1825 / 183 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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alles, was man in der leßtern Zeit über den húülflosen und zerrissenen Zustand der Halbinsel erfahren - geben ihnen einen hoyen Grad von Wahrscheinlichkeit, Da indessen noch keine ojficiellen Meldungen darüber einge- gangen sid, -so darf man sie vor der Hand noch nicht als ganz zuveriä!sig betrachten.

Zu gleicher Zeit hat man vernommen daß Jusfuf Pascha von Lepanto aus ein beträchtlihhes Armee. Corps (welches nach einigen Nachrichten 10/000 Mann starf seyn soll) auf der entgegengeseßten Küste, zwischen Pa- tras und Vostizza, an’s Laud ge|chßt habe, und daß Me/)- solonghi dur< Sturm eingenommen sei. Die leßte Nach- richt erfordert in jedem Falle no<h náhere Bestacigung. So viel scheint außer allem Zweifel zu seyu, dap die scit mehreren Wocheu verbreiteren Gerüchte von der Wie- dereinnahme von Salona durch die Griechen, von Gu- ra’s Siegen u. \. f. nicht den mindesten Grund hatten.

Die von Hussein - Bei commandirte Division der ägyptischen Florte, bestehend aus 9 Fregatten y L vetten , 21 Briggs und Goeletten die nach Candia ge- sendet war, um einen Theil der dort befindlichen Alda- neser nach Morea úberzu]chiffen, lief am 23. Juni aus dem Hafen von Suda mit 5000 Mann Jufanterie und 800 Pferden aus, und segeite, zugleih mit der Flotte des Kapudan Pascha, gegen Navarin, in dessen ähe die vereinigte Flotte, úber 80 Segel starf, zu Anfang des Juli von einem österreichischen Schisse gesehen wurde. Das nâmlihe Schiss begegnete der unler Miauli und Sachturi vereinigten griechischen Flotte zwischen der Ju- sel Cerigo und Cap Sr. Angelo,

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Solingen, 30. Juli. Unserer alten Fabrifstadt ward heute das Glück zu Theil , Se. Königl. Hoheit den Kronprinzen in ihrer Mitte zu schen. Hôchstdie]el ben wurden bei ihrer Ankunft von dem Regierunas- Chef - Präsidenten vou Pestel aus Düsseldorf - dem Ge. neral- Major von Driejen/ dem Landrathe des Kreijes und unserem Bürgermeister vor deu Rathhauj]e ehrer- bietigst empfangen, und nahmen sodann die vorbereitete Ausstellung von Waaren hiesiger Fabrik in Augenschein, wobei die D:putirten des Handelstandes der Guade theil- haftig wurden Hôchstdenenselben lhre Ehrerbietung zu bezeugen. Se. Königl. Hoheit untersuchten die einzel: nen Zweige der zahlreichen äusstellung/, ußerten die sprechendste Theilnahme für alle Fächer des Gewerbflei- ßes unserer Stadt und geruheten ein tleines Etui mit feineren Stahl-Arbeiten hiesiger Fabrik huldrei<h anzu- nehmen , „welches der Landrath im Namen des Gewerb- standes, als eine ehrerbietige Gabe für Jhre Königl. Hoheit die Frau Kronprinzessin zu überreichen sich er-

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bel, der von Mund zu Mund, so wie von "Herz

