1898 / 107 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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/ Im Königligen Opernhause wird morgen Graf Géza ad dr i li, Ey oi [hause ebt morgen der Shwank en au e Ee Raub g, Sabinerinnen“ mit Herrn aht Thomas als Striese n Scene.

Der Wettstreit um den Wanderpreis für deutsche Männergesangvereine, welchen Seine Majestät der Kaifer und N durch Allerhöchste Ordre vom 27. Januar 1895 gestiftet hat, soll im Sommer 1899 (wahrscheinlih im Juni) zum ersten Mal stattfinden, und zwar in Cassel. Eine Kommission unter dem Vorsiß des General-Intendanten der Königlichen Schau- spiele Grafen von Hochberg, welche auf Befehl Seiner Majestät mit der Vorbereitung und Ausführung der Allerhöchsten Bestimmungen betraut is, bringt diese jeßt zur Kennt- niß der deutschen Männergesangvereine. Danach können nur solche Männergefangvereine des Deutschen Reiches, welhe mit min- destens hundert Sängern ih an dem Wettstreit betheiligen, zu dem Wetisingen zugelassen werden. Sänger von Beruf sind ausges{lossen, ebenso Vereinsmitglieder, welher weiter als 15 Kilometer vom Sitze ihres Vereines wohnen, es sei denn, daß folhe Sänger dem be- treffenden Verein zur Zeit der Anmeldung mindestens zwei Jahre angehören. Die am Orte des Wettsingens beftehenden Vereine und wohnenden Sänger können an dem Wettstreit nicht theilnehmen. Bet der Meldung zur Theilnahme an dem Wettstreit sind die Mit- glieder, welhe an dem Wettsingen theilnehmen wollen, mit Namen und Wohnort aufzuführen. Nur fsolche Mitglieder, welhe dem Verein zur Zeit der Anmeldung aktiv angehören, können zugelassen werden. Das Wettsingen beginnt mit einem zu diesem Zweck kom- ponterten längeren Tonwerke; dieses wird den zugelassenen Vereinen sech8s8 Wochen vor dem Wettsingen in Partitur und Stimmen zu- gestellt. Daran {ließt sich der Vortrag eines Liedes im Volkston, welhes den Vereinen eine Stunde vor ihrem Auftreten in Partitur und Stimmen übergeben wird. Betde Gefänge sind a cappolla- Chöre und enthalien keine Soli. Ein dritter Gesang ist der freien Wahl eines jeden Vereins überlassen, nur muß er ebenfalls ohne Instrumentalbegleitung sein, darf keine Soli enthalten und die Dauer von zehn Minuten nich1 überschreiten. Ausgeshlofsen ist hierbei au ein LTonwerk, mit welchem der betreffende Verein bei früheres Wettstreiten einen Preis errungen hatte. Der Wande: preis besteht in einem Kleinod aus edlem Metall und foll während der Zeit des Besißes von dem Vorsitzenden des be- treffenden Vereins bei festlihen Gelegenheiten um den Hals getragen werden. Ein dreimaliger Steg, wenn auch nit hintereinanderfolgend, bringt das Kleinod in den dauernden Besiß des Vereins; andernfalls wird bei der Abgabe der Name des Vereins mit der Jahreszahl des Sieges auf dem Kleinod vermerkt. Das Preisrichteramt wird von neun hervorragenden Musikern ausgeübt, welhe von Seiner Majestät dem Kaifer und König ernannt werden. Die Preisvertheilung lelbst

erfolgt in einem feierlihen Akt, dem eine festlihe Vereinigung aller betheiligten Vereine folgt. Im Ganzen werden für das Wettsingen und die damit verbundenen Festlichkeiten zwei Tage in Aussicht ge- nommen. Die Vorstände der Gesangvereine werden ersucht, ihre Betheiligung bei dem Vorsißenden der Kommission bis 1. De- zember 1898 einzureichen. Der Kommission gehören an : General-Intendant der Königlihen Schauspiele Graf Bolko von Hochberg, Berlin W., Markgrafenstraße -38, als Vorsitzender; Pro- fessor Albert Becker, Direktor des Königlichen Domchors; Könialicher Der Hugo Bock; Professor H. von Herzogenberg ;

eheimer Ober-Regierungs-Rath Erich Müller; Musßik-Direktor Hermann Prüfer; Professor Georg Vierling.

Mannigfaltiges.

