1825 / 306 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

uellanten für ehrlos.

/ L ded Niete gilt ein Duellant, nach den Gefesen, für wahnsinnig, und sein Vermögen wird für

sein ganzes Leden unter Tutel geseßt. Wie können wir

Deut]che allein unsere Ehre |o jehr auf die N

i seken, um sie jedem Zufalle eines Stoßes bloß zu stel- G) M len? Sind wir geseßlos? Oder sind unjere Geseße so Î fehlerhaft, daß sie nit unjere Chre zu s<hüßen wissen?

Leben wir noch in den Zeiten der Ordalien, Ber Gottes- Gerichte, der Turniere und des Faustrechtes ? : D er Unzahl von Duellen, die wöchentlich ci) Universit de vorsallen, gränzt es fürwahr an das Wunderbare, daß nicht mehrers derselben jo traurig abgelaufen sind, wie das gegenwärtige, und 66 ist Pflicht der E! wie der Universitäts-Senate und Polizei, Behörden, [A | die Tausende von Vätern, die ihre Sógÿne Auf NAtner, sitäten shi>en müssen, geeignete Maaßregelu gegen da

Unwesen der Duelle zu ergreifen.

Rom, 11. Dec. Auf einen trocenen Herbst ist ein

andern hat der Teverone den aiten Ponte eg he 4 Miglien von Diom, aus] der Straße as, cit eingerissen. Troß Allem, was man gejagt ga e der Carneval dies Jahr glänzender werden,/ a en lich, Jm Theater Tordinone wird Opera Setria mi Ea (¿t, und im Theater Lawalle fomische Oper Es 13 fâr erstere ist die berühmte Sängerin Maris p Das Theater Argentine wird diesmal Lt geöf t weil darin große Verbesserungen und Versch See deren es sehr bedarf, vorgenommen werden dgen Der Pabst hat dis Galeerensclaven in L E eilen e in gt e 06D Civicas Verurtheilten fommen R Lal vecchia, jene, welche auf drei bis ¡eyn 100 © Ancona, und die, welche auf E A Si fin find, nah Rom und Spoleto, Mar t S Verluft der Sreiheit so e als R e Pfa handlung erträglich zu machen / L Ach be chenftaat in cinem hohen Grade statt. T i E daß, als der leßte Pabst die Dans E er denjenigen Gefangenen, welche sich gut R A ten, die no< übrige Strafzeit nachzulassen 9 rats Unter den dazu Vorgeschlagenen befand sich n bas dejah eter Mann, der noch ¡nei Fahre u E i N S E Le Aga ee E E imi cdibáte Á nn giaubte, er w e un t X lastung dei; allein er verlangte die Gnade, E k A Lèbenszeit auf den Galeeren bleiben zu N T : "0 Dettelei nimmt wieder sehr überhand, insbejondere 9 fan man des Abends nicht ausgehen - ohne von verschleierten Hausarmen um ein Almosen angegangen zu werden. Auch hört man hin und wieder I ' 7 Mord - Anfällen, Die Engländer haden in i | coza viel Korn für Malta eingekauft, wodur, ie Rubbia. um 14 Paoli gesliegen (E n E Pallaste werden auf Befehl des Papstes Amer (E die Königin von Sardinien {u Bereitschaft gelebt. Die Kardinäle Spina uud Guerrieri sind e SLAUR eines Planes bes<áftigt/ demzufolze die E E des Benediftiner - Ordeus, nämlich die Kama A ÉR Olivetaner, Silvestriner und Vallombrosaner , fünfstig

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Ls E ále jeder ôstreichische Bürger ei-| einerlei Ordensfkleid , nämlih shwarz, tragen und „E Einzigen, Regierung hält j In Nord: Amerika, wo doch | nerlei Regel befolgen sollen, | 7

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Corfu, 19, Nov. Der Constit. theilt folgende Schreiben mit: Eine englische Corvette zeigt ung ah daß die türfisch-egyptische Flotte zu Navarin den {1 j angelangt ist, wojelbst sie Truppen und Proviant ayg geschifst har. Durch diese Vermehrung wird si Shru him-Pascha noch einige Zeit in Tripolißa halten fönny,

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Allgemeine

hreußishe Staats - Zeitung.

