1887 / 231 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Der ordentliche Lehrer Dr. Baske am Gymnasium adud L esu

Wehlau is an das Gymnasium zu Lyck, und der ‘ordentliche Lehrer Moldaenke am Gymnasium zu “Lyck an das Gymnasium zu Wehlau verseßt.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

Dem Thierarzt Wilhelm Niebel zu Berlin is die von ihm bisher kommissarish verwaltete Merte Be B Uo arztstelle füx den Verwaltungsbezirk des Königlichen Polizei- Präsidiums Berlin definitiv verliehen worden.

Angekommen: Se. Excellenz der Staats-Minister, Staatssekretär des Jnnern, von Boetticher, aus Karlsbad.

O evein) Se. Excellenz der Unter-Staatssekretär im Ministerium der pee, Unterrichts: und Medizinal- Angelegenheiten, Wirkliche Geheime Rath Dr. Lucanus.

Die Nummer 35 der Gesez-Sammlung, wel&e von heute ab zur Ausgabe gelangt, enthält unter Nr. 9244 den Staatsvertrag zwishen Preußen und Sachsen-Weimar, betxeffend die dem Nordhausen-Erfurter Eisenbahnunternehmen angehörigen, im sa{sen-weimarischen Staatsgebiet belegenen Eisenbahnen. Vom 3./24. Juni 1887. Berlin, den 3. Oktober 1887. Königliches MIEE R Ci at Didden. «

4% iges vormals a agd es Staats-Anlehen von 2 000 000 Fl, d, d. 12. Suli 1859.

Bei der am 6. d, M. stattgefundenen 24. Verloosung der Partial- gationen des unter Vermittelung des Bankhauses der Herren M, A. von Rothschild & Söhne in Frankfurt a. M. negociirten 49/oigen früher olgen vormals Nassauischen Staats-Anlehens von 2 000 000 Gl, d, d. 12, Juli 1859, sind nachverzeichnete Obligationen gezogen worden:

A. Zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1888,

Litt. A, à 100 Fl. = 171 Æ# 43 S Nr. 53 160 167 193 325 335 372 382 396 ‘4444 650 916 961 =13 Stück über 2228 M 59 „4.

Litt. B.A 200 Fl = 342 4:86 § Nr. 133 267: 283 293 S 495 548 565 770 902 951 = 12 Stüd über 4114 A

Litt. C, à 300: Fl. = 514 A 29 § Nr. 58 95 122 232 239 287 385 = 7 Stü liber 3600 M 3 g.

Litt. D, à 500 Fl, = 857 Æ 14 S Nr. 208 425 432 474 491 540 862 939 1031 1042 10711216 1228! 1360 1422 1448 1452 1530 1532 1815 1873 1883 1937 1952 2041 2062 = 26 Stüd über 22285 M. 64 S.

Litt, E, à 1000 Fl. = 1714, M 29 § Nr. 21 36 118 273 412 460 489 = 7 Stüd über. 12000 A 3 S;

Zusammen 65 Stück ‘über 44 228 M 61 s.

B, Zur Rückzahlung auf den 1. Juli 1888,

Litt, A, à 100 Fl, = 171 A 43 § Nr. 22 64 194 218 223 301 350 476 618 703 711 851 937 981 = 14 Stück über 2400 M 2 S.

Litt. B, à 200’ Fl. = 342 A 86 S Nr. 54 128 314 391 470 510 522 699 710 723 726 739 848 857 976 995 = 16 Stüd über 5485 A 76 A,

Litt. C. à 300 Fl'= 514/ A 29 S Nr. 26 282 285 307 313 317 497 = 7 Stück über 3600 M 3 S.

Litt. D, à 500 Fl. = 857 M 14 f Nr. 3 206 291 305 317 361,486 599 641 711 748 794 812 T1014 1020 1204 1257 1397 1399 1415 1436 1490 1529 1641 1985 2050 2052 = 27 Stü über 23142 M 78 S.

Litt. E, à 1000 Fl, = 1714 M 29 §4 Nr. 77 160 374 416 439 473 = 6 Stü übér 10285 A 74 S.

Zusammen 70 Stück über 44914 M 33 s.

Die Inhaber dieser Partial-Obligationen werden hiervon mit

dem Bemerken benachrichtigt, daß die Kapitalbeträge, deren Verzinsung nur bis zum betreffenden Rückzahlungstermin dauert, bei folgenden Stellèn erhoben werden können: bei dem Bankhause der Herren M. A. von Rothschild & Söhne in Frankfurt a, M,“ bei der Königlichen Regierungs-Hauptkasse in Wiesbaden, bei jeder Königlichen Regierungs-Hauptkasse, bei der Königlichen Staatösf{ulden-Tilgungskasse in Berlin und bei der König- lihen Kreiskasse in Frankfurt a. Main.

