1898 / 113 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die \{chwedishe Geog aphisGe Gefellschaft wil Na- | verwalter behufs gleihmä iger und s{onender Behandlung der Mit-

: : forshungen über das Sh‘ckfal Andr6e's und seiner Gefährten glieder und erleihterter Einziehung der Nahshüsse empfehlenswerth fn Pige Bi c rogstadt ne E n iben I haf E c E B E î [ a g ç machen, bedürfen fe ît

_aystellen lassen, zu welhem Zweck H. Stading, der 1896 die ist; der Konkursverwalter Kaufmann Dieliß, hier C., Burg- | einer stark bumoristischen Beleuchtung; aber (rat. dieset Dun T fie 7 zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Ballon: Expedition aa Spitbergen begleitet hatte, das nördliche | straße 1b, würde zu einem derartigen En bereit sein. | dem Verfasser, der nun, um seinen Momentbildern doch eine ti L / eine tiefer zur Mündung fabren, das Delta avfuhen und den Versu maden, | nit dur Prozesse segen Zahlungsunfähige der Gesellshaft neue anger auszugleihen. „Der Meusch kann alls in eine Pfüße werf L : e werfen, M 1183. Berlin, Freitag, den 13. Mai L189

nur nicht sein Gefühl“, sagt Heinrich von Kleist. Eine

Vermischung von Ünsauberkeit und echter Ene Zu E stets Widerwillen erregen, und dieser Widerwille wird auch bur Be „Moral des Stückes nur wenig gemildert. An der Darstellu p er nihts bemängelt werden; alle Mitwirkenden thaten ihre Schuldic® D , und Herr Seldeneck gewann in der Nolle eines stumpfsinni e ebemanns als ausgezeihneter Charafkterspieler sogar das beföntere Interesse der Zuschauer. Der Jar; o’iden Komödie Ae alng eine einaktige Plauderei „Nach Hause“ von Paul emann, die Viterarisch nicht gerade von Bedeutung ift a E R S E E Zeit zu unterhalten vermag. L „Sie“, e der eaterzettel die Persone , A sih in der Sommerfrishe. Beide sind reich, e eigentli@or M ensheruf und kommen am Tage ihrer Abreise überein nachdem sie * oie cten IERE das gehoffte E gefunden haben, auf einer t ] ‘uer noch@ einmal da ü e j im Ganzen günstig, doch wird das Ergebniß von der mebr oder minder „Reformehe“ einzugehen, aus der oie Nebläsbeile aden und bia, E starken Regenmenge abhängen, welche der Monat Mai mit si bringen En S cinen Theils gegen den anderen verbannt fein olle,

: andauernde Trockenheit bereits einigen le Kleinigkeit wurde von Fräulein ndorfer und He ditcher

Schaden angerichtet. s verständig und gefällig Fa L Laas Peer e N

nach den Neusibirishen Inseln vorzudringen; eventuell i die Ab, suchung der Küsten im Osten und Westen des A Beit in Mus, sicht genommen. Der Aufbruch ist, nah „Petermann's Mittheilungen“ n ces April ‘erfolgt, die Rückehr vor Januar 1899 nit zu

arten.

Kosten erwachsen, so ersuche ih die nageordneten Behörden, auch die Amtsvorsteher zu veranlaffen, daß sie die vom Ron eee wegen Bana abigteit einzelner Mitglieder an sie ergehenden An- fragen sahgemäß und nah bestem Wissen beantworten. Plusexemplare dieser Verfügung sind zur Vertheilung an die Landräthe beigelegt.

Berlin, den 3. Mai 1898. Freiherr von Hammerstein.

An sämmtliche erren Regierungs: Präsidenten mit Auénahme derer zu Schleswig, Trier, Koblenz, Erfurt, Wiesbaden.

Sibirien bereisen scll. Von Jakutsk aus will er auf der Lena bis Da es endlih im Gesammtinteresse der Mitglieder liegt, daß | Bedeutung zu verleihen, durch tragishe Herztöne vergeblich versudit, d e , Den

oen wr I

Ea

Land- und Forstwirthschaft.

