1898 / 107 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

hstehend benannten Krankenka n: Krankenkasse zu Orlen (E. H

dorf (E. H.), ; 3) Männer-Kranken-Unterstüßzungskasse der Gesellscha

e E gegründet 1857 (E. H.), in Frank- a. M., 4) Krankenunterstüßungs- und Sterbekasse „Standhaftig-

keit“ (E. H.) zu Frankfurt a. M.

5) Maurer- und Zimmerleute-Krankenkasse in Schwarzen-

bek (E. H.)

6) Kranken- und Sterbekasse für Bandwirker der Bürger-

meisterei Langenberg,

7) Kranken- und Sterbekasse „zur Näcstenliebe“ (E. H.)

in Neuhof

wird die Bescheinigung ertheilt, daß sie, vorbehaltlih der öhe des Krankengeldes, den Anforderungen des 8 7e des

ankenversicherungsgeseßes entsprechen. Berlin, den 30. April 1898. d Der Minister für Handel und Gewerbe. In Vertretung: Lohmann.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Numnier 17

des „Reichs - Geseyblatts“ enthält unter Nr. 2466 den Allerhöchsten Erlaß, betreffend die Er- tcärung Kiautshous zum Schutzgebiete, vom 27. April 1898: E Nr. 9467 die Bek Pf ie Bekanntmachung, betreffend die Fest- sezung besonderer Nayons für die Festung Köniastei N i Lege y f Festung Königstein, vom Berlin W., den 6. Mai 1898. Kaiserliches Post-Zeitungsamt. Weberstedt.

Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 1 des „Reihs-Geseßblatts“ enthält e E Nr. 2468 die Verordnung, betreffend die Rechtsvecrhält- nisse in Kiautschou, vom 27. Äpril 1898. , Berlin W., den 6. Mai 1898. Kaiserliches Post-Zeitungsamt. Weberstedt.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Ober-Landesgerichts-Rath Dr. Fabricius in Stettin Prasidenten bei dem Ober-Landesgericht in die Landgerichts-Räthe Dr. Lepa und B i Berlin zu Kammergerichts-Räthen, N O M ____den Amtsgecihts-Rath Dr. Schulze-Vellinghausen in Hamm zum Ober-Landesgerichts-Rath in Königsberg, die Landgerichts - Räthe Kieniß zu Stargard i. P. und At in Magdeburg zu Ober - Landesgerichts - Näthen in den Landgerichts - Rath Offenberg in Dortmund 21 e in Det s bat e en Gerichts-Assessor Dr. Ha\senpfl in Beuthen O.-S zum Landrichter daselbst, i a bid den Gerichts-Assessor Dr. Kolkmann in Beuthen O.-S. zum nig rie M i en Gerichts-Assessor Dr. Drobnig in Myslowiß 3 Amtsrichter daselbst, : eie daselb Gerichts-Assefsor C ibis in Gleiwiß zum Amtsrichter die Gerichts-Assessoren Schulz in Frankfurt a. 2 URD Ener G So Mnn een L Bala | en Gerichts-Assessor amm in s - richter daselbt | in Hannover zum Amts __den Gerichts-Assessox Schroeter in Bod Î- richte dasel }ff < ohum zum Amts en Gerichts-Affssessor Dr. Baare in Mülheim a. d. N zum Ne Geri e O E e die Gerichts - Assessoren Dr. Junker in Staßfurt und ci 9 cie Bef Gen in Essen, lg u en Gerihts-Afsessor dde in Gelsenki zun Z- richter daselb}, | elsenkirhen zum Amts en Gerichts-Assessor Dr. Becker i ne Amts- richter daselb, } in Hennef zum Amts en Gerihts-Assessor Dr. Stru>mann in Königswi n Amtsrichter daselb in Fonigswinter en Gerichts-Assessor Holz in Sinzi S i daselb, sessor Holt i inzig zum Amtsrichter en Gerichts-Assessor Schmidt in Schneidemi : Staatsanwalt dasclbst, 5 R en Gerihts-Assessor Graßhof in Beuthen O. Staaisanalt daselbs. ßhof cuthen O.-S. zum die Gerichts - Assessoren Cludius in Hannover und Dr. ur: Sin: e Fee iu Stamiaumwalten us Savtove en Gerichts-Assessor upp in Düsseldorf z g- L daselb, pp üsseldorf zum Staat den Gerichts-Assessor Dr. jur. Zeppenfeld i zum A Ern daselbst, Y R IeID in Podum en Gerichts-Affsessor Beckers in E : dajetbi, : Fe} ers in Essen zum Staatsanwalt en Gerichts-Assessor Makel dey in Kob S ; anwalt vajelif, ess ey in Koblenz zum Staats ven Gerichts-Assessor Pachten in A taats- anwali vejelós, L ssor Pach achen zum Staats ie Gerihts-Assessoren Hansen in Elberfeld und Dr. jur. Spelthahn in Saarbrücken zu Staatsanwalten in Szar- brüd>en zu ernennen.

