1825 / 292 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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pitain Par:y kehrte 1623 wieder woh!behait:n nach England zurück.

Bald war Capitain Parry, Swierigkeiten und Gefahren, der dritten Expedition einzuschiffen. 1 tion segelte voriges Jahr ab, auf der alten Route von Bassins - Bay und Lancaster - Sound, nah dem Einlaufe von Prince - Regent, welcher jeßt ganz er fors<ht werden soil , in der Hoffnung , in die Polar- See vorzudringen, die langerjehnte Vorküste von Nord- Amerika zu umschiffen, wo die See ohne Zweifel frei vom Eise ist und von woher sich höchst waÿrscheinli< die Behrings-Straßz erreichen láßt, Môge diese Hos

erfúllt werden:

gy A fommen nun auf die Unternehmungen des Ka pitains Frantlin. Dieser war von der Regierung beauf tragt , eine Expedition zu commandiren , welche von der Hudsons-Bay úûbex Land nah der Mündung des Kupfer- ‘inen - Flusses abgehen sollte, der sich nach den genauen Untersuchungen des Kapitains Franklin im 67sten Grade 47 Minuten nördlicher Breite und 115ten Grade 30 Mi nuten westlicher Länge in die Polar-See ergießt, um sich dort in Canots einzuschissen , die Küste dstwärts bis Repulses Bay zu untersüchen und zu versuchen mit Ka» pitain Parry zusammenzutressen. Diese Unternehmung ward 1819 unternommen und 1822 beendigt. Kapitain Franflin war bei dieser Expedition von Dr. Richardjon, Mr. Hvod, Mr. Pack und mehtern Trägern der Bagage, Snstrumente u. s. w. begleitet, Die unglaublichen Leiden and Entbehrungen die!er Expedition, die unermüdete Béèharrlichkeit und der Muth der Officiere, der traurige Tod des Mr. Hood, und seine nothwendigen Folgen sind wohl befannt und noch im frishen Gedächtuisse. ir wollen daher diele furchtbaren Scenen übergehen und nur färzlich die Resultate dieser Expedition mit- theilen. Sie landete in der Yorfk- Faktorey in der Hud- sons, Bay am 30, August 1819 und drang, unterstüßt von dem Agenten der Hudson - Bay - Compagnie, durch das Land bis jum Forr Entzrprije vor - wo sie Den Winter 1820— 18321 zubrahte. Jm Anfange Juli 1821 erreichte Kapitain Frauflin und jeine Gesell[chafr die Múndung des Copper- Mine, und am 21. Zuli uin Mittag ließen sie igre Barke indie Hyperboräische Set hinein und begannen ihre Reise nach Osten, als die ersten civilisirten Wesen, welche ‘jemals dieje bgu eden beshifscen. Die Réije ging etmg? Tags hindur glück, (ih von Statten, doch ward viele Zeit verloren bei der nothwendigen Erforschung der Bogen und Eingänge, besonders des Bathurst - Einlaufes. Gegen 950 Meilen der Küste, mit Eiusch.uß der Einschnitte, waren er fors<ht und 250 Meilen in grader Linie, oder die halbe Weite bis Repuise- Bay - zurückgelegt y als man es wegen der vorgerückten Jahreszeit - des schle<ten Du stand2s der Canots u. sw. fúr nothwendig hielt, nach Fort Enterprise zurückzukehren, welches nach einer Reihe von Leiden ohue. gleichen bewerfitelligt ward. Det Mangel- an Lebensvcdürfnissen und an

unerschre>t von allen

wieder bereit, sich mit Diese Expedi-

einer freund- schaftlichen Mitwirkung der Compagnie - Agenten y 0 wie die Leiden des Kapitains granflin und jetner Ge- nossen, verhinderten weitere Versuche und. sie fehrteu na< England zurück. So blieb die Sache bis 1324, als Kapitain Parry - Kapitain Franklin und Kapitain Lyon, alle drei, in Loadon waren / und es be: schlossen ward, drei Expeditionen auf einmal auszu?

