1825 / 267 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Exifeuz und die tüunstigen wie Brasiliens zu sichern, glich jedes Hinderniß zu

Scéicfsale Pertugalls, so und bei dem Wunsche, zU beseitigen, das der erwähnten Allianz ,- Eintracht und dem Glúcke beider Staaten in den Weg treten könnte, mittelst ihres Diploms vom 13. Mai d. J. Brasilien als ein unabhängiges, von deu Königreichen Portugall und Algarbien getrenutes Kaiuterrei, und thren geliebten und geichäßten Sobn Don Pedro als Kaijer an, vorbesagten ihrem Sohn? und seinen rehtmäßigen Nachkommen aus eignem, freien Willen die Souverainetát Úúber besagtes Reich cediren und úbertragend und fúr Höchstihre eigne Person nur denselben Titel annehmend und sich vorbeßzaltend. Und nachdem beide erlauchte Fürsten die Vermittelung Sr. Großbritt, Vaj, angenommen, haben fie, um alie, die Trenvung der beiden Staaten betresfenden Präliminair- Angelegenheiten auszugleichen, folgende Bevollmächtigte ernannt, námlih: Se. Kai]. Maj., Se. Exc. Luiz Joze de Carvelho e M-llo, Staatsrath, tinister und Staats- Secretair der auswártigen Angelegenheiten ; ferner den Baron de Santo Amaro, Grand des Reichs, Staats- rath; endlih den Hrn, Francisco Villela Barbosa, Staatsrath, Minister und Staatsösecretair der Marine und General: Jusp:ctor der Marinetruppen. Se. Aller- gláub, Maj. aber Se. Exc. Hrn. Charles Stuart , Sk. Großbritr. Maj. Geheimen - Rath, twoelche nach Vorzei gung und Auswechjelung ihren resp. Volimachten, in Uebereinstimmung mit den, in der Einleitung dargeleg- ten Grundsäßen übereingekommen sind, folgendeu Ver- trag abzuschließen : : :

6:4. S0 Allergläubigste Maj. erkennen Brasilien als ein, von den Köuigeeichen Portugall und Alzarbien unabhängiges und getrenntes Kaiserreih and ihren viel- geliebten und ge|hä6sten Soÿn, Don Pedro, als Kaiser anz cediren und übertragen, aus eignem freien Willen, vorgedachtem ihrem Sohne und jeinen rechtmäßigen Nachfólgern die Souverainitáet úber besagtes Reich, bloß deujeiben Titel für ihre eigene ‘Person annehmend, und ich vordehaitend, i :

6. 2. Se, Kaiserl. Maj..willigen, zum Beweise ibrer Hochachtung und Liebe für ihren Duxchlauchtigen Vater und Herrn, Don Johann den Sechsten ein, däß Se. Allergläubigste Maj, für ihre Person den Titel Kaiser annehmen. | ; i

g. 3. Se. Kaiserl. Mai. versprechen, vou keiner Portugiesischen Colonie Vorschläge wegen eiñer Vereini- gung mit Brasilien annehmen zu wollen.

g. 4. Es soll von jeßt an Friede und Allianz und die vollkommenste Freundschaft zwischen dem Kaiserreiche Brasilien. und den Königreichen Portugal und - Algar- bien herrschen, so wie gänzliche Vecgess:nheit der früyern Zwistigkeiten zwischen den resp. Nationen. Gs

Die Unterthanen -beidec Nationen, Brasi- lianer. und Portugiesen, sollen in den resp. Staaten wié die Unterthauen der begúunstigsten und befreundetsten Nationen betrachtet, und in thren Rechten und Eigew thum gewissenhaft bewahrt und beshüßt werden; auch versteht es sich, daß ‘die Eigenthümer liegender Gründe in dem friedlichen Besiße solcher ihrer Güter erhalten

werden sollen. ' g. 6. Alles unbewegliche, persönliche und beweg- liche, das den

sequestrirte und confiscirte Eigenthum, : Unterthanen der beiden Souveraine von Brasilien und Portugall zugehört, soll sofort mit den Räckständen, je- do<h na< Abzuz der darauf hafteiden Verwaltungsfo- sten zurücégegeben, oder die Eigenthümer desselben nach - festgeseßten Grundsäßen entschädigt werden.

