1898 / 104 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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D E T E E R R S me E

Verdingungen im Auslande.

Rumänien, i

9. Mai, 3 Uhr. Krie;s- Ministerium in Bukarest: Lieferung von 600 Paradekopfbedeckungen (Hüten) für die Jägertruppe, 20 000 Flanellleibchen und 10 000 Pferdestriegeln. Lastenheft zur Einsicht im Kriegs-Ministerium (Sn dänge Abibeilung) Dienstag und Sonnabend von 9 bis 12 Uhr.

1. Juni, 3 Uhr. Ebenda: Lieferung von 1600 Stück Paräde- eve gen (Kalpakform) für die Nosioren - Regimenter. Lasten- heft zur Einsicht im Kriegs - Ministerium (Intendanz - Abtheilung) Dienstag und Sonnabend von 9 bis 12 Uhr.

Bulgarien.

91. Mai. Stadtgemeinde Eski - Djuna: Lieferung von guß-

S100 fe Wasserleitungsröhren im Werthe ven 48 039,19 Fr. Kaution f

Verkehrs-Anftalten.

Köln, 2. Mai. (W. T. B.) Die offizielle Eröffnun g des ee festlih eingeweihten neuen Hafens wird Mitte Mai statt- nden. St. Petersburg, 2. Mai. (W. T. B.) Der Dampferverkehr St. Petersburg—Kronstadt ist wieder hergestellt.

Bremen, 2. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Bayern“, v. Ost-Asien kommend, 30. April Gibraltar angek. und Reise n. Bremen fortges. „Prinz-Regent Luitpold“, v. Australien kommend, 30. April Port Said angek. und Reise n. Bremen fortges. „Kaiser Wilhelm 11." 30. April Nm. v. New- Y ork n. Genua abgeg. „Crefeld“, v. Ost-Asien kommend, 30. April

msterdam angek. „Sachsen“, n. Ost-Asien best, 1. Mai Genua angek. „Mark*, v. d. La Plata kommend, 1. Mai Las Palmas pasfiert.

3. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Heimburg“, v. Brasilien kommend, 2, Mai Vm. a. d. Weser angel, „Pfalz*, n. d. La Plata best., 1. Mai Abds. in Ant- werpen angek. „H. H. Meier“, v. New-York kommend, 2. Mai Mrgs. Dover passiert. „Halle“ 2, Mai Bm. Reise v. Deptford n. Hamburg fortges. „Ems“ 2. Mai Mittags Reise v. Gibraltar n. New-York fortges. „Willehad“, v. Baltimore kommend, 1. Mai Abds. Scilly passiert.

Hamburg, 3. Mai. (W. T. B.) Hamburg - Amerika- Linie, Dampfer „Patria“, v. New-York kommend, hat heute Morgen Lizard passiert. j

London, 2. Mai. (W. T. B.) Castle - Linie. Dampfer „Dunottar Castle“ is am Sonnabend auf der Ausreise von Southampton abgezangen. D. „Norham Castle* ist am Sonntag auf der Heimreise in London angekommen. D. „Pem- broke Castle“ hat am Sonntag auf der Heimreise die Canarischen Inseln passiert.

3. Mai. (W. T. B) Unton -Linie. Dampfer „Nor- man Castle“ i} gestern auf dec Heimreise von Madeira ab- gegangen. : |

Rotterdam, 2. Mai. (W. T. B) Holland-Amerika- Linie, Dampfer „Sparndam“ is von New-York am Sonn- abend Vormittag nah Rotterdam abgegangen.

Theater und Musik.

Königlihes Schauspielhaus.

