1825 / 252 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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pegtgImern belief si<h 1823 auf 4,444,521 Tonnen,

heishen und man hat geglaubt, daß dieje von dei con- trahirenden Banquiérs nur vermittelst einer dentlichen Berjamznlung gefordert. werden dürfte.“ Und der John Büll vom näâmlichey Tage: “Gestern ging das Gerücht an der Börse, daß die perfallenen Dividenden yon ei ner der Súd-Amerikanishen Anleihen in England nicht angefommen seien. Dieses hat die Folge gehabt, .daß die Coutrahenten von anderen Anleihen für diesen Erd- theil sih zusammengethan haben, um diesen Dividend zu zahlen und dadurch die Folgen zu verhüten, welche ein solcher Pflihtmangel für die Jnhaber von Schei- nen derselben Art nach sich ziehen köunte.“‘“

Brüssél, 21. Oftobét. "Vorgestern slnd Se. K. H. der Prinz von Oranien, voin Haag fomménd, hier dur<h nah Tervueren gereist.

Man spricht von Ernennung mehrerer Staatsräthe.

Am 16. d. ist, nach der Zeitung von Brügge, ein Mexicauischer Abgeordneter mit scinem Gefolge. zu Dün-

kirchen eingetroffen, der si<h über Brüssel nah Rom“

um dort Unterhandlungen wegen wichti-

begeben wird, inge der Mexicanischen Kirche anzu-

ger Angelegenheiten fnúpfen,

Unser Gesandter am Lissaboner Hofe hat Sr. Maj. dem Kötrige von Portugall das Gropfkreuz des Belgi- schen Löwen: Ordens überreicht.

Mittelst ‘eines neuèn Ve: fahrens hat man am 13. ‘d. auf den K. Werften eine Fregatte von 44 Kanonen auf den Stapel gebrachc, die zu einem Danpf:‘Kriegs- {if} umgeäudert werden soll. : Jn Utrecht haben neulich einige Studenten-Unru- hen statc gefunden. ;

Seit einigen Tagen ‘sieht man hier fris<he Erdbee- "ren auf dem Markte.

Aus dem Haag, 22. Ofkftodver. Am 18. versam- melte sih die erste, wie auch, an der Zahl 79 Mitglie der, die zweite Kammer unter dem Vorsiß ihres Prä- side ten von der vorigen Session, Herrn Nicolai. Sie wählte, und mit 46 Stimmen Hercn Sandberg zum ersten, mit 53 Herrn van der Goes zum zweiten und

mit 69 Herrn Nicolai zum dritten Candidaten zur Prä-

sidentetrstelle. Dieses Ergebniß wurde Sr. Maj, durch eine Deputation, mit Herrn Metelerfkamp an der Spiße, überbracht.

Am 20. wurde der Kammer angezeigt, daß Se. Maj. Hrn Sandberg zum Präsidentén ernannt haben, der dieje Srcelle mit einer würdigen Rede antrat. Es wurden drei K. Gesesvorschläge vorgelegt; der erste, Provinzial Gränzscheidung betreffend; der zweite, an- statt des zurückgenommenen früheren Vorschlags zum Handels: Gesesbuche, 19 neue Geseßentwürfe in Hin sicht eines solchen betreffend; der dritte, die K. Wahl des Prôsidenten der 1sten Kammer betreffend.

_Se. Maj. haben Jhr Verlangen zu erkennen gege- ben, daß niche allcin zu den Arbeiten , die den Staat unmittelbar angehen, sondèrn auch denen für die Pro vinzen uud Gemeinden, vor allem aber solhen, wozu Vorschüsse aus der Staats-Casse geleistet werden, aus shließli< inländis<he Marerialt-n verwendet’ werden, so weit nicht bewiesen wird, daß solche nicht in gehöriger Menge zu erhalten" stÜuden. :

Ju ‘Lille ist jeßt die Kunstauéstellung eröffnet, wel- che au< Gemälde Niederländi]her Meister zieren.