___ Jn Betreff der im Konkurse becfindlihen Hagelver- siherungs-Gesellschaft „Germania“ hat A Le Landwirthschaft, Domänen und Forsten folgende

erfügung erlassen :

Die hiesige Hagelversicherungs-Gesellshaft auf Gegenseitigkeit „Germania“ it durch Squld ihrer Verwaltung in aa verfall gerathen, ter zunächst zum Liquitationtversahren und Ende vorigen Jakres zur Eröffnung des Konkurses über das Vermögen der Gefellschaft geführt hat. Die Umstände, welche zu dieser bedauer- Lichen Entwickelung geführt haben, und die Gründe, aus welchen es den Unauêtgeseßten Bemühungen der Aufsichtsbehörde niht gelungen ift, die Gesellichaft in geordneten Bahnen zu erhalten, find in der Situne des Hauses der Abgeordneten vom 29. März d. F. von meinem Kommissar ein- gebend dargelegt worden (Stenogr. VerhandlungsberichteS. 1946-1949), und ih kann auf diése „Ausführungen Bezug nehmen. Aus ihnen ergievt sih, daß die starke Belastung der Mitglieder im “«tquidations, und im Konkursverfahren keineswegs, wie in den Kreisen der Mitglieder öfter angenommen wird, auf übermäßige Ausfälle an Prämierrückständen aus «älterer Zeit zurückzuführen ist, fondern vorzugéweise auf Kosten, Zinsen und Abfindungen, die im Liquidationsverfahren aufgewendet nd. Die Zahlungsfäumigkeit eines gcoßen Theiles der Nitalieder und die hierdur der Gesellshaft erwachsenen Weiterunç en Utid Prozeßkosten haben die Aufnahme neuer Schulden für den Betrieb der Liquidation erforderlich gemacht und wesentlich zu der jeßigen Belastung der Gesammtheit der Mitglieder beigetragen.

__ Bet dieser Sachlage liegt es hauptfächlih in der Hand der Mit- glieder selbst, durch alsbaldige Zablung der jeßt im Konkurse zur Ausschreibung gelangenden Nahschüsse den Konkurs rasch und unter thunlichst geringen Opfern zum Ende zu bringen. Der vom Konkursverwalter ausgeschriebene Nach\chuß ift unter Berücksichtigung der nah dem Gange des Liquidationsverfahrens zu gewärtigenden Ausfälle auf etwa das Doppelte des wirklihen Bedarfs beme en, der etwa verbleibende Uebers{uß wird selbstredend den Mits- gliedern zurüderstattet werden. Der Konkursverwalter ift bereit, den- jenigen Mitgliedern, welche darurà nachsuchen, Zahlung in Raten, auf einige Jahre vertheilt, zu gestatten, während denjenigen BVitgliedern, welche soglei Zahlung leisten wollen, eine 10 °/o ige Zinsvergütung zugestanden wird. Um neue Prozesse und die damit verbundenen Kosten thunlichst zu vermeiden, wird den Mitgliedern zunä eine Verpflichtungserklärung zur Vollziehung übersandt, und nur gegen diejenigen Mitglieder, welche die Vollziehung verweigern, beabsichtigt der Ire oaiter Oraa Klage vorzugehen.

„Me Mitglieder einer Gegenseittgkeirsgesell\haft sind gesetli vere pflichtet, für die Schulden der Gesellschaft O A rab deshalb im vorliegenden Falle den großentheils bäuerlihen Mitglie- dern in ihrem etgenen Interesse nur dringend gerathen werden, fofern sie nicht aus besonderen Gründen ihre Mitgliedschaft und die daraus fi ergebende Zahlungsxflicht bestreiten zu tönnen glauben, die thnen zugehende Verpflichtungse klärung zu vollziehen und demnächst die zu vereinbarenden Zahlunçcstermine cinzuhalten.

Nach der vom Konkursverwalter vorgelegten Uebersicht is au im dortigen Verwaltungsbezircke etne arößere Anzahl von Mitgliedern vorhanden, denen das Ausschreiben des Konkursverwalters zugegangen ist oder demnäthst noh „zugehen wird Jh ersuche daher, dur Vermittelung der Landräthe und Gemeindebehötden und in sonst

Verichte von deutschen Fruchtmärkten,

Voran n taaten

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah überschläglicher Schätzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

Qualität gering | mittel Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Am vorigen

Durchschnitts- Id Markttage

Verkaufte preis Menge für

1 Doppel- zentner

gut

Dur{h- \chnitts- preis

Ernteaussichhten in Süd-Ftalien und Sizilien. Marktort

Nachrichten aus Neapel zufolge sind die Ernteaussichten zur Zeit niedrigster | höchster | niedrigster | höchster |Doppelzentner

