1825 / 297 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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wärtig bleiben, und ihrer Anerkennung wollen hier unsere Worte nicht vorgreifen. “Aber nicht Ruß- land allein, sondern ganz Europa Deutschland, Preußen seien hier insbesondere genannt haben ihm Großes zu verdanken, und in so fern gehörte er uns Allen an, wie jeßt uns Alle sein Verlust betrifft. Höchst selten wohl erscheint eine Regierung durch so umfasseude, glorreiche Weltereignisse ausgezeichnet, wie es die scinige war. Von keinem falschen Ehrgeize getrieben, keiner eitlen Selbstsucht huldigend, hat er im Waffen- kampfe größere Triumphe errungen, -als sonst dem leiden: schaftlichsten Streben in dieser Bahn zu Theil werden. Nachdem fo viele Versuche der Entgegensebung wie der Versöhnung erschöpft worden , um die unersättlihe Bes- gier der wilden Eroberungssucht, den Zwang treuloser Willführ, unter welhen Europa seufzte, zu stillen, zu beschränken, erschien endlich diesen Geschicken cin Ziel durch den heldenmüthigen Entschluß und die großherzige Beharrlichkeit Alexanders in dem riesenhaften Kampfe, der in dem Jahre 1812 begann , einem Kampfe, dessen Größe und Bedeutung durch feinen spätern verdunkelt werden wird, und in welhem die Schicksale der Welt zu neuen Richtungen úbergingen. Das innere Bewußt- seyn und die gottvertrauende Zuversicht , welche den Kaiser bei seinem Entschluß und in seiner Beharrlich- keit leiteten und stärften, wurden ihm zur Weihe des großen Berufs, daß an- seinem Widerstande zuerst die revolutionaire Gewalt einer alleszerstörenden Uebermacht gebrochen witrde, und daß in seiner mächtigen uvd fräftigen Bundecsgenosseaschaft das vereinte Europa jenes verderb-

liche Unheil völlig überwältigte.

Auch in diesen glänzenden Erfolgen, wie in den früher bestandenen Präfungen, verläugnete sih der edle ‘Karakter Alexanders feinen Augenbli. Die Forderün- gen der Staatsflugheit {arf erwägend und beachtend, wußte er dieselben stets mít den Regungen der Groß: muth zu verbinden; edles Wohlwollen und milde Men- schenfreundlichkeit bezeichneten Überall sein Wirken. Jm- "wer s<öôner und fester, je nachdem der Raum dieses Wirkeus sich erweiterte, entfaltete sich in seinem Staats- - handeln die reine und große Gesiunung, welche ihn für das Gute und Rechte beseelte. Durch ihn zum ersten- mal sah die Welt die Stiftung eines Bundes, der in der Politik einzig die Grundsäße der Religiosität, des Friedens, der allgemeinen Wohlfahrt anerkannt, und der, bei aller Unvollklommenheit, welhe den menschlichen Absichten in ihrer Auwendung beigegeben is, für immer dos éhrenvollste Denkmal sein wird, wie Sieg und Macht den reinsten Zwecken huldigen. Die Möglichkeit eines solchen Bundes fonnte sich nur auf die gleiche Gesinnung der Mitverbündeten gründen, auf ihre gleich religióse, menschenfreundlihe, friedliebende Denkartz diese erfanat und gewürdigt, diese vereint zu habeu in gemeinsame, ausgesprochene Verpflichtung, bleibt das

hohe Verdienst Alexanders.

Dieser gestifteten, mit Recht heilig genannten Bun- desgeno sseuschaft immer strenger, immer gewissenhafter anzugehören und zu folgen, in ihr immer thätiger und reiner zu wirken, wurde sein euntschiedenftes Bemühn. Jhr wußte er Opfer zu bringen, die seiner Neigung schwer fallen fonnten, aber seinem Gewissen nicht,

Doch er war- nicht nur der Bundesgeno}se- seiner Mit- verbündeten, er war als solher zugleih ihr Freund. Ju dieser Beziehung dürfen wir Preußen insbesondere anerkennend preisen, wel<he Bande wechselseitiger Zu- neigung, bereitrvilliger Dienste, treuer Gemeinschaft und fester Verbindung, unter so glücklichen Auspicien beider- seits geknüpft worden!