Herz ging , belebte die Stadt bis zum spâten Abend, Elberfeldr, 1. August. Vorgestern wurde uy rer Stadr die hohe und lange crsehnte Freude, S. K. dei Kronprinzen auf der Rückreise nach Berlin hj eintressen zu sehen. Der freudigen Erwartung, ivelcher man diesem Augenblicke entgegen sah, glich n die innige Herzlichkeit, die bei dem Empfange des liebten Prinzen sich allgemein aus!prach. Unfer w diger Landrath, Graf von Seyssel , war Sr. Könj Hoheit bis zur Grenze unseres Kreises entgegengeei an der städtis<hen Mark angelangt, wurden aber Hôd dieselben von dem Oberbürgermeister Brüning , des Beigeordneten und dem Stadtrath eben so herzlich y ehrerbietigst bewillfklommnet und von ihnen, wie al von einer großen Anzahl Bürger zu Pferde und Wageu im feierlihen Zuge nah der Stadt beglei nachdem der Oberbürgermeister die Gefühle der Bür Elberfeldts mit wenigen biedern Worten ausgespros und Se. Königl. Hoheit hierauf liebevoll geantwe und, nach alter Sitte, den Ehrenwein aus den H den des vielgeachteten Seniors des Stadtraths, Ÿ v. Carvap , empfangen hatten. Das Geläute d Glocken und der fröhlihe Jubelruf der wogenden Mi bezeichnete den Augénblick der Ankunft des Prinzen begleitete Jhyn bis zur Wohnung des Banquiers der Heydt, wo Se. Königl. Hohcit durch cin herz! Lied von zwölf jungen Mädchen bewillfkommnet wu Se. Königl. Hoheir geruhten bei dem Hrn, von Heydt zu speisen und besuchten nach aufgehobener fel die hauptsächlichsten Manufakturen der Stadt. | festes Denkmahl des Aufenthalts unseres geliebten nigssohn in diesen Mauern ist das „allgemeine Ar! haus,‘ dessen Grundstein Abends gelegt wurde unds Sr. Königl. Hoheit den Hammerschlag erhielt, wh fromme Gesänge dea Seegen des Himmels auf T und Vaterland hcrabriefen. Nach Vollendung ¡<ónen Feierlichkeit fuhr der Prinz nach Barmen, auch dieje Stadt dur< Seine Gegenwart zu erfrtl Den Tag beschloß eine Abendparthie im Saal: d Musäums, wo Se. Kdnigl. Hoheit Sich mit allus wesenden wohlwollend und hôchst theilnehmend uk A Gegenstände der Judustrie und des Verkehrs unW ten. Gestern nach gehörter Frühpredigt besus Se. Königl. Hoheit die Anlage auf der Harbt - Sie cin Frúhitúc einnahmen und Sich am An! der herrlichen Begend ergößten. Als aber der Y beim Abschiede den Becher erhob und ihn auf das Y der Thalbewohner leerte, blieb kein Auge trocten innige Rührung bewegté jede Brust. Der Oberbl mcister bat um die Erlaubniß, diesen Bechergru) wiedern zu dürsen, und von tausend und taufend El mer wurde sein freudiges Vivat wiederholt. So der verehrte Königssohn, zu früh sür die V

laubte. Vor dem Rathhause bewillfkommente der aus Sößnen und Töchtern von Fabrifanten der Gegend. be- stehende Sánger : Verein den verehrten Königsjozn mit herzlichen Liedern, und unbeschreiblich war dec Eimdruc>, als Se. Königl. Hoheit dieje ungeheuchelte Aeußerung treuer Búrgerliecbe huldreih erfennend, initteau unter das versammelte Volk traten die Directoren jenes Ver- eins vor sih riefen, und ihnen für ihre heutigen Lei: ]stungen mit hoher Freundlichkeit zu danfen geruheten. Nach Aunahimne eines Frühstücks bei dem Professor Voil- mann und na<hdem Sr. Königl. Hoheir tie Geistlich- feit und die Beamten durch den Landrath vorg? stellt worden waren „seßten Hôchstdieseldben unter demn lauten Segensrüf der versammelten Volfksmeng? Jhre Reije Cort... Ie aufrichtigsten Wünsche folgten dem Königl. Sohne des verchrten Monarchen, und der sroheste Zu-

dexr Bewohner des Wupperthals, bei denen das 2 wollen und die herablassende Milde Sr. Königl hzit einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen h

N 50:41:41.2 Schauspiele Montag, 8. August. Jm Schauspielhause: /- beherrshung,// Schauspiel in 5 Abtheilungen V W. Jffland. (Hr. Weiß, bisher beim Staditheal Hamdurg, deu Constaut zum exsten Debüt “ais glied der Königlichen Schauspiele. Mlle. Carol. V Luise. q : : A 9, August. Jm Opernhause : ¡Dit serinjel,// Zauber - Oper in 3 Abtheil., mit Tanz ne von- Reichardt. ) i

Gedruet bei Feister und Cisersdorff.

reu ßis<e

A[lgaMmt tine

Staats - Zeitung.

E E L E E A

Hg 1583.

Berlin, Dienstag, den gten August 1825.

I Amtliche Nachrichten.

