1825 / 193 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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wenn es den Söhnen Heinrichs TV. anver- ein Volk in Ruhe únd Ordnung lebt,

Die Geseßz- Princip aller

zweifeln, trauet ist? Wenn so wächst und entwickelt: sih Alles in ihm.

máäßigfeir ist das Lebens- und Freiheits- Nationen , die Revolution ist Tod.

Der Aristarque theilt ein Schreiben aus Madrid in welhem von der Verlobung des Herzogs von Prinzessin Elisabeth Ferdinandine, Tochter des Jnfanten Don Francis de Paula die Rede ist. Die Etoile sagt, sie glaube, jene Nachricht habe auch ni<t den entferntesten Auschein von Wahrheit.

Privatbriefe aus Port - Louis, (Isle de France) melden, daß ein aus Calcutta angefommenes Schiff die Nachricht dahin gebrachr habe, Raugoon sei von den Birmanea wieder genommen und verbranni worden, bei welcher Gelegenheit unter den Engländern ein großes Blutbad angerichtet worden sei.

Der Erzbischof von Paris ist vorgestern hier ange- fommen. Bei seiner Abreise von Rom hat ihn der Pabst mit zwei Büsten des heiligen Paulus und des heiligen Petrus, na< dem Modell der im Lateran de- findlichen Originalien, beschenkt.

Die Oppositions : Journale aller Farben haben we- gen des vorgestrigen Falls der dreiprocentigen Rente ein allgemeines Hurra! erhoben. Die Jrhaber der Renten scheinen sich jedo<h von der ersten Bestürzung erholt zu haben, dein die Dreiprocents gingen gestern wieder ctwas in die Höhe, der Cours schwankte zwischen 72 Fr. 40 C. und 72 Fr. 70 C.

Fänfprocentige Rente 102 Fr. 35 C.

* London, 12. August. Die Times enthalten die wesentlichsten Bestimmungen des Vertrages zwijchen Mexico und England, der aber, wie bekannt, nicht ra- tificirt wordeu ‘is. Nach dieser Mittheilung seßt der Artikel 1. ewige Freundschaft fest, Art. 2. bis 9. Frei heit, des Handels auf den. Fuß der begünstigsten Natio- nen; die Küstenfahrt ist naturlih ausgenommen ; als Mexicanisches Schi wird jedes angesehn, welches eut- weder in Mexico gebauc oder naturalisirt ist und dessen Mannschast zu den drei Vierteln mit Wissen der Re- gierung angenommen, der. Patron abèr ein geborner ‘oder naturalisirter Mexicaner ist ; die Dauer diejer Fest- seßung ist auf 10 Jahr bestimmt. Art. 10. betrifft den Nachla und die das Vermögen angehenden Verfügun- gen der Einwohner des einen Landes in dem Andern, die auf den Fuß der begúnstigsten Nationen behandelt werden sollen; Arc. 11. die Freiheit von gezwungenem See- und Landdienste ; Art. 12. die Bestellung von Consuls und die diplomatischen Agenten. Ducch Art. 13. wird der Fall eines Krieges vorausgesehn und dasJnteresse der beider- seitigenUuterithanen, namentlich der Handelsleute, vérwahr“. Der Artikel 14. set fest, daß die Brittischen Untertha- nen in Mexico von Verfolgungen und Beunruhigungen, hinsichts der Religion, geihüßt sein sollen, vorausgeseßt, daß sie sowohl die Religion der Nation, bei welcher ste leben, als deren Verfassung, Geieße, Gebräuche und Gewohnheiten respectiren. Art. 15, Die Bedingungen ; des 6, Artikels *) im Tractat von Versailles vom 3. Septbr. 1783 (zwischen Großbrittanien und Spanien) und die Couvention zur Erläuterung der Stipulationen des 5. Att:, unterzeichnet zu London am 14. Juli 1786, *7 sollen zvishen Sr. Großbrittanischen Majestät und den ! Vereinigten Staaten von Mexico in so weit, als er den Theil des Gebiets derselben betrifft , in voller Kraft und Gültigkeit bleiben. Durch Artikel 16. verpflichtet

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mit, Bordeaux mit der

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*) Dieser Artikel ‘bezieht sich auf das Fällen von Campeche- Holz, welches dem Brittischen Unterthanen innerhalb ge- wisser Grenzen gestattet wurde.

