1887 / 111 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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fälle das carafteristishe Moment zu bestimmen, welches in ihnen

E entlih die Bürgschaft für Darreichung eines reinen, gesunden zur Annahme einer Retentionsbefugniß geführt hat; daß aber troß der

etlichen Fabrikate, welche jeßt die Volks- —. Den

«Mittheilungen des Bayerischen Gewerbe-Museums

es, statt der ents Nru. 8

en und zu vereinbaren sein wird. Das

- s u Nürnberg“ (Beiblatt zu „Kunst und Gewerbe“), deren die gesundheit untergraben. Die Re teren dur öffentliche Stimmen dadur bedingten Sonderung der einzelnen Anwendungsfälle des a 9 e Ats wurden, entnehmen wir, L von der Wittels- mehrfah an diesen M gemahnt, ha! E MRern erklärt, demselben | Retentionsrechts sich doch eine allgemeine, dieselben beherrschende Theorie | bacher Landesstiftung in der Sitzung des Landesstiftungsraths vom dur eine besondere Vorlage T NeT l gauvang abhelfen zu | aufstellen läßt, indem sich in allen ällen im Wesentlichen die gleichen | 28, März folgende Bewilligungen beschlofsen worden sind: 1613 4 wollen, was sehr erfreulich ist, dabei a E enken giebt, daß ein | Voraussezungen und die gleihen Wirkungen zeigen. Die instruktive | 70 F dem Bayr. Kunstgewerbeverein in Münwen zur Förderung des soldes Geseß mit den darin enthaltenen Omen ‘ingriffen des | Untersuchung bewegt \ih auf dem Boden des römischen Rechts, welhes | Gildewesens, 650 der Frauenarbeits\{ule München, 500 4 dem S afetlen e O auch wie mit nicht geringen | bekanntliß noch jeßt in Mecklenburg als gemeines deutsches Reht | Chemiker Keim in München zur Unterhaltung der von ihm gegrün- wi

subsidiäre Geltung hat. Wegen der verschiedenen Berührungspunkte,

: : L ( ) deten Versuchsstation für Malerei und der Zeitschrift „Tech- Shône ist aber, daß man si dur solche Aussichten auf Schwierig- | welhe die handelsrechtlihe Lehre vom Zurükbehaltungsrechte mit der | nische Dit für Maler“, 350 k A Verein der feit der Arbeit heute, wo die Ame ung des Reichstages eine | des römischen Civilrechts aufweist, wird R im Anhanae der ver- | Bildhauer Müncens für seinen Zeichen- und Modellir-

N En 08 e As je abkalten läßt, AGMEA in die dienstlihen Monographie auch das Zurückbehaltungsrecht des Allgemeinen | kurs, 400 « dem Gewerbeverein Landsberg zur Durch- zu

N werden müssen. deutschen Handelsgeseßbuhes in den Hauptpunkten erörtert und dem | führung einer Fachauëstellung, 450 4 der Kreis-Realshule Passau,

finanziellen Ertrag betrifft, der sich von dem neuen Geseß erwarten | römishrechtlichen Retentionsrecht entgegengeseßt. Daneben haben auch | 200 & der Shuhmaterinnung in Passau für ibre Fachschule, 700 M läßt, so reiht derselbe, E Etn, daß die Steuer in der | die einshlagenden Bestimmungen der neuen Reichsjufticgesece in an- | dem Geneebe Mea in L O Ls L der Lehr- Höhe der E nrrarloüe eshlossen wird, weitaus an die Größe gemefsener Weise Berücksichtigung gefunden. Die Anordnung der | werkstätten, 200 4 der Webeschule in Lambreht, 300 der Schneider- der Summ, welche ae Nationen aus diesem Gegenstand be- rift ist die ‘folgende. In der Einleitung wird zunähst das | und Schuhmagzerinnung in Reaenéëbüurg für ihre Fachshule, 650 4 iehen, inan. Wir können nur wünschen, daß für Deutschland | Retentionsrecht „in den Quellen betrahtet und sodann die Literatur, | der Webeshule in München für ihre Lehrwerkstätte in München, Fine Lage fommen werden, wo es uns gereuen wird, daß wir diese | sowie die Entwickelung der Kontroverse über Wesen und Bedeutung | 200 # dem Comité zur Einführung und Hebung der Plüschweberei Quelle aer haben fließen lassen. Auf jeden Fall giebt es | des Retentionsrechts ins Auge gefaßt. Es folgt der Plan der Unter- | in Gefrees, 150 A dem Verein für Hebung dec Weidenzucht in Schil- guten Muth, daß da immer noh, au na der jeßt zu vereinbaren- | suchung. Der erste Abschnitt erörtert darauf die Entwickelung des | lingsfürst, 200 46 der Shuhmachershule in Würzburg, 100 6 der den Sk g, gesparte Kräfte vorhanden sind. O ments in Se jer Mette ilen Fenn S U in Bürgstadt für ihre Zeichenschule, R

