nationen vort yaft war.

Frankfurt, 30. Juli. Die in der 16ten Si! der Bundesversammlung vom 7.- Juli verhandelten genstände wurden in die zur Publicirtät nicht bestinl Separat-Protsofolle aufgenommen. 4

In der 17teu Sibung vom 14. Juli gab d sidium Kenntniß von. einem Berichte des Freiherr

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weis des Standes der Bundes-Matrifularfkasse vorl

dieser Kasse hervorging. Es wurde darauf einhellig

[hiossen : :

daß die Gesandschaften sich bri ihren Regierul verwenden möchten, damit von jeder der betreff

Antheil an neu umzulegenden Dreißig Tau]

Gulden im 24 Fl. Fuße zur Bundes/Matrill

fasse entrichtet werde. j

Jtalien. Jhre MM. der König und dies gin von Neapel liefen mit dem Staatsminister, M von Medizi, und ihrem úbrigen Gefolge am 17,4 Morgens glü>li<h in den Hafen von Neapel ein. 4 MM. besuchten noch an demjelben Abend mit dem, zoge von Calabrien und der ganzen Königl. Faniili Kathedralfirhe, um dem Allerhöchsten für . die glüd zurücégelegte Neise zu danfen, und dem großen M rer, dem heiligen Januarius, ihre Verehrung di bringeu.

Der König und die Königin von Sardinien nach dreimonatlicher Abwesenheit am 6. Juli wied Turin eingetroffen.

Madrid, 19. Juli. Die Königl. Familie San FJZldefonso angekommen, Der Köuig hat

um ein _Majorat als „Marquis der Treue, (Mar( de la fidelidad) zu gründen.

: l Nun famen die Fran init mildern Vorschlägen zu ihm, und es ward ein Y

Haudel als Kanzleidirektor, womit derselbe den #

und woraus. das Bedúrfuiß eines neuen Zuschusses

Sohue des Generals Elio ein Landgut geschenkt , | ches ungefähr 50,000 Realen jährlich einbringen |

ale, die im Auslande gedru>t werden.

Die Gazette enthält ein Dekret. in Beziehung auf as Verbot fremder Bücher und revolutionairer Jour-

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Ad IL. Westpreußen. Bromberg. Die Morta- ift Ynter den Meenshen war im Monat Juni nicht außergewöhnlih. Jn Rzymachowo, Gnefner Krei-

Türkei. Briefe aus Livorno vom 22. Juli mel- | ses, hatten zwei Kinde i irliche en folgendes: Nachdem wir eine Zeitlang feine Schiffe | sie sind berücclit und das ‘Uebel L amg É ta on Osten hier gesehen, sind deren heute eine Menge, |.um sich gegriffen. In der Stadt Lobsens herrscht esonders aus dem schwarzen Meere, angefommen. - Ein | das Faulfieber ; Zes sind indeß bis jeßt nur zwei Men- Wsterreichischer- Kapitain verließ vor 20 Tagen die grie- schen an demsclben gestorben und die ‘Krankheit nimmt hische Flotte, 60 Segel stark, im Angesichte der türki- ab. Marienwerder. Jm Allgemeinen ist der Ge- hen von 80 Segel. Er hatte eine Unterredung mit | sundheitszustand der Menschen gut, das in mehreren m griehis<hen Admiral, der úber die Nachrichren aus | Orten des Schlochauer Kreises herrschend gewesene

Morea sehr niedergeschlagen war, und ihm sagte, Tri- Nervenfieber hat sich allmählig verloren und nur wenige

nd von den egyptischen Truppen blokirt sei.

im Pascha erfahren zu haben,

E E S L A Aachen, 30, Juli. Am 2. August haben

oliba sei seinem Falle nahe, da es ohne Lebensmittel,

Menschen leiden no< an Nachkranfheiten und Wechsel- Am fol: | fieber. Auch das früher fast allgemein verbreitet gewe-

enden Tage hatte der österreichische Kapitain die Floc- | sene Scharlachsieber i egenwärti r f ein- n aus dem Gesichte verloren, höôrte aber sehr starkes j zelne O eTidAfte nbi AReL Cd SE ne dort danonenfeuèr. Ein anderes ôsterreichishes Schiff, wel- | selten vor. Die |hon im Monat Mai, namentlich im hes vor 14 Tagen von Zante ausgelaufen war, berih- | Culmer Kreise, zum Vorschein gekommenen natúrlichen t, daselbst die Einnahme von Tripolißba dur< Joöra- | Blattern sind zur Zeit noch nicht gänzlich unterdrückt ;

es läßt sich aber von der aller Orten eingeleiteten Im- pfung die baldige Tilgung der- Krankheit erwarten.

___L1IL, Brandenburg. Potsdam. Nheumati- sche -, so wie Gallen - und Nervenfi:ber waren die im Juni herrschenden Krankhèiten, unter den Kindern gad wir das ses häufig Scharlachfieber, die mitunter einen \ehr bôs-

freuende Schauspiel eines Wettrennens in unserer Nähe. | artigen Charakter annahmen, Pockenkranfe haven sich Die Theilnaßme an diesem Vergnüget; éußerte sich nicht all.in in der Ost- und Wéstpriegniß an ve: schie: jedem der vorhergehenden Jahre auf das Lebhasteste, | denen Orcen, soudern au<h im Osthavelländischen und d die zahlreihe und glänzende Zuschauer - Versamm- f Preuzlow]chen Kreise gezeigr. Frankfurt. Epide- ng, welche im leßten Fahre an beiden Tagen des f mische Kraufkheiten haben sich unter den Mensch:n im ennens sih dort einfand, gewährt no<h in der Erin- | Monat Juni nicht gezeigt und die Sterblichkeit if in

rung einen hô<s angenehmen Eindruck.

