1889 / 259 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

halten, wenn wir nicht uns den Bahnen Englands aen und den Bahnen, die Fürst Bismarck 1862 beim Ab- schluß des französishen Handelsvertrages gewiesen in die er ‘dann freilih mit dem Dezemberbrief wieder ver ieß? _JŸ erkläre also nochmals: Die deutsche Nation ist bereit, jedes Opfer zu bringen, welches unerläßlih nothwendig ist, um ihre Stärke na außen hin zu befestigen und zu erweitern, aber gerade in der heutigen Zeit, wo die Wirthschaftspolitik mit ihrer Vertheuerung der KNYMEIDIGaE Lebensmittel jo drückend von Millionen empfunden wird, können wir niht mit Milliarden-Etats, niht mit Erhöhung der Schulden um eine Viertelmilliarde in einem Etat kommen; wir haben sorgsam und ernst zu prüfen und, wenn es sein muß, unser Veto entgegenzusezen. Die Thronrede spriht aber nicht bloß von den Mitteln zur Erhaltung des äußeren Friedens, sondern auch von denen zur Erhaltung des innern. Hier is uns eine große Enttäuscung beschieden worden. Die Zuversicht, daß Regierungen und Bevölkerung im Stande sein werden, die \ozialistischen Jrrlehren oder, wie es jeyt heißt, die Emen ei Elemente“ auf dem geistigen Gebiete zu bekämp en, scheint völlig ges{chwunden. Di. verbündeten A ERO muthen Jhnen jeßt als dauern- des Mittel gegen die sozialdemokratischen Bestrebungen Polizei- gewalt und Unterdrückung zu, nicht mehr Kampf zwischen

ebenbürtigen Männern, sondern gewaltsame Mittel für die Dauer. Jch bin der Ueberzeugung, daß die Sozialistenvorlage eine der folgenshwersten wichtigsten

