1825 / 221 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

A EE E E d A U: Av L C L e

U ie A

K g D y A AGAG Dtr e R u ak, i. ide R A G: fn D s ut" E

Die Commission, welche die, Untersuchung gegen den Commodore Porter zu führen gehabt, hÿhat ihr Ur- theil versiegelt an den Präsidenten“ der vereinten Staa- ten eingereihe. Man vermuthet, daß solches für den Commodore nicht güustig lauten werde.

Der große Sturmwind, der lebrhin mehrere west indische Juseln heingesucht hat, soll bejonders auf Guadaloupe ungeheuere Verwüstungen angerichtet ha- ben und 700 Persouen dabei ums Leben gekommen sein.

Jn jenen Blättern ist auch von einem Ausstand in Guatimala die Rede, der dur<h Geistliche, die sich ge geu die Regierung erhoben, veranlaßt worden sein soll.

Conjols 882 89.

Srockholm, 9. September. Unterm 10ten v. M. haben Se. Maj. beschlossen , daß, in Gemäßheit mit dem, was unterm 20. April für Stocfholm bej<hlo sn worden, die Stadt Gothenburg zu ihren“ örtlichen BDe- dürfnissen anstatt aller bisher unter verschiedenen Be- neunungen vom auswärtigen Handel zu diejem Zweck erhobenen Zulagsabgaben Eine allgemeine Zulage erhe. ben soll, die einstweilen auf 2 pCr. von Eiafuhren aus dem Auslande und 1 pCt. von Ausfuhren nach demsel- ben bestimmt wird, jedo<h mite Ausnahme derjenigen Waaren , die nah den Seézoll - Taxen von 1816 über- haupt von Stadr - Zulage befreit sind, so wie der Nie- der- und Auflags- und sol<her Waaren, die bei der Ein - und Ausfuhr zollfrei sind. Wohingegen sür fol: gende eintfommende Waaren - die, obgleich von Stadt-

“Zulage frei, doch bisher eine oder mehrere der berührten

Zulags « Abgaben getragen haben füunftig an Zulage

‘überhaupt bezahlt werden joll, als: von Färbeholz 1 pCr.;

Hanf 8 Sch. vom SPfd.; Hanfôl 5 Sch. vom Ahym ; Háute 1 pCt.; Jadigzo 6 r. vom Schaal Pfd ; Krapp 1 pCc.; Muscovdade- Zucker 2 Sch. von 100 Schaal Pfd. Von Einfuhren in uufxeien Scdifsen sol die Zulage 40, und von sol<hen Ausjuhren 50 pCt. höher hen; auch soll sie, nah Berechnung fúr ganz freie Schisse- von den, so!cher Abgabe unterworfen:in Waaren statr finden, die land- oder seewärts aus dem Jnlaude nah Gothenburg gelangen.

Frankfurt a. M., 16. September. t R, D. der Herzog von Salerno ist gestern hier eingetroffet? und im rômishen Kaiser abgestiegen. S. K. Y. fommt von Paris und begiebt sih nah Wien, Der Fürst Pignarelli befindet sich im Gefolge Sr. K: D,

Wien, 14, September. Nach langer Unterbrechung sind uns, (sagt der Oesterreichische Beobachter) Über Corfu, wieder einige Nummern der griechis<hen Chronik (Nr. 51 bis 60) zugekommen. Sie umfassen den Zeit- raum eines ganzen Monats (vom 9. Juli bis 10. Au- gust), und enthalten unter andern über den Sturm, den die Túrken am Morgen des 2. August gegen Messo- loughi unternowmen hatten *) nähere Ungabeti, wodurch die höchst übertriebenen Schilderungen dieses Ercigni|- ses, welce seit einigen Tagen in ösentlichen Blättern **) verbreitet waren, am bündigsten, aus dem Munde der Griechen selbst, widerlegt werden. Wir übergehen die minder bedeuteudea Vorfálle, welche das Belagerung6- ournal vou deu ersten 14 Tagen des Juli erzählt, und gehen glei zu den wichtigeren Begebenheiten über, die sich in der leßten Hälfte jenes Monats, und în den ert; sten Tagen des Augusts bei Messolonghî zugetragen haben.

