1825 / 247 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

981

des zum Kampfplaße bestimmten eingeschlossenen Rau- mes erschienen zwei Elephanten, vor jedem schritt seine Lieblingselephantin voran, deren Gegenwart, wie es scheint, nothwendig ist, um die Wuth dieser edlen Thiere zu erregen. Der Kampf diejer beiden war in- dessen nicht befriedigend, indem der eine sehr scheu zu sein schien, deshalb wurden sie zurückgezogen, und zwel andere, ebenfalls in Begleitung ihrer Elephantinnen, vorgeführt. Sie -näherten- si< mit langsamen und ma; jestätischem Schritte, und als sie sich einander sahen, richteten sie beide ihre Rüssel in dle Höhe, erhoben ein widrig tônendes Geschrei, stürzten mit fürchterlihem Ungestúm vorwärts und stießen ihre Köpfe an einander. Während sie dies mehreremale thaten, bemühte sich Je- der, seinen -Gegner entweder zurückzudrängen oder ihm in die Flanke zu fallen. Der eine war fleiner als jein Gegner, aber was ihm an Größe abging, erseßte er dur{< Kühnheit, denn obgleich er häufig wich, so drang er doch entschlossen wieder vor, bis ihm endlich in einem úberaue fürchterlihem Zusammenstoßen ein Zahn brach. Er war aber durch diesen Unfall nichts weniger als ent- muthigt, und würde den Kampf von neucm wieder an- gefangen haben; man hielt ihn indessen seinem Gegner niht mehr gewachsen und warf Schwärmer unter sie, was den Kampf endete. Die zu dieser Art Belustigung erzogenen Elephanten sind nacúürlih zu jedem andern Zwecke untauglih, und selbst von den Mahauts (Füh- rern) {wer zu regieren. Um sie in Wuch zu bringen, füttert man sie mit gesalzenen und gewürzten Speijen,/ was sie gewissermaaßen trunfen und über alle Beschrei: bung wüthend macht. Die Mahauts siben während des Kampfes auf dem Nücken des Elephanten, und werden bei dieser Gelegenheit häufig von ihrem eigenen oder von dem andern Thiere getödtet. Es ist eine Art Ma- traße, worauf sie siben. Diese ist fest an dem Cle- phanten geschnallt und mit einem dicéen starken baum wollenen Nebe bede>t, woran sich der Mahaut hält. Wenn die Elephanten zum Angriff vordringen, ma- <en die Mahautes allmählig eine rückgängige Bewe» gung bis zum Schwanze, wo sie gewöhnlich in dem Au- genblick des Zusammenstoßes sien und die wüthenden Thiere dur<h ihre Stimme und durch ein scharfes Jiu» strument noch wiider zu machen suchen.“

0M, 0 D

Die Verhandlungen des ersten, im Jahre 1824 ab- gehaltenen Provincial - Landtages der Mark Branden- burg und des Markgrafthums Niederlausiß |siad nun iu Berlin bei Enslin erschienen. Sie enthalten: Eine von dem Landtags - Marschall, Grafen von Alvensleben, gelieferte Uebersicht der gedachten Verhandlungen vom 41. Mai d. J., den von Sr. Majestät dem ¡Könige vollzogene Landtags - Abschied vom 17: August d. ‘J. die in dem Gese vom 1. Juli 13823 vorbehaltenen Be- stimmungen für Pie Kur- jund Neumark und Nieder- lausib!; die Verordnung wegen zufküastiger Verfassung der Communal Landtage der Kur- und Neumark, die Kreis- Ordnung der Kur- und Neumark Brandenburg, sámmtlih vom 17. August d, J- (Preis 10 Sgr.)

Aachen, 10. Oktober. Uns ist, sagt die hiesige Zeitung, gestern die nachstehende Mittheilung zugesandt, die als eine Naturmerkwürdigkeit weiter bekannt zu werden verdient: i

„Wir hahen vor einiger Zeit in Jhrem Blatte ge- lesen, wie in der Gegend von Köln verschiedene Pfsian- zen und Kräuter jeßt zum zweiten Male blúzen. Hier

in der Eiffel sieht man nicht allein häufig fris< get

bene Bläthen, sondern auch in den Forsten und Berg

völlig gereifte Erdbeeren von besonderer Größe, fris Farbe, und vorzüglichem Geschmake.