7, Alle den Unterthanen beider Souveraine zu-

gehörigen und weggenommenen Schiffe und Ladungen

Gedrucêt bei Feister und Eisersdorff.

sollen gleichfalls wieder zurückgegeben oder die Eigen

L s entschádigr-werèen.

und da, wo die resp. R:gierungen es am nüßzlichste erachten, niedergeseste Commission soll beauftrazt wey den, die im bren und 7ten $. berührten Gegensläuy zu untersuchen, wobei einverstanden ist, daß die Forts rungen binnen einem Johre, von der Bildung de Comm.ssion an, erhoben, und im Fall einer Meinung Verschiedenheit oder Scimmengleihheit, dur<h den R präsentanten des vermitteluden Souvoverains ent chied werden sollen. Auch sollen beide Regierungen die Fon) anweisen, aus denen die zuerst liquidiren Forderung bezahlt werden sollen. :

$. 9. Alle Staatsforderungen zwischen den Regi rungen sollen gegenseitig angenominen und entschied werden, entweder dur<h Rückgabe des in Anspruch q nommenen Gegenstandes oder vollgüitige Entscheidun Wegen Auseinanderseßung dieser Ansprüche werden bei hohe contrahirende Partheien eine directe und besond Uebereinkunft treffen.

$. 10. Sollen die gewöhnlichen Verhältnisse | Brasilianischen und Portugiesischen Nation sofort nj der hergestellt werden, indem jede gegenseitig von alli Waaren provisorisch 15 pCt. als Consumtionsstener | zahlt. Die Abgaben auf Wiedecreinscifffung uud ausfuhr bleiben so, wie sle vor der Trennung waren,

6. 11. Die gegenseitige Auswechjelung der Rati cation dieses Vertrages soll in Lissabon binnezì funf M naten, von dem Tage der Unterzeichnung des gegl wärtigen Vertrages angerechnet, oder w0 möglich“ früh geschehen.

29. August 1825.

Gez. Charles Stuart, Mello, Baron de Santo Amoro, Fraucis Villela Barboza.

Nach Briefen von Rio Janeiro, auf wele | Etoile bezieht, hat der Regent von Brasilien, Boölio! geantwortet, daß er Deputirte zum Congreß von } nama schic>èn wúrde, das Juteresse von Brajilien wi zunehmen. E G

Batavia, 2. July. Am 15. May ‘erhielt:n 1 úber Surabaya Depeschen aus Macassar úber die. ! ter Gen. Major von Geen aus der Bucht von V gefegelte Expedition, wehe dort so vortheilhaft op hat, daß die Königl, Truppen am 30. März iu Haaptort des Königreichs Boni cinrúcé-en, nachden die feindlihen Werke, welche denselben von der Seel sc{irmten und die Landung der Unseren hindern soll

und die mit 60 Kanonen von verschiedenem Kaliber seßt waren, eingenommen hatten,

Königlihe Schauspiele.

Im Schauspielha! Lustspiel i

November. „Gutes Beispiel „‘/ Aufzug. Hierauf: „Kritik und Antikritik,‘/ Lusts) in 4 Abtheil., von E- Raupach. :

Dienstag, 15. November. Jm Schauspielhause. J Erstenmale: ,,Euphrösine ,‘/ Operette in Z Abtheil, ! Tanz. Musif von Mehul. Nach einer früheren Uederseß) aus dem Französi\chen, für das Königl, Schauspiel h arbeitet vom Kriegesrath May. : :

Montag, 14. Zum Erstenmale:

NRedactéur Jo)

i: Eine von beiden Regierungen aus ind gleichen Anzahl Brasilianer und Portugiesen ernann

So geschehen in der Stadt Rio ‘de Janeiro ( Luiz Joze de Carvelhi

All gemec ine

preußishe Staats - Zeitung.

S

207.

Berlin, Dienstag, den 15ten November 1825,

Amtliche Nachrichten.

Kr.onif.dep. T4446.