R ajestät der König haben Allergnädigst gecuht : „den Regierungs-Asse}sor Wohlfarth in Kulm und den Regierungs-Ässessor, Ober-Steuer-Jnspektor reys<hmidt in logau zu Regierungs-Räthen zu ernennen, fowie Realen Canen Ne eeres im Ministerium des ujes Zulius Lehmann de Kanzlei-Rath zu verleihen. Y O

DS k: ) , 5 Kranken-Unterstüßungs- und Begrabaißkafe zu Zehlen-

ft

ei

oder Neinstedt—Ste>lenberg—Suderode na Gern- rode bezüglih des preußischen Staatsgebietes ertheilt worden.

zu

13760 160 |-99D1800 14250 Freiloose zu 39 | 555750 13$°%/ v. Betrage sämmt-

14250G. u. 14250 Freil.| 3304060 | 77190 Gew. ..__. 26315720

Klasse. | der zu begebenden

In Einnahme u. Ausgabe dur<laufend. Betrag d. Freiloose

Klafse. der baaren Aemines der Freiloose. , M.

Klassen-Lotterie, von welchem vollständige, mit den näheren Erläuterungen versehene Druckexemplare bei sämmtlichen Königlichen Lotterie-Einnehmern unentgeltlih zu haben sind, wird zur Ausführung gebracht, und es wird mit der Ziehung der ersten Klasse dieser Lotterie am 5. Juli d. F. der Anfan gemacht werden. Die Ausgabe der Loose erster Klasse dieser Lotterie wird seitens der gedachten Einnod

dem ersten Tage nah beendigter Ziehun der vi ? 198ster Lotterie erfolgen. E n Mae

gesellshaft in Berlin ist die Erlaubni Ur V O Vorarbeiten für cine Smalspütias Nebeme

zogene Wahl des Präsidenten der Königl

Finanz-Ministerium.

zu Stettin verseßt worden.

verliehen worden.

Königliche General-Lotterie-Direktion.

Plan

zur Ein HUndert Neun und Neunzigsten Königli

dd O AlaieniSotteria, O ejteyend aus 190 000 Stammloosen und 35 620 zu den Ge- winnen der 3 ersten Klassen auszugebenden Freiloosen welche

bis zu ihrer Ausgabe für Rechnung der Lotterie-Kasse mit- spielen, mit 112810 in 4 Klassen vertheilten ie Nasse mit

Erste Klasse : weite A zu 39 K Einsaß. Betrag. | a e Eine. Betrag. M. h. M.

Gew. zu 30000 30000 1 Gew. zu 45000 45000

L L INOOO | 15000 e e 0000 30000 10000 10000 1 15000 15000

5000 5000 1 « 10000 10000 3000 6000 2 v 0000 10000 1000 4000 4 3000 12000 500 5000 10 1000 10000 300 6000 20 500 10000 200 10000 50 300 15000 150 15000 100 200 20000 100 | 30000 | 300 150 | 45000 9010 n i 60 | 540600 111380 o e ALO IOBIBOO 9500 Freiloose zu 39 | 370500 | 11870 Freiloose zu 39 | 462930

9500 Gew. u. 9500 Freil.| 1047100 [11870G. u. 11870 Freil.| 1936730

Du a T E zu 39 M Einsaß. | Betrag. M: A Eis. Beirag, é. Mh

1 Gew. zu 500000| 500000 2, 200000| 400000 150000| 300000 100000| 200000 - 75000| 150000 - 50000| 100000 . 40000] 80000 v 1ER ECENO S 375000 » 10000] 500000 ¿7 O000

1 1 f 1 2

T TAÆXUWHWW U [L U T T LVIVTUUNÊFH T TTUULTL E

M M 1 Gew. zu 60000 | 60000 1, , 45000 | 45000 - 30000 | 30000 - 15000 | 15000 2 - 10000 20000 5000 | 20000 3000 | 30000 1000 | 20000 500 | 25000 300 | 30000 200 | 60000

500000 3000| 4365000 1000| 1565000 500| 925000 300| 708300 220 15347420

= Tut [Uu T TAU U

licher Freiloose rund) 191710 ¿ | 69761

Einnahme.

A aABI

Naduabturig Nirfäti auf die Gesammt- Einsaß. | Hor lassen Sn | Gi dit f der Freiloose. E E K _M s

Iíte | 190000 | | 7410000 7410

2te 180500 9500 | 7039500 | 370500 7410000 8te | 178130 | 11870 | 6947070 | 925860 7872930 dte | 175750 | 14250 | 6854250 | 1667950 8521500 1389180 72603610

Ueberhaupt A usgabe.

Betrag Gesammt-Betrag. A 1047100

| M

Iste 1878600 | 370500

e 473800 62930 93673(

3te 2556600 | 55750 3112250

dte 26315720 | 26315720

13$% vom Betrage sämmtlicher Freiloose 191710 Ueberhaupt | 32603610

Vorstehender Plan der 199sten Königlich preußischen

mer nicht vor

Berlin, den 5. Mai 1898, Königliche General - Lotterie- Direktion. Strauß. Ulri <.

Ministerium der öffentlihen Arbeiten. Der Vereinigten Eisenbahn-Bau- und Betriebs-

enbahn von Thale über Neinstedt—Suderode

Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und MediginaleRag eltend eiten,

Der außerordentlihe Professor Dr. Heinrich Waentig

| Prädikat „Professor“ beigelegt worden.