Die Auszahlung erfolgt, bei den Obligationen unter A gegen Rückgabe der Obligationen mit M Ns bei denjenigen unter B gegen Rückgabe der Obl igationen mit den Zins\{heinen Reihe 1V Nr. 2—8 nebst B ein-Anweisung.

Der Geldbetrag der etwa sehlenden unentgeltlih zurückzugebenden Zinsfcheine bei den Obligationen sub B wird ‘an dem zu’ zahlenden Kapitalbetrag zurückbehalten. Soll die Gnetung von gezogenen Obligationen weder bei dem vorgenannten Bankhause, noch bei der Königlichen Megierungs-Haupikasse hier oder bei der Königlichen Kreis- kasse in Frankfurt a. M., sondern bei einer der anderen Mle bewirkt e so ed die betreffenden Obligationen nebst Ps einen und Zins ein- Una be tebuüngswetss Zinsschein-Anweisung durch d hi Kasse vor der Auszahlung an den Unkerzeichneten und zwar einige Zeit vor dem Rückzahlungstermin zur Prüfung einzusenden.

Rückständig sind noch: Aus’ der Verloosung:

pro 1, Juli 1884; D, 866. pro-1. Januar 1885; B, 717. pro’ 1. Zuli; 1885: B, 713, D, 575. pro 1, Januar 1886: A, 61, D. 1284:

He 1, Juli 1886; A. 998, B. 493 559 730, C. 133 328, D. 284 719 2015,

pro 1. Januar 1887: A. 636 729, B. 451 530 637, C, 161, D, 909 9151251 1387.

pro 1, Juli 1887: A. 256 596 743 971, B, 418 455 579, D. 15 314 424 723 822 1205 1322 1540. Wiesbaden, den 8. September 1887, Der Regierungs-Präsident. von Wurmb.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin „3. Oktober. Se, Majestät der Kaäser und König nahmen, wie „W. T. B,“ gus Baden- Baden meldet, am- Freitag, Abend- mit Sr. I Hoheit dem in Von Sachsen bei. Jhrer Majestät der

Kaiserin und Königin den Thee ein.

z Q Ehren des Geburtstags Jhrer Majestät der Kaiserin : o waren das Konversationshaus und die Alleen estlich erleuchtet. dh l fes An Sonnabend Vormittag nahmen Se. Majestät der Kaiser mehrere Vorträge entgegen und machten Nachmittags bei s{hönstem Wetter eine Spazierfahrt. En s um Der ne Iurer B der Kaiserin waren die Spißen der Behörden geladen. / :

Ÿ Western rüh hörten Se. Majestät der Kaiser, Allerhöchst- welcher Sich des besten Wohlseins erfreut, mehrere A begaben Sih alsdann zum Dejeuner in das Großherzogliche Schloß und statteten später auf der Spazierfahrt der Prin- zessin Elisabeth einen Besuch ab. A

An dem Diner bei Jhren Majestäten - nahmen gestern sämmtliche in Baden-Baden anwesenden Fürstlichkeiten Theil.

Der Staatssekretär Graf Bismarck hatte am Sonn- abend Nachmittag Berlin verlassen, um den italienischen Minister-Präsidenten Herrn Crispi in Büchen zu empfangen und von dort nah Friedrichsruh zu geleiten. Heute Morgen 8 Uhr hat, wie „W. T. B.“ meldet, Herr Crispi mit seinen vier Begleitern die Rückreise von Friedrichsruh angetreten. Der Reichskanzler Fürst Bismarck und Staats- sekretär Graf Bismarck gaben demselben bis zu dem in den Bahnzug eingestellten Salonwagen das Geleit.

Der General-JFntendant der Königlichèn Schauspiele, Graf Bolko von Hochberg, hat sich in dienstlichen An- gelegenheiten nah München begeben.