In Gegenwart Seiner Majestät des Kaisers und Königs wurde heute Morgen das Denkmal Albrecht's des Bären in der Sieges-Allee ohne besondere Feier der Oeffentlichkeit übergeben. Die Umgebung des Denkmals war von der Thiergartenverwaltung wieder aufs reiste mit blühenden und Blatt-Pflanzen geschmückt ; prächtige Magnolien, Phönixpalmen, Latanien, Rhododendren, Hortensien und Cinerarien waren zu beiden Seiten des Denkmals zu wirkungsvollen Gruppen vereinigt. Kurz nah 84 Uhr wurde die Hülle, die das Denkmal bisher den Blicken des zahlreihen Publikums entzogen hatte, entfernt. Jnzwishen hatten sh am Denkmal die zur Feter befohlenen Herrschaften versammelt. Es waren zugegen: der Chef des Zivilkabinets, Wirklihe Geheime Rath Dr. von

Lucanus, der Polizeti-Präsident von Windheim, der Geheime Ober- Regierungs-Rath Kayser, der Geheime Regierungs-Rath Mießner,

die Bildhauer Professor Reinhold Begas und Walter Schott, der SWöpfer des Denkmals, der Architekt desselben, Geheime Baurath Profefsor Spitta, der Thiergarten-Inspektor, Garten-Direktor Geitner sowie die bei der Eg betheiligt gewesenen Beamten. Seine Majeftät der Kaiser in der Uniform der Gardes du Corps kam um 9 Uhr zu Fuß mit den Prinzen Söhnen Adalbert, August Wilhelm und Oskar, dem dienstthuenden Flügel - Adjutanten und dem Gouverneur der Prinzen von den Zelten her und trat, nah huldvoller Be Laud der versammelten Herren, mit dem Bildhauer Schott zur Besichtigung des Denkmals an dasselbe heran. Seine Majestät sprah Allerhöchstseine Befriedigung über das Werk aus und zog dann auch den Garten-Direktor Geitner in eine längere Unterhaltung, die der Anordnung der gärtnerishen Ausschmückung galt. Nachdem der Kaiser etwa 20 Minuten am Denkmal verweilt und der Chef des Zivilkabinets im Allerhöchsten Auftrage dem Bild- hauer Schott den Rothen Adler-Orden 4. Klasse überretiht hatte, {ritt Seine Tue mit den Prinzen die Sieges-Allee nah der Charlotten- burger Chaussee zu, um die Gesammtanlage in ihrer bisherigen Vollendung nohmals zu betrachten. Alsdann verabschiedete Sich Allerhöchstderselbe.

Das straße von Polizei-Präsidium macht bekannt, daß

die Nosenstraße von der Kaiser-Wilhelm- bis zur Neuen Friedrich- firaße einshließlich des Kreuzdammes der leßteren und der Nosen- straße, behufs Umpflasterung von heute ab bis auf weiteres für

uhrwerke und Reiter gesperrt wird; der Verkehr zwischen der

traße An der Spandauer Brücke und dem östlihen Theile der Neuen Friedrichstraße erleidet keine Unterbrehung. Kerner wird die Burgstraße vom Mühlendamm bis zur Königsstraße behufs Ver- legung eines Wasserrohrs vom 11. bis 18. d. M. für Fuhrwerke und Reiter gesperrt.