Seine Majestät der König haben dem Prediger oblanc> an der Luisen - Kirche hieselbst den rothen dler-Orden dritter Classe zu verleihen geruhet.

Befanntmachunzg.

Den Inhabern einer mehanishen Werkstätte, Eng- rh, Reuleaux und Dopps zu Eschweiler Pumpe (Re erungs: Departements Aachen) ist ein Patent : auf die alleinige AussÜhrung und Benußung der

in der eingereichten und zu deù Akten des Mi- nisteriums des Junern genommene Zeichnung und Beschreibung erläuterten Verbesserung der Wal- fen in der Art der Verbindung der Hämmer mir der Betriebswelle, i ° den ganzen Umfang der Monarchie und den Zeit- ium von 8 hinter einander folgenden Jahren, - von ute an gerehnet, ertheilt worden.

Berlin, den 30. Oftober 1825.

Zeitungs-Nachrichten.

Paris, 7. Nov. Der Constitutionel berichtet aus jem Privatschreiben aus Madrid vom 27. Oktober gendes. Sobald die Entlassung des Minister Zea in adrid befannt war, versammelten sih die königlichen ciwilligen beim Kaffee des Barrio Nuevo, welchen sie fig besuchen, und verlangten, daß man royalistische der, als Freudensbezeugung wegen der Abseßung des errn Zea, singen möge. Die Polizei-Commissaire des istrifts waren shon gegenwärtig und versuchten dieses hindern z- ihre Bemühung aber war vergebens, und

‘Linientruppen mußten die Ha : und noch heute, ist no< vid: L os ¿ 32,000 Mann, sagt der Constitutionel, werden ver- inge einer kfôniglihen Ordonnanz vom 25. Octb., aus der disponiblen Mannschaft zum Dienst ausgehoben j Tumult, der jedoch nichts mit der Politik gemein )at, b richtet der Constitutionel, hat die Schließung des Adre is Düukirchen veranlaßt. E “Vom 8ten, Ein französishes Jourtial, me i Mate aus Rom vom 27. Ocrbr., g sich Puk p qn t, daß in Hinsicht des Räuberhauptmanns Gass aronne die pábstliche Regierung eben so mit ihm unters handelt habe als eins die rômishe mit Spartacus Der Verglêich paßt nicht, und das Factum ist überdem erlogen. Zwar hat Gasbaronne, da er sich in einer verzweifelten Lage befand, der päbstlihen Regierung Vorschläge gemacht, sie sind aber sämmtlich verworfen worden. Hterauf hat er sich auf Disfrerion mit sieben seiner Kameraden ergeben. Der Erzpriester de Sezze ist aus Mitleiden hierbei als Vermittler aufgetreten Did L R irgend einer Uebereinkunft, erc iegen di ichen A i icht Der M pen die geseßlichen Authoritäten nicht Die Etoile theilt von Triest vom 2 : folgendes mit; Ein Schiff, ei S Es Gee thonisi nach einer Fahrt von 16 Tagen hier angekoms- men ist, berichtet , daß dieser Plaß in der Gewalt der Griechen ist. Man sagte dort, Jbrahim Pascha habe von neuem einigen Verlust bei Mistra erlitten, und- die

Garnison von Tripolißa, 600 Mann i A E D N zu E L E er Courier français ]berihtet na rivat-Bri

aus Madrid vom 27, October, daß, S t dg A eine Audienz bei Sr. Majestät gehabt, er den Palast des Eécurial verlassen, und na<h Madrid zurückgekehrt und in seinem Hotel abgestiegen sei. Bis jeßt hat ihn noch niemand beunruhigt. Der Unter-Jnrendant der Polizei, Recacho, hat seine Entlassung gesordbert, sie ist zwar in diesem Augenbli> nicht angenommen worden doch bestimmt man schon allgemein Don Rufino Gon- zales, oder Sobrado zu seinem Nachfolger, Der Her- ¡0g von Jnfantado hat heute früh seinen Einzug in Madrid gehalten, zwei Kabinets : Kouriere gingen ihm voraus, und die Musik: Chôre-der royalistischen Freiwils-

s zogen ihm entgegen und begleiteten seinen Wa-