Herr Otto von der Pfordten, der Verfasser des erfolgreichen vaterländischen Schauspiels „1812*", hat mit einer weiteren historisch- dramatischen Arbeit sein Bühnenglück versuht. Das neue Werk „Mohammed“, ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen, ging gestern zum ersten Mal in Scene. Wenn der Erfolg niht ein gleich günstiger war, wie der seines exsten Stücks, und wenn stellenweise auch oppositionelle Kundgebungen laut wurden, fo liegt das im wesentliien daran, daß der zroeifellos dihterish sehr begabte Verfasser einen unserem Empfinden allzu fern- liegenden und außerdem für die dramatische Ausgestaltung gar zu spröden Stoff wählte. Insonderhcit is es ihm nicht geglückt, den Fharakter seines Helden so zu entwideln, daß er die Sympathien der Zuschauer zu gewinnen vcrmöchte. Das wäre nur dann möglich ge- wesen, wenn einerlei, ob geshichtlich oder nicht Mohammed als von seiner religiösen Mission überzeugt dargestellt worden wäre. Das i} aber nur in den ersten beiten Akten der Fall, wo das Nisioräre im Wesen Mohammed's, der feste Glaube an feinen Zu-

ihre suggestive Wirkung auf das Volk ausüben. Auf der Grundlage dieser durchaus gelungenen Exposition hätte der Verfasser in richtiger Folgerung weiter bauen müssen. Aber er selbst gab seinen Helden auf, er machte ihn zum Dieb an der Christenlehre, nicht allein im geistigen, sondern im buhstäh- lihen Sinne des Worts, indem er ihn einem frommen Ein- jedler auf dem Berge Sinai die Niedershrift des Evangeliums teblen ließ; er machte ihn ferner zum bewußten Betrüger, indem er ihn dem Volke verkünden ließ: Allah selbs habe ihm das heilige Buch gesendet; kurz, er machte aus dem Helden einen Frevler. Auch eine Reihe anderer, hier nicht aufzuführender Einzelheiten trug noch dazu bei, das ursprünglich edel angelegte Bild des Stifters des JIslams ins Häßliche zu verzerren. Und dennoch enthält das Werk auch eine Fülle guter Eigenschaften, welche ersprießlihe Gaben des offenbar noch in seiner Sturm- und Drangperiode hbefind- lien Verfassers für die Zukunft erhoffen lassen. Mancher Charakter in dem Drama erscheint wohlgelungen, manches in der den RNhythmus wechselnden Verssprache verräth Sinn für Form- \ch{önheit und Gedankentiefe. Die Aufführung war gut vorbereitet, die einzelnen Scenenbilder waren von farbenfroher, orientalisher Pracht. Mit der s{chwtierigen Nolle des Mohammed war Herr Molenar be- traut, vermochte aber troß redlihen Mühens die Widersprüche nicht auszugleihen, die der Dichter verschuldet hatte Für die Lösung der übrigen, zum tbeil ebcnfalls recht anspruchs- vollen Aufgaben segten die Damen Stollberg, Abich und Lindner, fowie die Herren Ludwig, Arndt, Paulfen, Nesper und Andere ihre ganze Kraft ein. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß das Werk, welches troy seiner dramatishen Mängel, als interessante Kulturstudie bezeichnet werden darf, als Buch im Verlage voa Carl Winter’'s Universitäts-Buchhandlung ersckienen und zum Preise von

2 M. zu beziehen ift. Goethe-Theater.

QuUgo Lubllñer!s. Lll „Die Frau ohne Geist?, welches vor Jahren eine Reihe erfolgreiher Aufführungen auf der Königlichen Bühne erlebte, hat auch im Goethe-Theater eine recht freundlihe Aufnahme gefunden. In der That ist das Lustspiel unter haltend, und etne günstig gestimmte Zuschauershaft wird den Mangel ernsterer Charakteristik niht allzuhoch in Anrehnung bringen, wenn die Darsteller die auftretenden Personen möglich\ natürlich und mit Humor wiedergeben, wie es gestern der Fall war. Nicht nur das Zusammen- spiel, sondern au die meisten Einzelleistungen konnten wobl be- friedigen; besonders aber zeihneten fch die Damen Tondeur (Bella Palmer) und Rupricht (Stefana) sowie die Herren Bira (Kriegs- korrespondent Oswald Luß), Nembe (Richard Werner) und Hecht (Rentier Kopsch) darstellerish aus.