„Die Stadtverordneten beschlofsen in ihrer gestrigen Sihung zunächst, ihre Sommerferien, wie alljährlich, in die Monate Juli und August zu verlegen, und traten alsdann in die Berathung der Vorlage, betreffend den Abschluß eines neuen Vertrages mit den Berliner Elektrizitätswerken, ein. Hierzu lagen mehrere Anträge auf Ueber- weisung der Vorlage an einen Nus\huß von 15 Mitgliedern zur Vor- berathung vor. Nach längerer Debatte, an welcher sh die Stadtv. Vogtherr, Jacobi, Dinse, Goldschmidt 11, Dr. Schwalbe, Singer und Kalisch betheiligten, wurde die Vorlage einem Ausschuß zugewiesen. Der nächste Gegenstand der Tagesordnung war die Vorlage, betreffend die anderweitige Festseßung der Dienstaltersgebälter für ver- schiedene Beamtenkategorien und die Bewilligung von Stellenzulagen. Hierzu lagen drei verschiedene Anträge vor: 1) vom Stadtv. Singer : die Vorlage einem Ausschusse von 15 Mitgliedern zu überweisen und den Ausshuß zu beauftragen, der Versammlung Vorschläge zur definitiven Regelung der Hilfsarbeiterfrage zu mahen; 2) vom Stadtv. Hugo Sachs 11.: den Magistrat zu ersuhen, die Vorlage durch die Bestimmungen zur Regelung der Hilfsarbeiter- frage zu ergänzen, und die Berathung der Vorlage bis dahin zu vertagen ; 3) vom Stadtv. Dr, Preuß: den Magistrat zu ersuchen, die Vorlage durch Regelung der Verhältnisse der Hilfsarbeiter zu ergänzen. Nachdem die Stadtv. Singer und Sachs ihre Anträge befürwortet hatten, nahm der Ober-Bürgermeister Zelle das Wort. Er sprach zunächst seine Befürchtung aus, daß dur die Annahme des Antrages Sachs die Vorlage des Magistrats auf lange Zeit zurüdck- geseßt werden müßte, verbreitete sich dann in längerer Rede über die Hilfsarbeiterfrage und ihren Ursprung und erklärte zum Schluß den Antrag Singer für den empfehlenswertheren. Der dritte Antragsteller, Stadtv. Dr. Preuß, war der Ansicht, daß nah den Ausführungen des Ober-Bürgermeisters der Antrag Singer nicht den rihtigen Weg einer shnellen Erledigung der Angelegenheit darstelle. Durch An- nahme des Singer'shen Antrages würde die Sache vielmehr ad calendas Graeeas vers{oben werden. Er meine, daß die Rückgabe der Vorlage an den Magistrat der einzige Weg sei, um zum Ziele zu gelangen. Nach weiterer Debatte, an welcher außer dem OÖber- Bürgermeister noch die Stadtv. Spinola, Walla, Caffel und der Stadtsyndikus Weise sich betheiligten, wurde der Antrag Singer ange- nommen. Die Vorlage, betreffend die weitere Entbindung der Berliner Elektrizitätswerke von der Verpflichtung zur Legung von Kabelleitungen in einer Reibe von Straßen innerhalb des im Ver- trage vom 25. August 1888 bestimmten Stadtgebiets unter der Be- dingung, daß die Gesellschaft, sofern Konsum angemeldet würde, gleichviel in welher Jahreszeit dies geshähe, innerhalb eines Monats den Anschluß zu bewirken hätte, wurde dem Ausschusse zur Prüfung des Vertrages mit der Elektrizitätsgesell [haft überwiesen. Einem

Beschluß vom 29. Dezember v. J. zufolge hatte die Versammlung

den Magistrat ersucht: 1) baldigst in Berathung zu treten b Meoraanifation der Einkommensteuer, Verwaltung und insbésonbie darauf hinzuwirken, daß eine Vereinigung des Meldebureaus mit den Steuerbureaux oder dem Wahlbureau eintritt, 2) unter Bezugnahme auf die Resolution vom 29. April d. J. ihr baldms lichst eine orlage betreffend den Ankauf oder Bau eines Verwaltun 8gebäudes, zy unterbreiten. Der Magistrat antwortete darauf, daß er mit der Frage wegen des Ankaufs oder des Baues eines Verwaltun 8, gebäudes fon längere Lu beschäftigt sei, die \chwierige Ne gelegenheit nah Kräften fördern und der Versammlung fobald als mögli eine Vorlage mahen werde. Die Reorganisation der Ein- kommensteuer-Verwaltung sei dur eine ad hoc ein eseßte Kommission eingebend geprüft worden. Die Kommission fei aber zu dem Resultat gekommen, h sh durchgreifende Aenderungen, die Qê« eignet wären, den Geschäftsgang wesentlich zu veretnfachen und eventuell Ersparnisse bei den Verwaltungskosten herbeizuführen nur dann vornehmen ließen, wenn die verschiedenen Theile der städtishen Steuerverwaltung in einem ause vereinigt wären Ob es alsdann möglich sein würde, auh das Meldebureau mit dem Einkommensteuerbureau zu vereinigen, würde der Magistrat seiner Zeit in Erwägung ziehen. Nach kurzer Dis, kussion erledigte die Versammlung die orlage durch Kenntnißnahme, Auf Grund des Beschlusses der Versammlung vom 20. No, ventber 1879 war bisher in jedem Frühjahr, so au noch am 1. März cr.,, eine Bekanntmachung derjenigen Straßen er laffen worden, in welhen im Laufe des Jahres vorausfihtlich die Kanalisationsbauarbeiten zur Ausführung kommen würden. Diesem Beschluß hatte die Absicht zu Grunde gelegen, die betheiligten Kreise, Hauseigenthümer, Geschäftsinhaber u. #. w. der betreffenden Gegenden, in die Lage zu versezen, si bei Zeiten auf diese den Vers kehr beeinträchtigenden Straßenarbeiten in ihren wirthschaftlichen Maßnahmen geeignetenfalls vorzubereiten. Da nun die gegenwärtig noch aus8zuführenden Kanalisationsbauten nit entfernt mehr von jenem stôörenden Einfluß auf den öffentlichen Verkehr sind, rote dies zur Zeit des Beschlusses vom 20. November 1879 der Fall war, fo hat der Magistrat beshlossen, die Bekanntmachungen von jetzt ab ein- zustellen. Die Versammlung erklärte sich dur Kenntnißnahme damit einverstanden. Na Erlediguna kleinerer, die Kanalisierung und Regulierung von Straßen betreffender Vorlagen erklärte ih die Versammlung zum Schluß damit einverstanden, daß die von der Berlin, Charlottenburger Straßenbahn für die Jahre 1895 und 1896 zul zahlende prozentuale Abgabe auf 1500 M beziehungêweise 5717 4 7 S, zusammen 7217 M 7 S festgeseßt werde. Auf die öffentliche folgte eine geheime Sigung.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Florenz, 6. Mai. (W. T. B.) Jn Sesto Fiorentino fand gestern Abend aus Anlaß der Brottheuerung eine Kund- gebung statt. Die Manifestanten empfingen die Truppen, welche den von der Menge beseßten Plaß räumen wollten, mit Steinwürfen. Als die Menge nicht aufhörte, einen wahren Steinhagel gegen die Soldaten zu s{hleudern, und versuchte, die öffentlihe Macht zu umzingeln, machte diese von der Waffe Gebrauh. Ein Ruhestörer wurde getödtet, vier andere wurden verwundet. Später trafen Verstärkungen ein. Pavia, 6. Mai. (W. T. B.) Troß der Aufhebung der fommunalen Mehlsteuer und obgleich die von der Stadtbehörde angeordneten Arbeiten bereits begonnen hatten, sammelten si gestern Nachmittag einige Hundert Frauen und Kinder auf dem Plaß vor dem Rathhause an, zertrümmerten die Es und beschädigten ‘die Anpflanzungen. Ein arabiniere wurde durch einen Steinwurf verleßt. Die Unruhen wiederholten sih am Abend; die Manifestanten ver- sperrten die Straßen mit Kupferdrähten und verhinderten (0 ein Vorgehen der Kavallerie. Mehrere Soldaten wurden von Steinwürfen getroffen. Die Ansammlung wurde \hließlich mit Gewalt auseinandergetrieben ; hierbei wurden 7 Soldaten und 3 Zivilisten verwundet.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Erste Beilage