rúsien und die Untersuchung -von drei v rschieden; Punkten anzustellen. 1) Sollte Capitain Parry, y shon erwähnt, versuchen , si< bis Point - Turnagain , oder bis zu Kupferminen - Fluß, Baÿn zu brechen und von dort è Behrings Straße zu erreichen; 2) sollte Capitain Ly im Griper nach der Repulse-Bay fsegela, doct Über dj Landzungen na< der Polar - See (ungefähr 50 M len nah Jliglinf) vordringen und in Cauots die bis Point: Turuagain untersuchen, wo Capitain Frey! lin ihn erwarten sollte. Diese Expedition ist leider mij lungen, da Capitain Lyon si gendthigt sah , mit Vy [la von Ankern u. s, w., zurückzukchren und bei d Versuche, die Repulse- Bay zu erreichen, faum d} Sch!fffbruche entrann. Die dritte Expedition steht y tec dem Befehl des Capitains Franflin und will du Canada bis zur Mündung des M'Kenzi-'s- Flusses uy dringén, dort die Bootfahrt beginncn und wesilih u JFcy : Cape segeln. Sollte sie niht so glücklich (y Capitain Parry zu treffen, so wird die Blossom y 28 Kanonen (welche kürzlih von Englaud nach der S] see abgegangen ist), wie Capitain Franklin die G hatte, uns zu melden, sie in der Behrings- Straße warten, falls dic Expedition diesen Punkt erreichen sel Weun der M’ Kenzie's Fluß erreicht ist, soll eine) theilung unter Dr. Richardson und Lieutenant Ken nah Osten abg:h:n und die Linie der Küste zwis jenem Flusse und Copper, Mine - River untersuchen. ( Detaschement der Expedition ist über die Hudsons-Y abgegangen, aber die Officiere sind jeßt lx, Diese find Capitain Franklin, als Commank Lieutenant Kendall, als Astronom, Dr. Richardh als Chirurg und Naturforfcher, Lieutenant Bo | Mr. Drunmond, als Botaniker. Sie werden- in nigen Tagen nah York in Ober- Canada abgehen, die ganze Expedition si< am Bear-Loke vereinigen; Frúhling 1826 werden se den M'Kenzie's Fluß h: segeln und si< im Juli des nämlichen Jahrs auf | Polar-Meere einschifsen.

Kön igl i <e Schauspiele.

Dienstag, 13. Dec. Jm Schauspielhause: „Page streiche,‘/ Lustspiel in 5 Abtheilungen, von (Mlle. Bauer: Paul von Husch.)

Mittwoch, 14. Dec. Im Opernhause: ¿„Jery Bâätely,// Singsp, in 1 Aufzug, von Göthe. M von B. A. Marx.- Hierauf: „Die beiden Tant fom. Ballet in 2 Abtheil., arrangirt für das K. Sd spiel vom K. Balletmeister Herrn Titus.

Berichtigung.

In der gestrigen Staatszeitung ist durch ein. sehen des Séeßers in dein Urtheile des Königl. Gerl hofes zu Paris in der Sache gegen den Constitution nach dem Worte beleidigen (in der Zbsten Zeile oben) folgender Saß ausgelassen. worden: ¿wenn auf den Unfug einer Sekte aufmerksam macht, st auf die Gefahren , welch? dadurch der Uznabhängl der Monäárchie, der Souverainität <des Königs, der dur<,‘/ der gehörigen Orcs einzuschalten ist, |

Sedructt bei Feister und Eisersdorff.

na< Prince- Regents - Einlauf segel

Die Zahlung erfolgt A

ßishe Staats - Zeitung.

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A

292.

Berlin, Mittwoch, den 1l4ten December 1825.

Amtliche Nachrichten.

Eon Pes Tages.

Beine Majestät der König haben dem Hauptmann Hopffgarten in Großherzoglih Mecklenburg- perinschen Dienstèn, den St. Johanniter- Orden zu hen geruhet. Seine Majestät der König haben dem Stadt- ¡rath Tiédfe zu Potsdam und dem Prediger ßow zu Mertenszdorff bei Prißwalk, das allgemeine zeichen erster Classe zu verleihen geruhet. Der bisherige Advokat, Ulrich Franz Kyll zu ist zugleich zum Anwald bei dem dortigen Land- te bestelle worden.

Zt, Excellenz der General - Feldmarschall und Gou- evon Berlin , Graf von Gneisenau, sind von lau hier angefommen.

Daun. m a <0.9-0.g,

Kohiedu Die unterzeihnete Haupt-Verwaltung der Staats-

lden hat bisher, so oft Zinsen von Staats-Schuld- inen fállig wurden, besondere Publikfanda erlassen, tsi aber derselben für die Zufkunfr überheben zu n, und macht deshalb bei dem bevorstehenden Ein- eines - neuea Zinsen - Zahlungs - Termins Folgendes dr alle Mal bekannt.