Central- Theater.

_ Nadhdem \ich die Hamburger Plattdeutsche Gesellschaft verab- \chiedet hat, eröffnete gestern das „Fiala-Ensemble* sein Gastspiel mit dem bekannten süddeutshen Volksitück „s Nullerl“ von Carl Morre. Als Darsteller der Titelrolle erschien Herr Hans Neuert, dessen mustergültige Verkörperung des Null. Anerl hier |chon wieder- holt lebhafte Anerkennung gefunden hat. Die leise Wehmuth, der freundliße Humor des Alters und die Herzenseinfalt des \chlichten Naturkindes, die der Künstler im Blick und in der Be- wegung ergreifend zum Ausdruck zu bringen weiß, können ihre Wirkung auf die Hörer und Zuschauer nicht verfeblen. Diese Figur allein und befonders in dieser Darstellung hält und trägt das Stück und breitet eine gemüthvolle Stimmung und rein mensh- lihe warme Empfindung darüber aus, die si allerdings zuweilen bis zu {chwädhliher Nührseligkeit steigert. Als Gabi trat Fräulein Wirth auf; für das liebeskranke und doch willensstarke Bauernmädchen findet die Darstellerin bei aller Gewandtheit des Spiels niht immer den rechten Ton; die Dame in ihr läßt die Bäuerin nicht kräftig genug zu Worte kommen. Dagegen. lösten Herr Schönthal als trotiger Bauer und harter Vater und Herr Glonny in der Rolle des dummen Stoffel ihre s{hauspielerishen Aufgaben mit Auszeichnung.

Im Königlichen Opernhause wird morgen August Bungert?s Musik-Tragödie „Odysseus? Heimkehr“ gegeben. _… Im Königlichen Schauspielhause findet morgen eine Aufführung von Josef Lauff's historishem Schauspiel „Der Burggraf“ unter Mitwirkung der Damen Poppe, von Hochenburger, Lindner und der Herren Matkowsky, Molenar, Kraußneck, Pohl, Arndt, Nesper, Kahle, Link, Eichholz und Hübener ftatt.

Fräulein Dumont is von einem Gastspiel am Stuttgarter Hof- Theater zurückgekehrt und tritt morgen im Deutschen Theater als Herodias in „Johannes“, am Donnerstag als „Hedda Gabler“ wieder

sammenhang mit der übtersinnlihen Welt wirksam hervortreten und

auf. Das Gastspiel des Herrn Karl Wagner hat zum Engagement

geführt. Der Künstler tritt zum 1. September 1899 i

des Deutschen Theaters, Bei der4Wiederholung g t pa Weise“ am Freitag wird Herr Josef Kainz die Rolle des Tempel- ie gr pot #sten Kiren-K

n dem nächsten rchen-Konzert des Organist Bernhard Irrgang, am Donnerstag, den Sd gkn 7—8 Uhr, in der Heilig - Kreuz - Kirche (am Blücherplaß) A 1 ip6paag S Le nic lie (Sopran), Frau rigitta Thielemann und der Königliche Kammermusik

Bernhard Gehwald (Violine). Der Eintritt ist frei. M

Mannigfaltiges.

Die Berliner Arbeiter-Kolonie feierte am Sonntag in der Matthäi-Kirche ihr Jahresfest. Nach der Festpredigt des Pastors Fischer erstattete ard Distelkamp den Bericht. Die Kokonte hat dana im leßten Jahre 804 Männer neu aufgenommen ; davon waren 435 bestraft, 296 allerdings nur wegen Bettelei; 595 waren ledig, 167 lebten getrennt, geschieden oder verwittwet; nur 42 lebten noch im Ehestand. 76 waren unter 20 Jahre alt, 624 standen im kräftigen Mannesalter, 104 waren über 50 Jahre alt. Der Geburt nah stammten 110 aus Berlin, 139 aus der Mark, 369 aus den östlichen, 64 aus den westlihen Provinzen Preußens, 99 aus dem übrigen Reich, 23 aus dem Auslande. Jhrem Beruf nah gebörten an : den Künsten und Wissenschaften 9, dem Beamtenstand 29, dem Handels- stand 101, der Land- und Forstwirthshaft und der Gärtnerei 19 ; gewöhnliche Arbeiter waren 178. 1/5 der Aufgenommenen traten von der Kolonie aus in Arbeit, nur 79 vershafften si selbt solche. Abgewiesen warden 155, darunter nur 9 wegen Ueberfüllung; 81 traten vor der Aufnahme freiwillig zurückd. Aufgenommen wurden seit der Gründung der Kolonie am 1. Mai 1883 insgesammt 7913 Personen. Die Ein- nahme des leßten Jahres belief sich auf 179373 4 Beiträge spendeten Seine Majestät der Kaiser, Ihre Majestät die Kaiserin, Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzessin Friedrih Karl und der Prinz Georg. Die Ausgabe erreichte die Höhe von 183 641 4; es ergab sich sowit ein Fehlbetrag von 4268 /( Die besonders verwaltete Zweig- anstalt in Reinickendorf, welche der Niederbarnimer Kreis mit 3909 M. unterstüßte, bedurfte noch eines Zuschusses von 324 M. seitens der Hauptanstalt, um ihre Ausgaben tin Höße von 43 889 M, zu decken. Die Zahl der Mitglieder des Vereins beläuft sih z. Z. auf 4900. Hypothekenshulden besißt der Verein in Höhe von 303 000 M.

Der für den Monat Mai zur Ausgabe gelangte Arbeitsplan der Deutschen Gesellschaft für volksthümlihe Naturkunde ist besonders reihhaltig. Außer zwei Vorlesungen des Herrn Pro- fessors Dr. Plate im zoologishen Cyclus, welche die Anpassung, den Parasitismus, die Kolonie- und Staatenbildung fowie die Elemente der Descendenzlehre behandeln, findet morgen, Mittwoch, den 4. Mat, Abends 8 Uhr, im Bürgersaale des Rathhauses ein Projektions- vortrag des Herrn Premier- Lieutenants M. Kiesling über „die An- wendung der Photographie zu miltärisWen Zwecken“ statt. Am Sountag, den 8. Mai, wird unter Leitung des Königlichen Landesgeologen, Herrn Professors Dr. Wahnschaffe ein geologischer Ausflug in die Märkische Schweiz bei Bukow unternommen zur Be- sichtigung des dortigen Tertiärs und der eiszeitlihen Erofionsland- haft. Uusführlihe Programme hierzu sind durch den Ersten Schrist- führer der Gesellschaft, Herrn Oberlehrer Dr. W. Greif (Köyenicker- straße 142), zu beziehen. Am Mittwoch, den 18. Mai, Abend8,7, hr, endlich hlt im Institut für Gärungsgewerbe Herr Pr en wu Lindner einen Projektionsvortrag über „die mikroskopisd l ; a unserer Gärungsbetriebe“. Im Anschluß an diesen Vor. CER eine Besichtigung der Versuhs- und Lehrbrauerei und ein gesetzes Zusammensein im Garten der leßteren ftatt.

Unter dem Titel: „Was ist das für ein Gebäude?" erschien im Berlage von Zühlcke u. Paritshke (Berlin SW 68, Ritterstraße 43) ein kleines Taschenbuch, welhes eine Zusammenstellung aller bervor- ragenden Baulichkeiten Berlins enthält, die fich dur architektonische Schönheit, öffentlihes Interesse oder auffälliges Aeußere auszeichnen. Die Anordnung nah der alphabetishen Folge der Straßennamen und nah den Hausnummern ermögliht die sofortige Auffindung des ge- fuhten Gebäudes. Das kleine Bu (Pr. 25 ,-Z) bietet eine prak- tishe Ergänzung zu den „Führern“ durch Berlin sowie ähnlichen Handbüchern und wird fremden Besuchern bei der Wanderung durh die Straßen willkommen sein.

(Fortsczung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

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iht vom 3. Mai, r Morgens.

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Sle Lx « 3lhalb bed. S «u as 3|bedeckt E es still|wolkenlos Uebersicht der Witterung.

Fin tiefes Minimum liegt an der Westküste von Srland und {eint nah Nordost \sih fortzupflanzen. Ein umfangreihes Hochdruckgebiet überdeckt das ôftlige Europa. Bei s{chwacher südlicher Luft- bew-gung iff das Wetter in Deutschland warm, im Westen trübe, im Osten heiter; in Westdeutsch- land ist etwas Regen gefallen; im Binnenlande ftieg die Mittagstemperatur vielfah über 25 Grad; Mül- hausen hatte gestern Abend Gewitter.

Deutsche Seewarte.

Theater.

Königliche Schauspiele, Mittwoh: Opern- haus. 113, Vorstellung. Odysseus? Heimkehr. Musik-Tragödie in 1 Vorspiel und 3 Akten. Dich-

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tung und Musik von August Bungert.

Anfang 74 Uhr.

Schauspielhaus. 117. Vorstellung. Der Burg- graf. Historisches Schauspiel in 5 Aufzügen und einem Nachspiel von Josef Lauff. Anfang 7F Uhr.

Donnerstag: Opernhaus. 114. Vorstellung. Margarethe. Oper in 5 Akten von Charles Gounod. Text nah Wolfgang von Goethe's Fauft, von Jules Barbier und Michel Carrsó. Ballet voa Emil Graeb. (Faust : Herr Ecnst Kraus; Mephistopheles: Herr Jean Lassalle, von der Großen Oper in Paris, als Gäste.) Anfang 7F Uhr. —— Preise der Pläße: Fremden-Loge 12 4, Orchester-Loge 10 „6, Erster Rang Balkon und Loge 8 #, Parquet 8 4, Zweiter Rang Pro- \centums-Loge 6 #4, Zweiter Rang Balkon und Loge 9 16, Dritter Nang Balkon und Loge 3,50 M4, Vierter Rang Sißplay 2 #6, Vierter Rang Steh»

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Schauspielhaus. 118. Vorstellung. Auno dazu- mal. Ein deutsher Schwark in 3 Aufzügen (theil- weise mit Benußung eines alten Anekdotenstoffes) von Carlot Gottfrid Neuling. Madame Dutitre. Ein Stückchen aus Alt - Berlin, von Ludwig Makowski. Anfang 7F Uhr.

Deutsches Theater. Mittwoh: Johannes. Anfang 7F Uhr.

Donnerstag: Hedda Gabler,

Freitag: Nathau der Weise.

Berliner Theater. Mittwoh: Die Motten- burger. Anfang 7F Uhr.

Donnerstag: Kinder der Bühne.

Freitag (34. Abonnements - Vorftellung): Die Journalisten.

Goethe-Theater. Bhf. Zoologisher Garten. Kantstr. 12. Mittwoch: Ein Sommernachtstraum. Anfang 75 Uh-.

Donnerstag: Die Frau ohne Geist.

Freitag (35. Abonnements-Vorstellung): Zum ersten Male: Die offizielle Frau.

Schiller - Theater. (Wallner - Theater.) S: Zum ersten Male: Galeotto. Anfang T, Donnerstag: Galeotto. Anfang 8 Uhr. Freitag: Ein gemachter Manu. Anfang 8 Uhr.

Lessing-Theater. Nößl, Anfang 7} Uhr.

Mittwoch: Jm weißen

Donnerstag: Im weißen Rößl. Freitag: Im weißen Rößl. Sonnabend: Jm weißen Rößl.

Ueues Theater. Schiffbauerdamm 4a. / 5, Direktion: Sigmund Lautenburg. Mittwoch: Die Freuden der Häuslichkeit. Schwank in 3 Akten von Maurice Hennequin. Deuts von Benno Jacobson. In Scene geseßt von Sigmund Lauten- burg. Anfang 77 Uhr.

