1825 / 282 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

eine Menge Friedens|c) fenstillstande waren,

1641 zwischen den Holl beide Theile sich gegen Sp

und führt unter andern den von ändern und Portugiesen an, w9 anien verbanden, und für ihre Europáischen Besißungen einen Waff- nstillstand s{lossen, während sie in beiden Judien si befiiegten. Nach diesen Vorhergesagten, sährt die Etoile fort, wird es zu glauben erlaubt sein, daß fein Mittel den Súd - Amerikanischen Provinzèn, Spanien, und ‘allen europäishen Mächten vortheilzafter uud nüßlicher sein | fbnnte, als der Abschluß eines Waffenstillstands,; zwischen Ferdinand den /ten und seinen alten úÚberseei¡<hen Besißungen. Nur indem mana diese Jdee übersieht, findet man feine andre Lôfung des Knotens, als die völlige Anerkennung der Unabhängig- keit dieser Provinzen von Seiten Spaniens, welches, selbs wenn man das große Opfer nicht berücésichtigen wollte, nicht einmal ohne großen Nachtheil der ganzen Welt satt findea fonnte. Die neuen Sîiaaten von Amerika, durch ihre Triumphe, durch die Anzèrfenuung ihrer Unabhängigkeit von Seiten Englands, durch die Unabhängigkeit der Niederlande und Sch wvedens, durch das Stillschweigen der heilizen Allianz sto!'z geworden, überdem no< dur den Geist der Demokratie getrieben, welche Bedingungen werden sie dem fatholi]shen Könige “aufcringen, dessen Rechte jedoch von allea Kabinetten azerfannt siad? Würden fie nicht die augenbli>li<e Schwäche des Mutterlandes benußen? Liegt es nicht in deri politischen und Haudels - Jnuterc sse Alex, Spa- nien und den verschiedenen Mächt-n Europa's Zeit zu lassen, reíflih eine der wichtigsten Fragen zu erwägen, die je die Weltgeschichte aufgegeben hat, und deren Lösung fo bedeucende Folgen Für die Zukunft haben fann? dan würde in einen großen Jrthum ver- fallen, wollte man die Unabhängigkeits - Ecktiärung von St. Domingo dein spanischen Gouvernement zum Mu- ster vorschlagen. Welch ein Unterschied in der Lage der Dinge. Die” Regierung von Haiti, obgleich leit meH- rereru Jahren unabhängig, und jebt von Fratifreich als solches erkannt, úbt sein anerfanntes Recht nur auf den Theil, der ehemals Frankreich gehörte. Die verei: nigten Staaten und England haben hier g-wartct, bis das Mutterland si< ausspra< und úber die Frage als Souveraine bestimmte. Während das Kadiuet von St. Fames mehrere Süúdamerikanische Staaten anerfannte, verweigerte es Haiti die Anerkennung. Ucbrigens ist es jehr zweifelhaft, ob Mexico und Columbien, und die úbrigen Staaten, das Dekret, wodurch ihnen Se. fatholische Majestät die Unabhängigkeit bewilligt, mit Unterihänigkeit and Dankbarkeit annch- / m-u würden, und es liegt uicht allein in dem Jutere se | Spaniene, sondern auch in dem Interesse Europas, | das die Krone Spanien nicht einer Beleidigung von Seiten der faum entsicudenen Republifen Amerika’s ausgesebt werde. Uebrigeus mußten auch die Haudels- Bedingungen, welche der König von Spanien ihueu äuflegen würde, mit denen zu vereinbaren sein, die fle schon mit den Vereinigten Staateu und England abge- schlossen haben, wodurch die Sache no< verwicelter werden mußte. Ost hat man s><:on gesagt, daß die Aneifennung tes Köuigs vou Spanien ein abges<1oe- ner Vergleich mit Rebellen se

in würde. Aber hat Spa- nien nicht {hon in dem wesiphälischen F'i2den das uem- / i liche gethan, sagt vit der iste Artifel des Friedens mir Hcllaud, Der Kö:ig vou Spanien erfeunt Tîe vereinigten Provinzen als freie souveratue Staaten, an welchen er niemals Ausprüchz macheu fann, weder er, noch seine Erben und Thronfolger. Diesem Friedens shiuß war 1609 ein Woffenztillstand von 12 Jahren