Dem Dr. phil. Heinri<h Saure ¿zu Halle a. S. ist das

| Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: die von der Akademie der E „Îu Berlin voll- | ordentlihe Seminarlehrer Dr. 1 j ayer Aka- demie der Wissenschaften und Professors an bee U erfi München, Geheimen Raths und O er:Medizinal-Naths Dr.

ax von Pettenkofer zum auswärtigen Mitglied der | ernannt worden. phystikalish-mathematishen Klasse der Akademie zu bestätigen.

__ Der Regierungs-Rath Curt Schmidt in Breslau ist in die Stelle eines Mitgliedes der Provinzial-Steuer-Direktion

Der bisherige Amtsrichter Riep in Schloppe ist unter Ernennung zum Regierungs-Assessor in die attung der indirekten Steuern Übernommen und ihm die Stelle eines Y Vorstandes beim Stempel- und Erbschaftssteueramt zu Breslau

: G ¿ | Sprachenaus\husses eintreten

Marburg is in gleicher Eigenschaft in die Philosophi ÿ : i i j da 4 TOUT( / 1 ] phische | Schönerer's) erklärte, kein ‘deut Ab ?

Fakultät der Universität zu Greifswald verseßt worden. SprachengussSuß eintreten, so E die, SoriS ero o beständen. Es sprachen dann noch der Abg. Schöpfer (bei

Am Squllehrer-Seminar zu Segeberg ist der e ee

irardet zu i als Seminar-Oberlehrer angestellt worden. E

Der bisherige Rektor Bohnstedt aus N i Potsdam ist zum Oberlehrer an da Elisabeths<ule in Berit

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

Dem Thierarzt Wilhelm Hettenhausen aus Reiffen- hausen ist die interimistishe Verwaltung Sa Kreis-Thicraat, stelle für den nördlichen Theil des Kreises Mörs, mit dem Amtswohnsigz in Xanten, übertragen worden.

Die von heute ab zur Ausgabe gela | der Geseß-Sammlung Lat Ante ngende Nummer 11

Nr. 9989 das Geseß wegen Erhöhung des Grundkapi I g Preußischen Central - Genossenshaftstaffe, vom 20. April

Berlin W., den 6. Mai 1898. Königliches Gesez-Sammlungs-Amt. Weberstedt.

Angekommen:

der Unter-Staatssekretär im Ministerium der öffentli Arbeiten Fle>, von einer Dienstreise öffentlichen

Nichkamlliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 6. Mai.

Zur Vermeidung einer irrthümlichen Auslegun des 8 3 der Dienstinstruktion für die Ringen ded S 88 Förster vom 23. Oftober 1868 hat der Minister füc Land- wirthschaft,1 Domänen und Forsten laut Nunderlasses an die Königlichen Regierungen vom 26. April d. J. dem leßten Absaß daselbst folgende veränderte Fassung gegeben :

„Auch die bei Rodung oder Verbesserung- von Dienstland zur Gewinnung gelangenden Hölzer, Stö>ke, Wurzeln, Steine u. s. w. darf der Forstbeamte für eigene Rechnung nicht ver- laufen oder sonst verwerthen. Das dabei gewonnene Holz ist, wie im Abs. 2 vorstehend angegeben, zu verwenden. Eignet dasselbe sich zur Aufarbeitung nicht, so kann mit Zustimmung des Regierungs- und Forstraths sinngemäß nah L 27 Abs. 2 verfahren werden.“ j

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Großherzogli i; e N l Y, )erzoglih

me>lenburg-shwerinshe Ministeral- Rath Dr s c

von Berlin Df l M Ba it

Laut telegraphischer Meldung an das Ober-Ko

aut telegra} l eLDun; rT-Rommando der Marine ist die zweite Division des Kreuzer-Geschwaders S. M. Schiffe „Deutschland“, „Kaiserin Augusta“ Be R, “N Sia! Prinz Heinri < C ‘reußen, Königliche Hoheit, am 5. Mai i Kiautschou eingetroffen. vos g

Sachsen.

Die Ersie Kammer hat in ihrer vor estrigen Sißzun den Geseßentwurf, betreffend die Abände Des Gelees über das Vereins- und Versammlungsre<ht vom 22. November 1850, mit der Aenderung genehmigt, daß die von „der Zweiten Kammer angenommene Bestimmung fortfällt, wonah den volljährigen Frauen nur die Betheiligung an solchen Versammlungen gestattet sein soll, welche lediglih für die Erörterung der besonderen Berufs- und Standesinteressen der Frauen bestimmt sind.

Württemberg.

_Zhre Königliche Hoheit die Herzogin Olga von Württemberg hat sih, wie der „Schwäb. Merkur“ meldet, gestern in Wels mit Seiner Durchlaucht dem Prinzen ax zu Schaumburg - Lippe verlobt.

Oesfterrei<h-Ungarn.

