1825 / 284 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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dauernd, am gesuchtesten sind bis jeßt ‘die mittlern Sor: ten und das sogenannte Webergarn. Der Kreis Wie:

nd geleaget worden und die Stadt Bünde allein er E E gleicheu Um]chlage von ihrem im Garn handel befindlichen Kapitale durch die erhöheten Preise einen Mez: betrag von 39,000 Thlr. gegen den Gewinn des Vorjzhres.

Mún fter. Der bedeutende Holzhandel hat noch immer guten Fortgang, indeß wird die Abfuzr auf den im Winter vershlimmerten Wegen in den Kleigegenden schon 1chwierig. Garn und Leinwand werden mit den f.úheren mittelmäßigen Preisen bezahlt. Die Preije des Viches stehen fortdauernd niedrig; nur beim ge; mästeten Viehe war der Absaß auf den verschiedench ZFahrmärkten noch erträglich. Die Preise der Schweine sind schr herunter gegangen, mit Pferden war gar fein Verkehr. Unter den Jahrmärkten im Oftobermonat war der zu Bottrop der besuchteste, außer dem Vieh- handel wurden daselbst nicht unbedeutende Geschäfte in wollencu Tüchern gemachk.

Potsdam. Jm Lause des Monats October war der Verkehr auf der Elbe über das Hauptzollamt Wir tenberge, sowohl beim Transito als Dei Let N - L Exportatton, sehr. bedeutend. Bei gedachtem Hauptzoll- amte wurden überhaupt 199 beladene und 20 unbela- dene Kähne aufwärts, Und 205 beladene und 37 un: beladene Kähne niederwärts abgefertigt - unter welchen qc< 61 beladene Kähne mit directen Transitogütern nach 1nd von Sachsen und Böhmen befanden. Ueber das

aupt Zollamt Wittstecf gingen 82 Frachten ein, welchz mit 1479 Centnern belastet waren.

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taa 7 and - H noch fort { \<;lossenen Brücke über die Mulde bei Wurzen, w9 ay Minden. - Der Garuhßzn de! hebt 9:4 der befahrensten Landstraße noch immer nur cine Fähre hin und herging, statt dem fostbaren Steinbau die leichter denbrück und die mehrsten Distrikte der Grafschaft Ra: f und, wohl erwogen, wohlfeilere Eisenkonstruktion vorziz

Á 6971 i i E zli R E Än Bielefeld hen soll. f be 4%, vensderg E des E 3160” Stü Lein: | und bequemen Eisenbrücken über einige Arme der Spr Ra : ÁU SQULE G voran. Hier wird ader auch das Eisen der dankbarst

Relief aufgelege sind , Busennadeln mit der Büste vi

Auch hierin geht Berlin mit seinen zierlich,

und zierlichste Stoff zu größern und fleinern Kunstwerken,

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\reußishe Staats - Zeitung.

Nach der Eisenfabrik in Gleiwiß ist schon seit Jahrz di: Kunst, das Eisen in die zartesten Ketten, Spangen Gemmen, Gurrtel u. s. w. zu verarheiten, kleine Figuren Armbänder mic kleinen Medaillons in geschliffenem Stah| auf wel<hen Musen, Grazien, Tänzerinuen in Eise

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Franklin, Shafkespear, Goethe, Nadeln als Swar gebildet zu verfertigen verpflan,t worden. Ein eiz ner Verein zur Belebung der Känste, wobei Rau Schinkel, Tiek mannichfaltigen Einfluß haben, dirigi diz Versuche, immer neue Formen zu faffen , thl Preise aus (der leßte galt einèr kleinen sibenden Zig von Goethe) und Ea ihke Mith L reisen. So ist diese Eifenbildnerei bereits zu dem Gr z a, Vollkommenheit gelaugt, daß ein Centner Eisy Kronik des Tages.

der in scinem rohen Zustande wenige Thatier kostet, M S; Mzjestät der König haben den bei Allerhd<;st 6000 Thlr. Werth in tausend Zierlichkeiten und Bier Gesandtschaft in Loudon angestellten Legations- verarbeitet wird. Die Schärfe und Präcision in dieretair Leopold von Roulet die Kammerherrn- Arbeiten ist bewundernswürdig. Aber auch in g:öj1Wrde zu ertheilen geruhet.

