1825 / 218 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

scheint si< aber die Politik des Französ. Cabinets ge ändert zu haben. Die Unterstüßung des Hrn. Zea be wics, daß es Spaùiiens Lage begriss, und die Schwie- rigf iten, welche dieser Minister fänd „so wie das Bes: sièresshe Unternehmen brachten vollends die Wahrheit ans Licht. Die Franzds. Minister sahen , wohia die st:enge Beobachtung eines Prinzips geführt, Die lebte Anwesenheit des Herzogs Wellington scheint mit jenen Verhältnissen in Verbindung zu stehen. Die Crisis in Spanien hat weder Englands noch Frankreichs Staats- männer überrascht, und Franfreih scheint jeßt entj<lo}- sen , Ferdinands Autorität gegen eine sogenannte roya- listishe Parthei aufre<t zu halten, wie früher gegen eine revolutionaire. Dieser Entschluß stcht mit den wichtigsten Juteressen Frankreichs in Verbindung: mit der Ruhe der eignen Gränzen, der Gewährieistung der von Spanien zu fordernden- Summen , Unterdrückung der Theorien (der Priester) die sich jeßt auf die beun-

ruhigentste Weise unter dem Französ. Volfe verbreiten.

und endlich der Sicherheit der Truppen, díe Frankreich, bis zur gänzlihen Vollzichung der bestehenden militai- rishen und finanziellen Couventionent, auf jeden Fall in Spanien stehen lassen muß. Das Resultar dieses Ent- schlusses wird nicht nur das Franzdós. Ministerium im Innern , sondern auch in seinem Einfluß nach außen stärker machen; es bildet au< ein neues Band zwi|chen ‘England und Frankreih. Die Erwartungen mehrerer Englischer Staatsmänner werden. in Erfúllung gehn und nicht bloß aus Fraukfreichs bisherigen Fehlern , soudern ‘auch aus den Fehlern der bieher von demfelben unter- stüßten Patthei wird ein großer Nußen erwachsen. Da: gegen verdient ne< ein anderec Gegenstand Beachiung, der in engerm Zusammenhang mit dem, was bereits erwähnt worden , steht: die ausgesprochene Anerkennung Sit. Domingo’s. Was bleibt hiernah no< übrig, als die Anerkenuung der neuen Süd - Americanishen Staa- ten? Die Minister Carls X. können jedoch nur nach dem Prinzip der legitimen Souveranitàt dahin wirken, Ferdinand VII. zu einem ähnlichen Emancipatiensact zu bewegen. Die Gelegenheit ist jet hôchst günstig. Wir hören von Vorschlägen, welche die vormaligen Spa _nishen Colonien gemacht haben sollen , von Vermitte- tung Englands, von Subsidien - Abzügen zu Gunsten Franfreichs und der andern Gläubiger Spaniens. Al- Tes dies wäre jeßt nah Bessière’'s Hinrichtung leicht abzuthun. den nächsten Kammern sammenfommen) erscheinen ,

(die erst im Februar 1826 zu-

weun sie die heftigen De-

clamationen , denen sie jo lange ausgeseßt waren, durch vortheilhafte Handelsverträge mit den ver]chiedenen Staa- ten der neuen Welt mit der aus den CEmancipations- Geldern empfangenen Zahluag der Forderungen an Spa- nicn 2c. beantworteren! Wir unsrerleits würden ihnen zu einer solhen Wendung der Verhälcnisse Glück wün- schen; denn, wenn man guch unser Land unaufhörlich der Selbstsacht und Handels - Eifersucht bezüchtigt, so halten wir uns doch überzeugt, daß jeder Helldenkende unter uns Alles freudig willfommen heißen wird, was irgendwo in der Welt zur Beförderung der Sache der Freiheit , des Handels und der Civilisation ge\chieht, ei, ver Sache, bei der wir, es fomme wie es wolle, noch) lange voran stehen werden !“/ Unsre Regierung- denkt sehr eifrig daran, eine Dampflotte in Bereitschaft zu haben; sie láßt vizle Dampf-Maschinen verfertigen und eigends für die Ma- rine in die Zeughäuser aufstellen. Vor kurzem erhielten drei der ersten Fabriken des Landes Auftrag, gleichartige Maschinen von derselben Kraft und Anordnung zu ver- fertigen. Die Admiralität ließ in Gegenwart des Werfk- meisters Proben damic anstellen, und es ergab sich, - daß die Majchine der- hiesigen Fabrik der HH. Mandsley ct Co.;, sowohl wegen Schnelligkeit, als geringen Koh-

Wie würden die Französishen Mintster vor

enverbrauchs einen entschiedenén Vorzug erhielt. egte 2470 Engl. Meilen in 269 Stunden 4 Min, rúcé; die der HH. Boulton und Watt brauchte dieselbe Strecfe 273 St. 41 Minu.