Vorlagen ift, welche jemals einem Reichstage gemacht worden sind. Man denkt nur noch an die Polizei als Abwehrmittel. Man scheint anzunehmen, das Rechtsbewußtsein im deutschen Volke ift jet so weit gesunken, daß es derartige Geseße als dauernde Staatseinrihtungen vertragen kann. Greifen Sie doch zurück auf das Jahr 1878, jene Zeit der Aufregung durch die Aitentate. Selbst damals hatte Preußen und mit: ihm die verbündeten Regierungen nit die Meinung, daß dieses Geseß für die Dauer gegeben werden solle. Es wurde ausdrück- E eine dreijährige Dauer beantragt und die Hoffnung aus- esprochen, daß es nah Ablauf dieser Frist eines solchen Ausnahme- éuikes niht mehr bedürfen würde. Seit Sie die jozial- demokratishen Bestrebungen von der Oberfläche weggedrängt haben, hat sich die Zahl der sozialdemokratishen Stimmen verdoppelt. J kann Jhnen offen sagen, ih habe vieles zu bedauern, was ih in meinem parlamentarischen Leben gethan habe, aber den Schritt werde ih mir nie vergeben, daß ih au nur einmal die Hand zur Verlängerung des Ausnahme- geseßes bot. Wenn nun gar zahlreiche Entscheidungen den Mitgliedern der Gerichte übertragen werden sollen . .. (Präsident von Leveßow: Jh muß aber bitten, sich an die Thronrede und nicht an andere Vorlagen zu halten.) Ich füge mich der Autorität des Präsidenten. Jch bin ge- nöthigt, noch einmal auf die offiziöje Presse zurüczukommen, die den Auftrag bekommen zu haben scheint, auf gewisse Var- teien gewissermaßen mit Drohungen zu wirken. Hr. von Boet- tiher will nur den offiziellen Theil des „Staats-Anzeigers“ für die Beglaubigung der Aeußerungen der Regierung gelten lassen. Jch meine aber, er wird auch für die im nihtamt- lichen Theil des „Staats-Anzeigers“ stehenden Dinge als Vize- Präsident des preußishen Staats-Ministeriums eine gewisse entfernte Mitverantwortlihkeit übernehmen wollen. Jn den Ent- hüllungen über die Politik des Jahres 1878, die der „Reichs- Anzeiger“ aus einem anderen Blatte abgedruckt hat, hat mi am meisten jene Verleumdung des Reichskanzlers Überrasht, in der gesagt wird, die Versuhe, den Minister-Präsidenten durch Verständigung zwishen der liberalen Mehrheit und einzelnen Mitgliedern des Ministeriums zu vergewaltigen, ge 1876 bis 1878 Anlaß zu verschiedenen Aenderungen im Bestand des Staats-Ministeriums, und die Herbeiführung neuer Reichstagswahlen war kein aggressiver, jondern ein defensiver Schahzug des Minister-Präsidenten gegenüber der Koalition der Mehrheit mit einigen liberalen Kollegen. Also ein diplomatisches Kunststück war die Reichs- tagsauflösung von 1878 nach dieser Enthüllung des „Reichs-Anzeigers“! Mir ist dabei die Rede eingefallen, welhe Hr. von Bennigsen im Reichstage am 23. Mai 1878 gehalten hat, die ganz auf dieselbe Melodie stimmte. Damals s\prach auch Hr. von Bennigsen von Gerüchten, als ob das vorgelegte erste Sozialistengeseß zu ganz anderen politishen Zween bestimmt war, als zu den- jenigen, die darin zum Ausdruck kamen. Fahren Sie nur so fort, wir werden dann auch wohl noch erfahren, was es mit der Reichstagsauflösung von 1887 eigentlih auf sich gehabt hat. Die Sache wird interessant, und es wundert mich nur, daß diese Drohungen gerade gegen die nationalliberale Partei in exster Linie gegen Hrn. von Bennigsen selber gehen. J erkläre diefe Mittheilungen für lediglih aus der Luft ge- riffene Erfindungen. Wenn etwas daran wahr wäre, würde B von Bennigsen, der allen meinen politishen Hand- lungen damals außerordentlich nahe stand, etwas da- von wissen. Hr. Miquel hat längst sein Mißfallen darüber ausgesprochen, daß diese Erfindungen immer wieder vorgebracht werden. Jch bitte auh Hrn. von Bennigsen darum, sih Hrn. Miquel anzuschließen, um diese Dinge endlih zu beseitigen. Wenn man das Sozialistengesez von 1878 und die Motive dazu vergleicht mit dem jeßt eingebrachten, so kann der Unterschied nur exklärt werden dur die kolossal zuge- nommene Reaktion. Das ewige Herumarbeiten an der Koalitionsfreiheit, der Freizügigkeit, die Verlängerung der Legislaturperiode, die Erhöhung der Kornzölle sind auf demselben Boden erwachsen. Ein neuer Reichstag nah dem Wunsche des Kartells, und nicht bloß das Koulitionsrecht, sondern auch das allgemeine gleihe uud direkte Wahlrecht wird über den Haufen geworfen werden troy der Versicherungen des Hrn. von Bennigsen. Sollen wir troß der ungeheuren materiellen Opfer, die das deutsche Volk bringt, ausges{lossen bleiben von der politischen Freiheit, deren sich andere Völker erfreuen? Mit einem gewissen Neide habe ih die Rede gelesen, die der Minister-Präsident Crispi vor wenigen Wowen in Palermo gehalten. „Was wäre,“ sagte er, „das materielle Wohlergehen, wenn wir es den Massen verschaffen könnten, ohne die Freiheit?“ Niemals habe die Monarchie cine so warme, überzeugende Zustimmung genossen wie jet. Warum hat cs denn die deutsche Nation, die doch in Bezug auf Civilisation hinter anderen Völkern nicht zurücksteht, verdient, daß man sie dauernd mit jenem Aus- nahmegeseß béglüdcken will, daß die freie Na so zurückgedrängt werden soll, daß alle die Freiheiten, die bei anderen Völkern das ABC sind, U für Schritt vertheidigt werden müssen gegen die heftigsten Angriffe. Jh habe aber doch die Buverfi, daß das lde Volk sich endlih bewußt werden wird, daß es nit allein dazu da ist, fortgeseßt in Nüst und

Waffen sih- zu befinden, daß es die geistigen und sittlichen

eiheiten, ein Attribut jedes Kulturvolkes, nicht entbehren ann und stark genug ist, wenn es den Willen hat, auch durchzuseßen, was die Ftaliener leichten Spiels sich errungen haben und erhalten werden. ;

Nah der 21/,stündigen Rede des Abg. Rickert nahm der Staatssekretär Freiherr von Malyahn noch zu folgender Erklärung das Wort: ; j