¿an liest in dem Kurier von Geut, „daß, weil der Redakteur des Echo vou Flandern genöthigt sey, eine fleine Reise zu machen, die Abonnenten dieses Blat- tes, während dieser Zeit, jeden Tag den Kurier von Gent zur Entschädigung erhalten würden./‘

Copenhagen, 18. Oftober. Der K. Spanische Geschäststräger am hiesigen Hofe, Hr. J. de Florez, ist hier angefommen. j

Die Kor - Ausfuhr aus Dänemark und den Her-

aber auf 2,022,720 Tonnen.

niger geliefert; die Gerste- und Hafer-Erndte Ganzen von gutem Ertrage gewesen, allein die 9, saat- Erndte ist sowohl in Dänemark als in den

wúrfigfeit ehren und feiern werden.‘ : . geendiget war, und der Graf von ReigersLerg sich Die Erndte.von Weizen ist ebên so gut als yg hrfurhtvollest auf seinen Plak zurückbegeben hatte, trat

Jahr gewesen; Roggen hat dagegen ein Drittheil Wr H llester Verbeugung, dem Throne näher und las aus

x Original „Verfassungs: Urfunde, welche der ständi- he Archivar in „die Versammlang gebracht hatte, fol

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Als diese An-

err Staatsminister der Justiz, unter ehrfurcht-

zogthúmern als verunglückt anzusehen.

Es erscheiñt hier jeßt ein Deutsches Blatt y dem Titel: „für und aus Copenhagen‘, welches zwei HH. Höôst herausgegeben wird.

Franffurt, 18. Ofttober. Der regierende Hi von Sachsen:-Coburg ‘ist hier eingetroffen.

Madrid, 6. Oktober. Die Gesundheit des nigs ist vollflommen wieder: hergestellt. -

Nach Briefen von der Manillen und St. H herrscht auf den Philippinischen Juseln völlig Ruh

__ München, 19, Ottcober. Seine Majestät de nig Ludwig geruhten zu dem feierlichen Aft der (j ablegung, welche cur< die Vecfassungs Urkunde U ÿ. 1. bei dein Regierungs - Antritte vorgeschriebda die Stunde heute Morgens Eilf Uhr zu bestin und den sämmtlichen Staatsministern, dem Herrnß marschall und dem Staatsrathe die -allerhô bten fehle zu ertheilen, si<h zu der festgeseßten Stun diejem feierlichen- Aft in der Residenz einzu finden,

Der Staatsrath empfing Se. Majestät an | Eingange des ersten Vorzimmers dieses Appart und degleitete Allerhöchstdieselben in den Saal, die Plenar - Sißungen gehalten werden und w Thron aufgerichtet war. :

Se. Majestät geruhten den Plaß auf der zuy Stufe des Tyrones vor dem Fautenil stehend: einz men. Se. Königl. Hoheit, der Prinz Karl, stellten| auf die erste Stufe des Thrones zur Rechten Sr, des Königs. D

Die Hofchargen der Kapitain des Gardes) dienst: huèende General - Adjutant und der Übrige 2 des Königs umgaben den Thron; die Herren Su minister bildeten zur Rechten und Linken des Thn L Halbzirkel, an welchen sich die Staatsräthel rethten.

Der königl. Staatsminister, Herr Graf v. Ri berg, als der Aelteste der Herren Staatsminister, til ten hierauf , indem Sie dem Throne sich nähetten Setne Majestät den König mit allerhöchster Zus mung folgende Anrede :

Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster - Köniz,

Allergnädigster König und Herr!

¿Tief und innigst ershüttert üder den Verlust weisen und wohlwollenden Gebers der Verfassung Königreiches Baiern ; des hôchstseligen Königs Mz} lian Jojeph, welcher nah seinen eigenen , in t Staatsakie enthaltenen Worten das Glück seines- zens und den Rugm seines Thrones nur von dem Gli des Vaterlandes und von der Liebé - seines Volkes pfangen wollte, sind die hier auf Befehl Eurer M

rhánigst anwesenden Staatsminister und Meitgiieder? Staatsraths versammelt, um der Abtiegung des | der Verfassungs | Urkunde $. 1. Tit. X., von ders währ der Verfassung bei dem Regierungs - Antritke des Königs Majestät abzulegenden' Eides beizuwohnl

jene der Wehmurth über die T:ennung! von diesem narchen erhöht, so darf i< wohl Eurer Majestät beth ern, daß jeder, und insbesondere die hier versamm

den Allgeliebten durch die trèueste, redlichste un?

eriauchresten Erben seiner Tugeudeu in allertiefester

)gorod im Gouvernement Vollhynien eingetrossen.

stät des erhabenen Erben dieser Grundsäße allerunl

(M

Wenn dieter feierlihe Aft die Gefühle des Dak für die Wohlthaten des höchstseligen Königs, folgl

Staatsdiener, das Andeufen an Maximilian Joseph“

frigste Pflichterfüllung gegen Euere Maj stät, den d

nden Cid vor:

„Jch schwöre, nah der Verfassung und den Ge- „schen des Reichs zu regieren, so wahr mir Gott „helfe und sein heiliges Evangelium !‘‘

Se. Majestät der König geruhten, in dem Sie die

i ersten Finger der re<hten Hand auf die linke Brust gten die-Weorte dieser Eidesformel vernehmlich nach-

sprechen und zu äupcrn:

¡Ehe Jch euch den eben ges<hwornen Eid abge- „legt, hielt. Jh Mich durch den bei Einführung „der Verfassung von Mir geleisteten {on für eben

so verpflichtet.‘ j H. Dasj:nige, was der von Mir gesprochene Eid

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ls König an- der Stelle Meines erlauchten Vaters, essen Andenfen Mir ewig theuer und unvergeßlich ein wird , Mir auferlegt , zu erfüllen, habe Ich den jesten [Willen und erwarte von der Gnade Gottes, daß er Mir die Krafc dazu verleihen werde.

„Schwer ist es, nah einem Könige, wie der uns

Entrissene war, zu herrschen , ihu zu erreichen un-

¡dglich./“ Als hierauf die ganze Versammlung gegen Se.

daj. den Kênig ihre. erfurchtvolleste Verbeugung 11 tief

r Rührung Über die huldvolle Aeußerung, wodurch erhôchs Sie Jhre Empfindungen gegrn Ihren Aller- rhlauchtiasten Herrn Vater ausgedrückt, gemach! tie, begaben Sich Seine Majestät der König, beglei, von sämmtlichen Herren Staatsministern und Aller- hstihrem Hosfstaate in der nämlichen Ordnung und in derselbën Feierlichkeit, die bei Allerhöchst Jhrem uriite- statt fand, in Allerhôchstdero Appartements

rúud. St. Petersburg, 12. Ocrober. Am 25. v. M.

1d Se. Maj. der Kaiser in erwünschtestem Wohlsein

Taganrog und am 30. J. M. die Kaijerin zu Be-

„Gestern „ist hier der- wirkliche Geh. Rath, Graf urjew, vormaliger Finanzminister, mit Tode abge-

gen. i Die Russish-Amerifkanishe Brigg Wolga hat Neu- <hangel auf der Jusel Sicka am 16. Mai d. J. ver- en und ist am 18. Juni mit einer Ladung Pelzwerk

Dchotsf angefommeu. Unsre dortigen Colonien sind f allen Bedúrfniss-u versehen und stehen mit den be hbarten Völkterstämmen in dem freundschaftlichsten rnehmen. Der Handel in Urga, dem Hauptorte des Handels t den Kalchae: Mongolen (300 Werste von Kjächta), sehr gesunken. sein.

Die diesjährige Weinerndte in der Krimm verspricht

t viel, Die Nacht zum 27.

St. Thomas, 1. August.

M. war äußerst verderblih für mehrere benachbarte |

seln. Ein fürchterliher Orfan vernichtete die Hoff: 1g so Mancher auf eine gute Kaff:e- und Zucker- dte, lies Schiffe untergehen, warf Gebäude um und tub eine Menge Menschen unter den Ruinen. Der i Orfan hier angerihtete Schaden war am sihtbir: ) im Hafen, woselbst über 100 Schiffe mehrerer Na- en lagen, von welchen ungefähr 20, vorzüglich von fleineren Kauffahrteischisffen, mehr oder wkniger hädigt wurden. i i

Der im lebten Februar eingeäc<erte Theil unsrer 4 erhebt sih jet wieder vershdnerc. aus seiner

-23. Sept. abgesegeltes Schiff,

Türlei. Die allg. Zeitung meldet aus Konstan- tinopel, 24. Sept. Nach den umlaufenden Gerüchten ist die Flotte des Kapudan Pascha in den Gewässern von Candia durch die Griechen zerstreut worden. Auf Morea lauten die Nachrichten sehr widersprehend ; \o- viel scheint siher, daß Jbrahim Pasha im Rückzuge nach der Küste begriffen ist, und dringend um Verstár- fungeu ange]uht hat. Auf Candia is der Aufstand fast allgemein, und die von Hydra dahin geschi>te Ex- pedition beweist, daß die Griehen unmittelbar nichts mehr für Moreafürchten. i

Konstautinopel, 22. Sept. (Ueber Odessa.) Das Gerücbt ven der beabsichtigten Expedition des Lord Cochrane nah Griechenland hat hier sehr große Sensa- tion gemacht, besondérs da gleichzeitig Nachricht eintraf, daß die englische Esfadre unvermuthet in den Gewässern von Smyrna erschienen sei. Ein Gerúcht verdrängt seitdem das andere, und die Pforte befindet s< in siht- barer Verlegenheit. Aus dem Archipel sollen Berichte eingetroffen sein, daß die vereinigte ottomannisch-ägyp- tische Flotte, die Alexandria verlassen hatte, um Ver- stärkungen nah Morea zu bringen, in den Gewässern von Candia durch die Griechen angegrifff:n und zerstreut worden sei. Alles dieses äußert auf den Verkehr gropen Einfluß, und alle faufmännishen Geschäfte sto>en.

_ Konstantinopel, 25. Sept. Den neuesten Nach- rihten aus Morea zufolge ist Jbrahim Pascha, nach: dem er in Modon Verstärkungen an sich gezogen, wie: der uach Tripoliza vorgerúckt, und es heißt, er erwarte bloß Belagerungs zeshúß von Patras, um wieder, selbst ohue die fünfte Expedition aus Aegypten abzuwarten, g-geu Napoli di Romania zu opericen, Das Gerüt will ferner behaupten, die Griechen häiten Vetgleichs- oder Unterwerfuugsvorshläge gemaht. Griechische Briefe, die aber wohl wenig Glauben verdienen dürften, versichern, die türki - ägyprishe Flotte sei bei Candia ge|chlagen worden. |

Triest, 11. Oktober. Ein Schreiben aus Hydra vom 13. Sept. macht zwar eine günstige Schilderung der griechischen Angelegenheiten, behauptet aber do, daß Tripoliza fortwährend von den Truppen des Jbra- him Pascha besebt sei, obshon die Griechen sich Mühe gáden, der Stadt die Zufuhren aus dem Junern abzu- shueiden. Die Nachricht von der Räumung des Junern von Morea durch Jbrahim Pascha scheint sich also nicht zu bestätigen.

Triest, 12. Oftober. Auch neuere Briefe von Zante vom 20. September erwähnen nichts mehr vom Tode Jbrahiñ Pa\cha’s. Er s<lug sich nah denselben in den lebten Wochen mit den Griehen zwishen Nis und Tripoli;a herum. Aus der Gegend vòôn Salona waren 4000 Rumelioten über den Jsthinus von Corinth in Morea eingerá>t, um sich dem Demetrius Yyfilanty anzuschließen. Bei Missolunghi sollen die Griechen eine túrkishe Batterie erod:rt haben. Auf Candia haben sich die Türken in die fésten Pläße znrückgezogzen, und die Jnfel ist in vollem Aufstande.

Triest, 13. Ofrober, Ein von Missolunghi am dessen Kapitain Aug-ns zeuge dessen war, was er erzäblt, bringt Nachricht, daß die Túrfen unter persöulicher Anführung des Serasfiers Reschid Pascha, am 21. Sept., nachdem sie bedeutende Verstärkungen an si< gezogen, einen no<hmaligen S: urm auf. Missolunghi versucht hatten, aber“ neuerdings mit Verlust von einigen tausend Maun zurückgeschlagen worden waren. Notro Bozaris soll sh dabei besonders ausgezeichnet haben. -— Erst gegen Ende Septembers wird Tie lebte Expedition, welche, 10 bis 12,000 Mann starf in Aegypten gegen Morea ausgerüstet wurde, un ter Segel gehn, weil alsdann die Winde weh?u, welche der Ueberfahrt günstig sind. Man weiß no<h ait, ob die Geschwader des Kapudan Pascha’s und des Vicekd-

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