/ vorangegangen, dur welchen Spanien

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schon die Unab

1126 Ij , Diktatur ihn eincn andre Gestalt gab, fann Spanien ein hängigkeit und die Freiheit der Holländer anerfay nachahmungswürdiges Muster bieten. Nun theilt die Etoile j hatte. Der nemliche Fall war mit Poriugal. i lússemit, welche eigentli nur Waf- | im Jahr 1668 zwischen Portugal und Spanien ge\<|

fene Friede beweißt es. Diese Thatsachen zeigeu, das Gejes und die Nothwendigkeit am Ende in | olitif immer die Souveraine destimmt, und daß tj nicht das erstemal ijt, daz Spanien sih inen un werfen muß. Die aufrührerischen Städte der L bardei schlossen mit Kaiser Friedrih dem 1sten ei Waffenstilistand auf 6 Jahr. Die Schweezer im <hen Verhältniß im Anfange des 15ten Jahrhund mit Oestreich einen Waffenstillstand von 530 Jaht S:lbs England, troß jener Macßt, mußte die Un

hángigfeit der vereinigten Staatén anerfennen, nicht durch ein Defret , wie der Allerchrist:ichste Kl mit Domingo, sondern durch einen form-llen Traf Deshalb würde Spanien, wenn es dicses Mittel (V fenstillstand) ergriss, nur das, was es [<on ein that, wiederholen und dzm Beispicl mancher andi Staaten. folgen, und uur eiu Waffe stillstand von | ger Dauer, zwischen Spanien und Súd-Amerifa, wi den úbríigen europäishzu Staaten y

fúr dieje und del wahrem Nußen jein. Könnten die Säüdame daß Spanien währ

nischen Staaten befürchten

des Wasfenstillstandes neue Kräfte sammnein, s Marine und seine Armee wieder in Stand s wúrde, so würden die Süúdamerikaner untterdes die ungeheuern Nesourcen ihres Landes und (si Handels und die Ruhe bcuußzen kdunen, im P der Friede dem Wasfenstilist11d nicht folgte, ißre Oi zu versehten. War der W - feustill stand so abg daß er auch den fremden Mächten vortheilhaft sey, | den die Rechte des Mutterlandes, auf welchen es in eivem ewigen Frieden Verzicht “leisten würde, ehrgeizizen Unternehmungen jedes Gouvernement híu welche in Amerika Erobernngen machen wollten,

Handel würde frei sein und man wúrde die abges jenen Traftate mit den vereinigten Staaten und land.respeftiren. Die Súdamerifaner mögen bed daß: diz Thcilnahme,. welehe so manche Kabinette i zeigen , nur von dem Handels - Fnteresse diftit Spanien würde, indem es diese Maaßregel ergriff, förmlichen Anerkennung ausweichen uad Zeit gzwitni seinen inneren Zwift zu dämpfen und jeinen HU wieder zu beleben. Würde endlich der Augenbli d freundschaftlichen Trennung cintreten, ‘so wúrde V amerifa dann im Stande seyn, das Mutterland müúthiger zu unterstüßen, und Spanien erhielt sich C Porto - Rico und die Philippinen, Besißungen, di deutend genug sind, um es in den Rang der See: Kolonial - Mächte zu erhalten. Die vereinigten

ter würden das Ziel erreicht sehen, daß sie sich d die Anerkennung Súdamerifas seßten, Großbrit aber, dessen Politif der europäischen Regierungen # Anerkennuug unabhängiger Republiken in der ! Welt wohl beunruhigen könnte, würde dann besst je beweisen, daß der wahre Zweck nur der gewt}ea den es immer ausgesprochen hat; nämlich dür matische Unterhandlung des Handels - Juteresse | Landes zu befördern. Das Princip der Legitim worauf die heilige Allianz sich gründet, würde in bleiben, und England würde seine Politik der b) gung entziehen, jeßt eine gefährliche Trennung un? berehnete Opposition zu bezwe>en. Frankreich das | einer Seite ber das Jateresse seines Handels utid ner Jndustrie wachen, ven der andern aber die G! sáße der Legitimität, dieses Lebensprincip seiner Exil dieses Band, was es mit den Continental - Mi vereinigt, festhalten muß, würde in dieser Handl weise Spaniens das Mittel finden, aus dieser lh fritishen Lage heraus zu- treten, ohne- seine Grund oder sein Juteresse zu erschüttern. Seine Stellung

