1825 / 247 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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“de Pradt will sie civilisiren und

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ihr: Gejeßbe geben. Seine Feder hat {on mehr fúr die Republifen von Columbien und Peru gethan als der Commandostab des Bolivar und der Degen des Sucre. Was würde er geshehn, wenn der Herr Abbé selbst da wáre! Aber der Feind des Alten, sagt er duchterci\c,, fesselt thn an den vaterländischen Boden. Ogne dasselbe würde er glücfliher als der Gesandte des verwegnen Pyrrhus sein; er würde selbst diese an Majéstät den Röômern gleihe Männer, deren föniglicher Anblick Ehrfurcht er- zeugte, anstaunen. Dies ist allerdings eine sehr |<dne Phrase, es ist aber in derselben ein Wort, welches wir mit Kopfichütteln betrachten ; ist es wohl angemessen, wenn ein so bekanuter lideraler Schriftsteller, um die Würde der Senatoren des alten Roms no< mehr zu bezeach: nen, das Wort königlich gebraucht. Wie übelklin» gend ist nicht dieses Beiwort den Ohren jedes Men- schen , der die Republif im Herzen trägt. Aber wie wird diese fleine Zerstreuung durch -folgende Anrede ausgelôs<ht: Bewunderungswürdiges Amerifa, ja, du erhebst dich in der Welt mit tem Glanz des Sternes, dem du Altäre errichtet hattest , wie er hast du nur goldne Strahlen , um úber die Erdè zu leuchten , zur Waffe hast du nur ein Schild nôthig, und die Welt, start der wie ein Kind zu [<hmollen, wird dich wie ih ren Schaß hüten müss?u, Aber der Leser wird ohne Zweifel schen unruhig, zu wissen, was dieser fruchtbare Abbe eigentlich will, welcher schon gratis den beiden Amerifas mehr Cou- stitutionen gegeben hat, als der Abbé Sieyes nicht in Franfkreih für vieles Geld liefern fonnte. Was is der Cougreß von Panama, ruft man re<hts und linfs. Der Congreß von Panama , aufrichtig gesprochen , ist nichfs weiter als ein politisher Traum, aber der Abbe hat sich von seinem Jouruale sagen lasseu , daß der T:aum in Erfüllung gehen fdunte. werden andre uns erzählen , dem übersee:s<hen Conzgresse geschehen ist,

was gesagt und was in Herr de Pradt

dagegen schreibt im voraus, was gesagt und gethan

werden müßte.

Sobald die Deputirten, Columbier, Peruaner, Bue-' nos: Ayrer „. Chilier, Mexicaner, Guatimalianer und an-

‘dere neu fabricirte Republikaner in einém. verschlossenen Saale oder dentlichen Plaß zu Panama sih- werden vereinigt haben, so wird der Erzbischof von Malines ißnen dur< das Organ des Prasidenten von 6 Haupt- gegenstánden Mittheilung machea, die hauptiädlich gezignet sind, ihre Aufmerksamkeit auf sih zu ziehen. Unter diesen 6 is’ jedoch der 4., der uns einiges Bedenken macht, Monseigneur will, daß man entscheide, ob Cuba, Porto Rico, die Canarischen- und Philippinischen SInselu sich ve:einigen sollen, um das spanische Joch abzuwerfen , uud wie groß in diésem Fall das von je- dem zu stellende Coutingent an Menschen und Geld sein sol. Mouseigneur hat schon dfrers der Welt er- fiäârt, daß er bei seinen weiten Entwürfen und Ver- bindungen die geographischen Lagen nicht in Betracht zôze, und daß er sich nte herabließe, die Augen auf eine Charte zu werfen. Wir wagen daher Se. Exc. dem Práäsideuten des fünfstigen Congresses vorzustellen , daß alle die in seinem játen |Artifel genaunten Jusela nicht in der Schuplinie von Lima und Mexico liegen, wie die der Schwaneninsel unter der der Juvaliden, Bevor man daher auf einem Stúck Papier an den Gouver- neuren in Cuba und Maniulla Aufforderun geu, über die sie leicht lachen föônnten, ergehen läßt, würde es anuge- messener sein, vorher die Spauier zu bitten, die Forts von St. Juan d’Ulloa und Callao, auf den Boden der neuen Republiken elbst befindlich, zu verlassen.