Berlin, Freitag, den 6. Mai

198,

¿ 107.

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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gering

Marktort |

K

niedrigster höchster l

Qualität

| | niedrigster

|

M. M.

mittel

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|

gut

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

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M.

Verkaufte Menge

Doppelzentner

Verkaufs- preis

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah überschläglicher Schäßung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

Am vorigen

itts- Durchschni Markttage

werth für Durch- 1 Doppel- | s{nitts- zentner preis

Ab M.

Wetterbericht vom 6. Mai, 8 Uhr Morgens.

Stationen. Wind. Wetter.

Temperatur 9 Celsius

int 5’C. =4°R.

Bar. auf 0 Gr. u. d. Meeressp red, in Millim

Belmullet . . | 767 |NO heiter Aberdeen . . | 761 |NW bededckt Christiansund | 755 |O wolkig Kopenhagen . | 756 |OSO Regen Stockholm . | 759 |SSO 2wolkig Haparanda . | 756 |NO bedeckt St.Petersburg| 760 |SSW 2sbedeckt

_— dO O i O O O0

Cork, Queens- n 1 767 INNO heiter Cherbourg . | 760 |NNW wolkig i 642000 1NND Regen 41708 [ND Regen 9 amburg .. | 751 |S bedeckt T1 winemünde | 7566 |SSO Regen 1 Neufahrwasser| 760 |SSW 3/halb bed. 11 Memél .. . |_761_ |OSO -1[Dunst 10 Dare U L OTOO Negen 13 arlsruhe .. | 758 bededt 15 Wiesbaden. . | 755 bedeckt 14 München . . | 761 Negen 10 Chemniy .. | 756 Negen 12 D 705 Regen 12 tv el 762 illhalb bed. 10 Breslau . …. | 760 3|bedeckt I Ile d’Aix . . | 764 Regen 14 Frigia R: des 762 bedeckt 13 E E 100 bedeckt 17

Uebersicht der Witterung.

Ein Minimum von mäßiger Tiefe, vom Westen ftommend, liegt über dem nordwestlihen Deutschland und verursacht im südlihen Nordseegebiete starke nordöstlihe Winde. Am höchsten is der Luftdruck westlich von Jrland. Jn Deutschland ist das Baro- meter ftark gefallen. Das Wetter ist in Deutschland trübe, regnerisch und etwas wärmer; meist ist Negen

efallen, 21 nim zu Neufahrwasser; Cuxhaven und ilhelmshaven hatten Gewitter. Trübes, regnerisches Wetter mit Abkühlung wahrscheinlich. Deutsche Seewarte.