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en Spanien würde, sey es, daß es die Halbinsel ferner jesest hielt, scy es, daß es seine Truppen z1rüc> zôge, ¡ch verbessern. Die übrig:n Kabinette der hetligen Allianz »rden gewiß diejer Maaßregel ihren Beifall nicht ver- agen. Der nach der Schlacht von Ayacucho von Bolivar projectirte Congreß wäre der Ort und der Zeit» unft, die Disserenzien mit Am-rifa zu ordnen. Dann púrde wahricheinlich die feindlihe Stimmung dér ame- ifanishen Diplomatik gegen Spanien und mehreren ndern Continental -Mächren verschwinden , und beide ¿misphären werden sich brúderlih nähe... Bei einem V.ffenstilljtand würte man folzende Fragen aufwerfen anen. Wird Spanien mit der bestehenden südameri anishen Regierung direft unterhandeli? Welches sind ie Bedingungen, über welche man sich vereinen müßte? elche Garantie geben sih beide Theile gegenseitig? Diese Fragen und no< mehrere andere gehören aus. hließlih der Ausführung des Projeftes an. Wir wol- n uns nicht in diese Ardeir einlassen , schließt die toile, wir ‘haben blos durch Darstellung hisori!cher hatsachen die Ausführbarfkeit einer Jdee zeigen wulien.

Barcellona, 12 Nov. Der Marquis de Campo Dagrado, General» Capitain von Catalonien, jagt der iristarque , har den vers<iedenen Behörden ein fôn1g: <es Dekret befkanut gemacht, welches seinem wejent- hen Juhalce nach bestimmt , daß künftig alles, was je Corps der royalistishen Freiwilligen betrissc, nicht} ehr direfte, soudern durch diese Generale der fénigli- h,in Regierung vorgetragen werden foliz.

Der Aristarque theilt ferner einen Tagsbefehl des j.neral - Capitains von Valencia, Hrn. Carvzjal, mit, us welhem man etrsicht, daß tie revolutionaire Bande, eiche dicse Provinz dur Tri< , gänzlich durch die gchen Freiwilligen zerstreut 1st, Ihr Chef, Lorquita, wude im Gefecht getödtet, 5 ihrer Aufüähter gefangen, 1d sogleich aufgehangen. Der Ueberrast der Bande {t ia dan Wäldern umher,

Madrid, 15. Nov. Der Kônig und die Junfan- u bewohnen noch immer den Palast des Escurials,

Lissabon, 5. Nov. Am 22. v. M. hatte Hr. P. , Borg, Stifter der Königl. Taubstummen - und blinden - Anstalt zu Scocfholm, der von Sr. Maj. zur rrihtung einer ähnlichen in dieser Hauptstadt ange ellt worden, welches erst seit wenigen Monaten vou m ausgeführt ist, die Ehre, Sr. Maj. und den Jn utinnen zwei taubstumme Zöglinge von 10 und 12 ahren vorzustellen, welche höchst befriedigende und die llerhô sten Herrschaften in Erstaunen seßende Proben tet Fortschritte ablegten, indem si2 schristlih auf vor- legte Fragen antworteten, ihre Namen aussprachen, «<en- Exempel auflôseten u. s. w.

London, 22, Nov. Wir haben nicht den minde- n Zweifel, bemerken die Times, daß das Ganze mit Roman von ‘dem Mordanfall auf den jungen Las: s-cin, wider Sir Hudson Lowe angesponuenes, Com- it ist, Einige werden zwar sagen: er hätte eben so t von Paris wegbl.iben können, er müßte denn drin- ide Geschäfte daselbst gehabt habeirz Andere: er habe" E gethan, sich dort zu zeigeu, bei retnen Gewissen

dem Stolz, seine Pflicht gethan zu haben. Wir ollen hierüber nicht entscheiden; gedacht haben wir es, ÿ Sir Hudson’'s Reise nah Paris ihn einiger Ge- jr aussebte, ohne .aber zu wissen, von wel<her Art Wtfedr seyn würde; aber den Augenbli, wie wir f eschichte von dem Mordanfall ‘hdrtsten, sahen wir,

ivelche Weise die Buonapartisten zu W:rfe gingen. Stockholm, 15. Nov. Die General - Zolioerwal- My bei. der Regierung mit -einem in Ueberein-

Ung mit dem Commerz- Collegium ausgearbeiteten ||!

úlage zu eiter. neuen Zolltaxe eingekommen.

1127

varino verließ

Zinfplatten, um welche die Verwaltung der See, Ange- legenheiten eingefommen ti, erlaubt worden.