Nath einer so herrlich und .ruhmvoll zurückgelegten

Laufbahn, dèren beglüc>enden Einfluß no<h späte Ge-

schle{hter danfbar empfinden werden, dürfen wir den

Kaiser Alexander mit Wahrheit den edelsten und größe,

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rfehrs auf diesem Strome liegt hauptsächlich E don

o be- hen die Schweizerfadriken jährlich über Hull. in Eng- d etwa 150,000 Centner Baumwollengarn, hein gebracht, volle drei Monate unterwegs blei- n wúrden, während man über Havre de Grace zu die: Die dreifach soüte er die müssen natürlich

ten Monarchen beizählen, deren die Weltgeschicht denfy, Sie zeigt uns in ihm ein seltenes Veisisenthalt, welchen die Transporte erleiden. den frommen, den meuschensreundlichen, liebenden Beherrscher des größten Reiches in dem gesuchten, aber úberrei<h erlangten Schmucke des reichsten Siegeslorbcers, dessen Rußland seit Peter Großen in der Reihe seiner zahlreichen Krieges; Reise höchstens vier Wochen gebraucht. und den der reine und große @ Alexanders nur einzig der Befestigung des Friy der Segnung der Welte geweihet hat. Europa den Hintritt eines seiner Wohlthäter bew welchen es jeßt, nachdem er niht mehr uater den Leh, wandelt, am wenigsten wird verkennen wollen.

die auf

die der Käufer, tragen würde,

heren Verzugszinsen, asserstraße wählen , m Weg über Havre de Graze den Vorzug schaffen. Braunschweig, 30. Nov. j befindet sich no< in England, und ist englischer (neral geworden; sein Bruder, Prinz Wilhelm, hat Paris durch eine Lungenentzündung in Gefahr ge- pebt, ist aber glucEiich hergestellt. München, 5. Dezember. mmenen Klagen der Herrschaften bei Hof, so wie an- er reicher und armer Leute 2c. abzuhelfen, sofort den zjiemlihen, Übermäßigen Forderungen der Schneider- ift geeignete Schranken zu seßen, fand si<h der Ma- rat zu München bewogen, hneiderlohn, und zwar von jedem Kleidungsstücke für anner und Weiber, einzuführen. hrern béi ihrem Eide anbefohlen, darauf uuter harter kaf: Audrohung- zu halten, daß dieser und fein höherer jn genommen werde, auch sollen künftig die Schnei- fein Tuch mehr- verziehen (auf Seite schaffeu)

sih rúhmen datf ,

Mit Recht Unser regierender Her-

Um den überhand ge- Zeitungs-Nachrichten.

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Gestern hat der Baroy Dupin die Ehre gehabt eine Privat - Audienz di um seinen Cours nornd applique aux arts et métiers

Der Dauphin \prat

eine bestimmte Taxe für Paris, 13. Dee. Zugleich wurde den Dauphin zu erhalten, co cometri1e, eaux arts zu überreichen. lebhaftes Jnteresse, welches er an dieser neuen iadusti Unterweisung hat, aus. Der Cassier von Rothschild , Raymond, va daß er davon gegangen sei, Hause eines Freundes von sich, bei dem er sich v hielt, arretirt worden. R M ocemdias Renten 95 Fr. Dreiproc, 6

gewisser Chaedon , dessen Proceß wir ist wegen unerlaubten Tragen { geistlichen Kleidung, troß einer von dem Präfew Seine und von einigen Geistlichen erhaltenen sation, einen Orden des heiligen Baromäus zu ten, zu cinjähriger Gefängnißstrafe verurtheile wor Der Cour. fr. meldet als sultat der Discu}sion über das Purificationss7em 1) Alle Reinigungs: Juu 2) der König behält sich vor, rein und für unrein diejenigen zu erklären, über wi er die nothwendigen Erfundigunzen eingezogen | 13) der König wird das Gehalc derjenigen bestini die für unrein erflärt worden, und für die noch nid! reinigt worden sind; 4) die, welche sih nicht den | die Neinigungs - Junten erlassenen Uztheilen- unte f fen wollen, sollen ihre Reclamationen an die com} ten Gerichtshdfe machen.