R OLSG R S N R C E E E G S S T S A Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend : Opern- haus, 116, Vorstellung, Alár. Romantische Oper

—_—— 00 i O

in 1 Vorspiel und 3 Akten. Dichtung und Musik von Géza Grafen Zihy. Deutsh von Victor Lóon. Ballet von Emil Graeb. In Scene geseßt vom Ober-Regifseur Teßlaff. Dekorative Einrichtung vom Ober-Inspektor Brandt. Dirigent: Kapell- meister Dr. Muck. Anfang 7} Uhr.

Schauspielhaus. 120. Vorstellung. Der Raub der Sabinerinnen. Schwank in 4 Aufzügen von N und Paul von Schönthan. (Emanuel Striese:

err Emil Thomas, als Gast.) Anfang 7} Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 117. Vorstellung. Die Affrikanerin. Oper in 5 Akten von Giacomo Meyerbeer. Text von Eugòne Scribe, deutsch von Ferdinand Gumbert. Ballet von Paul Taglioni. ORNs: Herr Jean Lafsalle, von der Großen

per in Paris, als Gast.) Anfang 75 Uhr. Freie der Pp: Fremden-Loge 12 4, Orchester-

oge 10 „4, Erster Rang Balkon und Loge 8 M, Parquet 8 #, Zweiter Rang Prosceniums-Loge 6 H, Zweiter Rang Balkon und Loge 5 M, Dritter Rang Balkon und Loge 3,50 #4, Vierter Rang Sißtplay 2 #4, Vierter Rang Stehplay 1 M

Schauspielhaus. 121. Vorstellung. Viel Lärmen um Nichts. Lustspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare, überseßt von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig Tieck. (Holzapfel: Herr Emil Thomas, als Gast.) Anfana 74 Uhr.

Neues Opern-Theater. Anno dazumal. Ein deutsher Shwank in 3 Aufzügen (theilweise mit Benußung eines alten Anekdotenstoffes) von Carlot Gottfrid Reuling. Madame Dutitre. Ein Stücckchen aus Alt-Berlin, von Ludwig Makowski, Anfang 7F Uhr. Der Billet-Verkauf zu dieser Vorstellung findet Sonnabend und Sonntag von 9—10 Uhr und 10{—1 Uhr bezw. 12—14 Ühr im Königlichen Schauspielhause statt. Preise der Pläye: 3, 2, 1,50 A und 75 S. Fe wird nicht er- e, Die Billets tragen die Bezeichnung „38. Re- ervefaßz“.

Deutsches Theater. Sonnabend: Der Biber- pelz. Anfang 7& Uhr.

Sonntag, Nachmittags 27 Ubr: Die versunkene Glocke. Abends 77 Uhr: Johaunes.

Montag: Hamlet,

Berliner Theater. Sonnabend : Die Motten- burger. Anfang 7# Uhr. Sonntag, Nachmittags 2} Uhr: Die Motten- burger. Abends 7} Uhr: Die Journalisten. ontag: Die Mottenburger.

Goethe-Theater. Bhf. Zoologisher Garten. Kantstr. 12. Sonnabend: Die Frau ohne Geist. Anfang 7F Uh-.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Ein Sommer- ATIENTOUIE: Abends 77 Uhr: Die offizielle

rau.

Montag: Die Frau ohne Geist.

Schiller - Theater. (Wallner - Theater.) Sonnabend: Galeotto. Anfang 8 Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (7. Vorstellung im 2. Schiller- Cyclus): Wilhelm Tell. Abends 8 Ubr: Brand.

Montag: Galeotto. Anfang 8 Uhr.

Lessing-Theater. Nöfl. Anfang 7ck Uhr. Sonntag: Jm weißen Rößl. Montag: Jm weißen Nößl. Dienstag: Jm weißen Rößl.

Sonnabend: Jm weisen

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4 a. / 5. Direktion: Sigmund Lautenburg, Sonnabend: Die Freuden der Häuslichkeit. Schwank in 3 Akten von Maurice neun, Deutsch von Benno Jacobson. In Scene geseßt von Sigmund Lauten- burg. Anfang 7F Uhr.

Sonntag und folgende Tage: Die Freuden der Häuslichkeit.

Belle -Alliance-Theater. Belle-Alliancestr.7/8. Sonnabend: Robert und Bertram.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Der rechte Schlüssel. Abends 8 Uhr: Die Aermsten.

Montag und folgende Tage: Die Aermsten.

Residenz-Theater. Direktion: Theodor Brandt. Sonnabend: Sein Trick, (Le Truc de Séraphin.) Schwank in 3 Akten von Maurice Desvallières und Antony Mars, Ueberseßt und für die deutsche S Ube bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang

F.

Sonntag und folgende Tage: Sein Trie.

Jn Vorbereitung: Momentaufuahmen. Komödie in 3 Akten von Josef Jarno.