Mt M. M. M M M.

niedrigster

E Weizen. 4 J | 24,45

Im Königlichen Overnhaufe geht mor i Kottbus | (2 Ps jen Weber 7 N B | 9s Lande Oper „Der Freishüß“ unter Kapellmeister Dr. Mucbs Matbor E M S208 ens und in folgender Befezung in Scene: Fürst Ottokar: Herr S S Ee 25,30 | 25/30 Bulß; Kuno: Herr Krafa ; Agathe: Fräulein Hledler; Caspar: Herr Geldern . A 7 94/00 Mödlinger; Kilian: Herr Stamrner; Eremit: Herr Bamann ; Braut, St. Wendel 26 97 00

22,40

24,45 23,00

25,56 24,00

24,45 73 23,50 7475 26,00 ; 25,60 2812 192

Saatenstand und Getreidehandel in Bulgarien.

Aus Varna liegt folgende N«chricht vor: Die kalte Witterung und der leichte Schneefall in einigen Enten p N, Tarna n Vêèonat April beeinflußte zwar theil- veile den Saatenstand, im allgemeinen ist de ünsti S texeihnen.. i; g n ist dersclbe aber als günstig auptsählich im Dobritscher Bezirk hat die keimende tunae dur den Frost stellenweise so stark gelitten, daß die Mie Brun geackert und zur Einsaat von Gerste verwendet werden mußten. Das Getretdegeshäft war im Monat April fehr till, da weder Varnaer noch Baltschiker Getceidesorten gesucht waren, | Zur Ausfuhr gelangten: | aus Varna: Weizen nah Belgien und Holland etwa 9 000 t Mais nur ein geringes Quantum ;

pak DD

95,00 0

26,50

23,40 25/60 2 94/50 A 96 32

E 26,00 20,00 20,60

26,30

24,00 27,00 24,10 27,00

98,42

93,90 97/40

23,90 26,20 925,50 27,37 26,40

jungfern die Damen: Rothauser. Reinisch, Krainz und Aachen . E - Aennchen gastiert Fräulein Margot Kaftal vom Stant-Theater (Wren O 25.60 2640 u Engagement, als Max: Herr Ernst Kraus. Vorher wird Erost von E h S, —- V ildenbrudys Borspiel „Hosterwiß“ gegeben, Die Besetzung lautet: A S U 28,42 arl Maria von Weber: Herr Kcaußneck; Caroline: Frau Conrad: See S E i i A Hofrath Kind: Herr Oberlaender; der Gärtner: Herr Eichhol;: hâteau-Salins S 22,00 | 22,80 Hansel, des Gärtners Sohn : Fr Zu Begix fb C Me 85 | ; e n ; Frau Gradl. Zu Begiren der Bor- s) ; ria 26,85 | 2740| stellung wird die Ouvertüre zu „Euryanthè“ gespielt. Bei den a E : Logenschließern gelangt das illustrierte „Freischüß“-Gedenkbuch zum Roggen. Baltf& Preise von 1 4 zur Ausgabe. A A aus Balt\hik: Im Königlihen Schauspielhause eizen na Holland etwa 2000 t, Schiller's Trauerspiel „Maria Stat ait 16.75 i Geiste nah Konstantinopel etwa s 300 t. in der Titelrolle zur Aufführung. Als 18,90 18,00 us Sl Res betrugen gegen Mitte April, auf 100 kg | eröffnet Frau Franziska Ellmenreich vom 18,00 18,00 rechnet : Hamburg ein Gastspiel auf Engagement, Den Leicester spielt 20,00 Derr Ludwig, den Burleigh Herr Pohl, den Mortimer Herr t 19,00 Matkowsky, den Paulet Herr Kahle. Am Montag findet ne 16,25 | a Aufführung von Carl Töpfer's Original-Lustspiel „Rosenmüller und 20,00 E Finke“ mit Herrn Emil Thomas als Timotheus Blcom ftatt. Die 20,00 20,90 18,00 | 18,20 16,80 | 17,60 20,759 || _—

10 617 26,21 75 2%.10 146 27,37

I us «U M: W-M

2 770 26,90

bad

17,40 17,20 16,75

18,00 20/00

174 516 419

1800 520

17,65 17,80 16,75 18,60 18,35 20,00 19,00

17,06 16,60

17,50 1770

Kottbus . Wongrowißz Ratibor . Göttingen Geldern . .

St. Wendel Aachen . Döbeln . n Langenau i. W. . Rastatt .

Posen Breslau . Altkirch .

Li idireii D *

kommt morgen _ Fräulein Poype Königin Elisabeth Stadt-Theater in

15,00 | 16,20

17,70 18,50

17,40 in Varna: 35 14,50—15,60 Fr. 18,50 7,60— 7,80 A

15,00 20,00 19,50 17,80 16,30 20,75

für Weizen Mais , 20,10

17,74 20,75

460 2 040

145

21,00 18,80 18,00

19,00 17,50 16,10

18,50 17,20 15,10

T angelundtgïe Borstelung von „Doktor Klaus" mit H j Thomas als Leopold Griesinger wird auf kurze Zeit Vest. is

Dos Deutsche Theater bringt am nä§hsten D

: i onnerstag, den

Himmelfahrtstage, „Lumpacivagabundus“ neu einstudiert E Auf-

führung. Herr Kainz spielt wieder den Schneider Zwirn und Herr

E of ct per E Ver wird als leßte neue Nolle , setnem Aus|ceiden aus dem Deutsche / den S e

Anlbriea, ide den Theater den Schuster

Im Goethe-Theater beginnt am Monta räulein Ad

Sandrock vom K. K. Hofburg-Theater in Wien ibr Gaste, Da ae S ihre Thätigkeit am Hofburg-Theater {on Ende dieses Sas R aufnehmen muß, fo fann das Gastspiel nur drei

Im Schiller-Theater findet die erfie Auffübr1 (

i t N i lie Aufführung des Lust- spiels „Die Dummen“ von Guinon und Denier, deutsch i Sis Brandes, am Dienstag, den 17. d. M.,, statt. Morgen wird Eche- garay’s Drama „Galeotto“ wiederholt. /

für Weizen S E L208

Zu Ende April wurden in Varna: 19,50—20,— Fr. in Balt\cchik:

13,50—15,— Fr. 8,90— 9, P

G erfte. 15,60 | 16,00 16,50 | _— 13,30 | 13,30 #2 1008 {15,80 Hafer.

18,80 16,80

17,50 18,00

15,50 407 16,28 132 13,20 36 18,00

17,00 4659

13,70

19,08 16/90

für Weizen für Gerste .

15,00 16,00 13,00

14,00

13,00 18,20

13,40

13,50

12,70 17:80

12,70

Wongrowiß . Natibor . Geldern .

dri ets S Colmar i. E. . Breslau .

9 .00— Z bezahlt. ,00— 9,50 Fr.

Theater und Musik, 14,90 15 20

Residenz-Theater.

Die gestrige erste Aufführung der dreiaktigen Komödie „Moment - aufnahmen von Josef Jarno fand, soweit das Verhalten der Zuschauer in Betracht kommt, eine günstige Aufnahme. Der Ber- fasser uet s R A des Stücks Zweck und Ziel seiner Arbeit "e n dralhe un net Den, ' an : er will einzelne Gri@einungen aus dem Leben der i geeigneter Ba e Eten gütTidh dahin einzuwirken, daß { photograpktisher Genauigkeit wiedergeben und zu as B b L A gden na ommen und nicht neue, der Ge- } Handlung augsgestalten. Dieses Streben i ihm äußerlih Lum E E af ja ende Weiterungen und Kosten hervorrufen. } wohl gelungen; denn, wie man in gewissen Kreisen spricht Id F A RIR E E e T 00 nit in ogen Krelsen, und sich bewegr, das bringt er treffend zum Ausdru: aber P “(a E eren Jay n AlilgUedern ver- | es ist bedauerliÞ, daß er ein besonde häßlid l i treten ist, eine Vermittelung der Kreisbehörden mit dem Konkurs. | der gewählten Entwickelung geradez: abftolende Moris, E va

187 492 2 370 910 1519

18,70 16,40 15,80

18,20 16,60

18,80 17,60

18,00 18,50 17,00 19,00 17,00 17,00 19,00

18,60 | 16,20 | 16,20 | 16,70

17,50 18,00

16,00 16,40 16,60 2 D 19,00

N 41090 17,00 18,50

18,60 15,80 16,00 16,50

Kottbus . Wongrowiß. Natibor . Göttingen Geldern . . St. Wendel Aachen

Os O O A E e -— Rastatt k; E E R 17,75 18,00 Château-Salins —- Posen . Breslau . Alikirh .

15,50 15,80

17,50 18,50

14,50 15,20

17,00

18,50

17,00 18,43

17,50 19,00

L 358 18,50 | 129 17,00 j ? G 1 E T ade 9 88 16,660 | 16,80 | 17,00 A a 19,53 19,53 228

| 49/00 4 16,00

| 17,50 1080 1640 18,60 | I

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

15,80 18,60

Wetterbericht vom 13. Mai Wildenbruh Der schü 4 , 44). N T - s Uhr Morgens. Oper in 3 Akten von Grel Maria F l 1 æœ | Dichtung von Friedri Kind (nah der Erzählung August Apel's). (Aennchen: Fräulein Margot Kaftal, vom Stadt-Theater in Bremen, A Herr Ernst Kraus, als Gäste.) Anfang Schauspielhaus. 127. Vorstellung. Maria Stuart. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedri von Schiller. (Königin Elisabeth: Frau Franziska Ellmenreich, vom Stadt-Theater in Hamburg, als Gast.) Anfang

Romantische von Weber. gleihnamigen

BEMELLU qu Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berehnet. Ein liegender Stri ) (—) in den Spalten is Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist; ein Punkt (.) in den leßten sechs Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

Anzengruber-Cyclus): Der G’wi enswurm. Abends 8 Uhr: Die wilde brd Montag: Galeotto. Infang 8 Uhr.

pShalia-Theater. (Vormals: Adolph Ernst. heater.) Sonnabend: Gastspiel des Oberba ri- scheu Bauern-Ensembles D’ Tegernseer. Der Zimmerfeftl, Bauernkomödie mit Gesang und Tanz in 3 Akten von Anry Schäfer. Hierauf: Nepertoire-Nummern und Tänze, welche das Personal die hohe Ehre hatte, vor Seiner Majestät dem Kaiser aufführen zu dürfen. Anfang 74 Ühr.

Sonntag: Dieselbe Vorstellung. i:

Schluß des Gastspiels am 15. Mai.

j |

49R

Lessing-Theater. Sonnabend: Im weißen Rößl. Anfang 7F Uhr.

Sonntag: Jur weißen Rößl.

Montag: Jm weißen Rößl.

Dienstag: Jm weißen Rößl.

L

° Celfius

S É

Stationen.

Hauses burhgehend auf die Grundlagen dieses Geseßes sich gestellt hat. Von allen Seiten ift anerkannt worden, daß für diese Provinz die geseßlihe Anerkennung der alten Erbsitte, des Anerbenre(hts berehtigt sei. Das hohe Haus hat sich also in dieser Beziehung prinzipiell dem Gesetzentwurf geneigt gezeigt; es handelt sich nur noch

5

ind. }{ Wetter. | haben, daß fie in einer mechanischen Weise diesem Beseß später

würden auch unterworfen werden, obwohl die ganze Bodenauftheilung eine andere, die hiftorishe Entwickelung eine andere, die Erbsitte eine andere ift, sich doch wohl bei dieser Erklärung werden beruhigen

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

78, Sißung vom 12. Mai 1898.

Bar. auf 0 Gr u. d. Meeressp red. in Millim Temperatur

in

59C.

NW 5|bedeckt W 3lhalb bed.

| | |

753 750

Belmullet . Aberdeen

Christiansund | 738 Kopenhagen . Stockholm .

Haparanda .

Cork, Queens- Ton

WSW 6 Regen 747 |NNW 2Regen 748 |SO 2|bededt 746 |S 6\wolkenlos

{Þck 0 M D N O

|

5 7590 |W Cherbourg . | 7566 |WNW E c l 702 TIMNL8 E 4 e 748 |W Par af 000 |WNW Swinemünde | 747 |S&W Neufahrwasser| 748 |S Ptemel 746 |ONO 7597 |WSW 754 |NO 7593 |NW 753 |W bedeckt 750 |SW 4\Negen «748 |WSW 3/bedeckt i s el (02 190 4|Regen Breslau... | 749 |NW P2Regen Ile d'Aix .. | 760 |WNW 3|Regen S 1] 7014 INW 3\wolkenlos Triest .... | 752 |SW 2\heiter

___ Uebersicht der Witterung.

Ein tiefes Minimum liegt bei den Lofoten, ein anderes über Ober-Italien, während der Luftdruck über Südwest-Europa am höchsten ist. Ueber West- Jrland ift das Barometer wieder gefallen, dagegen auf dem übrigen Gebiet gestiegen. Bei schwachen südwestlihen bis nordwestlißhen Winden ist das Wetter in Deutschland, wo überall Regen gefallen E, An irie Ee Friedrichshafen melden 20, München mm MNegen. Zunächst auf- kflarendes Wetter wahrscheinlich. D E

i Deutsche Seewarte.

R U R E M CA A SRG G S C EN C E S E I S E A Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend : Opern-

haus. 123, V ung. Ouverture Eur Hosterwit. Vorspiel in 1 Akt von Erde.

halb bed. bededckt halb bed. bedeckt halb bed. wolkig Jegen wolkig halb bed. bededckt wolkig

arie L arlsruhe . . Wiesbaden , München . Chemniy , ,

Berlin

DO! dD b S 5 E DD C

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f p C0 5 O0 U! s 0 J J 00

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7 Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 124. Vorstellung. Mignon. Oper in 3 Akten von Ambroise Thomas. Tet mit Benutzung des Wolfgang von Goethe’shen Romans „Wilhelm Meister's Lehrjahre“ von Michel Carrs und Jules Barbier, deutsch von Ferdinand Gumbert. Ballet von Paul Taglioni, Anfang 75 Ubr.

Schauspielhaus. 128. Vorftellung. Anno dazumal. Gin deutsher Shwank in 3 Aufzügen (theilweise mit Benutzung eines alten Anekdotenstoffes) von Carlot Sia rie A S Ne Dutitre. Ein

en aus „Berlin, v ig® i. Äufane 74: Ute. on Ludwig Makowski

Deutsches Theater. Sonnabend: Der Biber- pelz. Anfang 7 Uhr.

Sonntag: Nathan der Weise.

Montag: Johannes.

Berliner Theater. Sonnabend: Jun Be- handlung. Anfang 74 Uhr.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Die Motten- burger. Abends 77 Uhr: Was Jhr wollt.

Montag: Ju Behandlung.

Ï Gocthe-Theater. Bhf. Zoologisher Garten

rantftr. 12, S bend:

Anfang 74 Ube onnabend: Die offizielle Frau. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Minua von

SCIDeIs, Abends 7} Uhr: Die offizielle Montag: Gastspiel der K. K. burg-Schau-

spielerin Adele Sandrock. Sande, aa dite

Schiller - Theater. (Wallner - Theater.)

Sonnabend: Galeotto. Anfang 8 Uhr. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (4. Vorstellung im

Neues Theater. Siffbauerdamm 4a. /5. Direktion: Sigmund Lautenburg. Sonnabend: Zum leßten Male: Die Freuden der Häuslichkeit, Schwank in 3 Akten von Maurice Hennecquin. Deutsch von Benno Jacobson. Anfang 74 Ubr.

Sonntag: Zum ersten Male: Villa GabrièSle. Lustspiel in 3 Akten von Léon Gandillot. Deutsch von Benno Jacobson. Fn Scene geseßt von Sig- mund Lautenburg.

Montag und folgende Tage: Villa Gabrièle.

L Selle -Alliance-Theater. Belle-Alliancestr.7/8 onnabend: Penfion Schöller. iner e von W. Jacobi E C, Aan, O A E Sonntag: Der Graf von Hammerstein. Moöóntag: Die Aermsten. Vorauzeige. Eröffnung der Sommer-Saison: Donnerstag, den 19. Mai.

Residenz-Theater. Direktion: Theodor Brandt. Sonnabend: Momentaufuahmen. Komödie in 3 Akten von Josef Jarno. Vorher : Nach Hause ! E in 1 Akt von Paul Linsemann. Anfang

5

Sonntag undfolgende Tage: Moment G Vorher: Nach Hause! g aufnahmen

Theater Unter den Linden. Sonnabend: Mit neuer Ausstattung: Der Operuball. Operette in 3 Akten nah dem Lustspiele „Die Rosa-Dominos“ von Léon und Waldberg. Musik von Richard Heu- berger. In Scene geseßt von Jultus Fritzsche. T e: Herr Kapellmeister Korolanyi. Anfang

G E a onntag, YVtahmittags r: De : Der Bettelstudent. e van Leut

Central - Theater. Alte Zakobstraße 30. Sonnabend: Achtes Gastspiel des Fiala-Ensembles. Zum ersten Male: Jm Austragsftüberl. Länd- liches Volksftück mit Gesang und Tanz in 4 Akten, (Fräulein Amalia Schönchen, K. K. Hofburg: Schau- spielerin, Herr Hans Neuert, Königlich bayerischer Hof-Schauspieler, als Gäste.) Anfang 8 Uhr.

Sonntag: Dieselbe Vorstellung.

Familien-Nachrichten,

Verlobt: Frl. Gertrud von Kall mit Hrn. Polizei- Distrikts. Komn. und Prem ‘Lieut D Guido von Kahlden (Naumburg a. S.—Nevstadt b. P.), Frl. Hildegard von Koschembahr-Skorkau mit Hrn. Hans von Mosch (Görlitß—Ober-: Penzig-

Para @ eboren: Ein Sohn: Hrn. Regierungs-Assessor Dr. Gebauer (Magdeburg). Hrn. Lothar Frhrn. von Richthofen (Oels). Eine Towter: Dn, Millergutsbésiger Jörgen Smith (Toede-

rand),

Gestorben: Hr. Oberst z. D. Wilhelm von Rett- berg (Weimar). Hr. Forstmeister a. D. August besie Maa efos ). 16 No und Fabrik-

rnold Friedmann (Berlin). Hr. Karl Schumacher (Berlin). B

ektor

, Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Sholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags Anslalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen

(einshließlich Börsen-Beilage).

Das Haus set die zweite Berathung des Geseß- entwurfs, betreffend das Anerbenrecht bei Landgütern in der Provinz Westfalen und im Kreise Rees, Essen (Stadt und Land), Duisburg, Ruhrort und Mülheim a. d. Ruhr, und zwar zunächst des § 1 und des dazu ge- stellten Abänderungsantrags Schulze-Steinen (Zulassung des

Ausslußvermerks), fort. E N Ueber den ersten Theil der Debatte ist in der gestrigen

Nummer d. Bl. berichtet worden.

Vize-Präsident des Staats-Ministeriums, Finanz-Minister Dr. von Miquel:

Meine Herren! Ich habe zu meinem Bedauern durch die Ver- handlungen im Herrenhause der gestrigen Sißung hier niht bis zu Ende beiwohnen können. Ih habe aber gelesen, daß hier der Wunsch ausgesprochen ift, besonders, wenn ih nit irre, von dem Herrn Abg. Gamp, nach einer weiteren, bestimmteren Erklärung, als sie der Herr Landwirthschafts-Minister in seiner vorsihtigen Weise nur geben zu dürfen geglaubt hat über die Stellung des Staats - Ministeriums in der Frage, ob dasselbe das vorliegende Geseh lediglih als ein pro- vinzielles, durch die besonderen Bedürfnisse und NRechts- aUffassungen, sozialen und wirthshaftlihen Verhältnisse der Provinz Westfalen bedingtes ansche und garnicht daran denke, \{hablonenhaft ein solhes Gesey au auf andere Pro- vinzen auszudehnen, die vielleiht derartige Wünsche gar niht haben. Meine Herren, ih kann ja au in dieser Beziehung einen formalen Beschluß des Staats-Ministeriums niht mittheilen (hört! hört! links), aber das kann ih bezeugen, daß nie während der ganzen Ver- handlungen im Staats-Ministerium eine andere Meinung über diese Frage gewesen ist. Das ganze Staats - Minifterium is meines Wissens vollständig darin einig, daß dieses Geseß durch die besonderen Verhältnisse in der Provinz allein berechtigt it, und daß jede weitere Ausdehnung auf die übrigen Landestheile, die unter ganz anderen Verhältnissen leben, eine andere Rehtsanschauung haben, in keiner Weise von der Staatsregierung beabsichtigt ift und beabsichtigt werden wird. (Bravo!)

Ich glaube, daß diejenigen Herren, die etwa die Ueberzeugung

können. } Wir haben es also hier ledigli mit einem provinziellen Gesetz

zu thun; und so lange ih die Parlamente in Preußen kenne, habe ih immer gefunden, daß die große Mehrheit der Landesvertretung immer geneigt gewesen ist, in Bezug auf die provinzielle Gesehgebung den Wünschen und Anschauungen der betreffenden Provinz weitgehende Nechnung zu tragen. Es müssen {ou ganz prinzipielle unüber- windlihe Gegengründe nach der Meinung der Landesvertretung vor- liegen, ehe man fi entschließt, den provinziellen Wünschen entgegen- zutreten.

Meine Herren, es find hier Meinungsverschiedenheiten darüber ausgesprochen, ob es sich hier wohl wirklich um einen durchgängigen Wunsch der Provinz Westfalen handelt. Es ift ja rihtig, daß auch in einer einzelnen Provinz über eine solche Frage Meinungsverschieden- heiten vcrhanden sein können. Wir können uns aber doch und auch der Landtag nah meiner Meinung nur stüßen auf die legale Vertretung der Provinz, die in Stadt und Land in fast ecinmüthiger Weise für dies Geseh eingetreten ist.

Wenn gestern darauf hingewiesen is, daß früher die Provinz anders gestanden hätte, daß man si hätte begnügen wollen, wenn ih so sagen darf mit der Umdrehung der Landgüterrolle, so beweifi dies garnihts; denn damals hat die Provinz wohl nicht geglaubt, daß die Staatsregierung direkt zur Einführung des Anerbenrehts als des ge- meinen Erbrechts, des Fntestaterbrehts in dieser Provinz übergehen würde. Außerdem kann doch nur der zweite Beschluß, der der reifliher erwogene, der aus der Gesammtdiskussion über diese Frage in der Provinz hervorgegangen if, allein als maßgebend betrachtet werden. (Sehr rihtig!) Wir dürfen und müfsen also annehmen, daß dies Gescß den Bedürfnissen und den daraus hervorgehenden Anschauungen der Provinz Westfalen durhgehends entspricht.

Nun, frage ih weiter, meine Herren, welche prinzipiellen Gegen- säße sind nun hier hervorgetreten, die berehtigen oder gewissermaßen einen zwingenden Grund abgeben könnten, folhem provinziellen Verlangen in der Geseygebung entgegenzutreten? Jch konstatiere, meine Herren, zu meiner großen Befriedigung, daß die große Mehrheit dieses hohen

um einzelne Spezialfragen dann könnte eine sehr große Mehrheit des Hauses sih über dieses Geseß verständigen. (Sehr richtig! rets.)

Meine Herren, ih follte doch glauben, wenn es \sich um eine folhe wihtige Entscheidung handelt, die wir hier zu treffen haben, wenn die Gegner des Gesetzes sih allein dabei ftüßen auf die Abnei- gung gegen einzelne Bestimmungen, daß es möglich sein würde, daß die Parteien sih über das Geseß noch vor der dritten Lesung verständigen. (Sehr wahr!)

Meine Herren, eins aber möchte ih dringend wünschen, daß Sie, namentlich die nationalliberale Partei, welche bereit ift, in der Mehrheit ein gefeßlihes Intestaterbreht, wie es gehandhabt if seit der Einführung des römischen Rechts, wie es in der Rechtsauffassung und Rechtsüberzeugung der ganzen in Betracht kommenden Bevölke- rung liegt, wenn Sie anerkennen, daß ein folhes Intestaterbreht berechtigt ift und eines geseßlihen Schußes und geseßliher Anerkennung bedarf, auch die Konsequenz aus diesem eigenen Standpunkt ziehen. Meine Herren, wohin foll ein vernünftiges Fntestaterbrecht gehen ? Dahin, daß das Geseh bei fehlender Disposition dem vermuthlichen Willen des Sterbenden entspriht. Nun erkennen die Herren selbst an: durhgängig ift in Westfalen das Anerbenrecht dasjenige, nah welchem bei Mangel einer Disposition der Beerbte hat sterben wollen. Ift dies nun richtig, meine Herren, so können Sie doch kein Intestaterbrecht machen für einzelne Höfe, sondern für eine bestimmte Gegend, in der dieser vermuthete Rechtswillen als communis opinio besteht. Der einzelne Eigenthümer wird in der freien Disposition unter Lebenden von Todeswegen gar- nicht behindert. Jh würde persönlih auf dem Standpunkt stehen und ich glaube auch in dieser Beziehung der Zustimmung des Herrn Landwirths{chafts-Ministers sicher zu sein daß man das Aus\{hluß- verlangen dem einzelnen Eigenthümer freigiebt mit der Wirkung, daß es für ihn persönli ist, aber niht mit der Wirkung, daß es für seinen fpeziellen Hof ein neues Intestaterbrecht \{chaffft. (Hört! Hört! bei den Nationalliberalen.) Das ift eine Konsequenz, die ih mit dem ganzen System des Gesezes für vereinbar halte. Jch kann allerdings hinzue