__ Das österrei his<e Abgeordnetenhaus seßte gestern die Debatte über die Anträge auf Aufhebung d A ade verordnungen fort. Der Abg. Baron d’Elvert (Deutsche Se erklärte: wenn die Regierung der deutschen

prache die gebührende Stellung einräume, würden die Deutschen kein Hinderniß bilden, um das Staat3wesen wieder auf die rihtige Bahn zurü> zu bringen. Die Deutschen seien einig und würden niht zurü>weichen, falls die Regierung den verhängnißvollen Fehler be- gehen sollte, in das Lager des czechishen oder cines anderen Staatsrechts überzutreten. Der Abg. von Jaworski (Pole) lagte, die Polen würden, obwohl fie autonomistishen Grund- äßen huldigten, an dem Versuch der Regelung der Sprathen- frage auf dem Boden des Reichsraths thätig mitwirken im Hinbli>k auf die in Frage stehenden großen Jnter- essen des Staatiswohls und in der Absicht, ein normales Ver- fassungsleben zu ermöglihen. Der Abg. Fournier äußerte, die Deutschen wollten Frieden und Verständigung, jedoh- ohne Verkürzung ihres Rehts. Der Abg. Freiherr von Schwegel (verfassungstreuer Großgrundbesiß) drü>te seine Genugthuurg über die Regierungserklärung, betreffend die Sprachen-

verordnungen, aus und sagte, der verfassungstreue Groß- grundbesiß sei bereit, an einer dauerhaften Lbfuna, der Sodnditee

rage mitzuwirken, werde sih jedo der Formulierung eincs estimmten Programms enthalten und für oie Einseßung eines Der Abg. Jro (Anhänger

keiner Partei), der Abg. d’'Angeli (Jtaliener) und der

cines Sprachenausschusses eintraten, die beiden legt- enannten unter Feststellung ihrer NLOernaen für die von ihnen vertretenen Länder. Die Verhandlungen wurden hierauf abgebrochen. Dem Haufe ist ein dringlicher Antrag des Abg. Dr. Kronawetter zugegangen, den Grafen Badeni wegen unbefugter Vershleuderung von Staatsgeldern in der Angelegenheit des Journals „Die Reihswehr“ in Anklage- zustand zu verseßen; ferner ein dringliher Antrag des Abg. Verkauf, welcher die Regierung auffordert, über eine sofortige Suspendierung der Getreidezölle ungesäumt mit der ungarischen Regierung in Verhandlung zu treten.

Großbritannien und Frland.

Jn der gestrigen Sihung des Unterhauses crklärte, dem „W. T. B.“ zufolge, der Erste Lord des Schaßamts Balfour, daß die britishe Regierung die Einladung der belgischen Regierung zu einer Konferenz über den Spirituosen- handel in West-Afrika angenommen habe. Ueber die Zusammenseßung der Konferenz und den Zeitpunkt ihres Zu- sammentritts sei no<h nichts entschieden.

Frankreich.

Die „Missions Catholiques“ veröffentlichen, wie „W. T. B.“ aus Lyon berichtet, ein Telegramm aus Hongkong, dem zufolge am 21. April in der Provinz Kwan gsi der aus dem Departement Puy-de-Dôme gebürtige Missionar Berthelot und mehrere andere Christen ermordet worden seien.

Jtalien.

Die Einnahmen an Steuern in der Zeit vom 1. Juli 1897 bis zum 30. April 1898 übersteigen um etwa 10 Millionen diejenigen in dem gleichen Zeitraum der vorher- gehenden Finanzperiode. è

Wie die „Agenzia Stefani“ meldet, kam es gestern in Livorno zu einer Kundgebung wegen der hohen Brotpreise. Einige Bä>kereien wurden geplündert. Die Theilnehmer an der Kundgebung wurden auseinandergetrieben und die Ruhe wieder hergestellt. Auch in Urbino verlangte eine Volks- menge Herabseßung der Brotpreise. Jn den anderen Provinzen herrshte Ruhe.

Abg. Bulat enau welche sämmtlih für die Einseßung

Spanien,

Jn cinem gestern unter dem Vorsiß der Königin-Regentin abgehaltenen Ministerrath theilte, dem „W. T. B.“ zufolge, der Minister-Präsident Sagasta mit, daß das auf der Fahrt na<h Cuba begriffene Packetboot „Alfonjo XIIT.“ in Porto Rico eingetroffen sei, und daß die cubanishe Kammer sich konstituiert habe. Ferner wurden die Vorlagen, betreffend die Beschaffung außerordentliher Geldmittel für den Krieg 2c., unterzeichnet. : 5