Donnerstag und folgende Tage: Die Freuden der Häuslichkeit.,

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu volksthüm- lichen Preisen: Trilby.

Pelle-Alliance-Theater. Belle-Alliancestr.7/8. Mittwoch: Kaiser und Galiläer. Welthistorisches Schauspiel von H. Ibsen.

Donnerstag: Die Aermsten.

Freitag: Die Aermsten.

Sonnabend: Robert und Bertraur.

Residenz-Theater. Direktion: Theodor Brandt. Mittwoch: Herr Coulifset. Schroank in 3 Akten von Ernest Blum und Raoul Toché. Anfang 8 Uhr.

Donnerstag und folgende Tage: Herr Coulifset.

Sonntag, den 8. Mat, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Kassenpreisen: Sein Trick.

Theater Unter den Linden. Mittwoh: Mit neuer Ausstattung: Der Opernball. Operette in 3 Akten nah dem Lustspiele „Die Rosa-Dominos“ yon Léon und Waldberg. Musik von Richard Heu- berger. In Scene gefeßt von Julius Fribsche. Mt: Herr Kapellmeister Korolanyi,. Anfang

4 Ubr.

Donnerstag: Der Opernball.

Thalia-Theater. (Vormals: Adolph Ernst- Theater.) Mittwoh: Gastspiel des Oberbayri- \cheu Bauern-:-Ensembles D’ Tegernseer, unter Leitung des Herrn Direktors Rudolf Opel. Die Haberer. Bauernkomödie in 5 Akten (6 Bildern) von Michael Hirsch. Anfang 7# Uhr.

Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

E Zum ersten Male: Der g’sunde ern.

Alte Jakobstraße 30.

Central - Theater. Mittwoch: Drittes Gastspiel des Fiala-Enscmbles. ’s Nullerl. Volks\tück mit Gesang in 5 Akten von Carl Morre. (Hans Neuert und Paula Wirth als Gâste.) Anfang 7F Uhr.

Donnerstag : Dieselbe Vorstellung.

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Helene Dominik mit HrnEDia- konus design, Friß Säfel (Berlin—Schönberg O.-L.) Frl. Marie Dors mit Hrn. Erstem Staatsanwalt Erih Peterson (Schmagorei— Essen a. R) Frl. Helene Gabruque mit Hrn. Pastor Karl Besig (Frankenstein i. Schl.)

Vereheliht: Hr. General.Lieut. Alex Graf von Wartensleben mit Fr. Gräfin Clara zu Eulenburg, geb. von Schaeffer-Voit (Berlin). Hr. Prem.- Lieut. von Kuczkowski mit Frl. Gertrud Hillmer (Breslau).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Frhrn. von Sanden- Tufsainen (Tussainen). Hrn. Stabsarzt Leopold (Aurich). Eine Tochter: Hrn. Prem.-Lieut. von Loeper (Bromberg).

Gestorben: Hr. Senats-Präsident a. D. Christensen (Kiel). Hr. Justiz-Rath Dr. Heinrichß Golz (Berlin). Hr. Plankammer - Inspektor und Major z. D. Adolf von Nassau (Berlin). Hr. Oberst - Lieut. Richard Viebeg (Erfurt). Hr. Kreisgerichts - Rath a. D. Heinrih Keil (Berlin). Hrn. Sec.-Lieut. Frhrn. von Nichthofen Sohn Arwed (Ohlau). Fr. Etats-Rath Octavie Goetz, geb. Mac Lean (Danzig). Fr. Helene Pouzols de Saint Maurice, ge von Western- hagen (Paris). Blanca Freifr. von Chambrier, B Gräfin vou Hessenstein (Gr.-Lichterfelde).

erw. Fr. Assessor Charlotte von Guéner, geb. von Schweinihhen (Schweidniß). Fr. Marie Bittorff, geb. Hübers (Berlin).

Verantwortliher Redakteur :

Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags8- Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Neun Beilagen

(einshließlich Börsen-Beilage), sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffeut- lichen ARggeee (Kommanditgesellschaften auf Aktien und Aktiengesellschaften) für die Woche vom 25. bis 30, April L898,

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

M 104.