Das „Marine-Ver.-Bl.“ veröffentliht folgende Nach- rihten über L Een (das Datum vor dem Orte bedeutet Ankunft daselbst, nach dem Orte Abgang von dort). S. M. Kreuzer „Adler“ 6./8. Sydney 25./8, (Post: station: Sydney [Australien].) S. M. Kreuzer „Albatroß“ 8./9. Cooktown. S. M. S. „Ariadne“ 5./9, Madeira 1./10. (Poststation: Bahia /Bräflienl) S. M. Knbt. „Cyclop“ 24./8. St. Thomé 27./8. (Poststation : Kamerun.) S. M. Vermessgsfhrzg. „Drache“ 10./8. Wilhelmshaven. (Poststation: Wilhelmshaven.) S. M. Av. „Greif“ Kiel 11./9. 15./9.

Kiel. (Poststation : Kiel.) S, M. Kreuzer „Habiht“ 31/5, Kamerun. 9./9, St. Paul de Loanda 17,/9. (Post- station: Kamerun.) S. M. Kunbt. „Hyäne“ 6./9. Horta

(Fayal) 8./9. 17./9. Plymouth 21./9. 28./9. Kiel. (Post- aon: Kiel.) S. M. Knbt. „Jltis“ 6./8. Amoy. (olke ation: Hongkong.) Fahrzeug „Loreley“ 9,/9. Konstan-

tinopel. (Poststation : ontantinopel). —S M S „Luise“ 9,/9. Kiel. (Poststation: Kiel) S. M. Kreuzer „Möwe“ 3./9, Aden 2./10. (Poststation: bis 7./10.

anzibar, vom 8./10. ab Natal. [Durban, Ost-Afrika.].) M. Tarfhrag: „Mücke“ 2./8. Wilhelmshaven. "(Post- station: Wilhe mnshaven.) S. M. Kreuzer „Nautilus“ 15/8. Zanzibar. (Poststation: Zanzibar.) S. M. S. „Niobe“

Nach vorläufig L Bestimmung soll der Land- tag zum 9. November d. F. zusammenberufen werden.

Der Prinz O August ist heute früh von S6loß Persenbeug hier eingetroffen und hat seinen bleibenden Aufenthalt im Königlihen Palais am Taschenberge ge-

nommen. E 1. Oktober. (W. T. ai Der König ist heute Abend zur Theilnahme an den Kaijerlichen Jagden nah Wien

abgereist.

Sachsen - Coburg - Gotha. Coburg, 1. Oktober. n T, B, Der Kaiser und die Kaiserin von Bra- ilien sind heute Abend aus Baden-Baden hier eingetroffen.

Reuß; ä. L, Greiz, 30. September. (Leipz. Ztg.) Jn der heutigen Landtagssißung wurde eine gestern über- ebene kleine Vorlage, betreffend die Bewilligung einer Geld- summe ur Deckung der sächlichen und persönlihen Aufwen- ungen fr das neu zu begründende Landes versicherungs- Amt auf das Jahr 1888, angenommen und hierauf der Landtag im höchsten Auftrage durh den Regierungs-Prä- sidenten, Wirklichen Geheimen Rath Faber, ges Vio sen.

. Oesterreich-Ungarn. Wien, 1. Oktober. (W. T. B.) Prinz Wilhelm von Preußen is heute Abend aus Ungarn hier eingetroffen. Bei der Ankunft wurde Se. König- lihe Hoheit von Sr. Majestät dem Kaiser Franz Joseph und Sr. Kaiserlih:Königlichen Hoheit dem Kronprinzen Rudolf begrüßt und IOR alsbald mit dem Kaiser nach Schönbrunn. Morgen begeben si die Herrschaften zur Jagd auf Hohwild nah Mürzsteg.

, Cattaro, 2. Oktober, (W. T. B.) Der Herzog und die Herzogin von Edin von Wales haben sich heute früh nah Cettinje begeben.

Pest, 1. Oktober. (Prag. Ztg.) Auf Anregung der Abgeordneten serbischer Nationalität aus Kroatien und Sla- vonien hat gestern Mittag eine Konferenz dex serbischen Abgeordneten des Reichstages stattgefunden. Der Abg. L referirte über die Veranlassung der O gemäß den Jnstruktionen des Serbenklubs des kroatischen Land- tages, wonach das auf der Abgeordnetenkonferenz im Februar 1885 beschlossene Programm au während dieser Reichstags- E acceptirt, beziehungsweise ein solidarisches Vorgehen

er serbishen Abgeordneten des Reichstages in allen die serbishe Kirchen- und Schulautonomie betreffenden Angelegenheiten erzielt werden soll.

3, Oftobev. (WTD, B.) Der „Pester Lloyd“ führt in einex ausführlicheren Darlegung ‘aus, daß die von oppositionellen Blättern über das Defizit des vorigen

Jahres N Mittheilungen grundlos Mien) und kon: statirt, daß die Vermögensbtlanz des ungarischen Staats durch die Finanzverwaltung des Jahres 1886 keine Verschlechterung erfahren habe.