**) Betrifft gewisse Grenzbestimmungen und Erläuterungen rü>sihtli<h des Fällens von Farbholz und der Fischerei auf dem Festlande. : : |

sich Mexico fúr die Abschaffung - des Sclavenhard;

neux Verträge in Erwägung gezogen Art. 18. betrifft die Ratification. Ein Zufaß - Arti bestimmt daz die möglicherweise Spanien zu gewähre den Privilegien nicht ausschließliher und verbietender) sein und aufzu bestimmende Jahre beschränkt werden soll (Der von dem englischen Blatte mitgetheilte Ausz stimmt, mit dem in der Liste der Hamburger Börs

D Bericht über die Geschäfte der Gesell ¡chafe des verg genen erstea halben. Jahres zu hôren. ‘hieraus, daß die Getlell:haft in dieser Zeit,

an Dampfmaschinen gehabt hat, theils gebaut, theils gekauft hat, gen Verkehr zwischen London und den Häfen von Hi

zu einem

ten, mithin jeue Personen schuldig jeicnt, die

irfsam zu sein, Arr. 17. jeßr fest, daß nach s

ahren die Verhältnisse zur etwanigen Abschließy werden soll

alle enthaltenen vollständigen Traktate Überein),

Der Courier sagt hinsichtlich der Bekanntmachung j ses Dokuments, es sci kaum nöthig zu bemerken, h es, unter den jeßigen Umstämden, durchaus nicht bei

tet zu werden verdiene.

Die lebten Nachrichten aus Mexico sind v. 11. Jy

Seit der Prásentation des Hrn. Ward als Großbrit nischen Beschäststrägers, hatte sich nichts vonBedeuty ereignet, mit Ausnahme der Ankunft des ersten Sil

ransports aus den Gruben von La Valenciana , wel

nah Mexico zum Münzen gebracht worden isk. S1 derbar genug traf gerade am nämlihen Tage die Ri des Hrn. Baring au, April) darzuthun bemüht hat, daß das ganze Mexicu he Bergwerksgeschäft eine Spiegelfechterei sei. Gu würde er niche so reden, wenn er sähe, wie viel taus Menschen zu einem ehrlichen Broderwerd durch | Aufleben des Bergbaues in diesem Lande gefkouimen st

in welcher er si< (im M\

Gestern har eine Versammlung der Gen ampfboorschifffahrtsgesells<haft statt gefunden, um|

És ergiebt ungead! der Hindernisse, welche sie bejonders wegen des Mani

doch 15 Packets welche im regelmi

burg, Ostende, Calais, Boulogne, Dieppe, Dünku( Yarmouth, Remsgate und Margate begrissen und einzeln-n Fällen au<h zum öffentlichen Diznisk oder Privat Unternehmungen angewendet worten find, ganze Betrag der Frachten ist ungefähr 27,000, derLla der Ausgaben beiläufig 17,000, der reine Gewinust M 10,000 Pf. Die Direktoren haben hierna<h vorge({! gen, eine Dividende vou 8 Procent zu vertheilen u hoffen, daß es möglich sein wird, im nächsten halb Jahre eine ähnliche Dioidende zu geben, wonach der jäzrliche Gewinn der Gefell)chaft auf 10 Proc belaufen wird,

Schweiß (Lucern, 4. August.) Gestern am 0 burtstage Sr. Majestär des Königs von. Preußen hl

der Königl. Preußische Gesandte, Freiherr von Otterstdh

die Schuithe:ße des Directorial-Cantons mehrere Lan tags - Abgeordnete und eine Anzahl anderer Persoul Mittagsmahle vereinigt. Der Schulthh Am Rhin, jelziger Präsident cer Eidgenossenschaft, | die Gesundh-it Sr. Maj-:stát des Königs von Preuß ausgebracht und der F-etherr von Otterstedt hat iet der Versammlung in den |<ineihelhaftesten Ausdrüäl dafúr gedanft. i

Madrid, 1. August, Ju der Gaceta li- m

Folgendes : Auf den au den König erstatteten Beridl

daß mehrere Personen in Corunua, die wegen poli! scher Vergeh:n im Jahre 1814 zu Gel strafen verl theile worden waren, der Betrag derjelben von de

)stitutiouelleun Regierung zurückgezahlt worden ist hi Sr. Majestát dveschlossen, daß, da die Akcen jener Reg rung sämmtlich für nichtig erflärt worden sind, die

zu betrdW Gelddußi Teri!

Zurückzahlungen ebenfalls als nicht gesehen

von neuem. und zwar in einem p:remctorishen von 3 Tagen zu dezadlen.