Hr. Ugarte ist zum Gesandten zu Florenz er worden, Es ift ausgemacht, daß die Leitung aller spani Universitäten den Jesuiten anvertraut werden wirk. Die Preise verschiedene! bensmittel sind sehr heruntergegangen. Es het überall no<h großes Mißtrauen, und es ist nicht lih Wechsel discontiren zu können. Die Seltel des Geldes vermehrt si<, mehreren Fallissements. 6ÍZ , die Mexicanischen 632, die Cortes - Scheine ! Die Consolidirten 835. 18. Nov.

Wien, 10, Dec. Von den Obligationen der áltern aaisshuld, welche der allgemeine Tilgungsfond einge; t hat, werden am 12. December 1825 5 Millionen lden dffentlih vertilyet werden. j Die seit dem Jahre 1818 öffentlich vertilgten Ob- Staatsschuld Nillionen 120 Guld. 20 Kr. Capital zu 23 Procent sm berechnet. : Darunter befindet si< : An Banco - Obligatiouen An Hoffammer - Obliga-

man sagte ,

der áâltern erreichen dadurch

her mittheilteu , 13/.552,887 Gul. 58 Kr. 11,394,289

19,138,949

44,386,126 Es fommen jeßt täglich

An ständischen Acerarial-

Obligationen .

Zusammen , Rio: Janeiro, 7. Oct. pâische Auswanderer hier an. Der größte Theil der- legt Caffeexlantagen auf Ländereien, die sie zu gutem eist faufen, an, Das im vorigen Jahre niedergebrannte d aufgebaut worden, #1 spielt shon darin. Die Regierung hat \> nac< gen Berathschlagungen ents<lossen, einen Gesandten Panama zu senden. Uebrigens kann i< Jhuen die vißheit geben, daß Bolivar no<h vor Jahresende die : Eriunern Sie sih seiner Worte : tbide und Napoleon sind die ausgezeihuersten Men- Excellenz der Liberator will

Tadrid, T Dec.

gende Bestimmungen : sind aufgehoben ;

hauspielhaus ist wieder

ée ablegen wird.

n der neuern. Zeit. Se. haus der Dritte seyn.

London, 10. Dee. Ju einem

vow Constitut. Zante, 11, Nov. heißt es: Von 15,000 Mann, die Messenien in verschiedenen ungen seit 7 Monaten verheert haben , siud Jbra- Pascha nur 6 bis 7000 úbrig geb!ließen. é ganze Cavallerie ist demontirt, ohne daß doc ein ffen geliefert worden ist, ohne daß eine | Hartnäckigkeit von Seiten der Griechen

gelieferten Schreiben

und man spricht von" Die columb. Anleihe fUtendes Tre lung mit heidigt worden sey.

die Griechischen 18. . Vom Rhein, amtlid Quellen angefertigte Vergleichung der Rheinschisfl ergiebt als Resultat, daß im Jahre 1823 den Fluß | auf 4,692,984 Centner Waäáren uud 4,054,308 Cent hinabwärts verschifst sind. gegen wurden von erstern nur 3,840,199, 5,776,618 Centner versandt, welche aber fast zur

