1825 / 245 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Côslin. Die Preise der Colonial - Waaren sind unverändert geblieben. Jn den Stolpmünder Hasen liefen , ausschließlich der Bootsfahrten, zwei Schisse ein und zwei aus. Jn dem Hafen zu Kolbergermünde lang- cen 3 Schiffe an und 4 ]egelten ab. Außerdem famen daselbst und zu Nest noch 30 Bôte an und 26 derglei hen verließen den Hafen. Ju den Rúügenwaldermün- der Hafen trafen , mit Aus]<luß der Böôtsfahrten, 7 Schiffe ein und 6 liefen aus. Zu Kolbergermünde sind direëc vom Auslande für etwas uber 13,000 Thlr. Waa- ren und aus inländischen Pläßen gegen 1000 Thlr. an Werth seewärts eingeführt worden, Zu Stolpmünde beliefen sich die Beträge auf- resp. úber 17,000 Thlr. und 3000 Thlr. , und zu Rügenwaldermünde resp. ge- gen 7000 Thlr. und 3000 Thlr. Jun der Hauptsache bestand dieje Einfuhr in mannigfaltigen Materialwaa- ren und Eisen, Gegen diese bedeutende Einfuhr, deren Gegenstände hauptsächlih zu den innern Bedúrfnissen der Provinz abgejeßt werden , bleibt die seewärtige Ausfuhr zwar sehr zurü , indeß hat die Leiawand wieder guten Abfaß gehabt. Es sind davou fúr etwas über 8000 Thlr. von Kolberger und Rügenwaldermünde ins Austaud und außerdem aus erstèrem Hafen n 0 ci) für 4000 Thlr. nach inlándiscden Seeplälzen gesandt. Aus allen drei Häfen wurden 166 Klafter Brennholz is Ausland verschickt, auch von Stolpmúnde fúr etwa 1500 Thlr. Glas aus einheimischen Hütten. Ein eben so hoher Werthsbetrag ging von dem leßtern Artikel über Stolpmünde nach inländischen Seeplákben , wohin úberdies aus den Küstengegenden des Departeneats mancherlei einheimische Erzeugnisse Über See verjandt wurden, unter andern für etwa 2000 Thlr. Butter, ferner Brenn- und Stabholz und gegen 200 Centner Lumpen. Der dieejährige Herbstheringsfang ist retch; licher als in den zuleßt verflossenen Jahren, welches den Unternehmern der Strandherimngs - Salzereien sehr zu statten tommt. Jm Ganzea sind 8 solcher Salzereien an der Küste des Departements unternommew und bèî Rügenwalde, wo der Fang am reichlihsten gewesen ist, sind im Monat - September bereits 159 Tonnen gesal- zen worden.

Gräfenheynchen.“ Bei dem am 30. September hier abgehaltenen Wollmarkt sind zur Rathswaage gebracht worden: 69 Ctr. 2 Steine 2 Pfd. geringe Wolle, w90- von der Ctr. zu 55 bis 60 Thlr. im Preiß gestanden hat.

Liegniß, Auf die bevorstehende Leipziger Messe sind anjehnliche Quantitäten an Leinenwaaren und Tuch

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veredelte Schaafe gezäh't, 35,000 Thlr. Wolle gelicfert haben und für die Fol e nigen Ersaß für den durch die geringen Getreidepreis entstehenden Verlust hoffen lassen. Aus Polen sy im Monac August 147 Schiffsfahrzeuge mit Getrei| und 460 Holztraften bei Thorn die Weichsel pass In Lautenburg is der Leinwand-Absaß nach Polen fo; während bedeutend.

Oppeln. Für den Handel ist die Stockung h Schifffahrt auf det Oder, eine Folge des sehr niedri; Wasserstandes derselben , besonders sehr nachtheilig. A Niederlagen bei Cosel und Klodniß sind mit Zink, ( sen 2c. Úberfúllt, denn die Schifffahrt auf dem Klodnj Kanale ist bei dessen jeßt verbesserten Einrichtung nj 1000 Centnern und oft mit einer noch größern Lad ungestôrt fortgeseßt , und dadurch die Zufuhr von Gl wiß und von den benachbarten Hüttenwerfen größt Theils bewirkt worden. Mehrere HandlungshÄäuser h ben, um die eingegangenen Lieferungs - Verbindli ten zu erfúllen , sich bereits entschlossen, den Zink, 14 her mit 12 Thlr. für den Centner bezahlt wird 1 jeßt faum mehr zu haben ist, weil der noch in dis Jahre zu fabrizirende Zink \<on verkauft worden, | Lande von Cosel nah Breslau zu schassen, wodutá| doch die Traneportktosten bedeutend erhöhet werden, y wobei es no<h ungewiß bleibt, ob beladene Schiffe 1 terhalb Breslau vor eintretendem Wasserwuchs Fortgi finden werden.

Oppeln. Der ín Breslau verstorbene Prâl Archidiaconus v. Wostrowsfky hat der Schule zu Kalli Neisser Kreises, einen Pfandbrief von S$00- Thir. Anschaffung der nöthigen Bücher und. Schuhe für dúrftigsten Schulkinder, in seinem Testamente verm

Jm Dorfe Radonsfk, R. B. Marienwerder, nete sih ein seltener Unglücksfall, Der Hirte V mann fand eine Schlange , trieb mit derselben 6 Posscn und nahm zuleßt den Kopf der Schlange il Mund. Diese biß ihn in die Zunge, welche so furchtbar ans<well, und in furzer Zeit den Tod Unglücklichen heu beiführtee-

Trier. Mit Frucht und Vieh ist gegenwä beinahe gar fein Verkehr, nur nach jungen Schw ist einige Nachfrage, welche von französtschen Vieh lern in den Eifel-Preisen aufgekauft werden. Ci wihtigern Handels - Artikel bildet die Lohe, welchel den waldretchen Höhen dieses Regierungsbezirks in! deutenden Quantitäten gewonnen und zu guten Pr abgeseßt wird. Die Eisenhútten werden lcbhaft bet ben und der Abjabß dieses Fabrifkats hat sich in l

geführt worden, und man rechnet auf reichliche Nach- frage. Die Lebhastigfeit des Handels mit Leinen er- hâlt - fich im Aligemeinen, und auch der Tuchverkehr b‘eibt im Zunehmen. Selbst in Grünberg hat sich der Absalz gebessert , und die Preise sind, wenn auch- gerade nicht ermunternd, doch steigend. Aus den Städten Lan- deshut und Schmiedeberg - sind im Monat September

ins Ausland an gebleihter Leinewand versandt worden: |

für 190,248 Thlr.; im Monat August betrug der Werth dieses Artikels nur 151,464 Thlr., mithin im Septem- ber mehr -38,784 Thlr. Außer diesen bedeutenden Aus- fuhren sind auch nach Rheinpreußen, der Mark Bran- denburg, Pommern, Westphalen und dem dagdeburg- schen für 7635 Thlr. diverse Sorten Leinwand- und Damast-Versendungen nur allein aus Schmiedeberg vor- gekommen. As

Marienwerder. Die diesseitigen Gutsbesißer, wel<he nur irgend die Mittel dazu aufbringen fönnen, wenden alles an, um die Schaafzucht zu veredeln, "Jm Culmer Kreise werden jeßt s<hou 40,000 Stück meist

Zeit bedeutend ausgedchnt. Die Nachsuchungen dem Kuzserbergwerk zu Duppenweiler, Kreis Mt dauern fort. Wichtige Dienste leistet dabei cine Dal maschine dur<h das schnelle Auspumpen des in Mi vorhandenen Wassers mit einem Kraftauswande vel Pferden.

Ezntgli Ge Schauspiele.

Mittwoch, 19. Octeber. Jm Opernhause. Zu stenmate wiederholt : „„Alanghu,‘“/ Schauspiel in d theilungen, von E. Raupach. Hierauf: - ¿„Die Y fiz- Vorstellung,‘ Posse in 5 Aufzúgen, nach dem Fi von Th. Hell,

Donnerstag, 20. Oftober. Jm Schau spielh! „„Die Quälgeister „/“ Lustspiel in 5 Abtheil. , Shafespear , von Beck. (Hr. Demmer vom zu Carlsruhe: Hauptmann v. Linden.)

Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

welche in diesem Jahre fj |

Redacteur J

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\reußishe Staats - Zeitungs.

E 249.

Berlin, Donnerstag, den 20ten October 1825.

L, Amtliche Nachrichten.

Ker: on l die:s: Tay e s.

Der Königl. Hof legt Morgen den 20sten dieses, Trauer für Se. Maj. den König von Baiern, auf i Wochen an. Die Damen erscheinen die erste Woche in s{<war- Kleidern, \<hwatzen Kopfzeugern, schwarzen Evan- llen und Handschuen. Die zweite Woche mit weißen Kopfzeugern, weißen antaillen und Handschuen ; in der dritten mit Kanten oder Blonden. Die Herrn , in so fern sie nicht Uniform tragen, erste Woche mit angelaufnen Degen und Schnallen, den beiden leßtern mit weißen Degen und-Schnallen. Barlin, den 19ten October 1825.

v. Buch, Ober- Cerem.- Meister.

Angekommen, Se, Excellenz der Königl. Säch- he General-Lieutenant, außerordentliche Gesandte und ollmáchrigte Minister am hiesigen Hofe, von Wab- rff, von Dresden.

ll, Zeitungs - Nachrichten.

A: us l and.

Paris, 13. Oftober. Der Oberst Frimont, einer

r Abgesandten von Haiti hat gestern die Tuillerien Begleitung eines der gewdhulichhen Hofcavaliere s Königs besucht. Der König hat dem Direktor der Königl. Schule r Künste und Handwerke zu Chalon sur Marne eine trächtliche Menge gebundener und mit seiner Namens- fer gezierten Gebetbücher zur Vertheilung unter die üller gesandt.

Die. Etoile enthält den Prospectus der Haitischen bleihe. Folgendes ist das Wesentlichste desselben :

Sie besteht aus 30,000,000 Fr., die binnen 25 Jah-

u n zurügezahlt werden sollen, Es werden daher ),000 Schuldscheine (annuités) [jeder von 1000 Fr.,

} Zinsen tragend, angefertigt, und jeder Schuldschein it 50 Coupons zu 30 Fr. versehen, die halbjährig ge- hlt werden. * Jedes Jahr werden, den 1. Oct. zur

hlung am 1. Januar, 1200 Scheine gezogen , deren

Zahlung Herr Ternaux, J. Gandolphe und Comp. úber- nommen hat. j

: Der Verkauf der 30,000 Schuldscheine wird auf einmal den 26, October diejes Jahres geschehen , und wird dera Handelshause' oder der Gesellschaft, die den höchsten Preis geboten, zugeshlagen werden. Am bestimmten Tage für die Annahme des hôchsten Angebots werden die Commissarien der Hatrtischen Regierung die Sißung eröffnen, indem sie auf den Tich ein versiegeltes Packet legen, welche ihre Eckläs- rung, zu welchen mindesten Angebote sie in den Kauf der 30,000 Schuldscheine willigen, enthält. Diese Ers flárung wird jedoch nur in deni Fall geöffnet , wenn kein Angebot dieses Minimum erreicht haben sollte. Jes des Angebot muß mit einer Garantie von 3,000,000 Fr. entweder in Geld , oder in fünfprocentigen Renten zu Pari oder in 3 procentigen im Cours von 75 belegt sein, Die Zahlung der 30,000 Schuldscheine geschieht mit 6 Millionen Fr. jeden Monat, und die ersten 6000 erp E erst dann dem Ersteher -eingelies ert, wenn er die zweitet S i | Gw. zweiten 6 Millionen Fr. eingezahlt N Hebe, Statue von Canova auf 48 000 Fr. ge- schäßt, wird nichc in Wien, sondern in Venedig ver- steigert werden.

Den 17. Oftober wird die Königl. Afademie der Musik eine neue Oper Don Sancho, Musik von dem jungen List, aufführen.

Die Etoile sagt: Man kann sich- nihts bequemeres denfen als den angenommenen Weg ber Quotidienne um die unzähligen Widersprüche und die sonderbaren Lehrsäße zu rechtfertigen, welche sle Über die Ereignisse in Spanien und über die Personen, welche das Ver- trauen des Königs genießen, in Umlauf seben. Wenn wir selbst, oder durh unsere Correspondenten ihre Lehr- [säße retnigen, wenn wir ihre Widersprúüche und die Fal]heit ihrer Neuigkeiten darthun, so weiß sich die Quotidienne nur durch Persönlichkeiten zu helfen, ste sagt alsdaun, daß unser Correspondent vielleicht ein Afranusado ist, der die Pyrenäen nicht übersteigen darf. Wir wollen sie aus dieser Ungewißheit ziehen, indem wir ihr versichern, daß unser Correspondent nie Afranu- sado gewesen, und der königl. Sache mehr Dienste ge- leistet hat, als es wohl je der Correspondent der Qüo- tidienne thun wird,

Die Etoile zeigt mit großew Powpe die Religions- veränderung des Hrn. de Joux, Präsidenten des prote- stantischen Consistoriums an, der gestern in die Hände des Erzbischofs von Paris die Jrrehumer von Calvin und Luther abgeshworen habe.

Áus der Türkei hat man die Nachricht erhalten, daß der Sultan den Europäern den Seidenhandel zu Beyrout hat verbieten lassen, und daß der Pascha von

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