Finhalt zu

Wie wegen politischeu Ursachen in der lcßten Unglücks-

r cl sichern Gang und beschäftige 13 bis 14 Assorti-

Der Rath von Castilien hatte, um der Emigration tun, und die Wiedereinwanderung der hon Emigrirten zu befördern, bei Sr. Majestät darauf ng:tragen : 1) nur auz furze Zeit limitirte Pásse zu eben und 27 mit Sequestrationen der Güter derjenigen y drohen , die niche iu 6 Monaten zurücfkehren wür en. Die Precuratoren des Raths von Castilien, ‘de en die Sache zur Begutachtung übersaudt worden, ha- en sich mit dem Autrage, jedo<h mit Ausnahme der Zequestrations-Maapregel, einverstanden erflärt und vor- eschlagen, die Güter der Widerspänstigen zur Verfü- ung ihren in der Halbin]el angesessenen nächsten ge- 6máßigen Erben zu stellen. Die Procuratoren haben do<h erachtet , daß es augemessen jei, die Perionen,

veriode inm Auslande verwèilen, davon auszunehmen.

Der Herzog von Juúrfaucaèo hat sih umsonst be-

üher, das Zujammentreteu der Sicherheits - Junta zu erhinderu. Er hat vom Könige den ausdrüctlichen mtf erhalten , die Junta unverzüglich zusammen zu rufen. Man hatte das Gerücht verbreit:t , daß in. Mal- ga zwischen den dortigen Truppen Unruhen ausge- ¿chen seien. Die neu«¿sten Briefe aus dieser Stadt pábnen jedo<h hiervon nicht das Geringste.

Die Angemessenheit der Wiederherstellung der Jn- isition soll, wie es heißt, im nächsten Ministerrath in erathung gezogen werden. Diese Maaßregel wird in- }cn viele Gegner findeov, uud es ist um so weniger vermuthen, daß sie dur<hgeh:n wird, als der Pater (ez, Erzbischof ron San. Jago, der, wie man weiß, 1 thâtigstea für dieselbe wirksam ist , und dessen Ein ß die Sache bis zu ihrem gegenwärtigen Stand- nfte gebracht hat , jeßt sehx franf und aupßer- Stande

seinen Geschäften obzuliegen,

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Breslau. Mit Ausnahme des Zinks, welcher zu ¡don plößlich bedeutend im Preise gestiegen, hat sich allen andern hiesigen Ausfuhr : Artikeln nichts geän- t, Jn de? Grafschaft Glaß erhielt sih der Leinwand, el im Steigen ; dagegen hatte die Getreide-Ausfuhr þ dein Oesterreichischen schr abgenommen. Der Ver- t auf dem hiesigen \ Johannis- Jahrmarkte war sehr haft , es hatten si<h viel fremde Käufer, besonders den, eingefunden. Bunte und weiße Leinwand, auch er-Waaren, hatten vorzüglich guten Absaß. Die: esse zu Fravffurt a. d. O. hat den Catrtun- und Tuch- tifanten der Provinz wieder einigen Absaß verschafft. n wesentlihem Nußen, besonders aber au<h für das jemeine Beste der Provinz, ist unverkennbar die Ver- èetung und Vermehrung des Maschinenwesens in die- beiden wichtigen Zweigen des Gewerbfleißes. Da die Neigung zu Fabrik Anlagen und die Kenntniß verbesserten Englischen Maschinen im Allge- nen noch sehr fehlt, so bedarf es nur der Aufmunte- 9, um wenigstens einen Theil der großen Quantität le, welche das Ausland zu Tüchern verarbeitet , um trifa mit diesem Artikel zu versorgen, hier im Lande itarbeiten, Hierzu dürfte vorzüglich die Förderung Voll - und Baumwollenspinnereien gereichen. Die leôt im hiesigen Regierungsbezirk einzige große Woll- erei des Commerzienraths Oelsner zu Trebniß, geht