Nach der Britis)1 Press werden gegenwärti Dampfschiffe für die Griechen gebaut und in 29 naten s<on na< Griechenland abgehen können. Uj Lord Cochrane’'s Abreise dahin ist bis jekt nichts N res befannt. -

Die Concurrenz der Dampfschifffahrt zwischen verpool und Dublin ist jeßr so groß, daß Personen die Ueberfahrt in der Cajüte nux 5 Shill, und auf | Verde> nur 6 Pence bezahlen. Ein einziges & naÿm in der vorigen Woche 700 Verdecf-Passagiere Die uach Angabe Sir Humphrey Davy's get ten Kupferbede>uug der Kriegsschisse ist auf Befeh| Admiralirát wieder abgenommen worden, nachden erwiesen, daß zwar das Kupfer dadurch vor Oxidi geschüßt wird, aber die Sicherung gegen . die Sea mer verloren geht.

Nach einem der Lords - Cimmittee vorgelegten rit befiuden si< in der Jrländischen Grafschaft Y ster 30 Mönchs- und Nonnenklôster ; ihre Cinti sind aber unbeträchtlich.

Der Congreß von Buenos - Ayres hat zur Besi zung der Provinz Entre Rios, die Aufstellung vou Maun Truppen bewilligt.

Obgleich der zwischen England und Portugal geschlossene Vertrag, wegen der Zollvergünjiigung ( lischer Erzeugnisse in Brasilien, bereits im Februa J. abgelaufen ist , so hat do<h, dem Vernehu:en y noch keine Veränderung in diefer Hinsicht in Brs statt gefuuden, da der Regent beschlössen hat, die handlungen über diesen Gegenstand bis zur Anfuns Sir Charles Stuart zu ver;chicben , welcheu man; folge der neuesten Nachrichten aus Rio de Janeir das sehulichste dajelbst erwartete.

Brússel, 9. September. Am 5s. d. sind S H. der Prinz von Oranien “in Begleitung dey Prinzen, ihrer Sdyne, ihrer Durchlauchtigsten S (in dis nach Lättich entgegen gereist und am folg Tage trafen die hôchsten Herrschaften zusammen hi!

Se. Maj: haben beschlossen , der dritte Theil Stipendien, welcher bisher den Stifts-Semínaréed floß, solle hinführo dem neuen phiiosophischen Col zugewiejen werdeu.

Dieser Tage wird der Americanische Ges Hr. Hughes, Sr. Majestät dem Könige sein Crt überreihen und innerhalb 14 Tagen auf Urlaub America zurückkehren, wo er ein Jahr zu vertweila denkt.

- Vom 10. September. Die englische Jacht, yal-Sovereign , jeßt auf der Rhede von Autwerpel ven Herzog von Clarence zu erwarten, wird täglid einer großen Anzahl Neugieriger besucht , die derenp volle Einrichtung austaunen.

Aus Löwen \<reidr man, daß seit dem ( Besuche, den Herr Walter, der Direftor der Ai genheiten súr den êffentrlichen Unterricht, în bieser G gemacht, die Arbeiten zur Einrichtung des philo ¡chen Kollegiums an der Universität mit der ebha Thätigkeit fortgeseßt werden, j0 daß die Vorl! b¿reits im Oktober ihren Anfang nehmen sollen # Local ist prächtig, und die Regierung spart feine um diese Stiftung dem großen Entzwecke enth einzurichten. Der große Hörsaal ist amphttheaW erbaut, und kann 1,200 Zuhörer fassen, Dab) Gebäude wird mit Gas erleuchtet. j i

Hannover, 14. September. Die lebten / richten von der Ostfriesischen Heringsfischerci laute stiger als Aufangs erwartet wnrde.