Im Senat brachte gestern der Kriegs-Minister Correa einen Gesehentwurf, betreffend die Einberufung der zweiten Reserve der Canarischen Fnseln ein. Der Deputirten- kammer legte der Finanz-Minister Puigcerver einen Geseßentwurf vor, betreffend die Herabseßung gewisser Zoll- tarifsäße. Ein fkatalonisher Deputirter verlangte ein Verbot der Ausfuhr von Baumwolle. Ein anderer Deputirter forderte, die Ausfuhr von Vieh zu verbieten. Der Finanz-Minister erklärte, die leßtere Maßregel habe keine Eile; die „Gaceta“ werde alsbald das Dekret veröffent- lihen, dur< welches die Ausfuhr von Getreide untersagt werde. Im weiteren Verlauf der Sißzung mißbilligte Romero Robledo die den Cubanern gewährte Autonomie und meinte, dieselbe sei eine Negation der Jntegrität des Staats8gebietes und ein Selbstmord des nationalen Lebens. Er erhob ferner Ein- spruch gegen die Entsendung, von Truppen, welche eine Regierung vertheidigen sollten, die no< shwanke zu einer Zeit, wo man auf Porto Rico und auf den Philippinen gegen dic Amerikaner u kämpfen habe, und tadelte den Kolonial-Minister Moret, weil dieser das Dekret unterzeichnet habe, durch das den Freiwilligen das Stimmrecht entzogen werde, solange sie bei der Fahne ständen. Nachdem der Redner sich dagegen gewandt hatte, daß man 100 000 Soldaten auf Cuba im Stiche lasse, erhob er Vorwürfe gegen die Regierung wegen der Ereignisse auf den Philippinen und fragte den Marine-Minister, ob er dem Admiral Montojo befohlen habe, na< Manila zurü>zukehren. Der Marine-Minister Bermejo entgegnete, der Admiral Montojo sei aus eigenem Entshluß dorthin zurü>gegangen. Romero Robledo stellte hierauf die Fragen, ob das bisher bei Sao Vicente befindliche Geschwader sih bereits bei den An- tillen befinde oder ob es Befehl erhalten habe, nah den Cana- rishen Jnseln zurückzukehren, ob die Regierung einen Kriegsplan habe und weshalb der General Weyler dur< den Marschall Blanco erseßt worden sei. Redner s{<loß, indem er der Re- gierung Mangel an Ana N vorwarf und ankündigte, er werde in der Kammer einen Antrag auf Besteuerung der Rente einbringen, aber jede andere Vermehrung der Steuern be- kämpfen. Silvela führte aus, daß die Neutralität, in welcher Spanien seit langen Jahren geblieben jei, dessen gegenwärtige gsolierung herbeigeführt habe. Ec werde die Regierung unter- stüßen, aber wenn die Pflicht ihn rufe, werde er die Macht über- nehmen. Der Minister des Auswärtigen Gullon stellte es in Ab- rede, daß die Vereinigten Staaten offiziell die Abberufung des Generals Weyler verlangt hätten. Der cubanische Deputirte Armas vertheidigte die autonome Regierungsform. Schließlich griff Uria den Minister-Präsidenten Sagasta sowie die Minister des Auswärtigen, des Krieges und der Marine heftig an. Sodann genehmigte die Kammer definitiv die Vorlage üher die Herabseßung der Getreidezölle.

Ausjtändige Bergarbeiter von Murcia ver- anstalteten gestern eine Kundgébung gegen das Octroi. Es heißt, sie hätten den Bahnhof und die Bürgermeisterei in Brand geste>t. Das Militär sei eingeschritten, einige Personen seien verwundet worden. Der Belagerungszustand ist in dem Bezirke Cartagena erklärt worden. Auch in Leon, Oviedo und anderen Städten is es infolge der Brot- theuerung zu Ruhestörungen gekommen.

Türkei.

Wie das Wiener „Telegr.-Korresp.-Bureau“ aus Kon- stantinopel meldet, wird die erste Rate der Kriegs- entshädigung nah Beginn der Räumung Thessaliens am 15. Mai, die zweite am 25. Mai, die dritte am 16. Juni und die vierte am 10. Juli gezahlt werden. Heute soll der orte eine hierauf bezüglihe Note der Botschafter überreicht werden.

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Griechenland.

Der König hat, wie „W. T. B.“ meldet, gestern das Dekret, betreffend die mission derKriegsentschädigungs- nleihe, unterzeichnet.

._&n Tripolißa wurde gestern der Namenstag des Königs festlih begangen.

Amerika.

Wie das New Yorker „Evoening Journal“ berichtet, sind vorgestern zwei Detachements mit Waffen und Munition unter dem Schuß des Kreuzers „Wilmington“ an der cubanischen Küste gelandet. Gerüchtweise verlautet, das Torpedoboot „Ericson“ sei während eines Orkans untergegangen.

Aus Vallejo (Kalifornien) erfährt das „Reuter'sche Bureau“, daß der Admiral Kirkland telearaphis< den Be- fehl erhalten habe, Kriegsmaterial und Lebensmittel für 2000 Mann auf 4 Monate bereit zu halten.

Der „New York Herald“ meldet aus Havanna, daß der Marschall Blanco das autonome Parlament in An- wesenheit der Konsuln und Offiziere der in S befind- lichen britishen und französishen Kreuzer eröffnet habe. Der Marschall habe eine Botschaft der Königin-Regentin verlesen. Auf seine Frage, ob die Mitglieder s{<wören wollten, die Souveränetät Spaniens zu vertheidigen und dem König unbedingt zu gehorchen, hätten dieselben zustimmend geant- wortet. Die „Kölnische Zeitung“ erfährt aus Madrid, der Marschall Blanco habe die den Aufständishen gewährte Waffenruhe aufgehoben.

Der amerikanische Kreuzer „Nictheroy“ is} gestern von Rio de Janeiro in See gegangen.

Asien.