Heimbach, im Kreise Gemünd, den 5. Oft. 1832;

Danzig. Jm Monat Septemher sind zu Day zig angekommen: 168 Seeschiffe, von denen 143 nj Ballast, 2 mit Ballast und Stückgut, 11 mit Sti gut, 2 mit Salz, 2 mit Holz, 2 mit Kreide, 2 nj Dachpfannen, 1 mit Wein, 1 mit Ochl und Talg, mit Steinkohlen, 1 mit altem Eisen und Meubles j laden waren. Unter diesen waren 5 aus Preuß. Häfy 107 aus Englischen, 29 aus Niederläudischen, 8 q Dâänischen, 5 aus Hannöverischen, 5 aus Han seatisc 4 aus Rusischen, 4 aus Französischen und 1 aus N lenburgishen Häfen; Abgegangen sind 174 Seeschij námlich 2 mit Ballast, 108 mit Holz, 23 mit Weih 15 mic Holz und Doppelbier, 4 mit Obst, 3 mit Ju gen, 3 mit Knochen, 2 mit Asche, 2 mit Holz y Leinen, 2 mit Holz und Weißen, 2 mit Weißen y Roggen, 1 mit Mehl, 1 mit Holz und Mehl, 11 Holz und Asche, 1 mit Gerste, 1 mit Holz und Kiß 1 mit Holz und Zink, 1 mir Stückgut nnd 1 mit versen Gütern, und zwar 2 na<h Preuß. Häfen, l nah Englishen, 39 nach Niederländischen, 14 1 Französischen , 6 nah Russischen, 5 nach Hannöôverisd 3 nah Dänischen und 1 nah Schwedischen Häfen frahtet. Seewärts kamen 25 Schuyten mit Vri holz und Torf, Stromwärts 67 Fahrzeuge und 82 Y ten Ho!z. Zu Elbing sind angekommen: 4 Nid ländische, 1 Oldènburger Schiff mit Ballast; abgeg gen: 2 Niederländishe Schisse mit Getreide und 4 nah Amsterdam, 1 dergleichen leer nach Königsh Seewärts famen daselbst an: 154 Fahrzeuge mit l Produften, Baumaterialien, Kaufmannsgütern u. { und 4 Holztraften. Am 10. September lief ein erbautes, dem Kommerzienrath Henrichsèorf biet gehörendes Briggschisf , „der Lachs,“/ 366 Normalls groß, vom Stapel.

Königsberg. Jn den Hafen von Pissau f im Monat September eingelaufen : 45 Schisse, denen 17 mit Stúcfgütern, 3 mit Theer und Eisens 25 - mit Ballast beladen waren; ausgelaufen sin Schiffe, nämlich 18 mit Getreide, 13 mit Stúcfzun 8 mir Holz und 3 mit Ballast. Jn Memel d gen sind cingekommen:; 145 mir Balla\t, 6 mit S gut, 2 mit Heringen, 2 mit Dachpfaninen zujanml 155 Schiffe; und ausgegangen 155 mit Holz, Saat, 2 mit Weizen und 2 mit Flachs, im Gan 172 Schiffe. Aus die hiefigen Handlungsspeicher ! aufgemessen : Vom inländischen ‘Getreide 24 S0 6 Scheffel Weißen, 84 Last. 2 Schfl. Roagen, 64 5 Schfl. Gerste, 87 Last. 41 Schfl. Hafer, 17 S

weiße Erbsen. Vom ausländischen Getreide Nil Abgemessen sind: Nach dem Auslande , 191 Las, Schfl. Weizen , 92 Lask. Roggen , 185 Last. 17 68 Gerste, 13 Lask. 46 Schfl. Hafer , 9 Last. 372 weiße Erbsen. Nach dem Julande: s Last. Ros 12 Last. 24 Schfl. Gerste, 41 Last, Hafer 2 Las Schsl. weiße Erbsen. :

.__—_ tirt

Eq Es Schauspiel*

Freitag, 21. October. Jm Schauspielhause. * Begehren: ¿Der Fre-\{<üs,// Oper in 3 Abtheilurß von F. Kind. Musik von C. M. von Weber.

Sonnabend, 22, Oftober. Jm Schauspielha! „Der ewige Jude, dramatische Legende in 2 Adi

von A. Kliagemann. Seitenstück zum Faust.

Gedrucft bei Feister und Eisersdorff.

Redacteur Jo

Fl {i 6:E

reußis<e

G L D R Ó E i idt r 1 A078 c D B L Tz Le M S ilt

met

Staats - Zeitung.

g 2A.

Berlin, Sonnabend, den 22ten October 1825.

I Amtliche Nachrichten.

Kvo wik d-e & ges.

Angekommen. Der wirklihe Geheime . Ober- anz- Rath, Präsident der Hauptverwaltung der aats\<hulden und Chef des Seehandlungs - Jnstituts, ther, von Neusalz.

I Qeitungs - Nachrichten.

p Ausland.

Paris, 15. Oftober. Die Dauphine fommt heute h Paris zurúc>, der König, der Dauphin und die rzogin von Berry morgen. i

Das Ministerium des Innern hat den Abgebrann- eine zweite Unterstüßung ven 189,000 Fr. zugehen en, die erste betrug 200,000 Fr.

Der Redakteur des Drapeau blanc zeigt in Ant- t der Behauptung des Obersten Gustasson (vorma- en König vou Schweden): daß er (der Zedakteur)

Sinn der ihm vom Obersten zugesaudten Anzeige felt, an, daß er nur einige Sprachfehler verbe|- t, und daß das Original zum Beweise seiner Be- uptung in seinem Bureau zu vergleichen sei.