Es werden nämlich die Zinsen von Staat&-Schuld- inen unattsgeseßt gegen Zurückgabe der darüder fertigten Zins-Coupons zu der darin ausgedrückten nämlich halbjährlich uach dem 1. Januar und bes

ng6weise nah dem leßten Junius eines jeden Jah-

usgezahit.

¿. (w.:D otlin se zu schließen bei der Staats - Schulden - Til-

s: Kasse, Tauben - Straße Nr. 30, täglih die

; und Fest - Tage, desgleichea die zur Kassen, Re- und deren Vorbereitung erforderlichen leßten Tage

Monate ausgenommen des Vormittags von 9

Uhr in der Regel ohne Unterschied dex. Nummer nur dann, wenn der Andrang zu groß werden

f nen zu erheben hat,

112. bis leßten Februar

| von Staats Schuld. Scheinen überhaupt in

Redacteur Jol!

, nach einer bestimmten Reihefolge, welche zu dies

Zwecke durch Anschlag an den Thüren der Kasse |

nt zu machen und ín der Art einzurichten ist, daß er Zahlung halbjährlich we<selnd, einmal mit den sien, im nächsten halben Jahre umgekehrt mit den ten Apoints der Anfang gemacht wird,

Wer Zinsen von mehreren Staats- Schuld - Schei-

l ordnet die Coupons na a. Fálligfeits - Terminen, N D E D und A ertigt davon ein hiernach einzuri<htendes genau nehmendes Verzeichniß an, und Ae aihr dasfels li den Coupons der Staats:Schulden-Tilgungs- Kasse. i

: B, in den Provinzen werden die fälligen Zins-Coupons von Staats - Schulds Scheinen bei den Königlichen Regierungs-Haupt- Kassen so wie bei allen Königlichen Spezial - Kassen Derselben jedo< nursin den Monaten Januar und Februar, Julius und August baar einge!ôset, úbrigens aber bei den jeder- zeit auf Landesherrliche Abgaben, Steuern und Gefálle aller Art auf Domainen - Veräußerungs-Gelder und die davon zu entrihténden Zinsen statt baaren Geldes ín Zahlung angenommen.

j C. außerhalb Landes werden die fälligen Zinsen von Stàäats-Schuld-Scheinen alleïn ifi Leipzig bei dem dortigen Haudlungs - Hause Reichenbach et Comp. jedo< nur in den Tagen vom S und vom 12. bis leßten August jeden Jahres ausgezahlt. Will jemand über Zinsen

i Leivzi zwar gleich nah Eintritt des Zählunes: Triné6s 2aUtte stellen, so zeigt derselbe dies bei Zeiten dem gedachten Hause an, welches darauf die betreffenden Zins-Coupons mit einem rothen Stewpel versieht : ex muß akep alsdann zugleih „auch alle erst später zahlbar wer- dende Zins - Coupons der laufenden Series stempeln lassen, und fann den Betrag dieser gestempelten Coupons, so fern sie fällig und nicht prâfludirt sind, zu jeder bes liebigen Zeir bei dem gedachten Handlungs - Hause in Empfang nehmen. Zins - Coupons für einen einzelnen Zahlungs: Termin in dieser Art (roth) stempeln zu lass sen, ist unstatchafe. Ueberhaupt aber werden Zinsse Couvons, welche einmal roth gestempelt find, auch nur allein in Leipzig und bei keiner Königlichen Kasse so we-

[nig in Zahlung genommen als baar eingelöôset.

Was die nachtheiligen Folgen der verspäteten Zins- Erhebung betrissc: so sind dieselben auf jedem Zins- Coupon,’ der Allerhöchsten Verordnung vom 18. Sep- tember 1822 7

Geses-Sammlung Nr. 756. gemäß, umständlih ausgedrückt. Es verlieren nämlich diese Coupous nach der Allerhöchsten Verordnung vom 17ten Januar 1820. $. XVII, Gesck- Sammlung Nr. 577. zum Besten des Tilgungs-Fonds ißren Werth und sind völlig ungiltig, wenn sie, von dem Fälligkeits- Ternine abgerechnet, innerhalb vier Jahre nicht realisirt werden, weshalb also zunächst und zwar mit ultimo December diéses Jahres der Zins - Coupon Series 1IL. Nr. 6. ver-