(Aus Nr. 54 und 55 der griehishen Chrouik vou 20. A) Messolonghi vom 17. Julí. Die feindliche Flotte (deren am 10. erfolgte Erschei-

*) Vergl, Staats-Zeitung vom 7. September. **) Siehe die Correspondenz-Artifkel aus Triest in der Allge- meinen Zeitung vom 7. und s, d. M, (Anmerk. des Oesterr. Beob.) ***) Schon am 16. Juli hatte der Redacteur der Chronif,

Dr, Mayer, angezeigt , daß er sich, da Messolonghi zu

nung iín den dortigen Gewässern das vorhergehende Y| der Chronik angezeigt hatte (freuzt fortwährend an sern Küsten; über die Hälfte ihrer Schiffe ankern unserm Hafen. Ju Prokopaunischte ward über drei Et den lang fanonirt, weil einige türfishe Schisse auf | nahe bei Profopanischte liegenden Jusel Luro , und Aijosti Leute ausgeseßt hatte, um das (dert wide; Vieh wegzunehmen ; aber die dort wachenden Gri thaten lebhaften Widerstand, und nöthigten den Fj nicht nur umzufehren, sondern auch das anfangs ( raubte fahren zu lassen. - Nie, seit wir belagert werden, hat der Fein viele Kanonenschüsse und Bomben hereingefandt, heute Nachmittags. Er schoß aus eiuer neuen Bat mit 60pfündigen Kugeln auf unsern Blißschleuder aber seine Kugeln gingen alle zu hoch.

Auch Abends heftiges Feuer. Eine Kugel fi die Regierungskanzlei, jedoch, gottlob, ohne Sch

Vom 18. Juli,

Schweigen des Feuers nah Mitternacht. Diel chen erwarten einen Sturm. Des Morgens erne Feuer. Die feindliche Flotte theils vôr Anker, fkreuzend. Noch vor Mittag legt si die ganze f vor. Anker in unserm Hafen, nur 2 Schiffe kreuja Wache. Landung der Türken auf andern Junselc{e1 Prokopanischte; nur Schweins- und Eselsköpfe su! Trophäen diejer Unternehmung. Unser Lau dbels seßte fein Feuer bis am Abend fort, besonders 6 die Batterie Franfktin; wir arbeiten allen diesen f lichen Arbeiten nach Umständen entgegen, und s6j in einem fort. Abends näherten sich die feindliche gatten gegen Profkfopanischte, und fanonirten dit befindlichen Fijcherfahrzeuge, und fonnten nicht d dieje beschäâdigen. Ein kleines Fahrzeug bewacht Gegeaden, und hindert die Feindlichen Fregatten, f nähern, Zugleich näherten audere feindliche Schif Vassiladi (ea Fort auf ciner Jusel vor Messoloÿ und schossen einige Bomben dahin. Diese kleind mauer von Messolonghi erfuhr davon, gottlob,

Schaden. Vom 19. Jul Schießen des Landbelagerers, steigend mit S aufgang, Während ‘auch heute des Feindes Landl verjuche auf den Juselchen von Profkfopanischte vo griechis<hen Posteu vereitelt wurden, lief er in g Linie gegen Vassiladi ein, und beschoß es stark, ohne den geringsten Nachtheil. Zugleich landete Aisosti Bauholz zu Batterien uud Arbeiter, Als len sie ohne Zweifel auch Artillerie ausschissen, Un dort Vajsiladi beschießen , das von Aijosti nur ein uoneushuß weit entferut ist. Die heutige Schif nade gegen Vassiladi war jehr hartnäckig. Gegen tag wurden auch Kanoguierbarken abgesandt, die ü ßerer Nähe darälif schossen. Doch entfernten si sobald drei Kugeln von Vassiladi her auf sie ficlen famen jedoch wieder, in Begleitung der Schalu Kapudan Pascha, auf der dem Vermuthen na selbst sich befand; aber die erste Kugel, die iu Nähe niederfiel, und die Schaluppe mit Mcerwaß

Lande und zur See (die Flotte des Kapudan V 6A befanntlih am 10, Juli vor dieser Festung ersch lagert, und er folglich aller Nachrichten aus aus genden beraubt sei, gendöthiget sehe, sein Blatt, V fonst zwei Mal in der Woche er‘chien) so lang der beiden Blockaden, zur See oder zu Lände, ben seyn würde, nur ein Mal berauszugeben. # gende Blatt, Nr. 56 bis 60, erschien gar er, !

ner Unterbre<hung von achtzehn Tagen, am 10- (Anmerk. des Oesterr. Beob.

KegauvosiiNos s eine von den Griechen neu angel terie, (Anmerk. des Oesterr. Beo

S893

>ce, und drei unserer Bôte, die ihm entgeg:nsuhren, ¡ieben sie auf ihre Schiffe zurü, Darauf Kanonen- «ex und Bombardement von Seite der feindlichen otte, bis gegen Abend. Wir schossen nur , wenn wir elegenheit sahen, dem Feinde zu schaden. Vassiladi t, gotilob, nichts gelitten, Abends richtete der Feind in Bombardement besonders gegen die Seiten - Valtte- ¿n Kyriakuli und Sachturi. (Fortseßung folgt.)

Presburg, 13. September. „„Die fönigl, unga- sche Reichskrone, die am 7. d, M., Mittags, aus m fdnigl. Schlosse von Ofen abgefahren war, traf 1 9, d. M. Abends nah 5 Uhr, geführt von Sr. cellenz dem föônigl. ungarischen Hrn. Statthalterei- ath, obersten Provinzial: Commissariats- Direktor und nigl. ungarischen Kronhúter, Stephan v. Vegh, und gleitet von dem Commandanten der- ungarischen Kron- ahe, Hauptmanu Stephan v. Pavianowich, in einem it sechs Postpferden bejpannten kaiserlichen Hofwagen iter dem Geläute aller Glocken und dem Zuströmen ver unermeßlihen Volksmenge hier ein, Vor der irhe angelangt, wurde dies jedem Ungar theure Klei- d, von dem hochw. Hrn. Domprobst und General- icar, Joseph v. Strajter im Poutifical-Ornate, dann m hohw. Dom - Capitel und zahlreicher Geistlichkeit, eler Honoratioren und dem ganzen städti)hen Magi- at empfangen, von se<s Magistrats Räthen aus dem Pagen gehoben und in die Elemosinari - Kapelle getra- n, wo sie- nun vou der Tags zuvor eingetroffenen ronwache und der Bürger: Garde bewacht wirè. m 10., Nachmittags um 5 Uhr, trafen Jhre faiserl. oheit, die dur<hlauchtigste Frau Erzherzogin Marie, it dem júngsten durcl. Erzherzog Alexander, in Be- eitung Jhrer Obersthosmeisterin, Gräfin Revai Exc., du AlU - Csuth hier ein. Unsere Stadt genießt zum ¿n Male das Glück, die erlauchte Gemahlin unseres liebten Palatins in ihren Mauern zu verehren. In r Nacht vom 10. auf den 11., um 1 Uhr, langten e, faiserl. Hoheit der Erzherzog Palatinus von Wien, 3 Sie um 6 Uhr Atends verlassen hatten, an. Ei- ge Stunden früher waren au<h Se. sürstl, Gauaden r Primas und Erzbischof von Gran, Alexander Rud- y v. Rudna und Divekt-Ujfalu, eingetrosea. Die E! Landtags: Sißung wird morgen, am 14,, Statt aben.‘

Spanien. Die Etoile giebt im neuesten Blatte

dlgende, dem Jndicateur von Bordeaux entlehute MNach- ten aus Madrid vom 5. September: Es circulirt ier eine Liste der vornehmsten Personeu, welche, als iu ie Verschwörung zur Entthronung unsers Königs Fer- inand verwickelt, in Haft genommen oder verwiejen orden sind: nachstehendes ist eine Abschrift dieser Liste: Judividuen, die zum Königlichen Hause gehören. *) __Salomé, Direktor des Hospiz, nach Cabrera ver- jesenz Mollé, Ehren-Almosenier des Königs, nach Nalaga verwiesen. - Der Secretair des geistlichen Tribunals, welches it den vacanten Einkünften der hohen Prälaten und erstorbenen Pfrúundiuhabern beauftragt ist; nah sei- er, nicht näher bezeichueten Kirche verwiesen.

Bogas, Staatsrat, nach seiner Kirche verwiesen. Der Ehren - Kaplan der Barfüßer Mönche und der veneral-Secretaik dev geistlihen Tribunnals; beide nach reu Kirchen geschi>c.