Cons. 89, nachdem sie bereits 897 gestanden h

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Die Zahl der Badegäste auf der Jnsel Nordleney t in diesem Jahre 522 betragen; 135 weniger als im

origen Jahre.

Wien, 10, Sept. Der österreichische Beobachter efert pee Gs (S. Nr. 215. der St.- eit.) nachstehende ¡Auszuge aus den H » Zei : o, Juli und 1. August: E S

(Aus Nr. 135. des Geseßesfreundes vom 29. Juli.) euer Sieg des Hrn. Demetrius Ypsilanti. Nachdem derr Ypsilanti, welcher die in der Nähe von Tripolißa egende Berge besest hielt, bemerkt hatte, daß der Feind le Tage mit dem frühesten Morgen Ausfälle nach den denen machte, detaschirte er am 19. Juli gegen Abend n 700 Mann starkes Corps, um sich der Dörfer Ri: s, Vouno und Pyeli zu bemáchtigen, und den Feind, bald er sih auf der Ebene zeigen würde, zu umzin- {n. Die Lage dieser drei Dörfer, die beinahe einen jalbfreis bilden, war für den Plan des Hrn. Ypsilanti hr vortheilhaft. Allein einer von den Anführern , der h mit den andern zertragen hatte, verließ in der Nacht e herrliche Position von Pyeli , und lähmte dadurch -* javiaedt Erfolg der weisen Dispositionen des Hrn. psilanté.

Am 20. mit Tagesanbruch zeigten si<h die Feinde gen 1200 Maun stark, auf der Steno S1 dia den órfernz die 700 Griehen rü>ten ihnen aus ihren \tellungen entgegen, und Hr. Dewetrius Ypsilanti kam it 500 Mann von den Anhdhen herab zu Hülfe, so ß die Streitkräfte von beiden Seiten gleich waren.

Die Erscheinung und die Flucht des Feindes waren s Werk eines und desselben Augenblickes. Die Grie- n, unter Anführung des Hrn, Dewmetrius Ypsilatiti, ¡fogten ihn, mit dem Säbel in der Faust, ois unter ¿ Mauern von Tripoliba. Hundert Araber wurden tôddtet, und dreißig zu Gefangenen gemacht; außerdem MITLIEE und Maulesel und drei Kavallerie. Pferde eutet.

Die Griechen haben in diesem Gefechte keinen ein- en (gemeinen) Mann verloren, aber den Tod zweier fern Anführer , Georg Gika und Polichroni zu be- gen, die mit unaufhaltsamen Eifer in die Gefahr stürzend , gefallen sind. Der Eine von ihnen hatte it der einen Hand zwei Gefangene gemacht, und ollte no< einen dritten machen. Dieser stellte sich an s 0b er sich ergében wollte, tödtete aber den Sieger r< einen Pistolenshuß in der Nähe. Wäre die tellung von Pyeli nicht verlassen worden, so wäre von n anada E E entkommen.

Am 21. \<i>te Hr. Ypsilanti 23 von den G nen nah Napoli di Romauia; die- übrigen Tan wundet im Lager geblieben. Als erx an demselben ge erfuhr, daß ein feindlihes Corps von 3000 Mann gen Mistra im Anzuge sei, brach sogleich auf, um tvena (seitwärts an der Straße von Tripolißa nach istra) zu beseßen, und den Feind aufzuhalten,

Griechische Flotte. Am 23. Juli hat die zweite theilung unserer Flotte, unter - den Befehlen des Con» ‘Admirals Georg Sachturi den Boiatischen *) Meer- sen verlassen, und sih gegen die Byzantinische Flotte vendet, welche vor Messolunghi-, zur Blockade dieses aßes erschienen ist. Am ‘26. und 27. ist auch die le Abtheilung unter den Befehlen des Admiral Mi- N Hydra abgeselt, um die Plane des Feindes zu Aus Nr. 136. des Geseßfreundes, vom 1. August.)

d Napoli di Romania, den 30. Julí. N Hr. Ypsilanti , nah dem Gefechte am 20. d. , 000 Mann Verstärkungen erhalten hatte, nahm er