Theater Unter den Linden. Sonnabend: Mit neuer Ausstattung: Der Opernball. Operette in 3 Akten nah dem Lustspiele , Die Nofa-Dominos“ von L6on und Waldberg. Musik von Richard Heu- berger. In Scene gefeßt von Julius Frißsche. n E Herr Kapellmeister Korolanyi. Anfang

- Uhr.

Sonntag: Der Opernball.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Bettelftudent.

Thalia-Theater. (Vormals: Adolph Ernst- Theater.) Sonnabend: Gastspiel des Oberbayri- schen Bauern-Ensembles D’ Tegernscecer, unter Leitung des Herrn Direktors Rudolf Opel. Zum ersten Male: Der g’sunde Kern. Volks\tück mit Gesang und Tanz in 4 Akten (5 Bildern) von Iosef Kellerer. In Scene geseßt vom Direktor Rudolf Opel. Anfang 7ck Uhr.

Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Central - Theater. Alte Jakobstraße 30. Sonnabend : Viertes Gastspiel des Fiala:Ensembles. Novität. Zum ersten Male: Der Dorflump. Volks\tück in 3 Aufzügen von Dr. Hermann Haas. (Hans Neuert, Königlich bayerischer Hof-Schauspieler, als Gast.) Anfang 8 Uhr. i

Sonntag: Dieselbe Vorstellung

Familien-Nachrichten.

Vereheliht: Hr. Sec.-Lieut, Wolf von Rhaden mit Frl. Toni von gelsing (Berlin).

Gestorben: Hr. Pastor Otto Breunekam (Möh- ringen). Hr. Bergrath Carl Köbrih (Schöne- beck a. E.). Fr. Paltor Pauline Weikert, geb. Tschirner (Gr. Wandris). Verw. Fr. Amts- rath Struve, geb. Gerhard (Berlin).

Verantwortlicher Redakteur : Direktor Siemenroth in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin,

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

Kottbus . Wongrowiß . Natibor . Göttingen Geldern . , St. Wendel Aachen

Döbeln i; Langenau i. W. Maa Colmar i. E. . Château-Salins Posen . Breslau .

Landsberg a. W. . Kottbus . Wongrowiß Ratibor . Gôttingen Geldern . .

St. Wendel Aachen . Döbeln . Maat Château-Salins . Posen i; Breslau .

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Landsberg a. W. . Wongrowiß . Geldern .

Posen .

Breólau .

Landsberg a. W. . Kottbus . Wongrowiß - Natibor . Göttingen Koblenz . Geldern .

St. Wendel Aachen . Döbeln .

E L e E E T Nastatt ° ï A S T T e s A 16,25 Thâtcau-Salins G Es Poser B E 16,00 Breslau .„ 15,80

G O. D A 2.0: Q G E

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Ein liegender Striä

Deutscher Reichstag. 84 Sißung vom 5. Mai 1898, 11 Uh1.

Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet. L E 0

Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die Fnter- pellation der Abgg. Auer (Soz.) und Genossen, welche lautet : s

Ó „Beabsichtigen die verbündeten Regierungen, angesihts der un-

gewöhnlich bohen Getreidepreise eine zeitweilige Aufhebung der Getreidezôlle herbeizuführen ?*“ 7 M

Zur Begründung derselben erhält das Wort /

Abg. Schippel (Soz.): Die Thatsachen, auf denen die Inter- pellation beruht, sind Ihnen allen bekannt Wir haben seit langer Zeit ein starkes Anziehen der Getreidepreise, in den leßten Wochen unter dem Eindruck des spanisch - amerikanischen Krieges fogar ein rapides Steigen. Wir haben feit einem _Jahre eine Zunabme der Preise um 49 bezw. 440/9. Die Preise für Weizen be- t:ugen vor einem Jahre 158 X, jeßt 234—240 4, für Roggen vor einem Jahre 118 4, jeßt 170 ( Die Preissteigerung is von Amerika ausgegangen: das ift nicht ein Zeichen, daß dort ein überfüllter Marft vorhanden it, der fih etwa nur wegen der Kriegsgefahr nicht entleeren könnte; denn der Haupt-Getreideplaß Chicago liegt an den Seen, und von dort kann das Getreide nah Canada gefahren werden, wo sih neutrale Schiffe zur Verfrahtung finden. Die Lager sind vielmehr überall so leer wie selten. Spanien hat seine Getreidezólle suépendiert, ebenso Jtalien. Herr Méline hat in den leßten Tagen die Zölle ebenfalls suspendieren müssen. Bei Weizen ehen die Preise über die der beiden Nothstandsjahre 1891 und