14./9, Kiel. (Poststation: Kiel.) S. M. S. „Nixe“ 17.,/9. Wilhelmshaven. (Poststation: Wilhelmshaven.) S. M. S. „&ldenburg“ 13./9,' Kiel. (Poststation Kiel.) S. M. Ver- messgsfhrzg. „Pommerania“ 23./9. Kiel, (Poststation: Kiel.) S. M. Kubt. „Wolf“ 10./8. Newshwang 22./9. 25,/9,. Chefoo. Ga Hongkong.) Kreuzer- SUOUOMCE: S. M. S. },Bismarck“ (Flagg\chif), „Carola“, „Olga“, „Sophie“ 19,/8. Apia. (Poststation: Sydney [üujiralien Squlgeschwader: S. M. S, „Stein“ (Flagg- if), „Moltke“, „Gneisenau“, „Prinz Adalbert“. 3./9. Wilhelmshaven. (Poststation: bis 6./10. Vorm. nah Ply- mouth, vom 6./10. TAAOS ab nah Lissabon.) S. M. Torpedo - Divisionsboot „D 1“, 14./9. Kiel. ‘S. M. Tor- edoboote „Kühn“, Schüße“, „Vorwärts“ Kiel 23./9, 25,/9, ilhelmshaven. S. M. Torpedoboote „Scharf“ und „S 2“ Kiel 28,/9, S. M. Torpedoboot „S8 7“ 13./9, Riel. S. M. Torpedoboot „S 8“ Wilhelmshaven 15./9, S. M. Torpedoboot „S 9“ und „S 10“ Wilhelmshaven 22./9. 28./9. Kiel, S. M. Torpedoboot „8 32“ 23/9, Kiel. S. M. Torpedoboot „S 38“ Danzig 29./9, Dampfer „Hohenzollern“ mit der abgelösten Besaßung M. S. „Olga“ („Bismarck“ und „Sophie“) 16./9. Ant- werpen 17/9. 19./9. Bremerhaven. Dampfer „Hohen- staufen“ mit dexr abgelösten Besaßung S. M. Kreuzer „Adler“ und „Möwe“ 18/9, Aden 18./9, Binoter „Sachsen“ mit dem Ablösungskommando für S. M. Kreuzer „Möwe“ 17./9. Aden.

Memel, 3. Oktober. (W.T.B.) Die hier veranstaltete Feier des heute vor 8 Jahren in Memel er- folgten Eintritts Sr. Majestät des Kaisers in die Front derx Armee wurde heute früh durch eine Reveille der Garnison eingeleitet. Am Dommag begaben \ich das Militär, die Vereine und die Gewerke in festlichem Zuge nah der Fohanniskirche, woselbst ein Festgottesdienst abgehalten wurde. ieran {loß sich ein Umzug durch die Stadt. Mittags 2 Uhr fand ein Festmahl statt, bei welchem

der Ober-Bürgermeister König die Festrede hielt. Die Stadt ist mit Fahnen geschmüdckt. Vayernu. München, 1. Oktober. (Allg. Ztg.) Der

Prinz-Regent ließ dem Vorsizenden im Gesammt-Staats- Ministerium, Staats-Minister und Reichsrath Dr, Frei: errn von Lußt, aus SAOOIOA seines heute vor 0 Jahren erfolgten Eintritts in das Staats-Ministe- rium heute Morgen ein prächtiges Bouquet überreichen. Dem Jubilar sind vielseitig und zahlrei lebhafte Beglük- wünschungen zugegangen. Bei seinem Eintritt in das Ab- geoonelcalaus E heute sowohl Abgeordnete von der

De von der Rechten den Minister persönlich beglück-

_ Sachsen. Dresden, 1. Oktober. (Dr. J), Der König hat den vortragenden Rath im Ministerium des Jnnern, Geheimen Regierungs - Rath von ‘Ehrenstein, zum Kreishauptmann in Leipzig und den Amtshaupt- mann von Mebsch zu Dresden-Neustadt zum vortragenden Rath im Ministerium des Jnnern mit dem Dienstprädikat als Geheimer E a ernannt.