Massen und architekronischen Verzierungen sind in Ci Seine Königliche Majestät haben den Kammerge- die imposantesten Werke ausg:führt worden. Mats: Referendarius, Grafen von Zedliß-Trússchler, innere sich nur an das Siegesmonument auf der Wh Landrath des Ober - Barnim)chen Kreises, im Re- pelhofer Hdhe bei Berlin, bei der von 12 Nischen "WMyngs - Bezirk Potsdam, zu ernennen geruhet.

no<h einer vor Kurzem das Bild fehlte. "Auf al Se. Königl. Majestät haben die Landrathsstelle des Schlacht - und Sieges- Feldern sind dergleichen pyraMweintser Kreises im Regierungsbezirk Merseburg, dalförmize Denkmäler in Eisen errichtet. Und so bieheri zen Regierungs. Secretair und Referendario hielt auch das Schlachtfeld bei Kulm in Böhmen wmer zu Merseburg zu übertragen geruhet.

Fuße des Nollendorfer Berges schon vor mehr Du bisherige Advokat Jacob Sobesfi ist zum Fahren ein Denkmal auf den Sieg vom 30. AuW76;- Kommissarius bei dem Landgerichte zu Gnesen 1813, zwar nur in bescheidenen Dimensionen, Faunt worden.

«o< nur in furzer, anspruchloser Jnschrift, den <

bliebenen für König und Vaterland geweibet.

Amtliche Nachrichten.

Wissenschaftliche Nachrichten.

i j pie S Blicfe auf die neuesten Erscheinungen in V : bildenden Kunst,

Eisen if jeßt die Losung, niHt für den Krieg, sondern für die Friedensfänste, Was wird A in Eagland aus Eisen gebauet! Wenn durch ‘der 9 v. Gerstner, Vater und Sohn, unabweieliche Beharr- lichfeit jeßt cie Donau mit der Moldau in Böhmen dur< die erste große Eisenvahn “t Deutschland v:reinigt wird, |0 ist man in England schon ci:der dur die hd<sstt wichtige Verbesserung, wovon der Jugeniezr Palmer etnen provehaltigen e A (upon the suspens101 principle, heißt es jn a hen Blättern), zu Cheshunt in Herfor:fhire gena ) pat, allem, was bei uns geschieht, vorausgeeilt, Eiserne Bogen- und Ketteabrúücken werden iebt E Sr gien allein noch gedauek. Jn deutschen Blättern wir es als etwas aufierordentliches verfündigt- wenn die ëi- serue Brúcfe in Mäncheu-Nienburg gelang , wenn in Mien statt der Rasumowsky Brücke ein Kettenskeg úÚber anen Arm der Douau4 führt, und in dem industriö}en Sachsen finden noch Zzveifel statt: ob man bei der be-

Zeitungs-Nachrichten.

Yaris, 26. Nov. Die Etoile enthält die Fort: ung des Prozesses gegen den Constitutionel. Dieser

Königliche Schauspiele.

Sonnabend, 3. Dec. Jm a abmaitere e S A ien „// Trauer|p. in 5 -Adth R R wee lis E i ‘Gtssall hatte eine große Menge Neugieriger angezogen, In Porsdam: „Des Fahnjunkers Téeue, ol daj der Prásident nur mit Mühe Ordnung uud Ruhe Besser spát als gar nicht,‘ dcamatisirte altpreußil Saale herstellen fonnte. Hr. Dupin, Vertheidiger des Anekdote in 3 Abtheilungen, von J v.- Voß. Hier istit. nimmt das Wort. Nachdem er erst dem Gerichtshofe „„ Alexis und Susetta, oder: Die italienische WeilsFige Schmeicheleien gespzudet , fährt er forte: Die bei Montolivetto,‘/ fom. Ballet in 2 Adtheilungen, ideit der Presse s{üßt uns vor den Mipbräuchen Gewalt „, und besonders der Geistlihen. Sonst

Sonntag, 4. Dec. Jm Opernhause: ,, Alcest

d; „Mite man diesen ein Ziel seßen, iudem man sich an lyrisches Trauerspiel in 3 Abtheil. Musik von Gli s 3 ben y sich

: / ; T Parlament wandte, ader dieser Schub ijt von dem, Ballets von Telle. (Madam Milder wird hierin [Wle G. walten an si< gerissen hatte, E wieder auftreten.)