Eine aus attlid

an: N H Stettin, 20.“ December. Se. Maj. haben, wie

Im verflossenen Jahre

vom 23. März d. J. erziebt, den zulegt bei dem Königl. Handels-Ministerium in Berlin und früher bei der hie sigen K. Regierung angestellt und beschäftigt gewesenen Regierungsrath Niederstetter, an die Sre®%e des verstor- benen Ministers Residenten und General-ConsulsGreuhm, zum Geschäftsträger bei den V. St. von Nord-America ¿4 ernennen und vorzüglih mit Wahrnehmung des Ju- teresse des handeltreibenden Publikums des Preußischea Staats zu beauftragen geruhet. Die s<on vor mehre ren Monaten eingegangene und durh ein Schreiben aus Neuyork vom 15. Oftober d. S. bestätigre Nach- riht: daß Hr. -Niederstetter im Juni d. J. in Nord- America angefommen , seinen Wohnsiß als Geschifts- träger in Philadelphia genommen habe, während des Congresses aber in Washington s< aufhalten werde, hat uns in Hinsicht des Abgangs dieses hraven, mit deu Handelsverhältnissen Preußens vertrauten Mannes von hier, getröstet, Die hiesige Kausmannschast wird sich in ihren Handels-Angelegenheiten mit völligem Ver- trauen an Hrn. Niederstetter wenden, und ist zu er- warten, daß jeder mit Nord-America in Verbiadung

stebende Preuß. Unterthan diesem Beispiele folgen werde.

Brian R

Vermischte Nachrichten.

Die Zeitung Britannia enthält nachstehende Nachricht Über den Salzsee von Loouar in Ostindien.

Es war an einem anmuthigen fühlen Abend, im

August 1823, daß i< durch ein waldizes Gebüsch von Berar ritt, ungefähr 40 englishe Meilen vom Lager von Jaurah, in Begleitung von einem Transport Pferde, seiner fürstlihen Hoheit dem Nizam angehörig, die ih auf dem Wege angetroffen hatte. mit dem Anführer dieses Transportes, einem von Kopfe bis zu den Fägen, mit Shwert, Schild, Speer be- wassneten Duffador, in einem Gespräche begriffen war, famen wir ‘an einen schattigen Weg, der si<h längs einem Berge hinaufschlängelte. Als wir die Berg- hôhe erreicht hatten, boc si< auf einmal die schönste romautishe Landschaft unseru Blicken dar. Füßen saheu wir in einer tiefen Kluft einen See, dessen Wellen von dem Abendwinde leicht bewegt und von den Stralen der sinfenden Sonne beleuchtet, uns freundlich | entgegen funfelten. ringsum von steilen 500 Fuß über die Oberfläche des Wassers emporragenden Felsen eingeschlossen. Hügel faunn man diese Felsenufer nicht nennen, denn sie er- heben sich gar ni<ht úber die Oberfläche des Bodens, sondern bilden vielmehr eiuen tiefen Kessel. fang des Sees beträgt 300 englishe Meilen. Wenn man von oben herab in den tiefen Schlund des Sees hinblicét, ‘so meint wan den See Avernus vor si zu sehen, uur mit dem Unterschiede, daß fein Fluß

Während ich

Zu unfern

Dieser See is freisfôrmig und

Der Um-

i » laco se condidit alto,“ Statt eines Flusses sieht man auf der öfilichen

Seite der Felsenufer eine reine Springquelle in der Form einer Cascade sl< Herunteestürzen. Die Gewässex dieser Quelle sammeln sich in einem im Felsen füustlich ausgehavenen Becken, welches von Tempein und der Göttin Siva geweihten Pagoden umgeben ist. Aus diejem Beck-n stürzt dann das Wasser, von der Höhe j von 50 Fuß, rauschend in den grúnen See.

Die Landschaft , obgleich begränzt , ist allerliebs.

Jn den dunfkelgrünen Fluthen des Sees \piegeln |< | die herrlihen Kronen dex fürstlichen Palmen (Borassus | flabelliformis, fächerfdrmige Weinpalme), welche die aedoppelten Ufer umlauben. Denn, außer den großen

aus Holz bestanden, Die Ursache der Abnahut ifficiele Bekanntmachung unsers Ober- Präsidenten ;

Felsenufera, welche wie hoße Mauren die Gewässer des

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