s Düsseldorfer Anzei G ac etner turzen Einleitung werden die einzelnen Retentionsfälle in | Johannesverein in Aschaffenburg für seine Schnißschule in Neuham- Berliner uk über [9 P Sea A E Paragraphen dargelegt, sowie daraus in weiteren 2 Paragraphen | mer, 300 K der Gesammtinnung in Miltenberg für eine Lokal-

die Resultate gezogen. Das dritte Kapitel behandelt die Voraus- seßungen, das folgende die Wirkungen und das fünfte die Beendigung des Retentionsre ts, dessen rechtliher Charakter im Schlußabschnitte gut charafterisirt wird. Der Inhalt des Anhangs ist bereits oben angegeben. Die klar und gut geschriebene Langfeld'\he Studie, die sowohl von tüchtigen Rechfkskenntnissen als auch von niht gewöhn- lichem juristishen Scharfsinn zeugt, kann daher den deutschen und namentlih den gemeinrechtlichen Suriften nur empfohlen werden.

: Im Verlage von F. A. Herbig in Berlin hat A. Fellinger ein „Taschen-Lerxikon zur kaufmännischen Correspondenz in englischer Sprache für Deutsche“ erscheinen lassen, welches sich vor ähnlichen Hülfsbüchern in manther Hinsicht vortheilhaft aus- zeichnet Dem Verfasser hat die Absicht vorgeschwcbt, den kauf- männischen Korrespondenten ein bandliwes Büchlein zugänglih zu machen, welches die Benußung größerer Lerxika überflüssig machen foll. | 27,20—27,30 #, auch 27,40—27,50 #, nach Verhältniß der Der Wortreichthum solcher allgemeinen Rachshlagebücher erfordert | abzunehmenden Quantitäten , geläutertes Produkt bis * 27,70 bis namenilich, wenn es sich um technische Ausdrücke handelt, hon eine | 28 Æ, Prima-Zink 28,40—28,60 4, Raffinir-Blei 25—25,50 genaue Kenntniß der Sprache und ein feines Gefühl für die | bis 26 (4 Der Geschäftsgang auf dem Roheisen-Markte Eigenthümli(hkeiten derselben,

Gewerbeausstellung, 200 4 der Gesammtinnung in Oberdorf für ihre Fachzeichenschule. t

Vom s\chlesischen Montanmarkt, 11. Mai, wird der „Voss. Ztg.“ geschrieben: Auf den hauptsächlihsten Gebieten des Montanmarktes übertrug \sich die feste Stimmung, welche Anfangs _ dieses Monats herrschte, auch auf die rückliegende Berichtswoche. In der Metallbran che fanden erneute Umsäße statt. Die Nach- lieferungen von Robhprodukten und fertigen Fabrikaten der metallur- gischen Industrie auf feste Schlüsse sind umfangreicher. Rohzink stand wieder mer im Vordergrunde des Verkehrs, namentli nah der am 4. d. M. geschehenen Unterbrehung der Transporte. Die festere, zum Theil aufstrebende Tendenz der Rohmetalle fti- mulirte die Kauflust für Fertigfabrikate, welhe ihrecseits eben- falls steigende Preisrihtung zeigten. Ordin. Zink erzielte in minimo