Am Schlusse seines Werkes scheint der Erzbischof von Malines- bei schlechter Laune gewesen zu ain, Sr hat ein fleines Poscriptum hinzugefügt y auedrälich |

Sollre dies geschehen, #0.

um den Kaiser von Brasilien Unglück zu propheji Was hat denn Pedro I. dem Gejeßgeber der - nz We!t zu Leide gethan? Schônue Frage! Er wird y deim Congreß von Panama hein. Man läßt uur | publifaner zu demselben. i

Madrid, 1. Oftober. Ein Dekret, welches Jnnern des Pallastes durch den Minister des Ki Hauses angeschlagen worden ist, enthält folgendes;

Dér König, nachdem er erfahren hat, daß die y sonen, welche zura Hofstaat des Königl. Hauses geh sich erlauben, die Verfügungen der Regierung zu j stern, und so die Achtung, welche sle Sr. Maj. su sind, zu verleßen, was Sr. Maj. um so angeneh ¡éin muß, ats die Verbindlichkeit einer gänzlichen (; benheit an die Person des Königs durchaus nid Uébereinstimmung mit einem jolchen Betragen ist, fiehle mir, Sr. Excellenz anzuzeigen : daß Sie ( Personen, die unter ihrer Direktion stehn, “anbe wollen, sich ferner etnes solchen Betragens bei str Ahÿyndung- und Bestrafung zu'enthalten.. :

Gegeben im Pallast, 22. Aug. 1825.

gez. Jose de la Torre y Su

London, 14. Octbr. Montag hatce der Ÿy v. Claréènce in Windsor éine lange Zusammenkuns Sr. Maj. ¿ J Y Gestern arbeitete Lord Strangford im ausw

mte. y

Der Lissaboner Hofzeitung bis zum 2ten d, zufolge warea vier, zu einer Räuberbunde: in jentt gend gehörende Personen zu ver\hiedenenm Strafen urcheilt worden, weil sie in der Nacht vom 22. 9 die h. Gefäße aus einer Kirche im District Gui entivandt. |

Man hat si< an Hrn. Canning gewendet, ut zur amtlichen Verwendung fúr die Ausieferu Hrn. Julius Milliagen zu bewegen. Dies hat weigert, soll sich jedoch erboten habén, freunds< Vorstellungen an Jbrahim Pascha deshalb zu f (Diese werden - vielleicht ni<ht mchr erforderlich | wenn , nah dem Oesterr. Beob. die Nauplioti\che gierung ihrerseits die bisyer gefangen gehaltenen} 1cha’s ausgeliefert hat.)

Das Schwed. Schiff Calcutta hat den Ofstins rectoren Depe\chen gebracht, welche, wie wir verneh unterm 25. Mai aus Calcutta berichten , daß Sit Campbell ohne Widerstarid ‘in Prome eingerúdt" Der Birmanische Feldherr Buindoolah war, man l ni<ht wohin, vershwunden. “So die Times 12ten. Die Nachricht scheint aber noc< zwetfe!haft kdunte wenigstens leicht eine Verwechjelung vou P! mit Donabue sein.

Aus den Judishen Nachrichten unsre - dortige Regierung bedeutenden Geldmangel! und eine Anleihe zu einem unbestimmten Belauf 5 pCr. erôffnet hatte, wobei sie die alten 4 pCis die Hälfte des Belaufs der Anleihe Etnzahluu nahm. Wegen des allgemeinen Geldmanigels aber} die Anleihe geringen Forrgang.

Vorgestern Morgen kam das besagte S chiff das Súd ; Vorland auf dem Wege nach den Di sehr langsam , obgleih von großen Dampf{c<if1 Tau genommen.

Die Times ereifern si<h mit großem Grunde, | gen der boshaften und ämsigen Verbreitung einige rúchte in diejen Tagen“ über den Credit gewisser quierhäuser in der City, die sich nach genauer Erf gung, durchaus ohne Veranlassung befunden. :

“Sir Robert Ker Porter, in der litterarishen® durch seine Reise nach Persien befanut, wird eine M matische Mission nah Súd-Amerifa erhalten.

