1825 / 303 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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lik“ -c., d. i. „„Regierungskunst// füzrt. Außer den zwei auf der fönigl. Biblioth?k zu Paris befiadlichen Uigurischen Werken, ist diejes das dritte bisyer in Eu ropa befannte. Ausführlihe Kunde und Auszüge davon finden si<h im VI. Bande des Journal asiatique,

Livorno, 4. Dec. Briefe von Zante, auf welche der Constitut. sich bezieht, m lden, daß Jbrahim Pascha na< Zurücklassung von 1500 Mann in Tripolißa nach Neocastron gegangen ist, um dort den Winter zu blei- ben, Die Avntgarde der túrkisch- egypti¡chen Flotte ist den 8. Nov. von Rhodus angelangt; die ganze griechi- Flotte befand sih in den Gewässern von Candia, wo der Aufstand stets größere Fortschritte machte; 20 Schiffe und 2 Brander sind in den Hafen von Hydra geblieben, wohin die griehishe Regierung 3000 Mann zur Ver- th>xidigung der Junsel, auf den Fall einer Landung der Egypter, gesandt hat. Juzwischen versichert der Capi- tain eines óstreichischen Fahrzeuges, weiches Zante den 14. Nov. verlass:n hat, daß 3000 Egyptier |<on ausge- hit worden sind. Durch einen Brief aus Triest et- fahren wir, daß cs Miaulis gelungen ist, die Wachjam- feit der egyptischen Flotte , welche ihm aufhalten sollte, zu täuschen, und daß, während er einen Theil seiner Flotte im Angesicht der Egyptier gelassen hat, er sich mic dew größeren Theile nach dem Meerbusen von Pas tras begeben hat, so daß er den Capudan Pascha gänz lich von den Egyptiern getrennt hae. Er bereitet sich jet vor, diz túrfishe Flotte anzugreifen.

Triest, 9. December. Die neuesten Briefe aus Corfu vom 23. November, sagt die allgemeine Zei tung, bestätigen die Anfunft der türkiscen Flotte vor Misso!unghiz hingegen erwähnen sie noch uicht des Gerüchts, daß die dortige Regierungskomm:s:- sion (fúr Westgriehenland) s< nach Zzute geflüchtet habe. Uebrigens sind nach diesen Briefen drei christlich. europäishe Transportschisse mit griehis<hen Familien, die Jbrahim Pascha nach Alexandœia in die Sklaverei schicéte, von den Griechen nach Hydra aufgebracht wor- den. Die sráufishen Kapitains, roclche diese grausame Spedition ihrer Glaubensgenossen Übernommen hatten, sollen von den Griechen umgebracht worden sein, JIbra- hsm Pascha schcint jeinen ofrc erwähnten Plan ausfüh- ren zu wollen, Moerea mit Aegyp.iern zu bevölkern, und die Christen nah Aegypten zu verpflanzen,

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Máúnster, 17. Dec. Unter die mannigfaltigen Be- woei“e der landesväterlichen Huld Sr. Maj stät unseres allergnätigsten Königs dürfen wir mit Recht ein Er- eigniß zählea, welches bei allen Bewohnern unserer Pro- ornz die lebhafteste Theilnahme erregen muß. Einer im heutigen Stück des Amtsblatts der fônigl. Regierung enthaltenen Bekännimachung des königl, Operpräsidenten zufolge haben námlih Se. Maj. der König allergnädigst des<lossen, nunmehr auch die Provinzialstände oon West- phalen zu dem ersten Landtage zusammen berufen zu lassen; zu Allerhöchstißrem Commissartius für diesen Land- tag haben Se. Maj. mittelst Allerhöchster Verfügung vom 14. Nov. den fônigl. wirklichen Geheimen Rath und Oberpräsideuten Hrn, v, Vincke in Münster zu er- nennen und allergnädigst zu befehlen geruhet, daß die Wahlen zur Einberufung der Provinzialstände, in Ge- mäßheit des Gesebes vom 27. März 1824, ungesäumt veranlaßt werden solleu, uad sind durch obige Bekannt- machung des königl, Oberpräsidenten die erforderlichen Vorbereitungen zu diesem Geschäste bereits eingeleitet.