E Dievag vou Doliana vährend Zacharopulo und E tg: ras Dadichi Stephani und Hadschi Georgi es tigen Truppen, 2000 Mann an der Zahî, v4 h 2er iw F rvena und Sparta zu decéeu, : : « Hegen zr Nachmittags griff ein 1000 Mann, worunter 160 Nriter, eres eds Corps U Hrn, Ypülanti iu feinen Stellungen an. Der A ede Jehr hibig, dauerte aber thur eine Stunde, wv 268 , welcher sich jener Stellung (Doliana) nicht emeijtern kounte, lie 69 Todte auf dem Schlachtfelde und Mae le 0 gegen Arachova. / __ dclein dei Annäherung des Feindes ergriffen di Gebrüder Hadschi Stephani E S Georgi d Slucht, und rissen auch ihre Soldaten mit sich fort ; ati der tapfere Zacharopula blieb mit 50 Mann zurück, Ms che ihre Stellung wahrhaft wie Helden vertheidige vf ne mußten jedo< der Uebermacht des Feindes E den, und zogen sih, nachdem sie sieben Mann ges l R drei Pferde elbeutet hatten, zurü. u s cittlerweile rúcécee Hr. Ypsilanti mit seinen 600 ann vor, um dem Feind in die Flanfe zu fallen. Da ues jedo<h Avachova und die Verschanzungen bereits Pat hatte, zog si< Hr. Ypsilanti nah Vervena zu- De ‘Fides il nie alten founte, weil die Kavallerie einer and Sei i it il L ern Seite zugleich mit 1m, Der General Colocotroni, welcher bei Anfang des Rückzuges der Griechen angekommen mar , eilte sogleich hinter deu Fliehenden her, um sle wieder zu sammeln. Allein dicser tapfere Heerführer konnte vor Einbruch der Nacht, mit vieler Múhe faum 500 zusammenbringei, mit denen er, jo wie au< Hr. Ypsilanti, umfkehrte, um sich dem Feinde entgegen zu stelien. : Zwölf Griechen {lossen si<, als die Flucht ihrer - Kameraden begann „in einen Thurm ein, wehrten si< den ganzen Nachmittag gegen den Andrang der Feinde, tôdteten 35 derselben, und nöthigten, nahdem Hr. Yp- silauri und General Colocotroni hinzugefkominen waren, die Uebrigen zum Rückzuge, der so eilig war, daß sie nicht“ einmal ihre Todten mitnehmen fonnten, Die zwölj Helden im Thurme theilten unter si<h allein die Beute der Erschlagenen, ohne daß ein von deuen, welche früher die Flucht ergriffen hatten, es wagten , einen Theil daran zu fordern, indem sie sh ihrer Feigheit [<âmten, und den Muth ihrer zwölf Kameraden be- Sr t0D welche sich dadurch so viel Ruhm erworben - Rom, 31. August. Die Militair-Commission . von Frofinoue hat vou zwei ergrisscuen Raubgehülfen einen zum Erschießen von rückwärts, den andern zum Pran- ger und lebenswieriger Galeerenstrafe verurtheilt. Der Spruch wurde am 25. Juli vollzogen. Neapel, 25, August. Ju den Gemeinden der Provinz Calabria Citeriore, Rossano und Orsomarso verspúrte man nach vorhergegangenen heftigen Ungewits- tern und Regengüssen, im ersteren Orte am 25., im lebteren am 27. Juli, ein leichtes, unschädliches Erdbe- ben. Jn Orsomarso vertro>neten darauf alle Gewässer bis auf die Entferuung von einer halben Meile von den Wohnungen. :

Spanien. Nach den neuesten Nachrichten aus Madrid , in Pariser Blättern, dauern daselbst die Ver- haftuehmungenu fort. : Viele vormalige Beamte, besonders solche, die vor dem bei der Berwaltung der Jnquisitions - Güter ange: stellt waren , finden sich in die Besstèreshe Verschwd- rung verwickelt,

Man hac díe Bemerkung gemacht, daß auf Bessiè: res Reise von Madrid nah Zafrilla kein einziger . fd- niglicher Freiwilliger aus den Dörfern, wo dieje Miliz

) Nach der alten Stadt Voca in Lakonien,

| aus Angejessenen besteht, sich izm angeschiossen hat.