892 binaus. Graf Kaniy war damals der Meinung, daß man die Zölle für Getreide suspendieren müsse. Damals waren reiche Lager bei uns und im Auslande vorhanden. Die Negierung hat ja die Lager telegraphisch um Auskunft gebeten, wir werden also vielleicht nachher etwas darüber erfahren. Die Regierung hat sich damals nicht zu einer Suspendierung drängen lassen; sie wollte sih das Kompen- ationsobjekt für die Handelsverträge niht entgehen lassen; das liegt be niht mehr vor; es is heute die Pflicht der Regierung, zur Suspendierung zu kommen. Selbst der Obermeister der Berliner Bâäckerinnung, der konservative Kandidat, hat erklärt, daß die Bäder unter den hohen Preisen leiden. Die Preise sind höher, als sie der Antrag Kanit verlangte, der durchaus niht bescheiden war. Auf den Kopf rechnet man 173,7 kg Mehl- und Brotverbrauh, das macht für die Arbeiterfamilie 868,5 kg oder 30,40 4 Zoll, welche die Arbeiter und die kleinen Unterbeamten für die Großgrundbesißer aufbringen müssen. Die Landwirthe haben jeygt kein Getreide mehr; sie haben kein Interesse mehr an der Aufrechterhaltung der Zölle. Seit der Ernte haben die Landwirthe die hoben Getreide- preise reihlich genossen; sie erfreuen ih jeßt der hohen Fleisch-

{9,20 90,00

24,40 94 40

a 23,00 24,20 25,20 2 23,50 23,68 26,32

s 25,40 21 20 19,70

15,60 16,24 15,50

17,00 17,70 15,00 18,50 16,00 16,40 15,40

14,00 14,00 13,00 16,00 14,90

15,00 17,60 14,00 15,80 16,20

17,00 14,80 18,25

16,00 1650 | 16,75 | 15,00 1640 | 16,50 16,20 | 16,40

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W 20,50 |

24,70 23,90 25,40 23,90 26,32 29,60 21,20 20,10

No 15,60 | 16,24 15,80

17,50 18 00

15,00 19,00 16,50 16,80 15,90

14,00 15,00 13,39 16,00 15,29

15,00 17,60 15,00 16,20 16,50 17,50 15,00 18,25

16,40 17,00 16,00 16,90 16,60

eizen. 21,00 21,50 21,00 24,20 24,70 23,00 25,00 24,00 25,60

R. 16,00 16,47 16,00 16,895 17,50 18,00 20,00 18,29 16,29 19,50

16,90 16,70

D er E

15,00 15,60 13,30

15,89

f E.L. 16,00 18,00 15,60

17,50 17,25 17,50 16,50 18,75 15,80

17,25

17,00 | 16/80 |

1

21,00 22,90 21,00 24,70 25,00 24,00 25,90 24,10 25,80

23,00

16,00 16,47 16,50 17/05 18,00 18,35 21,00 18,29 16,29 20,00

17,20 17.10

15,00 16,00 13,70

16,90

16,00 18,00 16,00 18,00 17,25 18,00 17,00 18,75 16,60

17,50

17,50 17:00

Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. ) (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vo

Bemerkungen,

reise (Widerspruch des Abg. von Kardorff) und der hohen V arntdeiabrelie. Man sagt, die Arbeiter hätten bessere Löhne bei steigender Konjunktur. Wie kann man den Arbeitern die besseren Löhne vorwerfen? Günstige Konjunktur heißt doch Steigerung aller Preise, der Preise der Wohnungen, Nahrungsmittel 2c. Kommen niht \{chlechte Jahre, wo die Arbeiter brotlos sind? Seit wann predigen denn die Unternehmer das eherne Lohngeseß, daß die Arbeiter nicht mehr haben dürfen, als das „Nothwendigste, daß ihnen, wenn sie höhere Löhne erhalten, dieselben in der Form höherer Preise wieder abgenommen werden müssen? Die Industrie klagt über die Belastung durch die Arbeiterversicherung. Dabei betragen diese Lasten 5 4 Krankenversicherung, 3,79 M Unfallver- sicherung und 4 ( JInvalidenversiherung pro Kopf des Arbeiters, das macht zusammen 12,75 #4, während die Belastung des Arbeiters dur die Getreidezölle über 30 #4 beträgt. Bei der Schaffung der Handelsverträge trat die Industrie für die Ermäßigung der Getreide- ¿ôlle ein; jeßt wird die fkapitalistishe Großbourgeoisie nicht mehr dafür zu haben sein.

Staatssekretär des Reihs-Schaßamts Dr. Freiherr von Thielmann:

Meine Herren! Auf die soeben vorgetragene Interpellation habe ih namens des Herrn Reichskanzlers die Erklärung abzugeben:

„daß es nicht in seiner Absicht liegt, eine Herabseßung oder die Aufhebung der Getreidezölle bei den verbündeten Regierungen in Anregung zu bringen.“

Bereits vor sieben Jahren, im Frühjahr 1891, haben ähnliche Umstände zu den gleihen Erwägungen und zu den gleihen S{hlußfol- gerungen geführt. Im Winter vorher war ein noh aus dem Jahre 1890 stammender Antrag des Abg. Richter auf Ermäßigung und spätere gänz- liche Beseitigung ber Kornzölle mit großer Mehrheit seitens des Reichs- tages abgelehnt worden, und die Bewegung der Getreidepreise hat eitdem gezeigt, daß die ablehnende Mehrheit des hohen Hauses das Richtige getroffen hatte; denn {hon ein Jahr darauf bewies der jähe Nieder- gang der Preise, daß die Aufwärtsbewegung des Jahres 1891 ledigaliÞ dem einmaligen Zusammentreffen von einer Reihe von Umständen zuzuschreiben war und niht einer dauernden Veränderung in den Bedingungen des Getreidebaues. Mit noch größerem Recht sind die gegenwärtigen hohen Preise einem Zufammentreffen vor- übergehender Umslände zuzuschreiben; denn es besteht ein gewichtiger Unterschied zwishen den heutigen Verhältnissen und. denen von 1891: damals wurde infolge ungünstiger Ernten ein absoluter Mangel an Brotkorn für den Weltverbrauh befürchtet, während jeßt

21,00 21,00 24,80 23/50

25,58 23,50 25,44

21,20

16,36 15/60 16,92

18,00 20,44

b D S f

h D

19,00 16,83

15,40 13/50 16,00

17,80 15,20 16.00

17,25

17,80 16,37

16,20 17,00

16,88

Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet. i rgekommen ist; ein Punkt (.) in den leßten sech8s Spalten, daß entspreGender Bericht fehlt.

t

die Besorgnisse im wesentlihen nur die Möglichkeit einer rehtzeitigen Herbeischaffung des in Amerika vorhandenen Brotkorns betreffen. Das zeigt sich am deutlihsten darin, daß der Weizen weit mehr gestiegen ift als der Noggen, der seinen hohen Stand von 1891 jeßt nicht entfernt erreiht hat. Diese Befürhtungen wegen einer Kriegssperre der amerikanishen Häfen sind aber übertrieben; denn wenn auß wozu nach den jüngsten Ereignissen keine Wahrscheinlichkeit vorliegt die atlartischen Häfen der Vereinigten Staaten blockiert werden sfollten, so bleibt der Weg über Canada und den Lorenzstrom nach wie vor offen, und auf ihm kann die röôthige Menge Getreide unbehindert nach Europa verschifft werden. In Rußland leiden Theile des Landes allerdings Mangel, während nah den vorliegenden Berichten andere Landestheile noch reichlide Reservevorräthe besißen; nihts deutet darauf hin, daß eine fo {were Hungersnoth wie die 1891 dort im Anzug sei, und es steht übrigens noch in frisher Erinnerung, wie überrashead schnell selbst jene- große Noth des Jahres 1891 dort überwunden worden ift.

Mit einer dauernden Befestigung der Getreidepreise auf dem jeßigen hohen Stande is also ebensowenig zu rechnen, als dies im Fahre 1891 der Fall war; wegen einer vorübergehenden Erhöhung der Preise aber eine Ermäßigung oder gar die Aufhebung der Zölle ins Werk zu setzen, stände im geraden Widerspruß zu den Be- strebungen der verbündeten Regierungen wie großer Parteien in diesem hohen Hause, die auf eine Hebung und Befestigung der wirthshaftlihen Lage der ackerbauenden Bevölkerung gerichtet sind. (Bravo!) Eine vorübergehende Aenderung in den Zollsäßen würde das Brot niht wesentli verbilligen (sehr rihtig!), wohl aber im Hinblick auf die jeßt reifende Ernte den Ackerbauer {wer s\chädigen (sehr rihtig!)); den Gewinn hätte nur der Händler, und die beim Sinken der Preise nach Einbringung der neuen Ernte zu gewärtigende Wiedererhöhung der Zölle müßte einer der ungesundesten Spekulationen Thür und Thor öffnen. (Sehr rihtig!)) Wollten die verbündeten Regierungen bei jedem Hinauf- shnellen der Preise der Landwirthschaft den Zollshuß entziehen, fo ließe ih im entgegengeseßten, leider hon dagewesenen Falle, dem Eintreten abnorm niedriger Preise, die Forderung der Landwirthschaft niht von der Hand weisen, daß nämlich alsdann die Regierung den Landwirthen auch einen Mindestpreis garantieren müsse. (Sehr rihtig!)) Die niederen Preise der lezten Jahre hat unser Ackerbau getragen, und es