Der Commissair Fahlmann war -bei der Regierung um ein auss<li-ßlihes Priviiegium für gewisse Zeir auf E von ih erfundene, nut geringen Kosten ausführ- Mane e Ql Ide Cinridcung zum Manocuvriren v9 Dooten und Fahrzeugen und mit Hülse weniger Per- Es ohne Dampf, Treten , Drehen (wefning) Se- ge oder Ruder, etugetommen; so wie um zinjenfrei-n 2 ori<uß von 30.000 Thir. Bco., zur Rúckzaylung in M a nren oder gegen seine Verpflichtung, damit die

osten zur Anwendung jeiner Einrichtung auf eine Au- zah! Kanonenboote, Jollen uud Traueport : Fahrzeuge der Scheerenfiorte zu bestreit:2n. Die darum befragte Afadeniie der Wissenschaften hat dieje Erfindung gänzlich neu und vorzin im Reiche undekanut, aber nicht vou der Wichtigkeit, um dur< Staatemittel unterstüßt zu werden, befanden; weshalb ihm das verlangte Privile- gium, aber nichr der Vorschuß, bewilligt und ein weite- ret Descbluß, in Hinsicht der Anwendung auf die Scheerenfloite, vorbehalten worden ist.

St. Petersburg, 16. Nov. Se. Maje-stät haben durch Handschreiben aus Taganrog den Civils Gouvers neur von Witepsk, wirkl. Staatsrath Sorokunsfi, zum Großkreuz des Annen - Ordens und den General - Major vem Genie, Klimenko, zum Großkreuz des Wladimirs zweiter Klasse ernannt. : Lord Strangfort und Graf ‘v. la Ferronais sind hier angekommen.

Der Kaiser ist am 23. Oct. von Tagqanrog nach Rostow, Nafitschewan und Nowo- Tjcherfask, es hieß, nur auf fünf Tage, adgereiset. J. Maj. die Kaiserin fuÿr, nachdem si< das Wetter gebessert, täglih aus uud Jhre Gesundheit verstärkte sich zu{ehends.

__ Mänchen, 24. Nov. Da das fonstitutionelle Edikt über die Freizeit der Presse und des Buchhandels (3re Beilage zu der Verfassungs - Urkunde des Köônig- reihs Bayern) im zweiten Paragraph nur für die po litischen Zeitungen und periodischen Schriften , politischen oder statistis<hen Jnhalts, die Ceujure verordnct, so haben Se. Majestät der König die seit dem Fahre 1823 fúc die zu München erscheinenden uicht politiihen Blätter gleichfalls anbdefohlene Censur, in der Vorausseßung, daß die Herausgeber derseiben sich innerhalb den Schran- fen einer auständigen Feeimütgigkeit bewegen werden, wofür ste ohuehin verantwortlic; bleiben wieder al: lergnädigst aufzuheben geeuht. Die Berathun gs- Kommniision für den Staatshaushalt war gestern wieder, unter Sr. Majestät des Kdnigs Vorsibe, über 5 Stun- den versammelt.

Türkei. Die Triester Zeitung s{<reibt unterm 12. Nov.: „Gestern Abeud ging ein in 22 Tagen direkt von Alexandria kommender Schisser hier vor Anker. Er sagte aus, die dortige Flotte \sci, 100 Segel stark, mit Eiaschluß von 45 amerikanishen, ezglisheun, sramzé-

sischen, ôstreichiichen , neapolitanischen und sardinis{<en

Transportjchifsen, mit 12,000 Mann Landungstrüpp-:1,

15 Bran ern und 2 Dampfbooten, fünf Tage vor iym,

am 15. Oft., unter Segel gegangen. Ex holte sie in

den Gewässern von Candia ein, und segelte mit izr bis

zum 3. Nov., wo er sie in der Nachbarschaft von Na-

] Bis dabin war besazte türfisch - ágyp-

tische Flotte nirgend einem griehijhen Geschwader be-

gegnet.‘‘ Fis Janeiro, 1. Oct. Durch ein Decret vom

5. v. M. wird befohle», daß den Äbgeordueten zur künf- tigen geschgedendea Versammlung, die bereits augetonz men seyn, oder noch anfommen würdcu, vom T 1ge ihre? Ankunft an monatlich 100 Milreis gereicht werden \ols

en, indem-es nothwetidig s:y/, daß sie auf eine, dea

edlen Verrichtungen, mt welchen die Nation sie geehrt

Es ist die ‘zolifreie : Ciaführ von Zink:.ägeln und

hat, angem:ssene Weise leben kdunten.