Die Königin wird sich morgen Nachmittag zum Besuch der Herzogin-Mutter von Genua von hier Über Hof und Lindau na ted am Lago maggiore begeben. Die Reise Jhrer Majestät erfolgt im strengsten Jncognito, und es ist jede Ver- absciedun hier und jede Begrüßung unterwegs im Voraus dankend abgelehnt. Jn der Begleitung der Königin werden

sih die Hofdante Gräfin Einsiedel und der Kammer Minckwiß Lefinbing herr von

Großbritannien und JFrland. Dublin, 1. Oktober. (T V) D Deptirte O! Brien= Und \(deL Lordmayor von Dublin, Sullivan, besuchten gestern

Luggacurran, wo vor einigen Tagen die gerichtlich“ verfügte Entfernung einiger Pächter von ihren Grund- stücken stattgefunden hatte, und hielten daselbst ohne

A Anmeldung bei den Behörden ein Meeting ab. O'Brien forderte in einer Rede die Pächter auf, bei ihrer bisherigéèn Haltung zu verharren, um eine Reduktion der Pachtgelder durchzuseßen.

Frankreich. Paris, 30. September. (Fr. C.) Der Marine-Minister B arbey ertheilte g demBudget- aus\chuß ausführliche Erklärungen über die Nachtrags - kredite von 19 Millionen, welche er für das laufende Rech: nungsjahr verlangt, um die Schisfsbauten und die

Vermehrung - der Effektivbestände bestreiten zu können, welche seine Vorgänger, die Admiräle Galiber und Aube, angeordnet hatten, Diese Summe sei für das

außerordentliche Budget bestimmt, und der Minister suchte den Auss{huß für deren Bewilligung zu gewinnen, indem er der Hoffnung Naum gab, an den 30 für das ordentliche Budget ausgeseßten Millionen würde eine Ersparniß erzielt werden, welche den Nachtragskredit beinahe aufwiegen würde. Schließlih einigte man sih darüber, 8 Millionen sogleich zu bewilligen, um daraus die bei der Privatindustrie bestellten Schiffsbauten zu bezahlen, während die Ausgaben, welche durch die Vermehrung der Schiffsmannschaften herbeigeführt werden, ers am Ende des Jahres zur Verrehnung gelangen sollen und dann viel- leicht durch die Ersparnisse an dem ordentlichen Budget, von denen der Minister ora, bestritten werden könnten. Jm Laufe der Unterredung bekämpfte * Hr. Barbey - die von dem Aus- A vorgeshlagenen Abstriche “an dem“ ordentlihen Budget ür 1888, und in den meisten Punkten mit Erfolg. Nachdem er h zurückgezogen hatte, wurde über den Antrag des Dep! Pelletan abgestimmt: den Marine-Minister aufzufordern, daß er eine Untersuhung veranstalte, um genau festzustellen: wer die Verantwortung für die angeördneten unmäßigen Ausgaben u A Dad Acht gegen fünf Stimmen lehnten aber den ntrag ab.

__— 1. Dftobex. (W. T. B.) Das Gerücht, wona eine Wiederherstellung des Posten- und Telegraphen- A ers beabsihtigt werde, wird als unbegründet ezeihnet.

Der französische Konsul Boysset in Philippopel erhielt von der Regierung Urlaub auf unbestimmte Zeit. G

JFtalien. Nom, 1. Oktober. (W. T. B.) Die „Niforma“

sagt mit Bezug auf die Entrevue zwischen dem Fürsten ismarck und Herrn Crispi: Die vatikanische Frage habe mit derselbèn Nichts“ zu thun. Wenn Crispi den Fürsten Bismarck besuché, so geschehe dies sicherlih zu Zwecken, mitwelchen die ganze italienisché Nation nux zufrieden sein könne und zu denen die Freunde des europäischen Friedens si nur beglück- wünschen könnten. Jn keinem einzigen Ftaliener werde der Verdacht auftauchen, daß die Entrevue mit den Rechten Ztäliens und dessen „freundschaftlihen Beziehungen zu allen Staaten Europas nicht in Uebereinstimmung stehe. , 8. Oktober. (W. T. B.) Die „Riforma“ sagt über die Zusammenkunft des Minister-Präsidenten Crispi mit dem Fürsten Bismarck: die Begegnung gebe die beruhigendste und \ meichelhafteste Idee von der politishen Situation, welche Ztalien in Europa einnähme. Es sei übrigens in Folge der die beidèn Regierungen vereinigenden Beziehungen und bei den Sympathien, durch welhé die beiden Staats- männer verbunden seien, nur ‘natürlih, daß man einen direkten Meéinungsaustaus ch übér die beide Staaten und

urg sowie der Prinz Georg

B V C E ER E,