: M, Durch die Dienste, welche uns jet die Freiheit

Im Scausptelhause: „Faust,“ Trauerspis Presse letstet, - ist sie cin allgemeines Bedürfniß, 5 Abtheil. , von A. Kliugemanu. è Bedingung Unseres Seyns geworden, Dirse Frer-

Montag, 5. Dec. Am Schauspielhause: M ist nah und nah von allen Partheien angegriffen zugemauerte Fenster ,‘“ Lustsp. in 1 Aufz., von KoßWd degehrt, von allen Ministern, die sich gefolat, ohne Auf; Hierauf: ¿Die Judianer in England, ‘‘ Lu stspià et bald durch Censur , bald duich Auftäufe , bald Z Abtheil. , von Koßebue. r< Stillschweigen verfclgt worden. Der König p inte die Bedürfnisse seines Königreichs besser, denn seinem Anutritte waren seine ersten Worte: feine

Sedructt bei Fei

lledarden, und seine erste Handlung: feine Censur. e Artikel, wegen welcher man“ dén Const. anflagt, d aus der Verdindung, in der sie gestanden, heraus issen worden, auf di-se Art, hat man vor langer Zéít ct, fann man aus dem Evaongel;uimn eine Schniäh: it machen; mau “fkônnze eine aus der {uftlageacte

Fer und Eisersdorff. Nedacteur Jo!

Berlin, Montag, den 5ten December 1825.

fien

selbst machen. Hr. Dupin geht nun in die Erdrteruug der einzelnen Anklagepunkte ein: Einige Glieder der Geistlichkeit angreifen, heißt niht die ganze Geistlich- feit angreifen ; sehe ih den Advocat Patelin spielen, so finde ih ni<t, daß er beleidigend für alle Advocaten ist. Der Const. hat gesagt , daß die Mönche Mússig- gänger wären , die nichcs erzeugten, (man laht), unn wohl, Boileau hat es in seinem Lutrin auch gesagr, und doch ist Boileau in der heiligen Capelle, und une ter dem Chorpulte, welches er besungen hatre, beiges seßt worden. Man behauptet , daß die Beschuldigun- gen, die der Const. macht, scheinheilig sind, daß er die

eligion, unter dem Vorwande einige Mißbräuche an- zuzeigen, angreife. Wenn die Redactoren des Const, und ihre Anhänger Scheinheilige sind, so sollten die Apostolischen unter sih einen Moliere suchen, der einen Tartufe ihrer Gegner herausgäbe. Es giebt zwei- Un- terweijungs - Methoden , die eine neu, s<nell, leicht und faßli<h, die andere langsam. Der Const. zieht die neue Methode vor, und liebt nicht die unwissenden Brüder, deren Zweck ist, zu verhindern, däß das Volk

aufgeklärt werde. Der Const. sagt, daß unter dem

Vorwande der Religion, die Geistlichkeit alle Arten von Mißbräuchen begeht ; daß sie in der Politik dem Cardinal Reb nachahme, der sich rühmte, mir scinem ro- then Rocke alles zu bede>en. Man wirft dem Const. vor, nicht immer genaue Nachrichten mitgetheilt zu haben. Wenn man ein Journal “deswegen zerstören müßte, weil es niht immer ganz genaue Thatsachen anführt, so müßte man alle Journalè bis auf die Zeis tung der Gerichtshöfe, bie nur von Processen spricht, die seine Redactoren mit angehört haben, aufhören lassen. Hr. Dupin behauptet, daß die Missionaire, weit entfernt die christliche Religion zu lehren, nur den Aberglauben predigen. Sie sprechen von jeßt geschehe- nen Wundern. So sagen sie in einen lithographirten Blatte, daß Jesus in einer Kirche zu Lyon erschienen sei, und daß man’ den Eindruck seines Fußes noch auf dem Tabernafkel sehe. An eiuem andera gedruckten Blatte verbreitet man einen Brief von Jesus Christus. Demohngeachtet nimmt man so!<en Druckern, die si{< Drucker des Königs nennen , - ihr Brevet nicht fork. Hr. Dupin liest den Brief eines Pfarrers vor, der cinen Menschen nicht als Taufzeugen- aunehmen wollte, weil er Violinspieièr ist. Er bringt die Weigerung in Erinnerung, die zu Poitiers gemacht norden ist, den Präsidenten des fduigl. Gerichtshofes zu beerdigen. Eer führt an, daß man in eitiem g“isilihen Blatte den Kirchhof des Pater Lachaise als atheistish betrachtet hat, auf welchem man seit 25 Jahren die Uckterreste von dem, was die Hauptstadt tugendhaftes und ehfens werthes gehabt, beerdigt hat. Ein Pfarrer ‘hat gesagt, daß Ludwig XVIIL. verdammt sei, weil er die Charie

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