Meine Herren! Gestatten Sie mir nur in einem kleinen unbe- deutenden Punkte, sofort einer Ausführung des Herrn Vorredners entgegenzutreten. \ ,

Der Herr Borredner hat den Vorwurf erhoben, den ih {on im Voraus abzuweifen versuht hatte, daß die Beranschlagung der Aus- gaben für die Beschaffung der Naturalien im Bereich der Militär- verwaltung eine falsche sei und hat meiner Ausführung gegenüber, nah welcher es unmöglih gewesen war, im September bereits die Oktoberpreise zu berücksichtigen, entzegengehalten, der Bundesrath habe do in früheren Jahren Veränderungen im Etat vorgenommen, wes- halb dein der Bundesrath die veränderte Zahl nicht eingestellt habe. Der Bundesrath hat es nicht gethan aus dem einfahen Grunde, weil ikm zur Zeit der Berathung diefes Etats in seiner Mitte die im Laufe des Oktober gezahlten Preise thatfählih nicht bekannt waren und nicht bekannt sein konnten, und weil gar kein Grund vorlag, wie der Herr Abgeordnete andeutete, den Sep- tember oder irgend einen anderen Monat anstatt des herkömmlichen Monats hier zu berücksi{tigen. Der Monat September speziell würde vielleiht der allerungeeignetste sein, weil im September im Bereich der Militärverwaltung fast gar keine Ankäufe erfolgen, und zwar aus zwei Gründen, weil einerseits die mit diefen Einkäufen be- trauten Behörden dann durch die Manöver in Anspruch genommen find, und zweitens, weil im September die neue Ernte noch nit ausgedroscen ist und die neuen Preise sich noch nicht gebildet haben.

Hierauf wurde die Débatte vertagt.

Der Präsident theilt mit, daß auf den Glücwunsch des Reichstages folgendes Telegramm Sr. Majestät des Kaisers cingegangen ist: :

„Dem Reichstage meinen besten Dank für freundliche Glücwünsche. Wilhelm.“

Schluß 51/, Uhr.

Reichshaushalts-Etat für 1890/91.

Der Etat für das Königlich preußische Reihs-Militär- kontingent enthält an fortdauernden Ausgaben 293 075 196.46. (5488 396 A mebr als im laufenden Jahre); an einmaligen des Ordentlichen CGtats 33045 722 4 (+ 17 558 358 4), an ein-

maligen des Außerordentlihen Etats 169221897 m (+ 121 010292 4). Von den fortdauernden Ausgaben entfallen auf das Kriegs-

Ministerium 1947753 (+211 553 46). Hiervon 63 300 / mehr für 1 Departements-Direktor, 1 Abtheilungschef und 6 Offiziere in der Funktion als vortragende Räthe. Die dem Allgemeinen Kriegs- Depar*ement zugewiesenen Geschäfte sind so umfasserd und so viel- scitig, daß deren organische Verbindung zu einem Departement einer- seits an dessen Geschäftsleitung Anforderungen stellt, denen selbst unter den denkbar gürftigsten Personalverhältnifsen auf die Dauer völlig zu genügen niht mehr möglich is, andererseits auch diejenigen Vorzüge nit zur vollen Geltung kommen läßt, welche fi aus einer rationellen Arbeitstheilung für die fachgemäße Er- ledigung der Geschäfte ergeben. Insbesondere sind es die technishen Angelegenheiten des Waffen-, Munitioné- und Trainwefens, welche Zeit und Arbeitskraft des Direktors des Allgemeinen Kriegs-Departe- ments in übermäßiger, die Erfüllung der ibi anderweit obliegenden wichtigen Aufgaben erschwerender Weise in Anspru nebmen. Ist daher die geshäftlihe Gntlastung des Direktors des Allgemeinen Kriegs- Departements als ein dringliches Bedürfniß anzuerkennen, fo ‘ergiebt sih aus der Loêtrennung der Technik des Waffen-, Munitions- und Trainwesens ein genau abgegrenztes Arbeitsfeld, welches die Bewaffff- nung des Heeres, das weite Gebiet der Erfindungen, der Versuche und der Fabrikationen umfassen und daher für cin selbständiges, in 3 Ab- theilungen gegliedertes Departement reichlichen und vollwerthigen Stoff bieten wird. Zugleich gewährt diese Organisation in Ver- bindung mit den in Aussicht genommenen anderweiten Aenderungen in der Emrichtung des Trainwesens den ferneren Bortheil, die Technik des Waffen-, Munitions- und Trainwesens einer einheitlichen Leitung zu unterstellen, Au bei den übrigen Abtheilungen des Kriegs-

Ministeriums hat der Geschäftsumfang derart zugenommen, daß die Vermebrang der Zahl der Referenten als ein dringendes, nit länger hinautzusiebendes Crforderniß bezeihnet werden muß.