Das „Reutershe Bureau“ berichtet aus Peking: es sei dort aus Port Arthur die Nachricht eingetroffen, daß die Russen 6 s\e<szöllige und 8 achtzöllige Geshüße sowie eine große Menge Munition ausgeschifff hätten und daß sie eine die verschiedenen Forts verbindende Feldbahn anlegten. Der Gouverneur habe angeordnet, daß künftig anstatt des Namens Port Arthur der chinesishe Name des Plaßes amtlich geführt werde. Jm Tro>kendo> von Port Arthur befinde sich gegenwärtig ein chinesishes Kriegs\cif.

Afrika.

Den gestrigen Londoner Abendblättern zufolge is in Liverpool die Nachricht eingetroffen, daß die britischen Truppen in Sierra Leone die aufständishen Eingeborenen angegriffen und eine große Anzahl derselben getödtet hätten. Verschiedene Soldaten seien verwundet worden.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schlußberichte über die gestrigen Sißungen des Neichstages und des Hauses der Abgeordneten befindèn sih in der Ersten Beilage.

Im Hause der Abgeordneten haben die Abgg. Knebel (nl.) und Genoffen folgende Interpellation eingebracht :

1) Ist es richtig, daß in cinem nah Köln bestimmten Faß amerikanischer Aepfelabfälle bei der Untersuhung an der Reichsgrenze die Schildlaus lebend festgestellt worden ist? 2) Beabsichtigt die Königliche Staatêregierung wegen verstärkten Schutzes gegen die Ein- s{leppung der San José-Schildlaus Schritte zu thun und eventuell welche ?

Kunft und Wissenschaft.

In der Gesammtsißung der Akademie der Wissenschaften vom 28. April (vorsißender Sekretar: Herr Diels) las Herr Lenz «über den Schmalkaldishen Krieg“. Zur Darstellung kamen die Er- cignisse von der Vereinigung des s{malkaldishen Heeres bei Donau- wörth bis zur Kanonade vor Ingolstadt, 2./4. August bis 4. September 1546. Herr Conze überreihte einen gedru>ten Vortrag, betitelt „Pro Pergamo“, welcher von dem handelt, was an der Ausgrabungs- Unterfu<hung in Pergamon no< zu thun sein wird. Herr Dümmler überreihte den Jahresberiht über die Her- ausgabe der Monumenta Germaniae historieca. Mitgetheilt wurde, daß die pbilofophi|<- historishe Klasse ihrem Mitgliede Herrn Diels zur Fortführung der Herausgabe der Commentaria in Aristotelem Graeca die ibr zu diesem Zwe> etatsmäßig zur Ver- fügung stehenden 7200 4 überwiesen hat. Die Akademie hat das korresvondierende Mitglied ihrer vhilofophis< - historishen Klasse Herrn Georg Bühler in Wien am 8. April dur< den Tod verloren.

Die VI. Versammlung der Landesgruppe des Deutschen Reichs der „Internationalen kriminalistishen Vereinigung“, zu welcher die deutshen und österreihis<hen Mitglieder eingeladen find, findet am 2. und 3. Juni d. J. in München statt. Am Mittwocþ, den 1. Junt, Abends 8 Uhr, geht eine Begrüßung der Gäste im „Schlachtensaal“ des Café Luitpold vorher. Am Donners- tag, den 2. Juni, 9 Uhr Vormittags, werden die Verhandlungen im S<{wurgerihtssaal des ncuen Justizpalastes eröffnet und am nähsten Tage um dieselle Zeit fortgeseßt. Nah dem Schluß derselben vereinigt si< am 3. Juni um 6: Uhr Abends der Vorstand zu einer Sihung. Am Sonnabend, den 4. Juni, Vor- mittags, folgt eine Besichtigung des Strafvollstrekung8gefängnisses in Stadelheim; für den NaEmittag is ein Arsflug nah dem Starn- berger See geplant. Zur Berathung gelangen folgende Fragen : 1) Sollen für die Bedrohung, Verfolgung und Bestrafung der Polizei- übertretungen besondere Grundsäße gelten? Berichterstatter: Prof. Dr. Frant-Gießeon; Assessor Dr. NRosenfeld-Halle a. S. 2) Die von den deutschen Landesregierungen vereinbarten Grundsäße über den Vollzug der Freiheits\trafen. Berichterstatter: Regierungs-Rath, Direktor Dr. von Engelberg - Mannheim; Regierungs-Rath, Direktor Dr. Baumagärtl-NRürnberg. 3) Welche Wege sind einzus<lagen, um dem strafre<tlihen Unterricht eine angemessene Stellung neben dem privat- re<tlihen zu sihern? Berichterstatter : Ministerial - Rath Stadler- Straßburg; Erster Staatsanwalt Schmidt - Mainz. Der Orts- aus\{<uß besteht aus den Herren: Professor Dr. Harburger, Staats- anwalt am Ober-Landesgeriht München (Karlftr. 21), Vorsißender; Ober- Regierungs-Rath Henle; K. K. Regierungs-Rath, Professor Dr. Ullmann s Landgerihts-Rath Dr. Guggenheimer; Unter-Staatssekretär a, D., Professor Dr. von Mayr; Pr. Karl Neumeyer, München (Pranner- straße 24 11), Schriftführer. Anfragen sind an Herrn Professor Har- burger oder an Herrn Dr. Neumeyer zu richten.