Berlin, Dienstag, den 3. Mai

R E

Berichte von deutschen Fruchtmärkten,

Qualität

gering

mittel gut Verkaufte

Marktort

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

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Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach überschläglicher Schäßung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

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17,20 16,25 16,50 16,20 16,00 j 16,80 100 17,60 ÿ 17,60 6 16,00 ó 18,00 50 18,75 18,00 16,60 48 16,00 17,60 54 17,00

16,80 | 17,00 17,00 | 1500 | 1575 1575 |

1530 | 15,60 15/90 | 16/20 15,90 | 16,00 16,10 | 16,10 1550 | 15,75 1575 | 16,00

14,80 15,80 15,80 16,80 16,00 | 16,40 16,70 17,20 10,00 f _— 17,60 14,80 | 15,40 15,40 16,00

17184 127% 18,00 18,13 P 4620 17,40 | 17,60 150.1. 1574 16,00 16,60 14,00 15,00 15,00 16,00 1610 | 16,46 16,46 17,60

|

|

|

|

|

17,40 | 17,60 17/60 | 18,00 | j

|

j

16,20 | 16,40 16,60 16,80 _ _— 16,80

Bemerkungen.

17,80 10

1092 21,84

16 000

20,00

21,80 24,00 22,00 24,20 94,20

16,20 14,27 16,67 16,30 15,94 16,28 16,50 16,00 16,90 14,90 15,40 13,00 18,30 18,33 21/00 19,35 19,80 18/00 17,30 17,30

13,75

15,00 15,00

16,80 11,50 17,30 : 17,50 19,98

20,00 19,80 17,44 18,42

17,02 14,60 127 15,90 16,73

1 500 15,00 16,00 103 17,17 15,57 880 17,60 15,70

2 930 17,14 17,20 759 15/80 15,50 420 15,00 15/50 893 16,54 16,00

174 17,40 17,06

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der DurWschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

Ein liegender Strih (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung,

Deutscher Reichstag. 81. Sißung vom 2. Mai 1898, 1 Uhr.

Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet.

Als nächster Gegenstand der Tagesordnung folgt die zweite Berathung des Gesehentwurfs, betreffend Ab- änderung der Zivilprozeßordnung.

Abg. Dr. von Dziembowsky- Pomian (Pole) beantragt, die Streitigkeiten über Ansprüche gegen die Hinterlegungsstellen den ordentlihen Gerichten zu überweisen.

Geheimer Ober-Justiz-Rath Vierhaus bemerkt, daß das Hinter- es zur Landesgeseßgebung gehöre. s, L

bg. S agen (Soz.) wünscht dagegen Vorsorge getroffen zu seben, L L A T Tcluint t vábin führe, daß die Reich3- geseßgebung außer Kraft geseht werde, wie dies z. B. bei dem Dienst- vertrage, namentlich beim Gesindevertrage, der Fall sei. Er beantrage pater die Grgänzung des § 13 des Gerichtsverfafsung8geseßes dahin, daß dur die Landesgesezgebung die Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte wegen der besonderen Eigenschaft einer der Parteien nit ausgeschlofsen werden dürfe.

Staatssekretär des Reichs- Justizamts Dr. Nieberding :

Meine Herren! Wenn es, wte ih überzeugt bin, der entschiedene Wille des Reichstages is, den Entwurf der Zivilprozeßordnung in dieser Session zur Verabschiedung zu bringen, dann wird es, glaube ih, dringend räthlich fein, alle Anträge aus der Diskussion auszu- scheiden, jedenfalls hier niht zur Beschlußfassung zu bringen, die nicht bereits in Ihrer Kommission eine Vorberathung gefunden haben. (Sehr richtig!) Denn, meine Herren, die Anträge, die auf diesem Gebiete

in Frage kommen können, sind entweder so sehr technischer Natur, daß“ das hohe Haus sih nicht wird vermefsen wollen, ohne Vorprüfung durch eine dazu berufene Kommission Stellung zu nehmen, oder aber sie sind von so prinzipieller Bedeutung, daß ih es für unmögli halte, ohne Kenntniß der Auffassung der verbündeten Regierungen hier im Hause einen Beschluß zu fassen und dadur unter Um- ständen die verbündeten Regierungen in eine bedenklihe Zwangslage zu versetzen.