Kromikf-desTwges

Se. Maj. der König haben dem Sohne des Majors ),, Freiherrn vos dem Busche-Jppenburg zu hausen, Wiihelm Julius Freiherrn von dem <he-JIpvenburg zu gestatten geruhet, den Na- und das Wappen der Familie von Kessel dem gen beizufügen und sih: Freiherr von dem |<he-Jppenburg genannt von Kessel, nennen schreiben zu dürfen.

Seine Majésiät der König haben dem Major au- Dienst von Schmeling-Diringshofen, den Johanniter - Orde lei / „Johanniter - Orden zu verleihen geruhet.

Der vormalige Justiz - Commissarius Walstorff pieder zum Justiz - Commissarius bei dem Landge- : zu Halle und Notarius publicus mit Anweisung Wohnsißes in Wettin bestelle worden.

Von dem Königl. Consistorium der Provinz Bran- urg ist der Doctor der Philosophie, Gottfried Emil her, als Oberlehrer bei dem Berlinischen Gynmna- bestellt, und als solcher bestätigt worden.

Im Bezirk der Königl. Regierung zu Gumbinn en, ist die zweite Predigerstelle bei dortigen altstädtschen Kirche dem Rektor Jordan usterburg verliehen, zu Brombérg, der bieherige Kandidat der Theo-

Les Theden, zum Pfarrer der Gemeinde in 1 E /

zu Arnsberg, der Kandidat Schöneberg aus

lenba<h, zum Prediger der evangelisch - lutherischen einde in Sprocfhôvel, ernannt E aer zu Münster, ist der bisherige Kaplan Kümpers sende, zum Pfarrer in Emsdetten bestellt, und sarrstele ad St. Martinum in Münster dem zeit- zen Kaplan Sch medding verliehen, und

zu Aachen, für die fatholishe Pfarrstelle zu Wall- , Kreis Eupen-,, der bisherige Vikar Mertens zu n, als Pfarrer berufen worden.

An dem M, Obetlandesgerichte zu Stettin sind . L. G. Auscultatioren Messerschmidt, v. Ar-

Redacteur I v.-Borke und Behmer,

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ei K. lite, die Audoultacores Fra ns ind Give u G, G dg gr Sg Mea ags Mars a E N L pet irg Mp s Auscultatoren ra darien ernannt d uny Forner zu Riseuren

ITL, Zeitungs - Nachrichten.

Ausland.

Paris, 2. August. Die i i rit E E E rA) L ti ¿vér etro if Durch eine im Moniteur erschienene königli donnanz is festgeseßt, daß eine aus ‘drei Ci bestehende Commission sich am 9. August, dem lesten Termine für die Umwandlung in dreiprocentige Renten um Mitternacht versammeln wird, um den Betrag der Renten festzustellen, welhe umgewandelt worden sein werden. Der Betrag der bisher geshehenen Umwand-

A I E R Renten sein, olgen der no<. immer fortdauernden

äußern sich auf eine fúr die arme Klasse sehr I Weise. Selbst die tro>enen Gemüse der geringsten Sorte sind für unbemittelte Leute kaum mehr zu er [hwingen. Der Preis der Kartoffeln ist auf das vier- fache gestiegen; die jungen Gemüse sind faum no< zu bezahlen. Die Getreide - Erndte ist zwar ergiebig und die Qualität gut. ‘Das Mehl ist aber sehr gestiegen weil viele Múühlbäche tro>en sind und der Wasserstand in den Slússen so niedrig ist, daß beinahe alle Mühlen ill stehen. Unter diesen Umständen sind die vorhande- nen Dampfmahlmühlen von sehr großen Nußen, und daß deren Eigenthümer gute Geschäfte machen, versteht sich von selbs. Sogar die Windmühlen können nur wenig leisten , weil beinahe eine vcllfkominene Wind ille E : j

nfprocentige Rente 102 Fr. 30 C. iproc a gr _EE g Fr C Dreiproc.

London, 30. Juli. Dieser Tage kam vor de

Lord - Mayor auf Anlaß d.r Klage dées Bäckers tifber einen Mehl -Factor, der ihm verfälshtes Mehl verkauft habe, ein großer Gräuel zu Tage. Der Pharmaceut (operator at Apothecaries-Hall) Hr, Clarfe, welcher zum Zeugniß herbeigerufen war, berichtete, daß in sei- ner Kenntniß die Mehlverfälshung s<händlih weit ges