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¡Jh vertraue (heißt es am Schlusse dieser B. fan machung) daß ¡hon diese erste Wihlen die Erwarty erfüllen werden, welhe des Königs Majzejtät von h, treuen Gesinnungen der Bewohner Westpha:ens zu hez berechtigt sind, und diese Besiunungen verbürgen j gleich die gewisse Erreichung der Allerhöchsten Landi väterlichen Absicht bei dieser neuen Einrichtung.‘ Wir bringeu dei dieser Gelegenheit folgende Bestiy mungen des erwähnten Ge]seßes vom 27. März 1324|

Allgemeine

\reußishe Staats- Zeitung.

Erinnerung: Zum Versammlungsorte für den Landi für Westphalen ist die Stadt Münst:r bestimmt, Y Landtag besteht aus vier Ständen und zwar : der] Stand aus den vormals unmittelbaren Reichsständg 11 Mitgliedern, nämlih: dem Herzog von -Aremh

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903.

den Fürsten von Salm-Salm, von Salm- Kyrby von Kauniß-Rietb rg, dem Herzog von Looz, den Fj sten von Sayn - Wittgenstein - Berleburg, von Sy Wittgen stein- Wittgenstein, von Bentheim : Tecflendy von Bentheim - Steinfurt, von Salm- Horstmar y dem Herzoge Croyz der IL[. Stand aus der Ritter der IlL. Stand aus den zur-Vertretung tes bärger| Gewerbes geeigneten Städten ; der TV. Stand aus übrigen im zweiten und dritten Stand mt begr'f| Gründbesißern. Feder der lebten drei Stände bij aus 20 Mitgliedern. Nach den Vors\chriften de wähnten Allerhöchsten Verfügung vom 14. Nov. ), and wahlfähig: zu Abgeordneten des IL. Stande geselzlih qualisicitten Besißer früher lanmdtagssih Güter oder neuercings dazu erhobener Besißungen, denen an Grundsteuer jährlich 75 Thlr., aus\<{li:ßlihi Zuschlags, encrichtet werden; zu Abgeordneten del Standes diejenigen, welhe an Grund - und Gy steuer, an beiden zusammen oder an Grundsteuer ali in Städten zweiter Abiheilung 24 Thlr., in Still dritter und vierter Abtheilung 16 Thlr.- entrichten; Abgeordneten des IV. Standes diejenigen Grundbe welche 25 Thlr. Grundsteuer entrichten, in welcher S jedoch die Gewerbsteuer in den Gegenden , wo di wverbstrieb mit dem Grundbesiß verbunden zu jeyu f mit eingerechnet ist, Zu Wahlorten werden besti! die Stádte Herford, Paderborn, Arnsberg, Dortm

Amtlihe Nachrichten.

rot. des Tag €Â

Durchgereist. Der Königl. Großbrittanische inets- Kourier Clews, von London na<h St, Pe- durg,.

Zeitungs-Nächrichten.

Ausla;

St. Petersburg, F. December. Zufolge einer tershienenen Bekanntmachung des Kaiserl. Finanz- v(sters fôunen in Gemäßheit einer Entscheidung des istr-Comité’s, die unten verzeihneten, Gegenstände gui 7. März f. J. gegen den besounFrs bestimm Zoll, dur< die Zollämter von Polangen und Jur-

Münster, Coesfeld, g eingeführt werden, Vom Pfunde in Silber. E V s a éer tate 95 Cop, mlot, Etamine, Rips, Rasch, : Bomb, glatte schwarze . 2.2: 50 nos und wollene Caschemir, wie auch Barege, einfarbig s<hwarz und s{<warzer Rat- E e Ee S U S Q Þ nie und Drap de dames, s<war- zer, und dergleichen Tücher *)

Das von der Brockhausschen Buchhandlung in Leip herausgegebene litterari)<e Conversationsblatt Nil vom 15. December d. J. macht das Publikum damit faunt, daz in dem Königlich: Preußischen Kalender Großfürst Nicolas als Thronfolger im Russischen aufgeführt sey. Aus der in Folge dieser Anzeige al stellten Nachforschung har sih ergeben, daß die Q aus welcher jene irrige Notiz geflossen, und wll nah der Aeußerung des “Conver}ationsblattes , fil

Zweifel an der Richtigkeit derselben erlaube, i} ohue Bordure . . $0 E N wie fälshli<h behauptet wird, ein Königl. Preuß, d L hwariet ¿ga Wal: 4 n: LY leuder, sondern der zu Franffurt a. d. O. von Mp, |<waëtzer, weißer und von wiß! und Sohn gedruc>te und verlegte gemeiue Sd vershtedenen Farben zum fatender ist, Was dieses Versehen veraulaßr hat, M Umfärben «N18, wem Solches zur Last fädt, is der Gegenstand (Fe und s{<warze Glanz - Hand- näâgeren Untersuchung geworden. _ [<uhe für Mannspe2csonen 1 - E

Paris, 20. Dec. “Die Banquiers Fould und benheim machen befannt, daß sie die Zinsen der fieanishon Anleihe ohne Kosten zahlen.

fig g oov sche Subscription beläuft sih jeßt auf l l.

Q, , _Wnfprocentige Renten 93 Fr, 90 C. j ee g F C Dreiproc.

Königliche Schauspotele Dienstag, 27. Dec. Jm Opernhause auf, Beg! l Macbeth „‘“ Trauersp. iu 5 Abtheil, , von Shake] überseßt vom S... H. Spieker.

Die bereits zum Schauspielhause gekauften B fónnen im Billet-Verkauf gegen Opernhausbillets dieser Vorstellung umgetauscht oder das Geld dafür rúücfgenommen werden.

) Tuche (draps) fo wie Doppel - Casimire find ín die Ein-

Gedruckt bei Feister und Eisersdorff. :

fuhr-Erlaubniß, einer spätern Erläuterung des Finanz-

Redacteur J! Ministers nach, ‘nicht. mit einbegriffen,

Berlin, Mittwoch, den 28sten December 1825.

Madrid, 8. Dec. Eíne zahlreiche Band j rid, é e Dieb zu Pferde ist den 6. in Torreson eingezogen und hat dis L Un geplündert ; den andern Tag hat sie roßen Straße u Rei gut der 8 be nach Alcala mehr als 50 Reisende Vom 11. Dec. Ein Oberst, ein Adjutant i Dl L und Capitain der französischen Garnison von Se. Sebastian sind arrétirt worden. Man fennt bis jest nicht die Aale ee Verhaftung, s er größte Tbeil der Personen welche wegen d Bessieresschen Geschichte verwiesen w E g zurückgekehrt. | 1RS M0 _ Es ist verboten worden, jedes im Auslande in nischer Sprache gedruckte Werk einzuführen, Wle

London, 16. Dec. Unter dem Patronat d

und der Lady Granville ist in E eine Sale tue den Unterricht von Kinderu armer Brittischer Unter, chaten e e ns con A ELY, aufhüleen gestiftet wor-

ind 1 ur ie Beit den Landéleute unterhalten. E L SL L BAYGM- __ Die Buchhändler J. Sainsbury et Comp. tei für ihr Geld in dffentliPen Blltéteen air sie Voliten mit der That beweisen, daß sle den Glauben hâtten daß die 6 Häuser: Pole et Comp., Williams et Comp. Everetc et Comp., Syfes et Comp. , Sir C. Scott et Comp. und Wentworth et Comp. allen ihren Gläubi- gern meistens, wo nicht ganz gerecht werden würden ; ste erbôten sich näâmlih, Bücher bis zum Belauf ven 10,000 L. St, zu billigen Preisen für Noten oder Checks auf diese oder jene dieser Firmas zu geben. i

Vom 17. Dec. Die Columbischen Scheine stehen 56, Mexicanische 53, Peruanische 40, Dänische 58, Cortes 132, Französische dreiprocentige 62. Schabkammerscheine sind auf 96 Pf. 10 Sch. gefallen.

Stockholm, 16. Dec. Auf die bekannte ift- liche (und im Druck erschienene) Denkschrift n E Ancfarswärd hat” der Reichsständische Justiz - Bevoll, mächtigte geantwortet : „daß, da weder angezeigt, noch bewiesen worden, daß die Verwaltung der See- Angelegenheiten oder das Adwirals- Amt die Ausliese- rung der fraglichen Actenstúcke verweigert, der Bevoll- mächtigte es au<h nicht als nôthig ansehe, sih úber dies sen Theil der Schrift des Freiherrn jeßt zu äußern.“

Se. Maj. haben auf Ansuchen der Bürgerschase Gothenburgs bis weiter die zollfreie Einfuhr daselbst von gelben Klinkern und ausländischen s{warzen und grauen glasurten Dachpfannen, jedo< ohne Erlassung von Schiffsungeldern 2c. zugestanden.

Darmstadt, 15. Dec. Vor einigen Wochen ge- ivann der hiestge Hofbuchbinder und Buntpapierfabri-