Ein russisches Fahrzeug, welches heute von Syra anqu fommen, sagt aus, daß es bis Navarin mit der aus Segeln bestehenden griechischen Flotte gesegelt sei, h die Absicht zu habeu schiene, die türkische Flotte in S Häfen, wo diese Anker geworfen, anzreifen zu wol,

M 300,

Vom 21. Nov. Den 16, d. befand si< die Qt chische Flotte, 60 Segel stark, vor Navarino im Aup sicht des Feindes. Man erwartet jeden Augenblick eing entscheidenden Vorfall. Missolonghi ist auf 40 Wi mit Lebensmitteln versehen worden, und bald wird h jer Plab auf 6 Monate mit allem Nöthigen versy

Amtliche Nachrichten.

ie | 1, hat die Flusse an- f seyn. : s ¿ndes Regenwetter eingetreten, hat d y 0 . h T E, E mancherlei Saden verursaht. Unter | Kronik des Tages

Malta, 2, December. (Gazz. di Milano.) N rihten aus Algier vom 21, Sept. zufolge, haben h großen Anstalten der Régenz zur Vertilgung der t lischen Kobylen (Ureinwohner) mit einer Niedeily geendet uud die Küstenbewohner zwischen Algier 1 Bona bieten der Regenz Troß. Die Verbindung jj schen beiden Pläßen ist unterbrochen und ein Con des Englischen Vice, Consuls in Bona an den Cu} in Algier wurde getödtet und seine Depeschen gin verloren. Der Dei dewieß fortdauernd die dest; j neigtheit gegen England.

Des Königs Majestät haben den Stadtrichter Ruff- an zu Pillau zum Justizrath zu ernennen geruht. Dee Königs-Majestät haben den bisherigen A}e}sor Jakob zum Regierungs - Rath bei der Steuer- twaltung der Provinz Pommern zu ernennen geruht.

Durchgereisk. Der Königlich - Würtembergsche

hinets - Kourier Weiß mann, von Stuttgardt nach , Petersburg.

D u bli cas dum.

Ju Uebekeinstimmung mit der Königlichen General- Königliche twaltung“der Steuern ist in Absicht der hier zur Ie s ec 4e d roy E nach bu s ie Zub Znilande gehenden Packete, welche na caaßgabe Im Opernhause: „Die 3 in der Befanutmachung des Königlichen anz - Ministerii vom 27. September c. außer einer (selben beizufügenden offenen Declaration des Jnúhalts plomvirt sein müssen, die Einrichtung getroffen im, daß zur Bequemlichkeit des Publicums, das miren solcher Packete im Posilocale von dem Post- (uer: Amte statt finden kann. Diese Einrichtung beginnt mit dem 1. Januar igen Jahres, wovon das Publikum hiermit in itniß geseßt wird. Berlin, den 31. December 1825.

SdQhauspieleai

Freitag, 30. Dec. i uu! flôte, große Oper in 2 Avtheilungen, Musik vou Mozal (Hr. Beer, vom Theater zu Frankfurt am Mai Tamino, als Gastrolle.)

Sonnabend, 31. Dec. Jm “Schauspielhause: „} genstreiche,// Posse in 5 Abtheil., von Koklebue.

Sonntag, 1. Januar, Jm Opernhause: nd Fungfrau von Orleans „‘/ romant. Tragödie in 54 iheilungen, von Schiller.

General - Post: Amt, Im Schauspielhause: „Das neus Sonntagsfinh gez. v. Nagler.

fom. Singspiel in 2 Abtheil,

Zum Erstenmale: „Die Bis vom Rau

| In Potsdam. ten,“ Lustspiel in 5 Abtheitungen, „Nag Hierauf : ¿Alexis und Susjetta,‘/ oder: 1,Die n he Weinleie bei tont'’olivetto „// fom. Ballet 1 Abtheilungen, vom Königl. Balletmeister Hrn, Musik von Umlauf,

Zeitungs-Nachrichten. U. Sa U D.

Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

Paris, 24. Dec. Der Graf Casabiíanea, Pair 1 Frankreich, Corse von Geburt, is gestorben. General Valentini's Werk: Darstelluug der leßten bige der -Russen gegen die Türken is von Lacoste ‘sekt erschienen. Der Aristarque enthält eine sehr reisende Recension dieses Werkes.

er Druck der Entdeckungsreise um die Welt, unter

Redacteur Joh!

Berlin, Sonnabend, den 3lsten December 1825.

dem Befehle des Capitain Duperrey, in den Jahren 1322—25 unternommen, geschieht auf Befehl des Kö- nigs. Nach dem von einer Commission der Academie der Wissenschaften (aus Humbold, Cuvier, Arago und no<< mehreren ausgezeihneten Gelehrten bestehend) gefällten Urtheil über diese Reise, nimmt sie einen ausgezeichnes ten Rang unter den glänzendsteu wissenschaftlichen Expes- ditionen ein,

Man weiß, daß die Lithocromie auf táuschende Art Oelgemälde wiedergiebt. Zu Paris, wo diese Kunst seit einiger Zeit viele Pflege erhält, wo ein eigenes lithocromisches Jnstitut besteht, ist so eben ein Portrait des Foy erschienen , das sprechend ähnli<h und vortreff lih ausgeführt seyn soll,

Fünfprocentige Renten 94 Fr. 80 C, Dreiproc. 62 Fr. 10 C. |

Madrid, 12. Dec. Dem Handelstande ist eine jährlihe Steuer von 10 Millionen Realen dur< ein Decret vom 22. Nov. auferlegt worden.

Lon don, 20. Dec. Ein hiesiges Blatt enthält ei- nen Artikel über die gesunkene Rechtlichkeit der britti- schen Kaufleute, der viele fräftige Wahrheiten sagt, und zugleich bemerkenswerth ist, weil er zeigt, wie wenig die englische Nation scheut, die Wahrheit über sich selbst aufzude>en. „Wir wollen, heißt es darin, nichts von den täglicheu Aufdeckungen des Betrugs ganzer

Klassen, als z. B. der Goldschmiede, sagen, wovon ei

ner kürzlich, als er- vorgefordert und beschuldigt war, geringes Metall für Gold verkauft zu haben, den Fries densrichter fragte: ob es wohl möglich wäre, ächte Ar- tifel zu verkaufen ohne Bankerott zu werden? Auch wollen wir außerdem hier nicht die im Großen betrie- benen -Verfälshungen des Mehls, Zuckers, Biers, Pfef- fers 2c. anführen, Die Seele des Handels ist Treue und Glauben ; aber unsere Kaufleute haben den gesekß-

ÿ mäßigen Handel aufgegeben und sind Spieler geworden.

Das große Ziel, nah welchem sie streben, ist: einen glücklichen Coup zu machen und auf einmal reich zu werden. Sie gehen zu Bett, ungewiß, ob sie morgen banferott oder eite große Summe Geldes reich \ein werden. Ein Spieler, der dur< einen Coup reich wer- den will, befümmert sih wenig darum, ob man ihm den Charafter der Rechtlichkeit beimißt. Die Täuschung wird entdecct, aber er hat seinen Zwet erreicht, und es ist nit länger von Wichtigkeit für ihn, daß er für ei- nen re<tli<en Mann gehalten werde, denn er hat sich von der öffentlichen Meinung unabhängig gemacht. Gleichviel ob die Minen, die er verkaufte, wirkli oder erdacht; ob die Berichte der aûgeblichen Ausbeute wahr oder fals, oder ob die vorgelegten Angaben der Fi- nanzen der Staaten, deren Papiere er ausbrachte, rich- tig oder ein Gewebe von Unwahrheiten warenz er hat einmal seiu Geld in der Tasche und kann nicht gezwoun-

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