Der Pater Martinez, der Provisor von St. Phi- Dey Neri und mehrere audere sind verhaftet

*) Diese Rubrik beruht wohl auf einem Jrrthum und soll es, (wie aus der weiter unter folgenden Rubrik: Welt- liche hervor zu gehen cheint) dagegen heißen: Personen

j Wesltliche. __ Gordon, Secretair der Kammer, ín enger Hast im Adelé-Seminar. Beide Söhne desselben, deren ciner Kapitain der Königl. Freiwilligen war, der andere aber Secretair im Ministerium der Gnaden und der Justiz; ebenfalls verhaftet.

Der Obrist Seca ist na< Montjoni verwiesen; der Obrist Cardedas nah St. Sebastian und Mariano Rufino-Gonzalez nah Pampeluna.

Der General Chaperon, vormaliger Präsident der DESNr Ia CLUNGS von Madrid; nath Caceres ver- eun,

Alle Privatsecretaire des Königs sind verhaftet wotrdet,

_Capapé, genanut el rogo, is fortwährend in enger Hast im Königlichen Gefängniß.

Der Obrist Sarz, Secretair der Reinigungs-Junta

und der. Obrist Monfort, Secretair des vormaligen Kriegs: Ministers Aymerich, sind in enges Gewahrsam geseßt, so wie au< der Graf von Torrecilla und der Artillerie Obrist Montenegro. L Hr, Calomarde, Minister der Gnaden und der Justiz, hat so eben die Entlassung erhalten; an seine Stelle ist der General -Polizei- Jutendanr Recacho ge treten und Hr. Evariste Prieto ist an die Stelle des leßtern ernannt worden,

Man versichert, daß die dermalen am Ruder be- findliche gemäßizte Partei im Einverständniß mit den Gesandten der verbündeten Mächte handelt. : Die Entwaffaung der Königlichen Freiwilligen ist in der ganzen Provinz Guipuzkoa zu Stande ge- fommen.

Nach einem früheren Privatschreiben aus Mas- drid (in Moniteur) hatte der Rath von Kastilien sich durch Bessières Aufstand bewogen gefunden, Se. Maj. zu bitten, baldmöglichst uach dieser Hauptstadt zu fom- men, um dur Höôchstihßre Gegenwart und die damit verbundene Truppenvermehrung, die etwa aus diesem Aufstande hervorgehenden aufrührerischen Pläne zu un- terdrücken; da jedo< nunmehr die Beweggründe zu diesem Schritie aufgehört, so wird dèr Hof, statt am 10. Sept. nah Madrid zu fommen, wie es beschlossen war, sich nach dem Escurial begeben.

Das unter dem Ministerium des D. Victor Saez

entstandene Reinigungs-System, steht auf dem Punkte, ganz zu vershwinden, indem man dermalen in den Büreaux des Ministeriums - der Gnaden und der Justiz mit einer Arbeit beschäftigt ist, deren Zweck es ijt, die NReinigungs-Junten aufzulösen und alle vou ihnen gegebenen Crkenutnisse zu? annulliren, wodurch die davon betrossenen Personen sür reinigungs unfähig er- flärt wurden. Dem Vernehmen nach ist man în denselben Bü- reaux no<h mit einer anderen Arbeit beschäftigt, um cine vollständige und gänzliche Amnestie hinsichtlich aller, seit dem 1. Januar 1808 begangenen poiitischen Ver- brechen zu erlassen.

N E N

Köln, 14. September. Seine Majestät bestiegen heute Morgen um halb acht Uhr mit Höchstihreu ers lauchten Kinderu das an der Rheinbrücke von Coblenz angelegte Dampfboot und fuhren, unter dem Jubelruf einer zahllosen Meuge vou Einwohnern, welche sich auf beiden Nheinu-Ufern und der Bräcke defanden, von Co- blenz ab. Das Boot, der Kölnischen Dampfschifsahktts Gesellschast gehörig, und vou dem geschi>ten Baumeis- ster Rentchen, aus Nenwied stammend, zu Rotterdam gebaut, hatte eben stine erste Fahrt gemacht. Geschmacf- voll und zum Theil prächtig eingerichtet hatte das

geistlichen Standes, |