. ._ Im Großen und Ganzen besteht im mittleren und. west- lien and bezüglih der polnischen Propaganda noch immer die Ansicht, daß dieselbe in der Hauptsache das Werk eines zum ßen Theil verkommenen Adels und des Klerus sei, die in den Petteten Schichten do nur eine bedingte Unterstüßung fänden. No der Aufftand von 1863 mochte diese Auffassung als berechtigt er- seinen lassen. Seitdem hat si aber in den polnishen Landestheilen der Monarchie Vieles geändert. Der vershuldete Kleinadel ist aller- dings zum großen Theil vershwunden, aber umsomehr tritt n reicher polnisher Großadel in den Vordergrund, der h großen Besiy, durch Bildung, dur lebhaften polnishen „Patriotismus“ und namentlich durch einflußrei&e Fa- nilienverbindungen mit angesehenen, ja maßgebenden Personen, die in den Nachbarländern das polnishe Wesen fördern, eine sehr angesehene Stellung gewonnen hat. Neben ihm hat sich ein vor 20—30 Jahren fast noch gänzli fehlender polnisher Mittelstand entwickelt, nicht wenigsten vermöge der Sorgfalt, welche die Regierung dem E urfen in jenen Provinzen zugewendet hat, und wenn vor einem

/ t , N wenn man immer aus einer | caraktterisirte sich immer noch als belebt. Von den oberschlesi- i Tie ae L ri e Le ala Nie ONIRe E von begriffliG nahe verwandten Wörtern das im | schen Koks-Hochöfen standen 29 (gegen 26, später 27 und 28 der-

L L h , Pi e r zlon 8 4 ci ä i Ü das heute in keiner Weise zutreffend. Der polnishe Bauer, ehedem sonderen Falle geeignetste herausfinden will; -ganz abgesehen | gleihen während der vorangegangenen Monate) im Feuer. Für

davon, daß solche Untersuchung rerbhältnißmäßig viel Zeit erfordert. In dem vorliegenden Taschen-Lexikon nun find für den in englischer Sprawe korrespondirenden Kaufmann alle Vokabeln, Redensarten und sprachlichen Wendungen, welche dem Nicht-Engländer, auch wenn er im Uebrigen der fremden Sprache in üblicher Weise mächtig ist, gelegentlich und namentlich bei der eiligen Geschäft2arbeit abhanden Tommen, mit Einsicht und durch- die Erfahrung geübtem Blick zu- fammengetragen. Das Vocabularium zeichnet sich von großen Wörter- büchern natürlich “auch dadurch besonders aus, daß die Aussprache nicht besonders angegeben zu werden brauhte, und daß alle Hinweise und Andeutungen über Abstammung der Wörter und Aehnliches fortfallen; es ist aber insofern sehr praktis einge- richtet, als das deutsche Wort, resp. der Hauptbegriff, der englis wiedergegeben wird, fett gedruckt ist. Durch diese Vorzüge dürfte si das Vocabularium des Taschen-Lexikons auch als Lehr- und Lernbuch für Handels- und tehnishe Schulen empfehlen. Für den kauf- männischen Korrespondenten gewinnt das Büchlein noch an Brauc- barkeit dadur, daß der Verfasser gleichsam als Anhang eine Reihe von Briefanfängen und Briefshlüssen (deutsch und englis nebenein- ander) zusammengestellt und die üblihe Form der Brief-Ueberschriften, Datums-Abkürzungen und Brief-Adressen mitgetheilt hat.

die daraus resultirende Mehrproduktion fand sich jedoch bis jeßt hinreichender Absaß bei * erheblich gelihteten Beständen, mit welhen es noch neuerdings abwärts ging. Tageweise entfielen von einzelnen Marken allein auf den Export 10—12 Doppel-Waggons. Puddlings- wie Qualitäts-Roheisen war lebhaft begehrt. Der Verjandt zu Wasser ist ziemlich rege geblieben. Abgesehen davon, findet ein namhafter Roheisenkonsum zur Fabrikation von basischen Halbprodukten, resp. Verarbeitung derselben zu Eifenbahnmaterial statt, wie u. A. daraus hervorgeht, daß die bezüglichen Werke in Dopvelschichten arbeiten. Die Roheisenpreise wurden inzwischen feft behaupte. Man legte für Puddlingsforten 5 und darüber an. ge besseres Gußeisen wurden 5,40—5,50 M gefordert. Geringere orten find à 5—5,20—5,30 M erbältlich. Ju der Stahlbranche herrscht, wie schon oben angedeutet, in Ansehung einiger Artikel aus Thomasmatrerial für neue Geleisanlagen 2c. größere Thätigkeit, nah dem mehrere nene Ordres übernommen worden find. Die kleineren Fabrikate filr Bergwerksbetrieb u. s. w. behaupteten dabei vor an- deren einen befseren Preis. Auf dem Walzeisenmarkte blieben die Umsäge bei befriedigender Nachfrage flott. Einige Fabrikate hatten im verflossenen Monat den höchsten Versandt wäh- rend des laufenden Jahres erzielt. Stab- und Handeléeisen ist fort-