Es läßt | dem gewöhnlichen Veryäitnisse geblieben. Bei den Kin-

h nicht bezweifeln , ‘daß bei der Anwesenheit so vieler | derun dauert das Schariachsiceber noch fort.

emder, auch in diesem Jahre das Rennen stark be- <t werden wird, in wel<hem das Vergnügen der Zu- f unter den Menschen hat im Monat Juni keine unge-

V. Pommern. Côslin. Die Sterblichkeit

haller, wie wir vernehmen, sich dadürch wesentlich ver- | wöhnlichen Erscheinungen geliefert. Das Scharlachfie-

mfang der Rennbahn überschaut.

ehrt, daß auf geeigneter Stelle ein erhôöheter- Stand- | ber herr|< in & > j ; : | 0e ¿ err|<ht no< in Franzen, Schlaweschen, in Tiebow e:bauet wird, von dem aus der Blick it A und Grünhoff, Belgardscheu , Ah Ra: ( : Jn England sin Nebtin und Ait - Lieponfier, Neustettinschen und in j “ees Tribunen (die dort Slands heißen) bei | Seidel, Fürstenthumschen Kreises. Pud int hiesigen en Nennpläßen und mitunter von-so!<hem Umfange | Ort ist dieje Krankheit no< nicht völlig gehoben. Da- drt, daß l mehr als 10,000 Zuschauer fassen. Minden. er verstorbene júdishe Banquier Elz- | melsburgschen Kreises, auf R [l : E M x e gehört. n den vorangesühr- P zu Neuenkirchen - Kreises Wiedenbrück, , hat | ren Kraukheitsfällen sind die (förberiiche Maaßregeln emeinde Neuenheerse eine jährlihe Rente von fin“ sanitätspolizeiliher Hinsicht getroffen worden.

gegen hat sie in Belgard, so wie in Zuckers , Rum-

z Thlr.; den Armen zu Neuenkirchen und Rietberg | S | L : Srl, : g Stralsund, Unter den Kindern dauerte der Keich- Se Rente von überhaupt 50 Thlr. testamen- husten fort; auch kamen hie und da Masern, Nesselaus-

ermacht, und außerdem allen seinen dürftigen | ¡<läge, überhaupt Hautausschläge zum Vorschein. Doch

sofern sie lunter 15 Thlr. beträgt, erlassen.

è Vermögen durch ein Testament hinterlassen.

halische Hals- und Augenentzündungen aus.

: Uet.

<uldnern in der Grafschaft Rietberg ihre Schuld, | waren sie nicht besonders bösartig und nicht so häufig

verbreitet, daß sie als epidemisch betrachtet werden toun-

Der zu Bären verstorbene Kàplan Heinemann ; 7 ;

; L ; E ten, so wie deun Überhaupt feine eigentliche Epidemieen L n Si AORE sein, E Abzug einiger | statt finden und nur die óôftere plôbliche Mitebvitigs: Ve L Sgr. 10 Pf. an Werth betragen | Veränderung als die Ursache der vorbemerkten Krank;

heiten anzusehen ist, welche gleichfalls bewirkte, daß dio rheumatisch - katarrhalischen Krankheiten auch in diesem Monate fortdauerten. Die Sterblichkeit war indeß

rihte uber den Gesundheits-Zustand aus| sehr gering. u Innern dies Reichs Le a E S > # “Wee renßen. Königsberg. Die natúrli- Berichten über den Gesundheitszustand vom Ende Ma „Pofen haben si< zwar hin und wieder bei den | (Staats - Zeit, Nr. 157.), am Schlusse des Artikels i trn gezeigt, jedo<h nur in ges<hwächtem Grade; da- jeu haben diese mehr an Kopfentzündungen gelitten, | mer nicht gedämpft.“ so ist dics von cinzelnen Thet mitunter tôdtlih waren. Sonst sind die Krankhei- | len des Breslauer Regierungsbezirks, wo sich die und Sterbefälle ni<ht ungewdhnlih gewesen. —/

een: Es famen überhaupt wenig Krankhei- nd Sterbefälle vor. Vom Einflusse des oft plô6- | von der Stadt Breslau, wo seit mehreren Jahren feine

eingetretenen Witterungswechsels bildeten si< fa- | Spur von Menschenblattern zu bemerken gewesen ist.

V. Sdqhlesien. Breslau. Wenn es in den Breslau, heißt : „die Menschenblattern waren no<h im-

Blattern bei wenigen Personen gezeigt hatten, zu vek- stehen, keinesweges aber, wie man muthmaaßen könnte,

Der | Liegniß. Bei der im Monat Juni statt gefundènen

séreitung der im Kréise Heidekru . i j i g ausgebrochenen | abwechselnden Witterung fonnte es nicht fehlen, daß a Jenblattern wurde durch strenge Häusersperre und kfatarrhalishe und rheumatishe Uebel und entzündliche Ba:cination der pockenfähigen Subjekte bald vor- | Krankheiten an der Tagesordnung waren. Jn Druse-

Glogauschen Kreises, sind die natärlihen Blattern aus: