1825 / 265 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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nnern einzureihen, welcher, da wo es

derlich ist, Unsre Bestárigung. nachsuchen wird. erte Á A P S Ahdide Bej\chlüsse sind daher “beim Schlusse des Communal-Landtags an die Ober-Präsi denten abzugeben, welche die darauf zu ertheilenden Versúgungen den zur Ausführung bestimmten Behör den und den Stäaden durh die Landräthe mittheilen

werden. i i Urkundlich unter Be E Ee cet Unter- rift und beigedrucktem Königlichen „Fnnege!. je Saebett zu Berlin, den 17ten August 18325. '# LAAT- ¡h (Gez.) Friedri< Wilhelm. i (Gez.) v. Schuckmann.

(Fortseßung folgt.)

Minister des I

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Wissenschaftlihe Nachrichten.

Die Allgemeine Zeitung giebt folgenden interessan-

ten Artikel über Gasbeleuchtung. (S <h luß.)

Es mússen sich uns hier folgende Fragen aufdrän- gen: Warum sollen wir überhaupt zur Bewerkstelligung der Gasbeleuhtung mit einer fremden Kompagnie uns verbinden , wenn unsere einheimischen Kapitalisten den größten Theil der hierzu nôchigen Geldmittel vorschießen mússen? Können wir in die}ew Fall den Gewinn, der aus der Favrizirung des Gases ent)pringen möchte, nicht uns allein zueignen, ohne eine auswärtige Kompagnie daran Theil nehmen zu lassen? Denn weun- wir einmal die Hälfte oder gar drei Viertheile der Kosten aus eige: nen Mitteln bestreiten können , so werden wir wohl auch noch zu dem lebten Viertel Rath zu |<ajsen wissen. Wel- <en Grund fönnen wir demnach haben, vorzugsweije tin die Vorschläge der Jnternational, Kompagnie einzugehen, die augenfällig feine andere Absicht hat, als mit unse-

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nents ergiebt, von welchen einige:nur 3, die am mj sten begünstigten höchstens 8 Proz, aus ihren Kapitali, ztehen. (Man sege hierüber das in Paris erscheinen Bulletin universel), Die Verbindung mit ‘der Koi tinental-Gas- Gesellshaft, welche deut|che Hände gy deutschem Boden, mittelst ansehnlicher sremder Gel mittel in Thätigkeit seßt, die Verarbeitung deutsch Produfte bewerkstelligt, und somit den innern Verf befördert, fann in jeder Hinsicht nur sehr wohlthäti Folgen auf unsere Gewerbsthäcigkeit haben. Nicht als, wenn Fremde uns unsere ohnehin: geringen Geldmitt entziehen , und dieselben benußen wollen, um ihre Wei \tátte auf Kosten unserer Arbeiter, die ohne Beschäst gung bleiben würden, in Thättgkeit zu seben. Ab ges von dem staatswirthschaftlichen [Juteresse, bietet diy Gesell)chafc auch in Betresf der Beleuchtungsart w

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La

Yreußishe Staats - Zeitungs.

meine

Berlin, Sonnabend, ‘den 12ten November 1825.

mehr Vortheile dar, als die Juternational: Gesellscha Die erste láÿt das Gas durch Röhren leiten, aus nj chen es immer mit derselben Stärke strômt, die leßty hingegen in tragbare Lampen komprimiren, in wel<h{W es emen dreißigmal fletneren Raum einnimmt, als ohne diese Kompression einnehmen würde, Diese leßt Einrichtung hat zur Folge, daß die Ausstrômung | Gases an Stärke und folglih das Licht an Helligl verliert, je länger die Lampe brennt, und daß man ( zehn Minuten genöthigt ist, den Krahn der Lampe was mehr zu öffnen, um den Mangel an Licht zu seben, der aus der verminderten Elastizität des Ga entsteht. Dagegen bietet die Beleuchtungsweise mitt der Röhrenleitungen, welche die Kontinental-Gas- Ges chaft anwendet , einerscits die Bequemlichkeit dar, d man des täglichen Verkehrs mit den Lampenträgern e hoben bleibt, andererseits gewährt sie ein unvernde liches, immer gleich starkes Licht, da das-Gas in d Röhren nicht zusammen geprest, und nur durch den si gleichförmigen Druck von einem Zoll Wasser bewegt wi Auch hat die Kontinental: Gesellschast Vorrichtungen trossen, um gleichfalls die Beleuchtung mit tragba aber nicht zusammen gepreßtem Gas, in Privathäus und ijolirten Gebäuden bewerkstelligen zu können.

ren Kapicralien die Gasdeleuchtungs-Anstalcen zu errich- ten, um dadur<h dew in England fabrizirten Apparat einen vortheilhaften Absaß, unjerem Gelde dagegen ei nen neuen Weg nach England zu eröffnen? Jun un/- serem zwar produftenreichen aber geldarmen Deutschland bedürfen wir Kapital; nichts kann uus daher erwün|<- ter seyn, als daß fremde Kapitalien“ zu gemeinnüßigen Zwecken bei uns in Umlauf gejeßt werden. Diesen Vor; theil bietet uns die Kontinéntal.Gäs-Gesellschast| dar die über eine Summe von 24 Millionen Gulden versügend, die Beiträge deutscher Kapitalisten weder bedarf noch) verlangt, obschon sie bereit ist, von ihren Afcien an Fiejenigen abzugeben , welche deren zu úbernehmen wún; schen, Sie seßt, zu großer Beförderung der Industrie Deutschlands, daselbst große Summen in Umlauf, in- dem sie die Kosten aller Anlagen aus ihren eigenen Mit- teln bestreitet, uad alle Vorrichtungen / Röhren-Leitun- gen u, dgl, in Deutschland selbst anfertigen läßt. Fúr das Darleihen so großer Kapitalien , auf einen Ter- min von zwanzig Jahren, begnügt sie sich mit einem sehr mäßigen Gewinn, d. h. mit gewöhnlichen Zinsen von 5 bis 7 Proz. Denn größerer Gewiun ist bei der Gasbeleuchtung nicht leiht zu erzielen 7 wie sich aus den Abrechnungen mehrerer Gas- Gesellschaften des Kon ti-

Königliche Schauspiele.

Freitag, 11, November. Jm Opernhause: „4 Nachtwandlerin,“/ Singspiel in 2 Abtheil, nach Su vearbeitet, und in Musik geseßt von Carl Blum. auf: „¿„Die bciden Tanten,// kom. Ballet in 2 Abts arrangirt vom Königl, Ballefmeister Titus, Musif| Gyrowesß, i

Sonnabend, 12. November. Im Schauspielhal „„Eîigne Wahl,“ Lustspiel in 2 Abtheilungen, - vou Schall, Hierauf: „„Der Bär und der Bassa,// Val ville-Burleske in 1 Aufz., nach dem Französi). , von Blum.

Jn Potsdam. Zum Erstenmale: „Gutes Beispi Lustspiel in 1 Aufzug, - nach dem Franzöfischen | Théaulon, von J. F. Castelli, Hieraus: ¿Die Só| ten,‘ Schauspiel in 5 Abtheilungen, von Aresto, bearbeitet von K. Dielib. L

Ä

Gedruckt bei Fei

ser und Eisersdorff. Redacteur Jof

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die Uebrigen ausblieben ,

er. Moniteur,

end, das Resultat folgendes sei:

Zeitungs-Nachrichten.

Paris, 3. November. Heute Mittag verkünde- der Donner der Kanonen vom Hôtel der Jnvali- n, das Namensfest Sr. Majestät des Königs, und n Anfang der dffeutlichen Belustigungen. Um 6 Uhr

bends führten die Musifkfchôre der verschiedenen Corps

rx National-Garde, der Königl. Garden und der hie-

jen Garnison mehrere Musikstücke unter den Fenstern

t. Majestät auf. Nach der Tafel begaben sih Sr. ajestáät auf den Balfon des Marschall-Saals, um

e Musik anzuhdren und das Feuerwerk zu sehn, wel es in der großen Allee der Champs Ely!sées abgebrannt urde. E L Mêténge Sr. Majestät mit dem lautesten Zuruf grüßte.

Der Garten war dem Publikum geöffnet, wel

Der Griechen - Verein hat dem Herrn Duprat die zichung des jungen Canaris anvertraur.

Paris, 4. November. Se. Maj. der König hat ute die vetschtedenen Staatsbehörden, sämmtliche Ge ndte der auswártigen Mächte, an deren Spiße sich r pástliche Nuntius befand, empfangen.

Heute frúß um 10 Uhr begab sih der Präfeft des

eine Departements, begleitet von der Municipalität,

r neuen Böôcse, um - daselbsk mit den gewöhnlichen jemlichfeiten das Handelsgericht zu installiren. N ch dieser Ceremonte begab sih die Municipalität daß Schloß- der Tuillerien, und hatte die Ehre, Sr. dajestáät demn Könige vorgestellt-zu werden. Ohngeachtet des ungewissen Wetters waren gestern e Champs E!ysées mit Menschen angefüllt. Bei der ustheilung von Lebensmitteln herrschte, wie die Etoile eldet, die größte Ordnung, und fein Unglück fand

att, Ein Feuerwerk beschloß den Tag.

Die Commissaire der Haitischen Anleihe, sagt die toile, haben befannt gemacht, daß das Minimum, r Anleihe auf 90 pCt. festzestelle ist. Diese Erôff: ng erregte viel Aufsehen. Die Adjudifkation ist des- b verschoben worden. Die Ceinmissarien bestimmten erauf, daß sie um 2 Uhr Nachmittags die neuen Vor- läge in ihrer Wohnung annehmen und sih für die, rem Gouvernement vortheilhafteste Propofition ent- werden, Die Compaquie Lafirte stellte si 2 Uhr ein, aber erst -um 4 Uhr, nachdem man sah, begannen die Unterhand- ngen, Es scheint, daß nichts entschieden sei ,-wir er- hren nur, daß Herr Lafitte 3 pCt. mehr geboten hat, s am Morgen.

- Nach Briefen von - der Nieder - Elbe, berichtet daß nah mehreren Verhandlungen, ie beiden für Columbien aufgefauften Schisse betref: Der Kauf über iese beiden Schiffe ist nicht aufgehoten , die Kaufleute

Michelsohns und Bendifs fönnen über diese Schiffe verfügen , älle in Dienst der Krone Schwedens stehen- den Jundividuen aber, haben den Befehl erhalten, sie zu veclassenz; und die weitere Bestimmung der Regie- rung zu erwarten. Die Seeleute haben \{<nell diesen Befehl befolgt; aber die Eigenthümer der Schiffe haden Mittel gefunden, dur< Matrosen außer Dienst, auf welche der Befehl der Regierung nicht anwendbar is, die Schiffe wieder zu bemannen. Man fagt, daß den Kaufl:uten neue.Vorschläge gema<ht worden, ihren Hans del mit Columbien zu brehen, und glanbt selbst, daß unter gewissen Bedingungen diese Schiffe von Spanien gekauft werden dürften.

Briefe aus Marseille vom 2üsten Oftober zeigen an, daß mehrere Tempelherrn (?) si< hier einge)chifc haben, um sich mit ihren Waffeubrüdern in Griechen- land zu vereinigen. Man hat die Bemerkung gemacht, daß dér größte Thoil von ihnen Offiziere der eh-mali- gen alten Garde sind. Sie sind, meint der Cour. fr:, gewiß eingedenk, daß es einst Tempelherin waren (welche úbrigéns mit den Malthesern. nicht zu verwechseln sind) die nach der Eroberung von Konstantinopel unter den berühmten Baptist Polsologus zur See so muthig die Osmaanen bekämpften.

Ein Privatschreiben aus Madrid vom 25. Ofrober, daß das Journal dès Debats mittheilt, sagt folgendes: Die Entlassung des Ministers Zea, deren- Folgen in- die- sm Augenblick wohl {wer zu bestimmen sind, ist heute Frúh im Esfurial erfolgt. Der Herzog von Jufantado be- sindet sich jeßt an der Spiße der auswärtigen Angelegenheis ten. Die Entlassung des Herrn Zea ist jedoch kein Beweis von Ungnade seines Königs. Nach seiner Entlassung hat er- bei Sr. Maj. eine Audienz gehabt, worin, wis Briefe aus dem Eskurial uns berichten, der König ihm versichert hat, daß er seine Entlassung rur als von den dringenden Umständen herbei geführt, nichr aber als Beweis der Unzufriedenheit mit jeinen persönlichen Dienstleistungen, betrachten solle.

Ju meinem leßten Brief theilte ih Jhnen die Nach- richt mit, daß die Depeschen des Bischofs von La Puebla - de los Angelos schr stôrend auf die Unterhandlungen in Betreff der Unabhängigkeit von Mex:co gewürkt ha- ben. Jch benachrichtige- Sie ießt, daß man versichert, daß dieser Bischof zum Vice-König und Erzbischof von Mexico ernannt sei, und daß er in diesem Augenbiick an der Spiße der Provinzen la Puebta de los Angelos und Guadalaxara stehe, wel<he sih, wie man sagt, ganz für den König erklärt haben. Jch glaube, es ijt nicht ohne Interesse, wenn ih Jhnen einige Details úber 4 ' die Person dieses Bischofs nmittheile. Er nennt sich : Perez, war im Jahr 1812 Mitglied der außerordentli- chen Cortes zu Cadix, und gehörte zu den Deputirten, die man Perser nannte, welche dem Köuige nah Va-