verarmt, moralisch und wirths{chaftlich verkümmert, hatte in diesem Zu- stand noch ein Gefühl der Dankbarkeit gegen die preußische Herr- haft bewahrt, die ihn aus der Unwürdigkeit der Libeigenschaft befreit hatte, und gegen die Le des polnischen Adels bil- dete die Landbevölkerung ein starkes Gegengewicht. - Auch das hat fich jeßt geändert. Die unablässige Purhveae der Regierung für das wirthschaftlihe Gedeihen, eine wohl abfichtliche Stärkung dieses pol- nishen Bauernstandes, die allgemeine Wehrpflicht, das entwickeltere Volksschulwesen haben allmählich einen Stand von polnischen Klein- besißern herangezogen, die in dem Maße, als ihr Wohlstand zunimmt, fh dem Großadel und seinen polnishen Neigungen anschließen. Eine Tandwirthschastliche Interessengemeinschaft, die durch Vereine aller Art gepslegt wird, kaüpft das erste Band, für dessen Festigung der ganz in polnisch nationalem Sinne wirkende Klerus sowie eine mit allen Mitteln ausgestattete Agitation dann ausgiebig Sorge tragen.

Es ist heute nit mehr Adel und Geistlichkeit, es ist eine kom- pakte, sozial organisirte polnische Opposition, welche in Posen in Anlehnung an die galizishe Autonomie die „gesezmäßige“ Befreiung von der preußischen Herrschaft unternimmt. In Westpreußen, wo der polnishe Großadel allerdings fehlt, ift die eia um jo lebhafter. Dort ‘gilt der polnishe Anspruch altem deutschen Besiß, in welhem

der Pole nur als Eroberer oder Eindringling Fuß fassen konnte.

Jeht gebt das Bestreben darauf hin, die Deutschen von

dem mühsam wiedergewonnenen, von Friedrich dem Großen

Fest der Kultur erihlossenen Boden von Neuem zu ver-

vingen und die Behörden sehen mit Staunen diese pol-

Propaganda bis nach Pommern hinübergreifen. Da ift es an

ha Zeit, vielleicht hohe Zeit, nicht nur feste Schranken aufzurichten,

sogar eine energische Offensive zu ergreifen. Jn diesem Sinne

die sogenannten Polenvorlagen eingebracht und bes{chlofsen worden.

ie gleihe Bestimmung hat auch das Gesetz, betreffend die Ver- mehrung der Kreise in Posen und Westpreußen. .

Statiftishe Nachrichten,

Naÿ Mittheilung des Statistishen Amts der Stadt Berlin find bei den hiesigen tandesämtern in der Woche vom 1 Mai bis infl. 7. Mai 1887 zur Anmeldung gekommen: 0 Eheschließungen, 913 Lebendgeborene, 34 Todtgeborene, 523 Sterbefälle.