Aus der Zunahme des Umfangs der Arbeiten erklärt #ch ferner der Mehransaß von 17400 e für zwei vortragende Räthe vom Civil, ferner von 111750 für 14 Expedienten, 12 Negistratoren und 1 Kanzleisekretär, ferner von 5738 4 für 2 Kanzleidiener .und 3 Hausdiener. L

Für das Militär-Kassenwesen werden (hauptsählich in Golge E Errichtung zweier Corp3zahlungsstellen) 24 208 6 mehr erfordert.

Das Militär- Jntendanturwesen erfordert 238110 mehr in Folge des Hinzutriits von 2 neuen Corps-Intendanturen und 3 neuen Divifions-Intendanturen, welche durch die Errichtung zweier neuer Armee-Corps bedingt sind.

Die Militär-Geistlichkeit erfordert 29 324 A mehr durch die Nothwendigkeit der Gehaltsaufbesserung und iz Folge der Errich- tung zweier General-Kommandos und dreier Divifionen.

Für die Militär-Justizverwaltung sind aus leßterem Grunde gleichfalls 19 040 A mehr ausgeworfen.

Das Kapitel Höhere Truppenbefchlshab er verlangt cine Mehrausgabe von 231 780 4 in Folge der Nothwendigkeit der Er- richtung zweier neuer Armee-Corps. Hierdurch ist die Auf- stellung der Stäbe für weitere 2'General-Kommandos, 3 Infanterie-Divi- sionen, Infanteric-Brigaden, 6 Kavallerie-Brigaden, 2 Feld-Artillerie- Brigaden, 5 Infanterie-Regimenter, 4 Feld-Artillerie-Regimenter bedingt. 7 Infanterie-Bataillone werden auf den hohen Etat gebracht. Dagegen sind 2 Kavallerie-Divisionen in 2 Karallerie-Inspektionen umgewandelt (Fortfall des Generalstabs-Offiziers, der Intendantur, des Auditeurs), 2 Landwehr-Inspektionen fortgefallen, die Stellen der Kominandanten von Frankfurt a. M,., Altona, Hannover, Saar- [ouis und Torgau als „künftig wegfallend“ bezeihnet, 2 Feld- Artillerie-Abtheilungsstäbe fortgefallen, 1 Generalstabs-Offizier und 1 Adjutant beim XV. Armee-Corps fortgefallen, die Stellen der dritten Adjutanten bei den General-Kommandos in solche jür inaktive Offiziere umgewandelt.

Für den Generalstab und das Landesvermessungs- wesen werden 246 124 #4 mehr gefordert, und zwar für 1 Brigade- Commandeur, 6 Regiments-Commandeure, 7 Majors, 4 Hauptleute I. und 5 Hauptleute Il. Klasse (167430 4), zur Bestreitung des Kostenaufwandes für Generalstabsreisen (11 900 46), für 10 Trigono- meter (32 550 F) sowie für Bedürfnisse der Landesvermefsung.

Das Ingenieur- und Pionier-Corps erfordert ein Mehr von 19 724 M

Die Geldverpflegung der Truppen maht 779968 4 mehr erforderli, darunter 459 000 46 mehr für Gefechts- und Scießübungen im Gelände und sonstige besondere Uebungen.