Aus Nürnberg wird berihtet: Das Germanische National- Museum hat jüngst bei der Auktion Liphart zu Leipzig drei Originalzeihnungen von Albre<t- Dürer erworben, welhe Studien zu dessen, Kaiser Karl den Großen darstellenden Gemälde sind, das si< bekanntlih in der Galerie des Germanishen Museums befindet. Die Bilder Kaiser Karls des Großen und Kaiser Sigismund's malte Dürer im „Auf- trage des Nürnberger Raths für die ‘„Heiligthumskammer“ in dem Hause am Markt, von welhem aus dem Volke die Reichs- Fleinodien gezeigt wurden. Mit welcher E der große Künstler verfuhr, verrathen diese Federzeihnungen, welche, farbig laviert, die Krone, das Schwert und den Reichsapfel wieder-

geben. Namentlih die Darstellung der deuts<en Kaiserkrone ist

forgfältig ausgeführt und von großer Farbenfrishe, do<h sind aus dem mittelalterlihen Adler au Knaufe des Schwertes ein echt Dürer’sHer Adler und aus den Engeln der Eyzantinishen Emails dec Krone treffliche Dürer'she Engel geworden. Dürer hat diese E nungen na< den Originalen wohl in der Heiliggeistkirhe zu Nürn- berg, in welher die NReichskleinodien aufbewahrt rourden, gefertigt und sie, wie eine Inschrift auf der S des Schwertes besagt, zusammengerollt und mit einem Faden gebunden, nah Hause getragen. Eine weitere Zeichnung, welche zu dieser Serie gehört und den Krönungsornat darstellt , befindet sih in der Albertina zu Wien. Wie lebhaft man si< in Nürnberg, dem vielhundertjährigen Auf- bervahrungsort der Reichskleinodien, no< für diese interessiert, das bekundet eine Reihe von Spenden, die dem Germanishen Museum behufs Erwerbung dieser Zeichnungen gemaht wurden.

Land- und Forstwirthschaft.

Saatenstand in Ungarn. \

Nach den bei dem ungaris<hen A>erbau-Ministerium eingelaufenen Berichten war, wie der „Wiener Ztg.“ aus Budapest gemeldet wird, der Saatenstand am 30. April folgender : ; L Auch in der zweiten Hälfte des Monats April traten häufige Regen, ja stellenweise, namentli< in den östlihen und südöstlihen Theilen, bedeutendere Gußregen und sporadis< Hagel auf, welche Wassershäden bewirkten ; troßdem herrs<te in einem großen Theile des Landes ein bedeutend milderes und günstigeres Wetter als in der ersten A des Monats April. An manchen Stellen, namentli in den südwestli<hen Komitaten, konnte fih infolge Mangels an Niedershlägen die Vegetation nur langsam entwi>eln, troßdem fann man fkonfstatieren, daß die Pflanzungen in dem überwiegenden Theile des Landes gut zu- genommen haben, stellenweise sogar sih sehr {<ön restaurierten und bebüshelten. Diese günstige Aenderung zeigt fih insbefondere bei den früh angebauten Saaten, welhe bedeutend besser stehen als die spät angebauten. Wenn fh troy dieser günstigen Umstände ‘die Saaten nicht derart befserten, daß man dieselben im allgemeinen Durchschnitt als tadellos entwi>elt bezei<hnen kann, so ift dies zum großen Theil dem Umstande zuzuschreiben, daß es sowohl bei dem Herbst-, als dem Frühjahrêanbau vorkam, daß infolge Mangels von Saatkorn bedeutend weniger als gewöhnli<h gesäet wurde und in den s{ütterer aufgegangenen Saaten das Unkraut reichlicher empor- wucherte als in anderen Jahren. Aber f\tellenweise r die Saaten au aus dem Grunde shwächer, weil Insekten und Mäuse vielfachen Schaden verursachten. Infolge der in großem Maße sich vermehrenden Würmer mußte in leßter Zeit in einzelnen Gegenden viel Anbau um- gea>ert werden. Stellenweise sind von Weizen, Noggen und Gerste bisher 10 bis 20, fogar 25 bis 40% zu Grunde gegangen und mit Frühjahrsanbau erseßt worden. Jm allgemeinen litten die Weizen - und Noggensaaten viel in den Siebenbürger Komitaten und im Theiß-Maros-Winkel, theilweise zwischen der Donau und der Theiß, rechts und links derTheiß, stellenweiseau<hamre<ten Donau-Ufer. Der rüh ahrs- Anbau steht troß des hier und da aufgetretenen Unkrautes im Durch- nitt schr {ôn und nimmi zu. Auch die Würmer s<ädigen den Frührjahr8anbau weniger, und daher wird die weitere günstige Ent- wi>elung für gesichert betrachtet. Der Winterweizen kann nah der bisherigen Entwickelung meist als mittel bezeihnet werden, während der Sommerweizen als gut mittel bezeihnet werden kann. Von dem letzteren wurde bedeutend mehr angebaut als im Vorjahre, um die im Winterweizen sih zeigenden Schäden auszugleichen. Der früh angebaute Winterweizen entwi>elt #i< besser“ als der spät angebaute. An manchen Stellen iff au<h der Spät- anbau, wel<er von Würmern weniger litt, sehr {ön, und die Mög- lihkeit is niht ausges{<lofsen, daß sich derselbe au<h in den übrigen Landestheilen soweit erholen kann, daß er leidlih stehen wird. Jeden- falls hängt ‘dies vom Mai-Wetter ab. Winterroggen steht \{<wäher als Weizen, bessert fich ab-r. Au von diesem wurde mehr umgea>ert als vom Weizen, weswegen Winterroggen beute im Durch- schnitt kaum als mittel bezei<hnet werden fann. Besonders \{<wa< ist Roggen infolge des Frostes und der Würmer in den Sieben- bürger Komitaten , im Theiß - Maros - Winkel sowie in einigen anderen Komitaten. Sommerroggen fteht im allgemeinen zufriedenftellend. Auch von Wintergerste ist viel verloren gegangen, was aber übrig blieb, \teht leidlih, stellenweise gut. Die abzuerntende Fläche ift kleiner als im Vorjahre, weil Würmer Schaden angerichtet haben. Sommergerste wähst im ganzen Lande sehr gut, doch verursachen Unkraut und Würmer au< hier Schaden. Hafer steht im ganzen Lande fehr gut, obwohl fih au<h hier Unkraut und Würmer zeigen. Rapssaaten verminderten {< zum großen Theile im Winter; viel Raps i zu Grunde gegangen, und au< da, wo er stehen blieb, if er meistens fle>ig und shüitter, au<h s<haden ihm Flöhe. Der Maisanbau ist im Zuge, und es wurde davon in diesem Jahre mehr angebaut als im Vorjahre; das Wetter war bisher der Entwickelung dieser Frucht ünstig. Die Zu>kerrübe is im allgemeinen {ön aufgegangen und Feht dur<shnittlih zufriedenstellend, wird jedoh, ebenso wie Futter- rübe, gleihfalls vougWürmern geschädigt.