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

Mecklenburgisches Landesstrafrecht von Dr. Goefch üring in Schwerin. Jn Kommission der Bären- Hof-Buchhandlung. 3. Heft. Mit der unlängst er- Lieferung kam das bereits in diesem Blatte besprochene die in dem Großherzogthum Mecklenburg, einsließlich s Pad ian in Geltung befindlichen landesrechtlichen Verordnungen \trafrechtlihen Inhalts enthält, zum Abschluß. Das- Wte bietet in guter Zusammenstellung eine vollständige Sammlung Wnschlägigen Materials. Der im zweiten Hefte noch nit zu Jeführte fünfte Abschnitt, bezügli der Verordnungen in Betreff bröfintlichen Sicherheit und Ordnung, wird in dec jeßt vorliegenden fortgeseßt. Namentlich das Kapitel „Gesinde-Polizei“ zeigt tine trefflihe Erläuterung der einheimischen, dieselbe ordnenden Be- Der sechste Abschnitt ist der Landwirthschaft, der jdn dem Handel und Gewerbe gewidmet. Sehr C E e Kommentirung der Verordnung vom 19. Dezember 1883, betr. die Erhebung einer Steuer vom Gewerbebetriebe im Umher- In den folgenden Abschnitten (8—11) werden „Jagd und erei", „Forstwesen*, „Militaria“ und „Varia“ behandelt. Nach Nachträgen, Zu'äßen und Berichtigungen {ließt das Sammel- h mit cinem ausführlihen nnd zuverlässigen Inhaltsverzeichniß, Me der Amtsrichter Schumann in Mirow (Meckl.-Streliß) be- /übeitet hat. Endlich noch dieNotiz, daß der auf dem Titel an erster j Glelle p annte Herausgeber Dr. Goef ch, bisher Landgerichts-Rath in , Ostern aus dem mecklenburgishen Justizdienst aus\chied ind nah Berlin übersiedelte, wo er si demnächst in der Juristen- als Privatdozent zu habilitiren gedenkt. ; Die Lehre vom Retentionsrecht nach gemeinem t. Von Dr. jur. Ad. Langfeld. Rosto. W. Werther, IV. u. 167 E gr. 8. Die vorliegende fleißig und gründlich Quellen gearbeitete Abhandlung sammt aus der Feder eines n mecklenburgischen As: der, früher Affsefsor beim Rostocker cht, jeßt Rath beim Landgeriht in Güstrow is und am d. J., mit den Funktionen eines vortragenden Raths beauf- j in das Großherzogl. Justiz-Ministerium in Schwerin eintreten | Die Arbeit ib den Zwec, Jus Lösung der Kontroverse

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das Wesen und die Bedeutung des sogenannten Retentionsrechts beizutragen. Sie versucht naGzuweisen, daß für einen befonderen Rechts- begriff des Retentionsrehts nah gemeinem Reht nur Raum ift, venn man seinen Inhalt auf die éfuguiß beschränkt, einen Anspruch kitweilig, d. h. bis zur gleihzeitigen Befriedigung eines dem Ver- fliteten gegenüber dem Gegner zustehenden Gegenanfpruhs zurüdck- 3 ein allgemeiner, die Retentionsbefugniß rehtfertigender nit anzuerkennen ift, insbesondere nicht der der Connexität, daß daher nur übrig bleibt, dur Prüfung der einzelnen Retentions-

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Gewerbe und Handel.

Das Bayerische Gewerbe-Muse um in Nürnberg hat, wie die von dem Museum herausgegebene Monatsschrift „Kunst und Gewerbe“ (im Maiheft 1887) mittheilt, ein ebenso werthvolles wie interessantes Kunstwerk zum Geschenk erhalten, nämlich die lebensgroße Bronzebüste des Reichskanzlers, nah dem Modell des Bildhauers Damar Roth in München, der für das Museum u. A. auch die

üste weiland. König Ludwigs I1. modellirt hat. „Es war ihm zur Erreichung möglichster Naturwahrheit vergönnt, längere Zeit in der Umgebung des Reichskanzlers sih aufzuhalten und dessen Züge in un- mittelbarster Nähe zu beobachten. Der Guß der Büste sand in der Königlichen Erzgießerei in München statt und ist durch und durch gelungen. Der Geschenkgeber dieses Kunstwerks is der Aufsichtsrath der Stärublecger Vereinsbank. Dem künstlerischen Werthe dieses Ge- \cenkes entsprehend, ward dessen Aufstellung in bevorzugter Weise auf dem Treppenpodest des zweiten Stockwerks des Museums vor dem Eingang in die Metallabtheilung angeordnet. An größeren Aufsäten bringt das erwähnte Heft von „Kunst und Gewerbe“ zunähst einen Beitrag über die moderne Glas-Industrie in Oesterreich von J. Folnesics, mit Abbildungen vorzüglicher Erzeug- nisse auf diesem Gebiet von den Firmen L. Lobmeyr und Bafalo- wits. Dann folgt eine Schilderung der Kashmir-Kupfergefäße in der Mustersammlung des Bayerischen Gewerbe-Museums. Von folea Gefäßen hat das Museum über 50 Stück erworben, deren eine ganze Antall in „Kunst und Gewerbe“ abbildlih veröffentliht worden sind. Dieselben sind wegen ihrer reizvollen Dekoration von großem künst- [erishen Werth und in hohem Grade geeignet, unsere Silber- und Neusilberwaaren, Kupfergefäße und selbst Thonwaaren zu beeinfluffen. Auf der Metall-Ausstellung in Nürnberg im Jahre 1885 war ein Theeservice aus Neusilber zu sehen, welches seine Dekorationsmotive diesen indishen Kupfergefäßen entnommen hatte. Dasselbe fand die ungetheilteste Anerkennung und Bewunderung, denn die vornehm feine Art der Dekoration stach höchst vortheilhaft von den gewöhn- lichen anderen, blank polirten Waaren ab. Eine der Kunstbeilagen des Hefts führt ein weiteres Exemplar aus der Samni- lung des Museums vor Augen: eine indische Kaffeefkanne, von graziöser Form und reihstem Flähenornament, dessen Details auf mehreren Abbildungen im Text noch - genauer reproduzirt sind. In einem dritten Beitrage beschreibt C. von Fabriczy die alten Wand- teppiche deutschen Fabrikats aus dem Schlosse zu Neuburg ta der Pfalz Weiter reihen sich Berichte und Mittheilungen ay über

euigkeiten in der Mustersammlung des Bayerischen Gewerbe- Museums, über das bayerische Export-Musterlager in München, den Mitteldeutshen Kunstgewerbeverein in Frankfurt a. M, über das Industrie- und Gewerbe-Museum in St. Gallen, über den neuen Scchmudck, welchen die amerikanische Kirche in Rom durch die Aus- stattung der Apsis mit Mosaiken aus der Anstalt Venezia-Murano erhalten hat, über die neu errihtete archäologishe Schule an der Universität in Rom 2c. Ferner wird der Aufruf der Kommiffion für das zu gründende Gewerbe-Museum in Oldenburg ae Nach- rihten aus dem Kunsthandel und dem Buchhandel (darunter eine

Besprechung der „Geschichte der deutschen Kunst“ aus dem Grote'-

[den Verlage in Berlin, nebst mehreren Probe-Zllustrationen)

owie fleinere Notizen bilden den übrigen Jnhalt.

Von den Kunstbeilagen des Hefts zeigt die erste (in vorzüglich

gelungezer Lega ein präctiges italienishes Sammet-

gewebe oberitalischen Ursprungs aus dem Anfang des 16. Jahrhun-

derts aus der Mustersammlung des Bayerishen Gewerbe-Museums :

ein sehr \{chônes Beispiel ‘des viel variirten Granatapfelmusters; die

zweite (Lichtdruck) ein Paar japanische Notizbuhdeckel von Elfenbein

mit einer naturaliftishen Komposition aus Pflanzen und Vögeln.

Diese beiden reich mit farbigem Lak, Perlmutter und Steinen ver-

zierten Deckel erwarb das Museum auf der Pariser Aus-

stellung. Der dritten Tafel ist bereits oben Erwähnung geschehen.

Als Extrabeilage liegt dem Heft die Nr. 5 dec

reten Bilderbogen“ bei, darstellend eine Kollektion von Mittelstücken aus gepreßten Buchdeckeln des 17. Jahrhunderts.

geseßzt gut begehrt. Der Konsum von Qualitätsblechen, Anfangs des Jahres s{chwächer, hat allmählich zugenommen. Die Preise sind im Allgemeinen lohnender als damals und fest behauptet. Auf der Bismarckhütte ist au die Feineiserstrecke wieder in vollem Betriebe. Im Steinkohlen-Bergbau wird zufolge des ruhigeren Ab- saßes, unter Innehaltung der Produktionseinshränkung bei den Flamm- und Magerkohlengruben, darnach gestrebt, die Förderung mit dem Versandt nah Mögli&keit im Gleichgewicht zu halten. Haus- brand ist s{chwäher begehrt, die Gewinnung in dieser Beziehung aber auÿ stärker reduzirt. Koks- und Kesselkohlen fanden noch ziem- lich befriedigenden Absaz. Die Bezüge von Ziegeleikohlen haben sh sogar gehoben. Während die kleinen Sortimente in fester Preis- res : verharrten, ift die Stimmung für \{chwerere Waare abge- wächt.

Frankfurt a. M, 12. Mai. (W. T. B.) Die heutige Generalversammlung der Deutschen Handel8gesellichaft ge- nehmigte mit 3482 gegen 97 Stimmen die Anträge der Vertrauens- männer, mit denen sih der Aufsichtsrath einverstanden erklärte. Nach denselben übernimmt der Aufsichtsrath die Masse zu 75 9/9 in ver- zinslichen Raten, vom 1. Juli 1887 bis 1. Juli 1889 zahlbar, ein- schließlich der bereits geleisteten Abschlagszahlung, unter Garantie der Herren Kohn-Speyer, Flins{ch, Graubner, Kloß, Dr. Kerner. Einen etwaigen Mehrerlös wird der Aufsichtsrath zur Vertheilung bringen.

Bradford, 12. Mai. (W.T.B.) Wolle fester, aber ruhig, englishe um # d. im Laufe eines Monats gefallen, Garne belebter, Stoffe unverändert.

(A. C.) Dem indischen Handelsausweise für die verflossenen 12 Monate zufolge belief sich die Einfuhr auf 7286 Lakhs Rupien gegen 7113 Lakhs im Vorjahr, während die Aus- fuhr sih auf 9920 Lakhs gegen 8498 Lakhs beziffert. Die Einfuhr- zölle lieferten ein Erträgniß von 249 Lakhs gegen 225 Lakhs im Vor- jahr, und das Erträgniß des Ausfuhrzolls belief fich auf 70 Lakhs- gegen 74 Lakhs in den vorhergeheäden 12 Monaten.

Bukarest, 10. Mai. (Allg. Ztg.) Dem soeben zur Ausgabe ge- langten offiziellen Generalausweise über die Handelsthätigkeit Rumäniens im Jahre 1885 ift zu entnehmen, daß im Vergleih zu 1884 der Exporthandel Rumäniens von 184115 542 Fr. auf 247 968 201 Fr. gestiegen, der Importhandel aber von 294 986 273 auf 268 539 150 Fr. gefallen ist, was eine Herabminderung des Handelsdefizits von 110 870731 auf 247968201 Fr. bedingt. Die Steigerung des Exports kam auf Rechnung der guten Ernte von 1885 zu stehen; doch hat daran der Export nach Deuts ch- land nur mit 2026 039 Fr. (2859 502 Fr. von 1885 gegenüber von 833463 Fr. vom Jahre 1884) partizipirt. Von dem allgemeinen Rüdckgang des rumänishen Imports im Jahre 1885 entfallen auf Deutschland in Folge des Herabgehens der im Jahre 1884 auf 93 384 145 Fr. bezifferten deutshen Einfuhr auf 41484 325 Fr. nur 1 899 820 Fr., fo zwar, daß die Theilnahme Deutschlands an dem rumänischen Einfuhrhandel, in Prozentziffern ausgedrückt, für das

Jahr 1885 günstiger als für das Jahr 1884 lautet. Während Deutschland im Jahre 1884 nur 14,71 % des Bedarfs Rumäniens an fremden Erzeugnissen deckte, hat es hierzu im nächsten Jahre 15,45 % beigetragen. j

Verkehrs - Anftalten. Ï (W. T. B.) Die Post von dem 1. April von Spe G egangenen Rei chs-Postdampfer „Hohenstaufen 4. früh g früh in Men An und gelangt für Berlin am 12e zur Ausgabe. Lloyddampfer

._T. Ba 1 ‘hier ein- „Jupiter! ¡f heute Macdinii ag aus Mo ean f getroffen. Der Union-Dampser

L. own angekommen.

B. London, 12. Mai. (W. L

AEAY usreise einer Meldung aus ¿Táartar it gestern u der S al 0A me Meldung aus

i Male L s Harde ist bas Hatte out „Champasg und nach Havre zurügefehrt.

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