Die Naturalverpflegung erfordert ein Mehr 111348 M

Die Bekleidung und Ausrüstung der Truppen macht 26/258 # mehr erforderli.

von

erfordert ein Mehr von 1297 089 4, darunter 86 790 4 mehr für

|

Feuerung, Erleuchtung und ige kTleinere Bedürfnisse, 159 000 #4 mehr für Unterhaltung der Uebungspläße, fowie zu kleineren Grund-

Das Garnison-, Verwaltungs- und Serbiswesen“

ftücckserwerbungen, 243 000 4 mehr für Manöver, zu denen die MAIRerIE s Regimenter in erweitertem Umfange herangezogen werden ollen. :

| Das Garnisoubauwes en erfordert ein Mehr von 44286 4 (wovon 38 360 zu Besoldungen). :

Für die Verwaltung der Traindepots sind 58661 46 mehr ausqeworfen, für Ankauf der Remontepferde 449 989 4, für Reisekosten, Tagegelder 2c 100000 # (namentli zur Berittenmachung der Sanitäts-Offiziere bei den Herbstübungen).

Für das Militär-Erziehungs- und Bildungswesen find mehr ausgeworfen 19 167 #4, wovon 13 600 „e ais Zulagen für kommandirte Offiziere bei der Militär-Schießs{bule uad 6990 M für umfangrei{ere Ausbildung von Offizieren in Spandau - und für die Einrichtung von Lagern für Untero] fizier-Uebungs-Compagriea. j

Für Artillerie- und Waffenwesen werden 1017 4% s mehr erfordert, für technische Institute der Artillerie 92885 mehr, für Bau und Unterhaltung von Festungen 951 363 M, für Woh nungsgeldzuschüsse 304025 M mehr, fir die Militärwittwenkasse 114 388 M mehr. j

Im Ganzen werden an fortdaucrnden Ausgaben in Folge Fu, mationsänderungen gegen das laufende Jahr 2 866 149 4, fu Gehalts- und Zulageerÿöhungen 12364 \ mebr erford

Unter den einmaligen Ausgaben des Ordentlichen Etats, welche sich auf 33 045 722 M (17558 358 # mchr als im laufenden Jahre) belaufen, figuriren 47 709 mehr zur Gewäkruug von Zu lagen an die Unteroffiziere 2c. bei den Besazungstruppen bon Elsaß-Lothringen; 162 500 4 zur Erneuerung des Oberbaues der Militär-Cisenbahn , Vermehrung der Betricbsmititel und Bay eines Wagenshuppens, 300 000 Æ als zweite Rate für den Nezbaa von Maggzingebäuden in Lyck, 400 000 M für den Neubau von Magazingebäuden in Stettin, 56 800 f für eine Garnisonbäterei in Grefsen, 141 800 Æ für ein Magazin in Magdeburg, 14 500 4 erste Rate für Magazingebäude in Gleiwiß, 70 0009 Æ erste Rate für Magazingebäude in Saarbrückten, 730) #4 füc Magaziogebäude in