Meine Herren, was die beiden Anträge betrifft, die von dem Herrn Abg. Stadthagen gestellt worden sind, fo ift mir die Tragweite des ersten Antrages nicht vollständig klar. Ih messe dies niht dem Herrn Abg. Stadthagen zur Schuld. Ich erinnere mi dunkel, daß ein Antrag dieser Art auch in der Kommission für die Vorbereitung der Zivilprozeßordnung zur Berathung gekommen ift ; worauf praktis der Antrag hinzielte, desen kann ih mich aber in diesem Augenblick nit erinnern. Ih meine, die Stellung des hohen Hauses zu dem Antrage wird hon dur die Thatsache gegeben sein, daß damals, im Jahre 1875/76, die Kommission und der Reichstag ih nit in der Lage befanden, dem Antrage zuzustimmen. Wenn der Antrag etwa dahin gerihtet sein sollte, die Ansprüche, die sich gegen den Fiskus oder gegen öffentlihe Korporationen richten, dem Rechtswege zugänglih zu machen, so wird es zu dem Zweck des Antrages nicht bedürfen; denn bereits jeyt bestimmt der § 4 des Einführungsgesetzes zur Zivilprozeßorduung, daß für bürgerliche Rechtsstreitigkeiten, in welchen der Fiskus oder eine Gemeinde oder eine andere öffentliche Korporation als Partei auftreten, der Rehtsweg durch die Landesgeseßz- gebung niht ausges{chlossen werden darf. In" diesem Umfange ist also

daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist; ein Punkt (.) in den leßten sechs Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

dasjenige, was der Herr Abg. Stadthagen vielleiht erreihen will, bereits jeßt durch das Gesetz gesichert.

Was aber den zweiten eventuellen und engeren Antrag des Herrn Abgeordneten betrifft, so richtet sich dieser troy seiner auf den Arbeits- vertrag ih erftreckenden Fassung praktisch nur auf das Gesinde- verhältniß, und, meine Herren, ih bin niht in der Lage, in diesem Augenblick den Standpunkt der verbündeten Regierungen auf diesem Gebiete darzulegen. Ich übersehe auch den Rechtszustand, wie er in Deutschland steht, in diesem Augenblicke nicht.

Wenn aber der Herr Abg. Stadthagen aus der preußishen Ges findeordnung heraus die Nothwendigkeit einer solhen Bestimmung deduziert, so muß ih doch darauf aufmerksam machen, daß die Einschrän- kungen, die bezüglich der Streitigkeiten zwischen Herrschaft und Gesinde die preußische Gesindeordnung enthält, und zwar dahin, daß zunächst in gewissen Fällen ein polizeiliher Sühneversuch stattfinden foll, bévor der Nehtsweg eingeschlagen wird —, daß diese Bestimmung ebensowohl zum Schuße des Gesindes wie zum Schutze der Herrschaft dienen soll, daß es also durchaus keine einseitige Bestimmung ist, die das Gesinde irgend wie zu seinem Nachtheil unter Begünstigung der Herrschaft bes drücken oder beshränken könnte. Im Gegentheil hat die Bestimmung ihre sehr wohlthätigen Folgen dahin, daß die Gesindeleute davor ge: {ütt werden, unvorsihtig und verfrüht sich zu ihrem eigenen Nath- theil in Rechts\treitigkeiten einzulafsen.

Meine Herren, ih glaube, ich brauche bloß diesen Gesichts- punkt hervorzuheben, den Gesichtspunkt, daß es fich hier niht um eine einseitig wirkende Beschränkung handelt, sondern um eine Beschränkung, die auch die Herrschaft trifft, um Sie davon zu über-