Verkehrs-Anuftalten.

Bremen, 5. Mai. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Sachsen“ 4. Mai Abds. Neise v. Neapel n. Port Said fortges. „Mainz“ 4. Mai v. Bremen in Bahia eingetr. „Dresden“ 4. Mai v. Baltimore n. Bremen abgeg. „Fulda“ 4. Mai Mras. v. Genua in N -York eingetroffen.

6. Mai. (W. T. B.) Dampfer „Trave“, v. New-York kommend, ò. Mai Nm. a d. Weser angek. „Marxburg“, n. Brosiltien best., 4. Mai Nachts in Oporto angek. „Pfalz“, n. d. La Plata best., 5. Mai Mrgs. Dover passiert. „Lahn“, n. New- York best, 4. Mai Nachts Lizard passiert. „Bayern“, v. Ost- Asien kommend, 5. Mai Mrgs. in Antwerven angek. „Allér“ 5. Mai Vm. v. Genua n. New-York abgeg. „Darmstadt *, mit dem Marineablöfungstransport n. Ost-Asien best, 5, Mai Vin. Dover pass. „Oldenburg“ v. Mai in New-York angek. „Karlsruhe , n. Australien best., 5. Mai Nm. in Antwerpen angek. „Mark* 5, Mai Mittags Reise v. Vigo n. Southampton fortge|s. „Bremen“ 5. Mai v. New-York n. Greien abgeg. „Werra* 5. Mai Nm. Reise v. Gibraltar n. Neapel fortges. „Prinz-Regent Luit- pold“, v. Australien kommend, 5. Mat in Ge nua eingetroffen.

Hamburg, 5. Mai. (W. T. B) Hamburg - Amerika- Linte. ¡Dampfer „Caftilia“, v. La kommend, ift am Montag in St. Thomas, D. „Patria“, von New-York kommend, heute Mrg. in Cuxhaven eingetroffen.

6. Mai. (W. T. B.) Dampfer „Fürs Bismar>" hat heute Mrg. Dover passiert.

Rotterdam, 5. Mai. (W. T. B.) Holland-Amerika- Linie. Dampfer „Obdam“ von Rotterdam heute Nm. nah

New-York abgegangen.

Theater und Musik.

Königliches Opernhaus.

Die gestrige Aufführung vonGounod's Oper „Margarethe“ bot ein besonderes Interesse dur das erste Wiederauftreten des Herrn Kraus nah seiner Nü>kkehr aus Amerika. Der Sänger erfreute die

óôrer als Faust wieder dur< die Jugendfrishe und den Wohllaut seiner timme, welhen Vorzügen fih nunmehr auch die sichere Bcherrshung des Auédru>s und wachsendes s{hauspielerises Können zugesellt haben. Neben ihm erschien Herr Lafsalle von der Großen Oper in Paris no<

Rolle wieder glänzend offenbaren, sodaß èr das Publikum zu be- wunderndem Beifall hinriß. Die Fülle, Weichheit und Wäume seines Organs - entfaltêten sh zu besondere‘: Pracht in dem Ständchen. Herr Bulß ift als ausgezeichneter V“.rtreter des Valentin g bee

kannt wie Fräulein Hiedler in der Purtie der Margarethe: beide hatten an den Erfolgen des Abends reiS“n Antheil, h : hatt

einmal als Mephisto; seine vollendete Gefangskunst konnte ex in dieser

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