anau, 700 000 M für Gntwurfsbearbeitung, Grunderwerb und Her-

tellung der dringendsten Magazin- 2c. Anlagen in Felge der For- mirung zweier Armee-Corps, 168 000 6 bezw. 232 000 „4 zur Herstellung von Gefrieranlagen in Königsberg i. Pr. bezw. Posen, 600 000 4 für cine Konservenfabrik in Spandau, 85000 # zur Ergäzzung der Kon- serven-Vorräthe, 1353420 46 zur Beschaffung der neuen Ausrüstung der Kavallerie. (Bei der Kavallerie muß die Ausrüfturg für Mann und Pferd umgestaltet werden. Das dienstliche Juateresse erfordert dringend, wenigstens die Linien-Regimenter und deren Frsaß- Escadrons s{leunigst in den Besiß einer Feldgarnitur der neuen Ausrüstung zu seßey. Zu diesem Zwecke sollen den Regimentern Bej- hülfen im Betrage von 20 é für Mann und Pferd gewährt werden, was einen Kostenaufwand in der angeseßten Höhe verursacht.) Erweiterung des Generalstabs-Dienstgebäudes (ältere Zheile) in Berlin dur theilweisen Aufbau im Dachgeshoß, voller Betrag 35 000 „# Desgleichen Erweiterung des Dienstgebäudes der Undes- aufnahme dur theilweisen Aufbau des Dachgeschosses und Umbau dis Erdgeschosses, volier Bedarf 60 000 A4 Neubau einer Kaserne sür ein Garde-Infanterie-Regimenk in Berlin, erste Baurate 600000 4, Gefammtbedarf 2292000 Bau einer katholischen Gar- nisonkirche zu Berlin. Gesammtbedarf 800 000 M (eins{ließ- li Grunderwerb), erfte Rate zur Entwurfsbearbeitung 20 000 Der Fafsungéraum der Kirche ist auf ungefähr 1500 Sitpläbe berechnet. Neubau einer zweiten evangelischen Garnisonkirhe in Berlin für den Süden der Stadt mit einem Fafsungsraum von 1500 Sißpläßen, Gesammtfosten 870 000 Æ, erfte Rate für Grunderwerrb und Entwurf 120000 A Umgestaltung der Charlottenburger Escadronsfkaserne in die Kaserne für ein Jnfanterie-Bataillon 619000 A Ueber den Grunderwerb werden Verhandlungen mit der Stadt Charlottenburg gepflogen. Zweite Rate (für Grunderwerb) für cine neue Gardes-du-Corbs-Kaserne in Potsdam 630895 4 Von der Verwendung des Kronfideiklommiß-Grundstücks für die Ka- ferne ist Abstand genommen. Neubau einer Kaserne in leichtem Maífsivbau für das ‘Lehr-Infanterie-Bataillon in Potsdam 585 000 Kaserne für ein Infanterie-Bataillon in Allenstein, Gesammtbedarf 750 000 J, erste Rate 8009 6 Als leßte Rate für den Neubau einer Kaserne für zwei Compagnien Infanterie ia Gumbinnen 260282 «& Für eine Kavalleriekaserne in Gumbinnen, Gesammtbedarf- 1250000 #, erste Rate für Grund- erwerb 50000 «e Militäris®e Gründe maGen die Heran- ziehung dreier Escadrons nah Gumbinnen erforderlih. Eine Artiülerie- kaserne in Insterburg, Gesammtbedarf 1950 000 4, erste Rate 590000 ' Militärishe Rücksichten bedingen die Verlegung zweier Abtheilungen Artillerie nach Insterburg. Erste Rate für ein neues General Kommando in Königsberg 150000 46 Pionierkaserne in Königsberg, Gesammtkosten 920 000 4, erste Rate 50 000 6 Es \oll ein Pionier-Bataillon nah Königsberg verlegt werden. Kavallerie- taserne in Gnesen behufs Verlegung eines Kavallerie-Regiments nah Gnesen, Gesammtkosten 2 100 000 4, erste Rate 660000 4, Pionierkaserne in Stettin 500 000 6, für den Entwurf 6000 Kavalleriekaserne in Stolp zur Vereinigung des Husaren-Regiment? Nr. 5, Gesammtkosten 1332 300 4, erste Rate 20 000 6 Tra kaserne und Traindepot in Posen, Gefammikosten 1620 000 6, ei Baurate 600 000 46 Artilleriekaserne in Neisse, Gesammtikosii 774 000 Æ, erste Rate 110000 46 FInfanteriekaserne in O pyeln 745 000 Æ, erste Rate 30 000,6 Wiederherstellung der P antaleons- Garnisonkirche in Köln 225000 4, erste Rate 145 000 Kavalleriekaserne in St. Johann-Saarbrücken, Gesammtbedatf 1800 000 Æ, zur Verlegung des Husaren-Regiments Nr. 9 dorthin, erste Rate 50000 \( Infanteriekaserne für 2 Compagnien in E Gesammtbedarf 197 C00 #4, erste Rate 4000 d.

rweiterungsbau der Artilleriekaserne in Darmstadt 905 000 4, erste Rate 485000 Infanteriekaserne in Freiburg im C 730 000 Æ, erste Rate 102 000 Infanteriekaserne in Karlsru t, Gesammtbetrag 2 896 900 e, erste Rate 527 600 & Kavalleriekaserne in Danzig, Gesammtsumme 1700 000.4, erste Rate 100000 & Kavallerie: Kaserne in Graudenz, Gesammtkosten 2 100 000 #, erste Rate 600 000 „é, behufs Verlegung eines Kavallerie-Regiments dorthin. Infanterie-Kaserne in Osterode i. Pr., behufs Verlegung von zwä Bataillonen Infanterie dorthin, Gesammtbedarf 1 705 900 M, erst Rate 42000 4 Infanterie-Kaserne in Thorn, Gesammtbedatf 850 000 é, erste Rate 20000 A Ferner zur Erwerbung neuer Exrerzierpläße bei Allenstein, Stolp, Pasewalk, Züllihau, S(leswig, Harburg und Worms 650 500 A

(Fortseßung folgt.)

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