‘s, worauf alle Wochen 3 bis 4000 Pfund Sthaaf. é versponnen werden. Es- wird dabei fortg: fahren, L nlegung einer guten Waike, Färberei und Scheer- inen auch eine vorzügliche Tuchfabrikatian zu erzie. Nee Unternehmer macht sih um diesen Zweig der [hen Jndustrie verdi-uter, a!s die An!équng be-

partement no< so selten is. Die Preise der feinen, noch in den Händen der hiesigen Wollhändler befindli; <hen Wolle, haden sich dur< Nachfrage von Seiten des Auslandes zwar nicht gehoben, indeß sind no<h Englische Wollkäufer hier, von denen die Sommerwolle gut be- zahle wird. Bei den äußerst niedrigen Preisen- des Flahses sucht man einen Abiaß desselben na< England zu bewirken, wo, besonders in Schottland, die Flachs |piunerei mit Maschinen zunimmt. Judeß sind bisher auch .dort nur geringe Preise zu erreichen gewesen, üu dem der Flachs aus dem Nordeu wahrscheinlih zu sehr niedrigen Preisen dort zu haben ist, Liegniß. Der Leinwandhandel dauert lebhaft sowohl im Schlesischen als Lausiß\chen Departe- ments Theile. Die auf den Märkten erscheinende Lein- wand wird überall gefauft. Die Bleichen sind vollstän- dig belegt und die rohen Garne im Preise gestiegen, Neben der Leinwand geht au< immer noch roßes Lein garn, Und zwar na< Sachsen, in bedeutender Menge aus. Die Glashütten un Gebirge sind lebhaft be|<äf- tigt uad erfreuen sl< starker Bestellungen, dazu mag beson de:6 der Umstaud beitragen, daß in den leßtern Jahren nicht nur die Glasmasse sehr verbesserr worden ist, jondern au< im Schleifen, «im Vergolden und tin jonstiger Veredlung des Glases so bedeutende Fortschritte gemacht worden sind, daß die feinern Schlesisch2n Glas: waaren denen der benachbarten Bößmischéu Hütten in Güte nirgends nacstchen. Der Glasfabrikant Prausler in Schreibershau, hat besonders dazu beigetragen, die: ien Junduskrtezweig zu heben. Der Tuchabsaßz befindet fich im Allgemeinen zwar immer neh in ungünstiger Lage , doch hat die leßte Franffurther Messe guten Adjaß ge1oáhrt. Der gegenwärtige Druck, welchem das Tuchgeschäft, das nah dem alten Schlendrian betrieben wird, unterliegt, ist insofern niht ohne Nußen, als er die Verleger aufregt sich dur<h Einführung verbesserter Spinn- und Appretur- Maschinen diejenigen Vortheile zuzuwenden, welche die Concurrenten auf gleichem Markte bisher. Vorzüge vor ihnen ver\chat haben,

Oppeln. Der Handel mit Getreide, Flachs und rohem Garne nach den Kai!erlih Oesterreichischen Staas- ren dauert fort und gewährt den Landmann in den Grenzkreisen einigen Absaß seiner Produkte. Die Aus- suhr der rohen Wolle nah diesem Nachbarstaat ist tn diesern Jahre bedeutender als im verflossenen derselbe war, Der Speditionshandel zu Wasser war wegen des niedrigen Standes der Oder im Monat Juli unbedeu: tend, Der Tuchhandel stoéte nah wie vor; die Glas-, Éisen- und Zinkhütten wurden mittelmäßig betrieben. Der Centaer Zink wurde mit 6 -Thlr.“ 20 Sgr. bis 7 Thlr. bezzhl. Mit dem Bau der Chausseen auf der großen Handelsstraße von Breslau nah Krakau und Gallicien, welcher von der Königlichen Seehandlung übernommen worden, wird thäcig vorgegangen. Die vom vormalig-n Handels-Ministerium angeordneten R2- paratur: Bauten mehre-er Strecken auf dieser Straße, um das Ganze in eine wizklihe Kunstjstraße umzuschaf- fen haben ebenfalls begounen-

Potsdam. Auf der Elbe war der Verfehr im Monac Juli im Durchschnitt gut, besouders günstig zeigte sich derselbe bei der Ausfuhr, indem viel Wolle, Leinwand und Zink nah Hamburg abgeführt wurden. An G:treide wurden 1888 Wispel über Wittenberge nah Hamburg ausgeführt; von diesen bestand m-:hr als die Hälfte in Waizen. Ueberhaupt wurden in Witten- berge 147 beladene und 58 unbeladene Kähne aufwärts, und 170 beladene und 27 unbeladene Kähne uiederwärts expedirt, unter welchen sich 38 beladene Köhne mit di- reltem Transitogut von und nah Sachsen und Böhmen befanden. Ueber Wittsiok gingen 165 Frachten ein, welche -mit 2794 Ctr. belastet waren. Davon kamen in

fort ,

uder C j i 2 È f f ê uder Capitalien zu-Fzb. ik-Anstaiten im hiesigen De-

Wittsiock 609 Ctr., hauptsächlih Butter, Judigo, Riiës