Der dritten Quartal -Berehnung der d fentli Einnahmen und Ausgaben Großbritaniens zufolge

geht hervor, |

pa; 6 fu s cle v AG S A A v7 IOBS M B E is n M8 7e f B A f B L:

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‘2 nun seit mehreren Jahren gewöhnlich in den Zoll- unahmen - ein beträchclicher Ueberschuß und ín der (cise,y wegen der herabgesehten Abgaben, eiu Ausfall. je Zólle trugen in diesém Jahre bis zum 10. Oftober 1,306,152 Pfd. Sterl. ein, die A-cise 21,620,714, die

prernp:l-Ubgabe 6,997,016, die Post-Cinnayme 1,501,000,

(e úbrigen Tayen 4,975,340, -und- vermischte Emuah- en: 363,565, zusammen 49,763,787 Pfd. St. Dagegen qtruzen die Einnahmen: bis zum drittes Quartale im iigen Jahre 47,900,092 Pfd. St., -was- mithin in (sem Jahre eine Mchr- Einnahme von 1,803,695 Pfo. t, gewährt. Das verflossene Quartal ertrug an Zôllen 978,455 Pfd. Sti, Acci}e 5,1548838, Stempel-Abgabe $23 519, Post ‘Einnahme 379,000, Taxen 474,433, imiichce Abgaben 76,379, zusammen 13,186,644 Pfd. (3 tasselbe ‘Quartal von 1824 dagegen: au Zöllen 140 272 Pfd. St., ‘Accise 7,113,017, Stempe!-Abgabe 159,680, - Pott - Einnahme. 375,600, Taxen 481,968, mischte Abgaben 79,113, zusammen 13,049,050 Pfd. zt, mithin eine Vermehrung der: Quartal -Euunahmen u 137,994 Pfd. Set. bei eiuer Accise - Verminderung n 1,058,159 Psd. St. |

Die gejammte Baumwollen - Einfuhr ‘in Großbrit- ven in den +3 lehtve: flossenen Quartalen beträgt 1,500 Ballen; im vorigen Jahre betrug sie 466,450 dim Jahre. 1823 553,900; Balleu, |

Die Seidenfabriken zu Mauchester gewinnen aus- hmend an Umfang uad Wichtigkeit. Jm wvorigen ihre wurden bis Ende Septembers 13,851 Ballen ide cing-führt, in demselben Z-:icraum diejes Jahrs ¿g die Etufuhr auf 19 113 Baleu.

Auf dem Vorgebürge ter guten Hoffnung achricht von der Zurückkuuft des Hru. Craig, Heraus- ders dev Súd-Afrifanischen Journals, der vom Gou- veur verwiesen wurde, aber von deu Ministern Rechi (eit, eine allgemeine Freude erregt.

Vriefe aus Port: au-Prince vom iyi als vollfommen ruhig. Von einer Bestrafung Es Rádelsführer zu Cap Hayti wird uichts

but. :

City 2 Uhr.

hat die

Cons. auf Nevember 885, 7, daun rurja@zten einige starke Vertáufe einen Fall auf {, und es sieht jet nah einem größern aus. Schab- mmerscheine 4 bis 5 Pm. Die Abrechuung am frem- a Markt geht gut von statten. Súd - Amerika ge- egen. Continentaifonds ohne Aenderung. Mex. An- he 87 Verlust. Columb. 75. Bras. ‘Aul. 8 Verl. watima!a 42 Verlust. Griechische 29.

Calcutta, 23. Mai. Es macht mir unendliches rgnúg:n , Zhnen melden zu können , daß Herr und au Judson (wie es scheint, von den Birmanen ge- gen gehaltene Missionairen) am Leben sind und sich hl befinden, Es famen heute Nachrichten von ihnen, “sind in Freiheit und mit andern Europäirchen Ge- genen abgeschi>t worden, um mit dem Brittischen feblshaber um Frieden zu unterhandeln, Ohne Zweis wird bld Friede geschlossen werden und alles gut jen, Jch bitte Sie, diesem alle: môgliche Oeffentlich- t zu verschaffen, da der Christl. Welt an dem Schick- jener geachteten Personen sehr gelegen ist. “Kingston , 30. August. ‘Am 22sten ‘d. war in mouth auf dieser Jusel ein heftiger Erdstoß

sen, wornach hier Brittische Silber- und Kupfer- nzen in Zahlung an die Truppen ausgeg:-ben und eblich ‘zu 4 s 4d fúr den Spanischen S. oder 13 s unser Pfd. -St. gelten follen, Auch soll das Com- ssariat Wechsel auf die Lerds ‘der Treasury zu 100 Id, St. für jede 103 Pfd. St-. Geld -auf Summen niht unter 100 P1d. Sr. dem auestellen , der sie Zahlung zu haben wünscht.

1. Sept. schildern |

In Folge des K. Rathsbefehls vom 23. März hat Herrn von Villèle, in der Deputicteukammer

‘Herzog v. Manchester hier eine Proklamation ‘er-

Wir vernehmen , daß Vorschristen von Enaland an den Admiral gekommen sid; mt zu „gestatten - daß Kriegs|ciffe Coutanten aus Columbien oder - andern der neuea friegíúhrenden Staaten nach dieer Jnlsel bringen, vielmehr jollen sie damit direct nach England jegelu. Narürlich ist niht von dem. G:lde, das Vrit. is [heu Unterthanen , sonderu vou dem, das Ausländern gehört , die Rede, Auch vou den , noch unter Spaut- |cher Herrjchase stehenden Colonuien sollen die Kriegs: |hzffe baar Geld unmittelbar na< Großbritanuien führen.

Bringt die Regierung diese Befeh'e zur Vollzie- hung , 0 sind die_übelu Folgen für unsern Verkehr leicht eiuzuseyen. Die Brittischen Kaufleute haben un: gezeure. Forderungen in Mexico und Columbien aus- steyen und wer gern mit der Zahlung säumt, wird jeßt die Ausrède, daß teine Gelegenheit zum Uebermachen des Geldes da ijt, leicht fiuden fônuen. Die Regierung muß die úbeln Umstäude, die bei der Maaßregel ein- treten, nicht wahrgenommen haben.

Guatimala, 16. Juli. Die Ratification des

Off - und Defensiv- Vertrags zwischen den Vereinigten Staaten von Mittel -America und Columbtren, is ge: stern hier eingetrossen. Am 12. verließ der bisherige Brittische Abgeortnuete in Guatimala, Hr. Thompson , unjre Stadt, um nah Euglaud zurückzutehren, Dagegen is drei Tage vorher der neue Britische General - Consul, O'’Reilly, neb seinen Consulats]ecretair zu Honduras eiuget: offen.

Mexico, 17. August. “Die Spauiec haven wie- der vou St. Juan de Ullao aus Veca Cruz deschosscn, ader wenig Schaden angerichtet , da die Einwoh ner bereits fruher die Stadt verlassen haben. Die Provinz: Chiappas scheint mit der Föôderativ Regierung ven Guatimala eutzweit , und geneigt zu sey 1, sich der M-xicanijchen Uuion anzuschließen. Die Nachricht von dex Französischen Anerkeuuung Hayti's hat hier aus- jerordeulihes Aufseheu erregt. Unmittelbar nah Ans kunst derjelben sandte die Regierung einen Kriegsscho05 uer mit Depeschen nach den Vereinigten Staate. Die Verhandlungen unjers neuen Congresses werdeu dies- mal jehr wichtiger Art sein. Er wird si mit Orgañi- jation des hôchsten Gerichtshofes und der ntederen Tris banäle, mic_ der vollständigen Einrichtung des Fôderativs Disteikcs mit der Gerichtsverwaltung in den verschiedene Staaten, den Veränderungen in den Ein- und Ausgangs: Zöllen und mit Anordnung uud Liquidirung der Staats huld beschäftigen. Auch über die Zulassung der Aus- láuder. uud ihre Rechte, jo wie über die Preßfreiheit und andere verfassangsmäßzge Gegenstände, sollen ergän- zende Geselze erlss:u werden, Der Handel gewinnt wieder an Lebhaftigkeit. Wie es heißt, wird der Vices prásident der Republik, General Bravo, sich nach Xa- lapa begeben, um die Bewegungen der Truppen, wels- che vou Havannah nah dem Castel Se. Juan gebracht werden jollen, zu beobachten. Es jollen $000 Mam unter seie Befehle ge|t¿lit werden. j

Das Linien|<1} Asia, welches jebt Congresso Mexi- cano heißt, ist noch nie ausgerújier worden ; die Manns |chaîc hat jedo<h |<ou thren räckitäncigen Sold erhalse teu, der sich auf 80,000 Piaster beläufc.

Eine Erktläáruug des Französijchen Premierministers, am 10. Mai, hac ebenjalls große Aufmerfkf\amfeit erregt, und es geht die Rede von strengen Magßregelu gegen die Zulassung vou Frauzdsichen Schiffen.

Brüssel, 13. Octoder. Dèer Gouverneur vom Hennegau, Baron von Beekmau, und der befanute Hr. Teruaux zu- Paris, haden vou Sr. Maj. den Bel- gijhen Lôwen »-Ooden erhalten.

Zu Anmweèipen hat män foigende Nachrichten aus Padaug vom 3, Juni erhalten; Der Resident und Be-