Die Journale der Opposition, sagt die Etoile, wol, glauben machen, daß die Einberufung de: Kammern j iter, als man geglaubt hätte, geshehen würde. Wie t schon früher bemerft haben, so wußten die Pairs ) die Deputirten schon vor ihrer Trenunng, daß sie am Ende des Januars oder Anfang Februars ein- ufen werden würden. '

Seit einiger Zeit begeben si<h viele Franzosen, nur Pässen sür das Junere in Frankreich verseheu, h Spanien, und vorzüglich nach Valencia. Da diese piere ni<t von den Consuln visirt werden können, verlangen die Spanischen Behörden, daß die Juhas- derselben ohne Verzug das Land S. C, M. verlas 1, was für die Reisenden die größten Unannehmiich- tenhervorbringt: Deewegeh sind diee Personen aufgefor t werden, sich bei Reisen ins Ausland mit den nôde | zen Papieren zu verjehen. Paris verschöôuert sih alle Tage. So haben die | inquiers Cox und Larigaudellè den Markt Boulain- | iers , an der Königsbrúcke in der Mitte aller. Mini- ten, an sich gefaust, ¡und werden dort ein zweite alais voyal errichten, :

4 haben. f statiyue nennt,

“Unter den öffentlihen Bekanntmachungen im Bül- letin des Lois befindet sich auch die Annullirung von 45 Erfindungspatenten (brevets d’invention), theiis weil die Personen, welche sie früher genommen hatten, auf die daraus entspringenden Rechte Verzicht geleistet, theils aus: Unvermögenheit zur Zahlung der zweiten Hälfte dek Kosten des Brevets. Unter den auf diese Weise zur allgemeinen Benußung verfallenen Erfindun- gen, giebt es einige, die eine große Fruchtbarkeit der Einbildungsfraft von Seiten der Erfinder beweisen, we- nigstens für den Namen, welche sie denselben gegeben

Hr. Patker hat eine Lampe erfunden, die er die Herrn Creußer Schuße, welchen sie den Namen flexili-subocalle gegeben haben u. s. w.

Ep Gesundheitszustand des Pabstes bessert si{ nicht. |

Herx Mettermberg, Erfinder einer ärztlihen Mes thode, diè schon in Frankreich, Spanien, Preußen und andern Ländern geprúft und angenommen worden, hat nun auch für England und seine Colonien Patente er- halten. e Z

Die nach Tanger geflüchteten spanishen Ruhestörer hdôren niht auf gegen ihr Vaterland zu conspiriren. Diese eifrigen Ayostel der Freiheit haben sh unter die Protection des Kaisers von Maroffo begeben, welcher ihnen Unterstüßung angedeißen läßt. Unter den Freun- den der Freiheit und der Gleichheit, welche mit dem größten Eifer und Erfolg die Bewegungen dieser eifri- gen Anhänger der constitutionellen Verfassung unter- túßen, bemerkt man besonders den Pascha von Tanger. Der Consul des Königs von Spanien hat verge- bens versu<ht, die Verweisung dieser guten“ Patrioten zu bewirfenz sie fahren fort, ungestört über Gibraltar mit den Columbiern, deren Fahrzeuge in jener Gegend freuzen, zu correspondiren. Eben so bieten sie alle ihre Kräfte auf, um die Garaison von Ceuta und die dort befin d- lichen Galeerensclaven aufzuwiegeln. Abgeschickte von Ceuta begeben sich nah Tanger, ohnerachtet der Verträge úber Deserteurs, um sich mit den Brüdern und Freunden zuberathen, und um dem freifinnigen Beherrscher von Mas rcffo die unendlichen Vortheile auseinander zu seßen, welche ihm die Nachbarschafr von columbischen Rep u- klifanern darbieten würde, wenn es diesen gelingen sollte, sich jener spanishen Besibung zu bemächtigen.

Man \c<hreibt aus Guadaloupe: Zu Point a Pitre stehen die Lebenemittel in sehr hohem Preise. Der rohe Zucker wird zu 70 bis 75 Fr., der Kaffee zu 40 Fr. gegen baar aufgekauft.

Die Oper des jungen List wird nit Don Sancho sondern das Schloß der Liebe heißen.

Ueber das Werk des Herrn de Praùdt: de Vanama, faar die Etoile Folgendes :

Columbus hat die neue Welt entdet, der Abbe

N F ¿A Congrès

eia n pu S el E U ‘6: E f E eger iu hie Ke Thi E z its h Ed, M S L > 64 rien ORIZA f Zt *, h S 2 As, S2 M a F 1 da it L Le Et B E: nÉ: V P: E A T R J A A M0 E E70 s E es: E s e PAL L F E E 2 ph 777 Ba Sp (T I Ds 20 E: L T S 2 0 00e) 7 «Lt x Maid s R E E BECCRE C AE R R E n T E E S E Se L e T C E E E t S C n S E M anct O2 N 6

F E R E E 1s T R ETENT,

L E T E R S: