1898 / 134 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

9, 5

v York M ni Vin. Eastbourne passiert. „Prinz- egent Luiipold“ 8. Juni Mrgs, in New York angekommen,

i Hamburg, 8. Juni. . T. B) Hamburg - Amerika- Linie. Dampfer „Pretoria“, v. New York kommend, hat gestern

Abd. Scilly passiert. London, 8. Juni. (W. T. B.) Unton- Linie. Dampfer „Norman“ ist auf der Ausreise heute in Kap stadt angekommen. Rotterdam, 8. Juni. (W. T. B.) Holland-Amerika- Linie. Dampfer „Amsterdam“, von New York nah Rotterdam,

hat gestern Nachmittag Scilly pasfiert.

Theater und Musik,

Sm Königlichen Opernhause erreicht morgen die Gesammkt- Aufführung von Richard Wagners Bühnen-Festspiel „Der Ring des Ribelungen“ mit dem dritten Abend, „Götterdämmerung* ibren Abschluß. Die Beseßung lautet: Siegfried: Herr Ernft Kraus; Gunther: Herr Bachmann; Hagen: Herr Möd- linger; Alberih: Herr Schmidt; Brünnhilde: Frau Sucher ; Gutrune: Fräulein Egli; Waltraute: Frau Goeße; Nhein- töôchier: die Damen Herzog, Rothauser und Krainz. Kapellmeister Dr. Muck dirigiert. Aufang 7 Uhr.

Nm Sonnabend, den 11., Sonntag, den 12.,, und Montag, den 13, d. M,, finden Opern-Vorstellungen im Neuen niglihen

Opern- Theater statt, während am 14. und 16, Juni Wagner - Aufführungen im Opernhause veranstaltet werden. Eine Wiederholung des Nibelungen-Ringes im Opernhause während des Monats Juni ist ebenfalls noch vorgesehen.

Der {oa erwähnte schwedische Studentenhor „Orphosi Drängars“ („Orphéus' Söhne“) aus Upsala, der am 16. d. Mts. hier eintrifft, um im Anschluß an die Opern- Borstellungen im Neuen Königlihen Opern -Theater zu konzertieren, steht unter Leitung des Universitäts-Musikdirektors Jwar Hedenblad und zählt etwa 50 Mitglieder. Zu thnen gehören 9 Juristen, 9 Philosophen, 4 Mediziner, 8 Theologen, einige Ingenieure, Literaten, Künstler, Universitätsdozenten und vier Opernsänger, die aus diesem Studentenchor hervorgeganaen sind, darunter der Opern- \änger Lundgvist (Stockholm). Der Chor dehnt seine Sommerfahrt in diesem Jahre zum ersten Mal bis nah Berlin aus. Der Ertrag der Konmzertreise soll der Orchesterkasse zu Upsala zufließen, welche dazu bestimmt ist, talentvollen Musikern die Mittel zur Ausbildung zu gewähren. Ängehörige der Universität, der Berliner Presse, der \ckwedisch-norwegishen Gesandtschaft und des General-Konsulats haben es unternommen, für einen würdigen Empfang der Upsalaer Gäste, die im Hotel „Zu den vier Jahreszeiten“ absteigen werden, Sorge zu tragen.

Sm Kön iglihen Schauspielhause wird morgen Sardou?'s Lustspiel Flattersuht“, sowie das Lustspiel ,Tanzstunde“ gegeben. Die Herren Vollmer, Keßler, Herßer und die Damen Schramm und von Mayburg sind darin beschäftigt.

Im Berliner Theater finden Wiederholungen von Victor Léon?s Volksstück „Gebildete Menschen“ am Sonnabend, Sonntag und Montag (40. Abonnements-Vorstellung) statt.

Das Schiller -Theater beschließt am 29. d. M. die laufende Spielzeit; die Wiedereröffnung findet am 1. September statt. Am Sonntag, den 12. Juni, is die legte Nahmittags-Vorstellung ; es geht an diesem Tage, als 6. Vorstellung im Anzengruber-Cyclus, die Posse „Doppelselbstmord“ in Scene. In der Abendaufführung, „Der Widerspenstigen Zähmung“, wird. Herr Gustav Olmar sein auf Engagement abzielendes Gastspiel eröffnen. Das Lustspiel „Die Dummen“ von Guinon und Denier, deutsch von Otto Brandes, kommt morgen zur leßtmaligen Aufführung.

Morgen wird in der Morwiß’schen Oper im Theater des Westens „Die chwarze Kaschka" wiederholt; am Sonnabend geht zum ersten Mal, neu einstudiert, Verdi’'s „Maskenball“ („Amelia“) in Scene. In der Titelpartie tritt die dramatishe Sängerin Fräulein Valerie Andor zum - ersten Mal auf, den Pagen singt Fräulein Klara Stolzenberg, die Wahrsagerin Ulrica Fräulein Frida Hawliczek; die männlichen Hauptpartien liegen in den Händen der Herren Oscar von Lauppert und Adolf Gröbke. Am Sonutag tritt Signora Prevosti noch ein- mal in „La Traviata“ auf, und am Montag wird der „Trompeter von Säkkingen“ in der vorjährigen Beseßung (Herr Jof. Fanta in der Titelpartie, Herr Hugo Kirchner als Conradin 2c.) aufgeführt.

Das Belle - Alliance - Theater veranstaltet am Mittwoch, den 15. Juni, Nachmittags 3F Uhr, eine Schüler-Vorstellung zu ermäßigten Preisen. Aus Anlaß des zehnjährigen Todestages des Hochseligen Kaisers Friedri 111. und der Thronbesteigung Seiner Majestät des jeyt regierenden Kaisers und Königs gelangt das patriotische Festspiel , aiser Rothbart“ von Otto Devrient , welches in seinem erst-n Theil eine Reihe von lebenden Bildern aus der deut- \hen Vergangenheit, im zweiten Theil Episoden aus dem deutsch- französischen Kriege darbietet, zur Aufführung.

Im Residenz-Theater eröffnet Frau Lili Petri morgen ein Gastspiel als Paula Gabler in Jarno’'s Komödie „Moment- aufnahmen“. Das Gastspiel is nur für wenige Tage berechnet, da die Künstlerin früher eingegangenen Verpflichtungen nahkommen muß.

Morgen beginnt im Zentral-Theater ein Gastspiel des Herrn

B. T. B.) Dompfer „Kaiser Friedri“, n. « Du

Carl Pander in der Rolle des Hühneraugen-Operateurs Hirs in dem spiel ¿Es eine“. Für die Darstellung der übrigen Nollen ist ein besonderés nsemble engagiert worden. |

Mannigfaltiges.

Die Deutsche Gesellshaft zur Rettung Schiff- brüchiger hat nah dem Bericht über das Rechnungsjahr 1897/98, welcher der am 7. Juni in Köln a. Rh. abgehaltenen Jahresver- fammlung des Gesellshaftsausshusses vorgelegt wurde, im leßten Rechnungsjahre 60 Menschenleben aus Seenoth gerettet. Die Zahl der seit der Begründung der Gesellschaft durh deren Geräthschaften geretteten Personen is damit auf 2414 gestiegen. Aus der Laeisz- Stiftung wurden für 98 auf hoher See gerettete Menschenleben Prämien im Betrage vou 2775 , einschließlich des Geldwerths der Medaillen, vertheilt. Die Zahl der Rettungsstationen beträgt heute 116, 2 mehr als im leßten Jahre. Hinzugekommen sind: die Doppelstation Tenkitten (Bezirksverein Königéberg i. Pr.) und die mit einem Eisboot ausgerüstete Station Munkmarsh auf Sylt. Von den Stationen befinden sih 72 an der Ostsee, 44 an der Nord- see; 52 sind Doppelstationen, ausgerüstet mit Boot und Raketen- apparat; 48 Boots- und 16 Raketenstationen. Die Gesammt- einnahme belief sich auf 298054 #Æ, die Gesammtausgabe auf 203 640 M. (153 233 ee Der Unterstüßungsfonds be- trägt 97 891 \ Die Unterstüßungen sind zum ersten Male im laufenden Rechnungsjahre bewilligt worden. Die Ehrengabe von 400 M hat Kapitän Eugen Cronmeyer, Führer des Hamburgischen Dampfers „Polaria“, für die Rettung der aus 12 Personen be- stehenden Besaßung der norwegischen Bark „Lyna“ erhalten. Der Preis von 200 4 wurde der Rettungémannschaft in Warnemünde für die Rettung der aus 5 Personen bestehenden Besaßung des deutshen Schleppdampfers „JIteboe“, Kapitän Schröder, und der aus 4 Personen bestehenden Besaßung des deutschen Leichterfahr- zeuges „Hansa“, Schiffer Bröhan, zuge|prohen. Herr Emile Robin hat dec Gesellshaft als sechste Stistung ein Kapital von 6000 4 überwiesen, dessen Einkünfte im Betrage von 200 4. jährli als „Belohnung sür Kindesliebe" der Tochter eines der Bootéleute der Gesellschaft verliehen werden follen. Die von dem General-Major Ernst Bartels und seiner Gemahlin gestiftete Doppelstatiou Tenkitken ist dem Betriebe übergeben worden. Die Stifter haben auch die den Kostenanschlag von 15 000 M. übersteigenden Kosten im Betrage von 5380 M der Gesellschaft zur Verfügung gestellt.

Die Enthüllung des zum Andenken an die Feier des hundertsten Geburtstages des Hochseligen Kaisers Wilbelm I. errihteten „Sport- Denkmals“ an der „Tausendmeter-Ecke“ hinter Grünau wird am 12. d. M., dem zweiten Tage der bevorstehenden Negatta, erfolgen. Die Feier foll sich in einfachen Grenzen halten, Die betbeiligten Ver- cine sind aufgefordert worden, Deputationen im Sportkostüm zu ent- senden.

_ Chemnitz, 8. Juni. 39. Hauptversammlung des Vereins deutsher Ingenieure zu Chemnitz 1898. Gestern Abend gab die Stadt Chemniy dem Verein im Schloß- Restaurant, ober- halb des festlih beleuhteten Schloßteihs ein Gartenfest. Das dabei abgebrannte glänzende Feuerwerk hatte Tausende von Zuschauern herangezogen. Die Slußsißung am heutigen Mittwech Morgen war aus\chließlich Vorträgen gewidmet. Zunächst sprach Herr Ober - Ingenieur Gerdau von der Firma Haniel u. Lueg in Düsseldorf über das Schiffshebewerk zu Henrichenburg, das, fkürzlih vollendet, cine der be- deutendsten Ingenteurthaten der Neuzeit darstellt. Die Schiffs- hebewerfe, so etwa führte der Vortragende aus, dienen bekanntlich den gleichen Zwcecken wie die Schleusen: sie befördern die Schiffe s{hwimmend aus einem tiefer gelegenen Kanal oder Wasserbecken in ein höher gelegenes. Mit einzelnen Schleusen kann eine größere Höhe als eiwa $ bis 6 m zweckmäßig niht überwunden werden, daher find für arößere Höhen ondere Einrichtungen erforderlih. Am Dortmund-Emé-Kanal, dessen Scheitelhaltung sh von Münster bis Herne i. W. erstreckt, und der von dort aus einerseits seine Wasserstraße zur Nordsee und andererseits in feiner projektierten Verlängerung zum Rhein hinunterführt, ist noch eine Höhe von 14 bis 16 m zu überwinden, um Dortmund mit dieser Scheitelhaltung in Verbindung zu bringen. Diese Höhe wird dur das obengenannte Hebewerk überwunden. Dasselbe ist jeßt nah einer gesammten Bau- zeit von etwa 4 Jahren, worin auch die Herstellung der an- \cließenden Kanalstrecken mit einbegriffen ist, vollendet und wird in kurzer Zeit in Betrieb genommen. Der Vor- tragende ging ann näber ouf die Einrichtungen des Henrichenburger Hebewerks ein, welhes nah einem eigenthüm- lichen, bisher für Schiffshebewerke noch niht angewendeten Prinzip von der Firma Haniel u. Lueg in Düsseldorf hergestellt ift. Es besteht aus einer beweglichen eisernen Schleusenkammer, die 70 m. lang und etwa 9 m breit ist und eine Wassertiefe von 2f m hat. Diese Schleusenkammer bildet also einen großen eisernen Wasser- fasten, der an beiten Enden durch Thore verschlossen ist; ebenso ift der untere Kanal und der um 16 m höher gelegene obere Kanal dur Thorschlütßen geschlossen. Befindet sst|ch der Wasser- kasten vor einem der Thore des Kanals, so wird mittels keilförmiger

Dichtung ein wasserdihter Anshluß an der Stirnwand des Ka bergeftellt, die Thore und Schüßen können geöffnet werden, Mee Schiffe, die von der einen zur andern Kanalstrecke zu bringen {sind werden in den Wassertrog aus- oder eingefahren und die Thore wieder verschlossen. Der Wasserkasten mit seinem Wasserinhalt und das darin (A Schiff es kann ein Schiff von 600 bis 800 t Ladung efördert werden wiegen zusammen etwa 24 Millionen Kilo- gramm. Dieses Gewicht 16 m hoch zu heben, würde natürlih eine gewaltige Kraft erfordern. Um dies zu vermeiden, d eine Kraft gesucht werden, die dieses Gewicht stets ohne weitere Kraftäußerung nah oben treibt. Man könnte sich ja eine ganze Reihe von Ballons an dem Schiffstroge befestigt denken, die das. Gewicht des Troges aufheben und ihn s{chwebend erhalten; das ist natürlih praktisch niht auszuführen. Es wird aber dasselbe erreiht, wenn man sich eine Reihe großer eiserner Ballons oder Schwimmer vollständig unter Wasser befindlih denkt, die oben starke Ständer tragen, worauf der Schiffstrog ruht. Der Auftrieb dieser Schwimmer hebt das Gewicht des Troges vollständig auf, und der Trog kann nun leicht auf- und abbewegt werden, Die beim Henrihenburger Schiffs- hebewerk verwendeten Shwimtmkörper, aus 5 zylindrischen 13 m hohen und 87 m Durchmesser haltenden schmiedeeisernen Gesäßen bestehend, bewegen sich in 5 mit Wasser gefüllten Schächten auf und ab. Die Schächte haben 94 m inneren Durchmesser und etwa 30 m Tiefe. Auf der Dede der Schwimmer sind Stützen angebracht, die oben den Schiffstrog tragen. Die Länge dieser Stüßen if natürli so gewählt, daß die Shwimmkörver auh bei höchster Lage des Schiffstroges nicht aus dem Wasser kommen, sodaß der Auftrieb und die Ausgleichung der Lasten sih stets gleih bleiben. Las Auf- und Absteigen des Schiffêtroges wird durch ein Schraubengetriebe bewirkt, das durch elektrishe Maschinen bewegt wird. Der erforderliche Kraft. aufwand ist dabei verhältnißmäßig gering; die Bewegung des Schiffstroges ist vollständig abbängig und geregelt dur das Schraubengetriebe, das zugleich das ganze Werk sihert, da die verwendeten vier Schraubenspindeln im stande sind, im Nothfall den ganzen Schiffstrog zu tragen. Der Vortrag, der sich über alle einzelnen Einrichtungen des Hebewerks erstreckte und den Bau voll- ständig beschrieb, wurde dur zahlreiche Abbildungen, Zeichnungen und Modelle erläutert. Besonders anschaulich und lehrreih war die gleichzeitige Vorführung von Lichtbildera aus den ‘verschiedenen Zeiten der Bauausführung, zum theil nach Aufnahmen, die unter der Erde in den Schächten hergestellt wurden. Das Henrichenburger Schiffs- hebewerk is das größte bis jeßt ausgeführte seiner Art im In- und Auéland, sodaß Deutschland hierin an der Spiße aller Länder steht. Hierauf folgte ein Vortrag des Herrn Direktors Nohn- Chemniy über „Die Bedeutung der Lextilindustrie für die all- gemeine Technik“. Der Redner wies zunächst darauf hin, daß die Verarbeitung der Faserstoffe zu Bekleidungs- und Shmuckgegen- ständen einer der älteslen Zweige der Technik ist. Schon in den Anfängen der Kultur läßt sich diese Technik nachweisen, und die heute noch erhaltenen Zeugen der ältesten Kaltur- entwickelung, die Pyramiden, zeigen uns in den Gewebe- umwickelungen der Mumien die vorgeschrittene Ausbildung der Textil- techuik. Diese ist es au, welche zuerst industriell betrieben wurde und durch den fabrikmäßigen Betrieb allgemein das Bedürfniß nach mechanischen Vorrichtungen, also Arbeitsmaschinen, fühlbar machte. Die außerordentliche Zunahme des Bedarfs an Bekleidungsstoffen, die nit so sehr durch die Bevölkerungs8zun2hme, als vielmehr durch die dem Geshmack und der Mode unterworfene Be- fleidunasart und dur die Einführung neuer Faferstoffe bedingt war, rief als erste ges{lossene Industrie die Textilindustrie hervor, und. diesex folgte der wichtigste Zweig der Technik, der Vaschinenbau, nah. Am deutlichsten zeigt sh dies in der Geschichte der Chemnitzer Industrie, wo der angesehene Maschinenbau aus den Anforderungen der Textilindustrie herausaewachsen ist und heute von diefer zum größten Theil geiragen wird. Die Bedingungen für die &ntwitelung der Textilindustrie sind, wie der Vortragende weiter ausführte, eigenartige : diese Industrie verlangt eine geschickte, seßhafte Arbeiterschaft und gute Maschinen, sowohl in den Motoren wie den Arbeitsmaschinen. Die wettbewerbfähige Erzeugung bedingt die Ausnußung aller kleinen Vortheile der Gesammttechnik. Die Textilindustrie bietet dur ihre Ausdehnung das größte Absay- und Anwendunosfeld für die Grzeugnifse und Errungenschaften - der allgemeinen Technik, und ihre großen Fabriken sind die Pflegestätten technisher Fortschritte. Sie ist in ihren Erzeugnissen niht gleihbleibend, jondern an wechselnden Geshmack und die verschiedenen Anforderungen der Absatzgebiete gebunden und stellt so immer neue Aufgaben. Damit befruchtet sie die E: findungsthätigkeit auch auf den anderen Ge- bieten der Technik. Steht ihre Technik, als auf mehr empirischer Entwickelung begründet, auch heute noch etwas abseits von den theoretish durhforshten anderen Gebieten des Maschinenwesens, so zeigen doh die neueren Bestrebungen und die Förderung, welche die Regierungen der Ausbildung der Textiltechnik angedeihen lassen, daß die Wichtigkeit der Textilindustrie für den Gesammtwohlstand ge- würdigt und anerkannt wird. Nach diesem Vortrage {loß der Vorsitende, Herr Bissinger, die 39. Hauptversammlung mit dem Me des Dankes an Ulle, die zum Gelingen derselben beigetragen aben.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

cht vom 9. Juni, Morgens.

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wahrscheinlich.

Süddeutschland i} überall, in Begleitung von Ge- witterersheinungen ,

Sonntag: Gastspiel Prevosti. (Violetta.) Montag: Anfang 7ck Uhr.

Regen gefallen. Fortdauer

Deutshe Seewarte.

Stationen. Wind. Wetter.

Bar. auf 0 Gr. u. d. Meeres\p

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Temperatur

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haus. lungen. 4. Abend: 1 Vorspiel.

Anfang 7 Uhr.

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Königliche Bchauspiele. 149. Vorstellung. Bühnenfestspiel von Richard Wagner. Götterdämmerung in 3 Akten und

(Siegfried :

Schiller - Theater. Freitag: Die Dummen. Anfang 8 Sonnabend : Thielemanuns.

Theater.

Freitag: Opern- Der Ring des Nibe-

Herr Ernst Kraus.) Freitag :

La Traviata.

Der Trompeter vou Säfkingen.

(Wallner - Theater.)

Anfang 8 Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr (6. Vorstellung im Anzengruber-Cyclus): Doppelselbftmord. Abends 8 Uhr: Der Widerspenftigen Zähmung.

Hansi Niese. Im Fegefeuer. Schwank in 3 Aften von Ernst Gettke und Alexander Gngel. Anfang 8 Uhr.

Sonnabend: Dieselbe Vorftellung.

Central - Theater. Alte Jakobstraße 30. Freitag: 1. Gastspiel Carl Pander. Zum erften Male: Das Signal. Dramatische Episode von Ed. Goldbeck. Zum 526. Male in Berlin: Heiurich Heine. Original-Lustspiel in 3 Aufzügen von A. Mels. Anfang 8 Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Dieselbe Vor- stellung.

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Triest 764 | ftill|bede Uebersicht der Witterung.

Die Zunahme des Luftdrucks hat allenthalben fort- gedauert; auch is die Luftdruckvertheilung gleich- mäßig und die Luftbewegung chwach. Jn Deutsch- land is das Wetter warm und heiter; in

3|bedeckt 1\wolkig

Karlsruhe . . ‘Wiesbaden . Fenden A - emn . . Berlin s .. Wten E

Schauspielhaus. 154. Vorstellung. Sonder- Abonnement B 22. Vorstellung, Flattersucht. Lustspiel in 3 Aufzügen von Victorien Sardou. Deutsh von August Förster. Regie: Herr Oscar Keßler. (Camille: Frau Nina Sandow, als Gast.) Tanzstunde. Lustspiel in 1 Aufzug von Karl Strecker. Anfang 74 Uhr.

150, Vorstellung. Die

Sonnabend: Opernhaus. beiden Schützen, Komische Oper in 3 Akten. Dichtung nah dem Französischen frei bearbeitet und Musik von Albert Se Anfang 74 Uhr. Schauspielhaus. 15d. Vorstellung. Jm Dienst. Schauspiel in 4 Aufzügen. Nach dem Bu len des Fürsten Sumbatoff, für die deutshe Bühne bearbeitet von Eugen Zabel. Anfapg 75 Uhr.

Berliner Theater. Freitag (39. Abonnements- N n Hasemauu's Töchter. Anfang

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Sonnabend : Gebildete Menschen.

Sonntag: Gebildete Menschen.

Montag: Letzte Vorstellung. (40. Abonnements- Vorstellung.) Gebildete Menscheu.

Theater des Westens. (Opern - Direktion:

Heinx. Morwitz.) Freitag: Die schwarze Kaschka. Sonnabend: Amelia, oder: Ein Maskenball.

Lessing-Theater. Nöfßl. Anfang 7# Uhr. Sonnabend: Jm weisen Rößl. Sonntag: Im weißen Rößl. Montag: Jm weißen Röfl.

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. /%. Direktion: Sigmund Lautenburg. reitag: Villa Gabrièle. Lustspiel in 3 Akten von Léon Gandillot. Deutsch von Benno Jacobson, In Scene geseht von Josef Jarno. Anfang 7$ Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Villa Gabrièle,

Nelle-Alliance-Theater. Belle-Alliancestr.7/8.

Freitag: Wein, Weib, Gesang, Im pracht- vollen Sommergarten: 1. Elitetag: Großes Militär-Doppel-Konzert und Spezialitäten.

Residenz-Theater. Freitag: Moment-

aufunahmen. Komödie in 3 Akten von Josef Jarno. Anfang 8 Uhr.

Thalia-Theater. Freitag: Wiener Ensembles unter Leitun A. Peiser.

Gaftspiel des

des Direktors Artistisher Leiter: F. I. Grasfelli.

C) N EZRER H; C A U R E E L S R SRIE E S I C

Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Vera Oßmann mit Hrn. Prem.- Lieut. Jesko von Puttkammer (Loschwiz—Nawitsch).

Verehbelicht: Hr. Hauptmann a. D. Albert Cufsig mit Frl. Valeska Buhwald (Dbernigk).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Pfarrer Sieges- mund (Groß-Mirkowiß). Hrn. lügel- Adjutanten Grafen von der Schulenburg (Schwerin E Da Eine Tochter: Hrn. Oberförster Rocholl (Klaushagen b. Tempelburg).

Gestorben: Verw. Fr. Regierungs-Rath Clara Gräfin Finck von Finckenstein, geb. von Mutius (Frankfurt a. D.).

Verantwortlicher Redakteur : Direktor Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags- Anslalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

1) Im Monat Mai 1898 sind geprägt worden in:

der

Goldmünzen

Erfte Beilage

M 134. Berlin, Donnerstag, den 9. Juni -

Deutsches Reich.

Uebersicht - - Ausprägungen von Reichsmünzen in den deutschen Münzstätten bis En

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Sla

Silbermünzen

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Nickelmünzen

ats-Anzeiger.

1898.

Kupfermünzen

Doppel-

kronen M

Kronen

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Halbe Kronen Mb

Hiervon auf

Privat-

rechnung M

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2) Vorher waren geprägt?) v Gesammt-Ausprägung

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1) Im April d. I. ausgeprägt. 2) Vergl. den „Reichs-Anzeige

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Berlin, den 8. Juni 1898.

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r“ vom 12. Mai 1898, Nr. 112.

uptbuchhaltèrei HauplbuGs Biester.

497 027 496,90 M

50 22 711 349 -- D 005 755 80

des Neichs-Schagamts.

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

56 352 038,30 M.

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15,00

Weizen.

21,00 f 20,20 19,50 20,00 20,00 19,10 21,60 20,00 20,50 22,29 22,00 21,00

22,00 21,50

21,80 18,50

Roggen.

15,00 14,00 14,10 15,20 14,40 15,25 15,75 16.00

15,80 16,00 15,20 13,30 15,00 14,30 14,70

15,00 15,80 17,50 16,00 15,80 15,90

90,70

20,40 15,00 15,00 14,50

15,50 14,30 15,00 15,50 14,60 13,30 18,50 12,50 19,00 18,25 14,50

17,40 16.00

14,30

20,40 19,50

20,40 20,80 22,00 19,40 20,00 22,00 22,50 22,10 21,00 23,44 22,29 22,00 29,90 21,50 22,00 19,30

15,25 14,50 15,29 15,30 14,60 15,90

16,00 16,80 15,80 17,00 15,20 13,60 15,50 14,90 15,00 15,80 15,00 15,80 18,00 16,10 15,80 15,50 16,00 16,00 15,75 20,80 18,00 20,30 15,00 16,00 15,30

erfie. 14,00 15,50 14,80 15,50 16,20 15,00

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14,90

20,50 20,50

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21,00 20,40 19,29 19,75

19,60

22%

23,44 22,08

92,56 20,25 20,17

20,16

923,00

.

25,63 24,60

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